Das Leben eines typischen Tönnies-Schweines

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26-06-20 09:05:00,

Schweinezucht. Bild: Animal Rights Watch e.V. (ARIWA). Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Friederike Schmitz

Die Tierrechtlerin Friederike Schmitz beschreibt das Leben eines typischen Tönnies-Schweines: Von seiner Geburt bis zur Schlachtung

Das Leben des Schweins beginnt in der Schweinezuchtanlage. Dort werden die Sauen in Deutschland häufig zur Besamung in Kastenständen gehalten. Bis zu vier Wochen verbringen sie dort, ohne sich bewegen zu können. Dann kommen sie eine Weile in Gruppenhaltung und zur Geburt wieder in einen körpergroßen Käfig. Dort werden die Ferkel geboren. In der Natur würde die Mutter jetzt ein Nest bauen, die Ferkel beschnuppern, ihnen zeigen, wo es essen gibt, sie aufziehen, wie es alle Säugetiere machen. Das alles ist dort nicht möglich.

Den Schweinen werden dann die Ringelschwänze abgeschnitten. In den Mastanlagen würde sie sich die sonst später gegenseitig abfressen: aus Stress und Langeweile. Außerdem werden den männlichen Ferkeln ohne Betäubung die Hoden herausgeschnitten. Die Schweine entwickeln sonst in ihrer Pubertät – also mit circa einem halben Jahr – eine bestimmten Ebergeruch. Solches Fleisch lässt sich nicht gut verkaufen.

Nach drei bis vier Wochen werden die Ferkel dann der Mutter weggenommen und kommen in einen Aufzuchtstall. Sie ziehen dann mehrmals um – entweder innerhalb eines Betriebes, oft aber auch zwischen mehreren Betrieben. Wie viel Platz sie haben, richtet sich nach ihrem Gewicht: Unter 50 kg haben sie 0,5 Quadratmeter Platz, das steigert sich bis 0,75 Quadratmeter pro Schwein mit 110 kg. Das ist dann auch das Schlachtgewicht.

In der Mastanlage haben sie unter sich einen Spaltenboden, der Kot und Urin durchlassen soll. Das klappt natürlich nur bedingt. Dort können sie eigentlich nichts machen, was sie unter natürlichen Umständen gern machen würden. Schweine sind lebhafte, neugierige Tiere. Zur Nahrungssuche wühlen sie eigentlich im Boden. Das geht dort nicht.

Zur Körperpflege und Abkühlung würden sie sich suhlen. Das können sie in der Mastanlage bestenfalls in den eigenen Exkrementen. Schweine rennen und erkunden gern die Gegend. Auch das ist unmöglich. In Deutschland ist es vorgeschrieben, ihnen Beschäftigungsmaterial zu bieten. Das ist häufig ein Holzklöppel an einer Metallkette. Auf dem kauen sie ein bisschen herum, verlieren aber schnell wieder das Interesse. Schweine sind eben auch recht schlaue Tiere. Für die ist es nicht so spannend, die ganze Zeit an einem Holzklotz herumzukauen.

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Von der Verantwortung eines Virologen | KenFM.de

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28-05-20 09:26:00,

Ist Christian Drosten Opfer oder Täter?

Von Peter Frey.

Um diese Frage gleich vorweg zu beantworten: Er ist weder das Eine noch das Andere. Zumindest führt uns die damit verbundene Frage nach Schuld oder Unschuld nicht weiter. Vielleicht sieht er selbst und andere das nicht so. Doch für mich ist Drosten vor allem Eines: verantwortlich. So wie jeder Mensch die Verantwortung für sein Tun zwar ausblenden, aber nicht abstreifen kann.

Wenn ein Mensch sich also über Jahre hinweg benutzen lässt, dann handelt er gewissermaßen verantwortungslos. Dann ist er auch blind für die Folgen des eigenen Tuns. Das ändert nichts an der Verantwortungslosigkeit auch anderer Menschen – nicht nur – in seinem Umfeld. Verantwortung zu ignorieren ist kein spezielles Problem des Christian Drosten sondern ein allgemeines, gesellschaftliches Problem. In seiner durch ihn offensichtlich sehr gern angenommenen, medialen Rolle finden sich allgemeingültige Symptome – die wiederum auf die tiefer liegende Ursachen zeigen können.

Die mediale Rolle, ist jene, die bei Drosten erst entdeckt, ja vielleicht sogar geweckt werden musste, denn seine eigentliche Rolle ist die des Forschers, des Virologen. Es gibt ausführliche Interviews mit Christian Drosten, die in beeindruckender Weise zeigen, wie der Mann in dieser Forscherrolle aufgeht. Auch scheint er mir in der Rolle des forschenden Virologen außerordentlich kompetent. In der Welt genetischer Sequenzen, im Umgang mit Codeschnipseln, da kennt er sich zweifellos aus. Kann er dazu sprechen, tut er es mit der Begeisterung eines Kindes.

So gesehen, gibt es da nichts, was man bedenklich finden könnte, oder doch?

Die Fokussierung auf und die Kompetenz zum Thema genetischer Forschung an Viren birgt eine Falle. So spezialisiert, wie Drosten arbeitet, so groß ist auch die Gefahr der Inkompetenz in allen Bereichen, die über den eng gefassten Rahmen hinausgehen. Als Mediziner geht der Mann bei mir nicht durch, denn er kann nicht einmal zwischen Infektion und Erkrankung unterscheiden (Hervorhebung durch Autor):

“Unter der Decke dieses saisonalen Effektes – da können wir vielleicht uns jetzt auch vorstellen, unter der Decke der sozialen Distanzierungsmaßnahmen, die im Moment in Kraft sind – hat sich diese Erkrankung aber unbemerkt viel besser gleichmäßig geografisch verteilt.” (1)

Selbst jene, die eine Gefahr durch das “neuartige” Virus beschwören,

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Monolog eines Virus

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03-04-20 02:17:00,

Liebe Menschen, unterbindet doch Eure lächerlichen Aufrufe zum Krieg. Werft nicht mehr diese Racheblicke auf mich. Löscht die Aura des Schreckens, mit der Ihr meinen Namen schmückt. Wir Viren sind das wahre Kontinuum des Lebens auf Erden. Ohne uns wäret Ihr nie entstanden, genauso wenig wie die erste Zelle.

Wir sind Eure Vorfahren wie die Steine oder die Algen, weit mehr als die Affen. Wir sind überall, wo Ihr seid und auch da, wo Ihr nicht seid. Euer Pech, wenn Ihr in der Welt nur das seht, was Euch ähnelt! Aber, vor allem, hört bitte auf zu sagen, dass ich es sei, der Euch tötet. Ihr sterbt nicht durch mein Wirken auf Euer Gewebe, sondern durch die Abwesenheit von Sorge unter Euresgleichen. Wäret Ihr nicht so habgierig untereinander gewesen, wie Ihr es mit allem, was auf diesem Planeten lebt, wart, hättet Ihr noch genügend Betten, Krankenschwestern und Beatmungsgeräte, um die Schäden, die ich in Euren Lungen anrichte, zu überleben.

