Scheinheilige Bitte von Big Plastic um US-Subventionen

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23-05-20 07:35:00,

Daniela Gschweng / 23. Mai 2020 –

Plastikhersteller verlangen eine Milliarde Dollar vom US-Kongress, weil in der Coronakrise weniger Plastik gesammelt wird.

Globale Probleme verschwinden auch während einer Pandemie nicht. Die Frage ist, ob man Projekte deshalb vermehrt unterstützen soll. Ja, findet die US-Plastikindustrie und fragte Mitte April beim US-Kongress um Unterstützungsgelder in Höhe einer Milliarde Dollar zur Unterstützung von Recycling-Bemühungen an.

Der Recyclingumfang in den USA habe während der Krise merklich abgenommen. Die Konsumenten verlangten jedoch Produkte mit höherem Recyclinganteil, begründete der Zusammenschluss mehrerer Unternehmen und Interessenverbänden wie der Dow, des «American Chemistry Council» und der «Plastics Industry Association» seine Forderung.

Selbst «Beyond Plastics» reagierte verständnislos

Um «den Anforderungen dieser Krise gerecht zu werden, brauchen wir jetzt Investitionen», regte die «Recover Coalition» am 16. April in einem Brief an. Sie fordert die Parlamentsmitglieder auf, Corona-Unterstützungsgelder dafür bereitzustellen.

Im November 2019 wurden in einem Gesetzesentwurf namens «Recover Act» bereits 500 Millionen Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren als Unterstützungsleistung für die Recyclingindustrie festgelegt. Durch die Coronakrise würde sich diese Summe verdoppeln, argumentiert die «Recover Coalition».

Die Forderung mehrerer Hersteller und Verbände nach Steuergeldern mitten in einer tödlichen Pandemie sorgte stellenweise für Unmut, selbst bei Vertretern von Nichtregierungsorganisationen wie «Beyond Plastics», berichtet der «Intercept».

Kenia: Zuverdienst aus dem Müllberg

Die globale Plastikschwemme, die der US-Kongress mit dem «Recover Act» einzudämmen hofft, ist für manche Menschen gar nicht so schlecht. Für Rosemary Nyambura aus Nairobi zum Beispiel. Sie ist ein Beispiel dafür, was im globalen Recycling-System schiefläuft. Wie in vielen Schwellenländern gibt es in Kenia kein organisiertes Recyclingsystem. Informelle Strukturen sorgen trotzdem für Müllverwertung. Die elfjährige Rosemary begleitet am Wochenende ihre Tante Miriam beim Müllsammeln, um sich etwas dazuzuverdienen.

In Dandora befindet sich die grösste Müllkippe Ostafrikas. (CC)

In Dandora, einem Vorort der kenianischen Hauptstadt, der vor allem bekannt ist für seine riesige Mülldeponie, ist vieles noch etwas wert. Müllsammlerinnen und Müllsammler klauben Verwertbares aus den Müllbergen und verkaufen es an Müllhändler. Rosemary sammelt vor allem Plastikflaschen, etwas mehr Geld gibt es für Blechdosen, Karton ist weniger wert.

In den USA liegen hunderte Milliarden, in Nairobi gibt es einige Cents

Müllsammeln ist mühsam und gefährlich.

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Die Rechnung, bitte

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14-04-20 03:52:00,

Corona, Corona, Corona und nur eine Wahrheit. Etwa zeitgleich mit dem Ende der Grippesaison 2020 trat Herr Söder, ein Bierzeltredner aus Franken, am 20. März vor die Mikrofone und befahl den Bewohnern des Freistaats Bayern: „Bleiben sie zu Hause“. Drei Tage später folgte brav die gesamte Bundesrepublik und es kam sogar Applaus für diese klare Ansage auf. Mit glänzenden Augen und Stolz geht seither nicht nur das eine oder andere CSU-Mitglied davon aus, dass Söders Kanzlerschaft gesichert ist.

Schwäche im Umgang mit Zahlen hat in der Union indes eine gewisse Tradition — man denke an Horst Seehofer und sein Scheitern beim Vorlesen eines Millionenbetrags. Nun ist die Rede von Billionen. Eine Billion ist eine Million Millionen. Nicht nur Seehofer, sondern auch seine Partei- und Koalitionsfreunde dürften bei solchen Beträgen in der Sachdebatte fachlich überfordert sein. Raus sind sie aber deswegen nicht — im Gegenteil.

