aufstehen – DIE SAMMLUNGSBEWEGUNG

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21-05-19 07:27:00,

Wir wollen etwas Neues: Keine Partei, sondern eine Bewegung für alle, die gemeinsam für unsere Ziele kämpfen wollen. Wir streiten für sichere Arbeitsplätze, höhere Löhne, gute Renten & Pflege, einen Sozialstaat, der vor Abstieg schützt und nicht jedes Lebensrisiko dem Einzelnen allein aufbürdet, für Top-Bildung von der Kita bis zur Universität, bezahlbare Mieten, gerechte Steuern statt Politik für Super-Reiche, Banken und Konzerne, den Erhalt des bedrohten Planeten, den Schutz von Wasser, Luft, Böden, Tieren und Artenvielfalt, für Abrüstung, echte Friedensdiplomatie und Entspannungspolitik, gegen Stellvertreterkriege, Waffenexporte, die Ausplünderung der benachteiligten Länder, die die eigentlichen Fluchtursachen sind. Wir stehen auf gegen Fremdenhass sowie für echte Demokratie ohne Übermacht der Banken, Konzerne und Lobbyisten. Wir wollen neue Mehrheiten in Deutschland und Europa!

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‘Aufstehen’ gaat door, met Sahra Wagenknecht | Uitpers

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19-03-19 01:01:00,

Zou het de snelst uitgedoofde linkse beweging in Duitsland worden? Het midden 2018 opgestarte ‘Verzamelingsproject Opstaan’ (‘Sammlungsbewegung Aufstehen’) …

Een beweging die zich tot doel stelde de drie linkse Duitse partijen (SPD, Die Linke en Bündnis 90/Die Grünen) naar links te doen opschuiven, alsook naar elkaar toe, om finaal te komen tot een linkse regering. Om dat te realiseren wou ‘Aufstehen’ mensen uit de drie vermelde partijen maar ook van daarbuiten aantrekken om samen linkse beleidsvisies uit te werken en te promoten. Vanuit de drie vermelde partijen kwam echter kritiek op de nieuwkomer die als een extra concurrent beschouwd werd. In de media werd de eigenzinnige Wagenknecht verweten dat ze meer verdeelde dan dat ze samenbracht.

Te veel hooi op de vork …

Totale verrassing begin maart: Sahra Wagenknecht (1) kondigde aan dat ze zich terugtrok uit zowel haar leidende functies bij ‘Die Linke’ (waar ze fractieleider was) als bij ‘Aufstehen’. Ze wou er een tijd tussen uit en gaf gezondheidsredenen op. In één woord: stress. Ze had de doktersraad gekregen het een tijd kalm aan te doen.

In interviews liet ze weten ‘innerlijk opgebrand’ te zijn. “Ich war ziemlich ausgebrannt.” Niet verwonderlijk voor iemand die jarenlang volop in de media-aandacht stond. Maar ook de meningsverschillen binnen ‘Die Linke’ – met name over het Duits migratiebeleid – hadden aan haar ‘gevreten’. Medestanders verklaarden dat Wagenknecht door de intriges van de partijleiding – het duo Katja Kipping en Bernd Riexinger – tot opgave gedwongen werd.

Wagenknechts terugtreden bleef niet zonder gevolgen: ‘Die Linke’ kende in de eerste na haar opstappen afgenomen opiniepeiling, een terugval. Medestanders verklaarden ook aan stoppen te denken. ‘Aufstehen” werd in een aantal media doodverklaard.

Toegejuicht wederoptreden

Een bijeenkomst van Aufstehen in Hamburg op donderdag 14 maart weerlegde het doemdenken over de beweging. “Degenen die geloven dat Aufstehen dood is, zullen verrast zijn”, stelde Wolfgang Radtke van ‘Aufstehen-Groep Uelzen-Wendland’.

Ook Wagenknecht gaf in Hamburg ‘acte de présence’. Op het podium van de Cultuurcentrumfabriek ontving ze een staande ovatie. Ruim 800 aanhangers van de ‘verzamelingsbeweging’ kwamen er samen, schreef TAZ-correspondent Gernot Knödler. (2) Voor degenen die niet meer binnen konden, werd er buiten videoprojectie voorzien.

