Corona-Impfstoffentwicklung – zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie lieber erst gar nicht

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09-10-20 09:17:00,

Donald Trump will den ersten Impfstoff gegen Covid-19 bereits auf Biegen und Brechen vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November in den USA zulassen. In Europa ist man nur unwesentlich zurückhaltender und sieht immer noch die erste Jahreshälfte 2021 als Deadline. Das ist erstaunlich, sind die ohnehin bereits massiv verkürzten klinischen Studien der Impfstoffkandidaten, um die es hier geht, doch erst zwischen Oktober 2021 und März 2023 beendet. Möglich werden frühere Termine nur durch „Notfallzulassungen“, die jeglichen Gedanken an die Sicherheit der Impfprogramme ad absurdum führen. Und selbst wenn man sämtliche Risiken und Nebenwirkungen außer Acht lässt, wird die Impfung nicht das leisten, was man sich in der Öffentlichkeit von ihr vielleicht verspricht. Das Narrativ „Bald haben wir einen Impfstoff und dann kehrt das normale Leben zurück“ ist eine Lüge. Daher sollten wir endlich eine Debatte führen, wie wir mit Corona zur Normalität zurückfinden. Von Jens Berger.

Wer auf die baldige Verfügbarkeit eines auch nur halbwegs auf Sicherheit geprüften Impfstoffs spekuliert, sollte lieber keinen Blick auf die Übersichtsseite der aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten werfen, die von der WHO geführt wird. Dort sind zehn Impfstoffkandidaten zu finden, die bereits in der sogenannten dritten klinischen Testphase sind, also an einer größeren Zahl von Probanden geprüft werden, um im Idealfall auch seltene Risiken und Nebenwirkungen und Spätfolgen zu dokumentieren. Schaut man sich die Studiendesigns der zehn Kandidaten an, so stößt man unweigerlich auf folgende Zeitangaben, an denen die klinischen Daten aller Probanden vorliegen sollen und damit die dritte Testphase beendet werden kann:

  • AstraZeneca (Oxford, Großbritannien/Schweden): Oktober 2021
  • Biontech/Pfizer (Deutschland/USA): 11. Dezember 2022
  • CanSino (China): 30. Januar 2022
  • Gamaleya (Russland): 1. Mai 2021
  • Janssen (Johnson&Johnson, Belgien/USA): 10. März 2023
  • Moderna (USA): 27. Oktober 2022
  • Novoavax (USA): noch keine Angabe
  • Sinovac (China): Oktober 2021
  • Sinopharm (China, zwei Kandidaten): 15. Juli 2021

Überflüssig zu erwähnen, dass diese Daten nicht zu den von den Regierungen kommunizierten Terminen passen, an denen ein Impfstoff zur Verfügung stehen soll. Schaut man sich die Studieninformationen bei den nationalen Aufsichtsbehörden an, vertieft sich die Diskrepanz noch weiter. So sind beispielsweise ganze 237 der 243 von Johnson&Johnson genannten Studienstandorte in der Übersicht mit dem Vermerken „not yet recruting“ oder „withdrawn“ bezeichnet. An diesen Standorten hat man demnach heute noch gar nicht mit der Rekrutierung von Probanden begonnen oder die Studie wurde bereits wieder abgeblasen.

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