Diktatur zum Selbermachen

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08-09-20 04:09:00,

„Diktatur, schön und gut“, denken Sie sich. Aber: Wie mache ich so etwas? Vor diesem Problem standen schon viele Menschen vor Ihnen. Einigen ist es gelungen, andere sind gescheitert. Wir haben für Sie zusammengestellt, welche Mittel sich bewährt haben. Lernen Sie nicht von irgendwem, lernen Sie von den Besten! Sie haben gezeigt, was erforderlich ist, um jeden Widerstand gegen die eigene Machtergreifung und -ausweitung zu unterbinden. Es bedarf einzig eines großen Zieles, auf das sich alle einigen können und hinter dessen Erreichung Sie die Bevölkerung vereinen. Klingt einfach, ist jedoch schwierig umzusetzen in einer Gesellschaft, die von gegenläufigen Interessen durchzogen ist.

Daher erklären wir Ihnen im Folgenden, wie Sie diese Einigkeit erzeugen und Ihre persönliche Diktatur in wenigen, kinderleichten Schritten umsetzen. Alles, was Sie benötigen, sind ein effektiver Medienapparat und einige treue Handlanger, die eine ideologische Nähe zu Ihnen haben, aber unabhängig erscheinen. Fehlt die ideologische Nähe? Keine Sorge, monetäre Abhängigkeit hat sich als ebenso effektiv erwiesen. Fangen wir also an.

Jeder Mensch hat Ängste. Meist sind diese Ängste in der Bevölkerung latent vorhanden. Um diese Emotionsebene anzusprechen, erfinden Sie eine Bedrohung. Das kann irgendeine beliebige Bedrohung sein. Sie muss nicht einmal realistisch sein. Sie können eine bolschewistische Weltverschwörung ebenso kreieren wie eine weltweite und absolut todbringende Pandemie. Wichtig ist, dass Sie mit dieser Bedrohung an die gesellschaftlich vorhandenen Ängste anknüpfen.

Die Angst vor dem Tod hat sich dabei bewährt. Steuern Sie diese gezielt an, indem Sie eine Gefahr erfinden oder eine Marginalität zu einem gigantischen Problem aufblasen.

Dabei hilft Ihnen Ihr Medienapparat. Verbreiten Sie die Nachricht von der Bedrohung, am besten über alle Kanäle, über die Sie verfügen. Ideal ist es, wenn all diese Kanäle als voneinander unabhängig angesehen werden, wenngleich sie alle aus derselben Quelle schöpfen. Bedienen Sie sich also verschiedener Medien, die in unterschiedliche politische Richtungen eingeordnet werden. So erreichen Sie auch garantiert jeden Menschen in der Bevölkerung. Senden Sie in Dauerschleife Berichte über die von Ihnen gewählte Bedrohung. Betonen Sie den Ernst der gegenwärtigen Situation. Die Bedrohung muss überall lauern können. Seien es die kommunistischen Nachbarn oder ein todbringendes Virus, das in jedem Atemzug, in jeder Berührung stecken kann. Hier kommen auch die mit Ihnen verbundenen Handlanger ins Spiel. Idealerweise gibt es unter ihnen auch einige Wissenschaftler, die in vermeintlicher Objektivität die Bedrohung als solche in besorgtem Ernst immer wieder zur Sprache bringen.

