Defender 2020: Manöver als Infrastruktur-Stresstest

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08-10-19 01:44:00,

Eingang zum NATO-Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide. Foto: Fiorellino. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die USA schicken im nächsten Jahr so viele Soldaten nach Europa wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr

Im nächsten Jahr veranstalten 19 NATO-Mitgliedsländer die Militärübung “Defender 2020”, abgekürzt: DEF 20. Die Führung dieses Manövers übernehmen die USA, die dazu insgesamt 37.000 Soldaten abstellen wollen. Davon sind 17.000 bereits in Europa stationiert. Der Rest wird zusammen mit zusätzlichen Panzern und anderem Gerät aus Nordamerika eingeflogen und eingeschifft, wie die US-Streitkräfte in Europa gestern bekannt gaben. Mit 20.000 Mann wären das so viele, wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr für eine einzelne Militärübung über den Atlantik gebracht wurden.

Deutschland soll bei diesem Manöver im April und Mai als “Drehscheibe” fungieren: In diesem Staat, der im Januar die Führung der 2014 ins Leben gerufenen “Very High Readiness Joint Task Force” (VJTF) der NATO übernahm, kommen Soldaten und Material aus den USA an, um nach Polen und in die drei baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland weiterverteilt zu werden. Außer einer Bundeswehrunterstützung “in den Bereichen Kampf, Kampfunterstützung und Führung” ist deshalb auch der Aufbau dreier “Convoy-Support-Zentren” und einer großen Tankanlage geplant. Letztere soll auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide entstehen.

Straßen, Brücken, Schienen und das Zwei-Prozent-Ziel

Dem deutschen Bundesverteidigungsministerium nach soll mit DEF 20 “eine schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa geübt werden, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Verfahren im Krisenfall funktionieren”. Dadurch könne die Bundesrepublik zeigen, wie sie zur “gemeinsamen europäischen und euro-atlantischen Sicherheit” beitrage. Außerdem werde mit dem Transport der teilweise über 130 Tonnen schweren Kampfpanzer auf Militärtiefladern auch die Belastbarkeit der deutschen Infrastruktur überprüft.

Für die anderen Nutzer deutscher Straßen und Brücken könnte das zweierlei bedeuten: Zum einen Schäden und Behinderungen an solchen Bauwerken – zum anderen vielleicht aber auch ein schnelleres Angehen lange fälliger Reparaturen, Erneuerungen und Ausbauten. Würde eine deutsche Bundesregierung dafür den Verteidigungshaushalt anzapfen, könnte sie sich auf diese Weise schnell dem Zwei-Prozent-Ziel der NATO nähern, auf dessen Einhaltung die US-Staatsführung drängt (vgl. Trump macht NATO-Gipfel zum Bauerntag).

Außer in der Luft und auf Straßen sollen Material und Soldaten auch auf Binnenschiffen und Schienen transportiert werden. Letzteres könnte zu zusätzlichen Verzögerungen im ohnehin sehr störungsbelasteten Bahnbetrieb führen (vgl.

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„Defender 2020“: NATO-Mächte bereiten Krieg gegen Russland vor

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08-10-19 07:27:00,

„Defender 2020“

NATO-Mächte bereiten Krieg gegen Russland vor

von Gregor Link

Im kommenden Jahr werden Streitkräfte aus 17 NATO-Staaten, darunter die USA und Deutschland, das Großmanöver „Defender 2020“ durchführen. Mit dem größten militärischen Aufmarsch in Europa seit 25 Jahren bereitet sich das westliche Militärbündnis auf einen Krieg gegen die Nuklearmacht Russland vor, die ihrerseits riesige Militärmanöver abhält.

NATO-Angriffsbuendnis-war-crimes-criminals-nordatlantikpakt-north-atlantic-terror-treaty-organization-Kritisches-Netzwerk-Kriegsverbrecher-Kriegsverbrechen-Russophobia-russophobie Wie das Bundesministerium der Verteidigung den Obleuten des Verteidigungsausschusses am Dienstag mitteilte, wird das US-Militär zwischen April und Mai die Verlegung einer vollständigen Division nach Polen und ins Baltikum vornehmen. Insgesamt 37.000 Soldaten sollen daran teilnehmen, bis zu 20.000 davon sowie Panzer und Militärgerät sollen aus den USA über den Atlantik gebracht werden.

