“Experten”-Interview in der Süddeutschen Zeitung – Nato-Propaganda der dreistesten Sorte | Anti-Spiegel

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05-08-19 09:30:00,

Der INF-Vertrag über das Verbot atomarer Kurz- und Mittelstreckenraketen wurde einseitig von den USA gekündigt und ist am Freitag daher ausgelaufen. Wie in Deutschland davon abgelenkt werden soll, wer in Europa die Gefahr eines Atomkrieges massiv erhöht, zeigt ein Interview in der Süddeutschen Zeitung.

Ich habe schon viel über die Kündigung des INF-Vertrages und die Propaganda (anders kann man es nicht nennen) in den deutschen Medien zu dem Thema geschrieben. Beispiele finden Sie hier und hier, aber es gab sehr viel mehr davon in den letzten Monaten. Als der Vertrag am Freitag endgültig in die Geschichte eingegangen ist, habe ich bereits ausführlich darüber berichtet und einen propagandistischen Artikel von Spiegel-Online dazu ausführlich seziert.

Aber was ich in der Süddeutschen heute gefunden habe, schlägt dem Fass wirklich noch einmal den Boden aus (sorry, anders kann man es wirklich nicht formulieren). In der Süddeutschen wurde ein „Experte“ interviewt. Das soll beim Leser Vertrauen in die Expertise des „Experten“ hervorrufen. Leider kommen in den Mainstream-Medien als Experten aber immer nur sehr einseitig die „Experten“ von Nato-Think-Tanks oder der Rüstungsindustrie zu Wort, wie ich hier schon mal in einem Artikel über die „Stiftung Wissenschaft und Politik“ im Detail erklärt habe. Zu der Stiftung kommen wir gleich nochmal, sie spielt bei solchen „Experteninterviews“ fast immer eine Rolle. So auch heute.

Christian Mölling, den die Süddeutsche Zeitung interviewt hat, ist das Extrembeispiel für solche „Experten“. Bevor wir also zu dem Interview kommen, wollen wir uns erst einmal ansehen, wer dieser „Experte“ ist, für wen er arbeitet und wer ihn bezahlt. Danach dürfte schon klar sein, was wir von dem „Experteninterview“ zu erwarten haben. Aber so viel sei vorweg genommen: Es wird noch extremer, als man es sich vorstellen kann.

Christian Mölling wird von der Süddeutschen als „Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)“ vorgestellt. Also gehen wir mal auf deren Seite und da finden wir über Möllings Werdegang folgendes:

„Vor seiner Tätigkeit bei der DGAP arbeitete Christian Mölling beim German Marshall Fund of the United States (GMF), in der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), am Center for Security Studies der ETH Zürich sowie am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

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Russische Experten: CO2-Ausstöße lassen sich ohne Wirtschaftsschaden stabilisieren

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09-04-19 01:38:00,

Wirtschaft

12:23 09.04.2019(aktualisiert 13:53 09.04.2019)

Zum Kurzlink

Experten der Russischen Akademie der Volkswirtschaft und des Staatsdienstes haben die Dynamik der globalen CO2-Ausstöße und ihren Einfluss auf die Weltwirtschaft analysiert. Die Ergebnisse ihrer Studie sind im Fachmagazin „Ekonomitscheskaja Politika“ („Wirtschaftspolitik“) veröffentlicht.

Im Jahr 2017 war das Pariser Klimaabkommen in Kraft getreten, das die Umsetzung der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel zum Ziel hat, damit der Anstieg der globalen Temperatur unter zwei Grad Celsius bleibt. Zwar wurden in dem Dokument keine konkreten Verpflichtungen der Länder zum CO2-Ausstoß verankert, aber doch lässt sich in dieser Zeit eine gewisse Stabilisierung auf diesem Gebiet beobachten.

Angela Merkel (CDU) – Ein zu langer Abschied

©
REUTERS / Annegret Hilse

Die Experten des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschungen und des „Klima und Energie“-Programms des World Wide Fund For Nature (WWF) haben sich mit den Gründen dieser Stabilisierung befasst und festgestellt, dass sie sich auf den allmählichen Ersatz der Kohle durch Gas sowie auf den Übergang zu alternativen Energiequellen und zur Atomenergie in China und den USA zurückführen lasse.

Lukrative Senkung der CO2-Ausstöße

Vor allem haben die Forscher geschlussfolgert, dass die Stabilisierung bzw. Senkung der Ausstöße von Treibhausgasen auch ohne Schaden für die Wirtschaft möglich ist.

Sie verwiesen auf das so genannte „Decoupling“ – auf die Trennung des Wirtschaftswachstums und der Dynamik der CO2-Emissionen, auch wenn eine gewisse Korrelation zwischen ihnen noch eine längere Zeit zu beobachten sein wird. „Offensichtlich ist auch, dass ein solches ‚Decoupling‘ in Entwicklungsländern noch lange kein Thema sein wird“, sagte ein Experte.

Die Autoren der Studie verwiesen auch darauf, dass China zu einem neuen Entwicklungsmodell übergegangen sei, das keinen wesentlichen Anstieg der CO2-Emission verlange.

Gleichzeitig besteht eine große Gefahr, dass solche Emissionen in Afrika (südlich der Sahara) wachsen werden, nämlich wegen der Industrialisierung dieser Region und eines Anstiegs der Bevölkerungszahl.

Russlands „Energie-Strategie bis 2035“ sieht ein BIP-Wachstum um 80 Prozent bei einem Anstieg der Stromproduktion vor (optimistisches Szenario). Der Brennstoffverbrauch würde dann aber nur um 13 bis 16 Prozent zulegen. Das wäre auch eine Art „Decoupling“.

Nötige Maßnahmen

Den Wissenschaftlern zufolge müsste eine ganze Reihe von Maßnahmen getroffen werden, damit die Energieeffizienz der Wirtschaft bei gleichzeitiger Senkung der Treibhausgasausstöße erhöht wird.

Kohlendioxidemissionen (Symbolbild)

©
AP Photo / Martin Meissner

„Aktuell werden die Kosten der Solar- und Windenergie immer geringer – international können sie sogar billiger als die für die Elektroenergie sein,

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