„Schlimmer als die Corona-Pandemie“: Bill Gates warnt vor neuer Katastrophe

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07-08-20 06:58:00,

Gesellschaft

19:05 07.08.2020(aktualisiert 19:35 07.08.2020)

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Der US-Milliardär und Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat in einem Beitrag vor einer „weiteren globalen Krise“ unter dem Namen „Klimawandel“ gewarnt, deren Folgen für die Menschen schwerer ausfallen könnten als die der Corona-Pandemie.

„So schrecklich diese Pandemie auch ist, der Klimawandel könnte schlimmer sein“, hieß es in einem Beitrag, der am vergangenen Wochenende in seinem Blog „Gates Notes“ veröffentlicht wurde. Gates zufolge kann eine neue Katastrophe in nur wenigen Jahrzehnten die Menschen treffen.

Dabei verglich der Microsoft-Gründer die Auswirkungen der möglichen Krise mit der Coronavirus-Pandemie. Weltweit seien mehr als 600.000 Menschen an der Covid-19-Erkrankung gestorben. Auf Jahresbasis entspreche dies einer Sterblichkeitsrate von 14 pro 100.000 Menschen, so Gates.

„Innerhalb der nächsten 40 Jahre wird ein Anstieg der globalen Temperaturen die globale Sterblichkeitsrate voraussichtlich um den gleichen Betrag erhöhen – 14 Todesfälle pro 100.000 Menschen. Wenn das Emissionswachstum bis zum Ende des Jahrhunderts hoch bleibt, könnte der Klimawandel für 73 zusätzliche Todesfälle pro 100.000 Menschen verantwortlich sein“, hieß es im Beitrag.

Mit anderen Worten könnte bis 2060, so Gates, der Klimawandel genauso tödlich sein wie Covid-19, und bis 2100 könnte er fünfmal so tödlich sein.

©
REUTERS / Athit Perawongmetha

Zudem geht der US-Milliardär davon aus, dass der durch den Klimawandel verursachte wirtschaftliche Schaden so schmerzvoll wie in der Corona-Krise sein werde, wenn die Welt auf dem derzeitigen Emissionsniveau bleiben sollte.    

Die Menschheit habe keine Zeit zu verlieren und müsse heute noch handeln, so die Botschaft.

„Wir brauchen neue Instrumente zur Bekämpfung des Klimawandels: CO2-freie Wege, um Strom zu produzieren, Sachen herzustellen, Lebensmittel anzubauen, unsere Gebäude kühl und warm zu halten, Menschen und Waren auf der ganzen Welt zu befördern“, so Gates.

Es werde Jahrzehnte dauern, bis alle notwendigen Erfindungen im Bereich saubere Energie entwickelt und eingesetzt seien, resümierte der US-Milliardär.

pd/mt/sna

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Trotz Corona-Pandemie wird Syrien ausgehungert

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31-07-20 01:26:00,

  1. Trotz Corona-Pandemie wird Syrien ausgehungert

  2. Wer bekommt die Hilfen in Nordost-Syrien?


  3. Auf einer Seite lesen

In Nord- und Ostsyrien, dem Gebiet der multiethnischen Selbstverwaltung, zeigt sich die Lage besonders extrem. Die deutsche Regierung verteilt bei der Frage nach humanitären Hilfen “Nebelkerzen”

Mitten in der Coronakrise verhängten die USA neue Sanktionen gegen Syrien. Das Land steht kurz vor der größten Hungerkrise seit Kriegsbeginn. Wieder einmal trifft es nicht die Verantwortlichen der desaströsen Situation in Syrien, sondern die Bevölkerung.

In Nordsyrien scheint die Türkei neue Annexionen vorzubereiten. Die Bundesregierung stuft die Operationen der Türkei im Gebiet der Selbstverwaltung als völkerrechtswidrig ein und will NGOs, die in Nord- und Ostsyrien tätig sind, mit einer Million Euro gegen die Covid-19-Pandemie unterstützen. Unklar ist bislang, welche im Gebiet der Selbstverwaltung aktiven NGOs die Mittel bekommen sollen und wie die medizinischen Güter und Medikamente die Region erreichen sollen.

“Regime-Change” durch Aushungern der Bevölkerung?

