Finanzsystem: Fallende Technologie- und Bankaktien, bei invertierender Renditekurve – Kommt jetzt die große Panik auf? | www.konjunktion.info

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06-12-18 09:26:00,

Blasen - Bildquelle: Pixabay / rihaji; CC0 Creative CommonsBlasen - Bildquelle: Pixabay / rihaji; CC0 Creative Commons

Blasen – Bildquelle: Pixabay / rihaji; CC0 Creative Commons

Am Dienstag stürzte der Dow Jones Industrial Average um 799 Punkte ab. Der viertgrößte Tagesverlust seit es den Index gibt und der größte seit der Finanzkrise von 2008. Viele glaub(t)en, dass sich diese “Korrektur” an den Märkten auf die Monate Oktober und November begrenzen würde und dass der Dezember davon unberührt bleiben würde. Weit gefehlt…

Der Russel 2000 erlebte seinen schlechtesten Tag seit sieben Jahren. Die Bankaktien fielen allein um 4,4% und die Aktien der sogenannten FAANG (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Google [Alphabet]) verloren den Gegenwert, um damit McDonalds aufkaufen zu können.

Marktinvestoren machen verschiedene Faktoren dafür verantwortlich. Insbesondere eine Inversion der Renditekurve:

Gerade als es so aussah, als ob sich der angeschlagene Bulle erholt, gab der Dow Jones Industrial Average am Dienstag um fast 800 Punkten nach, als der Anleihemarkt ein ominöses Signal setzte: Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe stieg über den ausgezahlten Zinssatz bei den fünfjährigen Papieren.

Warum der Pessimismus über diese obskur klingende Verschiebung? Wenn kurzfristige Zinssätze über längere Zinssätze steigen – was als “Inversion der Renditekurve” bezeichnet wird, deutet dies auf einen wirtschaftlichen Abschwung hin.

(Just when it looked like the battered bull was healing, the Dow Jones Industrial Average suffered a drop of nearly 800 points Tuesday when the bond market sent an ominous signal: The yield on the two-year U.S. government bond rose above the interest rate paid out by five-year notes.

Why the pessimism over that obscure-sounding shift? Historically, when short-term rates rise above longer rates – which is dubbed an “inversion of the yield curve” – it signals an economic slowdown is coming.)

Dabei ist anzumerken, dass die zweijährigen Papiere noch nicht über die Rendite der 10-Jahres-Anleihen gestiegen sind. Erst wenn das eintritt, erkennen sehr viele Investoren “offiziell” an, dass wir eine Inversion haben.

Das, was wir gerade an den Anleihemärkten erleben, sind sehr schlechte Nachrichten für die Großbanken, weil es ihre Profite auffressen wird, wenn man der “offiziellen Mainstreamerklärung” folgt:

Die sich abflachende Zinsstrukturkurve wirkt sich auch auf die Erträge aus,

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Finanzsystem: Wenn Kriege Millionäre machen | www.konjunktion.info

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04-12-18 02:11:00,

Smedley Butler - Bildquelle: Wikipedia / US Marine Corps; Public DomainSmedley Butler - Bildquelle: Wikipedia / US Marine Corps; Public Domain

Smedley Butler – Bildquelle: Wikipedia / US Marine Corps; Public Domain

Als Smedley Butler starb, war er der höchst dekorierte Marine in der Geschichte des US-Militärs. In seiner Publikation War is a Racket (Krieg ist ein Schwindelgeschäft) aus dem Jahr 1935 griff er die allgemeine Stimmung jener Zeit auf, um – wie er es selbst beschrieb – “zu versuchen die Soldaten zu erziehen, [damit diese sich] aus der Trottelklasse [lösen können] (trying to educate the soldiers out of the sucker class)”. Butler wusste nur zu genau, dass Krieg ein Profitgeschäft für eine kleine, elitäre Gruppe an Menschen ist und wollte, dass die Soldaten – gerade im Hinblick auf die damalige Entwicklung in Europa – diese Tatsache wussten.

Bereits vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges und bevor die USA als Kriegsteilnehmer auftraten, profitierte die Wall Street vom (kommenden) Krieg. Thomas Lamont, Partner von JP Morgan, schrieb, dass seine Firma zu keinem Zeitpunkt vor und nach dem Krieg neutral war, obwohl die “US-amerikanische Bevölkerung dazu gedrängt wurde, neutral in ihrem Tun, in ihren Worten und selbst in ihren Gedanken zu bleiben (American citizens were urged to remain neutral in action, in word, and even in thought)”. Lamont führte weiterhin aus:

[…] unsere Firma war nie [auch nur] für einen Moment neutral gewesen; wir wussten nicht, wie wir es sein sollten. Wir haben von Anfang an alles getan, um zur Sache der Alliierten beizutragen.

([…] our firm had never for one moment been neutral; we didn’t know how to be. From the very start we did everything we could to contribute to the cause of the Allies.)

JP Morgans Loyalität gegenüber den USA mag ein Grund für diese Haltung gewesen sein, aber diese Politik sollte auch Dividende und Erträge für die Bank und ihre Eigentümer erwirtschaften. Erträge von denen selbst die gierigsten Banker vor Beginn des Krieges kaum zu träumen gewagt haben dürften.

John Pierpont Morgan verstarb 1913 – noch vor der Verabschiedung des Federal Reserve Acts, hinter dem er mit all seiner Finanzmacht und als “Einfädler” stand, und noch vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges. Doch das House Of Morgan,

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Finanzsystem: Immobilienpreise in Australien brechen um 10% ein | www.konjunktion.info

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04-12-18 11:43:00,

Home for Sale - Bildquelle: Pixabay / Merio; CC0 Creative CommonsHome for Sale - Bildquelle: Pixabay / Merio; CC0 Creative Commons

Home for Sale – Bildquelle: Pixabay / Merio; CC0 Creative Commons

Weltweit haben wir in den letzten Jahren einen wahren Immobilienboom erlebt. Rekordpreise wurden für Immobilien und Grundstücke gezahlt. Mieten explodierten. Diese Entwicklung war zuvorderst auf das billige Geld der Zentralbanken zurückzuführen, das neben dem “normalen Geld” auf Renditejagd war.

Doch diese Entwicklung dreht sich gerade ins Umgekehrte. Nicht nur in den USA brechen die Immobilienpreise auf weiter Flur ein – auch in Australien hat die Dynamik ein Ende gefunden. Viele Jahre war der Kauf von Immobilien eine risikofreie Anlage, die nur eine Richtung kannte: nach oben. In Australien stiegen die Immopreise und die Mieten auf schier unerschwingliche Höhen. Gleichzeitig wurden zu niedrigen Zinsen exorbitante Kredite aufgenommen, um

  • bestehende Immobilien zu kaufen und
  • neue Immobilien zu bauen.

Gefühlt wurde jede noch so kleine Freifläche in Australiens Großstädten versiegelt.

Die australische Regulierungsbehörde hatte daher bereits vor längerem dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben, um eine Überhitzung zu verhindern, in dem sie die Kreditvergabe erschwert hatte. Die zunächst spürbare Abkühlung entwickelt aber jetzt seine eigene Dynamik. Aufgrund der niedrigen Zinsen kann aber eine weitere Zinssenkung nicht durchgeführt werden, was die Regulierungsbehörde jedoch dringend benötigen würde, wenn sie denn den “Fuß vom Bremspedal nehmen möchte”.

Bei klassischen Auktionen gingen vor zwei Jahren noch 80% der Immobilien in Australien an einen neuen Käufer. Inzwischen ist dieser Wert auf nur noch 40% gefallen. In manchen Gebieten sind die Immobilienpreise innerhalb eines Jahres um 10% eingebrochen, was nach Meinung vieler Kommentatoren in Australien zu einem Dominoeffekt in der gesamten Baubranche führen wird. Aus einer kontrollierten, staatlich induzierten, angedachten Abkühlung ist nun also ein unkontrollierbarer Preisverfall geworden.

