Die Angst der anderen

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31-03-20 01:04:00,

Die Straßen, Bahnhöfe und Züge sind wie leergefegt, dieser Tage. Was jedem Reisenden sehr angenehm erscheint, hat jedoch einen ernsten Hintergrund. Die Angst vor einem Virus geht um, hält die Menschen in ihren vier Wänden und räumt der Politik einen weiten Handlungsspielraum ein. Unter dem Deckmantel der Seuchenbekämpfung werden Maßnahmen ergriffen, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs in ihrer Totalität beispiellos sind.

Nicht nur werden die Menschen unter Androhung von Bußgeldern (1) dazu angehalten, zuhause zu bleiben und ihre sozialen Kontakte einzuschränken, sondern in einigen Ländern Europas sowie in Bayern wurde bereits eine Ausgangssperre verhängt mit Androhung hoher Geld- oder gar Gefängnisstrafen.

Die zur Krise deklarierte Situation wird nun auch für ein umfangreiches Ermächtigungsgesetz genutzt, das der Bundesregierung weitgehende Freiheiten einräumt, am Bundesrat vorbei und ohne Mitwirkung des Bundestages eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen und daraufhin Maßnahmen zu ergreifen.

In einem solchen Fall soll das Bundesgesundheitsministerium weiträumig Macht erhalten. Verbunden ist all das mit weiteren Einschränkungen unserer Grundrechte. Neben ein umfassendes Versammlungsverbot sowie eine Einschränkung der Freizügigkeit gesellt sich die Einschränkung der körperlichen Unversehrtheit (2).

Ebenso ist die Rede vom Einsatz der Bundeswehr im Inland (3), die zur Seuchenbekämpfung und zu logistischen Zwecken dienen soll. Auch eine Verschärfung der Überwachung steht zur Debatte (4). Namhafte Staatsrechtlerinnen kritisieren die bereits ergriffenen Maßnahmen der Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote unter Androhung von Strafen als verfassungswidrig (5). Wir erleben gerade eine weitreichende Abschaffung sämtlicher Freiheiten, die uns das Grundgesetz einräumt, sowie ein Übergewicht der Exekutive. Mehr und mehr Macht konzentriert sich an wenigen Stellen. Die Bundesregierung behauptet sich als hart durchgreifende Hand, die in diesen Zeiten eine starke Führung im unruhigen Fahrwasser der Krise sei.

Doch darüber, ob eine solche Krise überhaupt vorliegt, herrscht Uneinigkeit. Zwar wird uns durch die beständige Wiederholung in den Medien suggeriert, dass wir eine echte Pandemie erleben. Bild und Ton sind ernst bis bedrohlich und lassen nicht die gebotene Betretenheit vermissen. Tote werden hochgezählt, jeden Tag die neuen Zahlen an Infizierten im Minutentakt über die Ticker gejagt. Die panikartige Stimmung wird unterstrichen von der mantramäßigen Befragung sogenannter Experten. Dabei fällt jedoch auf, dass es offenbar trotz der Gelder, die jährlich in all die Medien investiert werden, nicht möglich zu sein scheint, mehr als einen Experten zu finden. Denn wohin man auch blickt, überall äußerst sich einzig der Virologe der Berliner Charité,

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Sei Du selbst, alle anderen sind schon vergeben | KenFM.de

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22-01-20 09:17:00,

Von Dirk C. Fleck.

Kaum zu glauben, aber wahr: es gibt ein Leben außerhalb des geopolitischen Ränkespiels, dem die alternativen Medien so gerne analytisch auf den Grund gehen. Dabei braucht es über den riesigen Misthaufen, den das Gier-System permanent produziert, weder weitere Informationen noch Aufklärung – wir wissen doch, nach welchen Gesetzen das menschen- und naturverachtende System funktioniert. Aber nein, wir schalten lieber in den Empörungsmodus, anstatt an uns selbst zu arbeiten, was dringend notwendig wäre, da der dreckige Informationsfluss unsere Köpfe immer mehr zu vergiften droht.