Nach Angaben der Vereinten Nationen gab es bis zum 30.6.2020 in Syrien 256 bestätigte COVID-19-Fälle, darunter neun Todesfälle. Diese Zahlen meldete das syrische Gesundheitsministerium den UN-Institutionen, die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

In Nordostsyrien, dem Gebiet der “Demokratischen Föderation”, wurden weitere sechs Fälle, darunter ein Todesfall, bestätigt. Im türkisch besetzten Gebiet Nordwestsyrien soll es bislang keine bestätigten Covid-19-Fälle geben. In ganz Syrien sind die Testkapazitäten jedoch immer noch stark begrenzt. Neben dem Haupttestlabor in Damaskus wurden zwar weitere Labore in Lattakia, Aleppo, Homs und Qamishlo eröffnet, ausreichend sind diese jedoch längst nicht. Nach wie vor gibt es kaum Corona-Testkits im Land, die Testkapazitäten in Syrien stiegen zuletzt von 70 auf 90-150 Tests pro Tag. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Helin Evrim Sommer von der Linkspartei hervor.

Obwohl niemand im Land das tatsächliche Ausmaß der Covid-19 Infektionen kennt, lockerte Präsident Baschar al-Assad die Corona-Beschränkungen. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren, vielleicht wollte er der Bevölkerung nicht noch mehr abverlangen, vielleicht waren die Beschränkungen aber auch angesichts der desaströsen Gesamtsituation einfach nicht durchsetzbar. Vielleicht wollte er auch die Bevölkerung angesichts der Parlamentswahlen am 19. Juli milde stimmen.

In Syrien steigt nicht zuletzt wegen der verschärften Sanktionen die Arbeitslosigkeit.

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Die Corona-Pandemie 2020: Der Testfall für das Geschäftsmodell Infektionskrankheiten – Tagesdosis 2.6.2020 | KenFM.de

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02-06-20 09:48:00,

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Der Master-Pandemie-Plan der WHO.

Ein Kommentar von Franz Ruppert.

Folgende Definition hatte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei ihrer Gründung 1946 ins Stammbuch geschrieben: „Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.“

Seit die WHO zunehmend unter den Einfluss von Spendengeldern aus der Industrie und von dubiosen Stiftungen geraten ist, wird sie immer mehr zu einem Lobbyverein und verkürzt daher auch ihre Definition von Krankheit und Gesundheit zunehmend auf das medizinisch-biologische Modell von Infektionskrankheiten. Es gäbe demzufolge vor allem Krankheitserreger, die mit Impfstoffen und Medikamenten bekämpft werden müssen. Die selbstheilenden Aktivitäten des körpereigenen Immunsystems, die psychologischen, sozialen, wirtschaftlichen, ernährungs- wie umweltbezogenen Faktoren, welche den Gesundheitszustand eines Menschen entscheidend bestimmen, werden auf diese Weise radikal ignoriert. Große Mengen der staatlichen wie privatwirtschaftlichen Geldmittel sollen daher von nun an in die Verhinderung von Infektionen und die Erforschung und Verbreitung von Impfstoffen investiert werden, als hinge Wohl und Wehe der gesamten Menschheit einzig von einer Handvoll Viren ab. 2019 hat die WHO ein entsprechendes Strategiepapier vorgestellt:

 “Die WHO hat heute eine Globale Influenza Strategie für die Jahre 2019-2030 verabschiedet, die darauf abzielt, die Menschen aller Länder vor der Bedrohung durch Influenza zu schützen. Das Ziel der Strategie ist es, einer saisonalen Influenza vorzubeugen, das Überspringen von Influenza von Tieren auf Menschen zu kontrollieren und sich auf die nächste Influenza Pandemie vorzubereiten.

