Wir sind Frieden

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16-05-19 09:53:00,

Andrea Drescher: Ist Veganismus für dich Friedensarbeit?

Thomas Weiss: Ja! Tierrechte, Menschenrechte und Frieden sind für mich gleichwertig. Für diese Themen engagiere ich mich je nach Möglichkeit. Sie gehören als Trinität der wichtigen Dinge untrennbar zusammen.

Inwiefern hängt das zusammen?

Ein Beispiel: Der Großteil des weltweiten Anbaus von Soja geht als Tierfutter in die Massentierhaltung. Das bedeutet die Rodung von Regenwäldern, die Verseuchung von Böden mit Pestiziden und anderen giftigen Stoffen, die Überdüngung und daraus resultierende Umweltschäden. Das wirkt sich letzten Endes schädlich auf den Menschen aus. Gäbe es keine Massentierhaltung und würde man seltener, aber dann hochwertiges Fleisch aus tiergerechter Bio-Haltung konsumieren, wäre ein wichtiger Schritt getan, wenngleich meine Philosophie wesentlich weiter geht und Tiernutzung generell ablehnt.

Was heißt für dich Bio-Haltung?

Es gibt viele Gütesiegel, das kann man also nachlesen. Für mich heißt Bio-Haltung, dass das Futter soweit möglich aus der Region kommt, keine synthetischen Stoffe — sondern eben Bio-Futter — eingesetzt werden und regelmäßig die Einhaltung der Tierschutzgesetze kontrolliert wird. In der Realität sieht das jedoch leider manchmal anders aus.

Du bist Veganer, aber verurteilst die „Omnis“ — die Allesesser — nicht?

Das bringt doch nichts. Auf Menschen loszugehen, führt nicht zu Veränderung. Menschen können immer dazulernen. Ich war in der Vergangenheit auch anders drauf. Mensch zu sein bedeutet meiner Meinung nach viel mehr als nur eine Haltung zu einem gewissen Thema. Deshalb sollte man Menschen generell in ihrer Würde respektieren, unabhängig von unterschiedlichen Auffassungen zu diesem oder jenem Thema.

Wie engagierst du dich?

Das ist unterschiedlich. Meist sind es Aktionen, die ich im Rahmen von Total Liberation Now, Veganes Zeitalter oder VGT im Osten Österreichs durchführe. So stehen wir zum Beispiel mit Karten vor den Filialen der Fast Food Ketten und machen die Menschen auf die Auswirkungen und das Leid von Tieren und Menschen aufmerksam, die sich aus dem Fleischkonsum — hauptsächlich in der Dritten Welt, aber auch bei uns — ergeben. Ab 2013 haben wir Mahnwachen für Tierrechte abgehalten, dann gibt es Mahnwachen vor Bekleidungs- und Modehäusern. Die Aufklärung der Konsumenten ist das Wichtigste — nur durch aufgeklärte Verbraucher kann Veränderung herbeigeführt werden. Was der Konsument nachfragt, wird produziert. Und Fortschritte erkennt man ja daran, wie sehr der Anteil an veganen Produkten in den Supermärkten angestiegen ist.

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Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit

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06-05-19 01:40:00,

Warum Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit (#GfFuG)?

Vor der Lösung muss der Wille zur Lösung stehen und somit ein Umdenken stattfinden. Die Machtstrukturen müssen neu geordnet werden. Alle Regierungen, insbesondere jene der Veto-Mächte, müssen sich zur internationalen Gemeinschaft und den Vereinten Nationen bekennen und
deren Ziele achten. Das Wohl der Gemeinschaft muss über den Interessen eines Einzelnen (Person oder Staat) stehen.

Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides. Wo reiche Menschen an der Spitze stehen, herrscht nicht die Mehrheit – in einer solchen
Gesellschaft entscheidet die Regierung immer wieder gegen die Interessen der breiten Masse.

Eine Frage die sich jeder selber beantworten muss: „Jemand der nichts zu verbergen hat, braucht auch den Internationalen Strafgerichtshof nicht zu fürchten. Können die Mächtigen es sich tatsächlich leisten, sich derart unglaubwürdig zu machen?“

#GfFuG – Zum Vergrößern anklicken

Es gibt eine Macht, die in der Lage sein kann, die Reichen und Mächtigen dieser Welt angemessen zu kontrollieren. Die Menschen. Diese Macht entsteht aber erst, wenn alle Menschen gemeinsam
aufstehen. Darum ist die Teilnahme jedes Einzelnen an der Initiative GfFuG, auch Ihre, sehr wichtig.

Der bislang häufigste Kommentar zu dieser Initiative GfFuG: „Das passiert doch sowieso
nicht
“.

Die Antwort auf diesen Einwand: „Das werden wir erst wissen, wenn wir es gemacht haben“.

