Nach Corona anders zusammenleben! Wie? Was soll anders werden?

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25-03-20 02:43:00,

Zurzeit machen sich schon erstaunlich viele Menschen Gedanken darüber, was hierzulande anders werden soll, wenn wir die jetzige Pandemie und die getroffenen Einschränkungen unseres Zusammenlebens überwunden haben. Amtspersonen, die bis dahin mit dem Wort „Solidarität“ und mit dem Sozialstaat distanziert umgingen, bekennen sich dazu. Manche schwärmen von der in der Krise praktizierten Solidarität, vom gemeinsamen Singen und von der Hilfe für andere Menschen. Das soll hier nicht schlechtgemacht werden. Es soll allerdings die Frage gestellt werden, wie die jetzigen Lippenbekenntnisse einschließlich der guten Taten von heute dann künftig auch Wirklichkeit werden und bleiben. Was soll anders werden? Wie könnte eine solidarische Gesellschaft aussehen? Was muss dazu konkret geschehen? Der Beantwortung dieser Fragen wollen wir eine Serie widmen und daran auch NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser beteiligen. Siehe unten A. Albrecht Müller.

In mehreren Talkshows und Nachrichten-Sendungen ist die Vorstellung, dass wir nach Überwindung der jetzigen Pandemie anders, eben solidarischer zusammenleben sollten, propagiert worden. Auffällig deutlich hat das Olaf Scholz formuliert. Der Sozialstaat sei manchmal besser als sein Ruf, hat er in diesem Zeit-Interview gemeint. Andere äußerten sich ähnlich. Die wichtige Frage ist, wie lange diese Einsichten anhalten und ob sie die erwarteten positiven Folgen haben. Nach der Finanzkrise gab es ja immerhin auch die Einsicht, wir müssten die Spekulation eindämmen und die Finanzmärkte besser regulieren. Daraus wurde aber nicht sehr viel.

In jedem Fall scheint es heute wichtig zu sein, dass wir klar formulieren, was anders werden muss, wenn Solidarität und die Einsicht in die Qualität des Sozialstaats nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben und stattdessen Realität werden sollen.

In „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst“ gibt es mit Kapitel IV. 8. ein einschlägiges Kapitel über den in der deutschen Geschichte vollzogenen Wandel von sozialstaatlichen Ansätzen zur neoliberalen Philosophie und Praxis nach dem Motto „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Dieses Kapitel wird hier unter C als Auszug abgebildet.

Vorsicht: Die Restauration ist mächtig und medial präsent

Wie wichtig es ist, darauf zu pochen und zu beharren, dass wir anders zusammenleben wollen, können Sie daran erkennen, wie die Gegenseite, die Restauration, schon mobil macht. Zum Beispiel Claus Kleber im Heute Journal gestern und vorgestern. Zum Beispiel hier im Berliner Tagesspiegel von heute:

Deutschland in der Coronakrise

Warum wir Schröder und Merkel dankbar sein müssen

Der Reformkanzler und die Sparkanzlerin haben Deutschland solide gemacht.

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Ganz anders, als in Deutschland: Wie in Russland über die Münchner Sicherheitskonferenz berichtet wird | Anti-Spiegel

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17-02-20 05:05:00,

In diesem Tagen fand die Münchner Sicherheitskonferenz statt und es ist faszinierend, was alles nicht in deutschen Medien berichtet wurde.

Ich habe schon darüber geschrieben, dass die Äußerungen Macrons, der eine Zusammenarbeit mit Russland anmahnte, im Spiegel zum Beispiel vollkommen verschwiegen worden sind. Selbst in einem Artikel des Spiegel, der sich unmittelbar mit Macrons Auftritt beschäftigt hat, fand sich darüber kein Wort.

Ganz anders im russischen Fernsehen. Dort wurde nicht nur das berichtet, was wir auch in Deutschland über die Konferenz lesen konnten, sondern auch das, was es nicht in die deutsche „Berichterstattung“ geschafft hat. Daher habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In München fand die diesjährige Sicherheitskonferenz statt. Was dort geschieht, spiegelt die Realitäten in der heutigen Welt sehr gut wider.

