»Was einer der geringsten eurer Brüder denkt …« • Anthroblog

21-10-20 06:50:00,

»Was einer der geringsten eurer Brüder denkt …«. Rudolf Steiner 1919 über Toleranz und Selbsterziehung zum Idealismus als Gedankenweg und Willensweg zu Christus.

Toleranz – der Gedankenweg zu Christus

was einer der geringsten eurer brüder denktWie finde ich den wahren Weg, der zu Christus führt, zu diesem besonderen göttlichen Wesen, das mit Recht als der Christus bezeichnet wird? – Wenn wir bloß geboren werden und von der Geburt bis zum Tode hier auf Erden mit einem Seelenleben leben, das sich nun einmal nach der gebräuchlichen Anlage und Entwickelung der Anlagen zwischen Geburt und Tod ergibt, dann haben wir nämlich gar keine Veranlassung, zu dem Christus zu kommen. Dann mag in uns noch so viel Geistiges vorgehen, wir haben keine Veranlassung zu dem Christus zu kommen. Wenn wir uns gewissermaßen, ohne dass wir etwas Gewisses tun, was ich gleich bezeichnen werde, einfach zwischen Geburt und Tod entwickeln, wie das die meisten Menschen heute tun, dann bleiben wir dem Christus fern.

Wie aber kommen wir zu dem Christus? Die Initiative, wenn auch die manchmal aus dem Unterbewussten oder aus dem dunklen Gefühl heraus kommende Initiative, den Weg zum Christus einzuschlagen, muss aus uns selbst kommen. Zu dem Gott, der auch identisch ist mit dem Gott Jahwe, kann man kommen, wenn man einfach gesund lebt. Den Jahwe nicht zu finden, ist bloß eine Art von Krankheit des Menschen. Gottesleugner, Atheist sein, bedeutet in einer gewissen Weise krank sein. Ist man überhaupt vollständig gesund normal entwickelt, so ist man nicht Gottesleugner, weil es lächerlich ist, zu glauben, dass dasjenige, was wir als unseren gesunden Organismus an uns tragen, nicht göttlichen Ursprungs sein könnte. Das Ex deo nascimur ist etwas, was im sozialen Leben dem gesund entwickelten Menschen sich von selbst ergibt. Denn erkennt er das nicht an: Aus dem Göttlichen bin ich geboren – so muss er irgendwie einen Defekt haben, der sich eben in der Weise ausdrückt, dass er Atheist wird. Aber da kommen wir zu dem Göttlichen im allgemeinen, das aus einer inneren Lüge heraus moderne Pastoren Christus nennen, das aber nicht der Christus ist.

Zu dem Christus kommen wir nur – und ich spreche hier mit Bezug auf unsere unmittelbare Gegenwart –,

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Auf dem Weg zu einer Teilung des Libanon?

09-10-20 09:22:00,

Joseph Kechchian, ein bekannter US-Politikwissenschaftler, der für Saudi-Arabien arbeitet, präsentierte in einem Artikel von Foreign Policy, ein Projekt der Teilung des Libanon [1]. Seine Argumentation basiert auf der historischen Feststellung des Scheiterns des konfessionellen Systems (oder vielmehr “consociationalen” nach der Terminologie von Arend Lijphart). Er bietet jedoch nichts besonderes an, nur die Idee, die Schiiten von den anderen Libanesen zu trennen und eine Föderation zu gründen.

Seit mehreren Monaten geht es nun bei den Verhandlungen unter der Leitung des US-Botschafters in Beirut, Dorothy Shea, hauptsächlich um zwei Themen: die Gasgewinnung im Mittelmeer und das Bankensystem. Diese beiden Themen sind miteinander verknüpft. Schließlich hat der bekannte Republikaner von South Carolina, Joe Wilson, im Kongress einen Gesetzentwurf eingebracht, um “bestimmte Maßnahmen gegen Hisbollah-dominierte Gebiete im Libanon und in Lateinamerika aufzuerlegen und Sanktionen gegen hochrangige ausländische Politiker im Libanon, Venezuela, Kuba und Nicaragua, die die Hisbollah unterstützen,” zu verhängen. (H.R. 8445).

Die dem Widerstand nahestehende libanesische Tageszeitung Al-Ahkbar stellt fest, dass die Vereinigten Staaten einen neuen Ausdruck “Hisbollah-freundliche Banken” verwenden, und geht davon aus, dass die Vereinigten Staaten die Möglichkeit untersuchen, alle Banken im Südlibanon zu schließen, mit der schiitischen Gemeinschaft einen Anteil an den Öleinnahmen im Mittelmeer auszuhandeln und die Teilung des Landes vorzubereiten.