Ein anderer Kommentar: „Jedes große historische Geschehen begann als Utopie und endete als Realität.

→ Weitere Meinungen und Gedenken zu #GfFuG

Dies ist eine absolute Aussage.

Es gibt keine Ausnahme und kein Aber.

Es gibt keinen gerechten Krieg.

Man muss nicht hochbegabt, nicht besonders klug sein, man braucht kein überaus ausgeprägtes Vorstellungsvermögen und keine tiefe Bildung, um zu begreifen, wie schrecklich Krieg sein muss.

Kein Krieg - Stop Wars

Ich hatte, wie die meisten Menschen die ich kenne, das unglaubliche Glück, keinen einzigen Krieg direkt miterleben zu müssen – ein Privileg.

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Wir sind Frieden

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04-05-19 08:38:00,

Freiheitsaktivistin — was heißt das?

Freiheit ist für mich eine Lebenseinstellung. Ich achte sehr darauf, dass meine Freiheit nicht angetastet wird. Es geht um die Freiheit meiner Gedanken, meiner Äußerungen, meines Handelns. Ich lasse mich ungern gängeln — frei zu sein ist für mich ein Grundbedürfnis wie Atmen.

Darum bist du Aktivistin geworden?

Ja! Ich sah meine Freiheit durch konkrete Bedrohungen zunehmend eingeschränkt — ACTA, ESM, INDECT (1) sind für mich Eingriffe in das Selbstbestimmungsrecht. Außerdem will ich meine Söhne nicht im Krieg verlieren. Ich musste einfach aktiv werden.

Aktiv werden heißt was?

Zum Thema ESM habe ich 2012 alle Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und halb NRW direkt angeschrieben und erläutert, warum der ESM nicht befürwortet werden darf. Am Tag der Abstimmung zum ESM gab es Proteste, gleichzeitig fand der Hungermarsch gegen Nahrungsmittelspekulation von Frankfurt nach Berlin statt. So fing meine Demo-„Karriere“ an. Mein Mann und ich schlossen uns dem Hungermarsch ab Erfurt für 3 Tage an und haben auch die letzten zwei Etappen nach Berlin mitgemacht. Bei den Protesten gegen INDECT und Monsanto und für ein Recht auf sauberes Trinkwasser bin ich zuerst mitgelaufen, wurde aber zunehmend als Sprecherin aktiv. Am 12. April 2014 haben wir in Bremerhaven die erste Mahnwache organisiert; anschließend war ich jeden Montag auf der Straße.

In der Mahnwachen-Szene bist du sehr bekannt. Wie kommt das?

Das kam durch meine Rede bei der ersten bundesweiten Mahnwache im Juli 2014 in Berlin. Bei der Mütterrede ging es nicht um die klassischen Themen der Politik, sondern ich machte — mit Bezug auf das alte Griechenland — deutlich, was Krieg aus der Sicht der Mütter heißt. Es ging um Lysistrata und die Möglichkeit der Frauen, durch Liebesentzug den Kriegen der Männer ein Ende zu setzen. Darauf folgten Anfragen, ob ich auch woanders reden könnte. Im Herbst bin ich von einer MW zur nächsten gefahren, immer mit anderen Themen. Bei der ersten globalen Mahnwache am 6. Dezember gab es in Wien dann die „Arschloch“-Rede.

Bitte was?

Die Mahnwachen waren 9 Monate alt, es war an der Zeit, das Kind auf die Welt zu bringen. Unser Kind hatte viele Eltern. Aber damals begann bereits die leidige Distanziritis. Das wollte ich mit der A-Rede verdeutlichen. Kurz erzählt: Die Organe des Körpers streiten sich,

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Wir sind Frieden

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20-04-19 09:29:00,

Andrea Drescher: Warst du schon immer politisch?

Jan Dahlgrün: Nein. Ich war zwar in der 80er Jahren Teil der Menschenkette gegen die Pershing-Raketen — aber damals war das Friedensengagement noch in der Gesellschaft verankert. Ich war zu jung für die 68er, und als ich studierte, ging es in den Demos um Studienordnungsveränderungen. Wir haben Polizisten geärgert, waren aber nicht wirklich politisch. Erst im Februar 2014 mit der Geburt meiner Enkelin änderte sich etwas. Ich bekam eine andere Lebensperspektive. Bei Enkeln blickt man weiter nach vorn. Ich fragte mich: Wie entwickelt sich unsere Gesellschaft? Und dann kam am 8. März 2014 das Schlüsselereignis.

Was war das?

Ich zappte durch die Kanäle — damals sah ich noch fern — und blieb bei BBC hängen. Man berichtete, dass MH370 verschwunden sei. Daraufhin hatte ich intuitiv ganz stark das Gefühl „Etwas stimmt nicht. Was ich höre, ist nicht die Wahrheit“. Um mir das rational zu erklären, habe ich die Informationen zum Verschwinden der Maschine sehr sorgfältig analysiert. Dabei fielen mir enorme Unstimmigkeiten auf. Es gab zahlreiche Widersprüche, so dass ich begann, die Medien in Frage zu stellen.

