„Dieses Buch ist eine Abrechnung mit der Glücksindustrie“

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07-02-20 09:06:00,

Glück boomt. Seit den neunziger Jahren explodiert die Zahl der Glücksseminare und Glücksratgeber. In den Medien werden immer wieder gerne Experten zu Fragen von Gesundheit, Sinnfindung, Selbstverwirklichung usw. interviewt. Der Grundtenor: Es liegt in der Verantwortung des einzelnen Menschen, ob er glücklich wird oder nicht. Die international renommierte Soziologin Eva Illouz hat jetzt zusammen mit dem Psychologen Edgar Cabanas ein interessantes Buch über die Glücksindustrie vorgelegt. Unser Autor Udo Brandes hat es für die NachDenkSeiten gelesen.

Sind Sie schon glücklich oder arbeiten Sie noch daran?

Eine Rezension von Udo Brandes

Kennen Sie den Film „Das Streben nach Glück“ mit dem Hollywoodschauspieler Will Smith in der Hauptrolle? Der Film beruht auf den Memoiren von Christoph Gardner, einem afroamerikanischen Handelsvertreter aus der unteren Mittelschicht. Gardner hat sich aus sehr ärmlichen Verhältnissen zum erfolgreichen Geschäftsmann, Börsenmakler und Motivationsredner hochgearbeitet. Und das, obwohl seine Lage zunächst wirklich schlecht war. Seine Frau ist im Film eine ewige Nörglerin und Pessimistin. Sie hält Gardners Optimismus und seine Karrierepläne (er will Börsenmakler werden) für absurde Spinnereien. Und verlässt dann schließlich ihren Mann und ihren Sohn zu einem Zeitpunkt, als es für die Familie scheinbar nicht mehr schlimmer kommen kann. Gardner muss nun seinen Sohn allein aufziehen. Aber ohne die finanzielle Unterstützung seiner Frau ist dies praktisch unmöglich. Er und sein Sohn fliegen erst aus der Wohnung, dann aus einem Motel und müssen schließlich in einer Obdachlosenunterkunft Zuflucht suchen. Und trotzdem bleibt Gardner optimistisch. Arbeitet in zwei Jobs Tag und Nacht, büffelt für die Abschlussprüfung seines Ausbildungsprogramms zum Börsenmakler und kümmert sich liebevoll um seinen Sohn. Diesem sagt er in einer Szene des Films:

„Lass dir von niemanden je einreden, dass du was nicht kannst. (…) Wenn du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn du etwas willst, dann mach es. Basta“ (S.10).

Und tatsächlich: Gardner gehört zu den besten Absolventen seines Ausbildungsprogramms und bekommt schließlich seinen Traumjob als Börsenmakler. Und alles wird gut.

Der Film lief vor einiger Zeit im Fernsehen. Ich schaute ihn mir erwartungsvoll an, weil ich glaubte, er würde philosophische Fragen unterhaltsam und interessant behandeln. Meine Erwartungen wurden grundlegend enttäuscht. Die Ideologie des Films: Glück, Unglück, Arbeitslosigkeit, Armut, Leid und Krankheit sind eine Frage der Wahl. Mit anderen Worten: Jeder kann sich selbst aussuchen, ob er ein unglücklicher oder glücklicher Mensch wird.

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Die Wiedergabe dieses Werks von Peter Lenk ist mein Protest dagegen, dass hierzulande die Sanktionen gegen politische Fehlentscheidungen völlig unterbleiben.

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01-08-19 10:15:00,

„Stuttgart 21 wird für die Bahn wohl zum Finanzdesaster“ schreibt das Handelsblatt am 22. Juli. „Deutsche Bahn hätte Stuttgart 21 ‚mit heutigem Wissen nicht gebaut‘. Die Demonstranten gegen Stuttgart 21 können sich nachträglich bestätigt fühlen: Der aktuelle Bahnchef hält das Projekt im Nachhinein für falsch.“ schrieb das Handelsblatt am 20.4.2018. Immerhin diese späte Einsicht, man hätte es von Anfang an wissen können. Der Künstler Peter Lenk arbeitet, wie von uns schon berichtet, an einer Skulptur zum Thema, die in Stuttgart aufgestellt werden soll. Dafür sammeln wir Geld. Ich betrachte dieses Kunstwerk als einen Protest gegen grandiose politische Fehlentscheidungen und als Protest gegen das Ausbleiben von Sanktionen. Albrecht Müller.

Hier wie bei einer Reihe anderer gravierender Entscheidungen können die Missetäter, konkret die Bundeskanzlerin, mehrere Bahnchefs und baden-württembergische Ministerpräsidenten mit Sicherheit davon ausgehen, dass ihre Fehlentscheidungen nicht bestraft werden, nicht einmal politisch bestraft werden. Auch Frau von der Leyen ist nicht für das Desaster, dass sie im Verteidigungsministerium hinterlassen hat, und auch nicht für die deutlich erkennbare politische Korruption im Umgang mit Beratungsunternehmen, zur Rechenschaft gezogen worden. Im Gegenteil. Sie wurde befördert.

Ohne Sanktionen geht auch der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Gang. Ihm verdanken wir die Beteiligung am Jugoslawien-Krieg, die Riester-Rente, die Zerstörung der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente und die Agenda 2010. Deshalb ist er zurecht neben Angela Merkel und dem früheren Bundesfinanzminister Eichel im oben abgebildeten Werk von Peter Lenk aufgenommen.

Peter Lenk arbeitet noch am Werk zu Stuttgart 21. In den nächsten Tagen werden wir uns das Werk ansehen und ich werde in den NachDenkSeiten vom Stand der Dinge berichten.

