Was ist in Weißrussland los? | Anti-Spiegel

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10-08-20 08:48:00,

In Weißrussland ist es nach den Wahlen zu Ausschreitungen gekommen und die Lage im Land ist unübersichtlich. Ich will versuchen, das wenige, was bekannt ist, einzuordnen.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko wird in den westlichen Medien als „letzter Diktator Europas“ bezeichnet, inzwischen ist er seit 26 Jahren an der Macht und am Sonntag wollte er sich zum sechsten Mal zum Präsidenten wählen lassen. Ich kenne Weißrussland ein wenig, aber ich war schon einige Jahre nicht mehr dort. Zumindest aus früheren Zeiten kann ich aus eigenem Erleben sagen, dass Lukaschenko im Land sehr beliebt war. Ob sich das in den letzten Jahren geändert hat, kann ich nicht beurteilen.

Wahlkampf wirft Fragen auf

Der Wahlkampf hat jedoch einige Fragen aufgeworfen. So wurde der erfolgversprechendste Kandidat, ein pro-russischer Geschäftsmann namens Viktor Babyrka, wegen diverser Vorwürfe festgenommen. Auch Sergej Zichanowski, ein Geschäftsmann und Blogger, wurde verhaftet, an seiner Stelle hat seine Frau Swetlana Zichanowskaja ihre Kandidatur eingereicht und am Montag hat sie sich zur Siegerin der Wahl erklärt.

Aber mehrere Festnahmen von Kandidaten werfen einen Schatten auf die Wahl, zumal Lukaschenko im Vorfeld der Wahl recht nervös gewirkt hat, wie sich an der Verhaftung von über 30 Russen gezeigt hat, denen Lukaschenko vorwirft, sie hätten Unruhen organisieren wollen. Generell war der Wahlkampf davon geprägt, dass Lukaschenko davor gewarnt hat, ausländische Kräfte könnten nach der Wahl versuchen, in Minsk einen Maidan zu organisieren.

Ob das nun stimmt, oder ob Lukaschenko mit dem harten Vorgehen vor der Wahl eine Proteststimmung erzeugt hat, die sich Sonntagnacht Bahn gebrochen hat, wird man wohl erst später beurteilen können.

Nun ist die Situation so, dass Lukaschenko offiziell mit 80 Prozent gewonnen hat, während sich Zichanowskaja ebenfalls mit 80 Prozent zur Siegerin erklärt hat.

Die Situation in Minsk

In Minsk kam es Sonntagnacht zu Unruhen, es wurden 3.000 Menschen festgenommen. Die Lage ist unübersichtlich, offenbar wurde in Weißrussland auch der Zugang zum Internet eingeschränkt.

Russische Medien berichten ausführlich über die Proteste und auch darüber, dass viele Journalisten festgenommen wurden. Das russische Außenministerium hat gegen die Festnahme russischer Journalisten protestiert. Minsk wirft den Journalisten vor, sie seien nicht akkreditiert gewesen, allerdings weist das russische Außenministerium darauf hin, dass sie alle ihre Anträge zur Akkreditierung rechtzeitig eingereicht hätten, sie seien ihnen aber verweigert worden.

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Warum der Anti-Spiegel bisher nicht über die Proteste im russischen Fernen Osten berichtet hat | Anti-Spiegel

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01-08-20 09:21:00,

Ich bekomme immer mehr Mails mit Fragen nach den Protesten im russischen Chabarovsk. Dort demonstrieren seit drei Wochen tausende gegen die Verhaftung des Gouverneurs der Region. Warum hat der Anti-Spiegel bisher nicht darüber berichtet?

Da ich sehr viel aus und über Russland berichte, müsste hier einiges über die Proteste in Chabarovsk zu lesen sein. Das Problem dabei ist, dass ich dem, was in Deutschland berichtet wird, in der Sache nicht viel hinzufügen kann, denn erstens bin ich nicht in Chabarovsk und kann daher aus erster Hand nichts berichten und zweitens sind die Berichte der deutschen Medien in der Sache korrekt und decken sich mit dem, was auch in Russland berichtet wird.