Kannst du mir Beispiele dazu geben?

Der Pilot von MH370 hatte am Simulator verschiedene Ziele geprobt, darunter die Malediven und Diego Garcia. Wer kannte schon Diego Garcia? Dank Google erfuhr ich, dass es eine riesige US-Militärbasis im indischen Ozean ist, die ursprüngliche Bevölkerung des Atolls war abgesiedelt worden. Laut Flugbahnanalyse flog MH370 erst in Richtung Westen und bog dann entweder nach Süden oder Norden ab. Der direkte Weiterflug hätte in Richtung Malediven und Diego Garcia geführt. Dann fand ich die Meldung, dass der Flughafen auf Diego Garcia genau zu dieser Zeit für 72 Stunden geschlossen war. Ich habe das auf Facebook gepostet und meine Kontakte nach Erklärungen gefragt. Kurz danach war mein Posting gelöscht — ich hatte weder Screenshots noch Sicherungskopien gemacht. So wurde ich dann vollends skeptisch. Warum wird ein Post von mir gelöscht? Wenn es Unsinn wäre … Hat man Angst, dass sich diese Infos verbreiten?

Parallel berichteten die Medien über eine der größten Suchaktionen, die man je erlebt hat. Für mich war das eine massive Nebelkerze. Ich kann mich noch erinnern, dass in Spiegel Online eine Liste von Erklärungen über die möglichen Ursachen des Verschwindens erschien.

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Wir sind Frieden

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05-04-19 09:06:00,

Andrea Drescher: Ist TTIP der Grund deines Einstiegs in die Friedensbewegung?

Silvia Donninger: Erst kamen TTIP und der Hypo-Skandal in Österreich und kurz darauf die Ukraine-Krise. Ich habe gespürt: Irgendwas stimmt nicht mehr. Weiter wie bisher machen weder Mensch noch Erde mit. Das wurde dann das Motto für mein Tun.

Wo engagierst du dich?

Durch Facebook habe ich seit 2013 zahlreiche Kontakte aufgebaut. Werner Nosko schrieb mich an, ob wir nicht gemeinsam etwas machen sollten. So entstand das TTIP-Aktionsbündnis Österreich. Zeitgleich ging es mit der ersten Friedensmahnwache Anfang Juni in Salzburg los, die ich mit Unterstützung ins Leben gerufen habe. Die zweite habe ich dann allein organisiert, Flyer gedruckt, angemeldet … Was eben ansteht. Und obwohl das Wetter schlecht war, kamen immerhin 25 Personen.

Aus dieser Gruppe entstand unsere Salzburger Montags-Info. Sechs Aktive haben sich zusammengetan und eine Zeitlang monatlich Informationsveranstaltungen in Salzburg organisiert.

Um was für Informationen ging es?

Eigentlich um alle Systemfragen. So war zum Beispiel Dr. Otmar Pregetter zum Thema Geldsystem, Geldschöpfung und Zinseszins vertreten. Andere Themen waren Bildung, Agrar-Industrie, Wirtschaft oder Medien. Heute treffen wir uns noch sporadisch zum Stammtisch und tauschen uns aus. Aktionen laufen im Moment keine, aber jeder ist weiterhin aktiv.

Wie denn?

Eine von uns lebt und arbeitet mittlerweile am Anastasiahof, wo gerade eine Aus- und Weiterbildungsstätte unter anderem zur ökologischen Landwirtschaft aufgebaut wird. Ich betreue die TTIP-Seite und unterstütze Werner bei unserem Blog NPR-News. Damals haben wir auch die Bürgerinitiative gegen CETA gestartet. Das war sehr viel weiter fortgeschritten als TTIP.

Während unserer Aktion „Nein zu CETA“ im September 2014 lag TTIP noch in weiter Ferne. CETA war ausverhandelt, aber fast keiner kannte es. Trotzdem konnten wir knapp 1.000 Unterstützungserklärungen an die Bundesregierung übergeben und Werner wurde dann auch zu einem Hearing mit einem Vertreter der EU-Kommission und ExpertInnen im Petitionsausschuss eingeladen.

Tut sich bei TTIP überhaupt noch etwas?