Jetzt möchte ich jene Leserinnen und Leser, die sich eine Spende finanziell leisten können, herzlich bitten mitzuhelfen, dass die Materialkosten und die Fremdarbeitskosten durch Spenden gedeckt werden können. Die Skulptur ist nicht nur ein Spaß. Sie ist ein Mahnmal gegen den politischen Wahnsinn und für die politische und, wenn es irgend geht, auch finanzielle Bestrafung für erkennbare und voraussehbare Fehlentscheidungen.

Wenn Sie die Aktion unterstützen wollen, dann finden Sie die Möglichkeit hier:

Spenden bitte auf das Konto: BFS e. V. [Büro für Frieden und Soziales] IBAN DE04 1605 0000 3527 0018 66 // BIC WELADED1PMB

Als „Betreff“ bitte notieren: „Lenk-in-Stuttgart“

Wenn Sie über das Projekt und über den Künstler mehr erfahren wollen,

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Dieses Jahr in Warschau | KenFM.de

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28-07-19 01:26:00,

Der 1. September 1939 und Deutschlands Krieg gegen Polen gibt den Anlass.

Von Willy Wimmer.

Seit dem Treffen zum Waffenstillstandstag 1918 auf den Champs-Elysees in Paris im November des vergangenen Jahres reißen die Gedenk-und Erinnerungsveranstaltungen zur modernen Geschichte Europas nicht ab. Kaum hat man das Treffen eingeladener Staats-und Regierungschefs aus Anlass der Landung der Westalliierten am 6. Juni 1944 hinter sich, steht die nächste Großbegegnung an. Allerdings diesmal nicht in der ehemaligen und jahrhundertelang deutschen Stadt Danzig sondern in Warschau. Da merkt man schon auf, vor allem deshalb, weil dieses Treffen der Staats-und Regierungschefs geradezu Signalcharakter hat. Dafür gibt es zwei Gründe, die uns in Europa umtreiben müssten. Niemand, auch nicht die eigene Bundesregierung, hat es für nötig befunden, an die hundertste Wiederkehr der Konferenz von Versailles am 28. Juni 1919 und damit vor einhundert Jahren zu erinnern. Wenn man sich diejenigen ansieht, die sich zu diesen Treffen einfinden, wenn man wieder einmal Panzer rollen lassen kann, ist das geradezu kein Wunder. Auf diese Art und Weise will man offensichtlich jede Erinnerung an den gegen Österreich-Ungarn und das kaiserliche Deutschland geführten Vernichtungskrieg ab 1914 und die diplomatische Fortsetzung über die Konferenz von Versailles erinnern und die Spuren verwischen, die gezielt seitens der Westallliierten in Versailles zum Ausbruch eines neuen Krieges 1939 geführt haben.

Es ist aber nicht nur die Erinnerung an das schändliche Werk von Versailles gegen die damaligen „Mittelmächte“. Versailles war der manifeste Verstoß gegen jede europäische Erfahrung und Vorgehensweise, einen Frieden dadurch zu ermöglichen, daß man alle Parteien an einen Tisch holte. Seit den ersten Schritten in Europa zu einem verbindlichen Völkerrecht hatte man es so gehalten, wie der Friedensschluß von Münster und Osnabrück 1648 und von Wien 1815 es deutlich gemacht hatten. Gegen Deutschland und Österreich sollte das 1919 gerade nicht erreicht werden und die in Versailles ausgelegte Kriegslunte sah für die deutsche Stadt Danzig eine insoweit entscheidende Rolle für den nächsten Kriegsausbruch vor.

Dieses Denken der aggressiven Vernichtung anderer Staaten und Völker feiert geradezu mit dieser Einladung nach Warschau fröhliche Urstände. Das wird in der polnischen Weigerung deutlich, dem Präsidenten der Russischen Föderation, Herrn Putin, die Ehre einer Einladung zu erweisen.

Was muß man in einem Land denken,

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Dieses Foto macht Internet-User verrückt – Finden Sie die Eule?

dieses-foto-macht-internet-user-verruckt-finden-sie-die-eule

17-02-19 07:34:00,

Panorama

16:27 17.02.2019Zum Kurzlink

Einem Hobbyfotografen aus Großbritannien ist ein Bild gelungen, das derzeit viral im Netz kursiert. Abgebildet ist eine Eule, allerdings eine, die sich nur schwer finden lässt.

Der Brite Paul Beach hat ein ungewöhnliches Foto mit einer Eule geschossen, auf dem der Vogel wahrlich mit einem Baum „verschmilzt“. Der Vogel hat sich so gut getarnt, dass zahlreiche Internet-User das Tier gar nicht so schnell entdecken konnten.

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Dieses eine Bild vom G7-Gipfel spricht Bände

Dieses eine Bild vom G7-Gipfel spricht Bände

09-06-18 07:55:00,

Politik

21:24 09.06.2018(aktualisiert 22:01 09.06.2018) Zum Kurzlink

In den sozialen Medien macht derzeit ein Foto vom G7-Gipfel in Kanada die Runde: Es zeigt, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel neben anderen Spitzenpolitikern vor dem US-Präsidenten Donald Trump steht und mit ihm redet, während er ihr mit verschränkten Armen zuhört.

​„G7 in einem Foto zusammengefasst“, twitterte der Nutzer Greg Hogben.

„Epic“, schrieben andere User.

„So. Das war’s. Heute keinen Nachtisch und sofort ins Bett“, scherzte der Nutzer Achim Kansy.

Bemerkenswert ist dabei, dass Trump der einzige ist, der sitzt. Einige Nutzer wurden auch auf das sehr skeptisch wirkende Gesicht des japanischen Premierministers Shinzo Abe aufmerksam.

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