Würdet Ihr Eure Alten nicht in Sterbeheime stecken und Eure Arbeitstüchtigen in betonierten Hasenkäfigen unterbringen, wäret Ihr sicher in einer anderen Situation. Hättet Ihr nicht die früher noch so üppige, chaotische, so bunt bevölkerte Welt oder eher Welten in eine riesige Wüste verwandelt, wo nur die Monokulturen des Sichselbstgleichens und des Immermehrs gedeihen, hätte ich mich nicht auf meinen Eroberungsfeldzug Eurer Lungen begeben können. Wenn Ihr nicht fast alle — seit Anfang des letzten Jahrhunderts und bis heute — redundante Abdrucke einer gleichen und unhaltbaren Lebensform geworden wäret, würdet Ihr Euch nicht darauf vorbereiten, wie im zuckrigen Wasser der Zivilisation plätschernde Fliegen zu sterben. Wenn Ihr Eure Lebenswelten nicht so leer, so durchsichtig, so abstrakt gemacht hättet, würde ich mich nicht mit der Geschwindigkeit eines Ultraschallfliegers bewegen, das könnt Ihr mir glauben.

Ich komme nur die Strafe ausführen, die Ihr seit langem gegen Euch selbst ausgesprochen habt.

Vergebt mir, aber Ihr seid es, wenn mich nicht alles täuscht, die Ihr den Namen „Anthropozän“ erfunden habt. Ihr habt Euch eine Ehre aus der Katastrophe gemacht; jetzt, wo diese sich erfüllt, ist es zu spät, einen Rückzieher zu machen. Die Ehrlichsten unter Euch wissen es wohl: Ich habe keinen anderen Mittäter als Eure soziale Struktur, Euren flächendeckenden ökonomischen Wahnsinn, Euren Systemfanatismus. Nur die Systeme sind „anfällig“. Alles andere lebt und stirbt.

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Der Wert eines Lebens

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01-04-20 05:41:00,

War das Institut für Katastrophenmedizin wirklich „entsetzt“? Der Wortlaut des Briefes des IfKM wurde den interessierten Lesern vorenthalten. Als der Arzt Dr. Bodo Schiffmann in der stark angefragten YouTube-Serie aus der Schwindelambulanz in seiner elften Folge den durch gezielte Indiskretion an ihn gelangten IfKM-Brief im Original vorzeigte, wurde dieser YouTube-Beitrag sofort von den YouTube-Betreibern gelöscht, also: zensiert.

Ich überlasse es den Lesern selber zu beurteilen, ob das IfKM in dem besagten Schreiben an die baden-württembergische Landesregierung tatsächlich so etwas wie „Entsetzen“ zum Ausdruck bringt, wenn es „weitere konsequente Maßnahmen der Landesregierungen, der Krankenhäuser und der Rettungsdienste in Deutschland“ für „unabdingbar“ erklärt und weiter ausführt:

„Vorangestellt sei, dass das Nadelöhr die zu beatmenden Patienten sind. Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung, wie diese bereits im Elsass besteht, bald auch in Deutschland einstellen wird, ist eine optimale Vorbereitung von allerhöchster Dringlichkeit.“

Es schließen sich Schlussfolgerungen an, die sich anhören wie Handlungsempfehlungen, was aber nicht vollkommen eindeutig ist: für Patienten über achtzig Jahren keine Intubation (also: künstliche Beatmung) mehr. Stattdessen Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln. In Pflegeheimen: Patienten über achtzig Jahre, die beatmungspflichtig wären, erhalten eine schnelle Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln durch den Rettungsdienst.

Es ist ein Vorgehensprotokoll zu erstellen, das durch eine ad hoc zu installierende Ethik-Kommission genehmigt und abgezeichnet wird. In jedem Einzelfall müssen die Rettungssanitäter diese Ethik-Kommission anrufen und dann entweder den Patienten in die Intensivstation bringen oder vor Ort mit tödlichen Dosen von Opiaten aus dem Leben bringen.

Es bedarf keiner juristischen Spitzfindigkeit um festzustellen, dass diese Vorgehensweise illegal ist und einen Bruch mit allen ethischen Grundsätzen darstellt, die nach dem Horror des Holocaust allgemein als selbstverständlich angenommen wurden.

Das hat auch nichts mit Euthanasie zu tun. Euthanasie stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie: „schöner Tod“. Im angloamerikanischen Sprachraum versteht man darunter Sterbehilfe. Unabdingbare Grundlage einer solchen Begleitung ist immer die Einwilligung der betroffenen Patienten.

Passive Sterbehilfe bedeutet: wenn ein qualvolles Vegetieren nur noch mit Hilfe von Maschinen möglich ist, und der Patient bittet darum, die Maschinen abzuschalten, dann ist dem Folge zu leisten. Die aktive Sterbehilfe ist in den Niederlanden und Belgien erlaubt. In diesem Falle bittet der Patient darum, ihm eine tödliche Spritze zu verabreichen,

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Das Ende eines guten Lebens

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18-02-20 11:14:00,

von Helen Nearing

Wir brauchten sehr selten einen Arzt, Pillen oder ein Spitalbett. Trotzdem lebte Scott gesund und munter 100 Jahre lang und starb, als es sein Entschluss war — am Ende durch Fasten während anderthalb Monaten.

Er war immer körperlich aktiv, im Wald, im Garten, im und am Haus. Er war auch geistig aktiv, zwischen 20 und 90 Jahren schrieb er mehr als 40 Bücher, darunter auch seine Autobiografie „The Making of a Radical“.

„Arbeit“, sagte Scott, „hilft vermeiden, alt zu werden. Meine Arbeit ist mein Leben. Ich kann mir das eine nicht ohne das andere vorstellen. Wer arbeitet, dem ist es nie langweilig, der ist nie alt. Eine Person wird dann alt, wenn sie keine Hoffnung und Pläne mehr hat. Arbeit und Interesse an der Welt sind die besten Mittel gegen das Altern.“ Ruhig sah er dem Ende entgegen, als er es wusste.

1981 sagte er in einem Interview: „Ich freue mich bis 99 Jahre auf die verschiedenen Möglichkeiten meines Lebens.“ Seine blauen Augen zwinkerten. „Es ist ein unsicherer Ausblick, das versichere ich ihnen. Mit dem Alter verringern sich die Wahrnehmung und die Leichtigkeit sich auszudrücken. Mir bleibt praktisch nichts mehr übrig als Zeit. Aber so lange ich nützlich sein kann, mag ich weiterleben.“

Walt Whitman sagte, als er anfangs 70 war: „Das alte Schiff ist nicht mehr in der Lage, viele Reisen zu machen, aber die Flagge weht noch am Mast, und ich stehe immer noch am Steuer.“ Viele Leute beginnen in den Sechzigern alt zu werden. Scott begann erst nach 90 zu altern. Bis dahin geriet er in Wut, wenn ihn jemand alt nannte, weil er weder alt ausschaute noch sich alt fühlte. Sicher, er hatte viele Falten. Diese kamen in seinen Fünfzigern vom vielen harten Arbeiten an der Sonne. Aber sich schwach fühlen? Nein!