“Die Gefahr einer Influenza-Pandemie ist immer vorhanden.”, sagt der Generaldirektor der WHO Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. “Das Risiko, das sich ein neuer Influenza-Virus von Tieren auf Menschen überträgt und damit eine Pandemie verursacht, ist beständig vorhanden. Die Frage ist nicht, ob wir eine neue Pandemie haben werden, sondern wann. Wir müssen wachsam und vorbereitet sein – die Kosten eines größeren Influenza-Ausbruchs werden die Kosten der Prävention bei weitem übertreffen.“

Das Ziel dieser neuen WHO-Strategie ist klar vorgegeben: Überwachung und Kontrolle aller Menschen weltweit,

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Lateinamerika – Corona-Pandemie im Lichte neoliberaler Gesundheitspolitik, brutaler Etatkürzungen und der autoritären Versuchungen der US-Regierung

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25-04-20 12:12:00,

Teil 1: Negationismus, obszöne Sprache und makabre Bilder. Auf dem amerikanischen Kontinent, von Nord bis Süd, scheint die Virus-Pandemie die Dämonen entfesselt zu haben. Darunter mephistophelische Wesen, die man, genauer, als “Schläfer” erkennen sollte, waren sie doch längst vor Ausbruch der Seuche da und schienen nur auf ein Kommandozeichen für ihren Einsatz zu warten. Gemeint ist zum Beispiel das vom Jair-Bolsonaro-Regime nachgeahmte opportunistische Säbelrasseln von US-Präsident Donald Trump in Richtung China, Venezuela und Russland inmitten der Covid-19-Pandemie. Von Frederico Füllgraf.

Beobachtet werden ferner gerissene, innenpolitische autoritäre Umtriebe in Chile – wie der Einsatz von intelligenten Kameras und Drohnen zur gezielten Sozialkontrolle – sowie die Offensive der vom US Department of Justice gesteuerten und politisierten Justiz Ecuadors mit der jüngsten Verurteilung von Ex-Präsident Rafael Correa.

Zum rechtsradikalen Repertoire der Regierungen der USA und Brasiliens gehört aber auch eine an Abscheulichkeit grenzende Nekrophilie wie die schulterzuckende Anspielung Donald Trumps, man solle sich auf mindestens 100.000 bis 240.000 Covid-19-Todesopfer einrichten. Noch bedenkenloser drückte es Jair Bolsonaro aus. Während der jüngsten Aufmärsche seiner Anhänger schlug er Quarantäne und soziale Distanzierung mit der Bagatellisierung in den Wind, „70 Prozent der (210 Millionen) Brasilianer werden ohnehin infiziert” und „es werden diejenigen sterben, die sterben müssen”.

Trump und Bolsonaro sind Covid-19-Leugner der ersten Stunde. Während ihres jüngsten Treffens in den USA redete der US-Präsident noch Anfang März den Ausbruch des Virus in Brasilien klein und überschüttete Bolsonaro mit Lob. Unter massivem Druck von Wissenschaft, Parlament und Öffentlichkeit rückte Trump jedoch vom radikalen Negationismus ab und verabschiedete sein Notprogramm, das bisher jedoch vor allem das Groß- und Finanzkapital begünstigt und sich einem maroden und überforderten öffentlichen Gesundheitssystem gegenübersieht.

Neoliberaler Nährboden und makabre Bilder

Wie zu erwarten war, hat die Covid-19-Seuche in der Mehrheit der Länder Lateinamerikas wegen der weitgehenden Zerstörung ihres öffentlichen Gesundheitssystems verheerende Auswirkungen. Eine Studie des Pan American Journal of Public Health warnte bereits vor Jahren, Uruguay, Costa Rica und Kuba seien die einzigen Länder des Kontinents, die das 2014 unterzeichnete regionale lateinamerikanische Abkommen erfüllen, das eine 6-prozentige Investition des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den öffentlichen Gesundheitssektor empfiehlt; eine Ausgabe, die jedoch immer noch 2 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt liegt.

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Am Telefon zur Corona-Pandemie: Dr. Knut Wittkowski | KenFM.de

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24-04-20 07:58:00,

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„Die Pandemie ist vorbei!“

Dr. Knut Wittkowski, der 20 Jahre an der Rockefeller-Universität Leiter der Abteilung für Biostatistik, Epidemiologie und Forschungsdesign, war, widerspricht im Interview mit KenFM den jüngsten Aussagen der Bundeskanzlerin vehement. Merkel und ihr Krisenstab behaupteten diese Woche, Deutschland sei noch lange nicht über den Corona-Berg und beschlossen deshalb den totalen Shutdown der Republik für weitere Monate zu verlängern.

