Arbeitsagentur-Vorstand: Deutschland braucht dringend Zuwanderung

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12-01-20 09:36:00,

Wirtschaft

08:07 12.01.2020(aktualisiert 11:33 12.01.2020)

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Deutschland braucht dringend Einwanderung aus dem Ausland, um klaffende Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen und die Sozialsysteme langfristig stabil zu halten. Das sagte Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Der Anteil von Ausländern aus der EU und aus dem Nicht-EU-Ausland am Zuwachs der Beschäftigung habe im Juni 2019 bereits fast 60 Prozent betragen. Im Juni 2011 habe diese Quote noch bei rund 20 Prozent gelegen. Der Anteil, der nicht aus der EU komme, habe ebenfalls stark zugenommen.

„Das Beschäftigungswachstum wird zu über der Hälfte von Ausländern getragen“, erörterte Terzenbach. Bei den Zuwanderern verschiebe sich der Anteil deutlich von der EU zu Nicht-EU-Ländern.

Nicht politisch, sondern mathematisch

Man sehe, dass es einen Zuwachs gebe, allerdings auf einem Niveau, das quantitativ einfach noch nicht ausreiche, sagte Terzenbach vor dem Hintergrund der Diskussion um das neue Fachkräftezuwanderungsgesetz der Bundesregierung, das am 1. März in Kraft treten wird.

„Wir brauchen Fachkräftezuwanderung, um die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen und damit auch die Soziale Marktwirtschaft in der Art und Weise zu erhalten, wie wir sie haben“, sagte Terzenbach. Das sei eine reine mathematische Ableitung, nicht etwa eine politische Meinung: „Das können wir gut finden oder nicht.“

Der internationale Wettbewerb um Arbeitskräfte und kluge Köpfe werde gerade rapide schärfer, sagte Terzenbach: „Wir merken, dass Länder wie Japan, Südkorea oder die klassischen angelsächsischen Einwanderungsländer sehr stark in das Thema Fachkräfterekrutierung aus anderen Ländern investieren.“

Deutschland müsse großen Einsatz aufbringen, um Ausländern in ihren Heimatländern die deutsche Sprache nahezubringen. Derzeit habe das Land in dieser Hinsicht einen Wettbewerbsnachteil, meint Terzenbach.

Schneller, besser, unbürokratischer

Zudem müssten Wege gefunden werden, wie berufliche Qualifizierung in Deutschland möglichst unbürokratisch und rasch anerkannt werden kann, ohne die Standards hierzulande aufzuweichen. Die duale Ausbildung lobte Terzenbach dabei als eines der Erfolgsrezepte der deutschen Industriegeschichte Die hohen Standards der Ausbildung kombiniert mit der Studienlandschaft hätten auch dazu geführt, dass Deutschland ein Forscher- und Entwicklerland habe werden können.

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Sputnik / Alexey Nikolski

Allerdings müssten die Prozesse in den Anerkennungsverfahren verbessert werden. „Der Anerkennungsprozess konnte bisher in Deutschland schon durchaus mühsam sein“,

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