Als er 98 Jahre alt war, sagte er, „gut, wenigstens kann ich noch Holz spalten.“ Und als es bald zu Ende ging mit ihm, bedauerte er als einziges beim Verlassen dieser Welt, dass ich dann das Holz für den Küchenofen schleppen müsste. „Ich wünschte, ich könnte dir dabei helfen“, sagte er. Er war eine Hilfe bis zum Schluss.

Ein oder zwei Monate bevor er starb, saß er mit uns am Tisch. Er beobachtete uns beim Essen und sagte: „Ich denke,

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Beinahe-Abschuss eines Flugzeuges in Syrien: So verschieden berichten deutsche und russische Medien | Anti-Spiegel

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09-02-20 11:29:00,

Über Syrien wäre letzte Woche fast ein Passagierflugzeug abgeschossen worden, das israelische Kampfjets als Deckung für einen Luftangriff missbraucht haben. An diesem Vorfall wird deutlich, wie unterschiedlich russische und deutsche Medien über israelische „Fehltritte“ berichten.

Über den Vorfall habe ich letzte Woche berichtet. Bei einem Luftangriff auf Damaskus haben vier israelische Kampfjets ein Passagierflugzeug mit über 170 Menschen an Bord als Deckung genutzt. Die syrische Luftabwehr hatte die Wahl, sich nicht zu verteidigen oder das Flugzeug in Gefahr zu bringen. Nur dank der schnellen Reaktion der Fluglotsen und der guten Arbeit der syrischen Luftabwehr konnte eine Tragödie verhindert werden.

Natürlich kritisieren deutsche Medien Israel nicht ernsthaft, das ist in Deutschland nicht statthaft. Der Spiegel berichtete über den Vorfall so, als seien all das nur russische Behauptungen und als sei in Wahrheit Syrien an dem Vorfall Schuld. Selbst die Tatsache des israelischen Luftangriffs wurde im Spiegel nur als Behauptung dargestellt. Schon die Einleitung des Artikels gab die Richtung vor:

„Ein syrisches Passagierflugzeug wäre fast Opfer der Luftabwehr des Assad-Regimes geworden. Der Airbus mit 172 Passagieren musste auf einen russischen Militärflughafen ausweichen. Schuldiger laut Russland: Israel.“

Und auch der Artikel selbst beginnt ähnlich:

„Ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Damaskus ist in der Nähe der syrischen Hauptstadt offenbar ins Feuer der syrischen Luftabwehr geraten.“

Erst später kann man lesen:

„Zeitgleich mit dem Zwischenfall sollen israelische Kampfflugzeuge in der Nähe Bodenziele in einem Vorort angegriffen haben. Ihnen habe das Abwehrfeuer gegolten, meldet das russische Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag.“

Das alles sind laut Spiegel nur russische Behauptungen, obwohl die Praxis der israelischen Luftwaffe, ihre Angriffe so zu fliegen, dass unbeteiligte Flugzeuge als Deckung dienen, bekannt ist. Im September 2018 hat das zu einem versehentlichen Abschuss eines russischen Flugzeuges vor der syrischen Küste geführt. Aber ein Wort der Kritik an Israel kommt dem Spiegel nicht über die Lippen. Und so endet der Artikel mit folgendem Absatz:

„Israel kommentierte diese Vorwürfe nicht, das Land macht zu Militäreinsätzen grundsätzlich keine Angaben. Bei den mutmaßlich israelischen Raketenangriffen wurden laut Syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte 23 Personen getötet.“

Dass es den israelischen Angriff tatsächlich gegeben hat, bestätigt sogar der Spiegel also am Ende des Artikels, nennt ihn allerdings „mutmaßlich“.

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Die Entsorgung eines Unbequemen

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30-01-20 11:56:00,

Trotzdem haben die Mainstream-Medien und die Behörden bis heute nicht die Frage gestellt, wer ein Interesse an Herrhausens Tod gehabt haben könnte. Zudem beschreiben sie ihn nach wie vor fälschlicherweise als Kapitalismuskritiker und als Träumer, der für eine Utopie sein Leben riskierte.

Tatsächlich war Herrhausen ein von der Marktwirtschaft überzeugter Banker, dessen erklärtes Ziel darin bestand, die Deutsche Bank an die Weltspitze zu führen, und der als einer der ersten Europäer die Chancen erkannte, die der Umbruch im Finanzwesen den Großbanken in den 1970er- und 1980er-Jahren eröffnete. Vor allem aber war er ein Mann, der seine Ziele kompromisslos und mit großer Konsequenz und Härte verfolgte und der kein Problem damit hatte, sich viele Feinde zu machen.

Nach dem Ende des Nachkriegsbooms, der die Deutsche Bank zum größten deutschen Finanzinstitut hatte aufsteigen lassen, suchten die Banken wegen des nachlassenden Kreditgeschäftes nach neuen Einnahmequellen und drängten die Politik, das Finanzwesen zu deregulieren und ihnen zu ermöglichen, das eigene Geschäft zu globalisieren.

Bereits im Anfangsstadium dieser Entwicklung nutzte Herrhausen die Möglichkeiten, die sich dadurch vor allem im Bereich des Investmentbankings ergaben und trieb die Neuausrichtung der Deutschen Bank ab Mitte der 1980er-Jahre energisch voran. Dabei zog er sich wegen seiner rigorosen Personalpolitik den Zorn großer Teile der traditionell konservativen Führung des Geldhauses zu.

Das aber hinderte ihn nicht daran, das Tempo des Umbaus sogar noch zu forcieren. Unter seiner Führung übernahm die Deutsche Bank zwischen 1986 und 1989 diverse Banken und Wertpapier-Broker in Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Österreich, Kanada und Australien.

Im Herbst 1987 unterbrach Herrhausen die Jahrestagung des IWF in Washington für einen Kurzbesuch beim Präsidenten des hoch verschuldeten Mexikos. Am Tag darauf forderte er auf einer Pressekonferenz zum ersten Mal einen umfassenden Schuldenerlass für die Entwicklungsländer — ein Vorstoß, der weltweit Aufsehen erregte.