Konkret, das öffentliche Leben in Deutschland soll wie aktuell unbegrenzte Zeit weiter verboten bleiben. Die Folgen sind schon jetzt ein Desaster für den gesamten Mittelstand. So werden in naher Zukunft Millionen Bürger in die Insolvenz abrutschen, Bankrott gehen.

Die Zahl der Menschen, deren lebensnotwendige Operationen wegen Corona abgesagt wurden, steigt ebenfalls weiter an und tötet schon heute Patienten, während landesweit bis zu 150.000 Intensivbetten leer stehen!

Das alles blendet Merkel aus. Zudem hält sie auch weiter an der massiven Beschneidung der Grundrechte fest.

Dr. Knut Wittkowski kann sich das Verhalten im Kanzleramt nur damit erklären, dass Merkel und ihre Berater vom RKI und der Charité sich derart verrannt haben, dass sie alles unternehmen, um ihr Gesicht zu wahren. Der Preis könnte der Verlust der Demokratie sein. Dr. Knut Wittkowski rät den Bürgern dringend dazu, für die kassierten Bürgerrechte zu kämpfen, denn so Wittkowski, die Pandemie sei vorbei!

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Bildquelle: Punkt.Preradovic

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Veröffentlicht am: 24. April 2020

Anzahl Kommentare: 13 Kommentare

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UN-Sicherheitsrat zu Corona-Pandemie: Guterres warnt vor Viren als Terrorwaffe

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10-04-20 12:57:00,

Politik

12:08 10.04.2020(aktualisiert 12:10 10.04.2020)

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Die Coronavirus-Pandemie stellt laut UN-Chef António Guterres eine Gefahr für den internationalen Frieden und die Sicherheit dar. Dies sagte er bei einem virtuellen Treffen des UN-Sicherheitsrates am Donnerstag (Ortszeit) in New York.

Die Pandemie könne zur Eskalation von Gewalt und Unruhen führen, die die Möglichkeit drastisch einschränken würden, die Krankheit zu bekämpfen. 

Bioterrorismus

Unter anderem sieht Guterres eine wachsende Gefahr von möglichen Angriffen durch Bioterroristen, die zum Ziel haben könnten, neue Pandemien wie die gegenwärtige auszulösen.

„Die Schwächen und die mangelhafte Vorbereitung, die durch diese Pandemie offengelegt wurden, geben Einblicke darin, wie ein bioterroristischer Angriff aussehen könnte – und erhöhen möglicherweise das Risiko dafür“, sagte er.

Ferner erläuterte der UN-Chef:

„Nichtstaatliche Gruppen könnten Zugang zu virulenten Stämmen erhalten, die für Gesellschaften auf der ganzen Welt eine ähnliche Verwüstung bedeuten könnten.“

©
Sputnik / Sergej Piatakow

Die Sorge vor Bioterroristen ist eine von acht Bedrohungen der internationalen Stabilität, die Guterres wegen der Corona-Krise vor dem UN-Gremium aufzählte. Dazu gehörte auch die generelle Gefahr, dass Terrorgruppen die Zeit der Krise ausnutzen könnten, während Regierungen durch die Bewältigung der Pandemie abgelenkt seien. Zudem registrierten die Vereinten Nationen nach Worten von Guterres Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Covid-19: 

„Wir sehen Stigmatisierung, Hassreden sowie Rechtsextremisten und andere Radikale, die versuchen, die Situation auszunutzen.“ 

Der UN-Chef bezeichnete das Vorgehen gegen die Corona-Pandemie Medienberichten zufolge als „Kampf einer Generation“. Es sei entscheidend, dass der Sicherheitsrat sich in diesem Kampf engagiere, um die möglichen Konsequenzen der Pandemie für „Frieden und Sicherheit“ in der Welt abzumildern.

Erste Corona-Beratungen

Die ersten Beratungen des Sicherheitsrates zur Coronavirus-Pandemie hatten per Videokonferenz und unter Druck der Kritik wegen des offensichtlichen Stillstands stattgefunden.

Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen kritisierte die bisherige „ohrenbetäubende Stille“ des Rates deutlich. Anders als bei der Finanzkrise 2008 kämen „Führung und Macht“ international bisher nicht zusammen.

ak/sb/dpa/sna

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Corona-Pandemie in Brasilien – „Im Krieg gegen Covid19 gibt es zwei Seiten: Auf der einen ist die Menschheit, auf der anderen ist Bolsonaro”

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25-03-20 09:01:00,

Teil 2 – Lula kontra Bolsonaro, die Gesichter der weltweit bedrohten Demokratie und der Barbarei. Als Folge auf den Artikel über die Europa-Auftritte von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva war an dieser Stelle eine Analyse des Regierungsstils Jair Bolsonaros im Umgang mit der brasilianischen Wirtschaft, der Sozialpolitik, der Umwelt, den indigenen Völkern, den Afrobrasilianern und Frauen, auch seiner freiwilligen außenpolitischen Untertänigkeit gegenüber den USA geplant. Eine Chronik erratischer Inkompetenz und amateurhafter Improvisation, auch skandalöser Affären mit nicht selten obszöner Note, die Bände sprechen. Von Frederico Füllgraf.

Zusammengefasst, in fünfzehn Regierungsmonaten hat sich der brasilianische Staatschef mehrfacher verbaler Ausfälle, einer Liste undenkbarer Lügen, absurder Verschwörungstheorien, Angriffe auf Journalisten und Medien und der Beleidigung von politischen Gegnern, Frauen und ethnischen Minderheiten schuldig gemacht. Ferner steht Bolsonaros Familie unter dem Verdacht, in den Mord an der Stadtverordneten Marielle Franco involviert zu sein und seit Jahrzehnten mit paramilitärischen Mafia-Banden – Milicias genannt – zusammenzuarbeiten. Bolsonaros Sohn, der ehemalige Stadtverordnete und jetzt amtierende Senator, Flávio Bolsonaro, beschäftigte über Jahre hinweg Familienangehörige des wegen Marielle Francos Ermordung mitangeklagten und flüchtigen ehemaligen Polizisten Adriano Nóbrega. Nóbrega wurde Mitte vergangenen Februar im Hinterland des Bundesstaates Bahia während eines umstrittenen Polizeieinsatzes erschossen. Da es keinen Schusswechsel gab, vermuteten kritische Medien in Brasilien, Nóbrega sei – wie es der Polizeijargon nennt – Opfer einer „Dateilöschung“ gewesen, weil er zu viel über die Hintergründe des Falles Franco und die vermeintliche Involvierung des Bolsonaro-Clans wusste.

Sprechen die fünfzehn Regierungsmonate des Präsidenten Bände von in Europa unvorstellbaren und inakzeptablen Zuständen, veranschaulicht der Umgang des Staatschefs mit der Coronavirus-Pandemie wiederum das Bolsonarismus-Phänomen auf exemplarische Weise.

Der im Titel zitierte Satz stammt vom renommierten brasilianischen Journalisten Paulo Moreira Leite, der in einer seiner jüngsten Kolumnen dem im Oktober 2018 zum brasilianischen Präsidenten gewählten, ehemaligen Fallschirmspringer Bolsonaro einen regelrechten Boykott der vom eigenen Gesundheitsminister ergriffenen Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus vorwirft. „Niemand braucht medizinische Vorbildung nachzuweisen, um die schädliche Natur der Auftritte Jair Bolsonaros angesichts der zunehmenden Mobilisierung der brasilianischen Gesellschaft … gegen die Coronavirus-Pandemie zu erkennen“, lautete Leites Verriss.

Pandemie-Leugnung und Verschwörungstheorien trotz 22 positiv getesteter Regierungsmitglieder

Als Reaktion auf die am 4.

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Corona-Pandemie: Angriff der Spekulanten

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24-03-20 10:20:00,

Europäische Unternehmen unter Beschuss: Ein grosser Hedgefonds wettet auf den Verfall ihrer Aktien

Tobias Tscherrig / 24. Mär 2020 –

Der grösste Hedgefonds der Welt wettet 14 Milliarden US-Dollar auf den Niedergang von europäischen Unternehmen.