Jedes Jahr sucht der Präsident der Münchner Konferenz, Ischinger, nach einer Möglichkeit, eine Diskussion zu provozieren. Das ist sein Job. In diesem Jahr hat er sich ein neues Wort einfallen lassen: „Westlessness“ – „Westlosigkeit“. Irgendwie so. Es bedeutet, dass der Westen als kollektive Einheit die Weltbühne verlässt. Der erste, der diese These unterstützte, war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Unser engster Verbündeter, die Vereinigten Staaten, ist nicht mit der Ideen einer Weltgemeinschaft einverstanden. Ganz so, als ob die Position „jeder für sich selbst“ die Grundlage der internationalen Politik sein könnte“, sagte der Politiker.

Die Delegation aus Washington war wie immer die größte, aber intern gespalten in die, die „für“ und die, die „nicht völlig gegen“ Trump sind. Die erste, die in einem großen schwarzen Auto aus amerikanischer Produktion vorgefahren kam, war die Führerin der demokratischen Mehrheit im Kongress, Nancy Pelosi. Sie schimpfte auf China.

„China versucht, seine digitale Autokratie mit Hilfe des Telekommunikationsriesen Huawei zu exportieren“, sagte sie.

Die USA mögen das chinesische 5G, chinesische Waren, Geld, Spione und Schiffe im Südchinesischen Meer nicht. Es stellte sich heraus, dass all dies trotz interner Streitereien zwischen Demokraten und Republikanern gleichermaßen missbilligt wird, wie später ein Mann aus dem Trump-Team, Außenminister Michael Pompeo, bestätigte. Die Hauptbedrohungen sind für Washington: China an erster Stelle, Iran und Südkorea an zweiter und der IS an dritter Stelle. Und Steinmeier liegt vollkommen falsch.

„Ich habe gute Nachrichten. Und es gibt viele davon.

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Ganz anders als in Deutschland: Wie das russische Fernsehen den Abgang von Bolton beurteilt | Anti-Spiegel

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15-09-19 07:39:00,

In der Sendung des russischen Fernsehens „Nachrichten der Woche“ ging es am Sonntag ausführlich um die Frage, warum Präsident Trump seinen Sicherheitsberater Bolton so plötzlich gefeuert hat. Und wieder einmal werden dort Hintergründe beleuchtet, die in der deutschen Berichterstattung keine Rolle spielen.

Das russische Fernsehen hat dazu Zusammenhänge aufgezeigt, über die in den deutschen Medien nicht berichtet wurde. Es geht um die Ukraine, die Rolle des Landes im letzten US-Wahlkampf und um eine Korruptionsaffäre rund um den Sohn von Joe Biden, der in der Ukraine in undurchsichtige Geschäfte verwickelt war. Als der damalige Staatsanwalt der Ukraine in der Sache ermittelt hat, wurde auf persönlichen Druck von Joe Biden gefeuert und durch einen treuen Staatsanwalt ersetzt. Das ist nicht etwa russische Propaganda, Biden selbst hat die Geschichte öffentlich und damals noch sehr stolz erzählt, wie Sie hier inklusive Video selbst überprüfen können. Das könnte sich nun rächen.

Die russische Sendung hat dem Thema zwei Beiträge gewidmet, zunächst kam ein Kommentar aus dem Studio und dann ein Korrespondentenbericht aus den USA. Ich habe beider Beiträge hier nacheinander übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Präsident Trump hat seinen nationalen Sicherheitsberater John Bolton „gefeuert“. Dieses Wort wird im Englischen verwendet, wenn jemand sofort zum Rücktritt gezwungen wird. Trump verkündete seine Entscheidung via Twitter und Reportern erklärte er unvermittelt, dass Bolton mit dem Präsidententeam im Weißen Haus nicht ausgekommen sei und grobe außenpolitische Fehler gemacht habe. Als Beispiel nannte er die Zerstörung positiver Dynamiken in den Verhandlungen mit Nordkorea, als Bolton plötzlich beschloss, Kim Jong-Un vor der Presse mit dem „libyschen Szenario“ zu drohen. Das bedeutet, dass das Land bombardiert, sein Führer Muammar Gaddafi getötet wurde, der Staat zerstört und das Volk ins Mittelalter gejagt wurde.

Jetzt macht Trump keinen Hehl daraus, dass er nach Boltons Worten über das „libysche Szenario“ für Nordkorea wütend war, obwohl er damals dazu schwieg und Bolton erlaubte, weiterhin zu verkünden, dass Bolton keine Meinungsverschiedenheiten mit dem US-Präsidenten habe und dass alle Gerüchte darüber nur bösartige Fakes von Amerikas Feinden, insbesondere aus Russland, wären. Die amerikanische Presse, allen voran die New York Times und Bloomberg, haben Bolton unterstützt und verbreiteten die These von der Einheit im Weißen Haus, die, wie jetzt ganz klar ist, das wirkliche Fake war.

