Das russische Fernsehen über die Proteste in Georgien, die Hintergründe und die Folgen | Anti-Spiegel

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24-06-19 07:04:00,

Die russische Sendung „Nachrichten der Woche“ hat heute ausführlich über die Situation in Georgien berichtet, über die man auch in Deutschland einiges in den Medien lesen konnte.

Ich habe bisher nichts darüber geschrieben, weil die deutschen Medienberichte über die Proteste in Georgien durchaus weitgehend identisch mit dem waren, was auch in Russland berichtet wurde. Da Georgien für Russland ein wichtiger, wenn auch derzeit schwieriger Nachbar ist, viele Georgier in Russland leben und viele Russen Georgien als Tourismus-Ziel entdeckt haben, ist das Thema in Russland jedoch viel präsenter in den Medien und es werden mehr Details berichtet, als in Deutschland. Ich selbst kenne viele Russen, die in den letzten Jahren Georgien besucht haben und alle waren begeistert. Von anti-russischen Ressentiments hat niemand etwas mitbekommen, im Gegenteil, alle haben die georgische Gastfreundlichkeit gelobt.

Trotzdem kam es nun plötzlich zu – offensichtlich von langer Hand vorbereiteten – anti-russischen Protesten. Dass das keine spontanen Proteste waren, kann man schon an den aufwändigen Plakaten der Demonstranten erkennen, die kaum innerhalb von einer Stunde spontan erstellt wurden. Offensichtlich haben dort Kräfte bei der Vorbereitung ihre Hände im Spiel gehabt, die den politischen Keil, der die Länder trennt, auch zwischen die Menschen der Länder treiben wollen.

Das russische Fernsehen brachte heute zwei Berichte, zunächst den Kommentar im Studio und dann einen kurzen Bericht aus Georgien. Ich habe beide hier nacheinander übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die hässliche Geschichte in Georgien ist wie eine Illustration der Besonderheiten der politischen Kultur im Land.

Erster Juni: Ein wütender Mob stürmt das Parlament. Spezialkräfte treiben die Menschen zurück. Tränengas, Gummigeschosse und Hunderte von Verletzten, darunter Journalisten und ein Drittel sind Polizisten.

Etwas Ähnliches geschieht auch im Parlament selbst. Radikale stürmen die Bühne und stören das jährliche Treffen der Interparlamentarischen Versammlung der Orthodoxie. Vorsitzender ist Sergej Gawrilow, Mitglied der russischen Staatsduma. Am Ende werden ausländische Kollegen und Abgeordnete aus Georgien ausgewiesen und ihr Hotel mit Eiern beworfen. Erst am späten Abend kommentiert die georgische Präsidentin Surabischwili die Unruhen und beschuldigt Russland der Spaltung des Landes. Meiner Meinung nach sind das unverantwortliche Worte und es ist auch unverantwortlich gegenüber Georgien selbst.

„Russland ist unser Feind und Besatzer. Die von ihm geführte fünfte Kolonne ist heute möglicherweise gefährlicher, als eine offene Aggression.

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Das russische Fernsehen über den US-Streit mit Huawei und die langfristigen Konsequenzen | Anti-Spiegel

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28-05-19 06:59:00,

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen am Sonntag wieder über den Handelsstreit der USA mit Huawei berichtet. Und wieder zeigt die Analyse der Russen ganz andere Ergebnisse, als man sie in den deutschen Medien findet. Vor allem der Blick auf die Folgen ist interessant und über die erfolgreichen Aktivitäten von Russland und China, sich von US-dominierten Technologien und Zahlungssystemen unabhängig zu machen, wird in Deutschland gar nicht berichtet. Daher habe ich den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

„Nachrichten der Woche“ hat bereits letzte Woche berichtet, dass Präsident Trump wegen der Angst vor der chinesischen digitalen Technik und der chinesischen Ausrüstung des neuen 5G-Netzes den Ausnahmezustand in den USA verhängt hat. Daraufhin stellte das US-Handelsministerium den chinesischen Digitalriesen Huawei und weitere 70 seiner Tochtergesellschaften auf eine schwarze Liste. Das hatte Folgen.