Waschen wir uns den Schmutz von der Seele, den wir in dieser ruhig gestellten, totalüberwachten Gesellschaft angesammelt haben. Machen wir uns wieder klar, dass wir hier nur zu Gast sind, dass es Millionen von Parallelwelten auf diesem Globus gibt, sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt. Und dass jede dieser Welten in einem eigenen Gefühlskosmos lebt und mit einem ureigenen Kommunikationssystem ausgestattet ist. Entwickeln wir Respekt für unsere Mitbewohner auf der Erde. Öffnen wir unsere Herzen für das Mysterium der Schöpfung, von dem die Betreiber des seelenlosen Killer-Systems nicht die geringste Ahnung haben. Verschwenden wir unsere Energien nicht in einem aussichtslosen Kampf gegen sie, in dem Gewalt die einzige Option zu sein scheint. Auf diese Weise werden wir nie gewinnen. Oscar Wilde hatte einen wunderbaren Rat parat: „Sei Du selbst! Alle anderen sind schon vergeben.“ Sehen wir also zu, dass wir authentisch und wahrhaftig bleiben, das ist die einzige Chance, die Gesellschaft von Grund auf zu verändern. Eine andere haben wir nicht.

Da fällt mir ein, was Sean Penn, dieser US-amerikanische Schauspieler, Filmregisseur und Drehbuchautor, in einem Interview gesagt hat, es erklärt unsere willfährige Gesellschaft recht gut: „Wissen Sie, was ich glaube? Dass wir in eine Welt hineingeboren wurden, in der sich niemand mehr die Zeit nimmt, der zu werden, der er ist – und all diese Menschen, die nicht sie selbst sind, verletzen die wenigen Menschen, die sich diese Zeit nehmen.“

Wer sich jedoch diese Zeit nimmt, wer also aus der Norm tritt, der ist nicht länger manipulierbar. Wir haben ja nur uns selbst. Wir sind das einzige Medium, das uns die Welt erklärt, unsere Sinne und unser Herz sind es,

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„In einer anderen Liga“

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17-09-19 07:23:00,

Ein überdimensionales Wahlplakat mit dem Slogan „Netanyahu in einer anderen Liga“ zeigt Netanyahu im Händedruck mit US-Präsident Donald Trump. Ein Kurztrip nach London, um mit dem britischen Premierminister Boris Johnson und Verteidigungsminister Mark Esper Hände zu schütteln. Ein dreistündiges Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi.

In der Kommentarspalte der Jerusalem Post wird Netanyahu ob seines dichten Terminkalenders gelobt: „Die arabische Welt implodiert, während die Muslime sich gegenseitig abschlachten. Israel ist die Speerspitze im Kampf um Demokratie gegen islamistischen Fanatismus“, schreibt „CyanRocket“. Tatsächlich sei „Israel ein sehr armseliges Beispiel für eine Demokratie“, entgegnet „Olive Ring“. „Das Apartheidsystem, das in Israel über Jahre hin entwickelt wurde, ist eine beschämende Farce.“

Netanyahu fechten innenpolitische Kritik und Missstände nicht an. Selbst das gegen ihn eröffnete Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs und Korruption verdrängt er, weil er Wichtigeres zu hat. Netanyahu ist nicht nur Ministerpräsident, er ist auch Außen- und Verteidigungsminister in einer Person. Seit Wochen weist er die israelischen Streitkräfte (IDF) an, Ziele in den Nachbarstaaten Libanon, Syrien, Irak und im Gazastreifen anzugreifen, um Israel zu retten und die Wahlen zu gewinnen. Das geht so weit, dass israelische Kommentatoren wie Ben Caspit berichten, manch einer in Israel frage sich inzwischen, ob es zu den Wahlen überhaupt kommen wird oder ob der Krieg vorher ausbrechen wird: „Wird es eine neue Regierung geben oder Krieg?“

Benjamin „Bibi“ Netanyahu schürt die Kriegsangst unter den Wählern und beschwört die Gefahr, in der Israel schwebt. Umgeben von Feinden müsse das Land militärisch stark sein und zuschlagen, bevor es selber getroffen werde. Nur er, Netanyahu habe die Größe und Stärke, Israel zu schützen, lautet seine Wahlkampf-Botschaft.