Natürlich. Es gibt die TTIP Aktionsbündnis-Seite mit ihren zugehörigen Gruppen. Auf der Seite haben wir rund 47.000 Follower, in den Gruppen sind circa 2.000 Mitglieder. Obwohl TTIP auf Eis zu liegen scheint, da Trump Freihandelsabkommen ja ablehnt, liest man von Nachverhandlungen. CETA und TISA sind mindestens ebenso kritisch zu betrachten. Auch wenn man von TISA, dem Dienstleistungsabkommen,

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Sondermahnwache für den Frieden am 25. März 2019 zum 20. Jahrestag des Jugoslawienkrieges | KenFM.de

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21-03-19 09:47:00,

Pressemitteilung von Mathias Tretschog, freier Journalist und Gründer des Friedensprojektes Stop the WAR in Yemen.

Das erste Mal seit 1945 sind in Europa Grenzen eines Landes gewaltsam verändert worden. 24. März 1999: Im italienischen Piacenza starten deutsche Kampfjets gegen Jugoslawien. Es ist der erste Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg – ein Tabubruch.

Es war die Bundesrepublik Deutschland, die 54 Jahre nach der Kapitulation von Nazi-Deutschland mit 70 Mio. Toden aus zwei Weltkriegen und 9 Jahre nach der Wiedervereinigung mit ihrem Versprechen an die Welt, „von deutschem Boden wird nur Frieden ausgehen“, sich zum ersten mal nach dem 2. Weltkrieg aufmachte, um in den Krieg zu ziehen – diesmal gemeinsam mit den USA gegen Jugoslawien, wegen einem innerjugoslawischen Konflikt in der serbischen Provinz Kosovo.

Die Friedenskundgebung findet auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin statt und beginnt um 18.00 Uhr.

Hier der Link zu weiteren Informationen:
https://www.us-kriege.de/mahnwachen/jugoslawien-jemen/

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Veröffentlicht am: 21. März 2019

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Gerechter Frieden ist kein Antisemitismus | KenFM.de

gerechter-frieden-ist-kein-antisemitismus-kenfm.de

15-03-19 03:51:00,

Zum Göttinger Friedenspreis für die ‚Jüdische Stimme‘

von Bernhard Trautvetter.

Die Auseinandersetzungen um den vom Zentralrat der Juden kritisierten diesjährigen Preisträger des Göttinger Friedenspreises – die Jüdische Stimme – fügen sich wie nahtlos in eine weltweite Stimmungsmache und Vorgehensweise einflussreicher Kräfte gegen Kritiker/innen der rechten Regierung Israels ein. Es geht bei den damit zusammenhängenden Konflikten um weit mehr, als um das jeweilige Thema konkret. Es geht um Grundrechte, Menschenrechte und damit um die Zukunft von Menschen und von den Gesellschaften, in denen der Konflikt Spannungen auslöst. 

Eins der Elemente des Konflikts besteht darin, dass der Preisträger zu jenen Kritikern der Regierung Israels gehört. Schon die Vorgeschichte der Jüdischen Stimme macht das deutlich: Am 9. November 2003 fand die Gründung der deutschen Sektion der ‚European Jews for a just Peace‘ statt. Die Motivation zu diesem Schritt entsprang der Erkenntnis, dass es einen Frieden nicht ohne Gerechtigkeit gibt. Die Regierung von Benjamin Netanjahu mit den sie tragenden ultrarechten, militaristischen und rassistischen Kräften, die arabischen Israelis zehntausendfach die Staatsbürgerschaft abnehmen wollen, ist einer Haltung im Sinne eines gerechten Friedens gegenüber feindselig eingestellt.  Immer häufiger und massiver werden Kritiker/innen dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt; dabei vermischen Medien, Institutionen, Organisationen und einzelne ‚Antisemiten-Ankläger‘  Israel mit Zionismus und den Juden, bzw. dem Judentum insgesamt. Sie unterstellen eine Einheitlichkeit aller Juden und postulieren ihre Position als die Jüdische. In der Folge werden kritische Organisationen damit konfrontiert, dass ihnen Räumlichkeiten für Veranstaltungen vorenthalten werden. Ein weiteres Element dieser Entwicklung besteht darin, dass diese Ankläger immer häufiger auch Israel-kritische Juden als sogenannte ‚Selbsthasser‘ (…) herabwürdigen; diese Unterstellung wird immer häufiger mit dem Vorwurf des Antisemitismus verknüpft. Nachfahren der Opfer der Nazis werden vermehrt mit diesem Vorwurf konfrontiert und verletzt (1). Moshe Zuckermann antwortet auf diesen Vorwurf, er handele mit seiner kritischen Position nicht aus Selbsthass, sondern aus dem Motiv des Antifaschismus heraus (2).

Was hier aus Kreisen der Herrschenden und von Seiten einiger Kräfte wie der Antideutschen (3) geschieht, das stellt eine Gefährdung vieler kritischer Organisationen dar, je nachdem, wie erfolgreich die Angriffe gegen demokratisch-alternative Kräfte ablaufen, wie viel oder wenig Gegenwehr zu verzeichnen ist.

