Flüchtlinge – Über die Lage in der Türkei, in Griechenland und auf dem Balkan | Anti-Spiegel

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19-11-19 04:26:00,

Die Situation der Flüchtlinge macht wieder Schlagzeilen. Wie ist die Situation in Griechenland, der Türkei und auf der Balkanroute in Richtung Deutschland?

Zur Türkei habe ich schon viel geschrieben, dem ist aktuell nichts hinzuzufügen: Schon im Juli hat die Türkei Merkels Flüchtlingsdeal offen in Frage gestellt und angedroht, die Grenze zu Griechenland nicht mehr so streng zu überwachen. Seit dem ist der Zahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei nach Griechenland gekommen sind, merklich angestiegen. Erst vor zehn Tagen habe ich ausführlich berichtet, dass die EU nichts dagegen tut, sondern im Gegenteil immer neuen Streit mit der Türkei sucht und dabei ganz offen das Risiko eingeht, dass die Türkei die über drei Millionen Flüchtlinge im Land selbst in Richtung Europa schickt.

Der deutsche Innenminister hat kürzlich offen gesagt, dass das, was da möglicherweise auf uns zukommt, wesentlich schlimmer werden könnte, als die Flüchtlingskrise von 2015.

Wie schlimm die Lage tatsächlich ist, weiß niemand so genau. Fakt ist, dass die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei über die Ägäis nach Griechenland kommen, so groß ist, wie seit 2016 nicht mehr. Am Dienstag, 19. November konnte man im Spiegel lesen, dass alleine am vorherigen Wochenende über 1.350 Flüchtlinge auf den griechischen Inseln angekommen seien.

Die Lager auf den Inseln, wo sie untergebracht werden, sind hoffnungslos überfüllt und so werden sie auch auf das Festland gebracht. In dem Spiegel-Artikel ist die Rede von weiteren 20.000, die aktuell auf das Festland gebracht werden sollen. Da sie nicht in Griechenland bleiben wollen, macht sich dann die Mehrzahl von dort aus auf den Weg nach Norden.

Es gibt jedoch eine Dunkelziffer, über deren Größe man nur spekulieren kann. Wer auf die Landkarte schaut, der stellt fest, dass es viel einfacher wäre, als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland zu kommen, wenn man den Landweg nimmt, anstatt mit Schlauchbooten über das offene Meer zu schippern. Jedoch gibt es über diesen Fluchtweg keine Zahlen. Da dürfte daran liegen, dass die Griechen ganz froh sind, wenn sie die Flüchtlinge nicht registrieren und versorgen müssen. Und die Flüchtlinge, die es über die Grenze schaffen, wollen ja auch weiter nach Norden. Also lässt man die, die es geschafft haben, wahrscheinlich einfach ziehen.

Aber die Griechen versuchen,

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EU vs. Türkei: Wie Erdgas und Flüchtlinge zusammenhängen | Anti-Spiegel

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09-11-19 09:16:00,

Die EU läuft offenbar politisch Amok, denn einerseits fordert sie von der Türkei, die über drei Millionen Flüchtlinge nicht in die EU zu lassen, die in der Türkei vegetieren, andererseits kommt die EU der Türkei aber bei keinem Thema entgegen.

Das Verhältnis der EU – oder sogar des ganzen Westens – zur Türkei ist miserabel. Die Liste der Streitpunkte ist lang. Die EU fordert demokratische Reformen von der Türkei, sie kritisiert (nicht zu Unrecht) das türkische Vorgehen in Syrien und die EU setzt ihre Verpflichtungen aus dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei nicht um. Hinzu kommt noch ein Streit um Gasvorkommen vor der Insel Zypern, auf die sowohl die EU, als auch die Türkei Ansprüche erheben.

Das Problem ist, dass die EU derzeit weit mehr auf die Türkei angewiesen ist, als umgekehrt. Wenn die Türkei es will, setzen sich morgen über drei Millionen Flüchtlinge in Richtung Europa in Bewegung. Gegen das, was dann passiert, war die Flüchtlingskrise von 2015 ein laues Lüftchen, denn damals waren es „nur“ etwas über eine Million Menschen, die von dort über die Balkanroute nach Deutschland marschiert sind.

Egal, wie sehr die Türkei in anderen Fragen auch von der EU abhängig sein mag, das größere Druckmittel hat momentan Ankara.

