Die Blaupause für eine ökologische Wende ist längst geschrieben | KenFM.de

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08-08-19 05:07:00,

Ein Beitrag von Dirk C. Fleck.

Vor kurzem bekam ich über die Kontaktadresse meiner Website Post aus Neuseeland. Absender war Klaus Bosselmann, seit 1988 Professor für Umwelt und Völkerrecht an der Universität Auckland. Nun muss man wissen, dass Klaus Bosselmann einer meiner Heroes ist. Dies hat mit seinem Buch zu tun, das 1992 im Scherz Verlag erschien, im selben Jahr also, als mein erster Roman „Palmers Krieg“ veröffentlicht wurde, in dem ein Ökoterrorist einen gekaperten Supertanker vor das UN-Gebäude in New York steuert und mit der Sprengung droht, wenn nicht sämtliche Fernsehanstalten der USA für eine Woche ihr Programm einstellen, um CBS die Möglichkeit zu geben, das Publikum unter Anleitung von Wissenschaftlern und Umweltschutzgruppen über den wahren Zustand des Planeten aufzuklären.

Klaus Bosselmann schien damals von der gleichen Sorge gepeinigt wie ich. Allerdings sah er noch Auswege aus der Krise, die ich nicht mehr zu erkennen vermochte. Mit seinem Buch „Im Namen der Natur. Der Weg zum ökologischen Rechtsstaat“ lieferte er die Blaupause für einen radikalen, weil notwendigen, Umbau der globalen Zivilgesellschaft. Der Mensch, so Bosselmann, darf sich nicht mehr als das Maß aller Dinge begreifen, er muss lernen, sich als Teil der Natur zu sehen. Er muss ihren Eigenwert anerkennen und ihn zur Grundlage persönlichen und gesellschaftlichen Handelns machen.

Das Buch „Im Namen der Natur“ ist in vier Teile gegliedert.

Teil eins: Die neue Sicht der Wirklichkeit

Teil zwei: Das Ende des Industriesystems

Teil drei: Das System schlägt um

Teil vier: Die neue Ordnung

Im dritten Teil finden sich die Kapitel „Menschenrechte – Mitweltrechte“, „Abschied von der Anthropozentrik“, „Die veränderte Einstellung zur Natur“. Ein Kapitel im vierten Teil fasst dann die ganze Botschaft des Autors zusammen: „Eine Politik für die Erde“.

In seinem Schlusswort schreibt Klaus Bosselmann: „Auch die neue Ordnung ist kaum mehr als eine Metapher für eine Überlebensstrategie, deren Inhalte wir erst mühsam erarbeiten müssen. Und doch gibt es eine einfache Antwort auf die Frage, was wir zu tun haben: Wr müssen in unserem Alltag, und wo immer einzelne Verantwortung tragen, eine zusätzliche Verantwortung akzeptieren. Wenn Eltern im Namen ihrer Kinder handeln, Ärzte im Namen ihrer Patienten,

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Blaupause: Immer mehr Schweden lassen sich mikrochippen | www.konjunktion.info

Blaupause: Immer mehr Schweden lassen sich mikrochippen | www.konjunktion.info

23-10-18 10:03:00,

Der Mensch hat es gerne gemütlich. Einfach. Strukturiert. Mit wenig Schweiß und Arbeit verbunden. Wohl niemand kann sich dem entziehen, lieber gemütlich in der Sonne zu liegen, das Leben zu genießen, statt Hektik, Stress zu haben und im Berufsalltag zu versinken.

Mikrochip - Bildquelle: www.shtfplan.comMikrochip - Bildquelle: www.shtfplan.com

Mikrochip – Bildquelle: www.shtfplan.com

Daher verwundert es nicht, dass Menschen bereit sind, sich aus Bequemlichkeit chippen zu lassen. So lassen sich immer mehr Schweden einen Mikrochip in den Handrücken einpflanzen, um “den Tag einfacher zu gestalten”, “die Dinge zu beschleunigen”. Mittels des Chips soll eine ganze Fülle an Dingen des täglichen Lebens vereinfacht werden: das Betreten der eigenen vier Wände, das Stempeln am Arbeitsplatz, der Zutritt im Fitnessstudio oder das Bezahlen an der Kasse. Der Mikrochip interagiert mit den digitalen Lesern und kann zudem dazu benutzt werden, medizinische Notfalldaten (Kontakte, Krankheiten, usw.) zu speichern; er dient als Einlasskarte für Musik- und der Ereignisse und man kann mit ihm einfach den nächsten Zug in Schweden betreten.

