Corona-Krise: „Sars-Cov-2 weniger gefährlich“ – Schweizer Ärzte widersprechen Regierungsberatern

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27-07-20 05:33:00,

Der Infektiologe und Arzt Pietro Vernazza hat in der Schweiz eine Debatte über den Umgang mit dem Virus Sars-Cov-2 und die von ihm laut WHO ausgelöste Krankheit Covid-19 entfacht. Ärzte widersprechen regierungsberatenden Wissenschaftler und unterstützen Vernazza. Dessen Sicht wird von einem international anerkannten Immunologen bestätigt.

Das Virus Sars-Cov-2 „scheint weniger gefährlich als gemeinhin vermutet“, weshalb die Anti-Corona-Maßnahmen überprüft werden müssten. Das hatte Pietro Vernazza, Schweizer Infektiologe und Chefarzt am Spital St. Gallen, in einem Interview mit der „Sonntagszeitung“ vom 19. Juli erklärt. Er sprach sich darin gegen eine dauerhafte Maskenpflicht bis zu einer möglichen Massenimpfung aus. Zugleich empfahl er eine sogenannte Durchseuchung der Bevölkerng, bei der „die junge Bevölkerung nach und nach mit dem Virus in Kontakt kommt“. Nur ältere und gesundheitlich gefährdete Menschen sollten die Möglichkeit haben, sich besser zu schützen.

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REUTERS / Kai Pfaffenbach

Mit diesen Aussagen hat Vernazza eine breite Debatte in der Schweiz angestoßen. In der stellt sich nach einem Bericht der „Sonntagszeitung“ vom letzten Sonntag die Corona-Taskforce des Schweizer Bundesrates offen gegen den Arzt. Anfangs war laut dem Blatt Vernazza selbst als Mitglied des Gremiums im Gespräch, wurde aber nach seinen Worten ohne Begründung nicht einbezogen. Zugleich bekommt der Infektiologe aus St. Gallen breite Unterstützung von zahlreichen Schweizer Ärzten, wie die „Sonntagszeitung“ berichtet.

Die „Swiss National Covid-19 Science Task Force“ aus einer Reihe von Wissenschaftlern war am 31. März ins Leben gerufen worden, um die Schweizer Bundesbehörden zu unterstützen. Damit sollen die Maßnahmen, mit denen versucht wird, das Virus Sars-Cov-2 und die von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Krankheit Covid-19 einzudämmen, wissenschaftlich untermauert werden. Die Taskforce hat der Zeitung nach mit Strategiepapieren die Schweizer Anti-Corona-Politik „maßgeblich beeinflusst“ und zum Beispiel eine großangelegte Teststrategie und die Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr erreicht.

„Undemokratisch und unwissenschaftlich“

Das Gremium ist laut der „Sonntagszeitung“ über Vernazzas Vorschlag einer „kontrollierten und differenzierten Durchseuchung der Gesellschaft“ alarmiert. Die Wissenschaftler würden wachsenden Druck auf den Bundesrat befürchten, die Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens vollständig zurückzunehmen und auf Schutzmaßnahmen ganz zu verzichten. Letzteres hat der Infektiologe aber gar nicht gefordert.

Der Basler Infektiologe Manuel Battegay, Mitglied der Taskforce, habe die Vorschläge seines Fachkollegen aus St. Gallen als „undemokratisch“ bezeichnet. Sie würden nicht funktionieren und auf „wissenschaftlich falschen oder unbestätigten Annahmen“ gründen,

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EU-Rat zur Corona-Krise: Konsensmotto “alternativlos”

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20-07-20 07:58:00,

Bild: Jeyaratnam Caniceus/Pixabay License

Mühsam wird an einer Einigung zum milliardenschweren Wiederaufbau-Programm gebastelt; Fragen zur konkreten Umsetzung bleiben offen. Wo geht das Geld eigentlich hin?

Sie tagen noch immer. Es ist der längste EU-Ratsgipfel seit langem, eine erste Einigung zeichnet sich in der Frage ab, wie viel Geld des “Wiederaufbau-Programms” (Recovery Fond) als Zuschuss gewährt werden soll, also nicht zurückgezahlt werden muss: Von 390 Milliarden wird aus dem Kreis der 27 EU-Staatschefs berichtet. Die Verhandlungen, die dann zu einem spruchreifen Ergebnis führen sollen, werden heute um 16 Uhr fortgesetzt. Einstweilen geht die große Botschaft nach außen, dass der Gipfel, der “am Abgrund stand”, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht platzen wird.

Auf dieses Signal kommt es jetzt vor allem an, ist den zahllosen Berichten zum Ratsgipfel zu entnehmen. Es ist der typische Druck, der da aufgebaut wird, weil im Hintergrund erneut mit einer Alternativlosigkeit argumentiert wird. Stets geht es um die Überlebensfrage der EU. “Einigung muss sein.”

Neu ist in der Corona-Krise die Dimension. Der EU-Plan ist verbunden mit ganz großem Geld: 1,8 Billionen Euro, zusammengesetzt aus dem mehrjährigen Finanzrahmen (deutsch MFR, englisch MFF), also dem geplanten Budget von 2021-2027 in Höhe von 1.074 Milliarden, plus 750 Milliarden für das Wiederaufbauprogramm.

Der Chor von “Einheit und Vertrauen”

Im Hintergrund zu diesem Bühnenbild singt der Chor von “Einheit und Vertrauen” oder anderen dramatischen Großbegriffen (“Solidarität”), die in der EU auf dem Spiel stehen. Rückt man die großformatigen Plakate, die vor dem Abgrund platziert sind, auf die Seite, so steht der durchschnittlich informierte EU-Bürger wie z.B. der Autor dieser Zeilen nicht unbedingt vor einem Abgrund, sondern vor einer Wand von Fragen, wenn es um das Konkrete im Wiederaufbau-Programm geht, das wie Eric Bonse an anderer Stelle bemerkt, als “Meilenstein und Wendepunkt der EU-Geschichte” verkauft wird.

Bonse selbst stellt eine interessante Frage: “Aber darf man den Recovery Fond noch kritisieren?”. Das deutet bereits eine gewisse Verengung in der Auseinandersetzung an. Die Frage könnte man auch so paraphrasieren: “Wie viel Platz ist für Kritik an den entscheidenden Stellen?” Oder: “Was kann sie bewirken?”

Wo geht das Geld eigentlich hin, wer hat Einfluss darauf, wo das Geld hingeht?

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Corona-Krise: Gegen Panikmache und Maskenpflicht – Schweizer Immunologe fordert Entschuldigung

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19-07-20 06:06:00,

Ist die Maskenpflicht noch sinnvoll und hilfreich? War die Panikmache wegen des Virus Sars-Cov-2 berechtigt? Ist das Virus, das laut Weltgesundheitsorganisation WHO die Krankheit Covid-19 auslöst, wirklich neu? Der Schweizer Immunologe Beda Stadler hat sich zu diesen und weiteren Fragen geäußert und gängigen Antworten darauf widersprochen.

Deutliche Zweifel an den Anti-Corona-Maßnahmen in der Schweiz äußert mit Beda Stadler einer der renommierten Immunologen des Landes. „Warum wurde die Maskenpflicht zu einem Zeitpunkt eingeführt, als kein Anstieg an Corona-Fällen ersichtlich war?“, fragt er in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Wochenzeitung „Die Weltwoche“. Ebenso will er wissen, warum kurz vor den eingeführten Gratistests mehr getestet wurde, so dass der Eindruck eines Anstieges entstand. Und er fragt, warum den Medien nicht widersprochen wird, die aus jedem Corona-Fall eine „Ansteckung“ machen.

Der 70-Jährige war bis zu seiner Pensionierung 2014 Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern. Er forschte unter anderem zu künstlichen menschlichen Antikörpern und Impfstoffen. Stadler zweifelt nicht nur an der seit 9. Juli in der Schweiz wieder geltenden Maskenpflicht, sondern auch an der Test-Strategie der Schweizer Behörden. Die Verunsicherung sei groß, stellt er fest. Das könne „noch ewig so weitergehen. Falls man nämlich weiter so intensiv testet, wird es kaum je weniger positive Resultate geben.“

Der Immunologe betont: „Es gehört zwar zum Lehrbuchwissen, dass ein positiver Test nicht gleichbedeutend ist mit einer Ansteckung. Aber Wissen hilft nur, wenn man es auch nutzt.“ Er macht darauf aufmerksam, dass die meisten PCR-Tests zum Nachweis des Virus Sars-Cov-2 eine Fehlerquote von mehr als einem Prozent haben. Das habe unter anderem ein Ringversuch ergeben, an dem zahlreiche Labore beteiligt waren.

Maskentragen als Glaubensbekenntnis

Das hat laut Stadler konkrete Folgen: „Wir müssen demnach davon ausgehen, dass die Mehrzahl der sogenannten Corona-Fälle seit dem 24. Juni ‚falsch positiv‘ sind. Denn auf 158.075 Tests kamen 1461 positive Resultate – was ziemlich genau der Fehlerquote von einem Prozent entspricht.“ Statt die Ergebnisse zu überprüfen, habe der herbeigeredete Anstieg angeblicher Infektionen dazu geführt, „dass anscheinend über 70 Prozent der Bevölkerung eine Maskenpflicht im ÖV befürworten. Die frühere Maskenskepsis ist aus unerfindlichen Gründen verflogen“.

Stadler ist sich aber sicher, dass diese nüchterne Betrachtungsweise die Maskenpflicht nicht aushebeln kann.

