Ehemaliger Spiegel-Journalist widerspricht Behauptung, Assange habe Informanten gefährdet

ehemaliger-spiegel-journalist-widerspricht-behauptung,-assange-habe-informanten-gefahrdet

20-09-20 07:06:00,

Von
Laura Tiernan

19. September 2020

Im aktuellen Prozess um die Auslieferung Julian Assanges an die USA trat am 16. September der preisgekrönte Berliner Enthüllungsjournalist John Goetz als Zeuge der Verteidigung auf. Er widerlegte klar die Behauptung der US-Regierung, Assange habe es versäumt, bei der Veröffentlichung geheimer Verschlusssachen die Klarnamen zu schwärzen, und dadurch das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht.

Schon seit April 2019 sitzt der WikiLeaks-Gründer völlig isoliert im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Die Trump-Regierung fordert seine Auslieferung in die USA, wo ihm bei einer Verurteilung nach allen 18 Anklagepunkten 175 Jahre Gefängnis drohen. Der Prozess wird seit dem 7. September im Londoner Justizkomplex „Old Bailey“ geführt.

Der Investigativjournalist John Goetz und frühere Spiegel-Redakteur berichtet für NDR und die Süddeutsche Zeitung über den Fall Assange. Er war selbst beim Spiegel tätig, als dieser vor zehn Jahren mit WikiLeaks zusammenarbeitete. Im Juni 2010 reiste Goetz nach London, wo er mit Assange und führenden Journalisten des Guardian und der New York Times an den Enthüllungen arbeitete, die als „Afghan War Diary“ in die Geschichte eingehen sollten.

Zuvor hatte Goetz für den Spiegel über deutsche Kriegsverbrechen in Afghanistan berichtet. Dazu gehörte auch der Bericht über den Luftangriff bei Kundus am 4. September 2009, bei dem 142 Zivilisten ums Leben kamen; Bundeswehroberst Georg Klein hatte das Blutbad angeordnet. Für diesen Bericht wurde Goetz mit dem renommierten Henri-Nannen-Preis für investigativen Journalismus ausgezeichnet.

John Goetz, bei der Preisverleihung der Deutschen Akademie für Fernsehen 2015 [via Wikipedia]

In der Verhandlung vom letzten Mittwoch erhielt Goetz von der Bezirksrichterin Vanessa Baraitser für seine Aussage lediglich eine halbe Stunde Zeit. Dennoch gelang es ihm, die US-Anklage umfassend zu entkräften, in der es heißt, Assange habe „bestimmte geheime Dokumente veröffentlicht, ohne zuvor die Namen unschuldiger Menschen unkenntlich zu machen“. Laut der US-Regierung hatte Assange damit „die Sicherheit und Freiheit derjenigen, die den USA und ihren Verbündeten Informationen lieferten, aufs Spiel gesetzt“.

Goetz stellte in seiner Zeugenaussage als Sachverständiger fest, dass die einzige „Gefährdung von Menschenleben“ allein von den US-Kriegsverbrechen ausging, die Assange und WikiLeaks aufdeckten.

Mark Summers, Kronanwalt für die Verteidigung, fragte Goetz nach dem Inhalt der afghanischen Dokumente: „Waren sie nichtssagend, irrelevant?“

„Das ‘Tagebuch’ war ein faszinierender Augenzeugenbericht aus erster Hand über das,

 » Lees verder

Ehemaliger Stabschef des ukrainischen Präsidenten Selensky: “Wir haben Putin brutal betrogen” | Anti-Spiegel

ehemaliger-stabschef-des-ukrainischen-prasidenten-selensky:-“wir-haben-putin-brutal-betrogen”-|-anti-spiegel

14-09-20 10:19:00,

Der ehemalige Chef der Präsidialverwaltung des ukrainischen Präsidenten Selensky hat sich in einem vierstündigen Interview ausführlichen Fragen gestellt und unter anderem gesagt, dass es so bald keinen Frieden in der Ukraine geben wird. Schuld ist demnach die ukrainische Seite, die ihre Versprechen gegenüber Putin nicht eingehalten hat.

In der Ukraine gibt es einen sehr renommierten Journalisten, sein Name ist Dimitry Gordon. Er hat in der Ukraine alle interviewt, die Rang und Namen haben. Und er ist einer der wenigen in dem Land, der durchaus ausgewogen berichtet und nicht blind der staatlichen Propaganda folgt. Nun hat er Andrej Bogdan interviewt.

Andrej Bogdan ist ein erfahrener Politiker und Rechtsanwalt. Er war unter anderem auch der Anwalt des Oligarchen Kolomoisky, der Selensky über seine Fernsehsender die Bühne gegeben hat, die Selensky zum Präsidenten gemacht hat. Nachdem Selensky Präsident wurde, wurde Bogdan Chef der Präsidialverwaltung, also der Mann, der Selensky am nächsten war. Das wurde seinerzeit so interpretiert, dass Kolomoisky sich damit die Kontrolle über Selensky sichern wollte.