„Wenn jemand kommt, um Dich zu töten, erhebe Dich und töte zuerst“, zitierte Netanyahu kürzlich einen Satz aus dem Talmud, der zum Motto gezielter Morde israelischer Geheimdienste geworden ist. Das war, als Journalisten ihn fragten, ob Israel hinter einer ganzen Reihe von Angriffen im Irak stecke. Die Nachrichtenagentur AP zitierte Netanyahu mit den Worten, es gäbe „keine Immunität für den Iran, nirgends“. Israel werde handeln „und wir handeln jetzt gegen sie, wo immer es notwendig ist.“

Für Netanyahu scheint so ziemlich jeder, der es wagt, sich ihm und den israelisch-westlichen Interessen zu widersetzen, aus dem Iran zu kommen und damit ein potentielles militärisches Ziel zu sein.

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„Die Dienstwagenbesteuerung müsste, so wie in anderen EU-Staaten, eine ökologische Komponente beinhalten“

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15-08-19 11:57:00,

Seit geraumer Zeit fordern Politiker eine Besteuerung von CO2. Gerade aber erst ist der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zu der Auffassung gelangt, eine Steuer auf Kohlendioxidemissionen verstoße gegen das Grundgesetz. Unabhängig von der rechtlichen Situation wollten die NachDenkSeiten wissen, wie es mit dem CO2-Ausstoß von jenen Fahrzeugen aussieht, die Spitzenpolitiker nutzen. Im NachDenkSeiten-Interview klärt Dorothee Saar auf. Die Bereichsleiterin Verkehr & Luftreinhaltung bei der Deutschen Umwelthilfe verdeutlicht, dass Top-Politiker in der Sache alles andere als vorbildlich agieren. Von Marcus Klöckner.

Frau Saar, derzeit wird viel über CO2 geredet. Politiker denken darüber nach, CO2 zu besteuern. Wie sieht es eigentlich mit dem CO2-Ausstoß der Dienstwagen von Politikern aus?

Der CO2-Ausstoß der Dienstwagen von Spitzenpolitikern ist noch immer viel zu hoch und lässt nicht wirklich eine Vorbildfunktion der Politiker erkennen. Im letzten Jahr hielt kein einziger Dienstwagen den EU-Flottengrenzwert für Pkw auf der Straße ein. Auch in diesem Jahr sieht es nicht viel besser aus, Genaueres hierzu folgt in den kommenden Monaten mit der Veröffentlichung der diesjährigen Dienstwagenumfrage der Politiker.

Haben Sie genauere Daten?

Auf Basis des Umweltinformationsrechtes erfragen wir von den jeweiligen Ministerien die relevanten Angaben der jeweiligen Fahrzeuge. Unter Berücksichtigung der realen Verbrauchswerte hielt im Jahr 2018 kein einziger der 236 befragten Politiker den CO2-Grenzwert der EU von 130 g CO2/km ein. Die Werte schwankten zwischen 154 g CO2/km und reichten bis zu 408 g CO2/km (Weitere Informationen sind hier zu finden).

Die Probleme, die mit einem hohen CO2-Ausstoß verbunden sind, sind schon lange bekannt. Warum nutzen Politiker diese Art von Dienstwagen noch immer?

Das Bewusstsein, aktiv zum Klimaschutz beizutragen und dies auch in der Auswahl der Dienstfahrzeuge zu berücksichtigen, ist offenbar noch nicht überall angekommen. Hinzu kommt, dass deutsche Hersteller ein großes Interesse daran haben, wenn ihre Premiummodelle medienwirksam als Dienstwagen hochrangiger Politikvertreter zum Einsatz kommen. Und diese Hersteller bieten nach wie vor keine Modelle an, die den Anforderungen an die Nutzung genügen, dennoch effizient sind und den Flottengrenzwerten auf der Straße entsprechen. Unsere Analyse macht deutlich, dass auch Plug-In-Fahrzeuge, die als besonders CO2-arm angepriesen werden, in der Realität das Klima mit viel zu hohen Emissionen belasten.

