Die fundamentale Desinformation…

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23-05-20 07:35:00,

Befassen wir uns also im Folgenden mit ein paar sehr tief sitzenden Narrativen, welche den meisten Beteiligten an der sogenannten Coronakrise — betroffen sind wir ja alle — kaum bewusst werden. Doch bauen auf diesen nicht hinterfragten, jedoch ganz offensichtlich keinesfalls natürlichen „Wahrheiten” alle operativen Maßnahmen auf. Die Maßnahmen werden mit Hinnahme dieser „Selbstverständlichkeiten” überhaupt erst durchsetzbar. Außerdem nennt man diese Maßnahmen gerne Regeln, so als ob demokratisch unterlegte Absprachen infolge eines großen gesellschaftlichen Konsens getroffen worden wären.

Der Blick auf das Virus, die Diskussion um seine Gefährlichkeit, das Suchen nach politischen Drahtziehern und natürlich vor allem die damit heraufbeschworenen Ängste lassen somit völlig außer acht, wie gefährlich das ist, was derzeit nicht nur hierzulande Menschen anderen Menschen antun, sondern auch was Menschen sich — oft sogar widerstands- ja kritiklos — antun lassen.

Diejenigen, die antun, nutzen dabei den Rechtsstaat aus und setzen den Schutz des Lebens gleich mit der Macht über das Leben. Genauer gesagt setzen diese den Wert, aber auch die Verfasstheit des Lebens über die Köpfe der Lebenden hinweg fest. So wie zum Beispiel die Deutsche Justizministerin Christine Lambrecht:

„Zum Schutz von Leben und Gesundheit erlaubt das Grundgesetz die Einschränkung von bestimmten Grundrechten. Das Rechtsgut Leben ist, so formuliert es das Bundesverfassungsgericht, «Höchstwert innerhalb der grundgesetzlichen Ordnung». Hieraus folgt die Pflicht des Staates, sich aktiv für den Schutz dieses Rechtsguts einzusetzen” (1).

Das ist die praktische, verbale Ausübung von Macht. In Lambrechts Worten steckt eine Botschaft, dass es um die bloße Lebensexistenz gänge. Das Leben wird zum Absolutum erhoben und auf diese Weise all seiner das Leben lebenswert machenden Qualitäten, ja seiner Lebendigkeit beraubt. Machtbewusste leben hier eine geheuchelte Empathie vor, die in Deutschland eh bereits seit Jahren bis zum Erbrechen zu erdulden ist (a1).

Dabei geht es beim Recht auf Leben um das Leben als höchstes in unserer jeweils eigenen Verantwortung liegendes Gut. Der Schutz und die Achtung vor dem Leben liegt in erster Linie bei uns selbst und gilt vor allem uns selbst. Denn letztlich sind wir selbst auch die Instanz, die allein tatsächlich weiß, wie sie ihr eigenes, existenzielles, kostbares Gut ausgestalten möchte. Ein solches Verhalten ist empathisch gegenüber sich selbst. Selbstempathie ist jedoch die unbedingte Voraussetzung, um auch reflektierend empathisch gegenüber seinen Mitmenschen sein zu können.

Nur weil der Bevölkerung das Bewusstsein über die Funktionalität unseres Immunsystems durch Gehirnwäsche regelrecht ausgelöscht wurde,

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Der Fall Epstein: Die Desinformation im Spiegel geht weiter | Anti-Spiegel

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11-03-20 08:37:00,

Der Fall Epstein ist ein anschauliches Beispiel, wie die Medien desinformieren. Das konnte man am Dienstag im Spiegel wieder hervorragend sehen.

Die Meldung selbst war, dass Prinz Andrew, dem vorgeworfen wird, mindestens eine Minderjährige auf Epsteins Anwesenheit missbraucht zu haben, die Zusammenarbeit mit dem US-Staatsanwalt ablehnt, obwohl er in Pressemitteilungen eine umfassende Zusammenarbeit angekündigt hatte. Das ist wenig überraschend und auch nicht neu, schon Ende Januar hat der Staatsanwalt Prinz Andrew den gleichen Vorwurf gemacht. Und seit dem missglückten Interview von Prinz Andrew im November 2018 war auch nichts anderes zu erwarten.