Während die Welt zunehmend von der Corona-Pandemie betroffen ist, erlebt die Börse die grösste Krise seit zehn Jahren. Spekulanten nutzen sie und die damit verbundenen Verwerfungen an den Märkten, um daraus Profit zu erwirtschaften. So hat der grösste Hedgefonds der Welt, «Bridgewater Associates», 14 Milliarden US-Dollar darauf gewettet, dass die Aktien europäischer Unternehmen – infolge der Ausbreitung des Corona-Virus – weiter sinken werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg».

Von den Spekulationen sind Unternehmen in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Italien, Irland und Finnland betroffen.

Risikoreiche Untergangswetten

Wegen der Corona-Pandemie geht es mit den Aktienkursen seit Tagen im Zickzackkurs steil abwärts. Für Hedgefonds ist das eine Gelegenheit, denn sie können auch bei Abstürzen der Börsenkurse viel Geld verdienen. Dafür wetten sie auf die fallenden Kurse der betroffenen Unternehmen. Verwundbare Firmen werden dabei oft gezielt mit Finanz-Attacken bedrängt, um so nachzuhelfen und die Aktien weiter zum Absturz zu bringen.

Weil Hedgefonds Aktien verkaufen können, die sie gar nicht haben, spricht man von Leerverkäufern oder Shortsellern. Der Gewinn besteht in der Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis der Aktien, abzüglich der Leihgebühr. Die Wetten sind risikoreich: Falls der Aktienkurs wider Erwarten steigt, geht die Wette schief.

Ähnliche Wetten in der Vergangenheit

Wie «Bloomberg» aufzeigt, mischt der von Milliardär Ray Dalio geführte weltweit grösste Hedgefonds «Bridgewater Associates» bei diesen Wetten auf den Niedergang von europäischen Firmen kräftig mit. Er setzt darauf, dass die Aktienkurse dieser europäischen Unternehmen wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie weiter sinken werden. Die meisten der Leerverkäufe betreffen Unternehmen aus Frankreich, gefolgt von Firmen aus Deutschland und den Niederlanden.

Dazu gehört zum Beispiel eine Wette von rund einer Milliarde Dollar, die der Hedgefonds nach Angaben von «Bloomberg» gegen das deutsche Software-Unternehmen SAP platziert hat. Der deutsche Halbleiterausrüstungshersteller ASML sei von Leerverkäufen von insgesamt 715 Millionen Dollar betroffen. Gegen den Versicherungskonzern Allianz werde mit mehr als einer halben Milliarde Euro spekuliert. Gegen den Pharmakonzern Bayer seien 700 Milliarden Euro eingesetzt worden. Ein Zehntel aller Aktien von Lufthansa seien leer verkauft,

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Tagesdosis 23.3.2020 – Corona-Pandemie: Wer ist eigentlich die WHO? | KenFM.de

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23-03-20 01:25:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Führung des Kampfes gegen das neuartige Corona-Virus liegt in den Händen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie gibt die Zahlen von Infizierten, Verstorbenen und Genesenen bekannt, informiert über die Ausbreitung der Krankheit und koordiniert die Maßnahmen zu deren Eindämmung.

Wer ist diese Organisation? Wer hat sie gegründet? Wie hat sie ihren Auftrag bisher erfüllt? Wer finanziert sie? 

Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Fakten: 

Die WHO (englisch: World Health Organization) wurde 1948 als Sonderorganisation der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ihr Hauptsitz befindet sich in Genf, sie hat zurzeit 194 Mitgliedsstaaten und wird seit 2017 von dem ehemaligen äthiopischen Gesundheits- und Außenminister Dr. Tedros Ghebreyesus geleitet. 

Der offizielle Auftrag der WHO besteht in der „Erreichung des höchstmöglichen Gesundheitsniveaus durch alle Völker“. Sie ist berechtigt, international anerkannte Standards für die Behandlung von Krankheiten, den Umgang mit Umweltgiften und den Schutz vor nuklearen Gefahren zu setzen. Außerdem stellt sie technische Hilfe für bedürftige Länder bereit und unterstützt und koordiniert internationale Reaktionen auf gesundheitliche Notfälle.