Im Februar 2020 wurde Bogdan dann gefeuert. Er soll die Ukraine verlassen haben, weil er Angst um seine Sicherheit hat, Gerüchten zufolge ist er in Rumänien. Jedenfalls hat Bogdan dem Journalisten Gordon ein über vierstündiges Interview gegeben, das ich aufgrund der Länge leider nicht komplett übersetzen kann, obwohl es sehr interessant ist. Er erzählt ausführlich von allem, was er erlebt hat, auch davon, wie es dazu kam, dass Selensky Präsident wurde.

Hier will ich den Teil übersetzen, in dem es um das Verhältnis zwischen Selensky und Putin, das Minsker Abkommen und das Treffen des Normandie-Formats im Dezember 2019 geht. Darüber habe ich seinerzeit ausführlich berichtet, denn es gab nur wenig Einigkeit, dafür aber anschließend einen Wortbruch Kiews, als Kiew, anstatt sich an die Umsetzung der in Paris beschlossenen Punkte zu machen, plötzlich Änderungen im Abkommen von Minsk gefordert hat. Die Details des Abkommens finden Sie hier.

Das komplette Interview ist hier als Text zu finden und auch auf YouTube veröffentlicht worden.

Богдан. Крах Зеленского, Ермак, кидок Путина, посадка Порошенко, Коломойский. В гостях у ГордонаБогдан. Крах Зеленского, Ермак, кидок Путина, посадка Порошенко, Коломойский. В гостях у Гордона
Dieses Video auf YouTube ansehen

Beginn der Übersetzung:

Frage: Das erste Telefonat von Putin und Selensky: Der neu gewählte Präsident der Ukraine und der russische Präsident Putin.

 » Lees verder

Ehemaliger Poroschenko-Vertrauter gibt schwere Verbrechen zu, aber kein Staatsanwalt interessiert sich dafür | Anti-Spiegel

ehemaliger-poroschenko-vertrauter-gibt-schwere-verbrechen-zu,-aber-kein-staatsanwalt-interessiert-sich-dafur-|-anti-spiegel

31-07-20 01:21:00,

Vor einer Woche hat sich die ehemalige rechte Hand von Poroschenko an die Öffentlichkeit gewandt und sich selbst beschuldigt, EU-Offizielle bestochen und einen Staatsstreich durchgeführt zu haben. Aber merkwürdigerweise interessiert sich dafür keine einzige Staatsanwaltschaft. Gestern hat er eine weitere Erklärung veröffentlicht.

Dawyd Żwanija war zur Zeit des Maidan die rechte Hand von Poroschenko und er kann aus erster Hand über die Vorgänge vor, während und nach dem Maidan berichten. Er bezeichnet den Maidan als Staatsstreich, berichtet über dessen Finanzierung und die Details von Poroschenkos Machtergreifung. Obwohl er sich selbst schwerer Verbrechen beschuldigt, die er und seine Komplizen in der Ukraine und auch in Deutschland begangen haben, interessiert sich auch nach einer Woche weder die ukrainische, noch die deutsche Staatsanwaltschaft für seine Erklärungen.

Ich habe seine Erklärung von vor einer Woche und auch folgende Erklärungen übersetzt. Sie finden sie hier, hier und hier. Heute habe ich seine neueste Erklärung übersetzt.

Как финансировался госпереворот в Украине

Как финансировался госпереворот в Украине
Dieses Video auf YouTube ansehen

Beginn der Übersetzung:

Eine Woche ist seit meinem ersten Aufruf vergangen und es gibt keine Reaktion von der Generalstaatsanwältin. Die unheimliche Gleichgültigkeit der Strafverfolgungsbehörden gegenüber meinem aufrichtigen Geständnis macht mir Angst.

Ich bin ein Mensch, der selbst zugibt, zusammen mit einer kriminellen Organisation einen Staatsstreich durchgeführt zu haben. Aber die Staatsanwaltschaft interessiert sich nicht dafür.

Ich wiederhole, dass ich Mitglied der kriminellen Vereinigung war, die den Staatsstreich durchgeführt hat. Ich habe meinen politischen Einfluss und meine Position als Leiter des Ausschusses für Staatsaufbau genutzt, um den Verschwörern zu helfen. Dieser Ausschuss war damals der Schlüssel zum Regierungswechsel. Das Parlaments hat seine Befugnisse danach neu verteilt, wodurch der Ausschuss unwichtig wurde. Aber im Jahr 2014 hatte ich durch ihn eine sehr große Macht, die ich für die Verschwörer eingesetzt habe.

Ich rufe die Generalstaatsanwältin Venediktova noch einmal auf, mich als Zeugen oder Beschuldigten vorzuladen und mich dazu zu vernehmen. Ich fordere die Öffentlichkeit auf, das von der Generalstaatsanwältin fordern, fordert Gerechtigkeit!