So weit, so unspektakulär. Aber über alle Hintergründe schweigt der Spiegel und auch die Ungereimtheiten lässt er weg. Das klingt im Spiegel so:

„Epstein nahm sich im vergangenen Sommer in einer Zelle in New York das Leben. Ihm wurde vorgeworfen, über Jahre hinweg Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben.“

Dieser Absatz findet sich per copy/paste in jedem Artikel des Spiegel zu dem Thema. Der Spiegel verschweigt jedoch, dass es massive Zweifel an der Selbstmordthese gibt, das soll der Spiegel-Leser anscheinend nicht erfahren.

Mehr noch: Der Spiegel schreibt zwar, dass Epstein die Mädchen zur „Prostitution gezwungen“ haben soll, aber er fragt nicht, wer denn die Kunden von Epstein waren. Dabei ist das die Kernfrage, denn Epstein ist zwar tot, aber die „Kunden“, die minderjährige Mädchen zum Sex gezwungen haben, die leben ja noch und gegen die könnte man ermitteln. Prinz Andrew ist, auf den die Berichterstattung in dem Fall begrenzt wird, war ja nicht der einzige.

Epstein war bestens in der High-Society vernetzt und das Who-Is-Who der amerikanischen und internationalen High-Society ging bei ihm ein und aus. Das waren führende Politiker, Hollywood-Stars, Wissenschaftler, einfach alles, was Rang und Namen hat. Er flog Prominente mit seinem Privatflugzeug auf seine Karibikinsel, wo dann „nette Partys“ gefeiert wurden. Da schon im Flugzeug junge, oft minderjährige Mädchen dabei waren, mit denen sich die Prominenten vergnügt haben, nannte man das Flugzeug auch „Lolita-Express“.

Epstein hat also seinen Freunden minderjährige Prostituierte zugeführt, wobei die Opfer später ausgesagt haben, sie seien auch zum Sex gezwungen worden. Epstein wurde 2007 deswegen angeklagt, kam aber wundersamer weise trotz Schuldspruch mit nur 13 Monaten Gefängnis davon,

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MH-17 – Die Desinformation der westlichen Medien geht in einer neue Runde | Anti-Spiegel

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17-11-19 09:39:00,

Am Donnerstag haben Medien gemeldet, es gäbe neue Erkenntnisse im Fall des über der Ukraine abgeschossenen Fluges MH17. Und natürlich deutet alles auf Russland hin. Welche neuen Erkenntnisse gibt es und was sind sie wert?

Über MH17 habe ich in meinem Buch über die Ukraine-Krise ausführlich geschrieben und das Kapitel auch als Leseprobe hier veröffentlicht. Da das Kapitel jedoch fast 70 Seiten umfasst, habe ich auch eine Kurzzusammenfassung geschrieben, die Sie hier finden.

Die Frage ist also, was es nun tatsächlich Neues gibt. Antwort: In der Sache gar nichts, aber der Reihe nach.

Die Niederlande haben ein Problem. Der ermittelnde Staatsanwalt Westerbeke hat sich entschieden, Anklage wegen MH17 gegen vier Personen zu erheben, die er aber gar nicht in Gewahrsam hat. Entgegen allen Meldungen der westlichen Medien gibt es keine belastbaren Belege für die Schuld von irgendwem. Der Untersuchungsbericht der Ermittler gibt zur Schuldfrage nichts her. Und so stützt sich die Anklage von Westerbeke im Wesentlichen auf angeblich abgehörte Telefonate, die er vom ukrainischen Geheimdienst SBU bekommen hat. Deren Echtheit ist aber fraglich.

Die Ukraine ist Partei in dem Fall und sehr daran interessiert, Russland die Schuld zu geben. Nicht nur aus Prinzip, weil Kiew Russland als Feind ansieht, sondern auch aus praktischen Gründen. Das Unglück geschah im ukrainischen Luftraum, für dessen Sicherheit die Ukraine verantwortlich ist. Sie hätte den Luftraum über dem Kriegsgebiet sperren müssen, wenn er nicht mehr sicher gewesen wäre. Und das war er nicht, weil nur Tage vor dem Unglück eine ukrainische Militärmaschine in 6.000 Meter Höhe abgeschossen worden ist. Und Luftabwehrraketen, die 6.000 Meter hoch schießen können, kommen auch noch höher.