Doch Australien steht nicht allein. Ein kurzer Blick auf die Meldungen in den USA vom Wochenende zeigt eine ähnliche Entwicklung auf:

Interessant an Australien und deren Kreditmarkt ist im Übrigen,

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Finanzsystem: Wir befinden uns bereits im “Auge des Sturms” | | www.konjunktion.info

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29-11-18 04:14:00,

Anfang 2018 schrieb ich mehrere Artikel darüber, was meiner Meinung nach unter Jerome Powell als neuem Fed-Vorsitzende passieren wird. Im Artikel Fed: Powell bestätigt Fortsetzung der Zinserhöhungspolitik sagte ich bereits voraus, dass die Fed sowohl die Zinserhöhungs- als auch Bilanzreduzierungspolitik fortsetzen wird und dass die beteiligten Akteure sehr genau wissen, dass sie damit einen Zusammenbruch an den Märkten initiieren werden.

Zu jener Zeit war diese Vorhersage nicht gerade “gerne gesehen”, genauso wie 2015, als ich erstmals Artikel verfasste, dass die Fed die Zinsen erhöhen wird und keine negativen Zinsen einführen wird wie viele damals annahmen. Beides als benötigter Katalysator für eine Wirtschaftskrise. Das Problem, das viele Leser mit diesem Konzept haben, ist, dass sie sich einfach nicht vorstellen können, dass die Zentralbanken gezielt und bewusst das System an die Wand fahren lassen könnten. Verzweifelt klammern sie sich daran, dass die Fed und die anderen Notenbanken das System – koste es was es wolle – schon irgendwie am Laufen halten werden. Aber das ist einfach nicht richtig.

Die Behauptung geht dabei folgendermaßen: die Bankeneliten “müssen” das System weiter befeuern, weil sie von diesem System abhängig sind, um ihr Kapital zu mehren und ihren “Einfluss” zu verstärken. Die Menschen, die diese Behauptungen aufstellen, verstehen offenbar nicht, wie die Zentralbanken operieren.

Inzwischen sollten die meisten Kritiker verstanden haben, dass Zentralbanken eigentlich nichts anderes wie ein legalisiertes Betrugsschema sind. Mittels Mindestreserve, die bei vielen Zentralbanken auf 0% gesenkt wurde, können die Notenbanken Geld aus dem Nichts erschaffen. Und sie können Kapital in die internationalen Großbanken pumpen, wenn sie es für richtig erachten und es ihren Zwecken dienlich ist. Es gibt für sie kein “Profitmotiv”, das ihren Machenschaften zugrunde liegt. Sie drucken Geld oder erzeugen per Mausklick digitales Geld immer dann wenn sie es wünschen. Und sie können es dazu einsetzen, werthaltige Vermögenswerte aufzukaufen, bevor ihr Drucken und Erzeugen die Kaufkraft der Währungen verringert, was einer Weitergabe der Inflation an den einfachen Bürger entspricht.

Das bedeutet, dass dieses Notenbanksystem fast ausschließlich darauf beruht, Wohlstand und Vermögen von unten nach oben zu transferieren. Die von den Zentralbanken ausgelöste und gesteuerte Wirtschaftskrisen sind sehr nützlich, weil diese Ereignisse den Banken erlauben echte Vermögenswerte wie Bodenschätze,

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Finanzsystem: Die Fed wird ihre Straffungspolitik fortsetzen, egal was kommt | www.konjunktion.info

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15-11-18 03:33:00,

Seit nunmehr über drei Jahren schreibe ich Artikel, dass die Federal Reserve – trotz aller Kritik von Ökonomen und Politikern – bewusst eine Politik der Zinserhöhungen in einem schwachen Marktumfeld beginnen bzw. auch weiterhin durchführen wird. Ich argumentier(t)e dabei immer, dass der verfolgte Plan der Fed dem ähnelt, den sie bereits in den 1930er des vergangenen Jahrhunderts angewandt hat. Ein Plan der dazu führte, dass die Jahre der Großen Depression länger andauerten als sie eigentlich hätten müssen. All die von mir vorhergesagten Maßnahmen wurden Realität.

Trotz der Tatsache, dass die Fed die Zinsen erhöht und damit die Würgeschlinge um die angebliche “wirtschaftliche Erholung” zuzieht, weigern sich immer noch sehr viele Menschen zu erkennen, dass die Notenbanken gezielt die von ihnen selbst geschaffene Blase, die sie seit nunmehr 10 Jahren aufpumpen, zum Platzen bringen werden. Selbst jetzt findet man immer noch das Argument, dass die Fed ihre Zinspolitik und Bilanzreduzierung zurücknehmen wird, wenn die Aktien um 15 bis 20% fallen sollten. Man liest sogar Behauptungen, dass sich der Fed-Chef Jerome Powell doch besser nach einer neuen Position umsehen sollte, da Donald Trump mit der Politik der Fed nicht gerade zufrieden ist, da diese durchaus zu einem Crash führen könnte. Doch beides ist pure Illusion – ein Irrglaube von Menschen, die nicht verstehen (wollen/können) wie die Fed agiert.

Um hier eindeutig zu sein: die Federal Reserve ist eine autonome Behörde, die nur sehr wenige Fragen der US-Regierung beantworten muss und keiner staatlichen Aufsicht unterliegt. Dieser Fakt wird sogar von ehemaligen Offiziellen der Fed, wie von Alan Greenspan bestätigt, der öffentlich sagte, dass die Fed niemanden Antworten geben muss:

Die Funktion und Aufgabe der US-Zentralbank ist das genau Gegenteil von dem, was die Menschen annehmen. Schon Caroll Quigley, US-Historiker und Mentor von Bill “Slick Willy” Clinton, schrieb in seinem Buch Tragedy and Hope (Tragödie und Hoffnung):

Die Mächte des Finanzkapitalismus hatten ein weiteres weitreichendes Ziel, nichts weniger als ein Weltsystem der Finanzkontrolle in privaten Händen, das in der Lage ist das politische System des jeweiligen Landes und die Wirtschaft der Welt als Ganzes zu beherrschen. Dieses System sollte gemeinsam durch geheime Vereinbarungen,

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Finanzsystem: Warum es keine Rolle spielt, wer die US-Midterm-Wahlen gewonnen hat | www.konjunktion.info

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08-11-18 12:23:00,

Donald Trump - Bildquelle: Pixabay / Crazygoat; CC0 Creative CommonsDonald Trump - Bildquelle: Pixabay / Crazygoat; CC0 Creative Commons

Donald Trump – Bildquelle: Pixabay / Crazygoat; CC0 Creative Commons

Die Midterm-Wahlen in den USA sind gelaufen. Die Hysterie in den deutschen Leitmedien ebbt langsam ab. Es bleibt der übliche Eindruck des Hauens und Stechens im medialen Zirkus zurück. Das falsche Rechts-Links-Paradigma wurde einmal mehr bis zum Exzess bedient. Das Kabuki-Theater in seiner Aufführung fortgesetzt.

Der Durchschnittsamerikaner – genauso wie der Durchschnittsdeutsche – wird immer mehr mit den Kampfbegriffen “links” und “rechts” belegt, obwohl beide Seiten des politischen Spektrums den gleichen Interessen folgen. Diese Teilung der Gesellschaft ist aber nicht nur eine politisch gewollte; sie ist auch ein natürlicher Teil des sozialen Diskurs. Jedoch dient das politische Theater hauptsächlich dazu, die Menschen von den eigenen Wurzeln (Freiheit, gemeinsame Werte und Möglichkeiten) zu entfremden und sie in die jeweiligen Enden der Spektren zu drängen – sprich in den Extremismus und Fanatismus. Und beides tut einer Gesellschaft niemals gut.

Fanatiker sind nicht selbstbewusste Persönlichkeiten und unterziehen niemals ihrer eigenen Positionen einer Überprüfung. Sie agieren annahmenbasiert, dass sie unfehlbar immer das richtige tun; und dass jeder, der anderer Meinung ist als der ihren, einen Feind darstellt, der mit allen Mitteln zerstört werden muss. Fanatismus ist die Wurzel der menschlichen Ungeheuerlichkeiten. Fanatiker erschaffen Kriege und Genozide. Sie sind wie ein Krebs im Fleisch der Menschheit.

