Campact macht auf Regierung

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16-05-20 10:23:00,

„Wir alle haben auf soziale Kontakte und Mobilität verzichtet, sind zu Hause geblieben, wenn es ging – und wir halten weiterhin Abstand.“ So beginnt das Märchen, das Campact-Vorstand Felix Kolb seinen Kunden erzählt.

Er verschweigt, dass eine Vielzahl das Alles nur aus Angst vor Strafen tut: Jener Mischung aus Bußgeldern und sozialer Ächtung, die zum Beispiel jene trifft, die völlig unnütze Gesichtsmasken nicht tragen wollen.

„So waren die Krankenhäuser auf stark steigende Patientenzahlen vorbereitet“, geht das Märchen weiter. Kein Wort vom Kaputtsparen der Krankenhäuser im Rahmen der Privatisierungs-Kampagne im Gefolge der Agenda 20/10. Wer damals dabei war und davon heute nicht spricht, der schweigt, um dann die Regierungs-Schutzbehauptung von der guten Vorbereitung zu erzählen.

Weiter im Propaganda-Text: „Bei aller Kritik dürfen wir aber nicht vergessen, mit welcher Wucht die Pandemie uns überrannt hat.“ Kein Wort vom Bundestagsszenario vom 3. Januar 2013, in dem fast alles, was was wir seit Monaten erleben müssen, bereits vorgezeichnet war. Keine Frage danach, warum die Regierung nicht viel eher damit begonnen hatte, das Land vorzubereiten. Im Gegenteil: Campact schließt sich dem amtlichen Schweigekartell an.

Aber die Organisation unterschlägt auch, dass eine ganze Reihe von Fachleuten eine andere Auffassung hatte und hat als die Regierung. Den Spezialdemokraten bei Campact will nicht mal auffallen, dass wesentliche Teile des Grundgesetzes Stück um Stück abgebaut wurden, und es bisher nicht so aussieht, als würde das Gesetz in absehbarer Zeit wieder Geltung bekommen.

Und dann kommt auch noch die offene Lüge: „Zudem ist das Gewaltpotenzial in den Reihen der Protestierenden erschreckend groß: Polizei und Journalist*innen werden aus den Demonstrationen heraus angegriffen.“ Nicht mal die BILD schreibt so einen Dreck. Die Polizei war zumindest in Berlin ruppig bis brutal. Die Demonstranten haben sich nicht einmal gewehrt. Allerdings riefen sie bei den Verhaftungen „Schämt Euch!“. Zum Schämen werden die Leute von Campact wohl kaum noch in der Lage sein.

Nur so, in blinder Gefolgschaft zur Regierung und der Ausblendung der Wirklichkeit, kann Campact zu folgendem unbegründeten Schluß kommen: „Deswegen sind die Proteste, die in einigen Städten entstehen, auch so gefährlich.“ Keine Frage zur Beschädigung der Demokratie, keine Frage zu den Schäden, die den Familien durch Schulschließungen und einem drakonischen Spielplatz- und KiTa-Verbot zugefügt wurde. Stattdessen sonderbare Ablenkungs-Fragen: „Wie infektiös sind Kinder? Welche Rolle spielen Schulen, Restaurants oder Geschäfte?

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Campact feiert sich und Schwarz-Grün. Auf peinliche Weise.

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23-01-19 01:23:00,

Die NachDenkSeiten haben die Arbeit von Campact in den letzten Jahren gelegentlich kritisch begleitet. Viele unserer Leser haben die Kritik verstanden und nachvollziehen können, andere nicht. Letzteren empfehlen wir, den folgenden Vorgang anzusehen. Da klopft sich Campact auf die Schenkel, weil Forderungen von Campact zum Kampf gegen „Hate Speech“ in den Koalitionsvertrag von Schwarz-Grün in Hessen aufgenommen worden sind. Wir halten die Diffamierung von anderen Menschen im Netz für übel und durchaus auch für eine rechtlich zu bekämpfende Angelegenheit. Aber, so fragen wir, wo sind denn die Koalitionsvereinbarungen gegen die täglichen Lügen und Manipulationen in den etablierten Medien? Wo ist die Verurteilung der Kriegstreiberei der Bild-Zeitung zum Beispiel? Albrecht Müller.

