Süddeutsche Zeitung und Wikipedia: Was nicht passt, wird passend gemacht | Anti-Spiegel

22-01-21 07:54:00,

Ein Buchautor hat einen Wikipedia-Schreiber auf Schadenersatz verklagt und den Prozess gewonnen. Ein Politiker der Grünen scheint davon nichts mitbekommen zu haben und hat den nach dem Urteil geänderten Wikipedia-Artikel zurück geändert und einen Shitstorm erhalten. Die Süddeutsche Zeitung ist dem Grünen beigesprungen und hat ihre Leser dabei bewusst falsch informiert.

Markus Fiedler ist mit seinem Projekt “Neues aus Wikihausen” ein Kritiker der Wikipedia. Er zeigt akribisch und mit Belegen auf, wie der innere Kreis der Wikipedia gegen die eigenen Regeln verstößt und gleichzeitig alle User unter Vorwänden sperrt, die politisch nicht gewollte Fakten in Wikipedia-Artikel schreiben. Über die Wikipedia habe ich vor etwas über einem Jahr eine fünfteilige Sonderreihe geschrieben, den ersten Teil finden Sie hier.

Zusammen mit seinem Partner Dirk Pohlmann hat Fiedler unter anderem die Identität verschiedener anonym schreibender Wikipedia-Autoren aufgedeckt, die in ihren Artikeln andere Menschen durch unwahre und unvollständige Artikel bewusst verleumden, jede Änderung der Artikel verhindern und User bei Wikipedia löschen, die etwas an den Artikeln ändern wollen.

Die beiden von einem der Schreiberlinge, Jörg Mathias Claudius Grünewald, der bei Wikipedia unter dem Synonym “Feliks” schreibt, verklagt, nachdem sie seine Identität und seine Machenschaften bei Wikipedia öffentlich gemacht haben. Er hat sich auf seine Anonymität bei Wikipedia berufen und wegen einer Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte geklagt. Fiedler und Pohlmann haben den Prozess aber in allen Punkten gewonnen, weil Grünewald so dreist und unverfroren andere öffentlich diffamiert hat, dass das Gericht nicht zulassen konnte, dass er selbst dabei anonym bleiben kann. Dem Heckenschützen Grünewald wurde buchstäblich die Hecke entfernt, hinter der sich versteckt hat. Über den Prozess haben Fiedler und Pohlmann ausführlich berichtet, das Video finden Sie hier.

Nachdem das Gericht entschieden hatte, dass Grünewald kein Recht auf Anonymität hat, weil er diese nutzt, um in ihrem Schutz andere Menschen zu diffamieren und zu verleumden, hat der Buchautor Elias Davidsson Grünewald auf Schadensersatz verklagt, denn die diffamierenden Einträge von Grünewald über Davidsson auf Wikipedia haben dazu geführt, dass Davidsson von Veranstaltungen ausgeladen wurde und sicher haben sie auch zu geringeren Verkäufen seiner Bücher geführt. Das Gericht hat Davidsson Recht gegeben und Grünewald verurteilt, 8.000 Euro Schadenersatz zu zahlen. Fiedler und Pohlmann haben Davidsson in ihrer aktuellen Sendung dazu interviewt und über alle Details berichtet. Ich empfehle diese Sendung als interessante Unterhaltung für das Wochenende.

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“Süddeutsche”: Anklageschrift in Nachrichtenform gegen kritischen Professor

01-06-20 12:13:00,

Michael Meyen. Bild: Ekkehard Winkler

  1. “Süddeutsche”: Anklageschrift in Nachrichtenform gegen kritischen Professor

  2. Pluralismus ja, aber wir haben die Wahrheit gepachtet

  3. Eigentlich müssten die Verantwortlichen beim IfKW froh darüber sein, auch einen “Meinungsabweichler” in ihren Reihen zu haben


  4. Auf einer Seite lesen

Das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) fällt dem besagten kritischen Forscher auch noch in den Rücken. Ist das der freie Geist des akademischen Feldes? Ein solides Stück kritischer Journalismus?

In dem Artikel “Ein Blog der Unmut auslöst”, schreibt SZ-Redakteur Sebastian Krass über Michael Meyen, Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) in München. Der Artikel, der vordergründig als nachrichtlicher Beitrag zu verstehen ist, hat es in sich. Es ist eine Art Anklageschrift in Nachrichtenform. Meyen, das wird bereits aus Überschrift und Vorspann deutlich, ist in das Visier der Süddeutschen Zeitung geraten.

Der Grund: Der Kommunikationswissenschaftler hat sich etwas Unerhörtes, ja, wenn man der SZ folgt, geradezu etwas Skandalöses erlaubt (SZ schließt sich Kampagne gegen linken Kommunikationswissenschaftler an).

Ähnlich entspannt wie ein zur Steinigung Verurteilter in einem Monty-Python-Film unentwegt “Jehova!” ruft (trotz zu erwartender schwerer Konsequenzen), hat Meyen in einem Beitrag für seinen privaten Blog, bei dem im Impressum aber seine Institutsadresse angegeben ist, die Worte “Ken” und “Jebsen” gesagt. Allerdings hat er, entgegen der Erwartungen der Diskurswächter, nicht kübelweise Schimpfwörter über das “Enfant terrible” der alternativen Medienszene ausgeschüttet.

