Die formbare Wahrheit

19-12-20 02:35:00,

„If we want to understand the world around us, whether because we want to change it, preserve it, or just have the satisfaction of knowing it, we could very likely not do better, and could do a lot worse, than to turn to the contemporary sciences for elucidation.“

„Wenn wir die Welt um uns herum verstehen möchten, sei es weil wir sie verändern wollen, erhalten möchten oder einfach wegen der Befriedigung, welche solch ein tieferes Verständnis hervorruft, gibt es höchstwahrscheinlich nichts sinnvolleres, aber auf jeden Fall viel schlimmeres, als uns der modernen Wissenschaft zum Zwecke unserer Erhellung zuzuwenden“ — Ervin Laszlo, Philosoph und Systemtheoretiker (1).

In der Tat bietet die wissenschaftliche Methode, vor allem wenn sie mit philosophischem Hinterfragen verknüpft wird (2), einen der besten Zugänge zur Wirklichkeit und dem Wesen der Natur, welchen die Menschheit bisher entdeckt hat. Die enormen Fortschritte in der technischen Entwicklung und unserem Naturverständnis, insbesondere auch von uns selbst als Mensch, sind Belege dafür.

Allerdings bietet die Wissenschaft nicht den einzigen Zugang zur Realität; es gibt Bereiche oder Domänen der Wirklichkeit, die ihrer Methodik verwehrt sind und sich eventuell eher durch Intuition, Kontemplation oder andere spirituelle Praktiken erkennen lassen (3).

Wissenschaft unterscheidet sich von Pseudowissenschaft, indem sie Behauptungen über die Realität auf empirische Daten stützt. Im Unterschied dazu lassen sich pseudowissenschaftliche Behauptungen entweder nicht belegen beziehungsweise falsifizieren oder werden trotz eindeutiger Widerlegung aufrechterhalten. Die Wissenschaft versucht, sich der Realität sukzessive anzunähern, indem sie Theorien und Hypothesen über die Natur anhand empirischer Beobachtungen (Daten) miteinander vergleicht. So will sie diejenigen herausfiltern, die das Wesen der Natur am besten beschreiben (4, 5).

Wissenschaft, die funktioniert, ist frei von Dogmen und offen für Diskurs, ja lebt sogar davon. Sie ist damit in der Lage, sich selbst zu korrigieren. Unsere Entdeckung eines extragalaktischen Planeten im Jahr 2010 (6), die später von anderen Wissenschaftlern aufgrund einer neuen Analyse als falsch herausgestellt wurde (7), ist ein gutes Beispiel dafür.

Was wir derzeit allerdings in Verbindung mit der Corona-Krise erleben, ist extrem bedenklich und besorgniserregend. Die Wissenschaft wird missbraucht, um politische und finanzielle Interessen durchzusetzen.

In den Mainstream-Medien tummeln sich regierungsnahe wissenschaftliche Experten und Sprecher von regierungsnahen Instituten mit massiven Interessenskonflikten. Alle malen das gleiche Bild dieser Krise und erzeugen somit einen falschen Eindruck von Einigkeit der Wissenschaft,

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