  1. Hier zunächst die notwendigen Informationen über den Vorgang Campact und Schwarz-Grün:

    HATE SPEECH
    Hessen: Vertrag gegen Hass

    Wir sind drin – im hessischen Koalitionsvertrag. Kaum zu glauben: Die schwarz-grüne Regierung hat Hate Speech offiziell den Kampf angesagt. Mit der Vereidigung der neuen Landesregierung ist das jetzt amtlich. Und klar ist: Wir haben mit unserer Kampagne einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.

    Ein Zitat daraus:

    „Die schwarz-grüne Regierung hat Hate Speech mit einem konkreten Plan den Kampf angesagt. Mit der Vereidigung der neuen Landesregierung am heutigen Freitag ist es amtlich. Für Campact ist das etwas ganz Besonderes: eine Premiere. Zum ersten Mal haben wir es gemeinsam als Bürgerbewegung geschafft, ein Thema direkt in einem Koalitionsvertrag zu verankern.“

  2. Und hier ein paar Beispiele für den Hass, den Teile der etablierten Medien schüren – seit vielen Jahren:

    Hier wurde Hass auf Özil geschürt:

    Hier Hass auf die Alten und Rentner:

    Hier Hass auf die Griechen:

    Hass auf Ausländer:

    Und hier in diesem Beitrag der NachDenkSeiten wird eine Palette von aggressiver Meinungsmache zu Russland sichtbar:
    Rote Karte für unsere Medien in ihrem Match gegen Russland? Teil 3: Welches Russlandbild bleibt jetzt nach der WM?

  3. Campact wirbt für Schwarz-Grün

    Der wahrscheinlich bewusst eingeplante Nebeneffekt des Vorgangs bei Campact ist die Werbung für die Zusammenarbeit von Schwarz und Grün. Dass Campact nichts mit fortschrittlichen Parteien am Hut hat, war schon seit längerem zu beobachten.

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Nachtrag zu Campact und zum Aufruf, sich bei der Hessen Wahl für eine der größeren Parteien zu entscheiden – www.NachDenkSeiten.de

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30-10-18 08:11:00,

30. Oktober 2018 um 8:30 Uhr | Verantwortlich:

Nachtrag zu Campact und zum Aufruf, sich bei der Hessen-Wahl für eine der größeren Parteien zu entscheiden

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Soziale Bewegungen, Wahlen

Nur wenig wäre uns lieber als eine enge Zusammenarbeit von NachDenkSeiten mit einer kampagnenfähigen Einrichtung wie Campact. Aber wir glauben nicht an die Unabhängigkeit von Campact. Dieses mangelnde Vertrauen wurde mal wieder durch den Aufruf zur Wahl der CDU in Hessen bestätigt. Wie kann man so danebengreifen! – Am Freitagabend letzter Woche bin ich auf den Aufruf von Campact zur Hessen-Wahl aufmerksam gemacht worden. Den Leserbriefschreiber genauso wie mich irritierte, dass Campact hier zur Wahl der „größeren Parteien“, also auch der CDU aufgerufen hat. Wie der Leserbriefschreiber selbst habe ich das auch als gegen die Linkspartei gerichtet empfunden, nicht nur gegen die AfD. Am Samstag früh habe ich diesen Beitrag geschrieben. Darin ist sowohl mein Befremden über das unterschwellige Nein zur Linkspartei als auch über das offene Votum pro CDU ausgedrückt. Albrecht Müller.

Es kamen zu diesem Beitrag verschiedene Leserbriefe. Überraschend viele haben sich darüber beschwert, a. ich hätte Campact zu Unrecht vorgeworfen, gegen die Linkspartei votiert zu haben. Überraschend viele haben b., meine Kritik an dem Votum für die CDU, nicht aufgegriffen. – Das finde ich seltsam und ich überlege, wie es zu der gleichlautenden Interpretation kommen kann. Nun ja, der geschäftsführende Vorstand von Campact, Christoph Bautz, hat mir gestern eine Mail schicken lassen. Diese gebe ich am Ende dieses Beitrags wieder.