Es handelte sich dabei aber keineswegs um die Utopien eines Visionärs, sondern um ein in doppelter Weise kalkuliertes Manöver: Einerseits schwamm Herrhausen auf der populären Welle des damals weltweiten Protestes gegen die Politik von IWF und Weltbank, andererseits brachte er die Deutsche Bank so im internationalen Wettbewerb in eine besonders günstige Lage:

Während ein solcher Schuldenschnitt mehrere amerikanische Banken in große Schwierigkeiten gebracht hätte, hätte die Deutsche Bank ihn weitgehend problemlos überstanden — weil Herrhausen sie zuvor ganz bewusst gegen einen solchen Schock abgesichert hatte.

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Bericht eines Journalisten

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13-01-20 02:48:00,

Im Januar 2018 publizierte SPR den »Insider­bericht« eines langjährigen Schweizer Journa­listen, der bei mehreren Schweizer Medien in teilweise leitender Funktion tätig war. Es ist bis heute der einzige derartige Einblick in die Funk­tions­weise des Schweizer Mediensystems:

Die Tunnelperspektive der «Mainstream-Medien»: Wie es drinnen wirklich ist

Im Bericht geht es nicht um explizite Vorgaben, sondern um ver­gleichs­weise subtile Mecha­nis­men, die von Journalisten nicht bemerkt oder jedenfalls nicht hinterfragt werden. Dabei spiele die Willfährigkeit der meisten traditionellen Journalisten eine zentrale Rolle.

Diese Willfährigkeit oder »Flexibilität« ist zweifel­los entscheidend. Würde etwa die NATO morgen eine Allianz mit Russland gegen China eingehen, müssten NATO-konforme Journa­listen ihre Perspektive über Nacht anpassen: Putin wäre plötzlich ein Guter.

Zugleich würden prorussische Medien ihre Kritik an NATO und »NATO-Medien« sofort einstellen. Nur wirklich unabhängige Medien könnten weiterhin allseits kritisch berichten. Solche geopolitischen Strategie­wechsel sind deshalb stets Momente der Wahrheit.

Die tatsächlichen medialen Mechanismen sind also etwas andere als im bekannten Sketch der ZDF Anstalt von 2014, doch die Resultate sind, nachprüfbar, in etwa dieselben.

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“Wir sind Opfer eines kollektiven Versuchs, das Land zu verderben”

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13-01-20 09:04:00,

IM Winter sind die Überfahrten gefährlicher. Bild: W. Aswestopoulos

Griechische Politiker zu den Tragödien mit Flüchtlingsbooten

Anders als in den vergangenen Jahren, versuchen in diesjährigen Winter Flüchtlinge und Immigranten auch bei schlechten, winterlichen Verhältnissen mit einem Boot nach Griechenland zu kommen, oder dieses in Richtung der übrigen Europäischen Union per Boot zu verlassen. Dies fordert zunehmend Todesopfer. 2019 kamen 74.348 Menschen als Flüchtlinge oder Migranten ins Land, davon 59.457 über den Seeweg. 2018 waren es insgesamt 32.494. Ziel der Regierung in Athen sind bis zum Jahresende 10.000 Abschiebungen in die Türkei.

Bootsunglück im Ionischen Meer

Am Samstagmorgen kam es dreizehn Seemeilen südwestlich der Inselgruppe Paxi im Ionischen Meer zu einem Unglück. Ein Boot kenterte. Insgesamt 21 Personen, zwanzig Männer und eine Frau, konnten gerettet werden. Rettungsteams fanden bislang zehn ertrunkene Männer und zwei ertrunkene Frauen. Die Zahl der Insassen des Bootes wird gemäß den Angaben der Geretteten mit bis zu 50 angegeben. Die Suche nach den Vermissten aus der Luft wurde mit Einbruch der Dunkelheit beendet. Weiterhin sind Boote der Küstenwache unterwegs, um eventuell Überlebende, sowie Ertrunkene zu finden.

Vor Ort befinden sich Patrouillenboote der Küstenwache, sowie vier weitere in die Rettung eingebundenen privaten Schiffe. Bei der Suche aus der Luft waren zwei Helikopter der Luftwaffe, sowie ein Hubschrauber der Küstenwache im Einsatz. Die Überlebenden wurden in die Stadt Preveza auf dem Festland verbracht. Über Nationalitäten und weitere Details wurde bislang bis auf die Altersangabe von zwei der geretteten Männer, “zwischen 40 und 50 Jahre alt”, sowie der Frau, “zwischen 20 und 25 Jahre alt”, nichts bekannt. 24 Stunden nach dem Unglück gaben die Retter die Hoffnung auf die Auffindung weitere Überlebender auf.

Wirtschaftsminister Georgiadis schürt Angst vor Überfremdung

In einer ersten Reaktion, noch während der Rettung der ersten Überlebenden und der Auffindung der ersten Opfer, äußerte sich der griechische Wirtschaftsminister Adonis Georgiadis abfällig über die Schiffbrüchigen. Er betonte in einer Live-Fernsehsendung des Privatsenders ANT1: “Stellen Sie sich vor, wie gut vorbereitet die waren, sie wussten, als sie in Gefahr waren, dass sie die 112 anrufen müssen(Notfallnummer, die kürzlich eingerichtet wurde). Wir sind Opfer eines kollektiven Versuchs, das Land zu verderben. Aber die Regierung wird sich dagegenstellen.”

Die anwesende frühere Ministerin und Abgeordnete von SYRIZA,

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Überschrift eines Kommentars in Russland: “Greta Thunberg hat weißen Männern den Krieg erklärt” | Anti-Spiegel

uberschrift-eines-kommentars-in-russland:-“greta-thunberg-hat-weisen-mannern-den-krieg-erklart”-|-anti-spiegel

04-12-19 02:19:00,

Wie unterschiedlich in Russland und dem Westen auf gesellschaftliche Themen geblickt wird, zeigt ein Kommentar bei der russischen Ria-Novosti, den ich übersetzt habe, damit der deutsche Leser erfährt, wie Kommentatoren in anderen Länder auf diese Themen blicken.

Der Kommentar wurde von Ivan Danilov geschrieben, einem der führenden Journalisten in Russland, wenn es um die Analyse von wirtschaftlichen Themen und Geopolitik geht. Er zeigt auf, dass man auf die angesprochenen Themen auch ganz anders blicken kann, als es der deutsche Mainstream tut. Ich mache mir ausdrücklich seine Meinung nicht zu eigen, ich möchte nur aufzeigen, wie diese Themen in Russland diskutiert und gesehen werden.

Schon die Tatsache, dass Danilov die Begrifflichkeiten der Aktivisten dem russischen Publikum erst erklären muss, zeigt, dass die Standpunkte auch beim russischen Publikum andere sind, als im Westen und dass auch die gesellschaftlichen Debatten völlig andere sind. Aber lesen Sie selbst.