„Die Gesichtsverhüllung ist längst eine Art Glaubensbekenntnis. Selbst die Ungläubigen werden weiterhin ihre Masken überziehen,

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Corona-Krise forciert Bargeldabschaffung – Kopp Report

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30-06-20 01:20:00,

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Die Corona-Pandemie und die von der Politik verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche haben den Apologeten der Bargeldabschaffung neuen Auftrieb verliehen. Denn seit dem Beginn der Krise nehmen immer mehr Konsumenten ihre Zahlungen elektronisch vor. Der wichtigste Grund für diese Entwicklung ist die starke Zunahme von Online-Bestellungen, was sowohl eine Folge des Lockdowns als auch der Furcht vieler Menschen ist, sich beim Einkauf vor Ort mit dem Virus anzustecken. Deshalb bestellt man lieber im Internet und lässt sich die Ware ins Haus liefern. Aber auch im stationären Handel kommen zunehmend elektronische Zahlungsmethoden wie EC-Karte, Kreditkarte und Handy-App zum Einsatz. Oftmals werden die Kunden sogar im Geschäft darum gebeten, an der Kasse bargeldlos zu bezahlen, um das Infektionsrisiko, das angeblich von Geldscheinen und Münzen ausgeht, zu vermeiden. Corona hat also in den letzten Wochen dazu beigetragen, dass Bargeld bei den Konsumenten spürbar an Beliebtheit verloren hat.

Diese Entwicklung spielt den Eliten in die Hände, die hinter den Kulissen bereits seit Jahren beharrlich daran arbeiten, Bargeld aus dem Wirtschaftskreis zu verbannen. Maßgebliche Akteure in Europa sind die Geschäftsbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Regierungen der Eurozonen-Länder, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven.

Die Geschäftsbanken leiden massiv unter der expansiven Geldpolitik der EZB und vor allem den Niedrigzinsen, die zu sinkenden Margen im Kreditgeschäft führen.

Gleichzeitig müssen die Banken für ihre überschüssige Liquidität, die sie bei der Zentralbank parken, einen negativen Einlagenzins von zurzeit 0,4 Prozent bezahlen, was den Kostendruck erhöht (diese Maßnahme soll die Banken dazu veranlassen, mehr Geld an andere Kreditinstitute bzw. Verbraucher und Unternehmen in Form von Krediten zu verleihen, was aber in der Praxis wegen der krisenbedingt hohen Risikoaversion nicht funktioniert), deshalb muss an anderer Stelle gespart werden.

Würde es kein Bargeld mehr geben, könnten die Banken auf teure Kassenautomaten, Bargeldabteilungen und Absicherungsgeschäfte verzichten, was ihre Kosten erheblich reduzierte.

Der vollständige Umstieg auf den elektronischen Zahlungsverkehr wäre auch für die EZB von Vorteil. Denn die Notenbank bereitet sich längst auf eine weitere Absenkung auch des Leitzinses (Zinssatz, zu dem die EZB Geld an die Geschäftsbanken verleiht) vor, um die Rezession zu bekämpfen. Die zeichnete sich bereits vor dem Beginn der Corona-Krise ab, ist aber durch den wochenlangen Lockdown der Wirtschaft erheblich verschärft worden. Negativzinsen auf Giro-, Tagesgeld- und Sparkonten hätten aber einen Bankenrun zur Folge.

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Corona-Krise in den USA: Arbeitsniederlegungen und Angst vor neuer Arbeitslosigkeit

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29-06-20 03:37:00,

Die “Back to Work”-Lockerungen stehen in der Kritik. Die Extra-Arbeitslosenhilfe läuft Ende Juli aus

Das Business muss wieder anlaufen, an diese Parole hängt sich nicht nur Donald Trump, das Ziel verfolgen auch Politiker der Demokraten. Aufgrund seines Amtes, seines Auftretens und der Präsidentschaftswahl im November steht Trump exponierter in der Kritik, die den jüngsten Anstieg der Infektionszahlen in den USA mit der “Back to work”-Kampagne erklären. “Die Fallzahlen steigen über das ganze Gebiet der USA verteilt”, so die New York Times, “einschließlich in den Staaten, die zu den ersten gehörten, die wieder aufgemacht haben.” Gemeint sind zum Beispiel Florida und Texas.

Am vergangenen Wochenende haben Arbeiter in zwei Werken von Fiat Chrysler in Detroit, Michigan, wo die Infektionszahlen ebenfalls steigen, die Produktion ausgesetzt. Als Grund werden Covid-19-Erkrankungen in der Belegschaft und mangelnde Schutzmaßnahmen für die Sicherheit der Arbeiter genannt. Drei Arbeitsschichten hintereinander lehnten es ab, die Produktion in der Fiat Chrysler Jefferson North Assembly Plant (JNAP), wo 5.000 Arbeitnehmer beschäftigt sind, weiterzuführen. Auch in einem anderen Fiat-Chrysler-Werk, der Sterling Heights Assembly Plant (SHAP) mit 7.300 Beschäftigten, wurde die Produktion am Samstag stillgelegt, nachdem Arbeiter von einem positiv getesteten Materiallieferanten, der Kontakt mit Produktionsarbeitern hatte, erfahren haben.

“Wir wissen nicht, wie lange diese Person schon arbeitete und die Krankheit verbreitete”, wird ein SHAP-Arbeiter von der World Socialist Web Site (WSWS) zitiert. Als Hintergrundinformation gegen vorschnelle Bewertungen dieser Aussage ist erwähnenswert, dass es in dem Werk bisher 5 Tote unter den Arbeitern im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gab, wie die sozialistische Webseite berichtet.

Auf WSWS wird ausführlicher über Produktionsstopps in den beiden Detroiter Autowerken (hier und hier berichtet; kleinere Meldungen gab es auch in der Lokalpresse (auch hier). Bei diesen kommt aber nicht oder kaum vor, was den Kapitalismuskritikern der sozialistischen Webseite sehr wohl auffällt: Dass sich die Fiat-Chrysler-Arbeiter auch gegen die Position der Gewerkschaft – United Auto Workers – für den Produktionsstopp entschieden haben Und: Dass es von vielen Seiten Interesse daran gibt, diese Vorfälle öffentlich möglichst auf kleiner Flamme zu halten und so wenig wie möglich darüber zu berichten.

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Corona-Krise und soziale Dreigliederung • Anthroblog

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28-06-20 09:25:00,

Zuletzt aktualisiert am 27. Juni 2020

Stefan Padberg über die Corona-Krise und soziale Dreigliederung, das Recht auf Leben, Hygiene, den Krieg gegen Viren und unsere Zukunftsaussichten.

»Ohne Sicherheit vermag der Mensch weder seine Kräfte auszubilden noch die Früchte derselben zu genießen; denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.«

Wilhelm von Humboldt, Ideen zu einem Versuch die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, […] (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. […]

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Art. 2

Im Licht der aktuellen Corona-Krise machen wir gerade die Erfahrung, dass das grundgesetzlich garantierte Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und das auf körperliche Unversehrtheit miteinander in Widerspruch geraten können. Die zuständigen Behörden müssen, wenn sie das Recht auf körperliche Unversehrtheit für die Bürgerinnen und Bürger sichern wollen, in das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit eingreifen, indem sie z.B. Quarantänemaßnahmen verhängen oder Distanzregeln festlegen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Das Recht auf Leben

Man könnte jetzt die Frage stellen, warum der Staat überhaupt das Leben seiner Bürgerinnen und Bürger schützen soll. Ist das nicht Privatsache? Kein Mensch wird sich doch freiwillig in Gefahr begeben. Wir müssen für so vieles mittlerweile gerade im Gesundheitsbereich eigenständig Vorsorge treffen. Das fängt bei der Wahl der Krankenversicherung und diverser Zusatzversicherungen an, geht über die Wahl der Therapie bzw. des Arztes oder Therapeuten und endet meist nicht mit der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht. Der Besuch einer Arztpraxis oder eines Krankenhauses gleicht heute oft einem Crashkurs in Juristik, wenn man Dutzende von Merkblättern und Formularen durchlesen und abzeichnen muss. Und alles nur, weil unsere Rechte als Patienten respektiert werden müssen.

Und jetzt das! In der Corona-Krise dürfen wir auf einmal nicht mehr selbst entscheiden, welche Risiken wir eingehen wollen und welche lieber nicht. Das ist für viele von uns eine völlig neue Erfahrung. Wir empfinden das schnell als verdammungswürdige Eingriffe in garantierte Grundrechte. Die Formulierungen in GG Art.

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Am Telefon zu “Die Corona-Krise ist eine Systemkrise”: Anselm Lenz | KenFM.de

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11-06-20 08:35:00,

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Anselm Lenz ist Kulturwissenschaftler und Publizist. Er ist zudem Gründer und Herausgeber der Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“. Im Zuge der Corona-Krise hat Lenz die Initiative „Nicht ohne uns“ ins Leben gerufen.

Auf dieser Grundlage fanden dann seit März 2020 am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin erstmals Kundgebungen für das Grundgesetz statt.

Die Verhinderung des Abbaus unserer Bürgerrechte und der Diskurs um den Status Quo unserer Demokratie stehen im Mittelpunkt dieser sogenannten „Hygiene-Demos“.

Anselm Lenz hat mit seiner Initiative Tausende von Menschen in ganz Deutschland angesteckt, sich auf die Straße zu bewegen und ihrem Protest gemäß unserer Grundrechte öffentlich Ausdruck zu verleihen.

Wie ist der Stand der Dinge heute? Wir sprechen mit Anselm Lenz.

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Veröffentlicht am: 11. Juni 2020

Anzahl Kommentare: 4 Kommentare

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Corona-Krise: Aufklärung statt Angstmache notwendig – Expertengruppe kritisiert Politik

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22-05-20 05:18:00,

Was haben die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise gebracht? Wie sicher sind die Daten, auf die sich die Regierenden und ihre Berater stützen? Welche Alternativen gibt es, um mit dem Virus Sars-Cov 2 und der von ihm ausgelösten Krankheit Covid-19 umzugehen? Antworten hat eine Gruppe von Gesundheitsexperten erneut gesucht.