Bolton selbst hat Trump unterdessen in eine außenpolitische Sackgasse nach der anderen geführt.

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Anders als 2015 von Merkel insinuiert, war die Flucht Hunderttausender absehbar.

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10-09-19 01:33:00,

Darauf weist der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer aus Anlass des Jahrestages der Öffnung der Grenzen durch Angela Merkel persönlich in diesem Video hin. Das ist ein redaktioneller Video-Beitrag von „Der Fehlende Part“ (RT Deutsch) vom 7. September 2019. Auf Bitten der NachDenkSeiten wurde das Interview verschriftet. So können Sie beide Versionen verwenden. Albrecht Müller.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland wird immer noch den Eindruck haben, als sei 2015 die Ankunft von sehr vielen Flüchtlingen in Ungarn eine Überraschung gewesen. Das war es nicht, auch nicht für Angela Merkel. Sie war schon zu Kanzler Kohls Zeiten, also über 15-20 Jahren vorher eingeweiht in die damals besprochenen und zu erwartenden großen Fluchtbewegungen. Der frühere Staatssekretär im Verteidigungsministerium und langjährige Bundestagsabgeordnete beschreibt, welche Informationen über potentielle Fluchtbewegungen schon in den neunziger Jahren vorlagen. Er beschreibt auch, dass auf deutscher und europäischer Seite deshalb eine Zusammenarbeit mit arabischen und nordafrikanischen Staaten geplant und schon „eingetütet“ war. Das passte aber den USA, Israel und einigen anderen arabischen Staaten nicht. Mit ihrer Behauptung, wir seien von so vielen Flüchtlingen überrascht worden, verdeckt Angela Merkel die offenkundigen Versäumnisse.

Hier also die Texte des Interviews:

“Ein fortdauernder Verfassungsbruch” – Willy Wimmer über die Flüchtlingskrise 2015

FRAGE: Warum war das eine Zäsur damals mit der Flüchtlingskrise 2015?

„Das hat, durch die einsame Entscheidung der Bundeskanzlerin -am Parlament und an der deutschen Öffentlichkeit vorbei- die verfassungsmäßige Ordnung unseres Landes außer Kraft gesetzt. Es ist –wie der ehemalige Bundesverteidigungsminister Robert Scholz gesagt hat- seither ein fortdauernder Verfassungsbruch. Und das macht natürlich deutlich, dass hier eine Entscheidung durch die Bundeskanzlerin getroffen worden ist, die die Substanz und die Statik unseres Landes vernichtend außer Kraft gesetzt hat.“

FRAGE: Angela Merkel sprach im September 2017 davon, dass im Vorfeld der Migrations- und Flüchtlingskrise 2015 „nicht richtig aufgepasst wurde“. Was halten Sie von dieser Einschätzung?

„Jemand, der als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin so etwas formuliert, ist fehl am Platz, wird seinen Aufgaben nicht gerecht. Und das muss man mit allem Nachdruck sagen, weil das ja eine Entwicklung ist, die auf die Zeit der deutschen Wiedervereinigung 1990 und 1989 zurückzuführen ist. Ich habe ja selber in Moskau die Gespräche mit dem hochangesehenen, ehemaligen sowjetischen Botschafter in Deutschland, Walentin Falin, geführt,

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Anders Reisen: Zug statt Flug – was der Umstieg bewirkt

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26-05-19 09:16:00,

Hanspeter Guggenbühl / 26. Mai 2019 –

Über Ozeane fährt kein Zug. Im Nahverkehr fliegt kein Jet. Doch dazwischen kann man wählen: Flug oder Zug? Und was bringt’s?

Mit der Serie “Anders Reisen” weist Infosperber auf die Konflikte zwischen wachsendem Reisekonsum und Umweltbelastung hin und zeigt, wie sich diese Konflikte entschärfen lassen. Heute: Ein differenzierter Vergleich zwischen Flug- und Bahnverkehr.

Wie stark Reisen die Umwelt belastet und das Klima aufheizt, hängt primär von der Reisedistanz und der Geschwindigkeit ab. Diesen Zusammenhang zeigte der erste Teil unserer Serie “Anders Reisen” unter dem Titel: “Weniger weit bringt am meisten”. Distanz und Geschwindigkeit wiederum bestimmen wesentlich die Wahl des Verkehrsmittels. Konkret: Nach Australien verkehrt kein Tram, und wer als Zürcherin auf dem Uetliberg wandert, benutzt kein Flugzeug.