Das US-Unternehmen Google weigerte sich, weiter mit Huawei zu kooperieren und verkündete, dass Huawei auf seinen Smartphone das mobile Betriebssystem Android, Eigentum von Google, nicht mehr installieren darf. Auch darf Huawei nicht mehr Smartphones mit dem vorinstallierten Google-Play austüsten, wo 2,5 Millionen Apps aller Art zu haben sind, darunter Email, Maps, YouTube und andere heute unverzichtbare Dienste.

Darüber hinaus kündigten mehrere amerikanische Hersteller und Anbieter von Computerchips für Smartphones von Huawei die Einstellung der Zusammenarbeit mit den Chinesen an. Das sind zum Beispiel Intell und Qualcomm. Und die amerikanische Firma Microsoft hat Huawei-Laptops mit Windows-Betriebssystem aus ihren Online-Shops entfernt.

Für die Firmen, sei es Google, Intell oder Microsoft, bedeutet das den Verlust eines Riesenmarktes. Immerhin ist Huawei das am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt und beim Verkauf von Smartphones hat es Apple schon überholt und ist dem Marktführer Samsung bereits auf den Fersen. Aber Befehl ist Befehl und der Wille des US-Präsidenten muss ausgeführt werden.

Das US-Handelsministerium kündigte jedoch später die Aufschiebung aller Einschränkungen für Huawei bis zum 19. August an. Aber im Grunde hat sich nichts geändert. In drei Monaten sollen Smartphones von Huawei ohne Betriebssystem-Updates zu Ziegelsteinen verkommen. Wenig Zeit für Verhandlungen und die Suche nach Lösungen, ob gemeinsame oder individuelle.

Auf jeden Fall macht das, was passiert ist, jedem klar, dass die Amerikaner nach Lust und Laune jeden, seien es Unternehmen oder sogar ganze Länder, von ihren Systemen und Technologien abschneiden können.

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Das russische Fernsehen zeigte die bisher beste Zusammenfassung der Fakten im “Fall Strache” | Anti-Spiegel

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21-05-19 09:59:00,

Das russische Fernsehen hat am Montagabend in den Hauptnachrichten die beste Analyse zum „Fall Strache“ geliefert, die ich bisher gesehen habe. Es werden die bekannten Fakten zum Video und auch zu der Hauptperson, der geheimnisvollen, angeblichen russischen „Oligarchen-Nichte“ genannt. Und auch auf die wichtige Frage „Cui bono“, wer profitiert davon, wird eingegangen.

Viele dieser Fragen wurden mir heute von Lesern per Mail gestellt und hier sind die bislang bekannten Antworten auf die offenen Fragen. Ich habe den Bericht übersetzt, es lohnt sich auch ohne Russischkenntnisse, den Beitrag des russischen Fernsehens anzuschauen, weil zusammen mit diesem Text viel auch so einigermaßen verständlich ist. Und wo es um das Strache-Video geht, ist es zum Verständnis nicht unwichtig, auch die entsprechenden Fragmente im Bericht anzuschauen.

Beginn der Übersetzung:

Die österreichische Staatsanwaltschaft lehnte es ab, Ermittlungen gegen den früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache wegen eines Video-Skandals einzuleiten. Aber das Video hat auch so seinen Zweck erfüllt. Das Kompromat wurde vor zwei Jahren aufgenommen, tauchte aber aus irgendeinem Grund erst jetzt auf, unmittelbar vor den Wahlen zum Europäischen Parlament.

Die Regierungskrise in Österreich ist das Ergebnis eines „kontrollierten Leaks“. So nennt man es, wenn ein Kompromat zum von den interessierten Organisatoren oder Diensten gewünschten Zeitpunkt an die Medien weitergegeben wird.

Die Situation ist ungewöhnlich, weil in diesem Fall die Medien, die deutschen „Der Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“, die Herkunft des Videos nicht kennen.

„Vor ein paar Monaten wurde uns von diesem Video erzählt. Uns wurden die ersten Fragmente gezeigt, danach haben wir alle Aufnahmen auf einem USB-Stick in einem kleinen Hotel bekommen. Leider haben wir keine verifizierten Informationen darüber, wer hinter dem Video steht“ sagte die Redakteurin der Süddeutschen Zeitung Leila al-Serori.