Die Krankheit Covid-19, die laut Weltgesundheitsorganisation WHO vom Virus Sars-Cov 2 ausgelöst wird, stellt keinen Anlass dafür dar, „alle Regeln, alles Gemeinsame, alles Soziale in Frage zu stellen oder sogar außer Kraft zu setzen.“ Das schreiben sechs Gesundheitsexperten in einem neuen Thesenpapier zur Corona-Krise. Sie hatten sich bereits Anfang April dazu zu Wort gemeldet.

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REUTERS / MICHELE TANTUSSI

Covid 9 sei eine „typische Infektionskrankheit“, die „enorme Auswirkungen auf die Gesundheit“ wie auf das Gesundheitswesen und die sozialen Systeme habe. Aber sie erfordere bessere gesellschaftliche Antworten als nur den „mechanistischen Reflex zu ‚Kontaktsperren‘ und ‚sozialer Isolation‘“. Dazu sei auch eine bessere und genauere Datenlage ebenso wie eine bessere politische Strategie und Kommunikation notwendig.

Zu den Autoren des neuen Papiers gehören Matthias Schrappe von der Universität Köln, ehemaliger Vize-Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit, Hedwig François-Kettner, Pflegemanagerin und Beraterin, Franz Knieps aus Berlin, Jurist und Vorstand eines Krankenkassenverbands, Holger Pfaff von der Universität Köln, Zentrum für Versorgungsforschung, Klaus Püschel vom Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie Gerd Glaeske von der Universität Bremen, Ex-Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit.

Konstruktive Kritik

In 23 Thesen schlagen sie in ihrem 77-seitigen Papier eine andere Vorgehensweise von Politik und Behörden in der Corona-Krise vor. Zugleich machen sie deutlich, warum ein Kurswechsel notwendig ist und warnen wie andere Experten ebenfalls vor den Kollateralschäden des bisherigen Vorgehens. Das haben sie unter das Motto „Datenbasis verbessern – Prävention gezielt weiterentwickeln – Bürgerrechte wahren“ gestellt. Sie stützen sich dabei auf zahlreiche Untersuchungen und Studien.

Die Wissenschaftler vermissen weiterhin repräsentative Studien zur Ausbreitung von Virus und Krankheit. Diese könnten darüber Auskunft geben, wie stark die bundesdeutsche Bevölkerung tatsächlich betroffen ist. Ebenso müssten sogenannte Hochrisikogebiete genauer untersucht werden, nicht nur der Hotspot im Landkreis Heinsberg, sondern auch zunehmend betroffene Gesundheitseinrichtungen und Pflegeeinrichtungen.

„Der Anteil der positiven Testergebnisse fällt wohl ab, aber die Zahlenangaben sind widersprüchlich und verwirrend“, stellen die Experten unter anderem fest. „Zur Beurteilung der Sachlage ist ganz besonders die Zahl der asymptomatisch Infizierten notwendig,

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250 Expertenstimmen zur Corona-Krise | KenFM.de

250-expertenstimmen-zur-corona-krise-|-kenfm.de

20-05-20 01:34:00,

Von Jens Bernert.

In Deutschland und auf der ganzen Welt übt eine große Zahl von Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Experten Kritik am Umgang mit der Corona-Problematik durch Politik, Leitmedien und Aktivisten. Ihre Stimmen werden kaum gehört oder stark verzerrt wiedergegeben. Hier finden Sie eine Liste mit über 250 Expertenaussagen zur Krise um den Coronavirus und ihren Folgen.

Die 250 Expertenstimmen stehen auch als Inhalt einer PDF-Datei zur Verfügung. Diese darf gerne nach Belieben benutzt, heruntergeladen, hochgeladen, kopiert, verbreitet, veröffentlicht werden.

„Für so drastische Maßnahmen fehlen schlichtweg die Zahlen. Dass man Patienten mit Vorerkrankungen und ältere Menschen in Kranken- und Pflegeeinrichtungen besonders schützt, ist völlig in Ordnung und erforderlich. Grippe und Coronaviren, das ist bekannt, gefährden Ältere besonders. Das Herunterfahren vieler Betriebe, die Schließung von Schulen und Kindergärten und sogar Ausgangsbeschränkungen – für all das gibt es aber aus medizinischer Sicht keinen Grund. (…) Das ist keine Pandemie. Eine Pandemie ist für besonders viele Todesfälle verantwortlich. Die sehe ich nicht. Die Begrifflichkeit ist also nicht angebracht. Dann müssten wir auch bei der Grippe jedes Jahr so drastische Maßnahmen ergreifen.“

Professor Dr. Siegwart Bigl, Mediziner, Mitglied der sächsischen Impfkommission.

„Die große Mehrheit wird nicht daran sterben. (…) Viele Menschen, eine bedeutende Anzahl von Menschen, werden das Virus überhaupt nicht bekommen. (…) Von denjenigen die es bekommen, werden einige es nicht einmal bemerken. (…) Von denjenigen die Symptome bekommen, wird die große Mehrheit, wahrscheinlich 80%, eine milde oder moderate Krankheit haben. (…) Eine unglückliche Minderheit muss sich ins Krankenhaus begeben, doch die Mehrheit davon, wird ausschließlich Sauerstoff benötigen, und anschließend die Klinik wieder verlassen. (…) Und dann wird eine Minderheit auf der Intensivstation enden, und einige davon werden traurigerweise versterben. Doch das ist eine Minderheit. 1%, oder womöglich weniger als 1%. Und sogar in den höchsten Risikogruppen, sind dies deutlich weniger als 20%. Das heißt, die große Mehrheit der Menschen, sogar die aller höchsten Risikogruppen werden nicht sterben, wenn sie sich mit dem Virus infizieren.“

Professor Dr. Chris Whitty, Arzt und Epidemiologe, Chief Medical Officer für England, Chief Medical Adviser der britischen Regierung, Chief Scientific Adviser am Department of Health and Social Care und Leiter des National Institute for Health Research.

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Corona-Krise: Eine neue Initiative mit Prof. Bhakdi sucht Unterstützer und Mitglieder!

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14-05-20 07:19:00,

Zusammen mit Gleichgesinnten hat Prof. Sucharit Bhakdi eine neue Initiative http://www.mwgfd.de gegründet, die Sie als Unterstützer und ggf. auch Mitglied sucht.

Wir wollen ein dichtes Netzwerk über ganz Deutschland bilden, das sich jetzt in der sog. „Corona-Krise“, aber auch in Zukunft immer dann zu Wort meldet, wenn Gesundheit, Freiheit und Demokratie in Gefahr sind.

Es ist leider möglich, das die völlig sinnlose Impfung gegen Covid-19 uns bedroht. Unser Verein wird gegen derartigen und weiteren Unfug gegebenenfalls rasch und entschlossen vorgehen.
Besuchen Sie uns auf unserer Webseite unter http://www.mwgfd.de und machen Sie mit!

Herzlichsten Dank an Alle! Wir sind überwältigt von Ihrer Unterstützung! Unser Server ist aufgrund der hohen Zahl der Besuche unserer Webseite zeitweise überlastet, sodass Sie es ggf. zu einem späteren Zeitpunkt nochmal versuchen sollten, uns zu erreichen. Wir sind zuversichtlich, das Problem bald lösen können!

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Tagesdosis 4.5.2020 – Corona-Krise: Politik und Medien steuern um | KenFM.de

04-05-20 02:11:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Zwei Monate lang haben Politiker und Mainstream-Medien alles getan, um die Menschen davon zu überzeugen, dass es sich bei dem Virus Sars-CoV-2 um eine gesundheitliche Bedrohung von historischem Ausmaß handelt. Dabei haben sie sich auf Wissenschaftler gestützt, die die Öffentlichkeit mit apokalyptischen Zukunftsszenarien in Angst und Schrecken versetzt haben.  

Mit der Begründung, man wolle die Menschen vor den Folgen dieser Pandemie schützen, hat ein Bündnis aus Politik, Medien und Wissenschaft die gesamte Weltwirtschaft vorsätzlich zum Stillstand gebracht und damit den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems unvermeidlich gemacht.

Seit etwa einer Woche kann man beobachten, wie dieses Bündnis zerbricht, da sowohl Politiker als auch Medien sich immer stärker von der Wissenschaft distanzieren. In Deutschland zum Beispiel hat die Bildzeitung nach einem zweimonatigen Feldzug gegen sogenannte „Covid-19-Leugner“ einen 180-Grad-Kurswechsel vorgenommen, zweifelt inzwischen an den offiziellen Statistiken und lobt Schweden für seinen „Sonderweg“. Vorreiter unter den umschwenkenden deutschen Politikern ist Wolfgang Kubicki von der FDP, der unter anderem die Kompetenz des RKI infrage stellt.  

Auch im Ausland zeigt sich dieser Trend. In Italien wurden die offiziellen Todeszahlen vergangene Woche im Parlament als irreführend gebrandmarkt, in den USA berichten Donald Trumps Haussender Fox News und das Nachrichtenmagazin Newsweek seit einigen Tagen ausführlich über die zum Teil zweifelhaften Machenschaften der für den Lockdown mitverantwortlichen Mediziner.