Nun müsste man meinen, dass das in der EU irgendjemand bedenkt, wenn man die eigene Politik plant. Die Türkei ist sowieso schon sauer auf die EU, weil sie ihre Verpflichtungen aus dem Flüchtlingsdeal nie eingehalten hat. In dem Deal hat sich die Türkei verpflichtet, ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge zu schließen. Die Türkei hat ihren Teil erfüllt, der Flüchtlingsstrom ist weitgehend versiegt. Im Gegenzug hat die EU der Türkei Milliarden versprochen, um die Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge zu decken und sie hat der Türkei Reiseerleichterungen, also die Abschaffung der Visapflicht für Türken, versprochen. Die EU hat aber die Visapflicht nie aufgehoben und noch nicht einmal die volle versprochene Summe bezahlt. Die EU ist auf ganzer Linie vertragsbrüchig.

Die Türkei hat schon im Sommer angedroht, sich nicht mehr so genau an den Deal halten zu wollen und seit dem lesen wir immer mal wieder etwas darüber, dass der Strom der Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland anwächst.

Eigentlich müsste man sich in einer solchen Situation in Brüssel Gedanken machen,

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Syrien: Mehr als 635.000 Flüchtlinge heimgekehrt

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19-09-19 10:35:00,

Politik

11:31 19.09.2019(aktualisiert 11:45 19.09.2019)

Zum Kurzlink

Vor Krieg und Gewalt ins Ausland geflohene Syrer kehren nun in ihre Heimat zurück. Nur an einem Tag sind nach Angaben des russischen Militärs 1300 Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten Jordanien und Libanon nach Hause gekommen. Demnach gibt es seit Russlands Militärintervention vor vier Jahren bereits mehr als 635.000 Heimkehrer.

Innerhalb der letzten 24 Stunden seien 948 Menschen, darunter 284 Frauen und 483 Kinder, durch den Grenzübergang Nassib aus Jordanien nach Syrien zurückgekehrt, teilte das 2015 eingerichtete russische Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien mit. 

Aus dem benachbarten Libanon seien in diesem Zeitraum 418 Flüchtlinge, darunter 125 Frauen und 213 Kinder, durch die Grenzübergänge Dschejdet-Jabus und Tell-Kallach zurück ins Land gelassen worden.

Syrische Regierungsarmee in der Provinz Idlib (Archivbild)

©
REUTERS / Omar Sanadiki

Rückkehrer gibt es demnach auch unter Binnenvertriebenen: 263 Menschen sollen an einem Tag in ihre Heimatorte zurückgekehrt sein. Seit September 2015 seien es gerade mal 1,3 Million gewesen. 

Erschwert wird die Heimkehr unter anderem durch Minen, die nach dem Rückzug von Terroristen und Rebellen in Wohngegenden übrig geblieben sind. Nach russischen Angaben haben die Minenräumer der syrischen Regierungsarmee allein seit dem gestrigen Mittwoch in den Provinzen Daraa und Damaskus 2,9 Hektar entmint und 29 explosive Überreste des Krieges unschädlich gemacht.

„Seit dem 30. September 2015 sind insgesamt 635.280 Menschen aus anderen Staaten nach Syrien zurückgekehrt, darunter 190.871 Frauen und 324.271 Kinder“, so das Versöhnungszentrum des russischen Militärs.

Nach seinen Informationen sind in Syrien insgesamt zwölf Grenzübergänge für heimkehrende Flüchtlinge eingerichtet, die rund um die Uhr offen sind.  

Laut UN-Angaben befinden sich immer noch mehr als 6,6 Millionen syrische Männer, Frauen und Kinder im Ausland. Die Flüchtlinge halten sich in 45 Ländern auf.

Die russische Luftwaffe hat am 30. September 2015 auf Bitte der Regierung in Damaskus erstmals Angriffe in Syrien geflogen. Mit dem Einsatz unterstützt Moskau die syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen Daesh*, die al-Nusra-Front und weitere Terrormilizen, die ab 2011 weite Teile des vorderasiatischen Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Seitdem konnte die syrische Regierung die Kontrolle über das Land weitgehend zurückgewinnen.

* Terrororganisation, in Russland verboten.

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Als Flüchtlinge getarnt: Russischer Geheimdienst warnt vor Extremistenzustrom in die EU

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24-04-19 04:41:00,

Bis zu 20.000 Extremisten sickern laut dem Vertreter der Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte (GRU), Generalmajor Sergej Kowaljow, jedes Jahr unter dem Deckmantel von Flüchtlingen in die EU ein.

