Corona-Krise forciert Bargeldabschaffung – Kopp Report

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30-06-20 01:20:00,

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Die Corona-Pandemie und die von der Politik verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche haben den Apologeten der Bargeldabschaffung neuen Auftrieb verliehen. Denn seit dem Beginn der Krise nehmen immer mehr Konsumenten ihre Zahlungen elektronisch vor. Der wichtigste Grund für diese Entwicklung ist die starke Zunahme von Online-Bestellungen, was sowohl eine Folge des Lockdowns als auch der Furcht vieler Menschen ist, sich beim Einkauf vor Ort mit dem Virus anzustecken. Deshalb bestellt man lieber im Internet und lässt sich die Ware ins Haus liefern. Aber auch im stationären Handel kommen zunehmend elektronische Zahlungsmethoden wie EC-Karte, Kreditkarte und Handy-App zum Einsatz. Oftmals werden die Kunden sogar im Geschäft darum gebeten, an der Kasse bargeldlos zu bezahlen, um das Infektionsrisiko, das angeblich von Geldscheinen und Münzen ausgeht, zu vermeiden. Corona hat also in den letzten Wochen dazu beigetragen, dass Bargeld bei den Konsumenten spürbar an Beliebtheit verloren hat.

Diese Entwicklung spielt den Eliten in die Hände, die hinter den Kulissen bereits seit Jahren beharrlich daran arbeiten, Bargeld aus dem Wirtschaftskreis zu verbannen. Maßgebliche Akteure in Europa sind die Geschäftsbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Regierungen der Eurozonen-Länder, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven.

Die Geschäftsbanken leiden massiv unter der expansiven Geldpolitik der EZB und vor allem den Niedrigzinsen, die zu sinkenden Margen im Kreditgeschäft führen.

Gleichzeitig müssen die Banken für ihre überschüssige Liquidität, die sie bei der Zentralbank parken, einen negativen Einlagenzins von zurzeit 0,4 Prozent bezahlen, was den Kostendruck erhöht (diese Maßnahme soll die Banken dazu veranlassen, mehr Geld an andere Kreditinstitute bzw. Verbraucher und Unternehmen in Form von Krediten zu verleihen, was aber in der Praxis wegen der krisenbedingt hohen Risikoaversion nicht funktioniert), deshalb muss an anderer Stelle gespart werden.

Würde es kein Bargeld mehr geben, könnten die Banken auf teure Kassenautomaten, Bargeldabteilungen und Absicherungsgeschäfte verzichten, was ihre Kosten erheblich reduzierte.

Der vollständige Umstieg auf den elektronischen Zahlungsverkehr wäre auch für die EZB von Vorteil. Denn die Notenbank bereitet sich längst auf eine weitere Absenkung auch des Leitzinses (Zinssatz, zu dem die EZB Geld an die Geschäftsbanken verleiht) vor, um die Rezession zu bekämpfen. Die zeichnete sich bereits vor dem Beginn der Corona-Krise ab, ist aber durch den wochenlangen Lockdown der Wirtschaft erheblich verschärft worden. Negativzinsen auf Giro-, Tagesgeld- und Sparkonten hätten aber einen Bankenrun zur Folge.

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