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„Aufstehen“ für Anfänger

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19-12-18 09:56:00,

Die Gründung der neuen Sammlungsbewegung „Aufstehen“ war eines der prägenden politischen Ereignisse des Jahres. Erwartungsgemäß hat die Bewegung mit starkem Gegenwind aus der Presselandschaft zu kämpfen. Ein Buch versucht, diesen medialen Verzerrungen eine andere Sicht entgegenzusetzen. Von Tobias Riegel.

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Eines der wichtigsten innenpolitischen Ereignisse dieses Jahres war die Gründung der neuen politischen Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Entsprechend heftig waren die Reaktionen auf das Projekt rund um die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht – im Positiven wie im Negativen. Positiv muss die Resonanz vieler Bürger beschrieben werden, die sich in über 100.000 Anmeldungen niederschlägt.

Dieser starken Reaktion der Bürger steht aber eine entschlossene Medienlandschaft gegenüber, die keine Gelegenheit versäumt, die Bewegung als künstliche und autoritäre Kopfgeburt, als rückwärtsgewandt, „populistisch“ oder als tendenziell „rechts“ zu beschreiben. Die Reaktionen auf das vielversprechende Projekt schwanken also zwischen giftiger Ablehnung durch ehemals „links“ genannte Akteure sowie große und kleine Publikationen einerseits – und möglicherweise übertriebenen Projektionen durch die Anhänger andererseits.

Kader-Schmiede und Personenkult

Die Argumentation der Kritiker ist inkonsistent: So wird „Aufstehen“ einerseits als „von oben“ installiert dargestellt. Gleichzeitig werden aber organisatorische Defizite, die dieser Darstellung als straffer Kader-Schmiede widersprechen, mit großer Häme medial ausgeschlachtet. In diese Kategorie fällt etwa die Berichterstattung über aktuelle Verwirrungen oder mutmaßliche/angebliche Sabotage-Akte rund um die neue Internet-Domain der Bewegung.

Die zentrale Aussage der Bewegungs-Gegner, eine Bewegung könne nicht „von oben“ ins Leben gerufen werden, trifft gleich in mehrfacher Hinsicht nicht zu: Wenn ausreichend mediale Macht verfügbar ist, können selbstverständlich auch virtuelle „Bewegungen“ gegründet werden. Das konnte man an dem für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron geschaffenen Medienkonstrukt “En Marche” beobachten.

Prominente in die erste Reihe!

Demgegenüber ist aber offensichtlich, dass „Aufstehen“ eben keine künstliche Medien-Farce wie „En Marche“ ist. Dafür würden “Aufstehen” schon die notwendigen publizistischen Verbündeten fehlen. Im Gegensatz zur europaweiten Werbung durch große Medien für “En Marche” erlebt „Aufstehen” mediale Anfeindung. Diese Bewegung hätte also gar nicht ausreichend Propaganda-Verbündete, um den künstlich-autoritären Charakter zu haben, der ihr unterstellt wird.

Dass bei allen Vorhaben von „Aufstehen“ die klügsten und beliebtesten Köpfe vorne stehen sollten (also vor allem Sahra Wagenknecht),

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Aufstehen auf Indisch

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15-12-18 04:57:00,

Mindestens 50.000 Menschen gingen Ende November in Delhi für die Bauern auf die Straße. Davor waren es 50.000 in Kolkata. Foto:Gilbert Kolonko

  1. Aufstehen auf Indisch

  2. Lichtblicke


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Menschen aus fast allen Schichten der indischen Gesellschaft unterstützten den Marsch der Bauern auf die Hauptstadt des Landes: Sie wollen sich nicht länger gegeneinander ausspielen lassen

Auf dem staubigen Ramila Ground in Delhi hat sich das alte, bunte Indien mit dem modernen Indien vereint: Unter einem riesigen Zelt sitzen einzig mit einem Lendenschutz bekleidete Farmer aus Indiens südlichstem Bundesstaat Tamil Nadu. Bäuerinnen in farbenfrohen Saris aus Kerala. Mit Robe, Schwert und Turban geschmückte Sikhs aus dem Punjab. Dazwischen hocken jungen Frauen in T-Shirt und engen Jeans und hören Geschichten wie die des 49-jährigen Chand Kumar aus Uttar Pradesh: “Schon im Jahr 2009 wollte ich auf die katastrophale Situation von uns Kleinbauern aufmerksam machen und bewarb mich bei den Wahlen um einen Parlamentssitz – ich bekam 2.310 Stimmen”, sagt er stolz.