Die damit verbundene Gefahr für die Demokratie wird am aktuellen Konflikt um den Göttinger Friedenspreis deutlich;

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Frieden ist möglich

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26-02-19 11:08:00,

Im Jahr 2012 begann ich mich für die Idee eines alternativen Wirtschaftsmodells, der Gemeinwohlökonomie, von Christian Felber zu interessieren. Da war ich bereits 5 Jahre als Heilpraktikerin in eigener Praxis selbständig. Ich las das gleichnamige Buch, ausgezeichnet mit dem Zeit-Wissen-Preis, und besuchte die regionalen Gruppen von Attac und GWÖ- Energiefelder, die sich zum Austausch trafen.

2013 lernte ich Christian Felber persönlich kennen, als er an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf einen Vortrag hielt. Prof. Dr. Horst Peters und Biolandwirt Heiner Hannen, beides Menschen aus meinem Umfeld, hatten diesen gut besuchten Abend organisiert (1).

2015 kam Felber zum jährlichen Hoffest von Heiner Hannen und begeisterte dort die Menschen.

Bild

Lammertzhof Hoffest 2015 GWÖ Christian Felber (Quelle: www.lammertzhof.net).

In der Zwischenzeit hatten wir uns mit 15 Unternehmen zusammengeschlossen, wovon 5 eine Arbeitsgruppe „Auditierte Gemeinwohl-Bilanz für Unternehmen“ an meinem Wohnort gründeten. Es war eine gute und aufschlussreiche Erfahrung für mich, nach völlig neuen, aber mir nahe liegenden Kriterien, für mein kleines EPU eine Bilanz zu erstellen. Das hat sogar die Reporter der Rheinischen Post interessiert.

Erstmalig stand nun nicht die Gewinnmaximierung an erster Stelle, sondern ich befasste mich intensiv mit ökosozialen, nachhaltigen Kriterien und ging Schritt für Schritt in die Tiefe. Es erstaunte mich, denn ich war der Meinung, bereits alles gut zu machen, war unter anderem Kundin einer Ökobank, eines Ökostromanbieters. Womit ich mich bisher nicht befasst hatte: Kaufe ich nicht nur saisonal und regional, biologisch, sondern auch möglichst bei Familienbetrieben? Wie ist dort die Personalfluktuation? Woher bezieht die umweltfreundliche Druckerei ihr Material und ist grün wirklich grün oder grün gewaschen? Wie viel Müll produziere ich? Wie komme ich zum nächsten Seminar? Nehme ich das Auto, ein Flugzeug oder den Zug?

Letztlich ging es um meinen ökologischen Fußabdruck, der schon gut, aber noch verbesserungswürdig war. Es machte Spaß, mit den Unternehmern über ihre Strategien, Veränderungen und Umsetzungsweisen zu sprechen. Wir lernten viel voneinander. Ziel der Gemeinwohl-Bilanzierung war für mich, noch besser zu verstehen, wie ich als Einzelne eine Wirkung erzielen kann, die positive Veränderungen für die Mitwelt nach sich zieht. Das widerlegte sofort die allgemeine Haltung, die mir bis heute immer wieder begegnet: Einer allein kann nichts bewegen.

Ziel war und ist es, ein sinnerfülltes, menschenwürdiges, nachhaltiges,

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Frieden ist der Weg

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08-02-19 01:04:00,

Die Diskussion über Pazifismus als Versuch, den Lauf der Dinge in zukunftsverträgliche Bahnen zu lenken, berührt die zentrale Frage des politischen Engagements in der heutigen Zeit. Es geht um die Frage: Ist das System der Konkurrenz und des Primats der Rendite von Anteilseignern — in der marxistischen Begrifflichkeit des Profits von Kapitaleignern — überhaupt durch eine wirkliche Alternative zu überwinden?

Pazifismus wird oft diskreditiert. So schrieb zum Beispiel der „Welt“-Journalist Henryk M. Broder vor einigen Jahren über den deutschen Pazifismus, dass er „… sich vor allem gegen jene richtet, die ihn mit ihrem militärischen Einsatz erst ermöglicht haben. Ohne die Intervention der Alliierten gäbe es keine Friedensbewegung in Deutschland, keine Ostermärsche, … Der Pazifismus des 21. Jahrhunderts ist ein Lebensstil, für dessen Kosten andere aufkommen. Es ist weniger die Liebe zum Frieden als vielmehr der Wunsch, sich die Hände nicht schmutzig machen zu müssen“ (1).

In der Tat war der deutsche Faschismus, der den zweiten Weltkrieg mit zig Millionen Toten ausgelöst und immer weiter forciert hat, mit Waffengewalt niedergekämpft worden. Es ist auch offen, ob eine konsequent pazifistische Opposition in allen Ländern, die er überfallen hat, von der Sowjetunion bis in den afrikanischen Kontinent, eine Chance gehabt hätte.