Was denken Sie, wenn Sie Politiker von einer CO2-Steuer reden hören, aber diese Politiker selbst Dienstwagen nutzen,

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Die Sicht der Anderen: Wie das russische Fernsehen über den Iran-Konflikt berichtet | Anti-Spiegel

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13-05-19 02:35:00,

Die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ hat sich am Sonntag auch mit der Situation rund um den Iran beschäftigt. Da das Thema derzeit stark eskaliert wird, ist es besonders interessant zu sehen, wie Russland den Konflikt sieht. Ich habe den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Im Märchen „Tausend und eine Nacht“ konnte man an einer Wunderlampe reiben und schon erschien ein Geist, der Wünsche erfüllte. Es scheint, als fühle sich Präsident Trump wie in einem Märchen und der Staat Iran wäre seine Lampe, aus der er den Geist regelrecht herausschütteln möchte, damit der Iran Trumps Wünsche erfüllt. Amerika besteht darauf, dass der Iran seine Politik von Grund auf ändert und sich bedingungslos den USA unterordnet.

Der Iran ist ein mächtiger Staat mit 80 Millionen Einwohnern, der in internationalen Vereinbarungen und gegenüber dem Sicherheitsrat Verpflichtungen übernommen hat. Dieses Gleichgewicht gefällt allen Vertragsparteien, nur den USA nicht. Es scheint, dass Amerika einen Krieg mit dem Iran will und dabei ist, einen „atomaren Geist“ aus der Flasche zu lassen. Nur Wünsche wird er Trump sicher nicht erfüllen.

„Nachrichten der Woche“ hat bereits berichtet, dass Trump seit dem 2. Mai ausnahmslos allen Ländern der Welt verboten hat, iranisches Öl zu kaufen. Vor kurzem kündigte er neue Sanktionen gegen den Iran an und zwar Verbote für alle Länder und Unternehmen der Welt, vom Iran Metalle zu kaufen: Es geht um Stahl, Aluminium und Kupfer, das sind etwa zehn Prozent der iranischen Exporte.

Parallel dazu wird gemeldet, dass der Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ und Bomber für einen möglichen Einsatz von Gewalt an die Küste des Iran geschickt wurden. Der Flugzeugträger hat bereits den Suezkanal passiert und fährt durch das Rote Meer zum Persischen Golf. So untermauern die Vereinigten Staaten ihr Ultimatum an den Iran mit der Forderung, das Atomkraftwerk in Bushehr nicht zu erweitern und im Gegenzug für Uranerz kein Uran anzureichern. Und sogar von der Anreicherung radioaktiver Stoffe generell und der Verarbeitung von Plutonium Abstand zu nehmen. Allerdings haben die USA eine 90 tägige Ausnahme von den Sanktionen für die Projekte in Arake, Fordo und dem russisch-iranischen Atomkraftwerk „Bushehr“ erklärt.

Als Ablenkung spricht Washington von der Bereitschaft, Verhandlungen über ein neues Atomabkommen mit dem Iran zu führen. Aber das hat nichts zu sagen.

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Tagesdosis 7.1.2019 – Die bösen Anderen | KenFM.de

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07-01-19 02:50:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

Viele können trefflich darüber debattieren, welches Land oder welchen Diktator uns die Politik gerade wieder als besonders bösen Teufel verkauft. Sie wittern Kriegspropaganda, in der Regel nicht zu unrecht. Doch sobald politisch geschürte Feindbildprojektionen den eigenen kleinen Lebenskreis berühren, versagen solche Einsichten regelmäßig und gruppendynamisch. Dieser massenpsychologischen Erkenntnis folgt die Agenda der Herrschenden namens „teile und herrsche“ seit Ewigkeiten. Das junge Jahr 2019 lieferte dafür bereits zahlreiche Beispiele. Hier seien nur zwei genannt.