Die zwei Finanzierungsquellen der WHO 

Die WHO verfügt derzeit über einen Haushalt von ca. 4,4 Milliarden US-Dollar und hat zwei Haupteinnahmequellen: Zum einen festgelegte Beiträge, die die Regierungen der Mitgliedsstaaten zahlen und die sich nach der Bevölkerungszahl und der Höhe ihres Sozialproduktes richten. Zum anderen freiwillige Beiträge von Mitgliedsstaaten, Stiftungen, Unternehmen und Einzelpersonen.

Die festgelegten Beiträge werden zur Deckung allgemeiner Ausgaben und Programm-Aktivitäten verwendet. Freiwillige Beiträge werden von den Spendern für bestimmte Aktivitäten vergeben und sind zweckgebunden.

In den ersten drei Jahrzehnten ihres Bestehens wurde die WHO hauptsächlich durch festgelegte Beiträge der Mitgliedsstaaten finanziert, wobei die USA der größte Geldgeber waren. Mit der globalen Deregulierung und dem zunehmenden Einfluss des Neoliberalismus begann Mitte der Siebziger Jahre eine Privatisierungswelle, die auch vor der WHO nicht haltmachte. Der Anteil privater Gelder an ihrem Budget nahm in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich zu. 

1993 setzten die USA durch, dass die Pflichtbeiträge eingefroren wurden. 2017 verfügte US-Präsident Trump eine Kürzung des US-Anteils um fast die Hälfte.

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Die Corona-Pandemie

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14-03-20 02:20:00,

Nafeez Ahmed: Die Corona-Pandemie

Roland Rottenfußer: Die Gesundheitsdiktatur

Hermann Ploppa: Gewollte Hysterie

Nicolas Riedl: Die Virus-Hysterie

Elisa Gratias: Das Angst-Virus

Steffen Pichler: Pest und Corona

Helmut Weiss: Feindpropaganda statt Mitgefühl

Ulrich Gellermann: Merkel will Deutschland schließen

Wolfgang Wodarg: Die Panikmacher

Hannes Hofbauer: Die Virus-Repression

Jens Bernert: Von wegen Pandemie

Hannes Sies: Der virale Kapitalismus

Larry Romanoff: Ignorantes Imperium

Matteo Palo: Epidemie der Gewalt

Ullrich Mies: Chance für die Jugend

Vor fünf Jahren hat die Commission on a Global Health Risk Framework for the Future (zu deutsch etwa „Kommission für einen Rahmenplan für zukünftige globale Gesundheitsrisiken“, Anmerkung der Übersetzerin), ein unabhängiges Gremium ausgezeichneter Wissenschaftler, einen meilensteinartigen Bericht herausgegeben, dass die Welt im Laufe des nächsten Jahrhunderts unweigerlich mindestens eine Pandemie erleben würde. Dieser Report ging von einer 20-prozentigen Wahrscheinlichkeit aus, dass innerhalb dieses Zeitraums bis zu vier Pandemien durchgemacht werden müssten.

Kurz danach beriet ich Ubisoft zur Wirklichkeitsnähe des Video-Spiels The Division, in dem es um eine Pandemie geht. Es spielt in einem kollabierten New York, in dem sich das fiktive Virus Variola Chimera schnell in der ganzen Stadt verbreitet. Zu dieser Zeit war ich Gastforscher am Institut für globale Nachhaltigkeit an der Fakultät für Wissenschaft und Technologie der Anglia Ruskin Universität und entwickelte ein neues wissenschaftliches Rahmenwerk zum Verständnis der Dynamik eines sozialen Kollapses. Ubisoft bat mich als unabhängigen Experten für soziale Krisen, einzuschätzen, wie realistisch deren Szenario war.

Ausgehend von den außergewöhnlichen Voraussetzungen des „Division“-Szenarios — das fiktive Virus war eine von Terroristen geschaffene, zur Waffe umgewandelte Version des Pockenvirus, mit einer Inkubationszeit von sieben Tagen und einer 90-prozentigen Sterblichkeitsrate; der ultra-schnelle Prozess des Kollabierens vielfältiger kritischer Systeme war also plausibel — allerdings nur unter diesen fiktiven Voraussetzungen.

Es ist also wichtig, sich daran zu erinnern, dass das Coronavirus weit entfernt davon ist,

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