Ich will auch einige Anschuldigungen kommentieren, die gegen mich erhoben wurden.

Poroschenko lässt im Internet bezahlte Artikel veröffentlichen, die mich beschuldigen, in fünf Monaten mehr als 60 Mal in Moskau gewesen zu sein. Poroschenko kann zu seiner Verteidigung nichts vorbringen,

 » Lees verder

Ehemaliger SPD-Chef Sigmar Gabriel wird neuer Vorsitzender der Atlantik-Brücke

ehemaliger-spd-chef-sigmar-gabriel-wird-neuer-vorsitzender-der-atlantik-brucke

27-06-19 11:31:00,

Politik

22:25 26.06.2019(aktualisiert 22:52 26.06.2019)

Zum Kurzlink

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel ist neuer Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Diese kümmert sich um die „Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen”.

Wie der Verein mitteilte, wurde der ehemalige Außenminister am Mittwochabend zum Nachfolger von Friedrich Merz (CDU) gewählt, der zehn Jahre an der Spitze gestanden hatte.

Merz betonte bei seinem Abschied die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen:

„Das transatlantische Verhältnis ist mehr als Handelspolitik, mehr als ein sicherheitspolitisches Bündnis. Es ist eine Wertegemeinschaft, in der wir auch unsere Interessen vertreten müssen.”

Gabriel seinerseits erklärte, dass das Verhältnis zu den USA nicht besser oder schlechter sei, als man es seit den 50er Jahren gewohnt sei, „sondern schlicht anders”.

Protestaktion der Attac-Bewegung in Frankfurt-am-Main (Archivbild)

©
AFP 2019 / Daniel Roland

Die Atlantik-Brücke ist nach Ansicht von Gabriel „genau der richtige Ausgangspunkt”, um dem neue Impulse zu geben.

Auch die beiden Stellvertreter von Merz, Ex-Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und der Unternehmensberater Burkhard Schwenker, schieden aus ihren Ämtern.

Zu ihren Nachfolgern wurden der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), und der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, bestimmt.

ng/dpa

 » Lees verder

Ehemaliger CIA-Chef gesteht US-Intervention im Ausland & scherzt darüber

Ehemaliger CIA-Chef gesteht US-Intervention im Ausland & scherzt darüber

12-03-18 05:42:00,

Ehemaliger CIA-Chef gesteht US-Intervention im Ausland und scherzt darüber

Dieses Video wurde ursprünglich von The Real News Network Reporter Ben Norton produziert und veröffentlicht. acTVism Munich hat es exklusiv ins Deutsche übersetzt und synchronisiert, um Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schaffen.

In diesem Video untersucht Ben Norton, Reporter des unabhängigen und gemeinnützigen Medienportals The Real News Network, die Geschichte von US-Interventionen in anderen Ländern seit Beginn der Nachkriegszeit, die sich von Lateinamerika über Europa bis zum Nahen Osten erstreckt. Dieser Bericht erscheint zu einer Zeit, in der sich das politische und mediale Establishment in erster Linie auf „Russia Gate“ konzentriert – die Behauptung, die russische Regierung habe sich in die US-Wahlen eingemischt, um diese zugunsten des späteren Siegers Donald Trump zu beeinflussen.

VIDEO: Ehemaliger CIA-Chef gesteht US-Intervention im Ausland und scherzt darüber

Um die vollständige Abschrift zu diesem Video zu lesen, klicken Sie hier.

Spenden Sie für acTVism Munich e.V.!

Klicken Sie hier, um unabhängigen und gemeinnützigen Journalismus zu unterstützen!

Banner Spende Webseite_D

ÜBER THE REAL NEWS NETWORK

The Real News NetworkThe Real News Network (TRNN) ist ein gemeinnütziger, tagesaktueller Nachrichten-Video und Dokumentationsdienst, der von Zuschauern unterstützt wird. TRNN ist werbefrei und verzichtet auf staatliche Förderung und Zuwendung von Konzernen. TRNN finanziert sich durch Spenden von Zuschauern und durch eigene Einnahmen.

Seit 2007 hat TRNN mehr als 7.000 Beiträge produziert, die mehr als 100 Millionen Mal angesehen wurden. Die nächste Entwicklungsphase sieht den Übergang ins Fernsehen vor.

ÜBER BEN NORTON

Ben Norton ist Produzent und Reporter für The Real News. Seine Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf die Außenpolitik der USA, den Nahen Osten, Medienkritik und Bewegungen für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit. Ben Norton war zuvor Mitarbeiter bei Salon und AlterNet. Sie können ihn auf Twitter bei @BenjaminNorton finden.

QUELLENANGABE BEITRAGSBILD:

NOTE: The author of this image does not endorse the work exhibited on this page.

Source
Own Workl

Author
Fry1989

RSS

Facebook

Twitter

Google+

Ehemaliger CIA-Chef gesteht US-Intervention im Ausland und scherzt darüber

Email

SHARE  » Lees verder