Diese Annahme scheint durch die Haltung Frankreichs bestätigt, die für die gleiche US-Gruppe zu handeln scheint.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] “Is the Only Solution to Lebanon’s Woes”, by Joseph Kechchian, Foreign Policy, September 2020. Video : “The Issue of Partition with Joseph Kéchichian”, The Beirut Bayan, September 29, 2020.

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Das “Demokratieverständnis” einer gewissen Frau Merkel | Anti-Spiegel

03-08-20 08:29:00,

Die Reaktionen auf die Corona-Demo am Wochenende in Berlin zeigen, was die Politiker unter Demokratie verstehen. Frau Merkel hat das schon 2010 in einer Rede ganz offen gesagt. An diese Worte sollte man sich heute erinnern.

Es ist erst einmal zweitrangig, wie Sie oder ich über Corona, die Einschränkungen und die Demo vom Wochenende denken. Wichtig sollte in einer Demokratie sein, was die Mehrheit darüber denkt und wichtig sollte sein, dass das Demonstrationsrecht und andere Grundrechte in einer Demokratie nicht eingeschränkt werden. Daher will ich zunächst an ein paar Fakten erinnern.

Wie sich die Berichterstattung verändert hat

Als Corona aufkam, wurden diejenigen, die vor einer Pandemie gewarnt haben, als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Der MDR hat eine Chronologie online gestellt, in der man als Meldung von Ende Januar lesen kann:

„Das Robert- Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für Deutschland weiterhin als gering ein. Mit einem Import einzelner Fälle nach Deutschland muss aber gerechnet werden.“

Und noch Ende Februar wurde gemeldet:

„Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, bezweifelt, dass in Deutschland ganze Städte unter Quarantäne gestellt werden könnten. In China sei dies nur mit dem Einsatz von Militär gelungen.“

Ebenfalls Ende Februar sagte Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes:

„Das Virus kann bei manchen Menschen zu schweren Erkrankungen führen. Bei über 80 Prozent führt es aber nur zu erkältungsähnlichen Symptomen. Dies ist aber nicht der Weltuntergang“

Damals wurde China als böser Unterdrückungsstaat bezeichnet, der die Freiheiten der Menschen mit dem Militär einschränkt und führende Ärzte sprachen davon, Corona sei nicht der „Weltuntergang“. Das hat sich dann im März geändert. Plötzlich galten die Aussagen von gestern nichts mehr.

Auch ich war damals sehr vorsichtig, denn die Gefahr, die gemeldet wurde, war, dass das Gesundheitssystem kollabieren könnte, weil nicht genügend Beatmungsgeräte vorhanden seien. Das war mathematisch nachvollziehbar und die Datenlage war noch sehr schlecht. In Gesprächen habe ich damals immer wieder gesagt, dass ich die Vorsichtsmaßnahmen verständlich finde, auch für den Lockdown hatte ich Verständnis. Aber ich habe Gesprächspartnern damals immer wieder gesagt, dass ich noch keine endgültige Meinung zu dem Thema habe, weil die Datenlage so miserabel war. Das habe ich im Mai in einem Artikel ausführlich erklärt.

Ich habe kein Problem damit, auch mal zu sagen: „Das weiß ich (noch) nicht“ und das habe ich beim Thema Corona einige Monate lang auch getan.

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Von einer Möbelfabrik zur CBD-Plantage: Schweizer Konzept ermöglicht erlaubtes Anbauen für jeden

13-06-20 06:35:00,

Das nennt man Strukturwandel. Nach 104 Jahren hat die Möbelfabrik Fraubrunnen 2016 wegen Absatz schließen müssen, doch was dann daraus wurde, hätte keiner Gedacht – erlaubter Cannabis-Anbau für jeden.

Ein Schweizer Forschung- und Produktionsunternehmen machte das Unmögliche möglich denn heute heute wird in großen Teilen der alten Möbelfabrik, mit hochmodernen Anlagen, medizinisches CBD Cannabis gezüchtet.

Die Mission ist es, Cannabisprodukte (CBD-Öl…) in guter Qualität in der Schweiz, dem deutschsprachigen Raum und ganz Europa salonfähig und zugänglich zu machen. Ihr Antrieb ist es politisch, gesellschaftlich und wissenschaftlich endlich Bewegung in den europäischen Markt zu bringen. Deshalb hat seit einiger Zeit jeder 100% erlaubt und seriös medizinisches Cannabis anbauen lassen – So geht’s:

Der Bedarf für medizinisches Cannabis und Hanfprodukte, CBD, CBG und andere THC-Vorstufen wächst rasant. Lokal kann der Bedarf in Europa
nicht einmal annähernd in ausreichender Qualität gedeckt werden – selbst aus Kanada werden derzeit immer wieder Lieferengpässe gemeldet.

