Offizielle Ermittlungsakten über Todesschüsse vom Maidan: Es wurde zuerst auf Polizisten geschossen | Anti-Spiegel

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27-02-20 09:16:00,

In der Ukraine sind Ermittlungsakten an die Presse durchgesickert, in denen festgestellt wird, dass bei den Todesschüssen vom Maidan zuerst auf die Polizisten geschossen wurde. Das stellt die offizielle Geschichte des Maidan und des Machtwechsels 2014 auf den Kopf.

Das Narrativ, der damalige ukrainische Präsident Janukowitsch habe zuerst auf die Demonstranten schießen lassen, was dann zu den Todesschüssen vom Maidan mit ca. 100 Toten geführt hat, hält sich hartnäckig. Wer sich jedoch mit den Vorfällen vom 20. Februar 2014 in Kiew beschäftigt hat, der weiß, dass die Geschichte nicht stimmt, obwohl die westlichen – und noch mehr die ukrainischen – Medien diese Geschichte seit sechs Jahren erzählen.

In meinem Buch „Ukraine Krise 2014“ habe ich auch die Ereignisse des Maidan genau untersucht. Die Recherchen für das Buch habe ich bereits wenige Monate nach dem Maidan begonnen. Dass es erst vor einem Jahr erschienen ist, liegt daran, dass ich lange keinen Verleger für das Buch finden konnte.

Bei der Recherche über die Todesschüsse von Maidan standen mir im Internet noch die Newsticker der ukrainischen Medien von jenem Morgen des 20. Februar zur Verfügung, die live über die Ereignisse berichtet haben. Die Chronologie der Ereignisse rund um die Todesschüsse war also für jeden offen zugänglich, der die nötigen Sprachkenntnisse mitbrachte.

Und die Chronologie war eindeutig: In der Nacht vor den tragischen Ereignissen wurde auf dem Maidan der Befehl ausgegeben, am nächsten Morgen das Regierungsviertel zu stürmen. Das wurde schon am Vorabend verkündet. Und das geschah auch, als am frühen Morgen des 20. Februar die ukrainischen Sicherheitskräfte, die das Regierungsviertel schützen sollten, zeitgleich von zwei Seiten angegriffen wurden. Die Angreifer des Maidan waren dabei mit Jagdgewehren bewaffnet. Keine zwanzig Minuten später kamen die ersten Meldungen, dass Polizisten beschossen worden seien, dass es Tote unter den Polizisten gegeben hatte und dass die Polizei in Panik vor den angreifenden Maidan-Kämpfern floh.

Die Polizisten – das muss man wissen – waren nicht bewaffnet. Erst über eine Stunde später gab der Innenminister den Befehl, die Polizisten bewaffnen zu lassen, damit sie sich gegen die Angriffe zur Wehr setzen konnten. Zu diesem Zeitpunkt – als die Polizei gerade erst bewaffnet wurde – gab es aber bereits erschossene Demonstranten und es gab Meldungen, dass aus dem Hotel Ukraina, in dem sich das Hauptquartier des Maidan befand,

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