Diese erste Überlegung zunächst einmal zum Aufwärmen: Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ausgerechnet Markus Söder, der sein Mäntelchen in jeden Wind hängt, vorrangig die Bevölkerung beschützen will? Das hat die hohe Politik bis lange nach Aschermittwoch doch auch nicht gemacht, mit der Folge, dass Deutschland mit SARS-CoV-2 durchseucht wurde und daher gleich in die zweite Phase eines längst vorhandenen Pandemieplans einstieg.

Nein, Söders Kalkül haben Sie natürlich längst erkannt: Entschlossenes Handeln in Krisenzeiten wird vom Wahlvolk vermeintlich honoriert — auch wenn die Datenbasis nachweislich äußerst dünn war und noch ist. So wird die Entwicklung der Ansteckungszahlen von der Hofberichterstattung zum persönlichen, kurzfristigen Erfolg Söders umdeklariert. Nicht nur die Hörer des Bayerischen Rundfunks glauben daran mit einer gewissen Inbrunst, wenn sie täglich vor ihrem Empfänger das Gegenteil Kant’scher Aufklärung erfahren. Man darf mit Blick auf die Stimmung im Land tatsächlich gespannt sein, ob Söder damit Erfolg hat.

Nur wenige Stunden bevor in Deutschland die erste Ausgangssperre verhängt wurde, machte Christine Lagarde von der EZB klar, dass ziemlich viel Geld für Anleihekäufe gedruckt wird. Dann legte die deutsche Automobilindustrie die Bänder still und verliert seitdem demonstrativ Milliarden — alles wegen Corona. Das Detail am Rande: Die Milliardenverluste waren schon gesetzt. China war sowohl als Zulieferer als auch als wichtigster Absatzmarkt seit Januar 2020 „offline“.

Nun ist die deutsche Automobilindustrie,

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Bitte denken Sie an die Umwelt, bevor Sie eine E-Mail verschicken

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27-02-20 08:46:00,

Bild: Akela999/pixabay.com

Energiebedarf der Rechenzentren steigt, angeblich werden über 90 Prozent der erzeugten Daten nicht genutzt

Das Internet sei “eines der größten Probleme” bei den CO2-Emissionen, sagten Aktivisten von Friday for Future. “Ohne aktive politische Gestaltung wird der digitale Wandel den Ressourcen- und Energieverbrauch sowie die Schädigung von Umwelt und Klima weiter beschleunigen”, warnte der “Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen” (WGBU).

Zunächst schien es ja so, dass die Ressourcen besser geschont werden, wenn Bits statt Atomen verschoben werden. E-Commerce und Telearbeit galten als Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken. Und da gab es noch den großen Irrtum, dass die digitalen Daten sowieso immateriell seien, also irgendwie nicht von dieser schmutzigen Welt, was in den letzten Jahren mit dem Begriff der Cloud noch weiter suggeriert wurde, hinter dem sich die energiehungrigen und sehr materiellen Serverfarmen verbergen. Sie haben am weltweiten Stromverbrauch bereits einen Anteil von 2 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs, das könnten nach Schätzungen in Zukunft auch 8 bis 10 Prozent und mehr werden.

Paradox dabei ist, dass in den Rechenzentren die Verarbeitung und Speicherung der Daten weniger als die Hälfte des Stroms verbraucht, der Rest geht in Kühlung und der Sicherung der kontinuierlichen Stromversorgung durch Anbindung an verschiedene Leitungen und Generatoren. Wie viele Rechenzentren es weltweit gibt und wie viel Energie sie verbrauchen, ist eine Frage der Schätzung. Vielleicht 200 Milliarden Kilowattstunden (kWh) oder bis zu 500 Milliarden kWh. Es heißt, die Rechenzentren würden bereits so viele CO2-Emissionen ausstoßen, wie die globale Flugbranche.

Digitaler Müll

Klar ist jedenfalls, dass mit steigender Digitalisierung die Rechenzentren mehr werden und sich vergrößern, und dass ihr Energieverbrauch trotz Sparmaßnahmen und effizienterer Technik zunehmen wird. Es werden immer größere Datenmengen übertragen, etwa durch Streaming von hoch aufgelösten Videos, durch Push-Dienste, Cloud-Diensten, Video-Telefonie, Blockchain oder Nutzung der Sozialen Netzwerke (Online-Pornos oder die Verschmutzung der Atmosphäre).

