CLASSICS! KenFM im Gespräch mit: Eugen Drewermann | KenFM.de

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15-08-20 08:49:00,

Hallo Michaela,

man schreibt auch folgendes zu:

Ahriman

Verblendung, Trägheit, Manipulation

Bin hier, bin da, bin überall. Blende dich mit meinem Licht. Verführe dich! Lege die Spur tiefer und dichter in die Welt der Materie. Komm und folge mir, denn ich kenne dich und trage dein Glück vor dir her. Richte deinen Blick nach außen, schaffe immer neuere Illusionen. Glänzender, größer, besser, schöner, schneller. Erzähle dir vom Glück, das du findest mit dem und mit jenem. Du brauchst sehr viel und das ist nicht genug! Ohne all das ist das Leben nichts. Folge mir! Schritt für Schritt, sanft und heimlich pflücke ich die Schichten deiner Seele, bis sie in meinem Licht erstrahlt. Dann gehörst du ganz mir und merkst es nicht. Wenn du mir folgst, so wird es eines Tages sein.

Hintergrund

Ahriman ist eine Bezeichnung aus der Anthroposophie. Damit wird eine Widersachermacht beschrieben, die in der Menschheitsgeschichte eine Rolle spielt. Sie hat seit dem Sünden-fall, sprich seit der Vertreibung aus dem Paradies, Macht über den Menschen erhalten. Sie gaukelt ihm vor, die Geisteswelt sei bedeutungslos.

Ahriman ist die Gestalt, die blendet, verführt und manipuliert. Seine Kraft wirkt in jedem Menschen, die sich in ihrem Leben treiben lassen, geführt von äußeren Anreizen. Sie entscheiden sich für nichts, lassen sich täuschen, folgen dem Strom der allgemeinen Meinung. Sie dümpeln im Zwielicht umher. Durch die Verblendung erhält diese Kraft ihre Macht über Menschen. Sie verhindert, daß er seine wahren Kräfte göttlicher Natur entwickelt. Er läßt sich blenden, vertraut der Illusion. Er hoft das Glück zu finden, wenn er noch dies und jenes besitzt. Er jagt jeder neuen Strömung im Außen hinterher, in der Hoffnung, dort das prickelnde Leben zu finden, das er sich tief in sich wünscht. Erfüllt sich der Wunsch, hat er das Neuste, das Beste, so genießt er eine kurze Zeit seine neue Er-rungenschaft. Doch bald sind Langeweile und Sinnlosigkeit wieder da. Dies sind die Gefühle, von denen Ahriman sich ernährt. Die Jagd im Außen geht weiter.

Der Mensch spielt sich Ahriman so Stück um Stück in die Hände, der nicht müde wird, hämisch grinsend neue Illusionen von „besser, schöner, noch besser, noch schöner“ im Außen zu erschaffen. Die geschieht auf allen Ebenen (materiell,

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CLASSICS! KenFM im Gespräch mit: Prof. Klaus Beier (“Kein Täter werden”, Charité Berlin) | KenFM.de

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02-08-20 08:40:00,

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„Todesstrafe für Kinderschänder!“ Diesen naiven Spruch findet man immer wieder auf Heckscheiben neben „Baby on board“-Stickern. Diese Forderung zeugt sowohl von Ohnmacht, als auch von Ahnungslosigkeit. Selbst mit der härtesten Form der Bestrafung, der Todesstrafe, kann man einen sexuell motivierten Triebtäter nicht abschrecken. Triebe lassen sich mit Logik nicht unterdrücken.

Wie aber kann man dann die Opfer von morgen schützen und Menschen, die auf Kinder oder Jugendliche gerichtete sexuellen Neigungen haben helfen, damit aus ihren Fantasien keine Taten werden?

Nur durch Prävention.

Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge sind 1% aller Männer pädophil. Diese Art der sexuellen Ausrichtung wird mit der Pubertät festgeschrieben und lässt sich weder durch Medikamente, noch Therapien verändern. Ergo: Wer die Opfer von morgen verhindern will, muss sich um die potentiellen und latenten Täter von heute kümmern.