Verkehrsmittel-Vergleich von Fall zu Fall

Für Reisen auf mittleren Strecken hingegen besteht die Wahl: Eine Reise nach Rom oder Berlin ist sowohl per Flugzeug, Bahn oder Auto möglich – und für gut trainierte Leute, die viel Zeit haben, auch zu Fuss. Dabei benötigt eine vierköpfige Gruppe, die in einem Auto der Mittelklasse reist, pro Kopf weniger Energie und verursacht weniger CO2-Ausstoss, als wenn sie fliegt. Wenn aber vier Personen mit vier überdimensionierten Autos nach Rom, Wien oder sonst wohin fahren, sieht der ökologische Vergleich anders aus.

Wer hingegen vom Flugzeug oder Auto auf die Bahn umsteigt, reist meistens ökologischer. Von Fall zu Fall gibt es allerdings Ausnahmen von dieser Regel. Ebenfalls zu relativieren ist die pauschale Aussage, die Reise im wenig ökologischen Flugzeug sei leider stets billiger und schneller als die Bahnreise.

Je nach Reise- und Buchungszeit klaffen Flug- und Bahntarife weit auseinander. Der Zeitbedarf für Flug- und Bahnreisen schwankt bei gleicher Länge ebenfalls deutlich, je nach Destination. Und die ökologische Bilanz wird vom Belegungsgrad der einzelnen Transportmittel und von der Art der Stromerzeugung (Strommix) in den einzelnen Ländern wesentlich mitbestimmt. In der Hektik der aktuellen Klimadebatte heben deshalb die einen Medien die Schädlichkeit des Luftverkehrs besonders hervor, während andere argumentieren, die Bahn sei weit schlechter als ihr Ruf.

Ökologische Daten zur Verkehrsmittel-Wahl

Wer sich in der vielfältigen Reisedebatte einen groben Überblick verschaffen will, kann sich bei der Wahl zwischen Flug und Zug auf folgende allgemeinen Informationen stützen:

o Energie- und CO2 beim Fliegen Der Flugverkehr verbrennt im Schnitt pro Passagier und 100 Kilometer Distanz (100 Pkm) drei bis vier Liter Kerosin und stösst damit 7,5 bis 10 Kilo CO2 (Kohlendioxid) in die Atmosphäre.

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Iran anders bekeken: door de ogen van zijn cineasten Of … Het mirakel van het Iraans neorealisme | Uitpers

iran-anders-bekeken:-door-de-ogen-van-zijn-cineasten-of-…-het-mirakel-van-het-iraans-neorealisme-|-uitpers

24-05-19 02:58:00,

De spanning om Iran is al een tijd te snijden. Dreigen er Amerikaanse bombardementen? Maar wat weten we eigenlijk van het land dat we nu kennen als Iran en van zijn 83 miljoen inwoners? Wat weten we van zijn bijzonder lange cultuurgeschiedenis die minstens 9.000 jaar oud is? Iran kende naast grote ‘eigen’ rijken die zich uitstrekten van Egypte tot India, ook allerlei vreemde heersers, waaronder de Griek Alexander De Grote en later de islamitische en Mongoolse veroveraars.

Ondanks de islamitische dictatuur die Iran sinds 1979 in haar greep heeft, wordt de cinema van Iran als één van de meest interessante nationale producties ter wereld beschouwd. Daarbij valt steeds weer de gelijkenis op met het Italiaanse neorealisme. Reden waarom men de Iraanse filmproductie vaak bespreekt onder de noemer ‘Iraans neorealisme’. Daar waar in Iran toch ook veel niet-neorealistische films gemaakt worden.