Was steckt dahinter? Ist dieser plötzliche Gesinnungswechsel darauf zurückzuführen, dass Politiker und Medien einsehen, einen Fehler gemacht zu haben? Wohl kaum, denn sie haben von Anfang an keine öffentliche Diskussion zugelassen, sämtliche Gegenargumente rigoros unterdrückt und ernstzunehmende Kritiker öffentlich diffamiert und diskreditiert. Außerdem wussten sie genau, dass die ihnen ergebenen Wissenschaftler sich bereits in der Vergangenheit durch überzogene Prognosen disqualifiziert hatten. 

Der Gesinnungswechsel von Politik und Medien muss also einen anderen Grund haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er auf die öffentliche Meinung zurückzuführen, auf deren Wohlwollen beide ja angewiesen sind. Die ändert sich momentan nämlich ganz erheblich.

Immer mehr Menschen stören sich an dem Missverhältnis zwischen den angeordneten Maßnahmen und der tatsächlichen Gesundheitsgefährdung. Weder sind die Todeszahlen annähernd so hoch wie vorausgesagt,

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Corona-Krise: Existenzbedrohung für beinahe die Hälfte der weltweiten Arbeitnehmerschaft

corona-krise:-existenzbedrohung-fur-beinahe-die-halfte-der-weltweiten-arbeitnehmerschaft

30-04-20 09:05:00,

Symbolbild: Dominik Bednarz/unsplash

Die Internationale Arbeitsorganisation berichtet von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten für 1,6 Milliarden der weltweit im informellen Sektor Beschäftigten

Die Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen auf die Beschäftigungslage weltweit ist “verheerend”, stellt der nachkorrigierte Lagebericht der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) fest. Die Zahlen, die die UN-Sonderorganisation darin präsentiert, stehen für ein Elend, dessen böse Genauigkeit in der Wirklichkeit hinter den Zahlen- und Prozentangaben verschwindet.

Was der dramatische Einbruch des Wirtschaftslebens durch den Stopp infolge der Pandemie genau anrichtet, bleibt hinter dem Zahlentableau verborgen. Aber wenn die ILO schätzt, dass die “c.a. 1,6 Milliarden der insgesamt zwei Milliarden Beschäftigen der informellen Wirtschaft und 3,3 Milliarden der weltweiten Arbeitnehmer insgesamt” von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten betroffen sind, so markiert das eine Dimension, die erschreckend ist.

Der Satz, der auf die Falltür zeigt, insbesondere für Menschen, die im sogenannten informellen Sektor arbeiten (keine Anstellung und damit auch kein festes Einkommen, keine Krankenversicherung, kein Arbeitslosengeld, keine soziale Absicherung) folgt in der Pressemitteilung einen Absatz später:

Ohne alternative Einkommensquellen werden diese Menschen und ihre Familien keine Überlebensmöglichkeiten haben.

ILO

Das schließt sich an die Warnung an, die kürzlich vom UN World Food Programme kam (WFP warnt vor “Hunger-Pandemie”). Die informell Beschäftigten haben laut ILO im ersten Monat der Corona-Krise geschätzt weltweit 60 Prozent an Einkommen verloren.

Rückgang in Afrika um 81 Prozent

In Afrika und Amerika (womit Nord- und Südamerika gemeint ist) sollen die Einkommen der informell Beschäftigten sogar um 81 Prozent zurückgegangen sein. Für Europa und Zentralasien werden 70 Prozent in diesem Sektor angegeben. Für Asien und den Pazifikraum schauen die Zahlen besser aus. Dort gehen die Schätzungen von einem Rückgang der Einkommen der informell Beschäftigten von durchschnittlich von 21,6 Prozent aus.

Spätestens an dieser Stelle fragt man sich, woher die ILO ihre Zahlen nimmt, vor allem da Zahlen und statistische Modelle durch die Corona-Krise schärfer in den Blick geraten sind. In der Kurzfassung der Ergebnisse für die Presse deutet sich schon an, dass Datenmaterial zu Arbeitsstunden eine zentrale Berechnungsgrundlage ist.

Der Vergleich zur Zeit vor der Krise und “Echtzeitdaten”

Anhand der Arbeitsstunden wird das 4. Quartal 2019 – “vor der Krise”

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Corona-Krise: Ex-Polizist und -Bundestagsabgeordneter will Recht auf Widerstand nutzen

corona-krise:-ex-polizist-und-bundestagsabgeordneter-will-recht-auf-widerstand-nutzen

24-04-20 08:28:00,

In einem Offenen Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt mit Manfred Such ein ehemaliger Grünen-Bundestagsabgeordneter vor der Zerstörung der verfassungsmäßigen Ordnung. Die ist aus seiner Sicht in Folge der Anti-Corona-Maßnahmen in Gefahr. Such befürchtet, dass die Einschnitte in Grundrechte Bestand haben, und warnt vor den Folgen.

„Hiermit teilen wir Ihnen darum mit, dass wir uns gem. Art. 20 (4) formell im Widerstand befinden. Wir werden alles und jeden unterstützen, die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland wiederherzustellen.“ Das haben Berit und Manfred Such an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am Freitag in einem Offenen Brief mitgeteilt, der Sputniknews vorliegt. Die beiden befürchten, dass mit den Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern begonnen wurde, die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik zu beseitigen.

Wer sich da auf das Widerstandrecht im Grundgesetz beruft, ist nicht einfach ein Bundesbürger, der heute mit seiner Frau in Dänemark lebt: Such war Polizist und seit 1984 bei den Grünen. Er ordnete sich damals selbst dem grün-linken Spektrum zu. Für die Grünen war er von 1989 bis 1990 sowie von 1994 bis 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. 2002 wurde er Mitglied der damaligen PDS, bevor er sich später aus dem aktiven politischen Leben zurückzog.

Erinnerung an das Recht auf Widerstand

Such war auch Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums, dass die bundesdeutschen Geheimdienste kontrollieren soll. Deshalb habe er sein Schreiben auch an das Bundesamt für Verfassungsschutz übermittelt, wie er Steinmeier mitteilte.

Absatz 4 des Artikels 20 des Grundgesetzes lautet:

„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik wird in den drei Absätzen zuvor so beschrieben:

„(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.“

Such (Jahrgang 1942) und seine Frau schreiben in ihrem Offenen Brief, sie würden „mit großer Sorge“ die Entwicklung der Bundesrepublik in der Corona-Krise sehen, „insbesondere was die Gesetzgebung in Hinblick auf die verfassungsmäßige Ordnung betrifft.“ „Wesentliche Grund- und Menschenrechte“ seien durch die Maßnahmen der Politik aufgegeben worden.

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STANDPUNKTE • Corona-Krise und die notwendige Reform der öffentlich rechtlichen Medien | KenFM.de

standpunkte-•-corona-krise-und-die-notwendige-reform-der-offentlich-rechtlichen-medien-|-kenfm.de

23-04-20 08:34:00,

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Vor jeder politischen „Demokratisierung“ müssen die Informationsmedien reformiert werden

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Wer am 15. April die Verlautbarungen der deutschen Bundeskanzlerin verfolgte wird festgestellt haben, dass die Außerkraftsetzung der Bürgerrechte damit gerechtfertigt wurde, dass die Gefahr bestand, dass angesichts der Pandemie das deutsche Gesundheitssystem kollabieren könnte (5).

Keiner der bei den Pressekonferenzen anwesenden Journalisten wagte nachzufragen, warum das Gesundheitssystem denn so schlecht und unvorbereitet aufgestellt wäre, dass solche Maßnahmen notwendig waren, obwohl es doch schon seit 2013 bekannt war, dass eine solche Pandemie auftreten würde (2). Auch fragte niemand nach, warum es bis zum 14. April gedauert hatte, bis die Bundesregierung Erkenntnisse verbreitete, die in Asien schon lange bekannt sind, wie zum Beispiel die Nützlichkeit von Alltagsmasken im Öffentlichen Nahverkehr. Und ebenfalls fragte niemand, warum wir die Reproduktionszahl des Virus auf max. R=1 drücken musste, um den Shutdown zu lockern, wo doch diese Reproduktionszahl nach Angaben des Robert-Koch-Institutes schon zu Beginn der Außerkraftsetzung des Grundgesetzes erreicht war. Diese Art von Hofberichtserstattung wirft ein deutliches Licht auf die Rolle der „offiziellen“ Medien.

Dr. Wittkowski hatte in seinen Modellen, die auf vergangenen Epidemien basierten (3), nachgewiesen, dass Deutschland seinen Shutdown zu früh eingeleitet hatte, und dass dadurch ein Rebound äußerst wahrscheinlich wurde (4). Insgesamt würde zwar durch die extremen Maßnahmen eine „Überlastung des Gesundheitssystems“ verhindert werden, aber die Gesamtzahl der Opfer könnte insgesamt dann sogar noch höher ausfallen, als im Fall eines Eingreifens mit angemessenen Maßnahmen zu einem etwas späteren Zeitpunkt als in Deutschland gesehen. Aber das immer stärker privatisierte und profitarisierte Gesundheitssystem hatte weder ausreichende Vorräte, die man durch kluge Lagerhaltung (first-in – first out) durchaus hätte organisieren können, noch waren Pflegekapazitäten oder Betten vorhanden, um einem erwarteten Ansturm angemessen stand zu halten. Und so hatten die Politiker bei gleichzeitig eintretender, in den Medien erzeugter Panikstimmung keine andere Wahl, als ihre Fehler durch einen weiteren Fehler zu korrigieren. Und niemand in den Qualitätsmedien brachte es auf die Titelseite. Bei den öffentlich-rechtlichen, weil die politischen Parteien die Feder führen, bei den privaten, weil das auch die Privatisierung des Gesundheitswesens hätte kritisch beleuchten müssen.