Der erste Blick geht ins bayrische Amberg. Kurz vor Silvester hatten dort vier stark betrunkene jugendliche Asylbewerber Passanten gewalttätig attackiert. Es kam, wie es kommen musste: Der um Zustimmung buhlende Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schlachtet die Tat sorgsam für die Zwecke seiner Auftraggeber aus. Einmal mehr warf er das Triggerwort fürs Volk schlechthin in die Pressegrube: „Migrationspolitik“. „Asylrechtsverschärfungen!“, forderte er lauthals und verlangte: Die Bundesrepublik müsse die Abschiebehaft ausbauen. Ein entsprechendes Gesetzespaket habe er bereits schnüren lassen.

Wohlgemerkt: Dabei geht es nicht um das Wegsperren von Straftätern, sondern von Menschen aus prekärsten Lagen, denen weder Asyl noch subsidiärer Schutz gewährt wurde. Das sind die meisten der hier Ankommenden. Deren befristete Duldung kann jederzeit widerrufen werden. Vor allem Afghanen sind derzeit davon bedroht.Obwohl jeder weiß: Der Krieg in  Afghanistan ist nicht vorbei. Fast wöchentlich gibt es dort Anschläge mit vielen Toten. Seehofer und seine Kumpels setzen jedoch auf immer schärfere Entrechtung.

Psychologisch unumstritten ist indes: Mehr Repressionen erzeugen mehr Angst. Mehr Angst erzeugt mehr Aggressionen. Aggressionen führen zu Gewalt. Das wiederum schürt immer mehr Hass auf der anderen Seite. Seehofer weiß das alles. Es kümmert ihn so wenig, wie ihn in Wahrheit einheimische Verletzte kümmern. Und etwas anderes weiß er auch: Ausländer eignen sich, neben einheimischen Obdachlosen, Drogensüchtigen und Hartz-IV-Beziehern,  bestens zur Aggressionsabfuhr für frustrierte deutsche Statusakrobaten. Irgendwer muss ja Schuld sein.

Anders sieht es im umgekehrten Fall aus. Der Blick geht nach Bottrop. Der 50jährige Andreas N. fuhr am frühen Neujahrsmorgen mit dem Auto in eine Gruppe Ausländer. Mehrere Menschen – Syrer, Afghanen, ein Türke – wurden schwer verletzt, darunter auch Frauen und Kinder.

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Der Faschismus der anderen

Der Faschismus der anderen

22-09-18 08:14:00,

Madeleine Albright mit NATO-Offizieren. Bild: BasilioC / gemeinfrei

  1. Der Faschismus der anderen

  2. Abgründe von Morallosigkeit


  3. Auf einer Seite lesen

Über Madeleine Albright, den freien Westen und die Feinde der Demokratie

Madeleine Albright, die 81-jährige Ex-US-Außenministerin, ist beunruhigt über den Zustand der Welt. In ihrem neuen Buch Faschismus – eine Warnung sorgt sie sich um die Demokratie und malt ein dunkles Bild der “neuen Autokraten” von Trump bis Putin. Sie setzt deren Aufstieg in Verbindung zur Entstehung des Faschismus in den 1920er und 1930er Jahren.

Albrights Buch ist ein Medienereignis, ein internationaler Bestseller, in den USA landete es auf Platz 1 der New-York-Times-Liste, die deutsche Übersetzung schaffte es im August auf Platz 4 der Spiegel-Bestsellerliste. Übersetzungen ins Spanische und Holländische sind ebenfalls bereits erschienen. Albright ist populär, auch in den Medien, sie gilt vielen als modern, liberal, ist bekannt für ihre uneitle Art und ihren Humor. Doch wie schlüssig ist ihre These? Und wie definiert die Autorin eigentlich den Begriff Faschismus?

Für mich ist ein Faschist jemand, der sich stark mit einer gesamten Nation oder Gruppe identifiziert und den Anspruch erhebt, in deren Namen zu sprechen, jemand, den die Rechte anderer nicht kümmern und der gewillt ist, zur Erreichung seiner Ziele jedes Mittel zu ergreifen, einschließlich Gewalt.

