Lästige Beweise

05-04-19 09:03:00,

von James O’Neill

Am 7. April 2018 ereignete sich angeblich ein Chemiewaffenangriff in Duma, einer Stadt in der Arabischen Republik Syrien. Die westlichen Mainstream-Medien verbreiteten dramatische Aufnahmen der „Opfer“ — vor allem von Kindern mit Schaum vor dem Mund, die gerade mit Schläuchen abgespritzt wurden. Die Aufnahmen stammten fast ausschließlich von einer als „Weißhelme“ bekannten Gruppe, die von den gesamten westlichen Medien als eine Art Zivilschutz-Organisation dargestellt wird.

Tatsächlich ist sie aber ein Zweig des britischen MI6, der von den Briten trainiert und von Großbritannien sowie den USA finanziert wird. Der angebliche „Chemiewaffenangriff“ diente den US-amerikanischen, britischen und französischen Regierungen als Vorwand für einen Raketenangriff auf syrische Ziele. Die etwa einhundert abgefeuerten Raketen zerstörten Gebäude und töteten Zivilisten; viele verfehlten ihr Ziel — sie waren von der syrischen Luftabwehr entweder abgelenkt oder abgeschossen worden.

Auf einer Pressekonferenz am Sonntag nach den Angriffen stellte der damalige australische Premierminister Malcolm Turnbull eine Reihe unqualifizierter Behauptungen auf. Er sicherte dem Militäreinsatz die „starke“ Unterstützung seiner Regierung zu und drängte Russland dazu, seine Autorität geltend zu machen und sicherzustellen, dass die Chemiewaffen zerstört würden.

Auch sollte Russland mit seinem Einfluss gewährleisten, „dass der jüngste Chemiewaffenangriff gründlich untersucht wird.“ Er beschuldigte die Regierung Assad der Tat und beschrieb die Militäraktion der USA, Großbritanniens und Frankreichs als „gezielt, angemessen und verantwortlich“. Er versuchte sogar — um den Russen eins draufzugeben —, das Ereignis in Duma mit dem Fall Skripal in Salisbury, England, in Verbindung zu bringen.

Sowohl das Timing als auch der Versuch, diese beiden Ereignisse in einen Zusammenhang zu bringen, sind kein Zufall. Sie waren ganz deutlich Teil einer Kampagne, mit der man Russland diskreditieren wollte, weil dessen Eingreifen im syrischen Krieg zum entscheidenden Wendepunkt wurde — sehr zum Ärger der „Regime Changer“ in Washington und London.

Bezüglich des maßgeblichen Völkerrechts wie auch der Gegebenheiten gibt es — wie es ja heute fast ausnahmslos der Fall ist —, einen deutlichen Unterschied zwischen der politischen Rhetorik und der tatsächlichen Situation. Dies wurde im Fall Skripal überdeutlich, was ja anderweitig bereits sehr gut dokumentiert wurde — so zum Beispiel von www.theblogmire.com am 3. März 2019.

Wenden wir uns kurz dem rechtlichen Aspekt des Raketenbeschusses auf Syrien zu.

Es gibt kein „gezieltes,

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Russland hat Beweise: Terroristen bereiten Provokation in Syrien vor – Sacharowa

08-09-18 08:12:00,

Politik

11:34 07.09.2018(aktualisiert 14:35 07.09.2018) Zum Kurzlink

Russland verfügt über offensichtliche Beweise für eine C-Waffen-Provokation, die von Terroristen in Syrien vorbereitet wird. Das verkündete die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag.

Sacharowa erläuterte bei einem Briefing: „Wir haben sichtbare Beweise für die Vorbereitung eines chemischen Angriffs durch Terroristen. Darüber haben wir nicht nur gesprochen, sondern auch sachliches Material vorgelegt. Wenn die amerikanische Seite sachliches Material hat, das ihnen Sorgen macht, können sie es an uns schicken, zum Beispiel auf bilateralen Wegen.“

Neues zum Thema: Putin: Terroristen in Idlib bereiten C-Waffen-Provokationen vor

Am Vorabend hatte der US-Sondergesandte für Syrien, Jim Jeffrey, erklärt, Washington habe „viele Beweise“ dafür, dass die syrische Regierung einen C-Waffen-Einsatz vorbereite. Er sagte zudem, dass jegliche Militäroperation in Idlib eine „rücksichtslose Provokation“ sein würde.

Andere Sputnik-Artikel: Merkel unterstützt erstmals Russlands Vorgehen in Syrien — Medien

„Niemand hat den Kampf gegen Terroristen in Syrien abgesagt. Das ist die wichtigste Aufgabe“, betonte Sacharowa.

Die Provinz Idlib steht immer noch fast vollständig außer Kontrolle der syrischen Regierung. Dort befinden sich die Kämpfer der bewaffneten Opposition und laut Moskau und Damaskus einige Terrormilizen, die regelmäßig Stellungen der syrischen Armee angreifen.

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Am 25. August hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, erklärt, Terroristen von „Haiʾat Tahrir asch-Scham“ würden eine Provokation vorbereiten. Damit solle Damaskus des Einsatzes von Chemiewaffen gegen Zivilisten in der syrischen Provinz Idlib bezichtigt werden, was dann als Vorwand für einen Angriff der USA und ihrer Verbündeten auf Regierungsobjekte in Syrien dienen könnte.