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Corona-Krise: Die Johns-Hopkins-Universität und ihr Einfluss vor und während der Pandemie

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15-04-20 06:40:00,

Ist die vielzitierte Johns-Hopkins-Universität eine zuverlässige und unabhängige Quelle für die Zahlen in der Corona-Krise? Wie kommt sie zu ihrer führenden Stellung in der weltweiten Darstellung der Ereignisse? Wer steht hinter und neben ihr und finanziert sie? Antworten hat der Bankenkritiker Werner Rügemer gegeben.

Die US-amerikanische Privatuniversität Johns Hopkins University (JHU) in Baltimore (Maryland) ist zunehmend zur Datenquelle auch für bundesdeutsche Medien geworden, wenn es um die Ausbreitung des neuen Virus Sars-Cov 2 geht. Selbst für die Zahl der Infizierten sowie derjenigen, die an Covid-19 erkrankt sind, hierzulande wird die Universität als Quelle genommen. Covid-19 ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO die Krankheit, die das neue Virus auslöst.

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AFP 2020 / BUNDESWEHR / BJOERN HOSSFELD

So meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für den Montag für Deutschland 123.016 laborbestätigte Covid-Fälle an, darunter 2.799 Todesfälle „in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen“. Das Institut untersteht dem Bundesgesundheitsministerium und wird vom Tiermediziner Lothar Wieler geleitet. Die Johns-Hopkins-University meldete dagegen laut dem gebührenfinanzierte Deutschlandfunk bereits für Sonntag bereits 126.656 bestätigte Fälle und 2.961 Todesopfer.

„Die Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bilden seit mehreren Wochen einen der Grundpfeiler der deutschen Berichterstattung in der Pandemie“, heißt es dazu auf der Webseite der ARD-Tagesschau. „Auch die 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau verwendet diese Zahlen.“ In dem Beitrag wird zwar erklärt, auf welche Datenquellen sich die US-Universität stützt und warum deren zahlen „teils um mehrere Tausend Neuinfektionen höher“ liegen.

Private Universität mit globalem Einfluss

Die Hintergründe der privat finanzierten Bildungseinrichtung, die international eine tonangebende Rolle in der Corona-Krise spielt, werden nicht beleuchtet. Auf ihre Rolle machte stattdessen der Bankenkritiker Werner Rügemer in einem Beitrag im Online-Magazin „Nachdenkseiten“ aufmerksam. Er fragte am 1. April, „wieso ist die private Universität in Baltimore/Maryland bei der Definition, der globalen Inszenierung und beim Management von Epidemien und Pandemien sowieso ungleich wichtiger als das kleine deutsche RKI?“

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REUTERS / JOSHUA ROBERTS

Der Autor verweist auf den Grund, warum US-Präsident Donald Trump angesichts der anscheinend katastrophalen Lage in den USA medial ins Lächerliche gezogen wird. Trump hatte noch Ende Februar das US-Gesundheitssystem als „das gegen Pandemien bestgeschützte der Welt“ bezeichnet. Als er das sagte, hielt er seine Quelle, den „Global Health Security Index“ vom Oktober 2019 hoch.

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Corona-Krise: Hamburger Mediziner kritisieren „gefährliche Angstmache“

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15-04-20 01:20:00,

Zwei führende Mediziner aus Hamburg fordern von den Bundes- und Landesregierungen, die Anti-Corona-Maßnahmen zu lockern. Sie begründen dies mit der Lage im Zusammenhang mit dem Virus Sars-Cov 2. Sie sagen: „Die Krankheit Covid-19 ist weitaus weniger schlimm, als die meisten Menschen denken und Politik und Medien suggerieren.“

„Keine der Zahlen, die wir kennen, rechtfertigt die Angst, die in Deutschland vor dem Virus geschürt wird.“ Das hat der Hamburger Psychiater Michael Schulte-Markwort dem „Hamburger Abendblatt“ erklärt, wie die Zeitung am Mittwoch berichtete. Sie zitierte ebenso den Rechtsmediziner Klaus Püschel, der kurz vor der Beratung von Bund und Länder zu den Anti-Corona-Maßnahmen sagte: „Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner.“

Beide Mediziner sind Professoren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und haben sich laut der Zeitung zusammengetan, weil sie den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit der Corona-Krise gefährlich finden.

Schulte-Markwort erinnerte dabei laut dem „Abendblatt“ daran, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 26. März vor der „Ruhe vor dem Sturm“, einer möglichen Überlastung der Intensivstationen, warnte. „Tatsächlich gibt es knapp drei Wochen später keine Klinik in Deutschland, die an ihren Kapazitätsgrenzen ist“, sagte Schulte-Markwort gegenüber der Zeitung. Spahn erklärte zu Ostern, dass immer noch 10.000 Intensivbetten frei wären.

„Keine italienischen Verhältnisse“

Der Hamburger Mediziner widersprach ebenso der vermeintlichen Gefahr „italienischer Verhältnisse“ in Deutschland. Diese beschwor unter anderem der Tiermediziner Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-In­stituts (RKI). Schulte-Markwort erinnerte dagegen an die gute Ausstattung deutscher Krankenhäuser mit Intensivbetten.

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AFP 2020 / INA FASSBENDER

Laut einem internationalen Vergleich kamen in Deutschland 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner, in Italien dagegen nur 8,6. „Solche Zahlen würden in der öffentlichen Diskussion „eine viel zu geringe Rolle“ spielen, wird der Psychiater zitiert.

Stefan Kluge, Leiter der Intensivmedizin am selben Klinikum in Hamburg, hatte am 8. April auf einer Pressekonferenz zu den Anti-Corona-Maßnahmen erklärt: „Wir müssen wahrscheinlich schon bald zu einer schrittweisen Reduktion kommen”, – möglicherweise schon im April.

Auf der Pressekonferenz hatten drei führende Mediziner des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) über die Lage vor Ort im Zusammenhang mit dem Virus Sars-Cov 2 und der laut Weltgesundheitsorganisation WHO von ihm ausgelösten Krankheit Covid-19 berichtet.

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Corona-Krise: Anwältin Beate Bahner in Psychiatrie gesteckt | KenFM.de

corona-krise:-anwaltin-beate-bahner-in-psychiatrie-gesteckt-|-kenfm.de

14-04-20 12:47:00,

Von Jens Bernert.

Die Heidelberger Medizin-Fachanwältin Beate Bahner, die eine Normenkontrollklage gegen das Land Baden-Württemberg sowie eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hatte, wurde am Ostersonntag gegen ihren Willen in die Psychiatrie verfrachtet. Begründung der Polizei: Sie habe „einen verwirrten Eindruck gemacht“. Beate Bahner konnte sich mittlerweile zu Wort melden. Ihr Kopf wurde aus einem Meter auf den Steinboden geknallt. Ihr wurde ein Anwalt verweigert.

Bereits am Samstag wurde der Schweizer Mediziner und Kritiker der Corona-Maßnahmen Dr. Binder per Sondereinsatzkommando verhaftet und gegen seinen Willen in die Psychiatrie verfrachtet. Er konnte noch via Facebook und Twitter einen Hilferuf absetzen.

Die Rhein-Neckar-Zeitung aus Heidelberg schreibt zur Einweisung Bahners, die an den Fall Mollath erinnert, in dem Artikel „Nach Aufruf zu Corona-Demo: Heidelberger Anwältin in psychiatrischer Einrichtung (Update). Bundesverfassungsgericht hatte zuvor Klage gegen Corona-Verordnung abgewiesen“:

„Die Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner, die gegen die Corona-Verordnungen klagt, wurde am Sonntagabend in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. ‚Sie hat einen sehr verwirrten Eindruck gemacht‘, begründete ein Polizeisprecher das Vorgehen gegenüber der RNZ. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht den Eilantrag Bahners abgewiesen.“

Beate Bahner konnte sich mittlerweile zu Wort melden:

13.04.2020: Rechtsanwältin Beate Bahner – Misshandelt und in Psychatrie verschleppt

„Beate Bahner wurde am Ostersonntag 19.30 Uhr festgenommen, polizeilich schwer misshandelt und im Hochsicherheitsgefängnis, Ableger Psychiatrie Heidelberg für 24 Stunden festgehalten. Jetzt bis auf weiteres gefangen genommen in der geschlossenen neuen ‚Isolierstation‘ der Psychiatrie Heidelberg nach ihrer Bereitschaft, dort Mundschutz zu tragen. Diese Station ist eigentlich für Depressionspatienten und ist völlig leer. Ein richterlicher Beschluss oder ein Staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren liegt nicht vor.“

Nach eigenen Aussagen wird Beate Bahner gegen ihren Willen in der Psychiatrie festgehalten. Ihr wurde ein Anwalt verweigert. Sie darf nicht besucht werden. Sie hat vom Oberarzt einen richterlichen Beschluss für ihre Unterbringung verlangt. Dieser wurde bis heute nicht vorgelegt.

Bitte beachten Sie auch die Expertenstimmen zur Coronakrise. Auszüge:

„Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die vom Virus ausgeht.

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Corona-Krise in Russland: Geldspritzen für Gesundheitssektor und Steuerpause für kleine Unternehmen

corona-krise-in-russland:-geldspritzen-fur-gesundheitssektor-und-steuerpause-fur-kleine-unternehmen

10-04-20 12:58:00,

Die durch die Corona-Infektionen bedingten Quarantäne-Maßnahmen und teilweisen Betriebsschließungen erwischen Russland auf dem falschen Fuß. Zwei Drittel der Bevölkerung haben keine Ersparnisse und ein Drittel lebt von 240 Euro im Monat. Müssen die Russen sich nun auf noch härtere Zeiten einstellen und wie in den 1990er Jahren Gemüse und Obst auf ihren Datschen anbauen? Von Ulrich Heyden, Moskau.