Bestimmte Gruppierungen innerhalb des Establishments, namentlich die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE), die eine vollständige Zentralisierung und Kontrolle jeden Aspekts des Wirtschaftens und der Gesellschaften herbeisehnen, ziehen es vor, dass die Öffentlichkeit – so weit es irgendwie möglich ist – radikalisiert und gespalten wird. Für die IGE ist der Fanatismus eine Art Vermögenswert.

Um diese Radikalisierung und Trennung zu erreichen, erkaufen sie sich die Treue von Politkern, Mainstreammedien und führen Spendenkampagnen durch (Stichwort Philantrhopen). Es gibt nur noch sehr wenige Politiker, die nicht Teil dieses “Clubs” sind. CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen, Linke, AfD oder Republikaner und Demokraten in den USA – alle stehen auf der gleichen Seite. Auf der der IGE. Sie greifen sich gegenseitig mit Worten an, aber wenn es dann um echte Politik und Taten geht, sind sie alle gleich, agieren alle sehr ähnlich.

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Finanzsystem: Quantitative Tightening und die Rückkehr des US-Dollars nach Hause | www.konjunktion.info

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29-10-18 11:01:00,

Trump vs. Fed. Fed vs. Trump. Während Trump im US-Wahlkampf 2016 die Federal Reserve dafür angriff, eine Blasenwirtschaft erschaffen zu haben, sieht er jetzt als US-Präsident, die US-Notenbank als “größte Gefahr (biggest threat)” für die US-Wirtschaft an, weil sie die Zinsen zu schnell anhebt.

Das es sich hierbei um nichts anderes wie ein Theaterschauspiel handelt, habe ich bereits hier, hier und hier beschrieben. Die aktuellen Bemerkungen Trumps sind nichts weiter als die Fortsetzung einer Rhetorik, die sich in den letzten zwei Jahren “entwickelt” hat: gute Wirtschaftsnachrichten sind für die Trump-Administration die Folge der eigenen Politik, während schlechte Wirtschaftsnachrichten das Ergebnis der Politik der Fed sind.

Tweet Donald Trump - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt TwitterTweet Donald Trump - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Tweet Donald Trump – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Die seit gut einem Jahr stattfindenden Zinserhöhungen der Federal Reserve sind – wie mehrmals aufgeführt – ein gewolltes und gezielt durchgeführtes Manöver der US-Notenbank – ebenso die Bilanzreduzierungsmaßnahmen. Beides ist in den Augen Trumps schlichtweg “verrückt”. Dabei hat die US-Notenbank “alles im Griff”. Die Notenbanker wissen genau, was sie gerade tun; sie wissen genau, dass sie eine riesige Blase erschaffen haben; und sie wissen genau, was sie tun müssen, um diese zum Platzen zu bringen.

Der Einbruch an den Aktienmärkten (und hier im Besondern auch bei den europäischen Indices) und die “schlechten Zahlen” von Google und Amazon in der letzten Woche sind die Nadel gewesen, die die Blase nun angestochen haben. Und plötzlich werden die anziehenden Zinsen, das anstehende Ende der quantitativen Lockerung der EZB, der Handelskrieg der USA und Gewinnwarnungen wieder zu einer relevanten Notiz in der Hochleistungspresse. Dinge, die bis vor kurzem mehr oder weniger komplett ausgeblendet worden waren. Zufall?

Und jetzt kommen noch Meldungen dazu, die besagen, dass die Fed “die Zinsen vielleicht stärker erhöhen muss als gerechtfertigt, nur um ihre Unabhängigkeit zu beweisen (may have to raise rates further than justified just to prove their independence)”, was zu noch mehr Panik an den Märkten führen wird. Diese “mögliche Erhöhung der Zinsen jenseits des Notwendigen” hatte ich im Übrigen auch in der Vergangenheit bereits vorausgesagt.

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Finanzsystem: Warum die alternativen Medien diskreditiert werden müssen | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Warum die alternativen Medien diskreditiert werden müssen | www.konjunktion.info

26-10-18 04:16:00,

Finanzsystem - Bildquelle: Pixabay / NikolayFrolochkin; CC0 Creative CommonsFinanzsystem - Bildquelle: Pixabay / NikolayFrolochkin; CC0 Creative Commons

Finanzsystem – Bildquelle: Pixabay / NikolayFrolochkin; CC0 Creative Commons

Im Mainstream gibt es bestimmte ökonomische Indikatoren, die als unangreifbar, als unfehlbar gelten. Auf sie sei absoluter Verlass und besitzen absolute Gültigkeit. Dabei werden diese Indikatoren meist nur aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, damit die gewünschten Meme und Informationen transportiert werden können – auch wenn diese dann der Realität nicht entsprechen. Das Bild, das wir dann zu lesen und sehen bekommen, ist eine Art holographischer Blick auf die finanziellen Strukturen; eine Fata Morgana einer gesunden und mit einem guten Fundament versehenen Ökonomie, die es jedoch in Wirklichkeit nicht gibt.

Dieser selbstbetrügerische Blick dient dazu, die Massen mit einer falschen Hoffnung zu versorgen. Eine Hoffnung, die jedoch immer mit einem Zeitlimit versehen ist. Will ein Analyst die Wirtschaft verstehen, muss er zwei Hauptfaktoren berücksichtigen: Mathematik und die menschliche Psychologie. Diese Faktoren tendieren dazu, sich von Zeit zu Zeit – gerade in einer Blasenökonomie – zu widersprechen. Und sie tendieren dazu zu konvergieren, wenn diese Blase implodiert. Zudem sollte man nie die Macht der Psychologie auf die Massen unterschätzen. Selbst wenn die Mathematik förmlich aufschreit, dass wir uns in gefährlichen Gewässern bewegen, kann eine naive und falsch informierte Bevölkerung (zusammen mit der ausgeprägten Manipulation durch die Notenbanken) eine eigentlich tote Wirtschaft länger in einem Zustand der profanen Wiederbelebung halten, als es logisch möglich erscheint.

Jedoch kann diese Zaubereinlage nur einen bestimmten Zeitraum andauern. Letztlich trifft die Realität auch diejenigen, die im blinden Glauben an das System eisern an demselben festhalten, mit gnadenloser Brutalität.

Die im 10. Jahr seiner Aufführung befindlichen Farce namens “finanzielle Erholung” wird durch “positive” Zeichen begleitet, die rein Schulden getrieben sind. Billige Kredite und eine hohe Kreditliquidität haben viele Zombiebanken und -unternehmen seit Jahren am Leben erhalten, obwohl deren Verfallsdatum bereits seit langem überschritten ist. Es gelang sogar etwas davon an die “Main Street”, wo wir eine extensive Entwicklung im Komsumbereich und eine Verbesserung an den Arbeitsmärkten (Stichwort: Niedriglohnsektor) erlebt haben. Natürlich waren aber auch dieser Konsum, die Produktion der entsprechenden Güter und die Einstellungen der Arbeitskräfte mittels Kreditaufnahme erst möglich. Und das meiste dieser neuen Schulden wird jahrzehntelang (wenn überhaupt) zurück gezahlt werden müssen.

Gerade das “Jobwunder” in den USA hängt eng mit der Konsumblase zusammen,

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Finanzsystem: Oktober-Einbruch am US-Aktienmarkt setzt sich fort, während die Fed ihr Politik der Bilanzreduzierung beibehält | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Oktober-Einbruch am US-Aktienmarkt setzt sich fort, während die Fed ihr Politik der Bilanzreduzierung beibehält | www.konjunktion.info

25-10-18 07:54:00,

Pawlowscher Hund - Bildquelle: Wikipedia / MagentaGreen; Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiertPawlowscher Hund - Bildquelle: Wikipedia / MagentaGreen; Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

Pawlowscher Hund – Bildquelle: Wikipedia / MagentaGreen; Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert

Das empirische Experiment von Iwan Petrowitsch Pawlow ist weltbekannt. Die konditionierte Reizsetzung beim Pawlowschen Hund löste einen Speichelfluss nur beim Klang einer Glocke aus, weil der Hund dies in Verbindung mit Futter brachte.

Ähnlich wie der Pawlowsche Hund sind die heutigen Investoren darauf konditioniert, Speichel zu produzieren, wenn die US-Aktienmärkte im Fallen sind. Der letzte Einbruch ist KEINE Korrektur. Er ist auch KEINE Rückkehr zur “normalen Volatilität”, die durch irgendwelche abstrakten ökonomischen Zyklen erklärt werden kann. Was wir gerade erleben, ist das Ende eine künstlichen Hausse; die Realität holt langsam aber sicher die Aktienmärkte wieder ein.