‘Also sprach Zarathustra’

De Perzen waren van oudsher een volk van vertellers en miniaturisten. Denk aan de ‘bas reliefs’ in het Persepolis van 500 jaar voor onze tijdrekening. Lange tijd was het zoroastrisme dé religie van Perzië (ook bekend onder de naam mazdeïsme). Stichter van het zoroastrisme was de mythische profeet Zarathustra of Zoroaster, die rond de 10e eeuw voor onze tijdrekening leefde in het oosten van het tegenwoordige Iran of in Afghanistan. Zijn leer werd samengevat in het heilige boek ‘de Avesta’ en kent een sterk dualisme tussen goed en kwaad. In het Westen werd Zoroaster vooral bekend via het werk van de Duitse filosoof Friedrich Nietzsche: “Also sprach Zarathustra”. (1883)

Ten tijde van de grote islamitische veroveringstochten werd in de 7de eeuw ook het Perzische rijk der Sassaniden onder de voet gelopen. De Arabieren dwongen de Perzen zich aan de islam aan te passen én zware belastingen te betalen omdat de Arabieren hen zagen als ‘kafirs’ en duivelaanbidders. Die Perzen die weigerden het zoroastrisme op te geven, werden tweederangsburgers in eigen land. In de tiende eeuw kwam er – zo valt te vernemen bij Wikipedia – “een intensivering van de vervolging van niet-moslims en zagen velen zich genoodzaakt uit te wijken naar India, waar tot op de huidige dag de Parsi dit geloof aanhangen. Ook Freddie Mercury, de zanger van Queen, was Parsi en aanhanger van het zoroastrisme.” Momenteel zijn er nog zo’n wereldwijd 2,6 miljoen zoroastriërs.

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Anders Reisen: Weniger weit bringt am meisten

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21-05-19 09:10:00,

Hanspeter Guggenbühl / 21. Mai 2019 –

Wer den Klimawandel bremsen will, muss weniger und anders reisen. Wege dazu zeigt ab heute unsere Reiseserie.

Im Sorgenbarometer stehen die Themen Umwelt und Klima wieder weit oben. Das ist auf das trockene und rekordwarme Jahr 2018, die Rekordmenge an CO2 und weiteren Treibhausgasen sowie die Klimastreiks von Jugendlichen zurückzuführen. Gäbe es einen Glücksbarometer, stünde hier das Thema Reisen in den vordersten Rängen. Weil die Menschen aber immer öfter und weiter reisen, verschärft sich der Konflikt zwischen Reisen und Umwelt.

In einer Serie informiert Infosperber ab heute über den Umfang des Schweizer Reiseverkehrs, seine Entwicklung und seine Auswirkungen auf Energieverbrauch und CO2-Ausstoss. Mit Vorschlägen und Beispielen für ein «Anderes Reisen» zeigen wir sodann, wie sich die Konflikte entschärfen lassen, ohne das Reiseglück zu schmälern.

25 000 Kilometer pro Person und Jahr

Verkehr entsteht, wenn eine Person nicht dort ist, wo sie sein will oder sein muss. Unsere Wünsche und wirtschaftlichen Strukturen führen dazu, dass das immer häufiger geschieht. Zudem steigen die Distanzen zwischen Stand- und Zielorten. Darum wächst der Verkehr, global und national.

Wie und wo das geschieht, zeigen unzählige Statistiken. Die individuellsten Resultate dazu liefert der sogenannte «Mikrozensus über das Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung»; die jüngste Ausgabe basiert auf dem Jahr 2015. Im Unterschied zur Verkehrsstatistik erfasst diese alle fünf Jahre durchgeführte Befragung nicht nur den Verkehr innerhalb der Schweiz, sondern auch die Reisen der Schweizer Bevölkerung im Ausland.

Beginnen wir beim Umfang und seiner Verteilung (siehe obige Grafik «Verkehrskonsum»): Eine in der Schweiz wohnhafte Person (ausgenommen jene unter sechs Jahren) legte 2015 durchschnittlich 25 000 Kilometer zurück. Davon spulte sie 15 600 Kilometer oder 62 Prozent im Alltag ab, vorab mit Pendel-, Einkaufs-, Dienst- und alltäglichen Freizeitfahrten. Die übrigen 9300 Kilometer oder 38 Prozent, entfallen auf Reisen im In- und Ausland – und damit auf unser Thema.

Diese 9300 Reisekilometer (siehe Grafik «Reiseverkehr») verteilen sich wie folgt: 1650 Kilometer pro Kopf und Jahr gehen aufs Konto Eintages-Reisen. Diese Tagesreisen legt die Bevölkerung mehrheitlich auf inländischem Boden zurück; dies zu 60 Prozent im Auto oder Töff, zu 30 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus, etc.).

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Es geht auch anders

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02-02-19 01:28:00,

Ich möchte heute von einem anderen Land sprechen, das ebenso wie Griechenland in den Jahren ab 2008 von einer starken Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war, von einem Land, das die Euro-Staaten ebenso wie Griechenland unter Druck gesetzt haben: Die Politiker sollten die ökonomisch-sozialen Probleme im eigenen Staat mit den Mitteln der ebenso brutalen wie hirnrissigen „Austeritätspolitik“ lösen.