Doch vier Jahre später musste Kumar nach einer weiteren Missernte seine Farm aufgeben: Sein Stück Land fiel an einen örtlichen Kredithai, der ihm dann einen neuen Kredit gab, um einen “Tante-Emma-Laden” in der Kleinstadt Maghpur zu eröffnen. Im Jahr 2015 musste Kumar schließen, weil es zu viele Läden gab und immer mehr Bewohner der Arbeit wegen in die Großstädte abwanderten: “Seitdem halte ich mich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser.”

Eine der jungen Frauen, die hier Menschen wie Kumar zuhören, ist die 22-jährige Studentin Sunita. Sie ist für zwei Tage hierher gekommen, um ehrenamtlich als Helferin im Camp der Demonstranten zu arbeiten. “Eigentlich müssten ganz Delhis den Protest der Bauern unterstützen, weil ihre Probleme auch uns betreffen”, sagt Sunita.

Die Bauern im benachbarten Haryana und Punjab brennen mangels Unterstützung der Regierung die Stoppeln ihrer Felder ab. Die Rauchwolke zieht dann bis nach Delhi und verschlechtert die schlimme Luft Delhis noch mehr.

Sunita

Auch locker gekleidete Studenten mit stylischen Frisuren helfen bei der Unterbringung der demonstrierenden Bauern und sehen Gemeinsamkeiten: “Vor zwei Jahren haben wir Studenten in Delhi gegen Modis Universitäts-Reformen demonstriert.

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Aufstehen in der Provinz

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06-12-18 09:25:00,

Am 18. Oktober fand in Leisnig, einer Kleinstadt in Sachsen, ein erstes regionales Treffen von #aufstehen statt. Initiiert hatte dieses ein ehemaliger Rechtsanwalt aus der Region. Darin spiegelt sich sehr schön wieder, dass #aufstehen nicht „von oben“ kontrolliert wird, sondern eine Bewegung ist, die von den Bürgern selbst umgesetzt und in tatsächliche Bewegung versetzt werden kann.

Ich wusste nicht, wie viele Menschen sich dort treffen werden oder was mich konkret erwarten wird. Als ich den Raum betrat, war ich erst einmal ziemlich schockiert. Mir war klar, dass es keine Menschenmasse sein wird, die sich versammelt hat, zumal Leisnig und auch meine Heimatstadt Döbeln nicht mehr als 20.000 Einwohner haben – aber dass es nicht mehr als eine Schulklasse war, die dasaß, hatte ich nicht erwartet. Damit einher ging der Schock, dass die „Schulklasse“ fast nur aus Männern Ü60 bestand. Vier Männer unter 60, eine Frau, ebenfalls Rentnerin, und ich mischten uns dazu. Ich fühlte mich ein wenig wie bei einem Stammtisch alter Parteifunktionäre und zunächst nicht besonders wohl – eher ziemlich verloren.

Den ersten Schock konnte ich jedoch bei der Vorstellungsrunde verdauen und ich stellte fest, dass meine Bedenken unbegründet waren und ich mich vom äußeren Eindruck hatte trügen lassen. Die Beteiligten waren zumeist parteiunabhängige, aber regional engagierte und politisch interessierte Bürger. Alle machten sie einen sehr gefestigten Eindruck in ihrer politischen Ausrichtung. Jeder benannte als sein Hauptanliegen, bei #aufstehen mitzumachen, die Sorge um den Frieden, die soziale Ungleichheit und erkannte als Probleme den Neoliberalismus und die repräsentative Demokratie. Die Vorstellungsrunde war ein guter Eisbrecher und sorgte für eine sehr persönliche und familiäre Atmosphäre, auch dadurch, dass wir uns alle auf das „du“ einigten.