Wie ich bereits am Anfang des Jahres vorhersagte, wird die Federal Reserve ihre Zinserhöhungen NICHT beenden und auch die Bilanzreduzierungen NICHT einstellen. Es scheint zu einem Blutbad an den Märkten im letzten Quartal des Jahres 2018 zu kommen. Etwas, das jedem offensichtlich hätte sein sollen, wenn er auch nur etwas Aufmerksamkeit den Fundamentaldaten gewidmet hätte. Aber es gibt immer Leute, die glauben mehr zu wissen als andere. Und diese werden die Scherben in Händen halten, wenn sich der Staub gelegt hat.

Eine verrückte glückliche Person ist heute morgen um 1,6 Milliarden Dollar reicher, aber die Chancen sind unglücklicherweise gering, dass Sie das sind.

Hier einige Mega Millions-Perspektiven von Jim Reid von der Deutschen Bank: “Um diese erstaunliche Summe in einen Zusammenhang zu stellen… der globale Aktienindex von Bloomberg verlor gestern (Dienstag) 637 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Wir werden also einige Lotteriegewinner brauchen, um im Moment die Lücke zu füllen.”

Diese Lücke könnte sich noch vergrößern, und an der Wall Street lauert heute Morgen die Volatilität. In einer düsteren Anmerkung warnt uns Wolf Richter vom Blog Wolf Street in unserem Anruf des Tages, dass die Anleger nicht durch die “hunky-dory”-Oberfläche dieses Marktes getäuscht werden sollen, da die Fäulnis sich bereits ausbreitet.

(Some crazy lucky person is $1.6 billion richer this morning, but chances are slim it’s you, unfortunately.

Here’s some Mega Millions perspective from Deutsche Bank’s Jim Reid: “To put this mind-boggling sum in some context…the Bloomberg global equity index lost $637 billion in market cap yesterday (Tuesday).

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Finanzsystem: Jede Blase muss irgendwann platzen | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Jede Blase muss irgendwann platzen | www.konjunktion.info

12-10-18 01:31:00,

Viele Menschen warten auf den einen großen Knall. Ein Großereignis, das dann der Zusammenbruch ist. Aber der ökonomische Kollaps ist kein Einzelereignis. Er ist ein Prozess – so wie ich ihn bereits zigfach beschrieben habe. Leider verstehen die meisten Menschen nicht, dass der Zusammenbruch, der Abstieg, in Prozessstufen vonstatten geht und dass wir uns bereits inmitten dieses Prozesses befinden – weltweit. Seit 2008 nimmt die Geschwindigkeit des Prozesses stetig zu – ergo müssen wir uns mit dem Jetzt beschäftigen und nicht mit einer eventuellen Möglichkeit, die irgendwo am Horizont erscheinen könnte.

Der Grund, warum viele Analysten dies nicht sehen, ist, dass sie von der Aktienblase “gefangen” sind. Die heutige “fiskalische Fantasiewelt” ist ein künstlich erschaffenes Konstrukt, erschaffen von den Zentralbankinterventionen. Sie sind letztlich der Versuch die Bevölkerungen über den wahren Zustand der Weltwirtschaft für eine gewisse Zeit hinweg zu täuschen. Menschen mit Weitblick verwerfen aber die falschen Daten der Blase und betrachten den Kern der ökonomischen Realität, während der Großteil nur die Blase allein sieht (sehen will).

Immer dann, wenn die Themen Aktienmärkte, Anleihemärkte, Forex-Märkte und die generelle Casinowirtschaft diskutiert werden, sind die Gesprächspartner kaum, fast nie, dazu in der Lage, jenseits des nächsten Monats zu schauen. Geschweige denn jenseits des nächsten Jahres. Wenn die Märkte aktuell “gut ausschauen”, dann ist die Annahme die, dass sie für immer “gut ausschauen werden”. Wenn die Zentralbanken die letzten 10 Jahre interveniert haben, dann ist deren Annahme, dass auch die nächsten 10 Jahre Interventionen stattfinden werden.

Für sie gibt es keinen Erklärungsansatz, warum diese Blase überhaupt existiert. Sie ist einfach da. Die meisten Menschen und auch der Großteil der Ökonomen können sich nicht vorstellen, dass diese Blase einen bestimmten Zweck im Sinne der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) dienen könnte. Und dass dieser Zweck sogar ein Ablaufdatum besitzt. Alle Blasen müssen irgendwann platzen und die Gründe, warum sie platzen, sind beobachtbar und vorhersehbar.

Und doch besteht weiterhin das Trugbild, dass das ganze Gerede über “Kollaps” nichts anderes wie “Schwarzmalerei und Angstmacherei” sei. Wenn überhaupt, so tritt ein solches Ereignis erst in vielen, vielen Jahren ein, aber sicherlich nicht in nächster Zeit. Ich glaube, dass dieser Irrglaube, dieses Trugbild daher rührt, dass es zahlreiche,

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Finanzsystem: Steigende Renditen bei den US-Staatsanleihen und fallende Aktienpreise – Machen Sie sich bereit | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Steigende Renditen bei den US-Staatsanleihen und fallende Aktienpreise – Machen Sie sich bereit | www.konjunktion.info

11-10-18 09:24:00,

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Am 8. Februar 2018 verfasste ich den Artikel Finanzsystem: Ist die Aktienhausse jetzt vorbei? Dort schrieb ich:

Insbesondere die Fed wird weiterhin die negativen Fundamentaldaten ignorieren, weil sie versuchen wird, die Blase, die die Fed selbst erschaffen hat, bewusst zum Platzen zu bringen.

Die damalige Vorhersagen im erwähnten Artikel von mir, dass die Fed weiter an der Zinsschraube drehen und die eigene Bilanz nach unten fahren wird, obwohl zahlreiche Daten auf eine schwache US-Wirtschaft verweisen, hat sich bewahrheitet.

In diesem Kontext ist auch die aktuelle Steigerung Renditen der 10-jährigen Treasury-Bonds über die 3%-Marke zu sehen und die Möglichkeit Wahrscheinlichkeit, dass die “Gefahrenzone” von 3,% betreten werden wird.

Die Aktienmärkte sind am Mittwoch eingebrochen, während die Renditen der Staatsanleihen weiter gestiegen sind.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg auf 3,214%, während die 30-jährige Rendite auf 3,382% stieg. Die höheren Renditen setzen die Aktien unter Druck, während der S&P 500-Index zum fünften Mal in Folge sinkt.

(Stocks slumped Wednesday while Treasury yields continued to rise.

Yields on the 10-year Treasury note climbed to 3.214%, while the 30-year yield edged higher to 3.382%. The higher yields put downward pressure on stocks, with the S&P 500 posting decreases for its fifth straight day.)

Als Reaktion auf die Politik der Fed, werden die Kredite immer teurer, und da der Aktienmarkt nur noch durch kreditfinanzierte Käufe (wie mittels der ominösen Aktienrückkaufsprogramme der Unternehmen) künstlich oben gehalten wird, ist die jahrelange Hausse aus meiner Sicht nun vorbei.

Der S&P 500 (^GSPC) fiel um 1,47% oder 42,25 Punkte um 11:46 Uhr ET. Der Dow (^DJI) fiel um 1,36% oder 359,39 Punkte, nachdem er am Morgen um 431 Punkte gefallen war. Der Nasdaq (^IXIC) fiel 2,07% oder 160,72 Punkte.

(The S&P 500 (^GSPC) fell 1.47%, or 42.25 points at 11:46 a.m. ET. The Dow (^DJI) fell 1.36%, or 359.39 points, after tumbling 431 points earlier in the morning. The Nasdaq (^IXIC) fell 2.07%, or 160.72 points.)