Beginn der Übersetzung:

Der „Grüne Wahnsinn“, der die westliche Welt erfasst hat, hat bereits ernste wirtschaftliche Folgen. Aber es gibt allen Grund zu der Annahme, dass es noch viel interessanter wird. Zumal die beiden wichtigsten Symbolfiguren der weltweiten grünen Bewegung, Alexandria Ocasio-Cortes und Greta Thunberg, ihre Masken als Umweltaktivistinnen fallen gelassen und ihre tatsächlichen politischen Ziele benannt haben. Wenn sie sich durchsetzen, wird die Welt nicht mehr dieselbe sein, und Russland und China werden wahrscheinlich die letzten Inseln des gesunden Menschenverstandes in einer Welt sein, in der der gesunde Menschenverstand in Vergessenheit gerät.

Greta Thunberg veröffentlichte in Zusammenarbeit mit zwei radikalen Aktivistinnen einen Programmartikel mit dem Titel „Warum wir wieder streiken„, in dem die Autorinnen ehrlich zugeben, dass ihr Kampf, „den Planeten zu retten“, die Zerstörung des bestehenden politisches und wirtschaftliches Systems erfordert: „Diese Aktion muss kraftvoll und breit gefächert sein. Schließlich geht es in der Klimakrise nicht nur um die Umwelt. Dies ist eine Krise der Menschenrechte, der Gerechtigkeit und des politischen Willens. Koloniale, rassistische und patriarchalische Unterdrückungssysteme schufen und nährten sie. Wir müssen sie alle demontieren.“

Für diejenigen, die mit der besonderen Sprache radikaler „grüner“ Aktivisten nicht vertraut sind, ist eine Übersetzung der in diesem Manifest verwendeten Schlüsselbegriffe erforderlich. In ihrem konzeptuellen Apparat ist das „patriarchale System der Unterdrückung“ jede Gesellschaft mit traditionellen Werten, in der Männer Männer, Frauen Frauen und die Familie eine Vereinigung zwischen Mann und Frau sind,

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Russland-Reisebericht eines Lesers – Mit dem Zug bis hinter den Baikalsee | Anti-Spiegel

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01-12-19 10:13:00,

Normalerweise veröffentliche ich keine Texte, die nicht von mir sind. Heute mache ich eine Ausnahme.

Im Russland-Blog finde ich es wichtig, dass meine Leser auch Eindrücke von Menschen lesen können, die nicht – wie ich – seit 20 Jahren in Russland leben, sondern für die Russland genauso neu ist, wie für die Leser selbst. Der Leser Olaf Fiebrand hat mir diesen Reisebericht mit Fotos geschickt, die ich allen Interessierten nicht vorenthalten möchte.

Beginn des Reiseberichtes:

Durch Russland zu zweit…

..geht das? So ganz alleine und ohne Reisegruppe? Alleine in der Transsib? Und das als Rentner?! Wäre es nicht sicherer im Zarengold in der großen Gruppe zu reisen als zwei Rentner?! Was hat man uns nicht alles geraten oder abgeraten zu tun und nicht zu tun… Aber es kam ganz anders. Viel positiver als wir selber dachten.

Schon mit der Passkontrolle in St. Petersburg fing es an: Klar, wir benötigten und hatten ein Visum. Nach zwei Minuten an der Passkontrolle hatten wir unseren Migrationsschein, den wir nicht mal selber ausfüllen müssen. Und eine Gepäckkontrolle gab es gar nicht! Wenn ich da an einen Einreise in die USA denke wo man kein falsches Wort sagen darf, sonst kann man mit dem nächsten Flieger wieder zurück fliegen. Ja, die Beamtin an der Passkontrolle hat gelächelt. Und das war der Start durch das „Land des Lächelns“ denn überall sind uns freundliche, hilfsbereite Menschen begegnet. Es war alles so einfach und angenehm, obwohl wir nicht russisch sprechen konnten. Und in der Transsib ging es nur mit russisch – oder freundlichen Gesten. Und das funktionierte perfekt. Eine Zugbegleiterin hatte sogar einen elektronischen Übersetzer (ins englische) und sie setzte sich geduldig neben uns. Es funktionierte bestens und wir mussten oft zusammen lachen.

Immer freundliche und hilfsbereite Zugbegleiter

Wir kamen mit der Peterline (Schiff) von Stockholm in St. Petersburg an. Schon der Blick auf die Stadt am Hafen und die Autofahrt durch die Stadt veränderten unsere Meinung recht deutlich: Von der ehemaligen Sowjetunion ist absolut nichts mehr zu bemerken. Es ist eine Stadt wie überall in der westlichen Welt auch. Hier sehen wir viele SUV´s der Nobelklasse und andere Luxuskarossen herumfahren. Das Stadtleben pulsiert und überall Menschen in Restaurants, Kaffees und den Einkaufzentren. Gut und modern im westlichen Stil,

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Geständnisse eines Atomkriegsplaners – Interview mit Whistleblower Daniel Ellsberg | KenFM.de

gestandnisse-eines-atomkriegsplaners-–-interview-mit-whistleblower-daniel-ellsberg-|-kenfm.de

16-11-19 07:02:00,

Ein Beitrag von acTVism Munich.

In diesem Interview sprechen wir mit dem ehemaligen US-Militäranalysten der RAND Corporation und Whistleblower der Pentagon-Papiere, Daniel Ellsberg, über seinen Werdegang und warum er sich 1971 entschied, an die Öffentlichkeit zu treten. Darüber hinaus sprechen wir über sein zuletzt erschienenes Buch „The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner“ und enthüllen, wie ein Atomkrieg geplant wurde, als er ein Insider war, der für RAND arbeitete sowie über die Fehler, die dort gemacht wurden und welche Gefahren sie für die Gesellschaft darstellten. Schließlich reden wir darüber, ob Atomwaffen ein wirksames Instrument für Verhandlungen und Diplomatie sind und was der Einzelne tun kann, um die weltweite Abrüstung voranzutreiben.

Daniel Ellsberg war Berater des US-Verteidigungsministeriums und des Weißen Hauses und an der Ausarbeitung von Plänen zu einem Atomkrieg beteiligt. In seinem Buch „The Doomsday Machine: Confessions of a Nuclear War Planner“ enthüllt Ellsberg zum ersten Mal die Existenz streng geheimer Dokumente aus seinen Planungsstudien zur Führung von Atomkriegen, neben den Pentagon Papers, die er bekanntlich 1971 veröffentlichte. Ellsberg ist außerdem Verfasser einer 2003 erschienenen Denkschrift zu den Pentagon Papers und dem Vietnamkrieg namens Secrets. Er ist die Hauptfigur des für den Oscar nominierten Dokumentarfilms The Most Dangerous Man in America. Außerdem spielt er in dem Steven-Spielberg-Film Die Verlegerin über die Veröffentlichung der Pentagon Papers eine wichtige Rolle.

Vortrag: Für die vollständige Abschrift klicken Sie hier.