Es geht dabei nicht nur um die moralische Schuld, sondern auch um viel Geld. Sollte die Ukraine deswegen Verantwortung tragen, dann hätten die Hinterbliebenen der Opfer Anspruch auf Schadenersatz. Es geht um viele Millionen und die Ukraine ist ein bankrotter Staat, für den das viel Geld wäre.

Nun haben die Ermittler (nicht der Staatsanwalt, das sind zwei verschiedene Dinge) erneut abgefangene Telefonate veröffentlicht. Die Quelle wird nicht angegeben, aber es dürfte sich wieder um den SBU handeln, der schon oft mit falschen Beweisen versucht hat, Punkte zu machen. Die „beste“ Meldung des SBU war im September 2014 ein angeblicher russischer Angriff mit Atomwaffen im Bürgerkriegsebiet,

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Der Kampf gegen Desinformation gebiert weitere Desinformation

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08-01-19 02:58:00,

In den USA wurden weitere Beeinflussungskampagnen von demokratischen Aktivisten aufgedeckt, der angebliche Kampf gegen Fake News ist längst zu einem Geschäft geworden

Während durch die aufmerksamkeitsökonomisch nach und nach erfolgenden Leaks von Anonymous, wer auch immer dahinter stecken mag, die Hintergründe und Ziele der britischen Kampagne gegen Russland unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Desinformation bekannter werden, tauchen auch in den USA für die Demokraten unangenehme Desinformationskampagnen auf. Es waren bekanntlich die Demokraten, die zusammen mit den Geheimdiensten schon im Präsidentschaftswahlkampf 2016 immer wieder die russische Gefahr beschworen. Eine russische Hacker- und Beeinflussungskampagne sollte Donald Trump fördern, dessen Wahlkampfteam und ihm zudem geheime Verbindungen mit der russischen Regierung unterstellt wurden. Im Mai 2017 wurde der Sonderermittler Robert Mueller zur Untersuchung der “collusion” eingesetzt.

Ende Dezember hatte sich heraus gestellt, dass die Firma New Knowledge, die sich als Aufdecker der russischen Desinformationskampagne engagierten und einen entsprechenden Bericht für den Geheimdienstausschuss des Senats, selbst 2017 die angeblichen russischen Mittel der Beeinflussung angewandt hatte, um die öffentliche Meinung für den demokratischen Kandidaten und gegen den republikanischen Kandidaten in Alabama für den Senat in Washington zu manipulieren. Facebook hatte deswegen einen Account von Jonathon Morgan, dem Chef der “Cybersicherheitsfirma” und ehemaligen Darpa-Mitarbeiter, gesperrt

Morgan hatte mit seinen Mitstreitern eine Facebook-Seite erstellt, auf der sie sich als Konservative darstellten. Zudem verwendeten sie Twitter-Accounts, die im Sinne einer “False-Flag-Operation” als russische ausgegeben wurden, um vorzutäuschen, dass Russen hinter dem republikanischen Kandidaten stünden, der sich lobend über Putin geäußert hatte. Das Wahlbeeinflussungsprojekt hatte zwar allein schon wegen des geringen Budgets von 100.000 US-Dollar kaum Chancen, wirklich etwas zu bewegen, nämliches ließe sich freilich auch bei den angeblichen oder wirklichen russischen Beeinflussungskampagnen sagen. Ziel war es, einen Unterschied von 50.000 Stimmen durch Microtargeting zu erwirken, 650.000 wahrscheinliche Alabama-Wähler seien angezielt worden. Nach einem geleakten internen Bericht brüstete man sich, so erfolgreich gewesen zu sein, dass der Demokrat gewonnen habe.

Morgan sagte nach dem Bekanntwerden, die Aktivitäten hätten nur dazu gedient, mehr über die russischen Methoden zu lernen, man habe nie die Wahl beeinflussen wollen. Er habe eine Facebook-Seite gestartet und Twitter-Retweets gekauft, um zu sehen, ob sich darüber konservative Wähler erreichen lassen, die aber nicht beeinflusst werden sollten. Es sei nur ein “kleines Experiment” gewesen (Aufdecker von russischer Desinformation führten Wahlbeeinflussungskampagne durch).