Dazu kommt Künstliche Intelligenz, das Internet of Things, Industrie 4.0 und bald die autonomen Fahrzeuge. Und fast die Hälfte der Menschen sind noch gar nicht online. Die International Data Corp schätzte 2018, dass es weltweit 2018 33 Zettabytes (1 Zettabyte sind 1 Billion Gigabytes) an Daten gab, was sich bis 2025 auf 175 Zettabytes verfünffachen könnte.

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Bitte vormerken: Fragen an den Autor von „Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst“ am 29. 12. Kurz nach 9:00 Uhr

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28-12-19 09:21:00,

Der Hörfunk des Saarländischen Rundfunks bringt seit Jahren eine interessante Sendung zu neuen Büchern. „Fragen an den Autor“, im konkreten Fall an Albrecht Müller am Sonntag, den 29.12.2019 um 9:00 Uhr nach den Nachrichten. Die Sendung kann man auf der Welle des SR2 hören, auch überall auf der Welt per Streaming unter www.sr2.de. Hörer können sich beteiligen unter 0681 65100. Auch per WhatsApp als Text oder Sprachnachricht. Und unter [email protected].

Die Sendung wird in die „ARD AUDIOTHEK“ gestellt – eine relativ neue Smartphone- und Webanwendung der ARD, in der die „Premium-Inhalte“ der ARD zu finden sind. Damit findet die Sendung viel überregionale Resonanz.

Wenn Sie zum Gegenstand der Sendung, zum neuen Bestseller des Autors, etwas mehr wissen wollen, dann finden Sie hier das Cover, das Inhaltsverzeichnis und die Einführung als PDF.

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„Bitte sofort anschnallen“: Der globale Abschwung erreicht das Finanzsystem

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12-08-19 10:42:00,

Bayern, Schwangau: Eine dunkle Wolkenfront türmt sich hinter dem noch im Sonnenschein liegenden Forggensee an dessen Ufer ein Mann auf einem Steg sitzt. (Foto: dpa)

Bayern, Schwangau: Eine dunkle Wolkenfront türmt sich hinter dem noch im Sonnenschein liegenden Forggensee an dessen Ufer ein Mann auf einem Steg sitzt. (Foto: dpa)

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Bitte, Donald! Bleib! Polen wird demographisch überleben

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12-08-19 07:05:00,

Bitte, Donald! Bleib!

Polen wird demographisch überleben

Er will nach Hause gehen. Donald, der Fels in der internationalen Brandung. Und nicht allein. Er will sie mitnehmen, die 35.000 US-Soldaten aus den Standorten Stuttgart, Grafenwöhr und Ramstein. Er will uns allein lassen. Der brutalen Gewalt der Russen und wer uns sonst noch überfallen will, überlassen. Angst breitet sich aus im Land.

russenhass_uncle_sam_russophobie_propaganda_russiagate_kremlingate_russenfeindlichkeit_skripal_putin_russia_russophobia_kritisches_netzwerk_russland_feindbild_daemonisierung_rufmord.png Auch will Donald all die schönen Waffen mitnehmen. Nach Polen. Als ob die da sicher wären. Die Polen können alles brauchen. Auch die entzückenden 20 Atombomben vom Typ B-61, die noch in der beschaulichen Vulkaneifel lagern. Auch damit wollen die Polen ihre wehrtechnische Blöße bedecken. Jene Sicherheitslücke, die der Russe sofort ausnützen würde, wenn es gerade keiner sieht.

Klar ist, dass die polnische Armee auch jene deutschen Tornado-Kampfjets braucht, die im Rahmen der “nuklearen Teilhabe Deutschlands” die US-Atombomben laden würden, um sie dann über feindlichen Zielen abzuwerfen. Aber was sollten die vereinsamten Tornados nur anfangen, wenn Donald die Bomben nach Polen verlegt? Und alles nur, weil Deutschland bisher keine zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die NATO-Rüstung investiert, sondern nur rund 1,36 Prozent. Da kommt die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher zu der Erkenntnis:

“Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der NATO. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen.“

Und wenn einer zu Polen WIR sagen kann, dann natürlich die US-Botschafterin.