Diese Erkenntnis wird seit über acht Jahren im Präventionsprogramm „Kein Täter werden“ umgesetzt. Seit 2005 bietet das „Präventionsprojekt Dunkelfeld“ (PPD) Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, therapeutische Hilfe. Kostenlos. Bundesweit. Sieben Standorte. Aber vor allem unter garantierter Schweigepflicht. Das ist weltweit einmalig und hat vor allem im Ausland zu entsprechender Aufmerksamkeit geführt. Zentrum des Netzwerkes ist das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité. Erklärtes Ziel der Berliner Initiative: Ein bundesweites, flächendeckendes therapeutisches Angebot zur Etablierung der Prävention sexueller Traumatisierungen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen.

Ken Jebsen sprach für KenFM mit Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier, Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin über die Therapiemöglichkeiten, Erfolge und Chancen des Projektes. Prof. Beier geht es um den gesellschaftlichen Diskurs.

Dieses Interview soll zugleich als Aufruf an Menschen mit pädophilen Neigungen verstanden werden − professionelle Hilfe ist möglich!

http://www.kein-taeter-werden.de

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CLASSICS! KenFM im Gespräch mit: Jean Ziegler (“Ändere die Welt”) | KenFM.de

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11-07-20 08:14:00,

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Exklusiv im Sommer: KenFM-Classics immer Samstagabend auf KenFM.de!

Jean Ziegler ist eine lebende Legende. Der Professor für Soziologie kann als der bekannteste deutschsprachige Globalisierungskritiker bezeichnet werden. Trotz seiner 81 Jahre strotzt der Mann nur so vor Optimismus. Sein Ziel bleibt es, den entfesselten Raubtierkapitalismus endlich in die Mülltonne der Geschichte zu schicken.

Ziegler hat sich in all den Jahren, auch als UN-Sonderbotschafter für das Recht auf Nahrung, nie mit der globalen Ungerechtigkeit des vorherrschenden Wirtschaftssystems abgefunden.

Er schrieb zahlreiche Bücher, in denen er Ross und Reiter benannte, und wurde dafür von Konzernen und Banken in den wirtschaftlichen Ruin geklagt. Doch Jean Ziegler gibt nie auf.

Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind, obwohl der Planet heute locker 12 Milliarden Menschen ernähren könnte. Ziegler nennt diesen Umstand Mord, doch er glaubt an die Empathie des Menschen.

Ziegler hatte große Lehrer. Er war mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir befreundet, arbeitete vorübergehend als Chauffeur von Che Guevara, erlebte den Freiheitskampf des Thomas Sankara, und hat sich von der Aufrichtigkeit dieser Idole anstecken lassen.

Wir trafen den Schweizer Menschenrechtsaktivisten an seiner Universität in Genf und erlebten einen Mann, dessen aktuelles Buch „Verändere die Welt – Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ als Kampfschrift gedacht ist.
http://www.randomhouse.de/Buch/Aendere-die-Welt-Warum-wir-die-kannibalische-Weltordnung-stuerzen-muessen/Jean-Ziegler/e475452.rhd

Ziegler zieht im Buch Bilanz, stellt die Frage: „Was soll ein Intellektueller?“, um die Antwort nachzureichen. Ein Intellektueller soll bewaffnen! Mit Argumenten, denen Taten folgen. Taten gegen Untaten.

Ziegler ruft im Gespräch mit KenFM mehr denn je zum Widerstand, zum zivilen Ungehorsam gegen ein Wirtschaftssystem auf, das für seinen Profit ohne Skrupel über Leichen geht.

„Besetzt Ramstein!“ und „Kommt nach München zum Anti-G7-Gipfel“ sind Botschaften, die wir aus Genf mitgenommen haben, um sie der Community, der „Genration @“, ans Herz zu legen.

Werdet Aktivisten. Übernehmt Verantwortung für die Ungerechtigkeit auf diesem Globus. Solidarität statt Konkurrenz!

Ändert die Welt. Heute!

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