Vom falschen Licht geblendet

Vom falschen Licht geblendet

14-08-18 01:52:00,

 

Foto: Ulrike Wendt

Ulrike Wendt, die negativen gesundheitlichen Wirkungen der LED-Leuchten auf unsere Gesundheit – vor allem auf unsere Augen – sind inzwischen vielerorts ein Thema. Dennoch treibt die EU Pläne voran, die einen ausschließlichen Gebrauch der LED vorschreiben wollen. Ist das noch zu durchkreuzen?

In unseren Untersuchungen haben wir die desolaten Wirkungen ziemlich genau beschrieben. Das geht weit über die erwähnten Augenschädigungen hinaus.  Die belegten Augenschädigungen durch zu viel blaues Licht werden aber gar nicht richtig zur Kenntnis genommen, man ist wie geblendet von den angeblichen Energieeinsparungen. Und die Festlegung von „Lichtstandards“ als Norm erfolgt in einer internationalen Beleuchtungskommission, in der die Lichttechnische Gesellschaft die deutschen Interessen vertritt. Da sitzen Lichtdesigner, Ingenieure, Architekten – aber keine Ärzte oder Psychologen. Die Lichtstandards, auf die sich auch die EU stützt, entsprechen deshalb in der Regel dem technisch Machbaren, nicht dem gesundheitlich Wünschenswerten. Da gibt es einfach zu wenig Informationsfluss. Und zu viele wirtschaftliche Interessen.

Es geht also vorrangig ums Energiesparen?

Es kursieren da beeindruckende Zahlen, und deshalb verspricht man sich in der EU durch die LED einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Aber diese Zahlen stimmen nicht zusammen: Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird kommuniziert, dass mindestens 50 Prozent Energieeinsparung in kommunalen Anwendungsbereichen zu erwarten ist. In der Arbeitsgruppe Energiebilanzen werden aber nur drei Prozent der Primärenergie bei Beleuchtung in Deutschland ausgewiesen. Laut Experten werden Zahlen in diesem Bereich schon seit Jahren manipuliert, je nachdem, wie es gerade passt.

Das Ende der Glüh- und Halogenglühlampen wurde ja schon vor einigen Jahren beschlossen.

Das sollte im September 2018 mit der dritten Stufe abgeschlossen sein. Da sind dann noch kleine Halogenstecker mit G9-Sockel oder Niedervolt-Halogenlampen erlaubt. Nun ist für 2020 eine weitere Verschärfung der Energievorgaben in Planung. Dieser neuen Verordnung würde nur noch die LED Genüge tun. Dagegen wehrt sich sogar der Bundesverband der Deutschen Industrie: Die LED ist noch gar nicht so weit entwickelt, dass sie unter allen Bedingungen, beispielsweise bei großer Hitze, funktioniert. Denn die LED ist eben keine hochentwickelte Technologie, sondern eine Technik in Entwicklung! Über Langzeitfolgen für Umwelt und Gesundheit weiß man kaum etwas. Wir haben uns vor einiger Zeit zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und unterhalten gute Kontakte zum Umweltbundesamt. Dort wird die neue Vorlage ebenfalls kritisch gesehen, man ist mit einer eigenen Eingabe bei der EU vorstellig geworden,

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