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Ein bisschen Diktatur

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26-06-20 09:17:00,

Fährt man in diesen Tagen durch dieses Land, am besten im eigenen Auto mit Lieblingsmusik und einem zugeneigten Menschen an der Seite, dann sehnt man sich danach, den Augen nicht trauen zu müssen. Die imperiale Seuche mit, Stand 21. Juni 2020 knapp 500.000 Toten — so viele Menschen sterben übrigens weltweit an zwei Tagen — aus dem Hause WHO & Wuhan hat der ohnehin überforderten Nation den Rest gegeben. Die Nachhallkriege von 9/11, das daraus erfolgende Migrationschaos, serielle Klimaapokalypsen und die Verblödungskampagnen der Medienkartelle haben die nervliche Zerrüttung vorbereitet. Nur so lässt sich erklären, dass eine Handvoll eloquenter Virenexperten und ein Stab ahnungsloser Politdarsteller mit ein paar Handstreichen einen nationalen Lockdown mit offenem Ende ausrufen konnten. Wie von hypnotisierten Pagageien wurden und werden dabei die im November 2019 vorformulierten Strategieworthülsen des „WEF & Event 201“-Meetings nachgeplappert. Diese unverhohlene Kriegserklärung an die Menschheit lässt sich seit Monaten ganz einfach auf YouTube betrachten — mittlerweile sogar mit deutschen Untertiteln. Wer höflich auf diesen Irrsinn hinweist, gilt in den Augen der Regenbogen- Groko-Oberkommando-Untertanen als Holocaustleugner. Auf so was muss man erst mal kommen.

Aber es soll von etwas ganz anderem die Rede sein. Die systematische Traumatisierung hat die Gesichter und Herzen und Gedanken der Deutschen radikal und dauerhaft verwandelt. Ich möchte die kollektive Selbstaufgabe anhand eines eher kleinen sprachlichen Alltagsphänomens beschreiben. Und zwar geht es um die hyperinflationäre Verwendung des unbewusst-verschämten: „ein bisschen.“

Was sich zunächst wie eine Petitesse ausnimmt, ist längst ein alles durchwucherndes Krankheitsbild der deutschen Verzagung geworden.

Sie halten das für banal? Vielleicht haben Sie recht. Ich halte es für kennzeichnend und alarmierend. Schalten Sie einfach zu einem beliebigen Zeitpunkt TV oder Radio an, wo es Sendungen gibt, in denen über Politik, Sport, Kultur oder auch über Viren, CO2 und Sklavenhandel debattiert wird. Es dauert keine zehn Sekunden, bis die ersten ein bisschens ins Spiel kommen. Hobbykabarettisten wie Lars Klingbeil oder Robert Habeck bringen es auf gut 5 Anschläge pro Minute, stets flankiert von einer zwangssäuerlichen und um Seriosität bemühten Mimik.

Es vergeht kein Statement, ob Volksvertreter, Impfstoff-Experte oder Medienschaffender ohne dieses matte, leblose „ein bisschen“. Jogi Löw fordert Verständnis für „ein bisschen einen harten Generationswechsel“. Norbert Röttgen plädiert für ein bisschen mehr glasklare Kante gegenüber Putin, Trump und Corona. Und vom SPD-Lars ist zu vernehmen,

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Das Gespenst der Diktatur

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25-06-20 05:49:00,

„You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.“

— Abraham Lincoln

Wie schon an anderer Stelle festgestellt, haben die zuständigen Behörden, unsere Politiker und ihre Berater bei sämtlichen Infektionsgeschehnissen der letzten Jahrzehnte eine wahrlich unrühmliche Rolle gespielt, angefangen bei BSE, Schweinegrippe, EHEC bis hin zu Covid-19. Aus Fehlern wurde an keiner Stelle gelernt. Das lässt die Hoffnung schwinden, dass es in Zukunft anders sein wird. Ganz im Gegenteil. Während wir bei der Schweinegrippe „nur“ Steuergelder sinnlos an die Pharmaindustrie umverteilt haben, wurden dieses Mal Existenzen vernichtet, das Grundgesetz mit Füßen getreten, der Bevölkerung die Grundrechte praktisch entzogen. Grundrecht auf Meinungsfreiheit, Bewegungsfreiheit, auf Freizügigkeit, auf Versammlungsfreiheit, auf Religionsfreiheit, auf die Berufsfreiheit, auf Eigentum und vieles mehr. In der Verfassung verankert ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit: Ein staatlicher Eingriff in die Grundrechte muss geeignet sein, das angestrebte Ziel zu erreichen.

Das war nie der Fall. Und das war schlecht.

Es ist knapp 90 Jahre her, dass der kritische, freie Journalismus abgeschafft wurde und die Medien zum verlängerten Arm des Staates wurden.

Es ist knapp 90 Jahre her, dass die Meinungsfreiheit abgeschafft wurde und die Volksmeinung gleichgeschaltet wurde.

