Draghi warnt vor politischer Einflussnahme auf Zentralbanken

Draghi warnt vor politischer Einflussnahme auf Zentralbanken

26-10-18 04:36:00,

EZB-Präsident Mario Draghi mit dem Gouverneur der Bank of England, Mark Carney. (Foto: dpa)

EZB-Präsident Mario Draghi mit dem Gouverneur der Bank of England, Mark Carney. (Foto: dpa)

EZB-Präsident Mario Draghi hat vor zunehmender politischer Einflussnahme auf Zentralbanken gewarnt. Die Notenbanken sollten auch in Zukunft unabhängig agieren können, um in der Lage zu sein, die Inflationsentwicklung zu beeinflussen, sagte der Notenbankchef am Freitag auf einer Veranstaltung in Brüssel laut Redetext.

In den USA sah sich die Notenbank zuletzt heftiger Kritik von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt, der sie angesichts von Zinserhöhungen als „verrückt“ bezeichnete. In der Türkei hat die Sorge vor einer zu starken Einflussnahme von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf die Notenbank mit dazu beigetragen, dass die Landeswährung Lira seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert eingebüßt hat.

Allerdings ist die US-Notenbank eine von privaten Banken betriebene Institution. Die Fed kann daher nicht gegen die Interessen ihren wichtigsten Shareholder agieren. Die Interessen der Banken decken sich nicht immer mit den Interessen der öffentlichen Hand oder mit jenen der Sparer und Steuerzahler.

„Glaubwürdigkeit hängt an Unabhängigkeit: Die Zentralbank sollte nicht fiskalischer oder politischer Dominanz unterworfen sein“, sagte Draghi am Freitag. Auch sollte sie frei die geldpolitischen Instrumente wählen können, mit denen sie am besten ihr Mandat erfüllen könne. Regierungen sollten die Unabhängigkeit von Zentralbanken schützen. Dies sei entscheidend dafür, dass Währungshüter ihre Aufgabe erfüllen können.

Der Italiener Draghi sieht sich derzeit Angriffen aus seinem Heimatland ausgesetzt. Vize-Regierungschef Luigi di Maio sagte am Freitag, Draghi habe die Atmosphäre vergiftet, anstatt Italien zu unterstützen. Der EZB-Präsident hatte die Regierung in Rom am Donnerstag aufgefordert, im Streit um die hohe Neuverschuldung im Haushalt für 2019 ihren Ton gegenüber der EU-Kommission zu mäßigen. Auch solle sie aufhören, den grundlegenden Aufbau des Euro infrage zu stellen.

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Draghi Opened Pandora’s Box: Now Debt-Deflation Looms For Italy

Draghi Opened Pandora’s Box: Now Debt-Deflation Looms For Italy

22-05-18 06:11:00,

Authored by Chris Whalen via TheInstitutionalRiskAnalyst.com,

This week The IRA will be at the MBA Secondary Market Conference & Expo, as always held at the Marriott Marquis in Times Square.  The 8th floor reception and bar is where folks generally hang out.  Attendees should not miss the panel on mortgage servicing rights at 3:00 PM Monday.  We’ll give our impressions of this important conference in the next edition of The Institutional Risk Analyst.

Three takeaways from our meetings last week in Paris: 

First, we heard Banque de France Governor Villeroy de Galhau confirm that the European Central Bank intends to continue reinvesting its portfolio of securities indefinitely.  This means continued low interest rates in Europe and, significantly, increasing monetary policy divergence between the EU and the US.

Second and following from the first point, the banking system in Europe remains extremely fragile, this despite happy talk from various bankers we met during the trip.  The fact of sustained quantitative easing by the ECB, however, is a tacit admission that the state must continue to tax savings in order to transfer value to debtors such as banks.  Overall, the ECB clearly does not believe that economic growth has reached sufficiently robust levels such that extraordinary policy steps should end. 

Italian banks, for example, admit to bad loans equal to 14.5 percent of total loans. Double that number to capture the economic reality under so-called international accounting rules.  Italian banks have packaged and securitized non-performing loans (NPLs) to sell them to investors, supported by Italian government guarantees on senior tranches. These NPL deals are said to be popular with foreign hedge funds, yet this explicit state bailout of the banks illustrates the core fiscal problem facing Italy.

And third, the fact of agreement between the opposition parties in Italy means that the days of the Eurozone as we know it today may be numbered.  The accord between the Five Star Movement (M5S) and the far-right League Party (Lega) of Silvio Berlusconi marks a deterioration in the commitment to fiscal discipline in Europe.  Specifically, the M5S/Lega coalition wants EU assent to increased spending and cutting taxes – an explicit embrace of the Trumpian economic model operating in the US.

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Draghi warnt Merkel vor neuen Risiken in Euro-Zone

Draghi warnt Merkel vor neuen Risiken in Euro-Zone

23-03-18 01:18:00,

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere in Brüssel versammelte Regierungschefs über die Hauptrisiken aufgeklärt, die die aus seiner Sicht günstigen Wirtschaftsaussichten gefährden, berichtet Bloomberg.

Draghi sagte in einer Präsentation, dass die Lage eigentlich sehr positiv sei: Die Investitionen seien auf ein Niveau gestiegen, das seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr zu beobachten sei. Die Schulden des privaten Sektors sinken und die Kapitalquoten gesunder Banken seien fast 50 Prozent höher als zu Beginn der Krise.
Dennoch sieht Draghi neue Risiken für die Euro-Zone. Er nannte Handelsprotektionismus und eine Schwächung der multilateralen Institutionen, die Streitigkeiten beilegen, als die größten potenziellen Risiken. Zölle und Vergeltungsmaßnahmen würden das Vertrauen untergraben.

Angesichts der noch immer lockeren Geldpolitik könnte ein potenzieller Vorstoß zur Deregulierung der Finanzindustrie zu einer toxischen Mischung führen.

Eine potenzielle Neubewertung von Vermögenswerten in den USA hätte einen Dominoeffekt. Ein Warnschuss wurde zu Beginn des Jahres abgefeuert, als die US-Märkte kurzzeitig abstürzten.

Risiken sieht Draghi auch in der Finanzpolitik der Staaten. Erhöhungen der öffentlichen Ausgaben könnten in den USA und in der EU zu einer Überhitzung führen. Dies gelte auch für Steuersenkungen in den USA.

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