Es hat mich aber trotzdem skeptisch gemacht, dass ich erstens nur eine von drei Frauen war, zweitens die einzige Jugendliche/junge Erwachsene und drittens niemand dabei war, der nicht sowieso schon über die Probleme der Welt Bescheid wusste. Ich befürchte, dass #aufstehen nur Menschen einsammelt, die sich in der gleichen Blase bewegen und die bereits bei ähnlichen Aktionen und Organisationen mitwirken. Doch versteht sich #aufstehen ja selbst als eine Art „linke Pegida“. Es sollen die Otto-Durchschnittsbürger angesprochen werden, die spüren, dass die Welt aus den Fugen gerät, die Probleme aber nicht wissenschaftlich benennen und analytisch ergründen können. Es soll die alleinerziehende Pflegekraft, die Rentnerin an der Armutsgrenze,

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Ist „Aufstehen“ eine Bewegung für Verlierer, wie es das SPD-Zentralorgan behauptet? Ja und das ist auch gut so! – www.NachDenkSeiten.de

Ist „Aufstehen“ eine Bewegung für Verlierer, wie es das SPD-Zentralorgan behauptet? Ja und das ist auch gut so! – www.NachDenkSeiten.de

06-09-18 10:18:00,

6. September 2018 um 11:19 Uhr | Verantwortlich:

Ist „Aufstehen“ eine Bewegung für Verlierer, wie es das SPD-Zentralorgan behauptet? Ja und das ist auch gut so!

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Demoskopie/Umfragen, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Soziale Bewegungen, Soziale Gerechtigkeit, SPD

Jens Berger

Das Timing hätte kaum schlechter sein können. Einen Tag nachdem die SPD zum ersten Mal in einer großen bundesweiten Umfrage mit 16% sogar noch hinter der AfD liegt, erklärt die Parteizeitung Vorwärts die neue Sammlungsbewegung „Aufstehen“ in einem wirklich fassungslos machenden Kommentar zu einer „Bewegung für Verlierer“. Liebe SPD, da habt ihr vollkommen Recht. Hätte eure Politik in den letzten Jahren nicht so viele Verlierer produziert, müsste es nun keine Sammlungsbewegung geben, deren vorderstes Ziel die Korrektur eurer Politik ist. Mehr als befremdlich ist es jedoch, dass ausgerechnet die SPD sich offenbar auf der Seite der Gewinner wähnt und sich dabei nicht nur über die Opfer ihrer Politik, sondern gleich noch über die letzten kritischen Genossen im eigenen Hause lustig macht. Von Jens Berger.

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Schon vor ihrer offiziellen Gründung konnte die neue Sammlungsbewegung „Aufstehen“ mehr als 109.000 Unterstützer für sich begeistern – rund ein Viertel so viel wie die Mitgliedszahl der mehr als 150 Jahre alten Volkspartei SPD. Leider gibt es von der Sammlungsbewegung noch keine statistischen Daten zu ihren Unterstützern. Gespräche mit Kollegen und Freunden lassen jedoch zumindest erahnen, dass ein bemerkenswerter Anteil der Aufstehen-Sympathisanten zu den Genossen gehört, die trotz jahrelanger Demütigungen durch die Parteiführung ihr SPD-Parteibuch immer noch nicht abgegeben haben und an der Basis für eine Rückbesinnung der Partei auf ihre sozialdemokratischen Wurzeln kämpfen. Mit Simone Lange und Marco Bülow hat Aufstehen ja auch zwei Gründungsmitglieder, die von kritischen Genossen als Hoffnungsträger gesehen werden. Sind diese Genossen nach Ansicht des Vorwärts also auch Verlierer?

Rein machtarithmetisch müsste man dies sogar bejahen. Der linke Flügel der SPD ist seit vielen Jahren kaum mehr als eine Alibi-Veranstaltung, die kaum Auswirkungen auf die Politik der Partei hat. Ja, die letzten Sozialdemokraten haben den Kampf um die SPD wohl zur Zeit verloren.

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„Aufstehen“ gegen dominante Wirtschaftsinteressen – Ex-Grünen-Chef Volmer EXKLUSIV

„Aufstehen“ gegen dominante Wirtschaftsinteressen – Ex-Grünen-Chef Volmer EXKLUSIV

04-09-18 07:28:00,

Ludger Volmer gehört zu den Mitinitiatoren der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, die ihren Aufruf am Dienstag vorgestellt hat. Im Interview mit Sputnik erklärt der ehemalige Grünen-Vorsitzende, warum er mitmacht und seine eigene Partei kritisiert. Er spricht sich dabei auch für eine andere Politik des Westens gegenüber Russland aus.