Nur das Beispiel Guernica, das einen Terror-Luftangriff der Nazi-Luftwaffe erlitt, zeigt, dass gewaltfreier Widerstand bestimmte Kriegsverbrechen kaum hätte verhindern können. Ähnliches gilt für Hiroshima und Nagasaki. Diese beiden Städte und mindestens ebenso Tokio und Dresden mit ihrem von den Alliierten ausgelösten Feuersturm im Bombenhagel zeigen, dass offensichtlich auch ein als Verteidigungskrieg begonnener Waffengang dafür anfällig ist, zum Kriegsverbrechen zu entarten (2). Neonazis missbrauchen diese Verbrechen für ihr Propaganda-Ziel, Hitler und den NS-Staat irgendwie von seiner ungeheuren Schuld zu entlasten, als ginge das zum Beispiel durch Abwälzung.

Der differenzierte Blick auf die Fragen nach dem Sinn des Pazifismus im Angesicht der Gewalt erfordert ein genaueres Hinsehen auf die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und auf die Infrastruktur, von deren Funktionieren unser Leben abhängt. Jede Entwicklung, die die Gefahr eines Zusammenbruchs der Lebensadern unserer Gesellschaft heraufbeschwört, verbietet sich im Angesicht der Abhängigkeit des Lebens vom Funktionieren der Infrastruktur.

Europa mit seinen circa 200 Atomreaktoren, mit seiner alltäglich zunehmenden Abhängigkeit von digitalen Abläufen im Internet und in Endgeräten, mit seiner verletzlichen Ressourcen-Ver- und -Entsorgung, einem elektronisch basierten Gesundheits- und Bankensystem, seiner hochempfindlichen Verkehrsinfrastruktur würde einen mit militärischer Gewalt ausgetragenen Konflikt nicht überleben.

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Frieden mit dem Körper

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07-02-19 02:14:00,

Im Sommer 2012 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs, eine Woche vor meiner Hochzeit. Ich habe zwei Mal Ja gesagt: Einmal zu einer neuen Liebe und einmal zum Leben und zu dem, was mit mir geschah. Im Strudel der Ereignisse habe ich mich für eine konventionelle Krebsbehandlung entschieden: Chemotherapie, chirurgischer Eingriff, Strahlentherapie. Die Hormontherapie habe ich nach wenigen Monaten eigenverantwortlich und gegen den Rat meiner Ärzte abgebrochen.

Schon während meiner Behandlungen habe ich mich von natürlichen und ganzheitlichen Heilmethoden begleiten lassen und gespürt, dass meine Heilung nicht von dem abhing, was man mit mir veranstaltete. Ich spürte, dass es vor allem auf mich ankam: auf meine Haltung zu mir selbst, zu meiner Krankheit und zum Leben insgesamt.

Meine Zweifel daran, ein Problem lösen zu können, indem ich es mit schwerem Geschütz bekämpfen ließ, wurden immer eindringlicher. Doch Alternativen sah ich zu dem Zeitpunkt nicht. Über sie wird nicht öffentlich gesprochen. Niemand im Krankenhaus klärte mich darüber auf. Keine Versicherung übernimmt die Kosten für nicht konventionelle Behandlungen. Andere Methoden als Vergiften, Verbrennen und Herausschneiden werden nur in seltenen Fällen in Betracht gezogen.

Die Krankheit ist nicht neu. Auch wenn Krebs heute eine der ersten Todesursachen ist: er begleitet uns seit dem Altertum. Auch bei Tieren und Pflanzen kann er auftreten. Doch bis zum letzten Jahrhundert gab es ihn nur in seltenen Ausnahmenfällen. Heute ist, statistisch gesehen, jeder dritte Bewohner der industrialisierten Welt betroffen, bald jeder zweite. Nach den aktuellen Prognosen soll Krebs demnächst die Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nummer eins ablösen. In Frankreich, wo ich behandelt wurde, ist dies bereits der Fall. Australien hält den traurigen Weltrekord der Krebstoten, dicht gefolgt von Nordamerika und Europa. Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung hat auch China in den letzten Jahren stark aufgeholt. Die wenigsten Krebstoten gibt es in Afrika.

Jahrzehntelange Forschung, immer ausgefeiltere Kampfstrategien, modernste Technologien, umfassende Massenuntersuchungen, weitgreifende Informationskampagnen und die Investition gigantischer Summen haben bis heute keine wirklich greifende Lösung gebracht. In Statistiken wie dem Register für Krebsdaten ist erkennbar, dass mehr als die Hälfte aller Krebspatienten zusammengenommen schon während der ersten fünf Jahre ihr Leben verliert. Viele sterben nach dieser Frist, nach der eine Therapie als erfolgreich eingestuft wird. Es haben sich Zweittumore oder neue Tumore entwickelt, die immer schwieriger zu behandeln sind.