Ich halte an meiner Prognose fest,

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Finanzsystem: Die fortschreitende Dedollarisierung, die niemanden zu interessieren scheint | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Die fortschreitende Dedollarisierung, die niemanden zu interessieren scheint | www.konjunktion.info

09-10-18 06:06:00,

Donald Trump-Schein - Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative CommonsDonald Trump-Schein - Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative Commons

Donald Trump-Schein – Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative Commons

Der US-Dollar gilt den meisten Anlegern immer noch als sicherer Hort – als sicherer Hafen bei stürmischer See. Der blinde Glaube in den US-Dollar ist vielleicht einer der bemerkenswertesten Irrglaube, den die Ökonomen bzgl. der wirtschaftlichen Entwicklung anheim gefallen sind. Aus historischer Sicht sind Fiat-Währungen immer mit einer kurzen Lebensspanne versehen. Insbesondere dann wenn eine solche Fiat-Währung gleichzeitig auch noch die Weltreservewährung ist (Stichwort Triffin-Dilemma). Aber sobald man im Mainstream den US-Dollar als “verwundbar”, als genauso anfällig für Angriffe und Abwertung bezeichnet, wie man es bei anderen Währungen problemlos tun kann, wird diese Ansicht als lächerlich und abwegig abgetan.

Viele alternative Analysten hoffen auf die Trump-Administration und dass es diese irgendwie schafft, die Zerstörungen am US-Dollar – durch die jahrzehntelange Manipulation und bewusste Sabotage (man betrachte allein die letzten acht Jahre) – ins Gegenteil zu verkehren. Aber ein solcher Gedanke ignoriert die vorherrschenden Entwicklungen.

Schon in den Jahren bevor es zu einem offenen Handelskrieg der USA mit allen Herren Ländern kam, schlossen zahlreiche Staaten bilaterale Abkommen, die den US-Dollar als Hauptfakturierungseinheit und Wechselmechanismus absetzten. China ist dabei eines der führenden Länder – auch wenn es gleichzeitig eines der größten Aufkäufer von US-Schulden und -Papieren ist bzw. war. In den vergangenen Jahren haben diese bilateralen Abkommen an Bedeutung zugenommen: zuerst zaghaft und belächelnd gestartet, bevor sie sich zu großen Vereinbarungen im Energie- und Rohstoffsektor entwickelnden. China und Russland sind die perfekten Beispiele für diese Dedollarisierung, in dem sie bereits 2014 Handelsvereinbarungen bzgl. der Gaslieferungen in den eigenen Währungen abschlossen. Diese Vereinbarungen, die heuer einen ganz wichtigen Posten bei den chinesischen Importen ausmachen werden, kommen in der Abwicklung ohne den US-Dollar als Währungsmechanismus im internationalen Handel aus.

Russland und Teile von Europa, inklusive Deutschland, gehen immer engere Handelsbeziehungen ein. Die Gaspipeline Nordstream 2 ist – trotz der massiven Einschüchterungen durch Donald Trump und die USA – ein Paradebeispiel für diese Entwicklung und auch dass sich Deutschland vom US-Dollar als alleinige Fakturierungseinheit ab- und einem “Währungskorb” zuwendet.

Der US-Energieminister Rick Parry hat sogar mögliche Sanktionen aufgrund der Pipeline ins Spiel gebracht. Aber solche “Warnungen” führen eher dazu, dass sich die Staaten noch schneller von den USA als “Zentrum der Handelsbeeinflussung” abwenden.

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Finanzsystem: Alles nach Plan – Die kleinen Prozessschritte, die man erkennen muss | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Alles nach Plan – Die kleinen Prozessschritte, die man erkennen muss | www.konjunktion.info

04-10-18 09:57:00,

In der alternativen Medienszene herrscht nach wie vor das Bild vor, dass China und Russland auf der anderen Seite aka der anti-globalistischen Seite stehen würden. Dass Moskau und Peking den “gerechten Kampf gegen die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE)” führen würden.

Dabei sind auch deren Regierungen nur die Frontfiguren einer im Hintergrund agierenden Kabale, die das falsche Ost-West-Paradigma seit Jahrzehnten dazu nutzt eigene Interessen zu verfolgen, die Massen zu verunsichern und abzulenken und um im Dreiklang der Hegelschen Dialektik den benötigten Gegenspieler zu haben.

Sergej Lawrow - Bildquelle: Wikipedia / Tobias KleinschmidtSergej Lawrow - Bildquelle: Wikipedia / Tobias Kleinschmidt

Sergej Lawrow – Bildquelle: Wikipedia / Tobias Kleinschmidt

Daher ist es wenig verwunderlich, wenn dieser Tage der russische Außenminister Sergei Lawrow Washington attackiert, dass dieses die globalistische Ordnung stören würde:

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Freitag angedeutet, dass die Vereinigten Staaten die Bemühungen bei internationalen Abkommen untergraben haben, die vom Frieden im Nahen Osten, dem Iran, dem Klima und dem Handel reichen.

“Es wurden Angriffe gegen die Grundprinzipien des Friedensprozesses im Nahen Osten, dem gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (Atomabkommen mit Iran), bei Verpflichtungen der Welthandelsorganisation, beim Klimaabkommen und vielem mehr eingeleitet”, sagte Lawrow in einer Rede vor der UNO Generalversammlung.

Er sagte auch, dass Moskau alles in seiner Macht Stehende tun werde, um den von den Weltmächten im Jahr 2015 getroffenen iranischen Nuklearvertrag zu retten.

(Russian Foreign Minister Sergei Lavrov suggested on Friday that the United States had undermined efforts to reach international agreements ranging from Middle East peace, Iran, climate and trade.

“Attacks have been launched against the basic principles of the Middle East peace process, the Joint Comprehensive Plan of Action (Iran nuclear deal), commitments of the Word Trade Organization, climate agreements and many more,” Lavrov said in a speech to the U.N. General Assembly.

He also said Moscow would do everything possible to save the Iran nuclear deal struck by world powers in 2015.)

Ein mögliches Narrativ, das sich hier aus meiner Sicht entwickeln kann, ist, dass die USA unter Donald Trump zum ultimativen Antagonisten deklariert werden, den die “restliche Wertegemeinschaft” (mit Hilfe der IGE-Institutionen wie dem IWF oder der BIZ) in die Schranken weisen muss.

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Finanzsystem: Zentralbanken nutzen den Handelskrieg, um ihren direkten Einfluss auf die Aktienmärkte zu verschleiern | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Zentralbanken nutzen den Handelskrieg, um ihren direkten Einfluss auf die Aktienmärkte zu verschleiern | www.konjunktion.info

19-07-18 03:24:00,

Aktienindices sind kein Ergebnis von Nachrichten oder Zugriff auf dieselben mehr. Aktienmärkte werden nicht mehr durch Schlagzeilen bestimmt. Auch wenn diese Tatsache den meisten Investoren und Analysten zuwiderläuft, haben die letzten Monat dies eindeutig belegt.

Zwar hatte es in den vergangenen Jahren den Eindruck gemacht, als würden Schlagzeilen der großen Mainstreammedien wie Bloomberg oder Reuters ausreichen, um den Kurs der Aktien zu bestimmen, weil sich die Anleger und Investoren diese in den Artikeln transportierten Narrativen anschlossen. Aber die Dynamik hat sich verändert. Während immer noch das diesen “Gesetzmäßigkeiten der Schlagzeilen” vorgegangen wird, haben in der Realität Schlagzeilen nie die Märkte beeinflusst. Es waren schon immer die Zentralbanken, wie die Federal Reserve oder die EZB, die dies taten.

Wie ich schon mehrfach ausgeführt habe, haben sich die Aktienmärkte parallel zu den Bilanzen der Notenbank entwickelt. Jedesmal, wenn beispielsweise die Fed mehr Aktien und Anleihen aufgekauft hat und somit ihre Bilanz erhöhte, sind auch die Aktienmärkte nach oben gegangen.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Nach Jahren der “Fed Puts” haben wir heute eine ganze Generation an Investoren und Analysten, die noch nie einen Aktienmarkt erlebt haben, der sich aufgrund der Unternehmensdaten oder der allgemeinen Wirtschaftslage verändert. Das letzte Jahr dürfte daher für diese ein regelrechter Schock gewesen sein. Ein Schock, der an Intensität noch zunehmen wird.

