Die üblichen Lügen

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17-11-19 01:06:00,

Es geht darum, dem Gründer der syrischen Weißhelme nach seinem Ableben nun endgültig den Heiligenschein zu verleihen und zugleich die Geschichtsschreibung in die Wege zu leiten, dass Putin dessen Tod zu verantworten habe.

Drei Tage vor dessen Ableben noch habe das russische Außenministerium behauptet, Le Mesurier sei ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes gewesen, berichtet der Spiegel, was wohl heißen soll, dass damit die baldige Ermordung des Beschuldigten angekündigt worden war. Zu den wirklich schlimmen Verleumdungen seitens der russischen Propaganda zählt diese Behauptung freilich nicht. Immerhin zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Guardian, Le Mesurier habe zwar für einen britischen Nachrichtendienst im Kosovo gearbeitet, aber im Rahmen einer Friedensmission. Nun, im Widerspruch dazu steht die Behauptung des russischen Außenministeriums nicht gerade.

Es folgt dann im Spiegelartikel die Hymne auf die Lebensleistung des Verschiedenen. Er habe danach, also wohl nach Kosovo, „in den humanitären Sparten privater Sicherheitsfirmen“ gearbeitet. Das ist nun eine gewaltige Ansage. Ich nehme an, die wenigsten von uns wussten bisher, dass es in privaten Sicherheitsfirmen „humanitäre Sparten“ gibt. Bei Good Harbor Consulting findet man dergleichen jedenfalls nicht. Das ist gemäß Wikipedia eine namentlich genannte dieser ansonsten anonymen Sicherheitsfirmen. Good Harbor Consulting lobt in ihrer Internet-Selbstdarstellung ausführlich ihr Leistungsangebot unter dem Top-Thema „Cyber Security Risk Management“.

Unter den vielen Leistungen ist keine, die irgendetwas mit „Humanitarian Services“ zu tun haben könnte, und da die Firma alle diese Dienste mit 15 Mitarbeitern erbringt, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sich zwischen den Zeilen noch weitere ungenannte Angebote verstecken. Schwerpunkt von Good Harbor Consulting sind die Vereinigten Arabischen Emirate UAE und der Jemen. Diese Arbeit war also ein gutes Sprungbrett für Le Mesurier nach Syrien, aber wahrscheinlich eher für den Schwerpunkt Cyber-Kriegsführung als für den Zivilschutz.

Der Spiegel zitiert — wie alle berichtenden internationalen Medien — unter „Was ist bekannt über seinen Tod?“ die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Agency. Dass dort bereits die Überschrift lautet: „Le Mesurier thought of suicide before his death: Wife“ — dass er also gemäß seiner Ehefrau vor seinem Tod an Selbstmord dachte — findet dabei keine Erwähnung. Auch die sehr ausführliche Schilderung der Aussage der Ehefrau, der Schwedin Emma Hedvig Christina Winberg, die beginnt mit: „(…) told police officers on Monday that her husband had recently started to take psychiatric medications and told her 15 days before his death that he thought of killing himself“ — dass er also kürzlich mit psychiatrischer Medikation begonnen und ihr 15 Tage vor seinem Tod gesagt hatte,

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Iran verweist auf die üblichen Verdächtigen CIA und Mossad

Iran verweist auf die üblichen Verdächtigen CIA und Mossad

05-01-18 12:53:00,

Auch der Islamische Staat soll beteiligt sein, CIA-Mann Michael D’Andrea, seit Juni 2017 zuständig für verdeckte Operationen gegen den Iran, wird namentlich vom iranischen Staatsanwalt genannt

Nun hat der Iran die ausländischen Mächte beim Namen genannt, die man für die Proteste verantwortlich macht. Wenig verwunderlich ist es das Trio aus den USA, Israel und Saudi-Arabien. Der iranische Staatsanwalt Mohammad Djaafar Montazeri will, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldet, auch die Namen derer wissen, die die Fäden gezogen haben, nämlich Michael D’Andrea von der CIA und einen Offizier des israelischen Geheimdienstes Mossad. Saudi-Arabien habe die Verschwörungen finanziert.

Unwahrscheinlich ist nicht, dass die Geheimdienste der drei Länder Pläne ausgebrütet haben, den Iran zu destabilisieren oder auch einen Regime Cange anzuschieben. US-Präsident Trump fährt seit Beginn seiner Präsidentschaft einen offensiven Anti-Iran-Kurs und will das Atom-Abkommen aushebeln. Israel sieht im Iran seinen Hauptfeind, der zudem Assad unterstützt und im Libanon die Hisbollah aufrüstet, während Saudi-Arabien sich mit den USA und auch Israel zusammengetan hat, um zur führenden Regionalmacht zu werden.

Dass Michael D’Andrea hinter einem Plot stehen könnte, ist auch nicht abwegig. Die New York Times berichtete im vergangenen Juni, der CIA-Agent, der auch als “Schwarzer Prinz” oder “Ayatollah Mike” bekannt ist, habe eine neue Aufgabe erhalten. Zunächst soll er die Jagd nach Osama bin Laden und dann den Drohnenkrieg geleitet haben, den die CIA geführt hat. Selbst die NYT räumt ein, dass dabei nicht nur Tausende von islamistischen Militanten, sondern auch Hunderte von Zivilisten getötet wurden. Nun also soll er unter dem neuen CIA-Chef Pompeo die Iran-Operationen leiten. Genaueres weiß man nicht, aus was diese bestehen, er selbst soll undercover arbeiten.

Klar dürfte nur sein, dass, wie es die NYT ausdrückt, er auch gegenüber dem Iran eine härteres Vorgehen bei den verdeckten Operationen pflegen wird: “a more muscular approach to covert operations”. 2008 soll er zusammen mit dem Mossad etwa für die Ermordung des Terroristen Imad Mugniyeh durch eine Autobombe in Damaskus mit gewirkt haben (Tod eines Superterroristen).

Donald Trump hatte den Iran, bevor der Konflikt mit Nordkorea eskalierte, wo die beiden Staatsführer darum streiten, wer den größeren (Knopf) hat, als den primären Terrorstaat bezeichnet und ein Bündnis mit Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten gegen den Iran geschlossen.

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