August in Nagasaki – Chronik einer Reise ins atomare Inferno

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09-08-20 07:46:00,

Jedes Jahr verfolgt mich die Erinnerung. 6. August: Die Uranbombe fegt Hiroshima von der Landkarte. 9. August: Die Plutoniumbombe löst Nagasaki im Flammenmeer auf. Von Frederico Füllgraf.

In einem kalten Monat Juli stieß ich vor mehreren Jahren in einem Café im südbrasilianischen Curitiba in einer Tageszeitung auf eine historische Nachricht: Charles (Chuck) W. Sweeney war gestorben. Sweeney war der Einsatzleiter der amerikanischen Bomber-Schwadron gewesen, die am 9. August 1945 – drei Tage nach dem Abwurf der „Little-Boy“-Atombombe über Hiroshima – die „Fat-Man“-Bombe über Nagasaki abwarf. Der damalige Luftwaffenmajor starb als geehrter General a.D. und sorgte als Urheber eines denkwürdigen Satzes für einen Skandal. „Every life is precious. But I felt no remorse or guilt that I had bombed the city where I stood“, hatte der US-Soldat einst in Nagasaki erklärt.

Erst mit nachträglichen Recherchen begriff ich, dass diese zynische Schuld und Reuelosigkeit zugleich Motivation und Rechtfertigung der Regierung Harry Trumans (1945-1953) und einer Hand von Generälen für die atomare Vernichtung Japans bildeten. Über Jahrzehnte hinweg verteidigte der politisch-militärisch-mediale Komplex der USA die Atomschläge mit der Begründung, nur so seien unzählige amerikanische Leben gerettet worden und überhaupt ein Ende des Pazifikkrieges und damit des Zweiten Weltkriegs möglich gewesen; ein Narrativ, das ebenso seit fünfundsiebzig Jahren mit dem zeitgeschichtlichen Nachweis bestritten wird, dass Japan davor mit über 300.000 militärischen und zivilen Todesopfern brutaler Lufteinsätze längst besiegt am Boden lag. Vielmehr seien die Atomschläge mit fragwürdigen „ethischen“ Argumenten verschleiert worden, die schreckliche menschliche Verluste verursachten und in den darauffolgenden Jahrzehnten ein nukleares Wettrüsten mit der Sowjetunion und in der Gegenwart mit Russland und China nährten, gibt die National Archives Forschungsstelle in Washington zu bedenken.

Im Tunnel der Zeit

Die Nachricht über Sweeneys Tod schubste mich unbewusst in die Vergangenheit. Zunächst in die ungeordnete Bilderwelt vom hochsommerlichen August 1986 in Hiroshima und Nagasaki.

An einem herrlichen Samstagmittag betrat ich in Begleitung von Professor Ichiro Moritaki – Physiker, Philosoph und mein Gastgeber von der japanischen Friedensbewegung Gensuikin – ein Restaurant mit atemberaubendem Ausblick auf das riesige Chinesische Meer. Nach Tokio, Hiroshima und vielen hundert Kilometern an Bord des Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszuges näherte sich mein zweiwöchiger Auftritt als Vortragsreisender auf der Insel Kyushu dem Ende.

Ich war als einziger Lateinamerikaner zu den jährlichen Gedenkfeiern der Gensuikin eingeladen worden,

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Gedanken zum 1. August 2020 in Berlin

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03-08-20 10:07:00,

Die Versammlung am Samstag war die vielleicht größte regierungskritische Demonstration in Deutschland seit dem 4. November 1989. Die Entscheidung der Regierung, sie auflösen zu lassen, und die anschließende Ohnmacht der staatlichen Organe, diese Auflösung auch vollziehen zu können, weisen den Weg in politisches Neuland.

PAUL SCHREYER, 3. August 2020, 0 Kommentare

Wieviele Menschen haben demonstriert?

Zunächst einige Fakten zum strittigen Punkt der Teilnehmerzahl: Die Polizei spricht von 20.000 Personen, Sympathisanten der Versammlung hingegen von einer Million. Die ARD veröffentlichte am 2. August einen „Faktenfinder“-Beitrag, der feststellt, dass man „selbst bei großzügigen Berechnungen nicht auf deutlich über 20.000 Menschen“ käme, die Angaben der Polizei also richtig wären. Stimmt das? Multipolar hat nach Daten und Vergleichszahlen gesucht und nachgerechnet.