Das Fass zum Überlaufen gebracht hat dann wohl ein aktueller Beitrag seines Mitarbeiters Alexis Mirbach. Unter der Überschrift “Was ich von Ken Jebsen gelernt habe” kritisierte der Wissenschaftler die Berichterstattung der Leitmedien zur WHO sowie ein 9-minütiges Interview, das Nachrichtenmann Ingo Zamperoni mit Bill Gates in den Tagesthemen geführt hat (Mirbach: “Eine Frage, die auch nur einen Hauch an Zweifel oder Kontext verströmt, gibt es nicht”). Erwartungsgemäß bringen derlei Zeilen das Blut der Diskurswächter in Wallung. Auf den reflexhaften Griff zu den Steinen folgt die Steinigung.

Erste Steinchen wurden in Form von “Empörungstweets” am vergangenen Wochenende geworfen. Ab Montag beteiligten sich an dem Spektakel dann auch die Süddeutsche Zeitung und das IfKW,

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Wenn die Süddeutsche Zeitung manipuliert, dann im Dienst des Staatswohles

21-09-19 10:01:00,

In einem niederträchtigen „Streiflicht“-Kommentar der Süddeutschen Zeitung vom 14./15. September 2019 wird den „NachDenkSeiten“ vorgeworfen, zu viele Fragen zu stellen. Das hält die Süddeutsche Zeitung für verdächtig. Fragen zu stellen, ist die Grundlage journalistischer Arbeit, ganz im Gegensatz zu einem Journalismus, der alles glaubt. Oft geht nicht mehr, da Fakten und Indizien, die einer offiziellen Version widersprechen könnten, „unter Verschluss“ gehalten werden, wie im Mordfall Halit Yozgat in Kassel 2006 zum Beispiel. Dort muss man bis zum Jahr 2134 warten, bis man auf die gestellten Fragen möglicherweise andere Antworten geben kann. In folgenden Fall geht es um eine großangelegte Manipulation, an der sich die Süddeutsche Zeitung beteiligt hat. Das ist keine Frage; sondern ein Fakt. Von Wolf Wetzel

„Könnte es sein, dass die NachDenkSeiten selber das Ergebnis einer kontrollierten Sprengung von Gedankengebäuden sind, bei der kein Stein auf dem anderen blieb?“

In diesem unschuldig-verspielten Ton versuchte die Süddeutsche Zeitung in ihrem „Streiflicht“ vom 24./25. September 2019 die NachDenkSeiten um den Verstand zu bringen.

Könnte es sein, dass die Süddeutsche Zeitung weiß, wie man Wirklichkeiten gaga-isiert und Simulationen von Wirklichkeiten zum Kerngeschäft macht?

Könnte nicht nur sein – ist so.

Ein inszeniertes Ereignis, an dem die Süddeutsche Zeitung mitgewirkt hat … und mit Derealisierung erwidert: „Also alles gefälscht und inszeniert? Nein.

Am 7. Januar 2015 ereignete sich in Paris ein Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo, bei dem elf Menschen ermordet wurden, in der Mehrheit Mitglieder einer Redaktionssitzung. Danach, so die Polizeiversion, flüchteten die beiden Angreifer. Zwei Tage später stürmte ein weiterer Attentäter einen koscheren Supermarkt im Osten von Paris, tötete einige Kunden und nahm die anderen als Geisel. In einem Telefonanruf stellte er die Tat in Verbindung mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo und forderte: „Frankreich soll alle seine Truppen aus sämtlichen muslimischen Ländern abziehen“. Die Polizei umstellte wenig später den Supermarkt und stürmte ihn. Insgesamt wurden dort fünf Personen getötet – unter ihnen auch der mutmaßliche Attentäter. Am selben Tag erschoss eine Sondereinheit der Gendarmerie die beiden anderen Attentäter, die sich in einer Druckerei in dem Ort Dammartin-en-Goële verschanzt hatten.

Nachdem diese tot waren und sich eine angeblich dritte Beteiligte nicht mehr in Frankreich aufhielt,

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Die Süddeutsche polemisiert gegen die NachDenkSeiten und ihren Herausgeber.

16-09-19 02:14:00,

„Das an Gehässigkeit nicht zu überbietende Streiflicht vom 14./15. September ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr die “Nachdenkseiten” von Albrecht Müller der SZ auf die Nerven gehen.

Ein Grund mehr, die NDS jeden Tag zu lesen.“ – So Dr. Hans Bleibinhaus aus München in einer Mail. Was war geschehen? Was hat die Süddeutsche Zeitung geschrieben und prominent auf ihrer ersten Seite platziert? Was ist der Hintergrund und das Motiv für diesen journalistischen Offenbarungseid? Was können die mit-betroffenen NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser tun? Zunächst geben wir im Anhang das Streiflicht vom vergangenen Samstag wieder. Albrecht Müller.