Die großangelegten Interventionen der Fed bei den Aktien sind aus meiner Sicht endgültig beendet. Genau aus diesem Grund sehen wir auch keinen neuen Rekorde mehr an den Aktienmärkten. Der massive Bullenmarkt seit dem Kreditcrash von 2008 ist zum Halt gekommen und im Nachfolgenden will ich versuchen zu erklären, warum das so ist:

Das Zurückfahren der Quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE) der Zentralbanken

Die Fed war die erste Zentralbank, die ihre Staatsanleiheaufkäufe zurückfuhr. Japan steckt gerade in mitten dessen, was viele als “getarnte Reduzierung” der japanischen Anleiheankäufe durch die Bank of Japan betiteln. Die EZB hat kürzlich bekannt gegeben, dass man dort plant, das eigene QE-Programm bis Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Diese Anleiheankäufe haben zu Beginn dabei geholfen, die immer größer werdenden Schuldenbelastungen der Regierungen und Staaten zu tragen.

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Finanzsystem: Warum uns die Warnungen von BIZ und Co. alle beunruhigen sollten | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Warum uns die Warnungen von BIZ und Co. alle beunruhigen sollten | www.konjunktion.info

11-07-18 06:18:00,

Für viele Menschen ist es schlicht nicht vorstellbar, dass es einen Plan gibt, den die von mir als Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) bezeichnete Machtgruppierung seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten, verfolgt. Sie stellen die berechtigte Frage, wer denn diese IGE seien? Wer sind diese Frauen und Männer, die die Macht besitzen, die Geschicke der Menschen in den ihnen genehmen Bahnen verlaufen zu lassen?

Dabei ist die Antwort auf diese Frage nicht allzu schwer zu beantworten. Sie ist auch kein Geheimnis. JEDE Person oder JEDE Institution, die die Philosophie der globalen Zentralisierung der Ökonomie und/oder der politischen Macht propagiert und beides in die Hände einer kleinen ausgewählten Clique legen will, ist ein IGE.

Dabei haben die IGE keine spezielle Nationalität, gehören einer bestimmten ethnischen oder religiösen Gruppe an, die es wiederum ermöglichen würden, eine globalistische Hierarchie erkennbar zu machen. Sie kommen aus allen Ecken der Welt, besitzen jedmöglichen Hintergrund. Natürlich haben sie ihre elitären Clubs wie die Bilderberger oder den Bohemian Club. Sie haben auch ihre eigenen Institutionen ins Leben gerufen. Sei es der Council on Foreign Relations, die Trilaterale Kommission, das Travistock Institute, der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Aber all diese Clubs und Institutionen dienen nur der Ablenkung, der Fehlleitung…

Im Herzen ihrer Organisation finden wir das Verlangen nach absoluter, allumfassender Macht. Errichtet auf einem ausgeprägten Narzissmus und einer umfassenden Soziopathie, die sie glauben lassen, dass die Göttlichkeit für sie erreichbar wäre.

Nun mag der eine oder andere annehmen, dass diese IGE sich nie mit so etwas wie “Regeln der Etikette” selbst maßregeln würden; dass ihr einziges Ziel und ihre einzige Strategie Chaos ist. Aber dies ist nicht vollumfänglich richtig. Ich glaube, dass sie einigen Regeln folgen. Und eine dieser Regeln scheint zu sein, dass sie aus irgendeinem Grund, ihre Pläne und gewünschten Entwicklungen öffentlich und freiwillig den Menschen mitteilen (wollen oder müssen), bevor sie diese Pläne implementieren oder diese Entwicklungen anstoßen.

Eine Erklärung dafür mag in der Schadenfreude liegen. Oder sie glauben aufgrund der fehlenden Reaktionen der Massen dann eine Art “Erlaubnis” zu bekommen, mit ihren Plänen weiter zu machen – eine wahrlich narzisstische Angewohnheit.

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Finanzsystem: Warum die Aktienmärkte ihre Abwärtspirale beibehalten werden | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Warum die Aktienmärkte ihre Abwärtspirale beibehalten werden | www.konjunktion.info

29-03-18 07:52:00,

Die öffentliche Wahrnehmung, wenn es um das Thema Wirtschaft geht, wird von zwei falschen Indikatoren beeinflusst: der Arbeitslosenquote und dem Aktienmarkt. Das bedeutet aber nicht, dass diese beiden durchmanipulierten Werte vom Durchschnittsbürger täglich beobachtet und nachverfolgt werden. Was der einfache Mensch von der Straße jedoch tut, ist, dass er diese beiden Quoten in der Früh im Radio “aufbereitet” zu hören bekommt, dass er sie auf dem Weg zur Arbeit “präsentiert” bekommt und dass er sie nochmals kurz vor Acht per Zwangsfinanzierung auf den Bildschirm übertragen bekommt. Immer wenn die Arbeitslosenzahlen niedrig und der Aktienmarkt hoch sind, ist alles auf der Welt im grünen Bereich – zumindest “finanztechnisch”.

De facto ist es so, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung vollkommen ahnungslos ist, wenn es um Ökonomie und das Geldsystem geht.

Der Durchschnittsmensch ist bei politischen und sozialen Themen nicht ganz so “blind” wie im ökonomischen Bereich. Egal, ob rechts oder links des politischen Spektrums einzuordnen, die meisten Menschen wissen, dass es gewisse Grenzen gibt und dass die heutigen ideologischen Kämpfe sich zu extremen Problemen entwickeln können. Konservativ und freiheitlich denkende Menschen verstehen sehr gut, welche Gefahr der Globalismus und der “Elitismus der internationalen Financiers” in sich birgt. Sie wissen, dass man sich mit diesen gewissenlosen und demokratiefeindlichen Gruppen auseinandersetzen muss, wenn man Frieden, Freiheit und Stabilität zurück bringen will.

Seit dem Wahlsieg Donald Trumps sehen wir verstärkt, eine sich immer weiter verbreitende Desinformationstaktik, die verwendet wird, um die Menschen in konservativen Kreisen zu manipulieren. Es ist die Idee, dass die “arbeitende Klasse” nicht an “hochgeistigen” Diskussionen über philosophische Konflikte – wie die Konflikte zwischen Individualismus und Kollektivismus/Globalismus – interessiert sei. Auch, dass dem einfachen Mann von der Straße die elitären Täter hinter dem politischen Theater des falschen Links-Rechts-Paradigmas nicht interessieren würden.

Manche stellen dieses Desinteresse, diese Haltung sogar als denjenigen, die “auf der Suche nach Wissen und Verständnis sind”, überlegen dar. Zusagen, dass Desinformation der “arbeitenden Klasse”, dem “Helder der Arbeit” dient, denn man sollte sich darauf fokussieren, dass genug Essen auf dem Tisch steht, dass genug Geld in der Geldbörse ist und dass der Rest des “intellektuellen Quatsches” ignoriert werden kann (und soll).

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Finanzsystem: Die Notenbanken werden den nächsten Crash nicht mehr aufhalten | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Die Notenbanken werden den nächsten Crash nicht mehr aufhalten | www.konjunktion.info

16-02-18 05:52:00,

In den letzten Monaten haben die wichtigsten Zentralbanken der Welt ihren Sprech verändert. Gerade wenn man die Äußerungen von Fed und Co. im Vergleich zu den Vorjahren betrachtet, erkennt man, dass die Notenbanken ihre Anmerkungen gegenüber der Öffentlichkeit entscheidend verändert haben.

Nehmen wir die EZB als Beispiel für diese “Anpassungen”. Offizielle in Frankfurt weisen vermehrt auf die Möglichkeit eines Zurückfahrens der Stimulimaßnahmen bis zum September diesen Jahres hin, so dass einige Ökonomen sogar Zinserhöhungen noch in diesem Jahr erwarten. Die Bank of England hat bereits mit ihrem Programm der Zinserhöhungen begonnen und gab zudem bekannt, dass weitere im Laufe des Jahres folgen könnten. Die Bank of Canada fährt ebenfalls mit ihrer Politik der Zinserhöhungen fort und spricht auch davon, dass weitere in diesem Jahr noch folgen. Die Bank of Japan hat ihrerseits damit begonnen die Anleihenaufkäufe zu reduzieren, was die seit Jahren stattfindende Stimulimaßnahmen zu einem Ende bringen wird. Zwischenzeitlich sitzt die BoJ auf einer Bilanzsumme von sagenhaften 4,7 Billionen US-Dollar.