Die Ängste in Polen treiben die farbigsten Blüten: „Falls Russland die westlichen Länder angreift, dann kann die NATO Atomwaffen gegen sie benutzen“, erklärte General a.D. Waldemar Skrzypczak unlängst dem polnischen Webportal „Wirtualna Polska“. Und jeder weiß, dass Polen zur westlichen Wertegemeinschaft gehört. Da sind Atombomben immer bestens aufgehoben. Und während in anderen Ländern der Einsatz von Atombomben tiefe Sorgen auslösen mag, sieht der polnische General das eher kühl: Dass Polen zum nuklearen Schlachtfeld werden könnte wie seinerzeit während des Kalten Krieges befürchtet, sei zwar ein inakzeptables Szenario für Polen, „Aber wenn Krieg ausbricht, dann fragt niemand nach unserer Meinung. Und wir können nicht unsere geografische Position verändern.“

Und weil das Land weder seine geografische noch seine politische Position ändern will, hat Polen schon lange vorgesorgt. Schon früh hatte der damalige Generalleutnant Tadeusz Tuczapski eine „demografische Vorsichtsmaßnahme“ vorgeschlagen: Demnach sollten in einem Bunker ausgesuchte junge Frauen und Männer die Keimzelle für die Wiederauferstehung Polens nach einem Atomschlag bilden.

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Darf ich Euch bitte ein wenig bombardieren? – Trumps “Angebot” an den Iran | KenFM.de

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15-07-19 11:05:00,

von Rainer Rupp

Am 20. Juni hatte der Iran über seinem Hoheitsgebiet eine US-amerikanische Spionagedrohne abgeschossen (1). Dieser Abschuss enthielt zuallererst die Botschaft an Washington: Der Iran ist sich dessen bewusst, dass sich der US-Präsident mit seiner Iran-Politik selbst in eine Sackgasse manövriert hat. Der für Trump sehr peinliche Drohnenabschuss kam eine Woche nach dem Start seiner Kampagne für eine mögliche Wiederwahl.

Die zweite Botschaft darin war, dass der Iran nicht vom militärischen Aufmarsch der Amerikaner beeindruckt ist und sich für einen umfassenden Krieg vorbereitet sieht, unabhängig von den Konsequenzen.

US-Präsident Trump entschied, nicht gegen Iran militärisch zurückzuschlagen. Stattdessen wurde vom Weißen Haus eine herzerweichende Geschichte verbreitet, wonach der angeblich bereits befohlene Raketenangriff gegen den Iran buchstäblich zehn Minuten vor dessen Ausführung von Trump gestoppt worden sei (2). Der angebliche Grund sei gewesen: Der US-Präsident wollte nicht das Leben von 150 iranischen Menschen gefährden, die andernfalls dabei höchstwahrscheinlich umgekommen wären. Und wenn eine Geschichte zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist sie in der Regel auch nicht wahr.

Tatsächlich haben sich seither Hinweise verdichtet, dass die ganze Story ein Fake war, um im Fahrwasser des iranischen Drohnenabschusses einen Gesichtsverlust des US-Präsidenten zu verhindern. Tatsächlich soll sich im Hintergrund eine auf den ersten Blick noch verrücktere Story abgespielt haben, die inzwischen jedoch von etlichen seriösen Quellen bestätigt wurde.

Tatsächlich habe Trump gar nicht ernsthaft daran gedacht, den Iran zu bombardieren. Mit den unübersehbaren schweren Folgen habe er nicht seine Präsidentschaft aufs Spiel setzen wollen. Vielmehr habe er doch tatsächlich – so sagen jetzt übereinstimmend unterschiedliche Quellen – bei der Regierung in Teheran um Einverständnis nachgesucht, einen symbolischen „Angriff“ gegen einen leeren Wüstenort auf iranischem Territorium durchführen zu können. Damit hätte er öffentlich sein Gesicht als US-Präsident und als „harter Kerl“, mit dem nicht zu spaßen ist, sowohl zu Hause als auch vor der Welt wahren können. Wie inzwischen bekannt wurde, hatte der Iran diesem Angebot nicht zugestimmt.

Eine der Depeschen des ehemaligen britischen Botschafters in den USA, Sir Kim Darroch, an das britische Außenamt in London, deren Inhalte Anfang dieser Woche an die Presse durchgestochen wurden,

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Zahlen, bitte (II): Alle Werbeausgaben der Parteien bei Facebook

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30-05-19 09:15:00,

Die EU-Wahlen sind vorbei und jetzt kann man sich endlich ein umfassendes Bild über die Werbeausgaben der Parteien bei Facebook und Instagram machen. Bereits vergangene Woche hatten wir erste Zahlen veröffentlicht, jedoch lohnt sich ein erneuter Blick, da die Parteien besonders in der Woche vor der Wahl noch einmal kräftig in Facebook-Werbung investiert haben.