Es ist knapp 90 Jahre her, dass es eine mediengesteuerte Massenhysterie gab.

Wenn wir aus den dunkelsten Zeiten unserer Geschichte eins gelernt haben sollten, dann doch dieses: Wir dürfen nie wieder gleichgültig sein und wegschauen. Schon gar nicht, wenn unsere Regierung die demokratischen Grundrechte aussetzt. Dieses Mal stand nur ein gewöhnliches Virus vor der Tür, und was haben wir erlebt:

  • medial geschürte Massenhysterie
  • Willkür der politischen Entscheidungen
  • massive Einschränkung der Grundrechte
  • Zensur der Meinungsfreiheit
  • Gleichschaltung der Medien
  • Diffamierung Andersdenkender
  • Denunziantentum

Wer sich da nicht an eine Diktatur erinnert fühlt, hat im Geschichtsunterricht geschlafen. Es bleiben Bauchschmerzen, es bleiben ein Unbehagen und eine tiefe Beunruhigung. Auch weil es so schnell ging, auch weil so viele durchaus intelligente Menschen in so kurzer Zeit zu Lemmingen geworden sind.

Der renommierte Virologe Pablo Goldschmidt sagte (1):

„Wir sind alle eingesperrt. In Nizza gibt es Drohnen,

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Im Panikmodus in die Diktatur

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27-03-20 01:44:00,

Die Kleinen gehen pleite

Noch vor wenigen Monaten hätten wohl die meisten das gegenwärtige Geschehen für ausgeschlossen gehalten und Warnende als Verschwörungstheoretiker abgetan. Doch nun ist es real: Die Menschen in Deutschland und anderswo sind erwacht in der Diktatur. Auf Wiedersehen, du angeblich „freiheitlich-demokratische Grundordnung“. Guten Morgen, autoritäres Repressionsregime.

Es gilt ein weitgehendes Kontaktverbot. Ansammlungen von mehr als zwei Personen können von der Polizei verfolgt werden. Gaststätten, Kulturbetriebe, Geschäfte außerhalb der Lebensmittelversorgung und unzählige kleine Firmen sind geschlossen.

Bis zu zwei Millionen Soloselbständige und Kleinstunternehmer stehen vor dem existenziellen Nichts. Unzählige Kurzarbeiter werden ab sofort mit 60 (ohne Kinder) beziehungsweise 67 Prozent ihres mittleren Nettolohns über die Runden kommen müssen. Bei neun Millionen Niedriglöhnern im Land dürfte das kaum zum Leben reichen. Auf weite Teile der Bevölkerung wartet Hartz IV.

Die Ärmsten in existenzieller Not

Am schlimmsten trifft es die Ärmsten. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge leben bis zu eine Million oder sogar mehr Obdachlose in Deutschland, wohl ein Zehntel davon hat nicht einmal eine Notunterkunft, die meisten davon sind nicht einmal krankenversichert. Viele beziehen keine Sozialleistungen, entweder weil sie mit dem bürokratischen System überfordert sind oder keinen Anspruch haben, wie Tausende EU-Bürger.

Die großteils von älteren Ehrenamtlichen freiwillig angebotenen Hilfsdienste für Obdachlose und Arme sind derweil allerorts zusammengebrochen. Die meisten Tafeln und Suppenküchen sind geschlossen, viele Notunterkünfte nehmen aus Angst vor Corona-Infektionen niemanden mehr auf. Sozialverbände warnten bereits vor einer humanitären Katastrophe — direkt in Deutschland.

Rettungsschirm fürs Großkapital

Doch während die Bundesregierung für die Wirtschaftsbosse vergangenen Mittwoch einen gigantischen Rettungsschirm von 750 Milliarden Euro gespannt hat, gehen die Ärmsten leer aus. Die Unterbringung und Versorgung Betroffener bleibt Sache der Länder und Kommunen, Mittel dafür erhalten sie nicht.