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Giftgasangriff in Syrien: Die Beweise, die gar keine Beweise sind – Oder doch nur russische Gegenpropaganda? | www.konjunktion.info

23-04-18 02:52:00,

Das offizielle Narrativ des Westens und seiner Erfüllungsgehilfen in den Redaktionsstuben zum illegalen Angriff auf Syrien lautet, dass Damaskus einen Chemiewaffenangriff gegen die eigene Bevölkerung durchgeführt habe. Inzwischen ist dieses Narrativ so gut wie “entzaubert” und als klassische Lüge enttarnt worden. Dies dürfte auch der Grund sein, warum wir so gut wie nichts mehr in unserer Hochleistungspresse dazu lesen.

In einem Video, das als Rechfertigung für den Raketenangriff herhalten musste, tauchte ein Junge auf, der als einer der Hauptdarsteller von “Hilfskräften” mit Wasser bespritzt wird, um das angebliche Giftgas abzuwaschen. Die “Hilfskräfte” sind dabei nicht eindeutig als Ärzte, Menschenrechtsaktivisten oder Weißhelme (White Helmets) zu erkennen. Aber letztgenannte sind gewöhnlich die Verbreiter solcher Videos, die sie dann an die Nachrichtenagenturen, wie Reuters, weiterleiten.

#خاص:: تنسيقية #دوما::عدسة مراسلنا توثق لحظات إسعاف المصابين بحالات الاختناق جراء القصف بالسلاح الكيماوي على مدينة دوما اليوم.٧/٤/٢٠١٨#دوما_الغوطة_الشرقية #الأسد_يقصف_دوما_بالكيماويرابط اليوتيوب:: https://youtu.be/IC6_Y1YXZn0

Gepostet von ‎تنسيقية مدينة دوما – الثورة السورية في ريف دمسق‎ am Samstag, 7. April 2018

Nun hat sich ein russisches Fernsehteam auf die Suche nach dem Jungen im Video in Douma gemacht und mit ihm und seiner Familie gesprochen. Laut des russischen TV-Senders VGTRK und des geführten Interviews mit ihm und seinen Eltern, sei er aufgefordert worden zum Krankenhaus zu gehen, wo ihn “Menschen ergriffen” und ihn mit “Wasser bespritzten”. Ob das Interview nur eine klassische Gegenpropaganda darstellt oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden. Jedoch ist es gerade Ziel von http://www.konjunktion.info auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen.

Das Video im Krankenhaus wurde seit 7. April in der westlichen Hochleistungspresse zigmal als Beweis angeführt, dass Assad seine eigene Bevölkerung in der Region Ost-Ghouta mit Giftgas angegriffen habe. Dass es sich dabei um reine Propaganda im Sinne des Westens handeln könnte, wurde seitens der Hochleistungspresse natürlich nicht mit einem “Warnhinweis” versehen. Auch, dass es vollkommen sinnlos ist, dass Assad, der im Begriff ist den vom Westen initiierten Krieg zu gewinnen,

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Beweise, bitte! | KenFM.de

21-03-18 06:49:00,

Eine nüchterne Analyse des Mordversuchs an Sergej und Yulia Skripal.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

von Andreas von Westphalen.

Nach dem Mordversuch an dem ehemaligen russischen Spion Sergej Srkipal und seiner Tochter Yulia sieht Großbritannien in Russland den Schuldigen. Außenminister Johnson klagt den russischen Präsidenten Wladimir Putin sogar persönlich an. Und die Medien? Statt aufzuklären werfen sie – ohne jeden Beleg für eine russische Schuld – die Frage auf, ob die Vorkommnisse nicht längst den NATO-Bündnisfall ausgelöst hätten. Rechtsstaatlichkeit sieht anders aus.

Bei dem Mordversuch am 4. März, bei dem auch ein Polizist vergiftet wurde, kam angeblich das Nervengas Nowitschok zum Einsatz. Die britische Regierung geht davon aus, dass Russland „höchstwahrscheinlich schuldig sei“ und stellte Russland ein Ultimatum, sich zu erklären. Nachdem Russland das Ultimatum verstreichen ließ, wies die britische Regierung 23 russische Diplomaten aus. Russland antwortete mit der Ausweisung 23 britischer Diplomaten.

Die diplomatischen Drohungen waren damit jedoch noch lange nicht beendet. Am 15. März gaben Deutschland, Frankreich und die USA eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie Großbritannien unterstützen und deren Verdächtigung teilen. Der britische Außenminister Boris Johnson, der nicht unbedingt für seinen diplomatischen Ton bekannt ist, geht sogar noch einen Schritt weiter und spricht öffentlich von einer direkten Schuld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei „äußerst wahrscheinlich, dass es seine Entscheidung war“(1).

Keine Frage, die Lage ist derzeit sehr angespannt und es ist gewiss nicht die schlimmste zu erwartende Konsequenz, wenn Boris Johnson seiner Mannschaft nicht bei der Fußball-WM im Stadion zujubelt. Seriöse Medien wie Die Zeit und die Tagesschau fragen sogar, ob der Einsatz von Chemischen Waffen auf dem Gebiet der NATO nicht den Bündnisfall auslösen wurde — wobei diese Frage auf der Webseite der Tagesschau inzwischen gelöscht wurde(2).

Harte Anschuldigungen bedürfen harter Beweise

Der Ton der Anschuldigungen ist hart.

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