Wie dem auch sei, die Spitzen der rechten Freiheitlichen Partei Österreichs, Strache und Gudenus, wurden Opfer einer klassischen Falle.

Zu Beginn der Aufnahmen, die 2017 auf Ibiza gemacht wurden, installiert ein Mann in weißer Hose, vermutlich der Besitzer des Hauses, die Kameras: Zwei in einem Zimmer und eine auf der Veranda. Auf dem Video trägt nur ein Mann eine weiße Hose, er ist Deutscher, der angebliche Freund der Frau, die in der Presse als „Nichte eines russischen Oligarchen, Alena Makarova“, bezeichnet wird. Doch laut Strache stellte sie sich als lettische Bürgerin vor.

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Das russische Fernsehen über die Kriegsgefahr im Persischen Golf | Anti-Spiegel

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20-05-19 09:05:00,

In der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ ging es am Sonntag auch um die Iran-Krise. Da diese Krise und die wachsende Kriegsgefahr im Golf auch in Deutschland die Schlagzeilen beherrscht, ist es interessant zu sehen, wie Russland diese Situation beurteilt. Ich habe daher den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Im Iran ist die Situation wie bei einem Pulverfass im Funkenflug. Es ist sehr gefährlich für die ganze Welt. Angefangen hat Amerika, als es im vergangenen Jahr ohne Grund aus dem sogenannten Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen ist. Allein und sogar gegen den Willen seiner NATO-Verbündeten. Trotz der Warnungen Russlands und Chinas. Den USA ist die Meinung anderer wurscht. Danach verhängten die Amerikaner illegale Sanktionen gegen den Iran und verboten Anfang Mai allen Ländern der Welt, Öl, Stahl, Kupfer und Aluminium aus dem Iran zu kaufen. Der Iran drohte als Reaktion, sich nicht mehr an die freiwillig übernommenen Beschränkungen des Atomabkommens zu halten. Trump war sauer und schickte eine Armada von sieben Kriegsschiffen an die Küsten des Iran. Jetzt sind sie da und bereit zum Kampf.

Welche Schiffe sind das? Der Flugzeugträger „Abraham Lincoln“, der bis zu 90 Flugzeuge und Hubschrauber tragen kann. Zwei amerikanische Zerstörer, „McFaul“ und „Gonzalez“, sind bereits im Persischen Golf. Jedes dieser Schiffe verfügt über 90 Tomahawk-Marschflugkörper. Am Eingang zum Persischen Golf befindet sich auch das universelle Amphibienschiff „Kearsarge“. An Bord sind bis zu 30 Flugzeuge und Hubschrauber, darunter supermoderne Jagdbomber der fünften Generation vom Typ F-35 B.

In die gleiche Region wurde das Landungsschiff „Arlington“ entsandt, das bis zu 700 Soldaten und 14 Fahrzeuge aufnehmen kann. Zu der Kampfgruppe gehören auch der amerikanische Raketenkreuzer „Leyte Gulf“, der Zerstörer „Bainbridge“ und für den Anschein, Partner zu haben, die spanischen Fregatte „Mendez Nunez“. (Anm. d. Übers.: Die „Mendez Nunez“ hat den Verband mittlerweile verlassen, weil Spanien sich nicht in einen möglichen Krieg am Golf hineinziehen lassen möchte) Zudem wird das Luftabwehr-und Raketensystem Patriot wieder in die Region gebracht. Das Pentagon erklärte, dies sei notwendig, um die Trägergruppe und die US-Air-Force zu stärken.

Das ist die Situation. Nun zu den offiziellen Verlautbarungen. Trump sagt, er hoffe, einen Krieg mit dem Iran zu vermeiden. Okay, aber warum ist dann so viel amerikanisches Eisen dort hingeschickt worden?

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Wie das russische Fernsehen über den Handelskrieg zwischen den USA und China berichtet | Anti-Spiegel

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20-05-19 03:04:00,

Das russische Fernsehen hat sich am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ auch mit den Handelsstreit zwischen den USA und China und der neuesten Entwicklung zum Thema Huawei beschäftigt.