Der Gouverneur der Region, Sergej Furgal, hat dort die Wahlen gegen den Kandidaten der „Putin-Partei“ gewonnen. Furgal ist Mitglied der Partei LDPR von Wladimit Schirinowski. Schirinowski ist für teilweise radikale Forderungen bekannt und ganz sicher nicht pro-westlich. Seine Partei ist also nicht die Art von russischer Opposition, die den westlichen Medien gefällt und die sie unterstützen würden. Das dürfte der Grund sein, warum die westlichen Medien die Proteste nicht allzu sehr befeuern, sondern für ihre Verhältnisse erstaunlich sachlich berichten. Das war bei anderen – wesentlich kleineren – Protesten in Russland, bei denen die Organisatoren aber pro-westlich waren, ganz anders.

Furgal ist ein Geschäftsmann, dem vorgeworfen wird, in den „wilden Zeiten“ des russischen Raubtierkapitalismus Konkurrenten ermordet zu haben. Möglich, dass das wahr ist, denn solche Morden gehörten früher fast zum Alltag in Russland. Allerdings stellt sich natürlich die Frage, warum diese Vorwürfe ausgerechnet jetzt erhoben wurden und nicht schon vor 15 Jahren. Andererseits wäre das nicht der erste Mord auf der Welt, der erst nach vielen Jahren aufgeklärt wurde.

Wenn deutsche Medien die These aufstellen, der Kreml habe die Niederlage bei der Wahl nicht akzeptiert und daher den Gouverneur mit dem Mordvorwurf aus dem Verkehr gezogen, so ist das nicht überzeugend. Der Grund ist, dass viele Gouverneure nicht von der Regierungspartei, sondern von anderen Parteien gestellt werden und dass der vom Kreml ernannte Übergangsgouverneur, der sich später zur Wahl stellen muss, ebenfalls von der LDPR kommt. Es wurde also kein Parteifreund von Putin eingesetzt.

In Russland berichtet das Fernsehen täglich über die Proteste. Im heutigen Artikel kann man zum Beispiel auch lesen, dass solche Proteste auch in anderen Städten der Region stattfinden.

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Corona-Update | Anti-Spiegel

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11-03-20 09:19:00,

Das Coronavirus beherrscht natürlich die Nachrichten. Daher gebe ich hier ein Update über die Situation.

Die erste Frage ist, was das Coronavirus von einer normalen Grippe unterscheidet.

Das Coronavirus ist mindestens zehnmal so tödlich, wie eine Grippe. Zwar ist der Krankheitsverlauf beim Coronavirus bei ca. 80 Prozent der Erkrankten harmlos, sie haben Schnupfen, Kratzen im Hals und vielleicht erhöhte Temperatur. Das Problem sind die restlichen 20 Prozent, bei denen die Krankheit schlimmer verläuft. Ca. 15 Prozent der Erkrankten benötigen im Laufe der Behandlung ein Beatmungsgerät. In Deutschland gibt es ca. 30.000 Beatmungsgeräte. Die Bundesregierung geht jedoch davon aus, dass sich 60 oder 70 Prozent der Deutschen infizieren, das wären ca. 50 Millionen Menschen. Wenn davon 15 Prozent ein Beatmungsgerät brauchen, wären das 7,5 Millionen. Und das ist das Problem: Wenn der Virus nicht eingedämmt werden kann, wird er das Gesundheitssystem überfordern und es werden weit mehr Menschen in Lebensgefahr geraten, weil sie nicht beatmet werden können. In Norditalien ist dieser Fall bereits eingetreten.

Ein weiteres Problem ist, dass der Virus sehr ansteckend ist und Menschen schon vor Ausbruch der Krankheit ihr Umfeld anstecken können. Hinzu kommen noch die Erkrankten mit einem harmlosen Krankheitsverlauf, die vielleicht nicht einmal ahnen, dass sie infiziert sind und das Virus wochenlang weitergeben können. Die Krankheit dauert im Schnitt nämlich 30 Tage. Jeder Erkrankte oder Infizierte steckt nach den ersten Zahlen aus China im Schnitt 2,5 Menschen an, daher wächst die Zahl der Infizierten so schnell.