English version: Click here

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Bildhinweis: shutterstock/Joseph Sohm

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Dieser Beitrag erschien am 06.11.2019 bei acTVism.org

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Faktencheck eines Spiegel-Artikel zum “Ukraine-Skandal” von Trump zeigt besonders dreiste Lüge auf | Anti-Spiegel

faktencheck-eines-spiegel-artikel-zum-“ukraine-skandal”-von-trump-zeigt-besonders-dreiste-luge-auf-|-anti-spiegel

25-09-19 01:14:00,

Wenn Frau Hebel vom Spiegel-Büro in Moskau etwas schreibt, dann ist vorher klar, dass es sich um Desinformationen handelt. Nun durfte sie auch zu dem „Skandal“ um Trump und die Ukraine schreiben und wenig überraschend enthält der Artikel eine wichtige und sehr dreiste Lüge.

In dem Skandal um Trump und die Ukraine geht es um folgendes: US-Vizepräsident Joe Biden hat nach dem Maidan-Putsch seinen Sohn in dem ukrainischen Gaskonzern Burisma untergebracht. Dort bekam er offiziell für seinen Nebenjob – er war ja nicht dauerhaft in Kiew – 50.000 Dollar monatlich. Der damalige Generalstaatsanwalt der Ukraine, Schokin, hat gegen die Firma wegen Korruption ermittelt, wobei Bidens Sohn zusammen mit dem gesamten Vorstand im Fadenkreuz der Ermittler stand. Im März 2016 war Joe Biden in Kiew und hat die damalige Regierung unter Präsident Poroschenko und Premierminister Jazenjuk erpresst: Wenn sie Schokin nicht binnen sechs Stunden feuern, werde die Ukraine eine zugesagte US-Zahlung von einer Milliarde Dollar nicht bekommen. Schokin wurde gefeuert und der neue Generalstaatsanwalt Lutsenko hat die Ermittlungen gegen Burisma und Biden junior dann eingestellt.

Biden selbst hat diese Geschichte im Jahr 2018 stolz vor dem Council of Foreign Relations erzählt.

Joe Biden Admits to Getting Ukrainian Prosecutor who Investigated Son Fired


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Im Juli 2019 gab es ein Telefonat zwischen US-Präsident Trump dem neuen ukrainischen Präsidenten Selensky. Ein angeblicher Whistleblower hat jetzt mitgeteilt, Trump hätte in dem Telefonat Druck auf Selensky ausgeübt, die Ermittlungen wieder aufzunehmen und belastendes Material über Biden zu liefern. Das könnte man, wenn es denn tatsächlich so gewesen ist, als Amtsmissbrauch durch Trump deuten, um sich einen Vorteil gegen Biden im anstehenden US-Wahlkampf zu verschaffen. Nur, wie nennt man das, was Biden unbestritten 2016 in der Ukraine getan hat? War das kein Amtsmissbrauch?

Aber die Medien haben das Feindbild Trump. Also muss man es irgendwie so hinstellen, dass Trump schuld ist. Der Spiegel hat jeden Tag mehrere Artikel zu dem angeblichen „Trump-Ukraine-Skandal“ veröffentlicht und seinen Lesern jedes Mal die Vorgeschichte von Biden und seinem Sohn verschwiegen. Der Spiegel hat das systematisch getan, wie ich hier gestern aufgezeigt habe.

Und gestern Abend erschien noch ein Artikel, diesmal von Christina Hebel, der Spiegel-Korrespondentin aus Moskau. Wenn sie schreibt,

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Die Inszenierung eines „Vergewaltigers“ – Pamela Anderson zum Fall Assange

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22-05-19 08:59:00,

Heute möchte ich mich als Frau zu Wort melden. Als Frau, die Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch überlebt hat. Als Frau, die weiß, wie grausam Männer sein können und wie tief die Wunden in der Seele einer Frau sind. Bis heute erinnere ich mich an den unerträglichen Schmerz. Bis heute spüre ich die Qualen. Bis heute verfolgen ihre Gesichter meinen Schlaf – ein Schicksal, das unzählige Frauen weltweit teilen. Nein, ich würde nie einen Vergewaltiger verteidigen, es kann nie eine Entschuldigung für dieses Verbrechen geben und auch keine Straffreiheit für die Vergewaltiger. Wir schulden es uns selbst, unseren Schwestern und den Mädchen, uns zu äußern und gegen die Selbstzufriedenheit anzukämpfen. Aber in unserem Bestreben, das Richtige zu tun, sollten wir nie die Gefahr von Fehlern und die Auswirkungen von falschen Anschuldigungen vergessen. Von Pamela Anderson, frei aus dem Englischen von Marco Wenzel.

Denn die gleichen Faktoren, die es so schwierig machen, Vergewaltigungsvorwürfe vor Gericht zu beweisen, machen es noch schwieriger, sie vor dem Gericht der öffentlichen Meinung zu widerlegen. Daher waren falsche Behauptungen über sexuelles Fehlverhalten immer das Mittel der Wahl für Mobbing-Kampagnen, Erpressung oder Verleumdung. Sobald jemand zum “Vergewaltiger” abgestempelt wurde, egal ob verurteilt, angeklagt oder nur verdächtigt, ist sein Ruf von der Öffentlichkeit nicht nur zum Tode verurteilt, sondern eigentlich schon hingerichtet.

Das ist der Grund dafür, warum ich mich jetzt zu Wort melde. Ich spreche, um einen Freund zu unterstützen. Einen Freund, den ich sehr liebe, dessen Gesundheit aber zerbröckelt, dessen Hoffnungen schwinden und dessen Zeit abläuft. Ein Freund, der es gewagt hat, der Macht die Wahrheit zu sagen, der deren kriminelle Taten beleuchtet hat und der jetzt den Preis dafür bezahlt. Ein Freund, dessen Stimme erdrosselt wurde, dessen Hände gefesselt sind und dessen Name verleumdet wurde. Sein Name ist Julian Assange.

Rufen wir uns doch bitte ins Gedächtnis, dass Julian nie wegen einer Sexualstraftat verurteilt wurde, dass er nie formell wegen einer solchen angeklagt wurde und dass es nie Beweise gegen ihn gegeben hat. Als die Vergewaltigungsvorwürfe im Jahr 2010 erstmals auftauchten, arbeitete Julian freiwillig mit der Polizei zusammen, beantwortete ihre Fragen und blieb in Schweden, bis ihm die Ausreise erlaubt wurde. Selbst der Generalstaatsanwalt, der alle Beweise sorgfältig geprüft hatte, schloss den Fall ab und erklärte: “Ich glaube nicht, dass es Grund zur Annahme gibt,

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Diagnose eines Arztes: Die Natur steht vor dem letzten Akt

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15-05-19 07:20:00,

Lukas Fierz

Lukas Fierz / 15. Mai 2019 –

Symptome der kranken Natur sind alarmierend: Insektenschwund, Korallenbleiche, Artenverlust. Eine rasche Therapie drängt sich auf.