Ganz vorne liegen die Grünen mit knapp einer halben Million Euro Werbeausgaben bei Facebook. Dicht folgen die alten Volksparteien CDU/CSU und SPD, während Linkspartei und AfD am wenigsten ausgegeben haben. Interessant ist auch: Besonders in der Woche vor der EU-Wahl wurde am meisten Geld ausgegeben. Sogar am Wahlsonntag investierten viele Parteien noch einmal in Werbung bei Facebook.

Das zeigt unsere Analyse des Facebook-Werbereports für den Zeitraum vom 27. April bis 26. Mai. Dafür haben wir die Bundesaccounts der Parteien, regionale Accounts, sowie die von einzelnen Politiker:innen zusammen gerechnet und den Parteien zugeordnet, um ein umfassendes Bild der Werbeausgaben zu erhalten.

Während vergangene Woche noch CDU/CSU und SPD bei den Gesamtausgaben für Werbung vorne lag, sind es nun die Grünen. Sie haben insgesamt 545.525 Euro, mehr als eine halbe Million Euro, ausgegeben – allein 208.259 Euro davon über den Bundesaccount. Dahinter liegen CDU/CSU mit 447.269 Euro Werbeausgaben bei Facebook. Mit 360.826 Euro haben sie jedoch am meisten über den Bundesaccount investiert.

In der Gesamtschau hat die SPD nun deutlich weniger Geld in die Hand genommen: Rechnet man alle Ausgaben zusammen, kommt man auf 329.567 Euro, davon entfielen 181.401 Euro auf den Bundesaccount. Die FDP gibt insgesamt 202.988 Euro aus, die Hälfte davon über den Bundesaccount (102.113 Euro).

Nach wie vor am wenigsten für Facebook-Werbung haben Linkspartei und AfD ausgegeben, auch wenn beide Parteien noch einmal ordentlich zugelegt haben. Die Linke investierte insgesamt 51.266 Euro, die AfD 32.376 Euro.

Die Woche vor der Wahl

Vergleicht man diese Zahlen mit den Zahlen der Vorwoche, wird vor allem eines deutlich: Besonders in den sieben Tagen vor der Wahl wurde noch einmal viel Geld in die Hand genommen, um in den sozialen Medien auf die eigenen Botschaften aufmerksam zu machen. Das war erwartbar und ist strategisch sinnvoll, kurz vor der Wahl noch einmal in die Vollen zu gehen.

Schaut man sich lediglich die Bundesaccounts der Parteien an,

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Atomkraft, ja bitte! Neuer Reaktor beseitigt strahlenden Müll

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12-05-19 10:26:00,

Bis zu 100 Prozent Verbrennung des radioaktiven Materials und keine Unfallgefahren wie in Tschernobyl und Fukushima. Das ist das Versprechen des deutschen „Dual-Fluid“-Reaktors. Statt der Brennstäbe kommt ein radioaktiver Flüssigbrennstoff zum Einsatz. Im Notfall fließt dieser einfach aus dem Kreislauf ab.

„Atomkraft? Nein, danke!“ Das denken sich viele angesichts der Unfälle in Tschernobyl und Fukushima oder angesichts des Problems der Endlagerung radioaktiver Stoffe für Jahrtausende. Doch was wäre, wenn es gar nicht zur Kernschmelze mit ihren fatalen Folgen kommen kann und ein Reaktor keine langlebigen strahlenden Abfälle produziert? Genau in diese Richtung geht eine Entwicklung namens „Dual Fluid Reactor“ (DFR) vom Berliner Institut für Festkörper-PhysikKernphysik.