Die Menschen hoffen, dass Präsident Wladimir Putin die richtigen Anweisungen zur Begrenzung der Krise gibt. Schon vier Mal (17. und 25. März, 2. und 8. April) hat Putin Fernsehansprachen zur Corona-Krise gehalten. Die Zahl derjenigen, die mit der Arbeit des russischen Präsidenten zufrieden sind, stieg nach einer Umfrage des WZIOM-Meinungsforschungsinstituts in der letzten März-Woche von 67 auf 71 Prozent

Die Ausgangslage in Russland ist schwierig. Nur neun Prozent der Russen glauben nach Angaben der Nesawisimaja Gaseta, dass das Gesundheitssystems der Corona-Krise gewachsen ist. 74 Prozent der Russen haben Probleme, Masken zu kaufen.

Bei seiner Ansprache am 8. April machte Putin einige bemerkenswerte Ankündigungen. Ärzte, welche direkt mit Corona-Patienten arbeiten, bekommen einen Gehaltszuschlag von 1.000 Euro. Krankenschwestern und Ärzte der Ersten Hilfe, die mit Corona-Patienten arbeiten, bekommen einen Gehaltsaufschlag von 600 Euro. Der russische Präsident erklärte, 400 Millionen Euro seien zur Einrichtung spezieller Krankenhaus-Infektionsabteilungen in die Regionen überwiesen worden. Weitere 158 Millionen Euro würden noch im April für den Kauf von Beatmungsmaschinen und Fahrzeugen für die Erste Hilfe in die Regionen überwiesen.

Mit den von Putin und der Regierung angeordneten Maßnahmen versucht man die Fehler der Vergangenheit auszubügeln. In den letzten 15 Jahren wurden in Russland nach Angaben der Nesawisimaja Gaseta viertausend Krankenhäuser im Rahmen eines Programms zur „Optimierung“ geschlossen und die Zahl der Krankenhausbetten um 400.000 reduziert. Im Dezember 2019 hatte die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa eingestanden, dass sich die Gesundheitsversorgung „stark verschlechtert“ habe. Industrieminister Denis Manturow versprach dem russischen Präsidenten die Zahl der monatlich produzierten Beatmungsgeräte auf 1.500 zu steigern.

Erste Betriebe nehmen wieder ihre Arbeit auf

Unterdessen gibt es erste Zeichen der Entspannung. Am Montag nahmen von 250 der insgesamt 750 mittleren und großen Industriebetrieben der Stadt Moskau ihre Arbeit wieder auf. Man versuche aber, die Mitarbeiter, die nicht direkt mit der Produktion zu tun haben, von zuhause aus arbeiten zu lassen, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung.

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Corona-Krise: Das “Gespenst der Gelbwesten” ist zurück

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07-04-20 07:18:00,

Das Schutzmasken-Problem stellt sich nun ganz anders, das Problem mit den Gründen der Gelbwesten-Proteste ist geblieben. Symbolfoto: ev/Unsplash

Macron und seine Regierung verlieren stark an Glaubwürdigkeit. Umfragen zeigen, dass 70 Prozent der Franzosen der Meinung sind, “dass der Staat nicht die Wahrheit sagt”

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz gab gestern bei der Talk Show “Anne Will” Hinweise auf einen Kontrollverlust. Man müsse Risiken eingehen, um die Versorgung mit Atemschutzmasken sicherzustellen. Da könne es dann schon zu Nervenzusammenbrüchen bei Mitarbeitern des Bundesrechnungshofs kommen.

Notfallbeschaffung

In den USA zeigt sich der Kontrollverlust in Nachrichten, die einen Trailer für einen Kinofilm gleichkommen. Die Chicago Sun Times berichtet von einer Rechnungsprüferassistentin des Bundesstaates Illinois, die mit einem Scheck über knapp 3,5 Millionen Dollar über den Highway raste, um rechtzeitig einen Geschäftspartner auf einem McDonalds Parkplatz zu treffen, damit ihr ein Handel über die Lieferung von Schutzmasken nicht durch die Lappen geht.

“Emergency procurement”, Notfallbeschaffung nennt die Zeitung das Phänomen. Die Episode sei nur ein Ausschnitt dessen, was da in den letzten Wochen an “Wilder-Westen”-Praktiken ablaufe, um staatlicherseits für die notwendige Schutzausrüstung der Arbeiter an der Corona-Front und der Patienten zu sorgen. Die Preise sind hoch.

Die nächste Phase – die Regierungskommunikation

Dass es da einen Zusammenhang mit früheren Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich gibt, wird nun auch in Frankreich deutlich, wo die Regierung nun ebenfalls Signale einer Neubewertung des Nutzens des Mund-Nasenschutzes gibt. Man orientiert sich langsam Richtung Exit aus den strikten Maßnahmen. Das Tragen von Schutzmasken ist auch in Frankreich Teil eines Maßnahmepakets, das erwogen wird.

Berichte zum Kurswechsel bezüglich der Bewertung von Schutzmasken legen nahe, dass die Kommunikation der Regierung es vor allem mit der Furcht vor einem nicht zu bewältigenden Andrang auf die Schutzmasken zu tun hatte – und eben gar nicht so sehr mit medizinischen Begründungen zur Nützlichkeit solcher Masken.

Dass die WHO lange Zeit Zweifel daran äußerte, passte sehr gut ins Kommunikations-Konzept der Regierung (Macron legt großen Wert auf die “com”).

Dieses geht aber nun weit schlechter auf, als es zunächst den Anschein hatte. Konnte sich Präsident Macron nach seinen beiden Fernsehauftritten noch zugutehalten, dass laut Umfragen eine Mehrheit von 54 Prozent mit der Art und Weise zufrieden waren,

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Wie „Blackrock“ an der Corona-Krise verdient

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04-04-20 09:05:00,

Die Krise um Covid-19 spitzt „gefährliche Entwicklungen im Kapitalismus zu, die ohnehin seit langer Zeit zu beobachten sind“. Das sagt der Kölner Finanzexperte Werner Rügemer im Sputnik-Interview. Er kritisiert dabei die Weltgesundheitsorganisation und „Blackrock“. Der Chef des US-Fonds erklärt aktuell, wie Blackrock mit der Krise Geld verdient.

„Jede Krise im Kapitalismus sorgt für eine Bereinigung und spitzt die Entwicklungen zu, die sowieso im Gange sind“, sagte Werner Rügemer, Finanzexperte und Blackrock-Kritiker aus Köln, im Sputnik-Gespräch. Dies treffe besonders auf die Weltgesundheitsorganisation WHO in der aktuellen Krise um SARS-CoV 2 (Covid-19) zu.

„Die Weltgesundheitsorganisation hat leider eine ähnliche Entwicklung bekommen wie die UNO auch“, sagte er. „Unter dem früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan (amtierte von 1997 bis 2006, Anm. d. Red.) wurden damals die etwa tausend größten westlichen Konzerne als Mit-Finanziers und Akteure in die UNO integriert. Das läuft bis heute unter dem Begriff des ‚Global Compact‘.“

Als die WHO „privatisiert“ wurde

Der „United Nations Global Compact“ ist ein weltweiter Pakt, der um das Jahr 2000 herum zwischen Unternehmen und der UNO geschlossen und aktiviert wurde, um die Globalisierung nach eigenen Aussagen „sozialer und ökologischer“ zu gestalten.

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REUTERS / THILO SCHMUELGEN

„Im gleichen Zuge wurde damals auch die WHO schrittweise umgekrempelt“, so Rügemer. „Genauso, wie das westliche Gesundheitssystem privatisiert und nach privaten Gewinn-Kriterien umorganisiert worden ist, wurde auch die WHO verändert. Die Organisation wurde faktisch privatisiert. In dem Sinne, dass heute der größte Teil der Finanzen für das WHO-Budget aus der Privatwirtschaft und von den fachlich naheliegenden Pharma-Konzernen eingebracht wird.“

Die von den finanziellen Mitteln her gesehen größte Privat-Stiftung der Welt, die „Melinda-und-Bill Gates-Foundation“, ist beispielsweise einer der größten Geldgeber für die Weltgesundheitsorganisation. „Aber bei weitem nicht der einzige. Alle großen Konzerne und Pharma-Unternehmen unterhalten private Stiftungen und sind bei der WHO mit ihrem Geld dabei.“ Darunter unter anderem die weltweit führenden Pharma-Konzerne Bayer AG (Monsanto), Novartis oder auch GlaxoSmithKline, um nur einige zu nennen. Aber auch Lebensmittelhersteller wie Unilever oder Nestlé üben Einfluss in der Weltgesundheitsorganisation aus.

„Warum stuft WHO knappes Trinkwasser nicht als Gesundheitsgefahr ein?“

Vertreter dieser Konzerne würden sich so in die WHO „einkaufen“, so Rügemer. „Sie sitzen auch in allen wichtigen Gremien der Weltgesundheitsorganisation.“  Dort würden dann folgende Fragen diskutiert:

„Welche Medikamente werden entwickelt oder auch nicht entwickelt?

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Fundstück: Corona-Krise – Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi & OpenPetition zur “Corona-Krise” | www.konjunktion.info

fundstuck:-corona-krise-–-offener-brief-an-die-bundeskanzlerin-von-prof-sucharit-bhakdi-&-openpetition-zur-“corona-krise”-|-wwwkonjunktion.info

30-03-20 08:27:00,

Laborproben - Bildquelle: Pixabay / kropekk_pl; Pixabay LicenseLaborproben - Bildquelle: Pixabay / kropekk_pl; Pixabay License

Laborproben – Bildquelle: Pixabay / kropekk_pl; Pixabay License

Aus dem Youtube-Begleittext:

Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiolgie, leitete 22 Jahre das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Mainz. Er hat einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben mit 5 Fragen, die nach sofortigen Antworten verlangen, um festzustellen, wie begründet die derzeitigen massiven Einschränkungen unserer Grundrechte sind. Das Video erläutert die Fragen und deren Hintergrund.

