Der Fluch der PCR-Methode

der-fluch-der-pcr-methode

26-03-20 01:59:00,

Es sollen hier einige Anmerkungen zur COVID-19-Kritik gemacht werden, wie sie unter anderem von Dr. Wolfgang Wodarg vorgetragen wurde, vergleiche

Wolfgang Wodarg, „Die Panikmacher – Die Medien schüren zum Coronavirus die Angst.“, Rubikon News, 14. März 2020, https://www.rubikon.news/artikel/die-panikmacher

Um besser zu verstehen, was Dr. Wodarg sagt, sollte man die Eigentümlichkeiten der PCR-Methode kennen. Die Argumente von Dr. Wodarg gehen weiter und umfassen entsprechend seiner jahrelangen Expertise wichtige epidemiologische Aspekte. Es soll hier zunächst der PCR-Aspekt herausgegriffen werden.

Hinweis: Die Webseite von Dr. Wodarg enthält weitere Detailinformationen und ist teilweise auf Englisch verfügbar, unter anderem auch der folgende Link:

John P.A. Ioannidis, „A fiasco in the making? As the coronavirus pandemic takes hold, we are making decisions without reliable data“, Stat News, March 17, 2020, https://www.statnews.com/2020/03/17/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data/

Dr. Wodarg wurde für seine Kritik an den Regierungsmaßnahmen stark angegriffen. Zu Unrecht, denn es sind valide Argumente, die vernünftige Menschen vor (!) einer Entscheidung geprüft hätten. Es gibt keinen Grund, diese Argumente im Nachhinein zu diskreditieren, weil man glaubte, auf eine Diskussion verzichten zu können, und nun die von der Politik ergriffenen Maßnahmen zu drastisch für weitere Kritik sind.

Das betrifft die Kernkritik an der aktuellen Biomedizin: Weite Teile der Biomedizin leben von Vermutungen, die teilweise nicht einmal plausibel sind. Der Konsens zu einer Vermutung ersetzt in der Biomedizin regelmäßig den wissenschaftlichen Beweis.

Angriffe dieser Art, wie die gegen Herrn Dr. Wodarg, kennt man von anderen Themen, zum Beispiel der US-Opioide-Krise und der Glyphosat-Diskussion. Sie sind immer getrieben von dem Bestreben, keinen wissenschaftlichen Diskurs zu bequemen – und in der Regel profitablen – Annahmen zuzulassen. Der Angriff auf die Person ersetzt die Auseinandersetzung mit dem Argument und schreckt gleichzeitig andere ab. Aufgrund der Abhängigkeit von Gutachtern für die eigenen Forschungsanträge kann es sich kaum jemand aus dem laufenden Forschungsbetrieb leisten, kontroverse Positionen entgegen einer Konsens-Vermutung zu vertreten.

Die Unterdrückung von Kritik verletzt jeden wissenschaftlichen Standard und sie ist nie im Sinne des Patienten.

Die Eigentümlichkeit der PCR-Methode ist, dass sie nur das finden kann, wonach man sucht. Das ist anders als zum Beispiel beim Lichtmikroskop, das alles gleichzeitig (!) verstärkt, was Licht reflektiert. Gesucht wird bei der PCR mit sogenannten Primern. Davon gibt es immer 2,

 » Lees verder

Der Fluch von Hiroshima

Der Fluch von Hiroshima

28-08-18 09:07:00,

Als Daniele Ganser meinen ersten Vortrag über Hiroshima und Nagasaki auf seiner Facebookseite ankündigte, gab es Leserkommentare, die kritisch anmerkten, wie sehr diese Ereignisse doch Vergangenheit seien, dass es heute wichtigere Themen gäbe, salopp gesagt, warum ich mich mit altem Kram beschäftigen würde um daraus Geld zu schlagen.

Tatsächlich ist Hiroshima ein Thema, dass so relevant ist wie Auschwitz. Aber es wird völlig anders behandelt. Nur wenige Menschen kämen z.B. auf den Gedanken, Auschwitz als alten Kram zu bezeichnen, und wer das in der Öffentlichkeit täte, wäre bald arbeitslos und gesellschaftlich isoliert. Diskussionen über Hiroshima aber finden in einem völlig anderen Gedankenumfeld statt.

Die Tatsache, dass Hiroshima und Nagasaki nicht mit der gleichen Aufmerksamkeit und moralischen Intensität behandelt werden, ist bei nüchterner Betrachtung ein Beweis für ein Versagen der Öffentlichkeit. Das Versagen hat Ursachen. Die müssen ebenso dringend wie hartnäckig bekämpft werden. Aus rationalen, pragmatischen und moralischen Gründen. Hiroshima ist ein Zukunftsthema.

Ich möchte diese These begründen, die nach Provokation klingt, aber Realitätsbewältigung ist.

Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki mit ihren etwa 100.000 Toten unmittelbar nach Abwurf und weiteren 130.000 Menschen, die bis Ende 1945 elend starben, so die landläufige Meinung, seien zwar furchtbar gewesen, aber notwendig, um den 2. Weltkrieg zu beenden. Eine Invasion der Amerikaner in Japan hätte bis zu 1 Million US Soldaten sowie unzählige japanische Soldaten und Zivilisten das Leben gekostet, weil die Japaner bis zum bitteren Ende notfalls mit Stöcken und Steinen gekämpft hätten, wie die Kamikaze Angriffen bewiesen. Erst der Schock des Atomwaffeneinsatzes habe die japanische Führung zur Kapitulation bewogen. Die grausamen Atomwaffen gelten seitdem als Friedensgaranten, ihre Existenz verhinderte bisher einen Atomkrieg.

Diese Argumente bilden den Hiroshima Mythos. Sie sind ausnahmslos falsch.

In der akademischen Welt gibt es seit langem eine Diskussion, ob die Japaner auch ohne Atomwaffeneinsätze kapituliert hätten und ob die Atomwaffeneinsätze die Ursache der Kapitulation waren. Diese Diskussion ist wie kaum ein anderes Thema, vergleichbar nur mit der Sklaverei und dem Mord an den amerikanischen Ureinwohnern, in den USA „patriotisch“ aufgeladen. Es geht um mehr als Geschichte, es geht um das Selbstverständnis der USA.

Die US Historiker Gar Alperovitz und Tsuyoshi Hasegawa, der japanische Wurzeln hat und japanisch, russisch und englisch spricht und damit alle wesentlichen Dokumente im Original lesen kann,

 » Lees verder