In dieser Kombination ist das Coronavirus tatsächlich ein echtes Problem. Das haben wir in China beobachten können, wo schon bei 80.000 Infizierten das Gesundheitssystem an seine Grenzen gestoßen ist und zusätzliche, improvisierte Krankenhäuser gebaut werden mussten, um die Infizierten zu isolieren und die Krankheit einzudämmen.

Italien hat bereits eine landesweite Quarantäne ausgerufen, die wohl bis Anfang April gelten wird. Das bedeutet, dass das Leben in Italien vollständig zum Erliegen kommt, die Menschen müssen wochenlang zu Hause bleiben. Da es keine Impfstoffe gibt, ist das die einzige Möglichkeit, die Krankheit einzudämmen. China hat es vorgemacht und mit seinen radikalen Maßnahmen die Krankheit im Land fast vollständig gestoppt. Aber in Wuhan gilt die Quarantäne seit fast sechs Wochen, es ist also zu erwarten, dass die Italien seine Maßnahmen noch verlängert.

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Wenig überraschend: Newsguard warnt vor dem Anti-Spiegel | Anti-Spiegel

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08-01-20 10:44:00,

Newsguard hat den Anti-Spiegel bewertet und wenig überraschend ist der Anti-Spiegel demnach nicht vertrauenswürdig. Die Bild-Zeitung aber schon.

Die Firma Newsguard, in deren Führungsgremium ehemalige Chefs von CIA und NSA sitzen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Usern schon im Browser durch farbliche Markierungen mitzuteilen, welche Nachrichtenseiten vertrauenswürdig sind und welche nicht. Anfang Dezember hat die Firma mich angeschrieben und mir Fragen gestellt. Die Korrespondenz habe ich hier und hier veröffentlicht.

Wie die Einschätzung ausfallen würde, war natürlich von vornherein klar, wenn man sich das Advisory Board der Firma anschaut. Dort sitzen unter anderem:

-General a.D. Michael Hayden: Ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency (NSA) und ehemaliger Principal Deputy Director of National Intelligence. Das war immerhin der Mann, der einer der wichtigsten Whistleblower unserer Zeit gejagt hat: Edward Snowden. Wie ist er zum Garanten für „unabhängige Bewertungen“ geworden?
-Elise Jordan, ehemaliger Redenschreiber von Condoleezza Rice
-Anders Fogh Rasmussen, ehemliger dänischer Ministerpräsident und ehemaliger Nato-Generalsekretär
-Tom Ridge, ehemaliger First Secretary der Homeland Security
-Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia (also kontrolliert Wikipedia sich über newsguard quasi selbst)

Es geht bei Newsguard also nicht darum, wie gut oder schlecht ein Medien recherchieren, sondern darum, ob sie der US-Politik gegenüber treu sind. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Bild-Zeitung von Newsguard als vertrauenswürdig eingeschätzt wird.

Man beachte: Laut Newsguard vermeidet die Bild zum Beispiel irreführende Überschriften. Wenn Sie sich fragen, warum Newsguard das behauptet, dann ist das schnell erklärt. Newsguard bewertet Medien nach Kriterien, für die es jeweils eine bestimmte Punktzahl gibt:

Glaubwürdigkeit
Es werden nicht regelmäßig Falschinformationen veröffentlicht: In den vergangenen drei Jahren hat die Webseite nicht wiederholt Beiträge veröffentlicht, die nachweislich falsch waren und nicht rasch und deutlich richtig gestellt wurden. (22 Punkte)
Journalisten recherchieren Informationen verantwortungsbewusst und nach klassischen journalistischen Kriterien: Sie bemühen sich um akkurate, unabhängige und ausgewogene Recherchen, die auf einer Vielzahl von Quellen beruhen, bevorzugt Erstquellen. Das gilt auch für Meinungsartikel. Begrüßt wird, wenn Beiträge auf diese Quellen verweisen. (18 Punkte)
Unterlaufene Fehler werden regelmäßig richtiggestellt. Die Redaktion hat wirkungsvolle Standards für Klar- und Richtigstellungen sowie Korrekturen etabliert. Auf der Seite ist eindeutig zu erkennen,