Aktuell hat Trump ein Dekret erlassen, über das heute auch der Spiegel berichtet hat:

„Hintergrund für den Android-Bann ist ein Dekret von US-Präsident Donald Trump. Er hatte am vergangenen Mittwoch den nationalen Telekommunikationsnotstand ausgerufen, woraufhin das US-Wirtschaftsministerium am Freitag eine Art schwarze Liste aufsetzte, auf der auch Huawei steht. US-Firmen ist es nun untersagt, ohne Genehmigung der Regierung Geschäfte mit diesen Firmen zu machen.“

Für Huawei ist das eine gefährliche Situation, weil Huawei nun Android nicht mehr als Betrtiebssystem benutzen kann. Das betrifft zwar zunächst nur neue Geräte, aber wird sicher Huawei sehr schaden. Für China kündigte Huawei ein eigenes Betriebssystem als Alternative an, das wohl fertig als „Plan B“ in der Schublade liegt. Das Dekret betrifft aber auch die Lieferung von amerikanischen Computerchips für Huawei.

Allerdings hat Huawei durchaus Möglichkeiten, zu antworten. Die Firma ist Markt- und Technikführer bei 5G und hält so viele Patente, dass man ohne Huawei kein solches Netz aufbauen kann. Im Spiegel konnte man dazu lesen:

„Patente könnten für den chinesischen Konzern eine Möglichkeit sein, Druck auszuüben. Allein für die Zukunftstechnologie 5G verfügt das Unternehmen über ein gewaltiges Portfolio. Der Patentanalyse-Plattform IPlytics zufolge hält das Unternehmen allein in diesem Bereich mehr als 11.000 Patente – und damit mehr als jeder andere Telekommunikationskonzern.“

Die Frage wird also sein, wie Huawei reagiert. Um diese und andere Fragen des Handelskriegs ging es auch in dem Beitrag des russischen Fernsehens, den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Wie sieht der Handelskonflikt zwischen den USA und Chinas aus?

Während Washington eine Handelsschlacht mit Peking führt, führen sie im chinesischen Forschungszentrum von Linshui ihre eigene Ernte durch. Hier wird versprochen, ganz China mit Gemüse und Obst zu versorgen. Mit Hilfe von Hochtechnologie und Vertrauen, das vom staatlichen Fernsehen kommt.

Für die 1,5 Milliarden Chinesen ist Kang Hui nun die Verkörperung des Kampfes gegen die amerikanische Handelsaggression. Seine Posts verbreiten sich in chinesischen sozialen Netzwerken mit der Geschwindigkeit von viraler Werbung.

„Wie Präsident Xi sagt, ist die chinesische Wirtschaft ein Ozean,

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Das russische Fernsehen über Gedenken an den 2. Weltkrieg: Von Traditionalisten und totalitären Liberalen | Anti-Spiegel

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14-05-19 09:17:00,

Da ich immer wieder gefragt werde, wie man in Russland auf den Zweiten Weltkrieg blickt, habe ich einen Beitrag aus der russischen Sendung „Nachrichten der Woche“ von Sonntag übersetzt. In dem Beitrag ging es um den „Tag des Sieges über den Faschismus“, der in Russland jedes Jahr am 9. Mai aus Anlass des Kriegsendes gefeiert wird und der einer der drei wichtigsten russischen Feiertage ist.

Bevor wir zu der Übersetzung kommen, muss ich jedoch einiges vorweg schicken, damit der Beitrag für Menschen, die Russland nicht kennen, verständlich wird, denn es geht um Debatten in Russland, wie man mit diesem Feiertag umgehen soll.

Zunächst muss man wissen, dass es in Russland keinen Hass auf die Deutschen oder Deutschland gibt. In Russland wird streng getrennt zwischen den „Faschisten“ des Hilter-Regimes und den „Deutschen“. Ich war oft bei den Feierlichkeiten zum Kriegsende dabei und habe nie etwas Negatives erlebt, selbst wenn ich mich als Deutscher zu erkennen gegeben habe.

