Ein Dokument, das belegt: Der „Westen“ ist eine kriminelle Vereinigung. Wir sind wahrlich nicht die Guten.

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02-02-20 04:42:00,

Wenn Sie diese Kennzeichnung für übertrieben halten, dann lesen Sie bitte dieses Dokument, ein Interview mit dem UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer. Es geht um Assange. Die NachDenkSeiten hatten schon in den Hinweisen II vom 31. Januar darauf aufmerksam gemacht. Das Dokument ist aber so wichtig, dass es dazu dieses gesonderten Hinweises bedarf. Wenn Sie nicht alles lesen können, dann reicht zum Beleg der Aussage in der Überschrift alleine die Lektüre der Vorgänge in Schweden. Was da in Schweden von Polizei und Justiz an Rechtsbrüchen bewerkstelligt wurde, ist nicht auf schwedischem Mist gewachsen, sondern auf „westlichem“ und es ist ungeheuerlich. Albrecht Müller

«Vor unseren Augen kreiert sich ein mörderisches System», so die Kernaussage von Nils Melzer. Zu diesem mörderischen System gehört vieles andere auch, zum Beispiel die Geschichtsumschreibung, die Tobias Riegel am 31. Januar hier Auschwitz-Gedenken gegen Russland missbraucht: „Eine Informations-Aggression gegen die Geschichte“ beschrieben hat. Wenn man das liest, wenn man das Interview mit Nils Melzer liest, dann „bleibt einem die Spucke weg“. Unbeeindruckt davon wird in Politik und Medien allerdings von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie so geredet, als seien diese nicht täglich bedroht. Typisches Beispiel war die Einführung beim Funkhausgespräch im WDR am 30. Januar.

Das Interview mit Nils Melzer beginnt mit den Vorgängen um die angebliche Vergewaltigung in Schweden so:

1. Die schwedische Polizei konstruiert eine Vergewaltigung
Nils Melzer, warum befasst sich der Uno-Sonder­berichterstatter für Folter mit Julian Assange?

Das hat mich das Auswärtige Amt in Berlin kürzlich auch gefragt: Ist das wirklich Ihr Kernmandat? Ist Assange ein Folteropfer?

Was haben Sie geantwortet?

Der Fall berührt mein Mandat in dreifacher Hinsicht. Erstens: Der Mann hat Beweise für systematische Folter veröffentlicht. Statt der Folterer wird nun aber er verfolgt. Zweitens wird er selber so misshandelt, dass er heute selbst Symptome von psychologischer Folter aufzeigt. Und drittens soll er ausgeliefert werden an einen Staat, der Menschen wie ihn unter Haft­bedingungen hält, die von Amnesty International als Folter bezeichnet werden. Zusammengefasst: Julian Assange hat Folter aufgedeckt, er wurde selber gefoltert und könnte in den USA zu Tode gefoltert werden. Und so etwas soll nicht in meinen Zuständigkeits­bereich fallen? Zudem ist der Fall von emblematischer Bedeutung, er ist für jeden Bürger in einem demokratischen Staat von Bedeutung.

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Dokument britisch-amerikanischer Imperialpolitik | KenFM.de

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09-11-19 10:02:00,

Mackinders Heartland-Theorie mit einem Lagebericht von Willy Wimmer

Von Wolfgang Bittner.

Dem Frankfurter Westend Verlag ist eine Publikation zu verdanken, die Einsicht in britisch-amerikanische geopolitische Vorstellungen seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt: „Der Schlüssel zur Weltherrschaft. Die Heartland-Theorie“. Diese vorübergehend in Vergessenheit geratene Theorie, die Anfang des vorigen Jahrhunderts von Halford Mackinder und anderen entwickelt wurde, kann als Grundlage für die britisch-amerikanische Imperialpolitik gelten.

Mackinder (1861-1947), Geograf und langjähriger Präsident der Königlich Geografischen Gesellschaft ging 1904 in seinem programmatischen Vortrag „The Geographical Pivot of History“ von einer „Weltinsel“ aus, der größten zusammenhängen Landmasse der Welt, die aus den Kontinenten Europa, Asien und Afrika mit einer „Drehpunktregion“ („pivot area“) in Eurasien besteht. Dem folgte 1919 die Studie „Democratic Ideals and Reality“ mit seiner „Heartland-Theorie“, wonach die Welt beherrscht, wer das Zentrum Eurasiens, die „pivot area“ kontrolliert.(1)

