Fantasie oder fantastisch? Das russische Fernsehen über die Krise der CDU und eine “elegante Lösung” | Anti-Spiegel

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11-02-20 04:34:00,

Die Krise der CDU hat sich bis nach Russland herumgesprochen und das russische Fernsehen hat darüber kurz, knapp und objektiv berichtet. Aber es hat auch eine sehr überraschende Schlussfolgerung geliefert.

Zu den Vorfällen in Thüringen habe ich mich in einem Kommentar geäußert. Mehr möchte ich selbst zu dem politischen Zirkus, der derzeit in Deutschland veranstaltet wird, nicht schreiben. Aber da es für viele interessant sein dürfte, wie man im Ausland auf die Vorgänge in Deutschland reagiert, habe ich einen Beitrag des russischen Fernsehens dazu übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Ein großer politischer Skandal erschüttert Deutschland. Angela Merkels Nachfolgerin will nicht mehr Bundeskanzlerin werden. Die unerwartete Entscheidung von Annegret Kramp-Karrenbauer hat in der Regierungspartei CDU eine Krise ausgelöst. Schließlich muss jetzt dringend nach einem neuen Kandidaten für die Führungsposition gesucht werden. Warum hat Merkels Schützling die Kanzlerin verlassen und können sich die Pläne der Kanzlerin, 2021 die politische Bühne zu verlassen, ändern?

Angela Merkel hat ihre Nachfolgerin verloren. Aus dem Kanzleramt heißt es, die Kanzlerin selbst habe nichts von Annegret Kramp-Karenbauers Plänen gewusst, die im Dezember 2018 durch Merkels Unterstützung CDU-Chefin wurde.

„Ich werde nicht als Kanzlerin kandidieren. Ich bleibe aber Parteivorsitzender, bis eine Entscheidung über einen neuen Kandidaten fällt. Ich werde das Amt der Verteidigungsministerin auf Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel behalten“, erklärte die Vorsitzende der CDU und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karenbauer.

War das wirklich eine Überraschung für die Kanzlerin? Das ist zweifelhaft. Schon kurz nach der Wahl Kramp-Karenbauers zur Parteichefin gab es Stimmen, dass die ehemalige Ministerpräsidentin von der Saar nicht für die Bundesebene tauge.

Und selbst die Tatsache, dass Merkel ihr im Juli 2019 das Amt der Verteidigungsministerin angeboten hat, hat ihr kein zusätzliches politisches Gewicht gebracht. Irgendwie hatte sie kein Glück und all ihre Handlungen und Aussagen wurden von Politikern und Wählern nicht als etwas Eigenes oder Sinnvolles wahrgenommen, sondern als den immer wieder erfolglosen Versuch, nicht als „Mini-Merkel“ zu erscheinen. Endgültig abgeschossen wurde sie aber aus Thüringen. Merkel selbst ließ ihr keine Wahl.

„Dies ist ein schrecklicher Tag für die Demokratie. Ein Tag, der den Werten und Überzeugungen der CDU zuwiderläuft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Am 5. Februar wählte der Thüringer Landtag den Ministerpräsidenten des Landes. Einen Tag lang war es Thomas Kemmerich,

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