Bericht eines Journalisten

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13-01-20 02:48:00,

Im Januar 2018 publizierte SPR den »Insider­bericht« eines langjährigen Schweizer Journa­listen, der bei mehreren Schweizer Medien in teilweise leitender Funktion tätig war. Es ist bis heute der einzige derartige Einblick in die Funk­tions­weise des Schweizer Mediensystems:

Die Tunnelperspektive der «Mainstream-Medien»: Wie es drinnen wirklich ist

Im Bericht geht es nicht um explizite Vorgaben, sondern um ver­gleichs­weise subtile Mecha­nis­men, die von Journalisten nicht bemerkt oder jedenfalls nicht hinterfragt werden. Dabei spiele die Willfährigkeit der meisten traditionellen Journalisten eine zentrale Rolle.

Diese Willfährigkeit oder »Flexibilität« ist zweifel­los entscheidend. Würde etwa die NATO morgen eine Allianz mit Russland gegen China eingehen, müssten NATO-konforme Journa­listen ihre Perspektive über Nacht anpassen: Putin wäre plötzlich ein Guter.

Zugleich würden prorussische Medien ihre Kritik an NATO und »NATO-Medien« sofort einstellen. Nur wirklich unabhängige Medien könnten weiterhin allseits kritisch berichten. Solche geopolitischen Strategie­wechsel sind deshalb stets Momente der Wahrheit.

Die tatsächlichen medialen Mechanismen sind also etwas andere als im bekannten Sketch der ZDF Anstalt von 2014, doch die Resultate sind, nachprüfbar, in etwa dieselben.

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Bericht: 100.000 Männer in US-Armee Opfer sexueller Übergriffe

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12-09-19 12:17:00,

Panorama

11:20 12.09.2019(aktualisiert 11:27 12.09.2019)

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Bei den US-Streitkräften sind in den vergangenen Jahren nach Angaben des Pentagons etwa 100.000 Männer Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Allein im Jahr 2018 waren demnach rund 7500 Männer betroffen.

Die Zahlen umfassen Fälle von sexueller Belästigung, versuchter Nötigung bis hin zu Vergewaltigung, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf Zahlen des US-Verteidigungsministeriums.

Die Opfer seien meist jünger als 24 Jahre und hätten einen niedrigen Dienstgrad. Viele von ihnen müssten die Armee verlassen und hätten dann Schwierigkeiten, im Alltag wieder Fuß zu fassen. Zwar liege die Zahl der weiblichen Opfer weitaus höher: Dem von der „New York Times“ zitierten Bericht des Verteidigungsministeriums zufolge wurden im vergangenen Jahr etwa 13.000 Frauen Opfer sexueller Übergriffe. Jedoch erstatte nur einer von fünf betroffenen Männern Meldung – bei den Frauen seien es dagegen rund 38 Prozent. 

US-Soldaten auf dem Übungsgelände Grafenwöhr in Bayern (Archivbild)

Über die Hälfte der Übergriffe gingen nach Angaben des Verteidigungsministeriums von Männern aus. 30 Prozent der betroffenen Männer gaben an, die Täter seien weiblich gewesen, in 13 Prozent der Fälle handelte es sich um männliche und weibliche Täter. Bei den weiblichen Opfern waren es vor allem Männer.

Nach Angaben der Zeitung vom Dienstag (Ortszeit) erhebt das Ministerium erst seit 2006 Zahlen über männliche Opfer sexueller Übergriffe. Man sei sich bis dahin sicher gewesen, dass es sich um ein weibliches Problem handle, zitierte die „New York Times“ Nathan W. Galbreath vom zuständigen Büro des Verteidigungsministeriums. Übergriffe seien entweder gar nicht erst gemeldet oder nicht weiter verfolgt worden.

sp/dpa

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Ein Bericht über die Folgen der westlichen Sanktionen für die auf der Krim lebenden Menschen

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22-07-19 07:52:00,

Christian Müller vom INFOsperber hat drei Wochen lang die Krim bereist. Er wird darüber in mehreren Teilen berichten. Auf den ersten Bericht weisen wir heute hin. Der Autor spannt den Bogen von den Hintergründen der Zugehörigkeit der Krim zu Russland zu den Folgen der Krim-Sanktionen für die Bewohner der Krim. Ein interessanter Bericht. Albrecht Müller.

Krim-Sanktionen: So bestraft der Westen unschuldige Menschen

Christian Müller / 21. Jul 2019 – Die USA, die EU und auch die Schweiz geben vor, Putin zu bestrafen. Opfer sind andere. Ein persönlicher Augenschein auf der Krim.

Es gibt nicht nur die «Ironie des Schicksals», wie die berühmte Filmkomödie von 1975 heisst, die noch heute in Russland an jedem Silvester im Fernsehen gezeigt wird. Es gibt auch die Ironie der Geschichte – und so eine läuft im Moment ab, nicht im Kino und nicht als Lustspiel. Im Gegenteil: in bitterer Realität.