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In eigener Sache: Der Anti-Spiegel ist bei der Jahrespressekonferenz von Putin dabei | Anti-Spiegel

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14-12-19 09:55:00,

Ich werde nächste Woche in Moskau sein, denn mir wurde am Freitag mitgeteilt, dass ich als Journalist eine Akkreditierung für die Jahrespressekonferenz des russischen Präsidenten Putin am 19. Dezember erhalten habe.

Ich habe mich in diesem Jahr in Russland als Journalist akkreditieren lassen und nun werde ich meinen Presseausweis zum ersten Mal auch benutzen.

Die Jahrespresekonferenz von Putin ist ein Riesenspektakel, zu dem jedes Jahr über tausend Journalisten anreisen. Die Pressekonferenz dauert immer ca. 4 Stunden und es werden ca. 60 Fragen gestellt. Es sind aber weit über tausend Journalisten in dem Saal (meine Akkreditierung hat die Nummer 1.311) und jeder möchte gerne eine Frage stellen. Daher denken sich die Journalisten eine Menge aus, um aufzufallen und ihre Chance zu erhöhen, eine Frage stellen zu können und sie kommen in Kostümen, mit Plakaten, Flaggen und so weiter. Ich habe das schon oft im Fernsehen verfolgt und die Stimmung muss beeindruckend sein.

Ob ich also Gelegenheit bekomme, eine Frage zu stellen, weiß ich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich extrem gering.

Ich betreibe den Anti-Spiegel alleine und crowdfinanziert, ich bin also auf Spenden angewiesen. Nicht nur, um meinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, denn ich schreibe schon lange im Hauptberuf und habe kein anderes Einkommen, sondern auch um solche Reisen, wie die zur Pressekonferenz von Putin bezahlen zu können.

Daher möchte ich an dieser Stelle vor allem den Lesern danken, die mich über PayPal-Spenden unterstützen! Sie sind es, die meine Arbeit mit ihren Spenden erst möglich machen. Ohne Sie würde es den Anti-Spiegel nicht geben!

Aber wenn Sie nicht spenden können oder wollen, können Sie mich auch noch auf andere Weise unterstützen, damit ich den Anti-Spiegel noch lange betreiben und den Medien den Spiegel vorhalten kann! Insgesamt gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Sie können mir eine Spende über PayPal zukommen lassen.
  2. Sie können meine Bücher über Putin oder über die Ukraine-Krise 2014 kaufen.
  3. Sie können über einen Klick auf die Buchtipps auf meiner Seite in den Shop meines Verlegers kommen und dort Bücher bestellen. Das Programm merkt, wenn ein Käufer von meiner Seite in den Shop gekommen ist und ich bekomme dann eine kleine Provision. Über den Shop sind alle Bücher, die es in Deutschland gibt, erhältlich. Sollte das Buch Ihrer Wahl nicht dabei sein,

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USA vs. Türkei – Der tiefe Riss in der Nato | Anti-Spiegel

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12-12-19 03:00:00,

Die USA haben ein Gesetz in Arbeit, das schwere Sanktionen gegen die Türkei vorsieht. Die Türkei droht mit drastischen Gegenmaßnahmen. Eskaliert der Streit?