Andere Sputnik-Artikel: Österreich gegen Ausbau von slowakischem Atomkraftwerk MochovceAndere Sputnik-Artikel: Tschernobyl: Die ersten Stunden und Tage nach der Katastrophe

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Wegmachen, bitte!

wegmachen-bitte

19-01-19 10:06:00,

Die SPD ist tot. Fast tot zumindest, könnte man meinen, wenn man sich die Umfragewerte der Partei ansieht, die manch sozialdemokratisches Urgestein noch immer — hinter vorgehaltener Hand oder vielleicht auch nur so im Spaß — als „Volkspartei“ bezeichnet. 15 Prozent laut aktueller Forsa-Umfrage (1) erntet sie dafür, dass sie in den letzten beiden Jahrzehnten fest im Zement des neoliberalen Blocks verwachsen ist. Der einzige Strohhalm, an den sie sich wie ein Ertrinkender noch zu klammern scheint, ist die öffentliche Aufmerksamkeit. Wenigstens diese pflegt sie; wie auch kurz vor Weihnachten, als die SPD-Jugendorganisation forderte, Abtreibungen bis zum 9. Monat der Schwangerschaft zu legalisieren.

Mit der geforderten ersatzlosen Streichung der Paragrafen 218 und 219 im Strafgesetzbuch würde nicht nur die Werbung für Schwangerschaftsabbrüche legalisiert, sondern auch die Abtreibung über die Dauer der gesamten Schwangerschaft. Das bedeutet: Bis zum Tag vor der Geburt. Angenommen wurde dieser Beschluss mit großer Mehrheit auf dem Bundeskongress der Jusos Anfang Dezember in Düsseldorf. Insbesondere anhand der Worte der jungen Delegierten Sabrina Simmons wird klar, dass unter dem Deckmantel der Frauenrechte zumindest bei einigen Jusos eine tiefe Verachtung für ungeborenes Leben steckt:

„Wir müssen für etwas einstehen, für die Lebenden, für die Frauen und nicht für irgendwelche Ungeborenen“ (2).

Für sie scheint es eine Selbstverständlichkeit zu sein, ungeborenes Leben nicht zu den Lebenden zu zählen. Die Bezeichnung „irgendwelche Ungeborenen“ zeigt, was für ein entfremdetes Verhältnis man zu einem vollständig entwickelten Fötus haben kann. Eigentlich könnte man meinen, dass es sich bei Abtreibungen in einem so fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft um eine wenig abstrakte Angelegenheit handelt — deutlich weniger abstrakt als beispielsweise der Krieg in Syrien, dessen Ausmaße man sich hier im sicheren Westen nur schwer vorstellen kann.

Doch sonderlich viel Empathie scheinen die Jusos nicht zu haben, wenn sich die Mehrheit des Kongresses für die Angebote von Frau Simmons entschied, deren Rede nebenbei auch noch eindeutig falsche „Tatsachen“ enthielt. In Bezug auf ihre „irgendwelchen Ungeborenen“ führte sie aus: „ … die haben vorher einfach keine Rechte“. Nein, das stimmt so nicht. In Artikel 1, Absatz 1 Grundgesetz steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und nicht: Die Würde des geborenen Menschen ist unantastbar. Weiterhin führte das Verfassungsgericht aus, dass das ungeborene Leben als eigenständiges Rechtsgut unter dem Schutz der Verfassung steht (3).

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Bitte beteiligen Sie sich an der notwendigen Aufklärung über den Zustand unserer Medien. Das ist kriegsentscheidend, so könnte man ohne Übertreibung sagen. – www.NachDenkSeiten.de

Bitte beteiligen Sie sich an der notwendigen Aufklärung über den Zustand unserer Medien. Das ist kriegsentscheidend, so könnte man ohne Übertreibung sagen. – www.NachDenkSeiten.de

18-07-18 01:23:00,

18. Juli 2018 um 8:40 Uhr | Verantwortlich:

Bitte beteiligen Sie sich an der notwendigen Aufklärung über den Zustand unserer Medien. Das ist kriegsentscheidend, so könnte man ohne Übertreibung sagen.

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Aufbau Gegenöffentlichkeit, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache

Wir brauchen eine wache Öffentlichkeit jenseits der Medien. Denn unsere Medien treiben uns jetzt nahezu ausnahmslos in die Konfrontation zwischen Ost und West. Gestern haben die NachDenkSeiten in diesem Beitrag von Jens Berger belegt, wie unsachlich der Gipfel von Helsinki und damit die Gespräche zwischen dem russischen und dem US-amerikanischen Präsidenten kommentiert werden. Sachlich berichtet wird nicht. Es wird aggressiv kommentiert. Bitte geben Sie diesen aufklärenden Beitrag und auch diesen neuen Artikel per E-Mail oder gedruckt weiter an Ihre Freunde, Familien und Bekannten. Albrecht Müller.