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Tagesdosis 18.12.2018 – Desinformation in Klumpen | KenFM.de

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18-12-18 03:16:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Die Welt ist in Gefahr. Russland will die Demokratie zerstören. Russland ist das Böse und Putin ist sein Darth Vader. Aus der Tiefe des Internets kommen immer neue Angriffe. Sagt unsere Regierung, sagen die meisten Politiker, sagen unsere Medien, sagen die Sprecher unserer Verbündeten.

Zum Beispiel der Vizepräsident der EU Kommission und frühere Ministerpräsident Estlands Andrus Ansip: „Wir müssen unsere Demokratien gegen Desinformation schützen. Wir haben Versuche gesehen, in Wahlen und Referenden einzugreifen, und es gibt starke Beweise, dass Russland die Hauptquelle dieser Kampagnen ist“

Der Staatspropagandasender Deutsche Welle weiß:  „Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen jetzt in die Informationsoffensive gehen. Grundlage ist ein Aktionsplan, den die Kommission umsetzen soll. Demnach sollen zunächst die EU-Organe und -Mitgliedsländer miteinander vernetzt werden. Außerdem sollen der Privatsektor (Google, Twitter und Facebook) sowie NATO und G-7 mit ins Boot geholt werden. Das Ziel: Ein engerer Austausch, um schneller und gemeinsam gegen Fake News vorgehen zu können. Es soll ein Frühwarnsystem entstehen, das quasi in Echtzeit vor russischen Desinformationskampagnen warnt.“

Die Zeit, wie die Süddeutsche, die FAZ und die Welt bewährtes Verlautbarungsorgan des Zentralkomitees der Atlantikbrücke, kennt sich aus mit Desinformation – und warnt davor, Zitat: „In ihrem Buch „LikeWar: The Weaponization of Social Media“ schildern die beiden US-Autoren Peter W. Singer und Emerson T. Brooking, wie die sozialen Medien zu einem virtuellen Kriegsgebiet werden konnten. Es kämpfen dort unübersichtlich viele Akteure mit den Mitteln der Propaganda und Desinformation: Gerade Russland hat das vor knapp fünf Jahren im Ukraine-Konflikt gezeigt.“

Russland, so wird uns seit einigen Jahren nicht täglich, sondern minütlich eingehämmert, ist durchtrieben, hinterhältig, bösartig, verlogen und benutzt alles, wirklich alles auf dieser Welt als Waffe, um westliche Demokratien zu bekämpfen. Weaponization heißt das im transatlantischen Neusprech.

Hier ist eine unvollständige Liste der perfiden Weaponization-Kampfstoffe, deren Einsatz gegen die Freiheit wachsame westliche Qualitätsmedien enthüllt haben: Riesenkraken, abnorme Satelliten, Heuchelei, Behinderte, Wikileaks, die US Medien, Postmodernismus, Judo, Popularität, der Brexit, Syrienflüchtlinge, Kultur, Roboterschaben und Humor.

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So will die Eurokommission „Desinformation“ vor EU-Wahlen bekämpfen

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05-12-18 02:36:00,

Politik

15:33 05.12.2018Zum Kurzlink

Die Eurokommission hat am Mittwoch den offiziellen Plan zur Bekämpfung von Desinformation vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Frühjahr 2019 vorgelegt.

Unter anderem sieht es die Schaffung eines Alarmsystems zur schnelleren Erkennung von Desinformation, eine verbesserte Überwachung von Online-Plattformen und politischer Werbung sowie die Bewusstseinsbildung der Bürger vor.

„Zum Schutz ihrer demokratischen Systeme und öffentlichen Debatten sowie im Hinblick auf die Europawahlen 2019 und eine Reihe von nationalen und lokalen Wahlen, die in den Mitgliedstaaten bis 2020 abgehalten werden, legt die EU heute einen Aktionsplan vor, um die Bekämpfung von Desinformation innerhalb und außerhalb Europas zu verstärken“, heißt es in der Pressemeldung.

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Desinformation über den Krieg in Jemen

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21-11-18 10:35:00,

Jemen grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman. Die Häfen sind von den Saudis blockiert
© StableSeas/Al Jazeera

Jemen grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman. Die Häfen sind von den Saudis blockiert

Urs P. Gasche / 21. Nov 2018 –

Viele Medien beschönigen die Rolle der USA und übertreiben den Einfluss des Irans.