„Nach unseren Angaben sickern in Europa jedes Jahr unter dem Deckmantel von Flüchtlingen bis zu 20.000 Extremisten ein“, sagte Kowaljow am Mittwoch auf der Moskauer Konferenz zur Internationalen Sicherheit (MKMB).

Ihm zufolge ist es selbst für Profis schwierig, potenzielle Terroristen schnell zu identifizieren. „Der Grund dafür ist, dass viele Einwanderer den Verlust von Ausweispapieren angeben“, so der Generalmajor.

Daraufhin würden einige dieser „Flüchtlinge“ in ihrem neuen Land Agitationstätigkeit aufnehmen und anfangen, Personen für Terroranschläge und solche anzuwerben, die bereit seien, den Islamisten mit Geld zu helfen.

Schule in Deutschland (Archivbild)

©
AP Photo / Nigel Treblin/ddp/dapd

Laut Kowaljow eignen die unter dem Deckmantel von Migranten nach Europa eingesickerten militanten Kämpfer sich schnell neue Methoden zur Vorbereitung von Terroranschlägen an, wobei sie die in den Konfliktherden gemachten Erfahrungen nutzen.

„Terroristen in Europa passen sich schnell an die Gegebenheiten an und erlernen aktiv neue Methoden zur Vorbereitung und Durchführung subversiver Aktivitäten. Um Anschläge begehen zu können, nutzen sie die in den Konfliktherden, darunter in Afrika, gemachten Erfahrungen“, konstatierte Kowaljow.

Andere Sputnik-Artikel: Russischer Geheimdienst ortet in Syrien neue 25.000-köpfige Terror-Armee

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Wir hassen Flüchtlinge!

Wir hassen Flüchtlinge!

04-07-18 06:24:00,

Satire-Quickie: Herr Striegelmann, wie geht es Ihnen?

Striegelmann: Danke, dass Sie gekommen sind. Können wir bitte meine Stimme technisch verzerren, ich möchte unerkannt bleiben?

Andreas Striegelmann schaut mir tief in die Augen. Ich kläre ihn auf:

Es ist nur ein Zeitungsinterview!

TROTZDEM! Ich möchte unerkannt bleiben.

Ich lächele intensiv in mich hinein und verspreche, die Stimme zu verzerren.

Mir gehören übrigens auch drei große Zeitungsverlage.

Striegelmann schmunzelt…

Damit wären wir auch schon bei der ersten Frage: Warum haben Sie dann gerade uns, den RUBIKON für dieses Interview ausgewählt?

Ich wollte mal einen echten Journalisten treffen.

Striegelmann lacht dreckig…

Im Vorgespräch vor ein paar Tagen haben Sie mir erzählt, dass Sie schlimm leiden?

Oh ja, jeden Abend in der Tagesschau dieselben Bilder…

Die Miene von Andreas Striegelmann verdüstert sich plötzlich…

Krebskranke, Kriegsopfer, arme Menschen.

Womit verdienen Sie ihr Geld?

Pharma, Rüstung, Kreditvergabe.

Dann sind Sie ja, ich versuche es vorsichtig zu formulieren, direkt daran beteiligt?

Wie meinen Sie das?

Krebskranke, Kriegsopfer, arme Menschen, Pharma, Rüstung, Kredite, …das sind doch Ihre Geldquellen…

Aber das wird von den meisten Menschen einfach völlig falsch verstanden.

Eine dicke Träne kullert Andreas Striegelmann aus dem rechten Auge. Er greift zu seinem Seidentaschentuch von Hermes.

Ich bringe den Menschen doch etwas GUTES!

Striegelmann schluchzt in sich hinein, bekommt sich dann aber wieder schnell in den Griff.

Gutes? Pardon, definieren Sie Gutes?

Striegelmann fährt sich mit einer arroganten Geste durch sein pomadiges Haar…

Ich ermögliche den Menschen Erfahrungen.

Krebs, Krieg, Armut, das nennen Sie Erfahrungen? Ist das nicht extrem zynisch?

Schauen Sie, Menschen geben für extreme Erfahrungen viel Geld aus. Jochen Schweizer hat damit ein Millionen Imperium aufgebaut. Ich liefere extreme Erfahrungen frei Haus. Gratis. Dafür verlange ich keinen Cent. Und trotzdem werde ich als Ausbeuter dargestellt, das finde ich extrem ungerecht. Da würde ich manchmal am liebsten einfach flüchten.

Gutes Stichwort, weil sehr aktuelles Thema: Auch Kriegs-Flüchtling zu sein,

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