Der Streit zwischen den USA und der Türkei hat inzwischen viele Gründe. Da ist zunächst einmal die Tatsache, dass die USA der Türkei keine Flugabwehrraketen verkaufen wollten, woraufhin Ankara in Russland die hochmodernen S-400-Systeme gekauft hat. Das alarmiert die USA, weil sie fürchten, dass Russland darüber den Tarnkappenjäger F-35, der in der Türkei stationiert ist, analysieren kann. Wenn Russland in der Lage ist, dessen Tarnung zu durchschauen, wird das modernste US-Kampfflugzeug zu einer Nullnummer, denn bei der Konstruktion wurde der Tarnung alles untergeordnet. Die Flugeigenschaften, Bombenlast und alle anderen technischen Daten sind russischen Jets weit unterlegen.

Die USA haben die Türkei deswegen schon aus dem F-35-Programm geworfen und weigern sich, der Türkei die modernen Flieger zu liefern. Auch weitere Sanktionen gegen die Türkei sind in den USA diskutiert worden.

Der zweite Streitpunkt ist der Einmarsch der Türkei in Syrien, wo sich deswegen die USA zurückziehen mussten.

In den USA wurde im zuständigen Komitee des Senats nun ein Gesetz auf den Weg gebracht, das konkrete Sanktionen gegen die Türkei vorsieht. Wegen der Aktivitäten in Syrien sollen vor allem Sanktionen gegen Privatpersonen verhängt werden, die mit dem Einmarsch der Türkei zu tun haben.

Bei der Frage der S-400 wird es jedoch härter. Das Gesetz sieht unter anderem Sanktionen gegen Firmen vor, die an dem Geschäft beteiligt, darunter auch Banken, die die Zahlungen abgewickelt haben. Das wäre ein schwerer Schlag gegen die Türkei und ihren Finanzsektor.

Erdogan ist aber keiner, den man mit solchen Drohungen einschüchtern kann. Die Türkei hat nun gedroht, auf die Sanktionen zu reagieren. Dabei wurde unter anderem mitgeteilt, die Türkei könnte dann die US-Soldaten des Landes verweisen. Das ist eine sehr harte Drohung, denn der türkische Luftwaffenstützpunkt Incirlik ist für alle Einsätze der USA im Nahen Osten strategisch extrem wichtig. Außerdem stehen in der Türkei Elemente der strategischen Raketenabwehr der Nato und die Türkei drohte damit, diese ebenfalls auszuweisen.

Das würde einen ernsthaften Riss in der Nato bedeuten und die Türkei ist für die USA strategisch extrem wichtig, denn sie liegt sowohl für den Nahen Osten strategisch günstig,

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Newsguard will wissen, wie vertrauenswürdig der Anti-Spiegel ist – Teil 2 | Anti-Spiegel

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08-12-19 02:20:00,

Vor einigen Tagen habe ich meine Korrespondenz mit Newsguard veröffentlicht. Newsguard hat auf meine Mail geantwortet und wie versprochen veröffentliche ich die Fortsetzung der Korrespondenz.

Die Firma Newsguard hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Usern schon im Browser durch farbliche Markierungen mitzuteilen, welche Nachrichtenseiten vertrauenswürdig sind. Vor einigen Tagen hat Newsguard mich angeschrieben und mir Fragen gestellt, weil Newsguard gerade dabei ist zu prüfen, ob sie den Anti-Spiegel vertrauenswürdig finden oder nicht. Ich habe Newsguard geantwortet und die Korrespondenz veröffentlicht, da ich für Transparenz stehe. Sollten Sie den Artikel nicht gelesen haben, tun Sie dies bitte zuerst, weil es sonst schwierig wird, diese Fortsetzung der Korrespondenz mit Newsguard zu verstehen. Den ersten Teil der Korrespondenz finden Sie hier.

Newsguard hat mir geantwortet, hier der Text der Antwort:

Sehr geehrter Herr Röper,

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ich würde Sie gerne nochmals zu Ihrem Vorgehen bei Richtigstellungen fragen und zu dem Beispiel, das Sie schickten: Werden also alle Richtigstellungen in Form eines “Nachtrages” am Ende von Artikeln veröffentlicht? Ich habe mir weitere Beispiele von Nachträgen auf der Webseite angeschaut und stellte dabei fest, dass diese in der Regel die Artikel zu ergänzen scheinen, sie jedoch nicht inhaltlich korrigieren. Könnten Sie mich auf weitere Beispiele von inhaltlichen Korrekturen hinweisen?