Wenn man mit Russen über den Zweiten Weltkrieg spricht, hört man oft folgende Einstellung: „Zwei Diktatoren haben sich gestritten und gelitten haben wie immer die kleinen Leute auf beiden Seiten.“

So erklärt sich auch, dass Russen einen Deutschen völlig verständnislos anschauen, wenn er sich des Krieges wegen schuldig fühlt. Für die Russen ist es unverständlich, dass sich ein Deutscher, der mit dem Krieg nichts zu tun hat und Jahrzehnte nach Kriegsende geboren wurde, sich deswegen schuldig fühlen kann. Schuldig sind für die Russen die Menschen, die für den Krieg die Verantwortung tragen und diejenigen, die gemordet haben. Aber nicht deren Nachkommen.

Die Sowjetunion hat in dem Krieg fast so viele Opfer zu beklagen gehabt, wie alle anderen beteiligten Länder des Zweiten Weltkrieges zusammen. Jede Familie hatte Opfer zu beklagen und bis heute weiß jedes Schulkind genau, was die Ur-ur-Großeltern im Krieg gemacht haben, wo sie gekämpft haben und wo sie gefallen sind. Diese Erinnerung wird in Russland sehr hoch gehalten.

Die Feierlichkeiten selbst sind ein Volksfest mit einer einmaligen Stimmung, die zwischen Gedenken und Feiern schwankt. Im Vorfeld werden in sozialen Netzwerken oder auch auf Plakaten Bilder von Veteranen verbreitet, auf denen zu lesen steht „Danke, Großvater, für den Sieg!“ Die Stimmung ist also generell positiv, man erinnert sich der Opfer, aber man feiert auch die Sieger.

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Das russische Fernsehen über die Schwäche der EU und die Wahlen zum EU-Parlament | Anti-Spiegel

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13-05-19 02:37:00,

Das russische Fernsehen hat sich am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ mit der Situation in der EU und den bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament befasst. Eine treffendere Analyse der politischen Situation der EU habe ich lange nicht gesehen, daher habe ich den Beitrag übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wird Angela Merkel die Chefin der europäischen Regierung? Und was können die Folgen der Wahlen zum Europäischen Parlament sein?

Der Besuch des US-Außenministers in Deutschland war mit hohen Erwartungshaltungen verbunden, man erhoffte sich ein offenes und klärendes Gespräch. Die deutsche Regierung erlebt seit langem einen Mangel an direkter Kommunikation mit der Trump-Regierung, sie beschränkt sich auf böse Briefe, die der amerikanische Botschafter Grenell immer wieder schreibt. Und fast hätte es ein Gespräch gegeben. Mike Pompeo sollte sich mit Außenminister Maas treffen und dann mit Angela Merkel. Doch in Berlin hat man sich vergeblich herausgeputzt.

„Die Absage von Pompeos Besuch passt in die diplomatisch inakzeptable Strategie der Vereinigten Staaten, die Deutschland herausfordert. Die Beziehungen sind jetzt sehr schlecht, und auch der amerikanische Botschafter in Berlin trägt seinen Teil dazu bei. Der Diplomat droht ständig Unternehmen und der Bundesregierung, wie es bei Nord Stream-2 oder den iranischen Abenteuern der USA der Fall war“ sagte der frühere Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss.

Deutschland wird für die Tatsache bestraft, dass es bei einer Reihe von Themen wagte, seine nationalen Interessen über die amerikanischen zu stellen. Sei es, dass Europa mehr für die NATO bezahlen soll, von den USA teures Gas kaufen soll oder den USA bei Staatsstreichen helfen soll. In der Ukraine hat das gut geklappt, aber danach lief alles schief: In Syrien hat es nicht geklappt, in Venezuela läuft es auch nicht wie gewünscht. Also wurde beschlossen, sich wieder dem Iran zuzuwenden und sich an die alten Erfahrungen mit totalen Sanktionen zu erinnern.

Nach jahrelangen Verhandlungen gab es eine Einigung über das iranische Atomprogramm, auf die Europa so stolz war. Und jetzt kann man es weder in den Mülleimer werfen, noch stolz an die Wand hängen.

Auf dem EU-Gipfel in Rumänien wurde zu diesem Thema eine Reihe wichtiger Erklärungen mit Null Inhalt abgegeben.

„Das Abkommen müssen wir beibehalten. Der Iran muss im Rahmen des Abkommens bleiben und wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht“ sagte der französische Präsident Emmanuel Macron.

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