Nieuwe Jacht op G20 demonstranten Hamburg

globalinfo.nl · by Kees GEPUBLICEERD: 18 mei 2018

Binnenkort is het een jaar geleden dat de leiders van de 20 machtigste landen op de aardbol bij elkaar kwamen in hartje Hamburg. Het werd een ongekend vertoon van repressie. En van bont verzet. Maar vooral van repressie. De vervolging van mensen die het gewaagd hebben zich te verzetten tegen dit staatscircus, gaat nu een nieuwe ronde in.

(we zijn blut, doe eens een duit in het zakje)

Vorige week werd bekend dat de Duitse politie in haar poging om ‘bewijsmateriaal’ te vinden (of te construeren, zoals bij de huidige processen steeds weer blijkt) internationaal is gegaan. Ze zouden beelden van 24 verdachten (of andere bronnen hebben het over: 24 foto’s/beelden) aan politiediensten in 15 landen gestuurd hebben met het verzoek mee te helpen met de opsporing.

De beelden zelf zijn niet vrijgegeven, dus we kunnen niet controleren of het dezelfde vage plaatjes zijn die eerder op het Duitse publiek losgelaten werden met het verzoek om te ‘helpen bij de opsporing’. Uit antwoorden op vragen van Die Linke in het Bondsparlement blijkt dat de maatregel genomen is door het BKA (Bundeskriminalamt, de federale recherchedienst) die de foto’s met andere onbekende informatie al op 13 april heeft toegestuurd naar door het Landeskriminalamt Hamburg uitgekozen Europese landen. Daaronder Nederland.

Skripal, Giftgas, Hacking, Doping – Strategien der Spannung und das große Schweigen danach

nachdenkseiten.de · by NachDenkSeiten | IQM e.V.

15. Mai 2018 um 9:40 Uhr | Verantwortlich: Tobias Riegel

Bei vielen Affären in jüngerer Vergangenheit wurde durch mediale Wiederholung eine nicht von Beweisen gestützte Version der Ereignisse erzeugt. War das gewünschte Bild installiert, wurde die Berichterstattung – ohne neue Entwicklungen zu berücksichtigen – jäh abgebrochen und die erzeugte Botschaft im kollektiven Gedächtnis „geparkt“. Dort können die Kampagnen bei Bedarf jederzeit reaktiviert werden. Von Tobias Riegel.

Es ist nur wenige Wochen her, da schien es, als sei international kein Thema bedeutsamer als ein mutmaßlicher Giftanschlag auf den in Großbritannien lebenden russischen Doppelagenten Sergej Skripal. Aufbauend auf der Medienkampagne zum Thema Skripal konnten Wirtschaftssanktionen und militärische Aggressionen gegen den angeblichen Täter Russland gefordert und wochenlang eine weltweite Atmosphäre der Spannung – und der Ablenkung – geschaffen werden.

Und dann? Kaum war die Vorverurteilung Russlands durch die Wiederholung unbelegter Anschuldigungen und die falsche Auslegung von Untersuchungsberichten medial installiert, kehrte ein plötzliches Schweigen ein, das bis heute anhält. Darum erfahren die deutschen Medienkonsumenten nicht, dass etwa die britischen Geheimdienste kürzlich einräumen mussten, dass sie keinen einzigen Verdächtigen im Fall Skripal benennen können. Zwar hatten auch deutsche Medien das Gegenteil verbreitet – aber über das Eingeständnis des britischen Nationalen Sicherheitsberaters Sir Mark Sedwill haben sie dann kein Wort verloren.

Emotionen ersetzen Erkenntnisse – Fakten werden nicht nachgereicht

Ähnlich war es bei den Sniper-Schüssen auf dem Kiewer Maidan-Platz 2014, beim Abschuss der Passagiermaschine MH17 über der Ukraine im selben Jahr und zu weiten Teilen bei den Kampagnen zum russischen Doping und Computer-Hacking: Bei allen diesen Affären wurde zunächst durch massive mediale Wiederholung eine weitgehend nicht von Beweisen, sondern Emotionen gestützte Version der Ereignisse erzeugt. War die gewünschte Botschaft installiert, wurde die Berichterstattung jäh abgebrochen und das erzeugte Bild im kollektiven Gedächtnis „geparkt“.

Massaal protest tegen nieuwe politiewet Beieren

globalinfo.nl · by Benjamin Ruß/revoltmag/indymedia.de – GEPUBLICEERD: 13 mei 2018

Afgelopen donderdag 10 mei gingen in München minstens 30.000 mensen de straat op (volgens de politie zelf) om te protesteren tegen ingrijpende hervorming van de politiewet. De regerende CSU wil politie en inlichtingendiensten veel meer bevoegdheden geven. Op 15 mei zal het door de CSU gedomineerde parlement van de deelstaat een besluit nemen.

(Door Benjamin Ruß, revoltmag, via indymnedia dld foto Casey Hugelfink cc/flickrvertaling globalinfo.nl ah doe eens een donatie…)

Een artikel op de website van tijdschrift revolt legt uit wat er aan de hand is. Een vertaling van het tweede deel van dat artikel:

Het gaat om het Polizeiaufgabengesetzes (PAG).