Mackinder sah durch eine sich aus diesem Zentrum des eurasischen Kontinents entfaltende Landmacht, die unabhängig von den Weltmeeren wäre, die Vorherrschaft der britischen Seemacht und damit die universale Hegemonie Englands gefährdet. In diese Richtung wies die fortschreitende technische Entwicklung, die eine wirtschaftliche und verkehrsmäßige Erschließung weiter Teile des Kontinents ermöglichte. Mackinders „Herzland“ war das Gebiet des Russischen Reiches und der späteren Sowjetunion, und seine Theorie stellte seinerzeit eine Warnung vor dem Verlust der britischen Dominanz dar.(2)

Die USA haben in diesem Konstrukt keine herausragende, großartige Bedeutung, die sie jedoch beanspruchen. Daraus wird ersichtlich, warum sie – in Fortsetzung der Imperialpolitik Englands – eine Kooperation Deutschlands mit Russland seit mehr als einem Jahrhundert verhindern und seit dem Ende der Sowjetunion auf einen Regimewechsel in der Ukraine hingearbeitet haben, was in Russland mit der Regierung Jelzin nicht ganz gelungen war, in Kiew aber 2014 schließlich zum Erfolg führte.

In einer längeren Einführung des Westend-Buches befasst sich nun Willy Wimmer, ausgewiesener Experte für Außen- und Sicherheitspolitik, kenntnisreich mit den geschichtlichen Zusammenhängen seit dem Wiener Kongress von 1819 und schlägt den Bogen in die Gegenwart. Er schreibt in Bezug auf die veränderte Weltlage: „Es war eine lange Zeit, die allerdings die neuen Rivalitäten zwischen Russland, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten – tatsächlich oder eingebildet – überdeutlich aufzeigte… Es ging um die neue Weltsicht und darum, welche militärische Einheit den größten Anteil am staatlichen Haushalt innerhalb der Streitkräfte für sich würde verbuchen können.“

Wimmer geht davon aus,

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Ein interessantes Dokument zum Aufstand in Frankreich: „Aufruf der ersten Generalversammlung der gelben Westen“

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29-01-19 12:23:00,

Am Sonntag erschien in der französischen Zeitschrift Humanité ein Aufruf einer Versammlung der gelben Westen aus dem ganzen Land. Sie nennen sich Generalversammlung. Das Dokument – siehe unten – ist ausgesprochen intelligent geschrieben und interessant. Es zeigt deutlich, dass es in Frankreich um einen Klassenkampf geht, wie überall übrigens. Marco Wenzel, unser Lothringer und NachDenkSeiten-Macher in Thailand, hat dieses Dokument gefunden und übersetzt. Danke vielmals. Albrecht Müller.

Darüber, wie der Klassenkampf im konkreten Fall ausgehen kann und wird, kann man streiten, beiseite stehen können wir nicht. Wir haben in der Redaktion darüber gestritten. Es gab die Meinung, dass zum Beispiel die Überschrift meines Artikels vom 23. Januar “Mit brutaler Gewalt wird der Klassenkampf von oben gewonnen. Das ist absehbar.” viel zu pessimistisch ausgefallen sei. Wenn man keine Hoffnung habe, dann könne man gleich aufgeben. Ich verstehe diesen Einwand. Was meinen Sie?

Liebe Leserinnen und Leser, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir in dieser Zeit so viele Texte und Dokumente darüber veröffentlichen, was sich in unserem Nachbarland abspielt. Das hat einen einfachen Grund. Dort versammeln sich nunmehr seit zwölf Wochen die von der neoliberalen Ideologie und Praxis geschundenen Menschen. Sie stehen auf gegen diese Ideologie und gegen die damit verbündete Staatsmacht. Und diese schlägt zurück. Beides haben die NachDenkSeiten kontinuierlich dokumentiert und sind damit auch zu einer wichtigen deutschen Quelle zur Information über die Entwicklung in Frankreich geworden.

Wenn Sie Freunde und Bekannte haben, die sich für Frankreich oder auch nur für die Chance eines Aufstands gegen die herrschenden Verhältnisse interessieren, dann informieren Sie diese bitte über Ihren Mailverteiler. Hier finden Sie Links zu Artikeln, die in den letzten Tagen auf den NachDenkSeiten erschienen sind:

Hier nun der Aufruf der ersten Generalversammlung der gelben Westen

Sonntag, 27. Januar 2019

Wir, die Gelben Westen von den Kreisverkehren, Parkplätzen, den Demonstrationen und aus den Versammlungen, haben uns am 26.

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