Dieser globale Trend der “fiskalischen Straffung” ist nur ein weiteres Beweisstück, das belegt, dass die Notenbanken NICHT unabhängig voneinander agieren. Vielmehr handeln sie in einer aufeinander abgestimmten und abgesprochenen Art und Weise – ausgehend von einem gemeinsamen Plan. Aber trotz allem ist keine der Trendumkehrungen der anderen Zentralbanken mit den enormen Verschiebungen und Veränderungen der geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve vergleichbar. Und da die Fed immer noch die wichtigste Zentralbank der Welt ist, hat dies nicht nur für die USA massive Folgen.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Als die Fed damit begann ihre Quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) zurückzufahren, konnte sich das zu Beginn niemand vorstellen, dass die Fed so handeln würde. Auch als die Fed die Zinsen begann nach oben zu fahren, sprachen viele Analysten davon, dass das nicht durchführbar sei. Und jetzt, wo die Fed zudem noch ihre Bilanzsumme um ca. 4 Billionen US-Dollar zurückfahren will, nehmen nur die Wenigsten wahr, dass dies sehr viel schneller passiert als die Meisten annahmen.

Klassische Mainstreamanalysten werden dazu nur ausweichend Stellung beziehen. Sie werden darauf hinweisen, dass viele Investoren schlicht nicht daran glauben,

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Finanzsystem: Die Notenbanken werden den nächsten Crash nicht mehr aufhalten | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Die Notenbanken werden den nächsten Crash nicht mehr aufhalten | www.konjunktion.info

16-02-18 05:52:00,

In den letzten Monaten haben die wichtigsten Zentralbanken der Welt ihren Sprech verändert. Gerade wenn man die Äußerungen von Fed und Co. im Vergleich zu den Vorjahren betrachtet, erkennt man, dass die Notenbanken ihre Anmerkungen gegenüber der Öffentlichkeit entscheidend verändert haben.

Nehmen wir die EZB als Beispiel für diese “Anpassungen”. Offizielle in Frankfurt weisen vermehrt auf die Möglichkeit eines Zurückfahrens der Stimulimaßnahmen bis zum September diesen Jahres hin, so dass einige Ökonomen sogar Zinserhöhungen noch in diesem Jahr erwarten. Die Bank of England hat bereits mit ihrem Programm der Zinserhöhungen begonnen und gab zudem bekannt, dass weitere im Laufe des Jahres folgen könnten. Die Bank of Canada fährt ebenfalls mit ihrer Politik der Zinserhöhungen fort und spricht auch davon, dass weitere in diesem Jahr noch folgen. Die Bank of Japan hat ihrerseits damit begonnen die Anleihenaufkäufe zu reduzieren, was die seit Jahren stattfindende Stimulimaßnahmen zu einem Ende bringen wird. Zwischenzeitlich sitzt die BoJ auf einer Bilanzsumme von sagenhaften 4,7 Billionen US-Dollar.

Dieser globale Trend der “fiskalischen Straffung” ist nur ein weiteres Beweisstück, das belegt, dass die Notenbanken NICHT unabhängig voneinander agieren. Vielmehr handeln sie in einer aufeinander abgestimmten und abgesprochenen Art und Weise – ausgehend von einem gemeinsamen Plan. Aber trotz allem ist keine der Trendumkehrungen der anderen Zentralbanken mit den enormen Verschiebungen und Veränderungen der geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve vergleichbar. Und da die Fed immer noch die wichtigste Zentralbank der Welt ist, hat dies nicht nur für die USA massive Folgen.

Federal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan SmithFederal Reserve - Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Federal Reserve – Bildquelle: Wikipedia / Dan Smith

Als die Fed damit begann ihre Quantitative Lockerung (Quantitative Easing, QE) zurückzufahren, konnte sich das zu Beginn niemand vorstellen, dass die Fed so handeln würde. Auch als die Fed die Zinsen begann nach oben zu fahren, sprachen viele Analysten davon, dass das nicht durchführbar sei. Und jetzt, wo die Fed zudem noch ihre Bilanzsumme um ca. 4 Billionen US-Dollar zurückfahren will, nehmen nur die Wenigsten wahr, dass dies sehr viel schneller passiert als die Meisten annahmen.

Klassische Mainstreamanalysten werden dazu nur ausweichend Stellung beziehen. Sie werden darauf hinweisen, dass viele Investoren schlicht nicht daran glauben,

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Globales Finanzsystem: Der Tsunami nimmt Formen an

Globales Finanzsystem: Der Tsunami nimmt Formen an

09-02-18 10:05:00,

Symbolbild: Pixabay (C00)

In den Chefetagen internationaler Finanzinstitute und Großkonzerne sowie in den Wirtschafts- und Finanzministerien rund um die Welt dürfte es derzeit hektisch zugehen. Zwar versuchen alle Beteiligten, die Entwicklung an den Finanzmärkten nach außen herunterzuspielen, doch den meisten ist mit Sicherheit bewusst, dass das System, das nur noch künstlich am Leben erhalten wird, jederzeit kollabieren kann.

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Gastbeitrag von Ernst Wolff

Was ist geschehen? Am Freitag vergangener Woche ist der Dow-Jones-Aktienindex um 666 Punkte gefallen, am Montag dieser Woche um sage und schreibe 1175 Punkte. Er gab damit seine seit Jahresbeginn erzielten Gewinne komplett ab. Auch an den europäischen und asiatischen Börsen kam es zu erheblichen Kursverlusten.

Niemand kann voraussagen, wie es in den kommenden Tagen weitergehen wird, doch die Zeichen stehen auf Sturm, denn die Zeiten, in denen wir leben, sind alles andere als normal: Seit neun Jahren kennen die Aktienbörsen der Welt nur einen Trend: aufwärts. Allein seit der Amtsübernahme von Donald Trump ist der Dow Jones um 40 Prozent angestiegen, ein im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum groteskes Missverhältnis. Der Hintergrund: Die extrem hohen Aktienkurse sind nicht das Ergebnis einer boomenden US-Wirtschaft, sondern einzig und allein die Folge der größten Spekulations- und Manipulationsorgie, die die Welt je gesehen hat.

Die wichtigsten Spieler im Casino: die Zentralbanken

Die wichtigsten Spieler im globalen Finanzcasino sind die Zentralbanken. Sie haben seit 2009 mehr als 15 Billionen Dollar ins System gepumpt und zu immer niedrigeren Zinsen vergeben, Staats- und Firmenanleihen sowie Aktien aufgekauft und Konzernleitungen ermöglicht, mit dem billigen Geld eigene Aktien zurückzukaufen und ihren Kurs so (zugunsten der Boni des Managements) in schwindelerregende Höhen zu treiben.

Auf diese Weise sind die Zentralbanken in den vergangenen Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des Finanzsystems geworden. Sie allein entscheiden über die Zukunft der Märkte, und nicht wie früher das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage auf der Grundlage realwirtschaftlicher Daten.

Doch das Ganze ist ein Spiel auf Zeit, denn so wie jedes Medikament beim Menschen unerwünschte Folgen hat, bleibt auch die Kombination von Gelddrucken und Zinssenkungen durch die Zentralbanken nicht ohne Nebenwirkungen auf das Finanzsystem: Beide Maßnahmen zusammen erhöhen die Risiken, da immer mehr spekuliert wird,

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Finanzsystem: Ist die Aktienhausse jetzt vorbei? | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Ist die Aktienhausse jetzt vorbei? | www.konjunktion.info

08-02-18 08:29:00,

Wer die “Börse um acht” als wichtige Informationsplattform erachtet, glaubt auch, dass Aktien und Aktienindices ein guter Indikator dafür sind, den Zustand einer Wirtschaft abzubilden bzw. darzustellen. Dabei gibt es wohl fast keinen schlechteren Indikator als die Börsen, weil sie ein extrem nachlaufender Indikator sind. Wenn Aktienmärkte einbrechen oder abstürzen, dann gab es bereits im Vorfeld – meist sogar über Jahre hinweg – entsprechende negative Signale anderer, weit wichtigerer Fundamentaldaten.