Im Februar 1945, als die Kapitulation Hitlers in Sichtweite war, haben die drei Staatsführer Stalin, Churchill und Roosevelt in Jalta auf der Halbinsel Krim in absolut autokratischer und betont selbstherrlicher Manier festgelegt, wo künftig die Grenzen in Europa verlaufen sollen und wer wo das politische Sagen haben soll. Von Polen zum Beispiel wurde ein Teil der Sowjetunion zugeschlagen, dafür erhielt es einen «Ersatz» auf Kosten Deutschlands. Selbstbestimmung der Völker war kein Thema. (Zu einem deutschsprachigen Video mit allen Informationen zur «Konferenz von Jalta», wie sie in die Weltgeschichte eingegangen ist, hier anklicken.)

Zum Bild: Adolf Hitler war ihr gemeinsamer Feind, auf Jalta haben sie Geschichte geschrieben. Als Postkarte ist dieses historische Bilddokument der drei Staatsführer Churchill, Roosevelt und Stalin nur im Livadija Palace in Jalta zu kaufen, auf Wunsch mit einem Stempel auf der Rückseite. – Das farbige Bild oben zeigt den Tisch im Livadija Palace – heute ein Museum, das besucht werden kann – mit den drei Politgrössen als Puppen. (Foto Christian Müller)

Neun Jahre später, 1954, nur wenige Monate nach Stalins Tod und Nikita Chruschtschows De-facto-Übernahme der Staatsführung der Sowjetunion als neuer Parteichef der KPdSU, verschenkte ebendieser Chruschtschow selbstherrlich die damals zur Russischen Sowjetrepublik gehörende Halbinsel Krim der Ukrainischen Sowjetrepublik. Sogar sehr selbstherrlich: Er überging gar die notwendigen Formalitäten in der sowjetischen Führungsriege,

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Bericht: Deutsche Behörden ignorierten tausende Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher

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07-03-19 09:53:00,

Flüchtlinge warten im Januar bei frostigen Temperaturen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo). (Foto: dpa)

Flüchtlinge warten im Januar bei frostigen Temperaturen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo). (Foto: dpa)

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Bericht: Boeing baut Einfluss im Pentagon aus

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24-12-18 07:06:00,

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Bericht über Lobbyismus: Wie die Datenindustrie die EU bearbeitet

Bericht über Lobbyismus: Wie die Datenindustrie die EU bearbeitet

04-06-18 07:53:00,

Ein heute erschienener Bericht des Corporate Europe Obersavtory (CEO) kartographiert die Landschaft einer der heftigsten Lobbyschlachten, die die EU je erlebt hat. Wir haben uns den Report für Euch angeschaut und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Das politische Ringen um die ePrivacy-Reform befindet sich in einer entscheidenden Phase. Um Nutzern die Wahl zu lassen, ob ihr Kommunikations- und Surfverhalten für Werbezwecke aufgezeichnet und analysiert wird oder nicht, hätte die ePrivacy-Verordnung eigentlich ergänzend zu ihrer großen Schwester, der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), ab dem 25. Mai gelten sollen. Doch nachdem die EU-Kommission im Januar 2017 einen Verordnungsvorschlag veröffentlicht hat und das Europäische Parlament (EP) sich im Oktober 2017 positioniert hat, ruht der Gesetzgebungsprozess momentan. Damit die finalen Trilog-Verhandlungen beginnen können, muss sich der Ministerrat der EU-Mitgliedstaaten (EU28) auf eine Position einigen.

Dass die Menschen in der EU besseren Schutz ihrer Kommunikationsdaten wollen, zeigen eine Konsultation und Umfragen der EU-Kommission. Doch es geht um ein Milliardengeschäft. Schon im vergangenen Jahr, kurz vor der Abstimmung im Parlament, hatte Corporate Europe über das intensive Lobbying berichtet. Der Druck ist seitdem sogar noch größer geworden. „99% der Lobby-Aktivitäten kommen von der Industrie“, zitiert CEO den Mitarbeiter einer Ständigen Vertretung eines Mitgliedstaates.

Auf Grundlage von Interviews mit Vertretern der EU28 analysiert Corporate Europe die Tätigkeit der Lobbygruppen von drei entscheidenden Industriezweigen: Werbeindustrie und Presseverleger, Datenkonzerne wie Google und Facebook und Telekommunikationsanbieter wie Telekom und Telefónica. Mit offenen Briefen am laufenden Band, einseitigen Auftragsstudien, Formulierungshilfen und Hinterzimmergesprächen. Ein Blick auf die letzten Texte der Ratspräsidentschaft zeigen, wie effektiv die aggressive Lobby-Schlacht der Industrie in den entscheidenden Punkten der ePrivacy-Reform tatsächlich ist. Aufgrund der enormen Verzögerung könnte das Vorhaben sogar gänzlich scheitern, denn in weniger als einem Jahr werden die Karten mit der Wahl des Parlaments neu gemischt.

Die Macht von Presseverlegern und Werbeindustrie

In der Lobby-Schlacht um die ePrivacy-Verordnung haben viele Mythen die Debatte vernebelt. Dazu haben Presseverleger und Werbeindustrie in gemeinsamer Sache maßgeblich beigetragen, laut CEO sind ihre Lobbygruppen mit Abstand am aktivsten. Auch geht aus dem Bericht hervor,

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