Zudem noch der Hinweis auf eine OpenPetition, die die “sofortige Aufhebung aller in der ‘Corona-Krise’ verfügten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten” fordert. Wird zwar wenig bringen, aber zumindest kann man seinen Unmut äußern – besser als Nichts.

Quellen:
Corona-Krise: Offener Brief an die Bundeskanzlerin von Prof. Sucharit Bhakdi
OpenPetition – Sofortige Aufhebung aller in der “Corona-Krise” verfügten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten!

Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.

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Die Corona-Krise

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29-03-20 10:13:00,

Nach Aussagen einiger Politiker aus dem Regierungsapparat sollen die verordneten Maßnahmen für die gesamte Bevölkerung mit dem Kontaktverbot und dem gestoppten öffentlichen Leben bis mindestens 20. April aufrechterhalten werden. Damit soll den Aussagen nach weiter dafür gesorgt werden, dass sich der neue Corona-Virus Sars-Cov 2 und die von ihm mutmaßlich ausgelöste Krankheit Covid-19 langsamer ausbreiten. Doch weiterhin beruhen diese und ähnliche noch härtere Maßnahmen auf ungesicherten Fakten und Daten.

Darauf haben zwar schon mehrere Wissenschaftler hingewiesen, so John P. A. Ioannidis von der University of Stanford (2). Das scheint aber, die politischen Entscheider in fast allen Ländern nicht zu beeindrucken. Bei der Corona-Pandemie werden Entscheidungen „ohne verlässliche Daten“ getroffen, so der renommierte Wissenschaftler. Er fragte auch:

„Wie können politische Entscheidungsträger feststellen, ob sie mehr Gutes als Schaden anrichten?“

Daher bewegt sich auch hierzulande der Regierungsapparat, samt der ihn beratenden Wissenschaftler, in einer unsicheren Situation. Er stützt sich anscheinend auf Szenarien und Pläne, die vom Schlimmsten ausgehen: von einem überforderten Gesundheitssystem und einer massenhaften Zahl von Toten. So wird auch schon die Bundeswehr in Stellung gebracht, ungeachtet aller rechtlichen Fragen.

„Wo ist die Evidenz?“, fragte ein Beitrag des Netzwerkes „Evidenzbasierte Medizin“ (EbM) vor wenigen Tagen online. Mit diesem Begriff wird eine medizinische Versorgung beschrieben, bei der die Erkrankung eines Patienten auf der Grundlage der besten zur Verfügung stehenden Wissensquellen bzw. Daten behandelt wird. Doch damit sieht es anscheinend dünn aus, wie der Text aus dem Netzwerk unter Vorsitz von Andreas Sönnichsen deutlich macht.

„Ob die derzeit ergriffenen Maßnahmen das Szenario günstig beeinflussen, ist ungewiss“, heißt es. Und: „Es gibt keine zuverlässigen Zahlen über die Letalität (Tödlichkeit einer Krankheit — Anm. d. Red.) von COVID-19.“ Die bisher öffentlich diskutierten Zahlen einer möglichen Sterberate seien „durch mehrere Fehler behaftet“. So würden zum einen nicht alle Infektionsfälle erfasst. Dagegen würden die Todesfälle „nahezu vollständig“ festgehalten, wodurch die Sterberate überschätzt werde.

Die EbM-Mediziner verweisen auf eine hohe Dunkelziffer der Infizierten in den meisten Ländern, so dass die Sterberaten niedriger wären als die bisher angegebenen. Zudem seien die Teste nicht überall verfügbar, wozu auch Engpässe in der Bundesrepublik gehörten. Hierzulande wurden mehrfach mutmaßlich Infizierte abgewiesen, die sich testen lassen wollten, oder mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Sterberate werde auch überschätzt,

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Corona-Krise und der ‚real existierende Pflegealltag‘ in stationären Einrichtungen der Altenhilfe

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29-03-20 10:10:00,

Jetzt ist also die Krise da. Und dann ist sie auch noch viel schneller gekommen als erwartet. Wir stellen uns aufgrund der Corona-Krise auf einen Pflegenotstand ein, der seit Jahren gebetsmühlenartig prognostiziert wird. Bereits in den 80er Jahren haben Zeitungen ihre Beiträge mit „Pflege. Es ist 5 vor 12“ überschrieben. Seitdem berichten die Medien mit verlässlicher Regelmäßigkeit über den zu erwartenden Pflegenotstand und führen hellseherische Prognosen mit Zahlen zu Entwicklungen bis 2035 an. Darüber gab und gibt es viel Wehklagen in Politik und Gesellschaft. Aber getan hat sich außer Flickschusterei nicht allzu viel. Im Gegenteil: wie in anderen Bereichen des Gesundheitssektors auch, bei Krankenhäusern vor allem, werden Heime weiterhin geradezu kaputtgespart. Seitdem immer mehr forsche Betriebswirte das Sagen haben, leiden Bewohner wie Personal unter dem Druck der „schwarzen Zahlen“ und Renditevorstellungen von Einrichtungsträgern. Von Claus Völker.

Nun also, in der allgemeinen Corona-Panik, appellieren Ministerien, Verbände, Einrichtungsträger und andere Institutionen an alle, die in der Pflege ausgebildet wurden und nun andere Tätigkeiten ausüben oder bereits berentet sind, sich doch bitte zur Rekrutierung zu melden. Ziel sei es, das im Rahmen der COVID19-Lage bereits stark strapazierte Personal in den Einrichtungen bei Bedarf zu unterstützen. Gesucht werden auch ehemalige Ärzt*innen, die bereit sind, in der Krise zu helfen[1]. Die political correctness bei der Aufzählung des Adressatenkreises wird dabei natürlich nicht außer Acht gelassen. Was formelle Korrektheit betrifft, sind wir Deutschen immer vorne dabei.

Gegen diese Aufrufe gibt’s im Grunde nichts einzuwenden. Im Gegenteil: kommen die Appelle den Menschen in den Einrichtungen, Bewohnern, Patienten und Personal, zugute, darf man sich zu Recht freuen.

Aus dem einen oder anderen Bundesland werden auch schon erfreuliche Zahlen gemeldet: „1000 Pflegekräfte melden sich binnen eines Tages“[2]

Solidarität und tatkräftige Mithilfe von ausgebildetem Pflegepersonal und Medizinern sind also auch in Zeiten neoliberaler Wirtschaftspolitik nicht völlig verschütt‘ gegangen. Jetzt wird sogar ein Wort wie Solidarität wieder salonfähig.

Die Frage fällt einem allerdings bei der Lektüre gleich ein, warum nicht auch „Laien“ das Personal in besonders schwierigen Zeiten unterstützen können? Jede und jeder, der einen Angehörigen zu Hause betreut und (mit oder ohne einen Pflegedienst) gepflegt hat, weiß, was zu tun ist. Noch dazu, wenn es um nichtpflegerische Tätigkeiten geht wie Betreuung bei Essenszeiten,

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Das Gerücht von der Corona-Krise | KenFM.de

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22-03-20 10:31:00,

Was hat die Berichterstattung der ARD-Tagesschau mit Toilettenpapier zu tun?

Von Peter Frey.

Die ARD-Tagesschau warnt regelmäßig vor Falschnachrichten. Falschnachrichten sind in ihrem Sinne falsch, wenn sie nicht dem offiziellen Narrativ entsprechen. Falschnachrichten – von der Tagesschau als diese gekürt – können also auch von hohem Wahrheitsgehalt sein. So wie umgekehrt, die Nachrichten der Tagesschau nicht allzu viel mit Unvoreingenommenheit zu tun haben. Gehen wir auf Beispielsuche.

Welche dieser Nachrichten lässt uns mit erweitertem Wissen zur Corona-Infektion und einer möglichen COVID-19-Erkrankung zurück? Der Live-Blog der ARD-Tagesschau kettet seine Leser an den Blog, weil dort permanent neue Informationen einfließen. Die Frage ist, inwieweit uns dies neues Wissen und Verständnis für das gegenwärtig Vorgehende vermitteln. Eine abschließende Antwort überlasse ich dem Leser, meine Sicht dazu vorweg.

Liveblog zur Corona-Krise, Stand: 20. März 2020, 18 Uhr (1)

17:58 Uhr – EU will Defizitregeln aussetzen

und zwar „wegen der Corona-Krise“. Voraussetzung das aufzunehmen, ist der tiefe Glaube, dass wir in eine durch den Coronavirus verursachte Krise geraten wären, was außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich machte. Erinnert sich der Leser noch an andere „Schicksalsviren”, oder auch „Schicksalsschläge” wie den 11. September 2001 oder den „Internationalen Terrorismus” oder die „Finanzkrise”. Was hat man damals eigentlich umgesetzt? Wie hat man es begründet?

Nehmen wir einmal an, dass es nicht die „Corona-Krise” ist, welche die EU plötzlich den Geldhahn aufdrehen lässt. Die Opfer der Austeritätspolitik in Griechenland und – man beachte – in Italien werden erstaunt sein. Wie viele Opfer die durch die EU erzwungenen Maßnahmen für Einsparungen im Gesundheitssystem dieser beiden Länder gekostet haben, wurde und wird von der ARD nicht thematisiert. Der Stresstest, den das norditalienische Gesundheitssystem derzeit nicht besteht, geht aber unter anderem auf diese Maßnahmen zurück.

