Finanzsystem: Die fortschreitende Dedollarisierung, die niemanden zu interessieren scheint | www.konjunktion.info

Finanzsystem: Die fortschreitende Dedollarisierung, die niemanden zu interessieren scheint | www.konjunktion.info

09-10-18 06:06:00,

Donald Trump-Schein - Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative CommonsDonald Trump-Schein - Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative Commons

Donald Trump-Schein – Bildquelle: Pixabay / Mediamodifier; CC0 Creative Commons

Der US-Dollar gilt den meisten Anlegern immer noch als sicherer Hort – als sicherer Hafen bei stürmischer See. Der blinde Glaube in den US-Dollar ist vielleicht einer der bemerkenswertesten Irrglaube, den die Ökonomen bzgl. der wirtschaftlichen Entwicklung anheim gefallen sind. Aus historischer Sicht sind Fiat-Währungen immer mit einer kurzen Lebensspanne versehen. Insbesondere dann wenn eine solche Fiat-Währung gleichzeitig auch noch die Weltreservewährung ist (Stichwort Triffin-Dilemma). Aber sobald man im Mainstream den US-Dollar als “verwundbar”, als genauso anfällig für Angriffe und Abwertung bezeichnet, wie man es bei anderen Währungen problemlos tun kann, wird diese Ansicht als lächerlich und abwegig abgetan.

Viele alternative Analysten hoffen auf die Trump-Administration und dass es diese irgendwie schafft, die Zerstörungen am US-Dollar – durch die jahrzehntelange Manipulation und bewusste Sabotage (man betrachte allein die letzten acht Jahre) – ins Gegenteil zu verkehren. Aber ein solcher Gedanke ignoriert die vorherrschenden Entwicklungen.

Schon in den Jahren bevor es zu einem offenen Handelskrieg der USA mit allen Herren Ländern kam, schlossen zahlreiche Staaten bilaterale Abkommen, die den US-Dollar als Hauptfakturierungseinheit und Wechselmechanismus absetzten. China ist dabei eines der führenden Länder – auch wenn es gleichzeitig eines der größten Aufkäufer von US-Schulden und -Papieren ist bzw. war. In den vergangenen Jahren haben diese bilateralen Abkommen an Bedeutung zugenommen: zuerst zaghaft und belächelnd gestartet, bevor sie sich zu großen Vereinbarungen im Energie- und Rohstoffsektor entwickelnden. China und Russland sind die perfekten Beispiele für diese Dedollarisierung, in dem sie bereits 2014 Handelsvereinbarungen bzgl. der Gaslieferungen in den eigenen Währungen abschlossen. Diese Vereinbarungen, die heuer einen ganz wichtigen Posten bei den chinesischen Importen ausmachen werden, kommen in der Abwicklung ohne den US-Dollar als Währungsmechanismus im internationalen Handel aus.

Russland und Teile von Europa, inklusive Deutschland, gehen immer engere Handelsbeziehungen ein. Die Gaspipeline Nordstream 2 ist – trotz der massiven Einschüchterungen durch Donald Trump und die USA – ein Paradebeispiel für diese Entwicklung und auch dass sich Deutschland vom US-Dollar als alleinige Fakturierungseinheit ab- und einem “Währungskorb” zuwendet.

Der US-Energieminister Rick Parry hat sogar mögliche Sanktionen aufgrund der Pipeline ins Spiel gebracht. Aber solche “Warnungen” führen eher dazu, dass sich die Staaten noch schneller von den USA als “Zentrum der Handelsbeeinflussung” abwenden.

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Meinung: Die fortschreitende (Selbst-)Zensur im Internet | www.konjunktion.info

Meinung: Die fortschreitende (Selbst-)Zensur im Internet | www.konjunktion.info

21-08-18 12:01:00,

Zensur - Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative CommonsZensur - Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative Commons

Zensur – Bildquelle: Pixabay / dimitrisvetsikas1969; CC0 Creative Commons

Eigentlich ist es inzwischen müssig geworden über das, was die meisten Menschen als Verschwörungstheorie bezeichnen, zu schreiben. Denn im Grunde genommen ist alles gesagt und geschrieben worden. Unzählige Artikel sind auf diversen Plattformen und in alternativen Medien veröffentlicht worden, die alle das Ziel hatten und auch noch haben, die Menschen wach zu rütteln. Sie darauf aufmerksam zu machen, was wirklich im Hintergrund gespielt wird, welche Machenschaften und Seilschaften im Verborgenen verfolgt werden.

Doch all die Aufklärungsarbeit scheint an sein Ende gekommen zu sein. Nicht weil die Betreiber von Blogs oder Medienportalen keine Lust oder Kraft mehr haben; vielmehr weil alles dafür getan wird, die freien Informationen und seinen Fluss zu ver- bzw. behindern.

Gesetze, Regelungen, Bussgelder, neue Pseudoargumentationskeulen wie Fake News oder Hassrede – all das wurde in den letzten Monaten geschickt platziert, damit den kritischen Stimmen die selbige weggenommen werden kann.

Offensichtliche, konzertierte Aktionen wie im Falle von Alex Jones durch Google, Youtube und Co. zeigen eines ganz deutlich: das Establishment wird den Kampf gegen Andersdenkende auf eine neue Ebene heben. Man muss Jones, seine Art oder seine Informationen nicht mögen oder sie gar schätzen, aber wir sollten uns alle dafür einsetzen, dass kritische Stimmen nicht einfach mundtot gemacht werden können. Nur weil diese nicht in das gewünschte Bild von Friede, Freude, Eierkuchen hinein passen.

Schon der französische Schriftsteller und Philosoph Voltaire (1694 bis 1778) sagte:

Es ist klar, dass jeder, der einen Menschen, seinen Bruder, wegen dessen abweichender Meinung verfolgt, eine erbärmliche Kreatur ist.

(Il est clair que tout particulier qui persécute un homme, son frère, parce qu’il n’est pas de son opinion, est un monstre.)

Als 2011 in St. Moritz beim damaligen Bilderbergtreffen die Infos zur Agenda der Konferenz bekannt wurden, haben die ersten geahnt, dass die freie Meinung und Redefreiheit im Internet zu einem Relikt aus vergangener Zeit werden wird. Denn einer der damaligen Tagesordnungspunkte beschäftigte sich mit der

  • Economic and National Security in a Digital Age (Ökonomische und nationale Sicherheit im Digitalen Zeitalter).

Im Folgejahr hieß eines der Themen

  • How Do Sovereign States Collaborate in Cyber Space?

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