Ich möchte von einem Land reden, das — ganz im Gegensatz zu Griechenland! — genau diesen Weg nicht gegangen ist und heute in jedweder Hinsicht aufs Eindeutigste erheblich besser dasteht als Griechenland. Ich spreche von: Portugal!

Ihr erinnert Euch — und ich muss das an dieser Stelle nicht im Detail wiederholen, schon gar nicht das vielfach mitgeteilte Zahlenmaterial —, welchen angeblichen Rettungsweg Europa den Griechen aufgezwungen hat: Lohnsenkungen und Rentensenkungen, Abschaffung von Sozialleistungen und Zerstörung des Gesundheitssystems, Verkauf von Flughäfen und Hafenanlagen und Zwangsversteigerungen von Kleinbesitz an Immobilienkonzerne und, und, und. In einem Wort: eine Zwangsverelendung Griechenlands und der Griechen schlechthin. Und auf der anderen Seite zwang Europa den Griechen Kostensteigerungen ohnegleichen auf: Anhebung und Ausweitung der Mehrwertsteuer, Anhebung und Ausweitung der Immobiliensteuern — also: neue finanzielle Zwangsbelastungen noch und noch!

Dass bei einer derartigen Vernichtung von Inlandsnachfrage und Kaufkraft Wirtschaftswachstum, Konjunktur, Wiederaufstieg der griechischen Volkswirtschaft nicht zu generieren war, das konnte nur Idioten wundern. Oder eben Austeritäts-Ideologen wie Schäuble & Co! Und dass Griechenland einbrach bei Bruttoinlandsprodukt und Schuldentilgung, bei Beseitigung von Massenarbeitslosigkeit und Produktivitätsverfall, dass mittlerweile bis zu 500.000 Griechinnen und Griechen — zumeist dringend benötigte junge, hoch motivierte und hoch qualifizierte Arbeitskräfte — ausgewandert sind — Stichwort „braindrain“ —, das kann dito nur die Schäubles dieser Welt in Erstaunen versetzen. Aber:

So sehr auch immer die Idiotie und die Inhumanität dieser Art von Vernichtungspolitik gegeißelt worden sind, nicht zuletzt auch von mir, so sehr auch immer wir den Irrsinn, den völligen Mangel an Logik und Vernunft und Plausibilität dieser sogenannten Austeritätspolitik zu beweisen und zu belegen versuchten:

Immer wieder wurde dieser Argumentation entgegengehalten, dass eine Politik der Humanität nicht funktionieren könne, volkswirtschaftlich nämlich; dass Menschengüte das eine sei, gute Wirtschafts- und Finanzpolitik aber das andere.

Wenige Worte zeigen die Absurdität dieser Sichtweise: Im Falle Griechenlands müsse ein Patient halt hungern und hungern, damit er wieder auf die Beine kommt! Und die beste Vorbereitung auf einen Marathonlauf sei halt einschränkungsloser Nahrungsentzug!

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Artsen die anders denken over vaccins– Dr. Neides – Stichting Vaccin Vrij

Artsen die anders denken over vaccins– Dr. Neides – Stichting Vaccin Vrij

22-03-18 10:36:00,

“Dit zijn de bezwaren die ik heb over vaccins die ik onder de aandacht wil brengen.” Dr. Dan Neides is voormalig medisch directeur van het Cleveland Clinic Wellness Instituut. Hij is geen domme jongen, geen complotdenker, geen crimineel. Dr. Neides is een man die met gezond verstand nagedacht heeft over vaccins. En die zoals vele ouders erachter kwam dat er nadelen kleven aan deze routinematige medische handeling. Hij heeft de moed gehad hierover te praten, maar dat is kennelijk gevaarlijk voor artsen…

Het vertaal team van Vaccinvrij heeft de onderstaande video’s van een lezing vertaald. In de korte versie verwoord hij op een zeer kernachtige manier wat de onvolkomenheden zijn waarover de meeste artsen niet willen nadenken. In de langere versie deelt hij hoe zijn proces ontwaken uit het medische dogma verliep. Een zeer inspirerende getuigenis over wat de implicaties voor artsen zijn als je bereid bent om vragen te stellen en verantwoordelijkheid neemt voor je handelen.

 

 

 

 

 

 

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