Ein paar kurze Anmerkungen zum Inhalt:

  • In den ersten Sätzen wird erkennbar, dass der Süddeutschen Zeitung drei aktuelle Artikel und Interviews der NachDenkSeiten nicht gepasst haben: die Zweifel an der offiziellen Version zum Einsturz der „beiden“ Türme des World Trade Centers, die wir übrigens stets sehr vorsichtig und differenziert vorgetragen haben; die Süddeutsche ärgert sich weiter über Jens Bergers Artikel „Hongkong-Held“ oder US-Marionette? und über meinen Beitrag darüber, für wen unser Bundespräsident und die Bundeskanzlerin wohl arbeiten.
  • Die Süddeutsche Zeitung behauptet, wir würden vor allem Fragen stellen. NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser können die Skurrilität dieser Behauptung besonders gut einschätzen.
  • Dann wird nach erprobter Weise versucht, die NachDenkSeiten in die Verschwörungs- und Querfrontecke zu packen. Dazu wird Sarrazin mit mir und den NachDenkSeiten in einen Topf geworfen. Das ist ohne jegliche Basis. Auf den NachDenkSeiten hat es bisher nur Kritisches zu Herrn Sarrazin gegeben. Das wird auch so bleiben.
  • Dann wird mein vergleichsweise hohes Alter benutzt, um mich und damit die NachDenkSeiten in ein schlechtes Licht zu rücken. Das Alter als Argument! – das ist eine Masche, die erstaunlicherweise immer mal wieder benutzt wird. Sind ältere Menschen per se unzurechnungsfähig oder leistungsunfähig? Soll ich mich dafür schämen, dass mir im hohen Alter von 62 Jahren die Idee zu den NachDenkSeiten kam und ich 65 war, als wir dieses Projekt zu realisieren begannen, oder dass ich mit 66 „Die Reformlüge“ schrieb, die eine der frühen und substantiellen Kritiken der Agenda 2010 war und ist? Alle diese Projekte hätten ja gerne auch Jüngere übernehmen können. Vielleicht sogar der anonyme Autor des Streiflichts.

    Es ist übrigens schade, dass die ansonsten einsehbare Übung,

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So missbraucht die «Süddeutsche» das Gedenken an Hunger und Tod

28-01-19 10:52:00,

Christian Müller / 28. Jan 2019 –

Eine Million Menschen starben an Hunger, weil die deutschen Truppen Leningrad blockierten. Doch jetzt wird Russland beschuldigt.

«Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad». So lautet die Headline eines Kommentars der «Süddeutschen Zeitung» am 24. Januar 2019 zur Aushungerung der Stadt Leningrad – heute St. Petersburg – während 900 Tagen durch die Deutschen Truppen im Zweiten Weltkrieg und zum diesjährigen Gedenktag. Eine Million Menschen starben damals den vielleicht schrecklichsten Tod, den man sich vorstellen kann: den Hungertod. Kinder mussten mitansehen, wie ihre Väter langsam verhungerten, Mütter mussten ansehen, wie ihre Kinder verhungerten. Es gab einfach nichts mehr zu essen, weil die deutschen Truppen die Stadt abgeriegelt hatten und jede Zufuhr von Nahrungsmitteln verhinderten. Es war, nach dem Holocaust, der schlimmste Fall von Genozid im Zweiten Weltkrieg.

Jetzt, Ende Januar 2019, sind es 75 Jahre, seit das hungernde Leningrad von der Roten Armee befreit wurde. Fürwahr ein Anlass zum Gedenken.

Aber was macht eine der bedeutendsten Zeitungen Deutschlands? Statt wiedereinmal in sich zu gehen und – als klare Schuldige an diesem grausamen Völkermord vor 75 Jahren – ihre deutschen Leserinnen und Leser aufzufordern, auf der Hut zu sein und ähnliche Entwicklungen wie die unter Hitler rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern, benutzt die «Süddeutsche» den Anlass, um – schon in der Headline! – einmal mehr eine verbale Rakete gegen Russland abzufeuern: «Moskau missbraucht das Gedenken an Leningrad». Wie ist sowas überhaupt möglich?

Und wenn man dann zu lesen beginnt, wird es schon im ersten Abschnitt schauerlich. Silke Bigalke schreibt aus Moskau: «Wieder einmal schicken die in Moskau Regierenden Soldaten statt Mitgefühl und verordnen Nationalstolz statt Gedenken. Die Blockade der Stadt, die damals Leningrad hiess, bleibt ein wunder Punkt in Russlands Vergangenheit. Stets wollten die Mächtigen kontrollieren, wie sich die Menschen daran erinnern.»

Es ist unfassbar: Wichtig ist nicht das deutsche Verbrechen, wichtig ist der Zeitung, wie Russland die Gedenkfeier gestaltet. Sind die Redakteure in München von allen guten Geistern verlassen? Welch verlogene Selbstsicherheit herrscht da an der Hultschiner Strasse in Bayerns Hauptstadt?

Man kann es wieder und wieder lesen, weil man es nicht für möglich hält. Und doch:

Wie Russland selber dieses historische Ereignis «feiert»,

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