Ziel der „Übung“ sei es, eine „schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa“ zu proben, um „sicherzustellen, dass die entsprechenden Verfahren im Krisenfall funktionieren“. „Dreh- und Angelpunkt“ der Mobilmachung der US-Streitkräfte sollen dabei Deutschland und die Bundeswehr sein.

Wie die Zeitung DIE WeLT unter Berufung auf das Schreiben des Verteidigungsministeriums feststellt, hat Deutschland ein „wesentliches Interesse“ daran, seine „zentrale Rolle“ im transatlantischen Militärbündnis „unter Beweis zu stellen“. Das deutsche Heer, so heißt es in dem Papier, werde sich dazu in den Bereichen „Kampf“ und „Kampfunterstützung“ an dem Manöver beteiligen und eine Schlüsselrolle bei der „Führung“ der amerikanischen Truppen spielen. Im Zuge seiner Rolle als logistische „Drehscheibe“ und Transitland der NATO werde Deutschland drei sogenannte Convoy-Support-Zentren für die Marschkolonnen, sowie eine Tankanlage auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide errichten.

Die verantwortlichen US-Militärs, die das Manöver in ihren Publikationen ungeniert mit der D-Day-Invasion Europas vergleichen, betrachten es zugleich als wichtigen praktischen Schritt ihrer zunehmenden militärischen und strategischen Zusammenarbeit mit Polen.

Schon im Juni dieses Jahres hatte ein Verteidigungsabkommen zwischen Trump und dem polnischen Präsident Andrzej Duda die logistischen Voraussetzungen für eine derart massive Truppenverlegung geschaffen. Dazu zählen ein „vorwärtsgewandtes“ Divisionshauptquartier, ein Luftwaffenstützpunkt, ein Gefechtsübungszentrum und weitere unterstützende Infrastruktur. Das Abkommen beinhaltete außerdem die Aufstockung US-amerikanischer Truppen in Polen auf knapp 6000 Mann und die Stationierung einer Schwadron MQ-9-Drohnen vom Typ „Reaper“.

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Die Bundesregierung beteiligt sich trotz der wachsenden transatlantischen Konflikte führend am Kriegsaufmarsch gegen Russland. Der deutsche Imperialismus verfolgt dabei seine eigenen militärischen Interessen.

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John Bolton Wins “Defender of Israel” Award From Zionist Lobby Group That Helped Appoint Him – Global Research

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13-11-18 05:13:00,

The ZOA, Bolton’s enthusiastic sponsor, led the campaign to remove former National Security Adviser H.R. McMaster from his post after railing against McMaster’s “anti-Israel” positions, most notably his support for the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), better known as the Iran nuclear deal.

The Zionist Organization of America (ZOA) recently awarded U.S. National Security Adviser John Bolton the “Defender of Israel Award” during its annual awards dinner, which took place in New York on Sunday night.

Other awardees included U.S. Ambassador to Germany Richard Grenell as well as Fox News television host Mark Levin. Both Grenell and Levin are close to Bolton, with the former having served as Bolton’s spokesman and the latter having worked closely with Bolton at the Department of Justice in the Reagan administration.

Though Bolton has received several awards from the Israel lobby in the past, due to his fervent promotion of Zionism and Israeli government policy, this more recent award is notable, as the ZOA is largely responsible for Bolton’s appointment as National Security Adviser within the Trump administration.

Indeed, beginning in August 2017, the ZOA – under the leadership of its president, Morton Klein –led the campaign to remove former National Security Adviser H.R. McMaster from his post after railing against McMaster’s “anti-Israel” positions, most notably his support for the Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), better known as the Iran nuclear deal.

However, McMaster had also earned the ire of American Zionists for allegedly referring to Israel as an “occupying power” and acknowledging the existence of Palestine — as Zionists at ZOA and like-minded organizations support a revisionist history of the creation of the Israeli state that asserts that Palestine as a state never existed prior to Israel’s establishment in 1948.

Leaked emails reported on by MintPress earlier this year revealed that ZOA’s campaign to remove McMaster soon won the support of Trump’s top political donor, Zionist billionaire Sheldon Adelson. It was later revealed that Adelson had been instrumental in placing Bolton in the position McMaster vacated, as Bolton had long been a confidant of the politically influential casino magnate and Adelson had previously lobbied Trump – then president-elect – to include Bolton in his cabinet.

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