In jüngster Zeit hört und liest man in vielen Medien immer wieder die beiden fragwürdige Informationen:

1. «In Jemen kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition gegen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden.» Häufig ist auch von einem «Stellvertreterkrieg» zwischen Iran und Saudi-Arabien die Rede.

Damit entsteht der falsche Eindruck, der Iran hätte auf den grausamen Krieg bisher einen vergleichbaren Einfluss gehabt wie Saudi-Arabien.

Tatsächlich aber kann der Iran die Huthis wenig unterstützen: Auf dem Landweg überhaupt nicht, mit Flugzeugen ebenfalls nicht, und den Zugang zu den Häfen haben die Saudis vom Meer her blockiert. Selbstverständlich ist der Schmuggel ein gutes Geschäft. Die Huthis konnten sogar vereinzelte Raketen auf Saudi-Arabien abfeuern.

2. «Die USA üben jetzt Druck auf Saudi-Arabien aus, die Bombardierung Jemens zu beenden und Friedensgespräche aufzunehmen.»

Hier kann gleich zweifach eine falsche Wahrnehmung entstehen:

  • Der Eindruck, die USA seien schon lange gegen Bombardierungen in Jemen gewesen und würden jetzt zusätzlichen Druck ausüben.
  • Der Eindruck, die Saudis hätten den Krieg in Jemen ohne aktive Unterstützung der USA geführt.

Tatsächlich aber konnten die Saudis die intensiven Angriffe in Jemen nur durchführen, weil ihnen die USA logistische Hilfe boten, unter anderem mit Satellitenaufklärung, und weil die USA die saudischen Bomber in der Luft regelmässig auftankten. Abgesehen davon liefern die USA an Saudi-Arabien das halbe Waffenarsenal einschliesslich Ersatzteile. Die USA bilden das saudische Militär auch aus.

Erst vor wenigen Tagen gaben die USA bekannt, wenigstens das Auftanken einzustellen.

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Über den Krieg in Jemen hat Infosperber regelmässig berichtet. Beachten Sie unser Dossier

Der Krieg in Jemen

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Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

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Brasilien vor der Wahl: Desinformation und Gerüchte millionenfach über WhatsApp verbreitet

Brasilien vor der Wahl: Desinformation und Gerüchte millionenfach über WhatsApp verbreitet

19-10-18 04:07:00,

Eine gute Woche vor dem zweiten Gang der brasilianischen Präsidentschaftswahlen kommen erste Details über eine groß angelegte Desinformationskampagne ans Licht. Offenbar werden millionenfach WhatsApp-Nachrichten mit Verschwörungstheorien über Fernando Haddad und seine Arbeiterpartei PT an brasilianische Wähler verschickt. Die genaue Zahl an Nachrichten sei derzeit schwer abzuschätzen. Forscher gehen davon aus, dass die Nachrichten über schätzungsweise mehrere hunderttausend Chat-Gruppen verschickt werden.


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Der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro, der sich positiv auf die brasilianische Militärdiktatur bezieht und ein Befürworter der Todesstrafe ist, hat offenbar mächtige Wahlkampfunterstützer, die Propagandafirmen in seinen Dienst stellen:

Laut einer Aufmachergeschichte in einer der führenden brasilianischen Zeitungen, Folha de São Paulo, hat Bolsonaro illegale Hilfe von einer Gruppe von brasilianischen Geschäftsleuten bekommen. Sie finanzieren eine Kampagne mit dem Ziel, WhatsApp-Nutzer mit Falschinformationen über Haddad zu bombardieren.

Die brasilianischen Wahlbehörden leiteten Ermittlungen wegen Verdachts auf illegale Wahlkampffinanzierung ein.

Forscher kritisieren WhatsApp

Die Forscher haben 100.000 politische Memes, die zwischen dem 16. August und 7. Oktober in brasilianischen WhatsApp-Gruppen mit politischem Bezug zirkulierten, analysiert: 56% der Prozent der am meisten geteilten Bilder enthielten irreführende Informationen. Sie beschreiben auch eine Verschiebung: Da Inhalte auf sozialen Medien wie Facebook in Brasilien nun besser gefiltert und moderiert werden, verlagern sich Desinformationskampagnen auf weit verbreitete Messengerdienste.