Herr Volmer, Sie haben auf der Gründungs-Pressekonferenz der Sammlungsbewegung „Aufstehen“ den Aufruf dazu mitvorgestellt. Warum machen Sie als „Noch-Grüner“, wie Sie selber gesagt haben, dabei mit?

Meine Partei hat es leider in den letzten zehn Jahren geschafft, zwei der wichtigsten Gründungsideen fast völlig wegzuräumen, nämlich den Pazifismus und die soziale Orientierung. Ich weiß, dass eine intensive Sozialpolitik notwendig ist, um auch ökologische Forderungen durchzusetzen. Denn man muss den ärmeren Teilen der Bevölkerung die Freiheit geben, sich für Ökologie einzusetzen, indem man sie von den ganz unmittelbaren Alltagssorgen befreit. Auf der anderen Seite nehme ich wahr, dass viele dieser Leute, die zu kurz kommen in der Gesellschaft oder die Ängste haben, abzuhängen, sich rechtsradikalen Parteien und Bewegungen anschließen – nicht unbedingt, weil sie selber ideologisch rechtsradikal sind, sondern weil sie gar keinen anderen Ansprechpartner mehr für ihre Grundsatzkritik an den gesellschaftlichen Zuständen finden. Die Parteien des Mainstreams sind zu seicht geworden, spezialisieren sich auf Abgrenzungskriege gegeneinander, statt wirklich hineinzuhorchen, wo die Probleme in der Gesellschaft sind.

Ich gehöre zu einer Gruppe von Initiatoren, die versuchen will, einen Resonanzraum zu schaffen, so dass Leute, die eigentlich nie gehört werden, die Möglichkeit haben, sich zu äußern und auch sicher sein können, dass ihre Botschaft ankommt und wahrgenommen wird, verarbeitet und umgesetzt wird in politische Konzepte. Ich hoffe, indem wir einfach gesellschaftliche Mehrheitsmeinungen zur Geltung bringen, üben wir auch einen indirekten Druck auf die Parteien aus, denn die müssen sich dem öffnen. Wer sich dem öffnet, hat in der Parteienkonkurrenz dann wiederum Vorteile.

Was sind die prägnantesten Inhalte des Aufrufes?

Wir beschreiben in dem Aufruf die Haltung der Leute, die jetzt die Initiative ergriffen haben. Wir wollen solche Leute zur Mitarbeit einladen, die diese Haltung im Grundsatz teilen. Das heißt: Erneuerung der Demokratie durch Basisbeteiligung, durch Tiefenbeteiligung an der Gesellschaft, eine ökologische Orientierung, eine pazifistische Orientierung – und insbesondere die Thematisierung der sozialen Frage von links her. Es gibt so viele Ungerechtigkeit in dieser Gesellschaft, und es gibt eine solche Dominanz von Wirtschaftsinteressen,

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Wagenknechts Aufstehen – Geburt einer patriotischen Linken?

Wagenknechts Aufstehen – Geburt einer patriotischen Linken?

11-08-18 07:44:00,

Bild: flickr

Betrachtet man die Internetseite von Aufstehen, fällt einem sofort die professionelle Aufmachung auf. In kurzen Videos kommen Gewerkschafter, Schüler, Freiberufler und Pastoren zu Wort. Hauptthema ist dabei die soziale Frage, welche in Deutschland, Stichwort Harz IV, eine große Rolle spielt. Aber auch das heiße Eisen Masseneinwanderung wird angepackt – die erstaunliche Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge fällt in einem der Videos. Das alles ist kein Zufall.

Wer patriotische Medien will, muss diese auch unterstützen.
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Von Alexander Markovics

Stegemann, Schwarz und Streeck: die Denker hinter Aufstehen

Das volksnahe „Rechtsabweichlertum“ der Plattform wundert nicht, wenn man sich die Köpfe dahinter ansieht. Unter ihnen befindet sich der Dramaturg Bernhard Stegemann, der als einer der ersten Linken in Deutschland öffentlich Merkels Flüchtlingspolitik kritisierte. Auch der Soziologe Wolfgang Streeck unterstützt Wagenknecht. Er vertritt die Ansicht, dass sich der Kapitalismus nur im Nationalstaat zähmen lässt.