Die Demonstranten versammelten sich nach ihrem Zug durch die Stadt am Nachmittag auf der Straße des 17. Juni zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule. Dieser 1,9 Kilometer lange Abschnitt ist als „Partymeile“ bekannt, unter anderem durch die über viele Jahre dort stattfindende Loveparade. Die sechsspurige Straße ist, zusammen mit dem Mittelstreifen, den Parkspuren, Rad- und Gehwegen sowie eingeschlossenen Grünstreifen ungefähr 35 Meter breit. Vorsichtig geschätzt ergibt sich daraus eine Gesamtfläche von 35 mal 1.900 gleich 66.500 Quadratmetern. Da die Fläche zu den Außenseiten nicht begrenzt ist, sondern nahtlos in den Tiergarten übergeht, ist dies ein Minimalwert. Die Veranstalter der offiziellen Silvesterfeierlichkeiten in Berlin sprechen von einer Fläche der Partymeile von 80.000 Quadratmetern.

Wieviele Menschen befanden sich durchschnittlich auf einem Quadratmeter? Auf einer schematischen Darstellung eines internationalen Experten für die Sicherheit und Planung großer Menschenmengen ist zu sehen, wie es von oben betrachtet aussieht, wenn in einer Menge ein, zwei, drei oder mehr Menschen pro Quadratmeter stehen. Für die Demonstration vom 1. August erscheint angesichts der vorliegenden Filmaufnahmen und dieses Schemas eine Zahl zwischen zwei und vier realistisch. Daraus ergibt sich bei 80.000 Quadratmetern eine Teilnehmerzahl zwischen 160.000 und 320.000. Dass eine solche Menge tatsächlich auf diesem Staßenabschnitt Platz findet, wird bestätigt durch Aussagen des Leiters des Straßen- und Grünflächenamtes Berlin Mitte, Harald Büttner, von 2013, demzufolge 300.000 Besucher auf der Partymeile möglich wären.

Zu den Polizeiangaben: Selbst wenn man eine angesichts der vorliegenden Bilder eher niedrig erscheinende Zahl von zwei Personen pro Quadratmeter annimmt,

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Demonstration am 1. August 2020 in Berlin: “Das Ende der Pandemie – Der Tag der Freiheit” | KenFM.de

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01-07-20 12:54:00,

Die Initiativen QUERDENKEN – 711 und NICHTOHNEUNS haben für den 1. August 2020 eine Demonstration mit 500.000 Teilnehmern auf dem Tempelhofer Feld in Berlin unter dem Titel „Das Ende der Pandemie – Der Tag der Freiheit“ angemeldet.

Die Veranstalter haben gemeinsam mit #honkforhope ein Transportkonzept für Deutschland, die Schweiz, Österreich und Frankreich erstellt. Buchungsunterlagen sind unter diesem Link erhältlich: https://bit.ly/2D15bx3

Die Initiatoren der Demonstration laden alle anderen Initiativen: die Hotel- und Reisebranche, die Busunternehmen, die Landwirte, die Veranstaltungstechniker, die Künstler, die Gewerkschaften und alle anderen herzlich ein, an diesem Tag gemeinsam mit ihnen in Berlin für Demokratie, Freiheit und die Grundrechte zu demonstrieren.

Weitere Informationen zur geplanten Demonstration folgen.

Hier der Link zur Website von QUERDENKEN – 711: https://querdenken-711.de/

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Veröffentlicht am: 1. Juli 2020

Anzahl Kommentare: noch keine

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Hinweise August 2019

hinweise-august-2019

12-08-19 10:46:00,

Epstein: Ob Suizid, »Suizid«, oder »im Flieger nach Israel«: Ein weiterer hochbrisanter Prozess zu geopolitischer Pädokriminalität wurde auf mysteriöse Weise gestoppt. Zuletzt wurde noch bekannt, dass Epstein bzw. ein von ihm kontrollierter Trust am 2. Juli 2008 – ein Tag nach seiner damaligen Verurteilung – den Jackpot der staatlichen Lotterie von Oklahoma mit 30 Millionen Dollar gewann. Aufgrund einer »Computerpanne« konnte die damalige Ziehung nicht live am TV übertragen werden.