Ihre weiteren Antworten oder Teile davon werden wir in unseren Mediensteckbrief aufnehmen.

Gerne beantworte ich auch Ihre Fragen zu NewsGuard:

Die Verfassungsgerichte der westlichen Hemisphäre betonen, dass eine Trennung von Staat und Medien unabdingbar für freie Medien ist. Warum sitzen im Vorstand von Newsguard dann aber folgende Personen und wie lässt sich das mit der Formulierung newsguard verfasse „unabhängige Bewertungen“ vereinbaren?

General a.D. Michael Hayden: Ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency (NSA) und ehemaliger Principal Deputy Director of National Intelligence. Der Mann hat „zur Jagd“ auf einen Mann geblasen, der einer der wichtigsten Whistleblower unserer Zeit ist: Edward Snowden
Elise Jordan, ehemaliger Redenschreiber von Condoleezza Rice
Anders Fogh Rasmussen, ehemliger dänischer Ministerpräsident und ehemaliger Nato-Generalsekretär
Tom Ridge, ehemaliger First Secretary der Homeland Security
Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia (also kontrolliert Wikipedia sich über newsguard quasi selbst)

Die Aufsichtsratmitglieder spielen in den redaktionellen Vorgängen, zu denen die Überprüfung und Bewertung von Webseiten gehört,

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Newsguard will wissen, ob Anti-Spiegel vertrauenswürdig ist – Wie wohl die Antwort ausfällt? | Anti-Spiegel

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03-12-19 09:47:00,

Die Firma Newsguard hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Usern schon im Browser durch farbliche Markierungen mitzuteilen, welche Nachrichtenseiten vertrauenswürdig sind. Newsguard hat mir heute Fragen geschickt und ich veröffentliche hiermit die Korrespondenz, da ich für Transparenz einstehe.

Newsguard sagt über sich auf seiner Seite:

„NewsGuards grüne Label bestätigen die Vertrauenswürdigkeit einer Nachrichtenseite, die roten Label warnen vor Seiten, die eine versteckte Agenda verfolgen, die Unwahrheiten oder Propaganda verbreiten. So bekommen Leser mehr Kontext zu ihren Nachrichtenquellen online. (…) NewsGuard bietet zudem Medien-Steckbriefe für über 2000 Nachrichten- und Informationsseiten, die zusammen 96% des englischsprachigen Online-Engagements in den USA darstellen. (…) Nach seinem Launch in den USA wird NewsGuard in weitere Länder expandieren, um weltweit Milliarden Menschen zu erreichen, die ihre Nachrichten online konsumieren.“

Newsguard beginnt nun offensichtlich, auch deutschsprachige Nachrichtenseiten zu kategorisieren.

Heute wurde ich von Newsguard per Kontaktformular angeschrieben und ich habe auch geantwortet. Da ich stets um Transparenz bemüht bin, werde ich die Korrespondenz hier veröffentlichen und auch die Fragen, die ich an Newsguard habe.

Newsguard hat nämlich ehemalige Direktoren von US-Geheimdiensten und ehemalige Mitglieder der US-Regierung in seinem Vorstand, was sich mit dem Grundsatz der Trennung von Medien und Staat nur schwer vereinbaren lässt. Darauf habe ich in meiner Antwort hingewiesen, wie Sie unten lesen können. Sollte ich eine Antwort auf meine Fragen bekommen, so wie ich ja auch auf deren Fragen geantwortet habe, werde ich die ebenfalls veröffentlichen.

Hier die heutige Mail von Newsguard (aus Datenschutzgründen habe ich Name, Telefonnummer und Email-Adresse unkenntlich gemacht):

Sehr geehter Herr Röper,

mein Name ist Xxx Xxx. Ich arbeite für NewsGuard, ein Unternehmen, das Nachrichten-Webseiten anhand von neun journalistischen Kriterien analysiert.