Zunächst einmal zu a., die NachDenkSeiten hätten zu Unrecht geschrieben, Campact habe sich als Gegner der Linkspartei geoutet. Dazu muss ich offenbar noch einmal zitieren, was am 27. Oktober auf den NachDenkSeiten zu lesen war:

„… Im konkreten Fall tritt die NGO (Campact, der Verfasser) für die Wahl der „größeren“ Parteien ein. Wörtlich (so Campact): „Wer in den nächsten Jahren keine laute, selbstbewusste AfD im hessischen Landtag sehen will, muss sich jetzt für eine der größeren Parteien entscheiden.“ Die Linkspartei zählt in Hessen nicht zu den „größeren Parteien“

So meine Feststellung. Will Campact ernsthaft behaupten, die Linkspartei zähle in Hessen zu den „größeren“ Parteien? Sie hat am Sonntag 6,5 % der Zweitstimmen erreicht,

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Campact lässt die Maske fallen, die NGO outet sich als Unterstützer von CDU, Grünen und SPD und als Gegner der Linkspartei – www.NachDenkSeiten.de

Campact lässt die Maske fallen, die NGO outet sich als Unterstützer von CDU, Grünen und SPD und als Gegner der Linkspartei – www.NachDenkSeiten.de

28-10-18 09:14:00,

27. Oktober 2018 um 12:47 Uhr | Verantwortlich:

Campact lässt die Maske fallen, die NGO outet sich als Unterstützer von CDU, Grünen und SPD und als Gegner der Linkspartei

Veröffentlicht in: Soziale Bewegungen, Strategien der Meinungsmache, Wahlen

Ein Leser der NachDenkSeiten schickte uns die im Anhang wiedergegebene Mail, offensichtlich eine Rundmail des geschäftsführenden Vorstands von Campact. Darin wird das Ziel ausgegeben, in Hessen durch Erhöhung der Wahlbeteiligung ein nur einstelliges Ergebnis für die AfD zu erreichen. Das kann man für sinnvoll halten. Aber im konkreten Fall tritt die NGO für die Wahl der „größeren“ Parteien ein. Wörtlich: „Wer in den nächsten Jahren keine laute, selbstbewusste AfD im hessischen Landtag sehen will, muss sich jetzt für eine der größeren Parteien entscheiden.“ Die Linkspartei zählt in Hessen nicht zu den „größeren Parteien“.

So sehen die beiden letzten Umfragen zur Hessenwahl aus:

Albrecht Müller

Größere Parteien sind mit 20-28 % die oben genannten drei Parteien. Dass Campact sich gegen die AfD wendet, ist deren gutes Recht. Dass sich die NGO für die Wahl von drei Parteien positiv und werbend einsetzt, die

  • mit der Agenda 2010 das Leben von sehr vielen Menschen beschädigt und ihre soziale Sicherheit zerstört haben,
  • und damit übrigens die rechtsradikale Partei gefördert haben,
  • die gerade mit den NATO Manövern in Norwegen wieder einmal belegen, dass sie auf das Militär als Mittel der Politik setzen und nichts tun, um die neue Konfrontation zwischen West und Ost in Europa abzubauen,
  • die gerade in Hessen nichts dazu getan haben, um den klimafeindlichen Luftverkehr einzudämmen und ihn stattdessen ausbauen wollen,
  • die in abwechselnden politischen Konstellationen die Leistungsfähigkeit der wichtigen Altersvorsorge, der gesetzlichen Rente, absichtlich ruiniert haben, um der Finanzwirtschaft neue Geschäftsfelder zu eröffnen,

ist nicht akzeptabel.

In der Empfehlung von Campact kommt zum Ausdruck und wird im Kern neu belebt, dass diese Organisation wie viele andere auch dafür da ist, die neoliberale und von militärischem Denken geprägte Mehrheitsmeinung zu unterstützen. Alles Linke muss bekämpft und ausgesondert werden. Das ist ein Grundzug der westlichen Propaganda der letzten 20 Jahre.

Die Empfehlung für die CDU ist besonders abstrus,

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