Het wetsvoorstel dat in Februari ingediend werd, telt meer dan honderd pagina’s en haalt nogal wat overhoop. Politie mag meelezen met chats en ook meedoen, Het begrip “dreigend gevaar” wordt ingevoerd en zorgt nu al voor hoofdpijn bij juristen. Er mogen drones ingezet worden. De politie kan in de toekomst niet alleen tijdelijk gebiedsverboden (Platzverweis) uitvaardigen, maar ook Aufenthaltsgebote, permanente gebiedsverboden (zonder tussenkomst van een rechter, vert.). De lijst met nieuwe bevoegdheden is lang

Moderne Kreuzritter

Die CSU missbraucht christliche Symbole zur Spaltung der Gesellschaft.

Dienstag, 15. Mai 2018, 11:44 Uhr
~4 Minuten Lesezeit
von Doris Schultz
Foto: Alessandro Christiano/Shuttestrock.com

Mit Zustimmung der Kirchen soll ab dem 1. Juni dieses Jahres in jeder staatlichen Behörde des Freistaats Bayern ein Kreuz hängen. Das hat der bayerische Ministerrat am 24. April 2018 nach entsprechender Änderung der allgemeinen Geschäftsordnung beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder sagte nach der Kabinettssitzung: „Das Kreuz ist nicht ein Zeichen einer Religion.“ Er nannte das Kreuz „ein grundlegendes Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung“ und sieht in dem Akt auch keine Verletzung des Neutralitätsgebots. Dieser Beschluss hat Bayern nicht christlicher gemacht, wohl aber das Kreuzsymbol bayerischer – im Sinne einer sehr weltlich-ökonomischen Auffassung von “Leitkultur”.

Dieser Beschluss könnte zu einem jener Themen werden, die ins Nichts führende Empörungsdebatten auslösen. Als gewünschter Nebeneffekt würden dann die wirklich wichtigen Ereignisse aus den öffentlichen Gesprächen, den Gedanken und Empfindungen der Menschen herausgedrängt, zum Beispiel die grausame Tötung vieler wehrloser Menschen im Gazastreifen auf ihrem „Marsch der Rückkehr“ oder die immer noch länger werdenden Schlangen vor den Suppenküchen.

Dass die Äußerung Söders, das Kreuz sei kein Zeichen der Religion, in der sich entspinnenden Debatte des Für und Wider zunächst unwidersprochen bleibt, sollte sehr zu denken geben. Zumal Söder vollmundig behauptet: „Das ist kein Verstoß gegen das Neutralitätsgebot. “ (1) So meint er sich auch gleich gegen jede Klage eines Spaßverderbers abgesichert zu haben. Inwiefern sich die Neutralität im Eingangsbereich von derjenigen im Amtszimmer unterscheidet, bleibt unklar. Also ist dem Kreuz nun der Empfangsbereich der Behörden vorbehalten.

Man könnte diese Aktion natürlich jetzt einfach kommentieren: „Jo mei, die Bayern eben.“ Oder man könnte sie ignorieren, denn wer wird die neue Eingangsdekoration schon bewusst wahrnehmen und länger auf sich wirken lassen?

Doch die Frage ist: „Was ist mit den Kirchen los?“ Die katholische Kirche begrüßt den Einzug der Kreuze in den Eingangsbereich öffentlicher Gebäude! Auch wenn oder weil Söder erklärt, das Kreuz sei gar kein Zeichen einer Religion. Wie bitte? Ich sehe förmlich, wie sich da einige Kirchenvertreter freudig die Hände reiben.

Das härteste Polizeigesetz seit 1945 soll heute in Bayern beschlossen werden

Gegen Bayerns neues Polizeigesetz gab es breiten Protest, dennoch soll es heute im Landtag beschlossen werden. In einem Vortrag auf der re:publica 2018 blickt Marie Bröckling von netzpolitik.org auf die Erfolgsgeschichte des Gesetzesentwurfs und auf die Berichterstattung. Außerdem: die lustigsten Zitate des bayerischen Innenministers Joachim Hermann zum Thema debunked.

Der bayerische Landtag in München: Maximilianeum. CC-BY-NC-ND 2.0 JaBB

Am vergangenen Freitag haben in München mehr als 40.000 Menschen gegen die Novellierung des Polizeiaufgabengesetzes (PAG) demonstriert. Nach der Diskussion ab 14 Uhr im Landtag (Live-Stream) wird die CSU-Mehrheit den Gesetzesentwurf heute in letzter Lesung gegen 21 Uhr aller Wahrscheinlichkeit nach trotzdem durchwinken. Marie Bröckling hat für netzpolitik.org ausgiebig dazu berichtet. Ihr Vortrag erklärt, was bei dem umstrittenen Gesetzesentwurf juristisch und politisch auf dem Spiel steht.

Bröcklings Recherche begann im vergangenen März mit einer Forderung aus dem Koalitionsvertrag: DNA-Analysen in Strafverfahren sollen auf äußerliche Merkmale (Haar, Augen, Hautfarbe) ausgeweitet werden. Zu diesem Zeitpunkt war im bayerischen Landtag bereits ein entsprechender Gesetzesentwurf (pdf) auf den Weg gebracht. Die PAG-Novellierung schoss jedoch weit über die Forderungen des Koalitionsvertrags hinaus, da sie Überwachungsmaßnahmen ausweitet und geheimdienstliche Kompetenzen für die Polizei vorsieht.

Die Verfassungsmäßigkeit des Entwurfs wurde bereits im Rahmen einer Sachverständigenanhörung im bayerischen Landtag angezweifelt. Das PAG stehe sinnbildlich für eine Versicherheitlichung des öffentlichen Diskurses und müsse ebenso politisch angefochten werden, so Bröckings Überzeugung. Der breite zivilgesellschaftliche Protest ließ nicht lange auf sich warten.

Straftaten-Wahrsagerei und Racial Profiling