Nur wenige Forscher warnen vor den möglichen, negativen Folgen dieser Entwicklung, wenn sich immer mehr Menschen mikrochippen lassen. Ben Libberton, ein britischer Forscher, der in Südschweden lebt, ist unter diesen wenigen. Er startete jetzt eine Kampagne, um das schwedische Parlament und seine Abgeordneten für dieses Thema zu sensibilisieren:

Was jetzt passiert, ist relativ ungefährlich. Aber wenn es überall verwendet wird, wenn Sie jedes Mal etwas tun möchten, und anstatt eine Karte zu verwenden, setzen Sie Ihren Chip ein, können Sie sehr, sehr einfach die [persönlichen] Informationen verbreiten.

(What is happening now is relatively safe. But if it’s used everywhere, if every time you want to do something and instead of using a card you use your chip, it could be very, very easy to let go of [personal] information.)

Der ausgebildete Mikrobiologe Libberton, der derzeit in der Kommunikationsforschung arbeitet, sieht seine Hauptsorge darin, wie der Chip benutzt werden kann, um die ganz persönlichen Körperfunktions- und Gesundheitsdaten zu verteilen.

Da er in Ihrem Körper implantiert wird, wenn mehr gesundheitsbezogene Informationen verwendet und in den Chip integriert und übertragen werden, könnte dies eine zusätzliche Schicht an Privatsphäre schaffen, die wir wirklich betrachten und pflegen müssen, bevor es weiter verbreitet wird.

(Because it’s implanted in your body,

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Die Blaupause für den Polizeistaat

Die Blaupause für den Polizeistaat

02-07-18 05:21:00,

Foto: Thorsten Schröder/ CC BY 2.0

“Ohnmacht, Angst, Wut”: Der Hafengeburtstag in der Gesellschaft der Hilfspolizisten – eine Bilanz des G20

Vielleicht ist der HSV ja auch deswegen abgestiegen. Verdient, so wie die unfreie Hansestadt Hamburg noch ganz andere Strafgerichte verdient hätte nach dem vollkommen und in jeder Hinsicht in den Elbsand gesetzten G20 vor einem Jahr.

Pünktlich zum ersten Geburtstag dieses “Hafengeburtstags” (Olaf Scholz, damals noch Erster Bürgermeister von Hamburg), hat die Polizei vor wenigen Tagen in Frankfurt und Offenbach vier Personen verhaftet. Pünktlich hat jetzt auch das “Komitee 17” eine sehr lesenswerte, insgesamt hervorragende Darstellung der Ereignisse aus Sicht des Protests veröffentlicht.

Das “Komitee 17” besteht nach eigenen Angaben “aus Zeugen, Aktivisten und Beobachtern, die sich für die Nachbesprechung des G20-Gipfels in Hamburg gesammelt haben, Frauen und Männer mit dem Bedürfnis, dieses Großereignis, seine Voraussetzungen und seine Konsequenzen in Worte zu fassen.”

Was dabei herauskommt, ist nicht unbedingt überraschend, aber spannend und vor allem für all jene lesenswert, die die “Gewalt” von Protestseite ganz schrecklich finden und sich vor allem dafür sorgen, dass sie Anliegen des Protests verdrängen würde. Dass das Gegenteil der Fall ist, dass ohne die “Gewalt” sich heute niemand mehr erinnern würde, dass es überhaupt einen Protest gab, zeigt dieses Buch.

Die beispiellose Entleerung der Metropole

Ein Großteil ist der dichten Beschreibung der Vorgänge gewidmet. Das liest sich dann so:

Über 15.000 standen gegen die Strategie der Angst und entwerteten die Politik der Panik allein durch ihre Anwesenheit. Die lockere Vielfalt in der sie über die Nachmittagsstunden den Fischmarkt einnahmen, passte nicht zum Bild der schwarzen Gefahr. Sie wirkten wie die entspannten Besucher eines Open-Air-Festivals… Sicherlich haben all die, die an diesem sonnigen Nachmittag an die Elbe kamen ganz unterschiedliche Motiven im Konkreten oder im Allgemeinen, aktuell oder längerfristig, gegenüber der Polizei oder dem dämonisierten Block, aber eines verband sie alle: Sie ließen sich nicht sagen, was richtig und legitim oder falsch und illegal sei, widersprachen dem Spiel von Gut und Böse.

G20.Verkehrsprobleme in einer Geisterstadt

Oder so:

Vom Elbufer auf der ganzen Breite des Zentrums bis hinaus über den Flughafen war das Stadtgebiet zur Sicherheitszone erklärt worden,

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