Mit keinem Wort erwähnten die politisch Verantwortlichen die Lage dieser Menschen. Im Gegenteil: Obdachlose, Hartz-IV-Bezieher und in Kurzarbeit geschickte Niedriglöhner müssen wegen Hamsterkäufen vielfach auf teurere Produkte ausweichen.

Angesichts des ausgerufenen Epidemie-Notstandes ist das nicht zu rechtfertigen.

Niedriglöhnerinnen tragen Hauptlast

Arbeiten bis zum Umfallen müssen nun Menschen in „systemrelevanten“ Berufen. Für Krankenschwestern, Pflegerinnen, Verkäuferinnen, Paketzusteller und -packerinnen ist Homeoffice nicht drin. Mehr noch: In diesen Jobs arbeiten großteils Frauen. Und die sind oftmals besonders schlecht bezahlt.

Ein Beispiel ist das Logistik-Unternehmen Hermes. Am Standort in Haldensleben werden weiter Pakete gepackt und ausgefahren.

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Die Diktatur der Algorithmen

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04-03-20 11:30:00,

Christa Schaffmann: Was treibt Sie an in Ihrem Widerstand gegen die fortschreitende ungezügelte Digitalisierung?

Detlef Hartmann: Es geht mir um die Freiheit, die akut gefährdet ist. Der Kapitalismus erfährt durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) einen starken Schub, der auf die Intensivierung der Ausbeutung und die Einschränkung der Freiheitsrechte abzielt. Das gilt insbesondere für Arbeiterinnen und Arbeiter. Karl Marx hat sich in seinem historischen Konzept dazu bereits geäußert. Mit der industriellen Revolution, die den Menschen an die Maschinen gekettet hat, fing es an. Das setzte sich fort mit dem Taylorismus, der zu einer noch stärkeren Unterwerfung unter das kapitalistische Joch führte.

Frederic Winslow Taylor äußerte schon in der frühen Veröffentlichung seines epochal angelegten Projekts ausdrücklich die Absicht, dadurch einen „Krieg“ gegen die ArbeiterInnen zu führen, einen Krieg zu ihrer Unterwerfung unter das serielle System (Fließband und so weiter). Er sagte sinngemäß: Wir zertrümmern den Arbeitsprozess, zerlegen ihn in Partikel, weil wir an die innere Steuerungsfähigkeit des Menschen nicht herankommen, und fügen diese Partikel seriell zusammen. Der Organisationstheoretiker und Nobelpreisträger Herbert Simon hat darin die erste Manifestation der Herrschaft des Algorithmus gesehen.

Wie viel hat Ihr Widerstand mit dem während Ihres Studiums in Berkeley erworbenen Wissen sowohl um Technik, um Logik als auch um politökonomische Zusammenhänge zu tun?

Führende IT-Unternehmen wie Fairchild Semiconductor und sogar Intel warfen schon damals aus dem benachbarten Silicon Valley einen spürbaren Schatten auf die dramatischen sozialen Auseinandersetzungen, damals allerdings konfrontiert mit der Moral einer starken Hackerbewegung. Und wer sich wie ich für Logik interessierte, konnte auf dem Campus Alfred Tarski kennenlernen, einen herausragenden Logiker von der Statur eines Kurt Gödel. Er hatte das Werk „Der Wahrheitsbegriff in den formalisierten Sprachen“ mit seiner stark hierarchisierten Struktur verfasst. Jahre später habe ich in meinem Buch „Leben als Sabotage“ daran angeknüpft.

Politisch-ökonomisch schlugen sich die technologischen Veränderungen nach meiner Erfahrung noch nicht nieder. Denn der Zusammenbruch des Keynesianismus stand ja noch bevor. Derartiges Wissen hat für mich Intellektuellen sicher eine Rolle gespielt, mehr aber die Erfahrungen mit dem sozialrevolutionären Widerstand. Für diesen brauchte es kein Studium in Berkeley. ArbeiterInnen haben ein brutales System der seriellen Struktur erlebt (im Sinne von Simon), und das bringt Erkenntnis mit sich. Sie wissen manchmal besser als die Theoretiker, was da passiert. Wissen ist ja nicht nur intellektuelles Wissen, sondern viel,

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