Das ist wichtig. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen den Medien die Entscheidung darüber, was in unserem Land mehrheitlich gedacht wird und dann auch letztlich die Politik bestimmt, aus der Hand nehmen. Von diesem wünschenswerten Zustand sind wir weit entfernt. Noch glauben viel zu viele Menschen ihrer Bild-Zeitung, dem Spiegel, der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Welt, der Tagesschau und heute und Heutejournal vom ZDF, und auch den kommerziellen Sendern. Die wirklich gleichgeschaltete Berichterstattung und Kommentierung des Gipfels von Helsinki sollten wir als Beispiel und als Beleg dafür verwenden, um immer mehr Menschen davon zu überzeugen, dass unsere etablierten Medien auf dem falschen Weg sind, weg von Aufklärung, hin zur Dauermanipulation. Und das alles immer verbunden mit dem Anspruch, die aufklärenden, die Wahrheit verbreitenden Medien zu sein.

Dieser Anspruch wird zunehmend in Zweifel gezogen. Das ist unser Hoffnungsschimmer.

An wenigen Beispielen will ich zeigen, A. mit welchen Manipulationsmethoden auch jetzt wieder gearbeitet wird, und ich möchte B. auf das immer deutlicher werdende Grundproblem des Westens hinweisen: die Fremdbestimmung durch ein mafiaähnliches Geflecht von Geheimdiensten, Rüstungswirtschaft, Finanzwirtschaft und Medienkonzernen.

  1. Zu einigen der angewandten Methoden der Manipulation:
    1. Möglichst totale Gleichschaltung

      Beispielhaft: Der Aufmacher-Artikel in meiner Regionalzeitung von gestern mit dem Titel „Empörung in den USA über Trumps Bemerkungen bei Gipfel mit Putin“ war nahezu identisch mit dem,

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Beweise, bitte! | KenFM.de

Beweise, bitte! | KenFM.de

21-03-18 06:49:00,

Eine nüchterne Analyse des Mordversuchs an Sergej und Yulia Skripal.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

von Andreas von Westphalen.

Nach dem Mordversuch an dem ehemaligen russischen Spion Sergej Srkipal und seiner Tochter Yulia sieht Großbritannien in Russland den Schuldigen. Außenminister Johnson klagt den russischen Präsidenten Wladimir Putin sogar persönlich an. Und die Medien? Statt aufzuklären werfen sie – ohne jeden Beleg für eine russische Schuld – die Frage auf, ob die Vorkommnisse nicht längst den NATO-Bündnisfall ausgelöst hätten. Rechtsstaatlichkeit sieht anders aus.

Bei dem Mordversuch am 4. März, bei dem auch ein Polizist vergiftet wurde, kam angeblich das Nervengas Nowitschok zum Einsatz. Die britische Regierung geht davon aus, dass Russland „höchstwahrscheinlich schuldig sei“ und stellte Russland ein Ultimatum, sich zu erklären. Nachdem Russland das Ultimatum verstreichen ließ, wies die britische Regierung 23 russische Diplomaten aus. Russland antwortete mit der Ausweisung 23 britischer Diplomaten.

Die diplomatischen Drohungen waren damit jedoch noch lange nicht beendet. Am 15. März gaben Deutschland, Frankreich und die USA eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie Großbritannien unterstützen und deren Verdächtigung teilen. Der britische Außenminister Boris Johnson, der nicht unbedingt für seinen diplomatischen Ton bekannt ist, geht sogar noch einen Schritt weiter und spricht öffentlich von einer direkten Schuld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es sei „äußerst wahrscheinlich, dass es seine Entscheidung war“(1).

Keine Frage, die Lage ist derzeit sehr angespannt und es ist gewiss nicht die schlimmste zu erwartende Konsequenz, wenn Boris Johnson seiner Mannschaft nicht bei der Fußball-WM im Stadion zujubelt. Seriöse Medien wie Die Zeit und die Tagesschau fragen sogar, ob der Einsatz von Chemischen Waffen auf dem Gebiet der NATO nicht den Bündnisfall auslösen wurde — wobei diese Frage auf der Webseite der Tagesschau inzwischen gelöscht wurde(2).

Harte Anschuldigungen bedürfen harter Beweise

Der Ton der Anschuldigungen ist hart.

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