Siehe auch: Geopolitik und Pädokriminalität

Youtube: Im Juli wurde der Kanal des langjährigen deutschen Anbieters Nuoviso mit 170’000 Abonennten – viermal mehr als der Hauptkanal des Schweizer Fernsehens – kurzzeitig gelöscht. Auch die Youtube-Suche wird zusehends bereinigt: Wer noch kritische Dokus und Analysen finden möchte, muss vermehrt auf zensurfreie Suchmaschinen wie DuckDuckGo ausweichen und die Suche auf site:youtube.com eingrenzen, oder auf alternative Plattformen wie BitChute zurückgreifen.

Siehe auch: Die Propaganda-Matrix

MH17: Eine neue niederländische Doku argumentiert, dass der ukrainische Geheimdienst Audio- und Videomitschnitte manipulierte und umdatierte sowie Radar-Daten unterschlug. Auch die BBC wurde, einmal mehr, beim Manipulieren erwischt. Manche erinnern sich an die Ustica-Tragödie von 1980.

Russische Desinformation: Wie der KGB in den 1980er-Jahren das Gerücht weiterverbreitete, AIDS bzw. HIV entstamme der Pentagon-Biowaffenforschung. Interessanterweise waren frühere westliche Darstellungen dieser Operation ihrerseits irreführend (angefangen beim inexistenten Namen »Operation Infektion«), weshalb deutsche Forscher von »Desinformation im Quadrat« sprachen.

Siehe auch: Russische Propaganda

China: Das Ziel ist dasselbe wie zuvor beim Spanischen, Habsburgischen, Osmanischen, Deutschen und Sowjetischen Reich: die territoriale Aufteilung. Im Falle Chinas in das uigurische Xinjiang, das buddhistische Tibet, die nördliche Innere Mongolei, das ohnehin eher westlich orientierte Hong Kong und Taiwan, und das Kernland, das seinerseits in den Kantonesich sprechenden Süden, den Mandarin sprechenden Norden und die historische Mandschurei aufgeteilt werden könnte.

Viele dieser Regionen streben tatsächlich nach mehr Autonomie oder Unabhängigkeit von Peking, das deshalb mit Repression reagieren muss, wodurch es bei der Bevölkerung noch unbeliebter wird – was wiederum den USA und ihren »NGOs« in die (weitreichenden) Hände spielt.

Gleichzeitig erhöhen die USA die Präsenz in Chinas Nachbarstaaten wie Südkorea, Japan, den Philippinen, Vietnam und Myanmar und den Druck auf Chinas Partner und Lieferanten wie Russland,

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August 1968 Is When Soviet Troops Prevented WW3 From Breaking out Over Czechoslovakia

August 1968 Is When Soviet Troops Prevented WW3 From Breaking out Over Czechoslovakia

24-08-18 06:58:00,

They preserved the post-WW2 order which kept the peace for 45 years

Translated by Ollie Richardson & Angelina Siard

On the 50th anniversary of the introduction of Soviet troops in Czechoslovakia…

On August 5th 2018, after a death of three Czech servicemen in Afghanistan as a result of the attack of a suicide bomber, the Chief of the General Staff of the Czechoslovakia Armed Forces General Aleš Opata declared the intention of the Czech intelligence agencies to find and punish the organisers of the attack: “The Czech army will exact revenge for the death of three of their servicemen … We won’t allow anyone to kill Czech military personnel and go unpunished …”. The anger of the general is clear – if to remember that during the participation of the Czech Republic in the Afghan war on the side of the US/NATO, 13 Czech soldiers already found death in Afghanistan. However, let’s remember other things too…

August 21st marked fifty years since the start of the strategic operation “Danube” – the introduction of the troops of five Warsaw Treaty Organisation member states (the USSR, Poland, East Germany, Hungary, and Bulgaria) in Czechoslovakia to quell disorder and acts of violence in relation to representatives of the state authorities.

As a result of this operation being carried out, it was succeeded not to allow the post-war world order to be revised and to preserve the membership of Czechoslovakia in the East European socialist bloc. A treaty was signed concerning the conditions of the temporary stay of the Soviet troops on the territory of the Czechoslovak Socialist Republic, and the Soviet group remained in Czechoslovakia up to 1991. This was the largest army operation in Europe after the end of World War II – with the participation of 500,000 military personnel with 6,300 tanks and 800 planes.

Against the background of persons in the Czechoslovak government being replaced, the opposition forces inside the political leadership of the country, under the pretext of creating“socialism with a human face”, launched a campaign to discredit the top officials of the Czechoslovak Socialist Republic and the socialist camp in general. Appeals to improve relations with Western Germany,

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