Red. Der Autor ist Arzt in Bern mit Spezialgebiet Neurologie. Er politisierte früher in der Grünen Fraktion im Nationalrat.

Krankheitssymptome der Natur nehmen schon seit Jahren und Jahrzehnten zu. Es sind chronische Krankheiten geworden. Naiverweise könnte man meinen, dass das ja nicht so schlimm sei, weil es noch nicht so lange gehe und weil noch nicht alles tot sei.

Von der Medizin her kommend sieht man das anders. Bei chronischen Krankheiten signalisieren die ersten Symptome oft nicht den Anfang der Krankheit, sondern den Anfang vom Ende, den letzten Akt: Nehmen wir den Alkoholiker, der sich während Jahrzehnten eine Leberzirrhose angetrunken hat. Und jetzt bekommt er erstmals einen Wasserbauch. Wie unser Pathologielehrer Professor Uehlinger (1899-1980) zu sagen pflegte, signalisiert ein Wasserbauch als erstes Symptom nicht einen Anfang, sondern damit hebt sich der Vorhang über dem letzten Akt: Wenn der Patient weiter trinkt ist es nur noch eine Frage von Jahren, nicht mehr von Jahrzehnten.

Dasselbe beim chronischen Nierenversagen, beispielsweise durch Schrumpfniere. Eine Niere beziehungsweise die Hälfte der Nierenfunktion kann man verlieren, ohne etwas zu bemerken. Der Organismus hat eine Sicherheitsreserve. Professor Uehlinger pflegte zu fragen, wieviel man denn verlieren könne, ohne etwas zu merken und gab selber die Antwort: Eigentlich können Sie für viele Organe sagen 80 Prozent.

Ähnlich die Situation bei der Lunge. Verlust einer Lunge ist im Alltag nicht bemerkbar. Interessant ist der Lungenschaden beim Raucher. Früher konnte man den Schaden erst nach Jahrzehnten nachweisen. Wenn einmal die Anstrengungsatemnot auftrat, so wusste man, das ist jetzt der letzte Akt. Seitdem man die Atemwiderstände messen kann, weiss man aber, dass der Lungenschaden schon in den ersten Jahren des Rauchens beginnt, nur bleibt er unbemerkt, weil er kompensiert werden kann.

Auch am Herzen können Krankheiten wie hoher Blutdruck oder Herzklappenfehler jahrzehntelang symptomlos kompensiert werden, und wenn dann Symptome auftreten ist man schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Bei der Verengung der Aortenklappe (die Klappe der Hauptschlagader) kann der Herztod sogar wie aus heiterem Himmel aus scheinbarer Gesundheit eintreten.

In jedem dieser chronischen Prozesse mobilisiert das biologische System zuerst seine manchmal beträchtlichen Kompensationsmechanismen.

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Tragischer Tod eines Epoche-prägenden russischen Journalisten. Von Ulrich Heyden, Moskau.

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14-05-19 12:06:00,

Der russische Fernseh- und Radiojournalist Sergej Dorenko wagte viel Kritik an russischen Politikern und Zuständen, verkaufte sich aber nicht an die Putin-Gegner. Am 9. Mai 2019 starb der 59 Jahre alte Journalist nach einem Motorradunfall.

Am 9. Mai 2019 kam der bekannte russische Radio- und Fernsehjournalist Sergej Dorenko ums Leben, als er die Kontrolle über sein Motorrad verlor. Das Fahrzeug schlitterte in hohem Tempo auf die Gegenfahrbahn und stieß dann gegen eine Straßenbegrenzung.

Nach ersten Untersuchungen war die Aorta des Journalisten geplatzt, weshalb er die Kontrolle über das Motorrad verlor. Der Journalist starb im Krankenhaus. Hinweise auf einen politischen Hintergrund des Todes gibt es nicht. Die Ehefrau des Toten erklärte, dass bei ihrem Mann 2016 eine Aorta-Schwäche festgestellt wurde, die Ärzte aber nicht zu einer Operation geraten hätten.

Karrierebruch nach U-Boot-Reportage

Der mit seinem Motorrad auf tragische Weise Verunglückte prägte die russische Medienlandschaft vor allem in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre. Zum Karrierebruch kam es nach dem Untergang des russischen Atom-U-Bootes Kursk im August 2000, bei dem alle Besatzungsmitglieder starben. Dorenko fuhr nach dem Unglück mit seinem Kamerateam in den Norden Russlands, in die kleine Stadt Bidjajewo, wo das U-Boot Kursk seinen Heimathafen hatte.

In seiner Reportage für den damals wichtigsten Fernsehkanal, ORT, beschrieb der Journalist schonungslos das ärmliche Leben der U-Boot-Fahrer und ihrer Familien. Eine Kernthese der Reportage war, dass das russische Verteidigungsministerium nicht rechtzeitig etwas zur Rettung der Besatzung unternommen hatte. Diese Kritik wurde damals auch massiv von deutschen Medien vorgetragen.

Russlands gerade neugewählter Präsident, Wladimir Putin, der damals nach Bidjajewo gefahren war, um den Angehörigen der toten Marine-Soldaten Rede und Antwort zu stehen, nahm die russische Militärführung damals in Schutz.

Nach der Veröffentlichung der Reportage am 2. September 2000 musste Dorenko den Fernsehkanal ORT verlassen. Hauptaktionär des Kanals war damals der Oligarch Boris Beresowski, der Wladimir Putin zunächst unterstützte, sich dann aber mit ihm überwarf und nach London emigrierte.

Chef der russischen Eisenbahn der Korruption bezichtigt und Prozess verloren

Dorenko, der sich in 1990er Jahren schon mehrmals einen neuen Job suchen musste, fand eine Stelle beim liberalen Radio Echo Moskwy, wo er seit 2004 ein Morgen-Programm moderierte. Doch der Journalist wechselte erneut. 2008 wurde er Chefredakteur beim Radio-Sender Russkaja Sluschba Nowostej.

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Große Gefahr eines weiteren Dammbruchs in Brasilien

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24-03-19 09:57:00,

Newsticker

24.03.2019 • 10:15 Uhr

Große Gefahr eines weiteren Dammbruchs in Brasilien (Symbolbild)

Rund zwei Monate nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine im Südosten Brasiliens mit mehr als 200 Toten droht in der Gegend erneut ein Damm zu bersten. Ein unabhängiger Prüfer habe herausgefunden, dass die Stabilität des Sul-Superior-Damms an der Gongo-Soco-Mine kritisch sei, gab der Bergbaukonzern Vale am Samstag (Ortszeit) bekannt. Das Anheben auf die höchste Risikostufe drei habe bereits zu Evakuierungen geführt.

