EU vs. Türkei: Wie Erdgas und Flüchtlinge zusammenhängen | Anti-Spiegel

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09-11-19 09:16:00,

Die EU läuft offenbar politisch Amok, denn einerseits fordert sie von der Türkei, die über drei Millionen Flüchtlinge nicht in die EU zu lassen, die in der Türkei vegetieren, andererseits kommt die EU der Türkei aber bei keinem Thema entgegen.

Das Verhältnis der EU – oder sogar des ganzen Westens – zur Türkei ist miserabel. Die Liste der Streitpunkte ist lang. Die EU fordert demokratische Reformen von der Türkei, sie kritisiert (nicht zu Unrecht) das türkische Vorgehen in Syrien und die EU setzt ihre Verpflichtungen aus dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei nicht um. Hinzu kommt noch ein Streit um Gasvorkommen vor der Insel Zypern, auf die sowohl die EU, als auch die Türkei Ansprüche erheben.

Das Problem ist, dass die EU derzeit weit mehr auf die Türkei angewiesen ist, als umgekehrt. Wenn die Türkei es will, setzen sich morgen über drei Millionen Flüchtlinge in Richtung Europa in Bewegung. Gegen das, was dann passiert, war die Flüchtlingskrise von 2015 ein laues Lüftchen, denn damals waren es „nur“ etwas über eine Million Menschen, die von dort über die Balkanroute nach Deutschland marschiert sind.

Egal, wie sehr die Türkei in anderen Fragen auch von der EU abhängig sein mag, das größere Druckmittel hat momentan Ankara.

Nun müsste man meinen, dass das in der EU irgendjemand bedenkt, wenn man die eigene Politik plant. Die Türkei ist sowieso schon sauer auf die EU, weil sie ihre Verpflichtungen aus dem Flüchtlingsdeal nie eingehalten hat. In dem Deal hat sich die Türkei verpflichtet, ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge zu schließen. Die Türkei hat ihren Teil erfüllt, der Flüchtlingsstrom ist weitgehend versiegt. Im Gegenzug hat die EU der Türkei Milliarden versprochen, um die Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge zu decken und sie hat der Türkei Reiseerleichterungen, also die Abschaffung der Visapflicht für Türken, versprochen. Die EU hat aber die Visapflicht nie aufgehoben und noch nicht einmal die volle versprochene Summe bezahlt. Die EU ist auf ganzer Linie vertragsbrüchig.

Die Türkei hat schon im Sommer angedroht, sich nicht mehr so genau an den Deal halten zu wollen und seit dem lesen wir immer mal wieder etwas darüber, dass der Strom der Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland anwächst.

Eigentlich müsste man sich in einer solchen Situation in Brüssel Gedanken machen,

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Beispiel Erdgas: Warum man kein Wort glauben darf, wenn der Spiegel über Studien berichtet | Anti-Spiegel

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13-09-19 09:56:00,

Wieder einmal schreibt der Spiegel über eine Studie und wieder einmal zeigt ein kurzer Blick in die Studie, was man davon halten kann. Diesmal geht es um eine Studie zu den Folgen der Nutzung von Erdgas.

Erdgas gilt als der umweltfreundlichste fossile Brennstoff, denn die Verbrennung von Erdgas erzeugt weit weniger schädliche Abgase, als die Verbrennung von Kohle oder Öl. In Zeiten der Klima-Debatte – unabhängig davon, wie man zu der Debatte steht – ist das ein starkes Argument für Erdgas als „Brückentechnologie“. Das Problem bei Erdgas ist jedoch, es kommt aus Russland. Und das ist natürlich böse.

Die Grünen haben beim Thema Erdgas bemerkenswerte Kunststücke abgeliefert, denn sie sind für die Öffentlichkeit ganz klar gegen Fracking und auch gegen Erdgas, weil sie für erneuerbare Energien sind. Jedoch sind die Grünen längst zu einer prinzipienlosen Partei der Transatlantiker verkommen, denn trotz ihrer öffentlichen Äußerungen gegen Erdgas und Fracking, haben sie für die Subventionierung von Flüssiggas-Terminals gestimmt, über die Fracking-Gas aus den USA nach Deutschland kommen soll. Die Grünen haben also für die Subventionierung von Fracking in den USA zur Förderung fossiler Brennstoffe gestimmt. Gut, dass die Mainstream-Medien der Öffentlichkeit diesen Widerspruch nicht verraten haben. Das hätte die Anhänger der Grünen ja verunsichern können.

Derzeit wird Nord-Stream 2 gebaut, das Europa mit Gas aus Russland versorgen könnte. Das russische Gas kommt recht umweltschonend aus dem Boden und muss nicht mit Fracking gefördert werden. Daher ist das russische Gas nicht nur umweltschonend, sondern auch noch recht billig. Das aber ist den USA ein Dorn um Auge, weil die ihr durch Fracking gewonnenes und damit auch noch teureres Gas nach Europa verkaufen wollen. Die Grünen sind den USA dabei willige Helfer, wie deren kompromissloses Engagement gegen Nord-Stream 2 und ihre heimliche Unterstützung für Flüssiggas-Terminals für US-Fracking-Gas zeigt.

Wenn man diese Hintergründe kennt, dann kann man auch den heutigen Artikel im Spiegel einordnen. Der Spiegel titelt „Hohe Methan-Emissionen – Forscher halten Erdgas für klimaschädlicher als offiziell angegeben“ und schon in der Einleitung kann man lesen:

„Erdgas gilt als wichtige Brückentechnologie für die Energiewende. Doch laut einer Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, sind die offiziellen Angaben über klimaschädliche Methanemissionen oft zu niedrig.“

Das klingt furchtbar wichtig und fundiert. Eine Studie hat das herausgefunden!

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