Ob wir es nun mögen oder nicht: es ist eine Tatsache, dass die Welt in psychologischer Hinsicht vom Verhalten der Akteure an den Aktienmärkten abhängig ist. Die arbeitende Masse leitet ihren eigenen ökonomischen Optimismus davon ab, wie der Dow Jones, der Dax oder der S&P 500 steht oder – bis zu einem gewissen Grad – wie die offiziellen, aber durchmanipulierten Arbeitslosenzahlen aussehen. Sobald Anleihen, Aktien zu fallen beginnen, schrecken die Menschen auf und haben plötzlich Angst und Bedenken, was die fiskalischen Gefahrenherde anbelangt – obwohl sie diese Angst und diese Bedenken eigentlich schon seit viel, viel längerer Zeit haben müssten.

Es mag einige Monate länger gedauert haben, als ich ursprünglich angenommen habe. Aber es scheint so zu sein, dass der “Moment der Enthüllung” nun gekommen ist. So wie ich es vor wenigen Tagen im Artikel Der globale Wahnsinn: Von Konfliktherden bis zum US-Dollar anklingen ließ. Innerhalb nur weniger Tage wurden die Gewinne des Aktienjahres 2018 pulverisiert. Die Frage lautet nun: ist das nur ein “Schluckauf” in einem seit Jahren befeuerten Bullenmarkt? Oder war das der “Anstich der größten Blase der Menschheitsgeschichte”?

Als ich vor den Wahlen 2016 in den USA Donald Trump als Gewinner sah, konnten mir nur sehr wenige folgen. Als ich davon schrieb, dass die Zentralbanken der Welt damit beginnen, den “Stecker des Lebenserhaltungssystems für die Aktienmärkte” zu ziehen, um es dann Trump in die Schuhe zu schieben, erntete ich viel Kritik. Und doch ist genau das alles eingetroffen. Die Fed hat ihre Programme der Zinserhöhungen und der Bilanzreduzierung fortgesetzt, was dazu führte, dass die Banken und Großkonzerne des “billigen Geldes” beraubt wurden, was wiederum dazu gedient hatte, jahrelange Aktienrückkäufe durchführen zu können. Ohne diesen konstanten und immer mehr um sich greifenden Fluss des Fiat-Geldes,

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Finanzsystem: Jetzt kommt es auch in den Mainstreammedien an – Die Angst der Investoren vor dem Ende des billigen Geldes | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Jetzt kommt es auch in den Mainstreammedien an – Die Angst der Investoren vor dem Ende des billigen Geldes | www.konjunktion.info

24-01-18 07:21:00,

In unregelmäßigen Abständen werde ich auch frei zugängliche Artikel verfassen, da deren Inhalte einem größeren Adressatenkreis zugänglich gemacht werden müssen, als nur dem des geschlossenen Mitgliederbereichs von www.konjunktion.info. Jedoch gilt bzgl. der Kommentierung, dass diese nur nach Anmeldung möglich ist.

Immer wieder findet man auch in unserer Hochleistungspresse – eingestreut und versteckt zwischen unwichtigen Meldungen, Real Fake News und platter Propaganda – journalistische Wahrheiten. Man muss nur genau suchen und in der Lage sein zwischen den Zeilen zu lesen. Nehmen wir ein Beispiel zu den durchmanipulierten Aktienmärkten, die von einem Allzeithoch zum nächsten gehypt werden:

So berichtete die “1. Posaune der Propagandaabteilung der Finanzwelt”, die Financial Times

Nervous investors put the Bank of Japan in the spotlight (Nervöse Investoren stellen die Bank of Japan ins Rampenlicht)

…die New York Times

Investors Spooked at Specter of Central Banks Halting Bond-Buying Spree (Investoren haben Angst vor dem Schreckgespenst der Zentralbanken, die die Anleihenkäufe stoppen)

…und mit der vielleicht aufschlussreichsten Überschrift, der US-Sender CNBC

Investors fear after Japan move the last of the global market “punch bowls” are being taken away (Anleger in Angst, da Japan die letzten globale “Marktbowle” entfernt)

Alle drei Artikel beschäftigen sich mit der Bank of Japan (BoJ) und deren jüngster Entscheidung, die Aufkäufe japanischer Staatspapiere zurück zu fahren. Eine “Geldpolitik”, die die BoJ seit nunmehr fünf Jahren verfolgte und die sie analog zu den anderen Zentralbanken auf der Welt aufgibt. So wie ich es seit Monaten immer wieder schreibe: als konzertierte Aktion unter Federführung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Aufkäufe der BoJ beliefen sich bislang auf mehrere Milliarden US-Dollar an Anleihen pro Monat – seit 2014. Was dazu führte, dass die BoJ der größte Investor bei japanischen Staatsanleihen geworden ist. Und, als wäre das nicht bereits genug, hatte die BoJ noch im letzten Sommer erklärt, dass man unlimitiert Staatsanleihen aufkaufen würde, während die anderen Zentralbanken diese Politik bereits peu à peu einstampften. Im Sommer verwiesen noch viele Kritiker der damaligen Artikel darauf, dass eben die BoJ nicht mit im Boot sei und daher nicht von einer konzertierten Aktion der Notenbanken gesprochen werden könne.

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Finanzsystem: Oxfam – 2017 Das Jahr der Milliardäre | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Oxfam – 2017 Das Jahr der Milliardäre | www.konjunktion.info

24-01-18 09:16:00,

Im vergangenen Jahr kam jeden zweiten Tag ein neuer Milliardär zur Kaste der Superreichen hinzu. Gleichzeitig flossen 82% des im Jahr 2017 weltweit geschaffenen Vermögens nur 1% der gesamten Weltbevölkerung zu, während die Hälfte der Weltbevölkerung, also über 3,7 Milliarden Menschen, 0,0%, Nichts, Nada abbekamen.

Diese erstaunlichen Zahlen entstammen dem neusten Bericht der Organisation Oxfam, der das Ungleichgewicht der Vermögensverteilung thematisiert. Der am Montag veröffentlichte Bericht trägt den vielsagenden Titel Reward Work, Not Wealth (Arbeit belohnen, nicht Reichtum).

Oxfam-Bericht 2017

Oxfam führt im Bericht weiter aus, dass das Vermögen der Superreichen regelrecht explodiert ist, während die Einkommen und Vermögen der Normalsterblichen weiter stagnieren und immer mehr Menschen in Armut leben. Oxfam gibt an, dass inzwischen nur noch 42 Menschen soviel besitzen wie die Hälfte der Menschheit. Diese Zahl sinkt jedes Jahr um ca. 1/3 ab, so dass wohl im nächsten Jahr nur noch 30 Menschen die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzen dürften.

Der Milliardärsboom ist kein Zeichen für eine florierende Wirtschaft, sondern ein Symptom für ein gescheitertes Wirtschaftssystem. Die Leute, die unsere Kleidung herstellen, unsere Telefone zusammenbauen und unser Essen anbauen, werden ausgebeutet, um eine stetige Versorgung mit billigen Gütern sicherzustellen und die Profite von Kapitalgesellschaften und milliardenschweren Investoren anzukurbeln. – Winnie Byanyima, Geschäftsführerin von Oxfam International

(The billionaire boom is not a sign of a thriving economy but a symptom of a failing economic system. The people who make our clothes, assemble our phones and grow our food are being exploited to ensure a steady supply of cheap goods, and swell the profits of corporations and billionaire investors. – Winnie Byanyima, Oxfam’s executive director of Oxfam International)

Einige weitere bemerkenswerte Fakten aus dem Oxfam-Bericht:

  • Das Vermögen der Milliardäre ist seit 2010 im Jahresdurchschnitt um 13 Prozent gestiegen – sechsmal schneller als die Löhne der einfachen Arbeiter, die im Jahresdurchschnitt um nur zwei Prozent gestiegen sind. Die Zahl der Milliardäre stieg zwischen März 2016 und März 2017 alle zwei Tage um einen zusätzlichen Milliardär an. Ein bisher beispielloses Tempo.
  • Es dauert nur vier Tage, bis ein CEO einer der fünf weltweit führenden Modemarken das verdient, was eine Textilarbeiterin aus Bangladesch in ihrem Leben verdient.

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