Ich begann, mich darüber zu wundern, warum trotz mangelnder Erfolge an den aggressiven und invasiven Behandlungsmethoden festgehalten wird und folgte der Energie,

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Tagesdosis 7.11.2018 – Frieden schaffen mit Heiko Maas | KenFM.de

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07-11-18 01:26:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Am 3. November 2018 erschien ein Bericht des Außenministers Heiko Maas im Spiegel, in dem er dazu aufruft, einen neuen Frieden zu denken, der auf Vertrauen aufbauen soll. Maas macht dort hauptsächlich Russland für den Vertrauensverlust verantwortlich, da Russland den INF-Vertrag nicht einhalte. Damit bezeichnet man die bilateralen Verträge zwischen der Sowjetunion und den USA über die Vernichtung aller landgestützten Flugkörper mit mittlerer und kürzerer Reichweite (500 bis 5500 Kilometer). Der Besitz, die Produktion und Flugtests mit ihnen sind verboten. Der Vertrag wurde am 8. Dezember 1987 anlässlich des Gipfeltreffens von Washington unterzeichnet und am 1. Juni 1988 während des Gipfeltreffens in Moskau in Kraft gesetzt, kann man auf Wikipedia nachlesen.

Natürlich haben die USA, seit Ronald Reagan, der diesen Vertrag zusammen mit Michail Gorbatschow unterzeichnete, im vollen Umfang eingehalten – denkt der deutsche Außenminister wahrscheinlich. Ist aber überhaupt nicht so. Denn die USA wollen diese auf den neusten Stand bringen und große Teile dieser Friedensbewahrungs- und Abschreckungswaffe im Orbit installieren. Das, so denkt der deutsche Außenminister in seiner schier grenzenlosen Naivität wahrscheinlich, wisse so ein Rüpel wie der Putin alles nicht. Und in China ist man sich dieses Wissens wahrscheinlich nicht einmal gewahr. Wir sind die Guten – die anderen alle zusammen genommen, sind die Bösewichte. Maas möchte auch die USA dazu ermuntern, mutige Schritte zur Abrüstung ihrer Atombomben zu unternehmen. Mutige Schritte. Soso, Herr Maas. Oder nutzen Sie den Artikel, den Sie jüngst im Spiegel schrieben, nur um dem unaufgeklärten Volk, auch als Wahlvolk bekannt, ein Märchen von der Güte der Guten zu erzählen. Böse sind immer nur die anderen. Kriege führen immer nur die anderen und wir werden dazu gezwungen, sie als  Verteidiger der Freiheit mitzuführen. Wir sind immer das Peace Keeping Operation-Centrum, mit Sitz in Ramstein, Stuttgart-Vaihingen, und mit Büchel als Trumpfkarte.

Man muss sich diesen ganzen vollendeten Wahnsinn einmal in seiner Realität vorstellen.

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Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen | KenFM.de

Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen | KenFM.de

06-10-18 11:37:00,

Aufruf für eine neue Friedenspolitik

94 Prozent der Deutschen halten nach einer Umfrage des forsa-Instituts für Politik und Sozialforschung gute Beziehungen zu Russland für wichtig. Das wird von den Berliner Politikern und den „staatstragenden“ Medien in der weit überwiegenden Mehrzahl ignoriert. Auch nachdem sich das Verhältnis zwischen den USA und der EU in letzter Zeit abgekühlt hat, folgt die deutsche Regierung nahezu blind der Aggressionspolitik und den militärischen Vorgaben der USA mit ihrer NATO. Jetzt ist im Westend Verlag das Buch „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“ mit 27 friedenspolitischen Beiträgen namhafter Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft erschienen.
https://www.westendverlag.de/buch/warum-wir-frieden-und-freundschaft-mit-russland-brauchen/

Die Autorinnen und Autoren: Adelheid Bahr, Egon Bahr, Wolfgang Bittner, Peter Brandt, Mathias Bröckers, Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Frank Elbe, Justus Frantz, Sigmar Gabriel, Peter Gauweiler, Richard Kiessler, Gabriele Krone-Schmalz, Wolfgang Kubicki, Harald Kujat, Oskar Lafontaine, Albrecht Müller, Matthias Platzeck, Detlef Prinz, Herwig Roggemann, Florian Rötzer, Evgeniya Sayko, André Schmitz-Schwarzkopf, Hans-Joachim Spanger, Antje Vollmer, Konstantin Wecker und Willy Wimmer.

Ein Beitrag aus dem Buch von Wolfgang Bittner.

Russland gehört zur europäischen Familie
Was um Himmels willen treibt Deutschland gegen Russland?

