Vom Experten zum Buhmann: „Transparency“ feuert Lungenarzt Wodarg wegen Corona-Thesen

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31-03-20 10:20:00,

Gesellschaft

08:00 31.03.2020(aktualisiert 11:57 31.03.2020)

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Der Pneumologe und SPD-Politiker Wolfgang Wodarg verbreitet Thesen zur Coronapandemie, die umstritten sind. Von vielen Medien wird er deswegen als „Verschwörungstheoretiker“ dargestellt. Die Organisation „Transparency International“ lässt nun die Funktionen ihres Vorstandsmitglieds „ruhen“.

Die Menschenrechtsorganisation „Transparency International Deutschland“ lässt Mitgliedschaft und Funktionen ihres Vorstandsmitgliedes Wolfgang Wodarg „ruhen“, wie die Organisation mitteilte. Grund dafür sind kritische Äußerungen des Mediziners und Ex-Bundestagsabgeordneten (SPD) zu den Maßnahmen der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Er ist langjähriges Mitglied der Menschenrechtsorganisation und Teil des Vorstands.

In eigener Sache: Der Vorstand von Transparency Deutschland hat heute beschlossen, die Vereinsmitgliedschaft von Wolfgang Wodarg gemäß § 6 der Satzung vorläufig ruhen zu lassen. https://t.co/74q9HJklJs

Wodarg gehört zu den schärfsten Kritikern der drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Viruskrankheit. Diese kritische Position sei sein „gutes Recht“ und von der Meinungsfreiheit gedeckt, heißt es in der offiziellen Erklärung von „Transparency“, die am Mittwoch veröffentlicht wurde:

„Auch heute weiß niemand definitiv, ob die ergriffenen Maßnahmen Erfolg versprechen, noch ob sie unvermeidlich waren.“

Doch es sei für die Organisation untragbar und problematisch, „wenn diese kritischen Thesen, die unter anderem eine aus der Pharmaindustrie und ihren Profitinteressen gesteuerte Kampagne unterstellen“, in radikalen Medien wie „KenFM“, „Rubikon“, „Geolitica“ oder in einem Interview mit der ehemaligen Fernsehmoderatorin Eva Herman verbreitet würden, heißt es in dem Schreiben des Vorstands. „Diese Medien, die regelmäßig mit Verschwörungstheorien, mit antidemokratischen sowie teils antisemitischen Vorurteilen arbeiten und einige davon personell der AfD nahestehen, sind so weit von den demokratischen Überzeugungen und Prinzipien unseres Vereins entfernt, dass sich jede Zusammenarbeit mit ihnen verbietet. Nicht zuletzt deshalb wurde Wolfgang Wodarg selbst von vielen seriösen Blättern wie dem Tagesspiegel, der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung den Verschwörungstheoretikern zugerechnet.“

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REUTERS / KAI PFAFFENBACH (SYMBOLFOTO)

Hinzukomme, dass Wodarg seine „Anschuldigungen – ‚die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und ihrer politischen Vertreter [werde] durch die angstmachenden Bilder ab[ge]lenkt und mit Unterstützung konform reagierender Medien getäuscht‘“ – nicht belege, so der stellvertretende Vorsitzende im Vorstand von „Transparancy“, Hartmut Bäumer. „Eine solche auf bloßen Vermutungen und Diffamierungen beruhende Argumentation“ widerspreche damit „eklatant“ den Grundprinzipien der Organisation: „Urteilen und Handeln mit gesicherten Informationen und professionellen Analysen“, heißt es in der Stellungnahme.

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Der britische Buhmann | Anti-Spiegel

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15-09-19 08:12:00,

Seit Jeremy Corbyn 2015 Chef der britischen Labour-Partei geworden ist, wird er mit so ziemlich allen Mitteln medial bekämpft. Was steckt dahinter?

Wenn wir etwas über Jeremy Corbyn lesen, dann ist es meistens etwas negatives. Immer wieder werden zum Beispiel Vorwürfe laut, unter ihm sei die Labour-Partei zu einem Hort für Antisemiten geworden. Ja, Corbyn selbst sei ein Antisemit. Einen schlimmeren Vorwurf kann es in der westlichen Welt gegen einen Politiker kaum geben.

Nachdem er 2015 Parteichef geworden ist und die Möglichkeit bestand, er könne die damals anstehenden Wahlen gewinnen, hat ein führender britischer General sogar offen über eine Art Putsch gegen einen Premierminister Corbny gesprochen:

„Die Armee würde einfach nicht dafür stehen. Der Generalstab würde es einem Premierminister nicht erlauben, die Sicherheit dieses Landes zu gefährden, und ich denke, die Menschen würden alle möglichen, fairen oder faulen Mittel einsetzen, um dies zu verhindern. Man kann nicht einem Außenseiter (im Original wird das Wort „Maverick“ benutzt, das man auf viele Arten übersetzen kann, Anm. d. Verf.) die Sicherheit eines Landes anvertrauen. Es würde Massenrücktritte auf allen Ebenen geben und Sie würden mit der sehr realen Aussicht auf ein Ereignis konfrontiert sein, das effektiv eine Meuterei wäre.“

Und im britischen Telegraph konnte man am Samstag lesen, dass die USA befürchten, ein Premierminister Corbyn würde Geheimdienstinformationen an Russland und den Iran weitergeben. Es wurde gefordert, ein von Corbyn regiertes Großbritannien aus dem Geheimdienstprogramm „Five Eyes“, einem Verbund der Geheimdienste der USA, Kanadas, Australiens, Neuseelands und Großbritanniens, auszuschließen. Sogar eine „Herabstufung“ des Nato-Status von Großbritannien wurde ins Spiel gebracht.

Warum diese massive Hysterie gegen Corbyn, an der nicht nur die gesamte westliche Presse, sondern auch Militär und Geheimdienste beteiligt sind?

Der Grund liegt in Corbyns politischen Positionen, denn er fordert Dinge, die nach dem im Westen herrschenden Verständnis des wirtschaftlichen Liberalismus und der Globalisierung Todsünden sind.

So kritisiert er die Privatisierungen, die es in Großbritannien seit Thatcher gegeben hat, weil sie zu schlechterer, aber dafür teurerer Versorgung der Menschen geführt haben und fordert die Verstaatlichung von Versorgungs- und Transportunternehmen. Außerdem will er hohe Einkommen höher besteuern und lehnt die Sparpolitik im sozialen Bereich ab.

In militärischen Fragen ist er ein Pazifist. Er ist gegen die britischen Atomwaffen,

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