UNO schlägt Alarm: Foltervorwürfe gegen Assange werden nicht untersucht | Anti-Spiegel

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17-10-19 09:08:00,

Der für Folter zuständige Vertreter der UNO hat schwere Vorwürfe gegen Großbritannien, die USA und Schweden erhoben. Er wirft diesen Ländern Verstöße gegen ihrer Verpflichtungen aus der UN-Konvention gegen Folter vor.

Ich war einigermaßen überrascht, dass das Thema in den deutschen Mainstream-Medien anscheinend komplett verheimlicht wird. Schon am frühen Morgen des 16. Oktober haben das russische Fernsehen und auch andere russische Medien darüber berichtet, dass der zuständige Vertreter der UNO Großbritannien, den USA und Schweden – alles Mitglieder der „westlichen Wertegemeinschaft“ – Verstöße gegen die UN-Konvention gegen Folter vorwirft.

Ich wollte die Meldung mit den Berichten der deutschen Medien zu dem Thema vergleichen, aber leider musste ich feststellen, dass eine Google-Suche 30 Stunden nach dem Erscheinen der Meldungen in den russischen Medien immer noch keinerlei Berichte in deutschen Medien gefunden hat.

Die Vorwürfe wegen Folter sind nicht neu, diese Vorwürfe hat die UNO auch schon früher erhoben. Neu ist aber, dass der UN-Vertreter sich nun beschwert hat, dass die in den Fall involvierten Staaten keinerlei Schritte unternommen haben, die Foltervorwürfe zu untersuchen, obwohl sie gemäß der UN-Konvention gegen Folter solche Vorwürfe untersuchen müssten. Der Fall Assange zeigt, wie in der „westlichen Wertegemeinschaft“ mit Dissidenten umgegangen wird und wie die „Qualitätsmedien“ Journalisten-Kollegen alleine lassen, die kritischen Journalismus betrieben haben und dafür sogar gefoltert werden.

Und zwar nicht in Kenia, sondern in London!

Da es in Deutschland keine Meldungen darüber gibt, habe ich den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Der Gründer von WikiLeaks, Julian Assange, wird in einem britischen Gefängnis systematisch psychologisch gefoltert. Das teilte der UN-Sonderberichterstatter Nils Meltzer mit. Er betonte, dass keines der an dem Fall Assange beteiligten Länder – Großbritannien, die USA, Schweden und Ecuador – vor hat, die vorliegenden Fakten zu untersuchen.

„Ich habe ihn zwei medizinischen Experten gezeigt und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass er lange Zeit psychologischer Folter ausgesetzt war. Das ist eine medizinische Bewertung. Wir haben alle betroffenen Staaten aufgefordert, diesen Fall zu untersuchen, den Druck auf ihn einzustellen und alles zu tun, um sicherzustellen, dass seine Rechte, die meiner Meinung nach systematisch verletzt wurden, respektiert werden. Aber entgegen meinen Erwartungen hat keines der an dem Fall beteiligten Länder eine Untersuchung eingeleitet, entgegen der Verpflichtungen gemäß der UN-Konvention gegen Folter“,

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