Die Stufe bedeute, dass die “drohende Gefahr” eines Dammbruchs bestehe, sagte Flavio Godinho vom Zivilschutz dem Sender Globo. Die Eisenerzmine Córrego do Feijão im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais wurde ebenfalls von Vale betrieben. Am 25. Januar hatte der Dammbruch dort eine Schlammlawine freigesetzt, die über Teile von Brumadinho und angrenzende Siedlungen hinweg rollte. Die mit Schwermetallen durchsetzte flüssige Masse gelangte auch in den angrenzenden Fluss Paraopeba und kontaminierte ihn. Bisher seien 203 Leichen geborgen, wie der Zivilschutz von Minas Gerais auf seiner Webseite schreibt. 105 Menschen gelten nach wie vor als vermisst. (dpa)

Mehr zum Thema – Nach Damm-Tragödie in Brasilien: Chef von Bergbaukonzern tritt zurück

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Brexit wird zum Ort eines Stellvertreterkonfliktes zwischen den USA und der EU

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30-11-18 10:58:00,

Trump kritisiert Brexit-Deal und favorisiert “No deal”-Situation

Als hätte Großbritanniens Premierministerin Theresa May nicht schon genug Probleme in Sachen Brexit, bläst ihr nun auch aus den USA ein rauer Wind um die Ohren. Am Dienstag verkündete US-Präsident Donald Trump seine Kritik am Entwurf des EU-Austrittsvertrages über die Medien. Das Abkommen sei “ein großartiger Deal für die EU, welcher den Handel zwischen Großbritannien und den USA stoppen könnte”. Man werde sich “die Sache gut anschauen müssen”, so Trump weiter, “um herauszufinden ob Großbritannien unter diesen Umständen weiter handeln darf. Wenn man sich den Entwurf anschaut sieht es so aus, dass ihnen der Handel mit uns nicht erlaubt sein wird. Hoffentlich kann sie (Theresa May) da etwas unternehmen.”

Trumps Kritik zielt auf Form und Inhalt der geplanten Übergangsregelung welche am Tag nach dem Austrittstermin Großbritanniens am 29. März in Kraft treten soll. Diese Übergangsregelung bindet Großbritannien über Jahre hinweg an das regulatorische Regime der EU. Im Gegenzug bleibt Großbritannien für diese Zeit mit der EU in einer Zollunion verbunden. Während dieser Zeit muss Großbritannien auch die Handelspolitik der EU mittragen und hat in diesen Bereichen nur begrenzte eigenständige Handlungsmöglichkeiten.

Die Brexit-Befürworter in der Regierung, darunter Handelsminister Liam Fox, haben immer argumentiert, dass der Brexit den Abschluss neuer Handelsverträge ermöglichen würde, allen voran mit den USA. Tatsächlich gibt es in diese Richtung schon seit einigen Monaten informelle Gespräche zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA. Trump stellt mit seinen Äußerungen den Erfolg dieser Verhandlungen in Frage. Schon während seines Staatsbesuches in London im August hatte Trump Theresa May während eines Staatsbanketts kritisiert und den ehemaligen Außenminister Boris Johnson empfohlen. Dieser würde einen “großartigen” Premierminister abgeben, während Theresa Mays agieren in Sachen Brexit eher “unglücklich” sei.

In der britischen Medienlandschaft wurde diese Intervention Trumps seinerzeit als “Präzedenzfall” gewertet. Allerdings gibt es eine lange Geschichte US-amerikanischer Einmischung in die britische Innen- und Außenpolitik. Großbritannien ist der engste Nato-Partner der USA und als solcher ein atlantischer Brückenkopf in Europa. Unter anderem deshalb intervenierte der damalige US-Präsident Barack Obama sowohl in das schottische Unabhängigkeitsreferendum als auch in das Brexit-Referendum.

Beide Male ging es ihm darum, einerseits die territoriale Integrität Großbritanniens aufrecht zu halten und andererseits dessen Platz innerhalb der Europäischen Union gewährleistet zu sehen. Sollte Großbritannien aus der EU austreten müsse,

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Vermächtnisse eines imperialen Traums – www.NachDenkSeiten.de

Vermächtnisse eines imperialen Traums – www.NachDenkSeiten.de

05-09-18 07:42:00,

5. September 2018 um 8:36 Uhr | Verantwortlich:

Vermächtnisse eines imperialen Traums

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Vor 73 Jahren, am 2. September 1945, endete mit Japans Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde der Zweite Weltkrieg in Ost- und Südostasien – seine Erblasten sind indes längst nicht abgetragen. Von Rainer Werning[*].

„Im Herbst 1940, als die japanischen Faschisten in Indochina eindrangen, um es als Stützpunkt im Krieg gegen die Alliierten zu benutzen, verrieten die französischen Kolonialherren unser Land, gaben es in die Hände der Eroberer und kapitulierten vor Japan. Seitdem hat unser Volk unter dem doppelten japanisch-französischen Druck zu leiden. Das verschlechterte die ohnehin jammervolle Lage des Volkes. Ende 1944 und Anfang 1945 starben in weiten Gebieten, von Quang Tri im Süden bis zum Norden des Landes, über zwei Millionen unserer Landsleute an Hunger. Am 9. März 1945 entwaffneten die Japaner die französischen Truppen. Und wieder sind die französischen Kolonialherren geflohen, oder sie haben vor den Japanern kapituliert. So vermochten sie nicht nur nicht, uns zu ‚schützen’, sondern sie verkauften im Gegenteil unser Land im Laufe von fünf Jahren zweimal an die Japaner. (…) De facto hat unser Land im Herbst 1940 aufgehört, französische Kolonie zu sein; es wurde zu einer japanischen. Nach der Kapitulation Japans stand das ganze Volk unseres Landes auf, nahm die Macht in seine Hände und gründete die Demokratische Republik Vietnam. So haben wir eigentlich unsere Freiheit und Unabhängigkeit den Japanern und nicht den Franzosen entrissen.“

Auszug aus der Unabhängigkeitserklärung von Ho Chi Minh am 2. September 1945 in Hanoi anlässlich der Gründung der Demokratischen Republik Vietnam

„Wir haben uns geirrt, schrecklich geirrt. Menschen können sich irren. Ich gebe mit schmerzhafter Offenheit und schweren Herzens zu, dass dieser Gemeinplatz, bezogen auf Vietnam, auch auf mich und die amerikanische Führungselite meiner Generation zutrifft.“

Robert McNamara, von 1960 bis 1968 US-Verteidigungsminister und später Weltbank-Präsident, 1995 in seinem Memoirenband „In Retrospect: The Tragedy and Lessons of Vietnam“

Kolonien werden unabhängig

Am 14. August 1945, wenige Tage nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki, nahm der japanische Kaiser Hirohito seine Kapitulationsrede auf, die am nächsten Tag im Radio ausgestrahlt wurde. Am 2. September schließlich kam es auf dem in der Sagami-Bucht vor Tokio ankernden US-Schlachtschiff USS Missouri offiziell zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde.

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