17:41 Uhr – Spanien: Krankenhaus im Konferenzzentrum

Hier lesen wir unter anderem: „235 Menschen starben dort [in Spanien] binnen 24 Stunden an der Lungenkrankheit COVID-19 – so viele wie noch nie an einem Tag bisher.“

Diesen Brocken schmeißt die Tagesschau ihren Konsumenten einfach so hin. Wo ist die Quelle!? Das ist eine Nachricht, welche die Menschen schocken soll, und weil das so ist, muss auch nichts belegt werden.

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Corona-Krise in Frankreich: Festnahmen von “Rebellen”

corona-krise-in-frankreich:-festnahmen-von-“rebellen”

21-03-20 09:05:00,

Paris. Bild: Paul Guillotel/Unsplash

Gebissene Polizisten und Frust wegen Freiheitseinschränkungen: Nur bedingtes Vertrauen in Macron

Die Person soll einen Polizisten gebissen haben. Am Donnerstagnachmittag wurde im Departement Seine-Saint-Denis eine Person von der Polizei festgenommen, weil sie gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen hat, die Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache verkündet hatte.

“Gefährdung des Lebens anderer” und “Rebellion”

“Gefährdung des Lebens anderer” und die “Beleidigung eines Polizeibeamten” lauten die Anklagepunkte, dazu kommt möglicherweise “Körperverletzung”. Die fragliche Person, von der weiter nichts mitgeteilt wird, wird im Bericht von France Inter als Teil einer Gruppe geschildert, die sich nicht nur wegen der Nichteinhaltung der Regeln der Quarantäne verantworten muss, sondern zum Teil auch wegen “Rebellion”.

Sie wurden zeitweise in Polizeigewahrsam genommen, nachdem sie sich vorhergehenden Verwarnungen seitens der Polizei widersetzt haben, anscheinend auch tätlich. Die Person, die den Polizisten gebissen haben soll, wude umgehend vor den Untersuchungsrichter gestellt.

Das geht schnell in Frankreich, wie das auch deutsche Eltern im August letzten Jahres bei der Verhaftung ihres Nachwuchses im Kontext des G7-Gipfels erfahren haben (Freilassung der drei in Frankreich inhaftierten Nürnberger gefordert). Die Polizei und die Justiz legen Wert darauf, sich als durchsetzungsstark und effizient darzustellen.

Der “kurze Prozess” kann, wie das Verhalten der Polizei und auch Richtern gegenüber Teilnehmern von Gelbwesten-Protesten im gesamten letzten Jahr wie auch jüngst demonstriert hat, “mächtig, massiv und brutal” ausfallen.

Mit diesen drei Adjektiven, bei denen man im Geiste pro Wort einen Schlag auf den Tisch mithört, beschrieb der französische Premierminister Edouard Philippe (im Nebenberuf Schriftsteller) gestern die “Vollbremsung der Wirtschaft durch die Corona-Pandemie.

Kritik an den Ausnahmemaßnahmen

Die beiden Härten sind miteinander verbunden. Präsident Macron wie auch Minister äußerten sich erbost, darüber dass die Ausgangsbeschränkungen, die de facto einer Ausgangssperre sehr nahekommen, nicht respektiert werden. “Imbéciles”, nannte Innenminister Castaner, unbedingter Vertreter einer harten Polizeilinie, diejenigen, die gegen das Reglement verstoßen und sich für “moderne Helden” halten.

Anderseits wird der Regierung der Vorwurf gemacht, bei den Ausnahmebestimmungen erneut die Elite zu bevorzugen. Die soziale Ungerechtigkeit, Grundantrieb der Proteste der Gelbwesten und der Gewerkschaften, prägt auch die Kritik und die Opposition gegen den verhängten Ausnahmezustand in Frankreich infolge der Corona-Epidemie.

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Tagesdosis 19.3.2020 – Corona-Krise – “Wir befinden uns im Krieg” | KenFM.de

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19-03-20 01:59:00,

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War on Terror war gestern. War on Corona ist die Gegenwart

Ein Kommentar von Bernhard Loyen

Am 16.März sprach Präsident Emmanuel Macron zu den französischen Bürgern. Nach einleitenden Worten zur Lage der Nation, in Zeiten der Corona-Krise, formulierte er folgende Sätze, Zitat: Wir befinden uns im Krieg, einem Gesundheitskrieg, ganz sicher. Wir kämpfen weder gegen eine Armee noch gegen eine andere Nation, aber der Feind ist da, unsichtbar, flüchtig und auf dem Vormarsch. Und das erfordert unsere allgemeine Mobilisierung. Wir befinden uns im Krieg. Alle Maßnahmen der Regierung und des Parlaments müssen nun auf die Bekämpfung der Epidemie ausgerichtet werden, Tag und Nacht. Nichts darf uns davon ablenken (1). Am Ende seiner Ansprache hatte er sieben Mal das Wort Krieg verwendet.

Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten Joe Biden sieht die Notwendigkeit des Einsatzes der Armee zur Unterstützung desselben Krieges auf US-Boden (2). Der Korrespondent der Welt, aus dem Hause Springer, bestätigte ebenfalls am 16.03. mit sehr ernster Miene die dramatischen Zahlen aus den USA, Zitat: Wo fang ich an, vielleicht mit den Zahlen. Wir haben inzwischen mehr als 3000 Infizierte, 61 Tote (2). Mit Stand 19.03. sind es schockierende 9500 Infizierte und 102 Tote. Das sind bei aktuell 327,2 Millionen Einwohner natürlich bestürzende Zahlen. Nein, ich möchte nicht zynisch klingen. Es wird aber zusehends schwierig, die eingeforderte Meinungscontenance einzuhalten.

Donald Trump twitterte am 17.März: Die Welt befindet sich im Krieg mit einem verborgenen Feind. WIR WERDEN GEWINNEN! (3) . Am gestrigen Abend sprach dann Kanzlerin Merkel via Bildschirm zu uns Bürgern. Sprach sie von Krieg, nicht direkt. Sie sprach von der größten Herausforderung für das Land nach dem 2.Weltkrieg und viel von Glauben und Überzeugung, Zitat:

Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als ihre Aufgabe begreifen. Deswegen lassen sie mich ihnen sagen: Es ist ernst, nehmen sie es auch ernst (4). Das kleine Problem, wir, also die Bürger, können nicht individuell entscheiden,

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Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg | KenFM.de

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17-03-20 10:01:00,

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Das Coronavirus-Phänomen des jungen Jahres 2020. Im Stundentakt werden neue Forderungen und Herausforderungen an die Bürger gerichtet. Was zumindest nachweislich in der Bevölkerung kontinuierlich steigt, ist der Grad der Verunsicherung.

Was muss man glauben, was darf man glauben? Welche Darlegung von Fakten sind seriös, welche Mahnung ist fahrlässig?

Wie schon zu den Zeiten der Klima-Diskussion rücken sogenannte „Experten“ in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Berliner Zeitung formulierte es am 17.03.2020 so: „Virologe Christian Drosten – Eine Instanz in Coronavirus-Zeiten. An ihm kommt man in der Coronavirus-Krise nicht vorbei: Charité-Mediziner Christian Drosten ist seit Wochen omnipräsent. Als Berater für die Regierung – und für uns alle.“ Ist dem so?

Der Internist, Lungenarzt und Facharzt für Umweltmedizin Dr. med. Wolfgang Wodarg ist nun seit Tagen nicht unerheblicher Kritik ausgesetzt, da er um eine etwas differenzierte und vor allem unaufgeregtere Betrachtung der aktuellen Situation bittet. Er erfährt dadurch ungeahnte Anfeindungen, die aufgrund seines beruflichen Werdegangs irritieren.

KenFM möchte von ihm wissen, was unterscheidet die aktuelle Viren-Diskussion von denen zurückliegender Jahre? Sind die eingeforderten Maßnahmen wirklich angebracht oder übertrieben? Was ist eine Corona-Pandemie?

Antworten auf diese Fragen gibt uns am Telefon: Dr. med. Wolfgang Wodarg.

Biografie: Dr. med. Wolfgang Wodarg, geb. 1947, ist Internist und Lungenarzt, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie für öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin. Nach seiner klinischen Tätigkeit als Internist war er u.a. 13 Jahre Amtsarzt in Schleswig-Holstein, gleichzeitig Lehrbeauftragter an Universitäten und Fachhochschulen und Vorsitzender des Fachausschusses für gesundheitlichen Umweltschutz bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein; 1991 erhielt er ein Stipendium an der Johns Hopkins University/Baltimore/USA (Epidemiologie) Als Mitglied des Deutschen Bundestages von 1994 bis 2009 war er Initiator und Sprecher in der EnquêteKommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, dort Vorsitzender des Unterausschusses Gesundheit und stellv.Vors. des Ausschusses für Kultur, Bildung und Wissenschaft. 2009 initiierte er in Straßburg den Untersuchungsausschuss zur Rolle der WHO bei der H1N1 (Schweinegrippe) und war dort nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament als wissenschaftlicher Experte weiter beteiligt.

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Corona-Krise zeigt die Macht von Chinas Überwachungs-Technologie

corona-krise-zeigt-die-macht-von-chinas-uberwachungs-technologie

23-02-20 04:49:00,

Lesezeit: 3 min

23.02.2020 14:25

Im Kampf gegen die Corona-Krise weitet China die technologische Überwachung und Kontrolle seiner Bürger massiv aus. Auch wenn die Chinesen es längst gewohnt sind, auf Schritt und Tritt überwacht zu werden, sind sie schockiert über die zunehmende Macht der künstlichen Intelligenz.

Corona-Krise zeigt die Macht von Chinas Überwachungs-Technologie

China, Shenyang: Ein Temperaturerfasser kontrolliert den Eingang zu einer Fabrik der “Northern Heavy Industry Group”. (Foto: dpa)

Foto: Yang Qing

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