Weiters gilt er als Kritiker der Verunglimpfung von Einwanderungskritikern als Rechtsextremen. Zur Mainstreampresse sagte er, dass sie „zu Cheerleadern einer karitativen Begeisterungswelle“ verkommen sei. Schließlich unterstützt auch der Schauspieler und ehemalige SPDler Martin Schwarz Aufstehen. Er will wieder soziale Frage in den Mittelpunkt stellen und die „dekadente Political Correctness“ abschaffen, welche die Linke vergiftet.

Eine Bewegung zur Reform der bundesdeutschen Linken

Doch auch sie sind nur Teil einer immer größer werdenden Bewegung, welche den derzeitigen Kurs von SPD, Grünen und die Linke ablehnen. Sie durchschauen, dass das bürgerlich-liberale Gerede von „Refugees welcome!“ nur zusätzliches „Humankapital“ bringen soll, um Löhne zu drücken. Erklärtes Ziel der Bewegung ist es, wieder eine volksnahe Mehrheit in Deutschland zu ermöglichen. Wagenknecht und andere „Linke“ haben erkannt, dass dies nur möglich ist, wenn man dem Volk wieder aufs Maul schaut.

Glaubt man aktuellen Umfragen, dann mit Erfolg. Mehr als 33% der Deutschen können sich vorstellen Aufstehen zu wählen, würde die Bewegung zu Wahlen antreten. Gemeinsam mit der AfD könnte man also eine Regierung stellen. Aus patriotischer Sicht kann man der Bewegung nur viel Erfolg wünschen. Die Erfahrung lehrt uns, dass rechtspopulistische Parteien ihr soziales Gewissen sehr schnell verlieren können, sobald sie in einer Regierung sind. Eine Koalition zwischen Rechts- und Linkspopulisten wie in Italien wäre das beste für Deutschland.

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#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht – www.NachDenkSeiten.de

#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht – www.NachDenkSeiten.de

03-08-18 04:59:00,

3. August 2018 um 18:25 Uhr | Verantwortlich:

#aufstehen – die Sammlungsbewegung geht an den Start. Fragen an Sahra Wagenknecht

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Das kritische Tagebuch

Sahra Wagenknecht

Ab morgen (4.8.2018) ist die Internetseite der mit Spannung erwarteten Sammlungsbewegung rund um die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht online. Und einen Namen hat die Bewegung auch: #Aufstehen. Die NachDenkSeiten hatten die Möglichkeit mit Sahra Wagenknecht über die neue Sammlungsbewegung zu sprechen und ihr die wichtigsten Fragen zu #Aufstehen zu stellen.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Wann wird die Sammlungsbewegung vorgestellt?

Offizieller Start unserer Sammlungsbewegung ist der 4. September. An dem Tag stellen wir die Namen unserer prominenten Gründungsmitglieder und auch den Gründungsaufruf öffentlich vor und werden unsere Ziele vor der Presse erläutern. 

 
Unter welchem Namen?

Wir haben uns für #Aufstehen entschieden. Aufstehen für ein gerechtes und friedliches Land, darum geht es. Unter www.aufstehen.de wird ab morgen (4. August) auch schon eine vorläufige Webseite online gehen. Weil uns täglich Anfragen von Interessenten erreichen, die gern mitmachen möchten, wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, sich schon jetzt zu registrieren.

 
Können Sympathisanten und mögliche Unterstützer Teil der Bewegung werden? Gibt es so etwas wie eine Mitgliedschaft?

Jeder, der sich auf unserer Webseite registriert, wird damit Teil der Bewegung. Er wird automatisch sowohl unsere vielfältigen online-Inhalte erhalten als auch über Aktionen vor Ort informiert. Wir hoffen, dass wir sehr viele Mitstreiter gewinnen werden, denn nur dann wird unsere Bewegung ausreichend Druck entfalten können, um die Politik in diesem Land zu verändern. Das ist unser Ziel. 

 
Ist die Bewegung eine Partei? Tritt sie bei Wahlen an? Wie kann man sich das konkret vorstellen? Im Vorfeld wurde ja gelegentlich “La France insoumise“ als Vorbild genannt. Die sind nach unserem deutschen Verständnis aber keine Sammlungsbewegung, sondern eine echte Partei. 

La France Insoumise ist streng genommen keine Partei, aber das französische Wahlrecht erlaubt es, dass Bewegungen zu Wahlen antreten. Das ist in Deutschland anders. Dennoch gründen wir bewusst keine Partei, denn es geht uns zunächst einmal darum,

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