Corona-Protest in Berlin: Polizei verzeichnet immense Brutalität

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21-11-20 03:50:00,

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Die Demonstration gegen die deutschen Corona-Maßnahmen am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel hat laut der Hauptstadt-Polizei Hinweise einer Radikalisierung enthalten.

Die Polizei habe eine immense Brutalität der Gewalt verzeichnen können.

„Wir sind vom ganz bunten Publikum weg und kommen immer mehr zu einem Spektrum von Menschen, die unser System ablehnen und dafür auch bereit sind, extreme Gewalt anzuwenden“, sagte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik dem „Tagesspiegel“. „Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt war immens. Einzelne Stimmen haben gesagt, sowas haben wir in Berlin seit Jahrzehnten nicht erlebt.“

Einige Demonstrierende sollen auch versucht haben, zum Reichstag durchzudringen, was aber von den Polizeibeamten verhindert werden konnte.

„Ich würde heute nicht mehr akzeptieren, dass Menschen sagen, ihnen sei nicht klar, dass sie dort mit Rechtsextremisten auf dem Platz stehen“, betonte Slowik.
Protest gegen Infektionsschutzgesetz

Am Mittwoch hatten mehrere Tausend Menschen gegen das neue Infektionsschutzgesetz demonstriert. Die Berliner Polizei musste erstmals seit Jahren Wasserwerfer im Sprühmodus einsetzen. Mindestens 365 Menschen wurden in Haft genommen.

Die Polizeipräsidentin verteidigte den Einsatz, denn die Polizisten hätten verhältnismäßig und rechtsstaatlich gehandelt. „Die Demonstrationsteilnehmer haben sich geweigert, Abstände einzuhalten und Masken zu tragen. Wir haben dann umgehend mit der Auflösung begonnen“, erklärte sie.

Nach Berichten von dpa-Reportern nahmen am Protest auch erkennbar Rechtsextreme und sogenannte Reichsbürger teil. Die Mehrheit waren sie allerdings nicht. Denn man konnte auch Tanz- und Trommelgruppen und Demonstranten mit Luftballons, Trillerpfeifen und Regenbogenfahnen sehen.

aa/mt/dpa

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