Mit den unabhängigen NewsGuard-Bewertungen möchten wir Transparenz über die Glaubwürdigkeit von Online-Nachrichten herstellen und so das Vertrauen in journalistische Medien stärken. Nutzer können kostenfrei ein Plug-in in ihrem Internet-Browser einrichten, über das ihnen die NewsGuard-Labels als Qualitätssiegel angezeigt werden.

Ich analysiere im Moment Ihre Webseite anti-spiegel.ru. Dabei haben sich ein paar Nachfragen ergeben, auf welche ich eine offizielle Antwort, die möglicherweise in unsere Bewertung aufgenommen wird, suche. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir dabei kurz weiterhelfen könnten.

-Jeder Redaktion unterlaufen Fehler. Ob diese korrigiert werden, ist ein wesentliches Kriterium der NewsGuard-Analyse.

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Anti-Spiegel auf der Konferenz über Pressefreiheit in Prag mit über 100 Teilnehmern aus 25 Ländern | Anti-Spiegel

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30-11-19 09:38:00,

Vom 20. bis 22. November fand in Prag eine Medien-Konferenz über Pressefreiheit mit über 100 Teilnehmern aus 25 Ländern statt, zu der ich als Redner eingeladen war.

Das Problem der heutigen Medienlandschaft ist, dass der Mainstream nicht mit seinen Kritikern reden möchte. Es wäre interessant gewesen, wenn auch Journalisten der Mainstream-Medien gekommen wären und an Podiumsdiskussionen teilgenommen hätten. Aber der westliche Mainstream möchte unter sich bleiben und ignoriert solche Veranstaltungen. Mehr noch: In London fand in diesem Jahr eine „Globale Konferenz über Pressefreiheit“ statt, zu der Russia Today nicht einmal als Zuschauer zugelassen wurde. Das sagt schon alles über das Verständnis von Pressefreiheit im angeblich freien Westen.

Bei der Konferenz in Prag waren ca. 110 Teilnehmer aus 25 Ländern dabei und es war eine bunte Mischung aus Universitätsprofessoren, Vertretern internationaler Organisationen, wie der UNO, Journalisten und auch Bloggern.

Ich selbst habe einen Vortrag zum Thema Fake-News gehalten, in dem ich die These aufgestellt habe, dass „Fake-News“ kein neues Thema sind, sondern dass es sie schon immer gab. Früher nannte man das „Zeitungsente“. Aber vor einigen Jahren haben wohl einige Leute aufgrund des sinkenden Vertrauens der Menschen in die Medien ein neues Wort erfinden müssen, um zu suggerieren, dass man es mit einer russischen Desinformationskampagne zu tun hat. Und so wurde das Wort „Fake-News“ geboren und fand seinen Weg in alle Sprachen der Welt und nun sind für den Mainstream alle Meldungen, die ihm nicht gefallen, „Fake-News“, die wahlweise aus Russland oder von „Rechten“ oder „Linken“ in die Welt gesetzt werden.

Dabei soll es doch in einer Demokratie Meinungsvielfalt geben und dazu gehören nun einmal unterschiedliche Meinungen, die man dann hart, aber sachlich diskutieren kann. Dazu haben aber die Medien keine Lust, wie ich bereits am eigenen Leib erfahren durfte. Am 26 November zum Beispiel habe ich den Artikel „Anhörungen gegen Trump – Was die Zeugen ausgesagt und was die deutschen Medien verschwiegen haben“ veröffentlicht, der übrigens am 30. November auch als Podcast bei Ken-FM veröffentlicht wurde, und Elmar Theveßen, seines Zeichens Leiter des ZDF-Studios in Washington, fühlte sich bemüßigt, mir auf Twitter folgenden Kommentar zu schreiben: „ach herrje, falscher geht‘s nimmer. werdet Ihr aus Moskau gesponsert?

ach herrje, falscher geht‘s nimmer.

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