Um das Problem der Lieferengpässe zu lösen, hat Cannergrow ein einzigartiges Konzept für uns alle auf die Beine gestellt und setzt sich für die vielen erkrankten Menschen ein, denen mit medizinischem Cannabis eine natürliche Alternative geboten wird. Dadurch können schädliche Nebenwirkungen, die oftmals durch pharmazeutische Medikamente ausgelöst werden, vermieden werden.

Sie engagieren sich auch für die Vielzahl an Wissenschaftlern und Ärzten, die bereits seit Jahren für die Anerkennung der Wirksamkeit und des Nutzens von Cannabis kämpfen. Und nicht zuletzt setzen sie sich mit ihrer Arbeit auch für den gesellschaftlich akzeptierten Zugang zu Cannabisprodukten aller Art ein. Denn sie glauben daran, dass Selbstbestimmung und Aufklärung Hand in Hand gehen. Die Nachfrage nach Stellplätzen steigt enorm an, weshalb auch erst vor kurzem der Standort in der Schweiz auf die doppelte Hallengröße erweitert wurde.

Loslegen und alle Informationen bekommen

Durch betätigen des grünen Buttons gelangt man zur Registrierung  bei Cannergow. Es ist umsonst und bindet an nichts.  Dort bekommt man eine Übersicht, viele Informationen zu Lager, Anbau und Standorten und erfährt alles wichtiges auf einen Blick. Im Normalfall wird man dann einem Ansprechpartner zugeordnet, den man bei übrigen Fragen, durch den Briefumschlag oben rechts, kontaktieren kann.

Was wenn man legal selber anbauen will?  » Lees verder

Der Kampfbegriff einer super großen Koalition: Verschwörungstheoretiker!

06-06-20 07:56:00,

Gestern Abend war ich zum ersten Mal nach corona-bedingter Absage aller Veranstaltungstermine bei einem öffentlichen Gespräch – in der Karlsruher Hemingway Lounge. Gesprächsgegenstand sollten meine Erfahrungen mit Willy Brandt und anderen Politikern sein – einschließlich meiner politischen Tätigkeit und der Aufklärungsarbeit bis hin zu den NachDenkSeiten. Der Gesprächsleiter, Ullrich Eidenmüller, eröffnete die Diskussion mit einem Zitat aus Wikipedia. Dort wird den NachDenkSeiten unterstellt, Verschwörungstheorien zu verbreiten. Albrecht Müller.

Wörtlich heißt es:

„Müller gründete 2003 … die … NachDenkSeiten. Die kritische Website, eins der meistgelesenen politischen Blogs in Deutschland. Dieses wurde anfangs als wichtiger Bestandteil einer Gegenöffentlichkeit gelobt, sieht sich in den letzten Jahren jedoch vermehrt dem Vorwurf ausgesetzt, Verschwörungstheorien zu verbreiten.“

Da ich von Wikipedia nicht viel halte, weil dort unentwegt manipuliert wird, schaue ich selbst selten dort nach. Das ist allerdings vermutlich ein Fehler, weil sich viele Menschen am Urteil dieses Mediums orientieren, wie zum Beispiel der Gastgeber von gestern Abend und zum Beispiel auch einige frühere Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten und Besucher des Facebook-Forums, die als Kommentare zu den NachDenkSeiten genau wiedergeben, was sie auf Wikipedia gelesen haben. „Früher mal gut, jetzt Hang zur Verschwörungstheorie oder Querfront“ – das ist die Sprachregelung, die offensichtlich zum Kampf gegen die NachDenkSeiten ausgegeben worden ist.

Im konkreten Fall ist interessant, dass die Behauptung von Wikipedia nicht direkt aufgestellt wird. Man bedient sich anonymer Vorwürfe. Diese Methode ist besonders patent, weil sich der Angegriffene, im konkreten Fall die NachDenkSeiten, nicht wehren können. Der Absender der üblen Nachrede ist ja nicht bekannt.

Die Behauptung ist durch nichts zu belegen. Wir, die Redaktion der NachDenkSeiten, haben nichts Derartiges verbreitet. Wir haben allerdings auf Quellen hingewiesen und auch auf Personen, die Verschwörungstheoretiker genannt werden:

Zum Beispiel auf Daniele Ganser und seine Vorstellung vom Vorgang 9/11. Wir haben das getan, weil unsere Leserinnen und Leser auch seine und ähnliche Positionen kennen sollten und weil es gute Gründe gibt, hinter die offizielle Version ein paar Fragezeichen zu setzen. Wenn ich in der NachDenkSeiten-Redaktion fragen würde, dann würde wahrscheinlich eine Mehrheit die offizielle Version teilen. Aber wir halten zum Beispiel die Arbeiten von Daniele Ganser über die Kriege des Westens für so gewissenhaft und verdienstvoll, dass wir ihm jedenfalls wegen seiner Sicht der Vorgänge vom 11.

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