Madeleine Albright

So schreibt es Albright gleich im ersten Kapitel – und da fangen die Probleme auch schon an. Denn nach dieser Definition könnte sie auch Barack Obama zum Faschisten erklären. Unbestreitbar griff er zur Erreichung politischer Ziele zu extremer Gewalt, warf Bomben auf zahlreiche Länder und beanspruchte dabei immer wieder, im Namen einer überlegenen Nation zu sprechen. So betonte er 2014, während seiner zweiten Amtszeit, in einer Rede vor Soldaten:1

Ich glaube an die amerikanische Außergewöhnlichkeit mit jeder Faser meines Wesens.

Barack Obama

Albrights Faschismusdefinition trägt nicht besonders weit, was darin gründet, dass die Politikerin noch ein weiteres Kriterium benutzt, welches sie in ihrem Buch aber nicht offen ausspricht. Auf dem Weg zum Faschismus befinden sich für sie nicht bloß Staatsführer, die autoritär,

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Die Propaganda der Anderen: Die russischen Auslandssender und die „Medien-NATO“ – www.NachDenkSeiten.de

Die Propaganda der Anderen: Die russischen Auslandssender und die „Medien-NATO“ – www.NachDenkSeiten.de

25-06-18 09:06:00,

25. Juni 2018 um 8:57 Uhr | Verantwortlich:

Die Propaganda der Anderen: Die russischen Auslandssender und die „Medien-NATO“

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medien und Medienanalyse, Strategien der Meinungsmache

Auch als Reaktion auf eine westliche Verleumdungskampagne hat Russland das Auslandsmedium RT aufgebaut. Der überhebliche westliche Umgang mit dem Sender ist darum heuchlerisch: Gerade die Länder, die ihre Propaganda-Organe zu einem beispiellosen internationalen Netzwerk verbunden haben, um gemeinsam ein konkretes Land zu diffamieren, geben sich empört, dass sich das attackierte Land mit medialen Mitteln zur Wehr setzt. Von Tobias Riegel.

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Man stelle sich vor, Kanzlerin Angela Merkel würde jahrelang von großen internationalen Magazinen, Sendern und Zeitungen als SS-Offizierin, als kalte EU-Diktatorin, als Mörderin Griechenlands oder als Hund, der draußen bleiben muss, dargestellt. Und das nicht alle paar Jahre in polnischen oder türkischen Boulevard-Blättern, sondern täglich und in zahllosen großen Medien. Gleichzeitig würde das Land medial mit Merkel gleichgesetzt, es würde also zu „Merkels Deutschland“, und das litte unter einem „zunehmend autoritären Regime“.

Die Berichterstattung gegen Merkel würde in diesem fiktiven Szenario nicht aus persönlichem Hass produziert, sondern aus geopolitischen Motiven. Es sollte auch nicht die Person Merkel, sondern die Institution des deutschen Regierungschefs getroffen werden, um sich durch diese Schwächung Vorteile auf der internationalen Bühne zu verschaffen. Parallel würde man den zur angsteinflößenden Figur modulierten Mediencharakter Merkel nutzen, um mit ihm die Bevölkerungen anderer Länder einzuschüchtern und Aufrüstung zu rechtfertigen.

Wie würde Deutschland auf eine mediale Kampagne gegen die Kanzlerin reagieren?

Angenommen, dieses Szenario wäre real: Würde der deutsche Staat Maßnahmen ergreifen, die dieser internationalen Kampagne eigene Sichtweisen entgegensetzen? Davon kann man ausgehen, denn der Staat tut es bereits jetzt, obwohl Deutschland keinem medialen Sturm ausgeliefert ist: Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle (DW) hat 2017 rund 325 Millionen Euro Steuergelder erhalten, momentan wird von der zuständigen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) über eine Erhöhung auf 350 Millionen Euro pro Jahr verhandelt. Mit diesem Budget verbreitet DW über Fernsehen, Radio und Internet Beiträge in dreißig Sprachen,

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