Sie stellen drei Forderungen auf, die WhatsApp kurzfristig umsetzen könnte, um die Verbreitung solcher Inhalte zu erschweren. Wichtig ist, dass die Maßnahmen ohne einen Angriff auf die mittlerweile standardmäßig eingesetzte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auskommen:

  1. Weiterleitungen von Nachrichten einschränken: […] Weltweit wurde die Nummer an Weiterleitungen auf 20 reduziert, in Indien auf fünf [im August 2018]. WhatsApp sollte die Maßnahme für Brasilien übernehmen, um die Reichweite von Desinformation zu begrenzen.
  2. Sammelnachrichten beschränken: WhatsApp erlaubt jedem Nutzer, eine einzelne Nachricht an bis zu 256 Kontakte auf einmal zu schicken. Eine kleine, koordinierte Gruppe kann ohne Umstände eine groß angelegte Desinformationskampagne durchführen. Das könnte verhindert werden, indem die Kontaktanzahl […] reduziert würde.
  3. Die Größe von neuen Gruppen beschränken: Neue Chat-Gruppen, die in den nächsten zwei Wochen [bis zur Wahl am 28. Oktober] erstellt werden, sollten eine limitierte Anzahl von Nutzern haben. Das würde bestehende Gruppen nicht betreffen.

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Die EU-Kommission will die Desinformation im Internet bekämpfen

Die EU-Kommission will die Desinformation im Internet bekämpfen

28-04-18 09:15:00,

  1. Die EU-Kommission will die Desinformation im Internet bekämpfen

  2. Die Ideologie vom freien Informationsfluss aus dem Kalten Krieg gefällt nicht mehr angesichts neuer Konkurrenz


  3. Auf einer Seite lesen

Im Visier stehen die Online-Plattformen als Konkurrenten der “Qualitätsmedien”, die ebenso wie Fakten-Finder gefördert werden sollen – und man will auch “qualitativ hochwertige Nachrichteninhalte über EU-Angelegenheiten” verbreiten

Die EU-Kommission will weiterhin für die angebliche Durchsetzung der Wahrheit sorgen und Desinformation bekämpfen, natürlich ohne sich, die übrigen Regierungen oder auch die Nato mit in die beanspruchte Aufklärung einzubeziehen. So will man einen “unionsweiten Verhaltenskodex für den Bereich der Desinformation, die Unterstützung eines unabhängigen Netzes von Faktenprüfern und eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung von Qualitätsjournalismus und Medienkompetenz” umsetzen, so die Mitteilung der EU-Kommission. Dabei geht es nicht um die alten Mainstreammedien im Westen, hier pauschal “Qualitätsmedien” genannt, sondern vor allem um Internet-Plattformen. Hier würden nämlich, wie der für die Sicherheitsunion zuständige EU-Kommissar Sir Julian King meinte, “Informationen zur Waffe” gemacht.

Dass eben die Mainstreammedien von der Lügen- bis zur Lückenpresse auch in der Kritik stehen, davon will die Kommission nichts wissen. Schon alleine das ist ein schlechter Ansatz, um als Apostel der Wahrheit aufzutreten. Dabei beruft man sich auf eine Eurobarometer-Umfrage, nach der “die herkömmlichen Medien als die vertrauenswürdigste Nachrichtenquelle (Radio 70 %, Fernsehen 66 %, Printmedien 63 %)” genannt würden. Das Drittel der Bevölkerung, das das nicht so sieht, wird einfach unterschlagen.

King sieht denn auch die Internet-Plattformen in der Pflicht, “dem Missbrauch ihrer Infrastruktur durch feindliche Akteure entgegenzutreten und für die Sicherheit ihrer Nutzer und der Gesellschaft zu sorgen”. Die für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin Mariya Gabriel appelliert “an alle Akteure, insbesondere die Plattformen und sozialen Netzwerke”, Maßnahmen zu ergreifen, die die offenbar leicht manipulierbaren und etwas dümmlichen Bürger der EU nicht nur helfen sollen, Desinformationen zu erkennen, sondern sie auch “wirksam” davor schützen sollen. Noch sollen diese Maßnahmen im Sinne eines “gemeinsamen Verhaltenskodex” freiwillig umgesetzt werden, aber es wird auch schon gedroht: “Wir werden genau verfolgen, welche Fortschritte erzielt werden, und könnten dann bis Dezember weitere, regulatorische Maßnahmen vorschlagen, sollten sich die Ergebnisse als nicht zufriedenstellend erweisen.”

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