Russland ist das größte Land Europas, das wird verdrängt und gerät allmählich in Vergessenheit. Zwischen Deutschen und Russen gab es jahrhundertelang intensive Handelsbeziehungen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch. Was wäre unsere Kultur ohne die russische Literatur, Kunst, Musik, ohne das russische Theater? Ich nenne nur die Schriftsteller und Dichter Tolstoi, Dostojewski, Tschechow, Gorki, Puschkin und Jewtuschenko, die Maler Jawlenski, Malewitsch und Repin (ich habe sofort die Wolgatreidler vor Augen), die Musiker Prokofjew, Schostakowitsch und Tschaikowski (ich höre die Nussknacker-Suite). Puschkin las Goethe, Goethe las Puschkin, bis heute wird in Russland Heinrich Heine verehrt und Beethoven widmete der Zarin Elisabeth seine Polonaise Op. 89, wofür ihm zum Dank eine großzügige Zuwendung gewährt wurde. Zar Peter I. arbeitete 1607 inkognito auf einer niederländischen Werft, um die Techniken des Schiffsbaues zu erlernen, und Albert Lortzing verfasste nach dieser historischen Episode das Libretto für seine Oper „Zar und Zimmermann“.

In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag 2001 – das war damals noch möglich! – nannte Wladimir Putin Goethe, Schiller und Kant, und er sagte,

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Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

03-10-18 07:11:00,

Bild: Dmitry Dzhus/CC BY-2.0

Das vorherrschende Bild vom alleinigen “Bösewicht” Russland ist zu einfach

… weil Frieden die Basis für alles Leben ist und weil es ohne oder gar gegen Russland keine verlässlichen Sicherheitsstrukturen geben wird und – Freundschaft heißt Vertrauen. Das Zusammenleben wird dadurch nicht nur leichter, sondern auch angenehmer. Eigentlich ganz einfach und logisch. Warum funktioniert es nicht?

Im Nachgang der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr sah es doch so aus, als seien wir auf dem richtigen Weg. Der Fall der Mauer, die Auflösung der Sowjetunion, das Ende des Kalten Krieges – die Welt schien, für einen Wimpernschlag der Geschichte, paradiesischen Zeiten entgegenzugehen.

Ich kann mich gut an meine Empörung über die folgenden Sätze erinnern: “Für Freudentaumel besteht kein Anlass. Wir werden den Zeiten der Ost-West-Konfrontation noch nachtrauern. Regionalkonflikte werden die Zukunft beherrschen, und die Welt wird nicht friedlicher werden, ganz im Gegenteil.” So hatte sich ein bekannter Politiker zu fortgeschrittener Stunde vertraulich im kleinen Kreis geäußert.

Ich konnte und wollte mir dieses Szenario nicht vorstellen und vertraute darauf, dass die politischen Akteure auf allen Seiten den Wert dieser Chance erkannten und in diesem Sinne handelten. Ich vertraute auch darauf, dass sich die Menschen diese Errungenschaften nicht mehr nehmen und sich nie wieder gegeneinander aufhetzen lassen würden. Aus heutiger Sicht betrachtet – wie naiv.

An allen Ecken und Enden brennt es: Syrien, Irak, Afghanistan, der Nahost-Konflikt, um nur einige Brandherde zu nennen. Terrorismus bestimmt auf zweifache Weise die Ausrichtung von Politik: im tatsächlichen Abwehrkampf und als willkommener Vorwand für politische Entscheidungen, die sich unter “normalen” Bedingungen kaum durchsetzen ließen.

Die Weltwirtschaftsordnung verdient die Bezeichnung “Ordnung” nicht mehr. Zockerei und eine Mischung aus Perversion und Zynismus heben alles aus den Angeln. Börsen, die wie Kartenhäuser sind, und beim leichtesten Windzug zusammenstürzen, haben reale Wertschöpfung und Fakten abgelöst. Psychologie, zweifelhafte Rankings und Stimmungsmache entscheiden über die Existenz oder den Bankrott von Menschen, Firmen und zuweilen sogar von Staaten.

Wäre es nicht intelligent, ein Land wie Russland mit seinen Erfahrungen und seiner Geschichte an den Überlegungen zu beteiligen, wie man diesen Fehlentwicklungen begegnen kann? Was wäre denn, wenn man gemeinsam nach Antworten auf Fragen suchen würde, die Deutsche,

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„Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“ | KenFM.de

„Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“ | KenFM.de

01-10-18 08:47:00,

Ich fürchte, wenn wir endlich den Lauf der Geschichte ändern wollen, und das Risiko beenden wollen, dass wir letztlich die Menschheit ganz ausrotten, dann müssen wir Frieden und Freundschaft mit Russland – und mit China! – schliessen, damit diese unselige europäische Geschichte der Kolonialisierung – fortgesetzt von neuer Basis aus durch die Europäer in Amerika (gerne vergessen wird: die Amerikaner sind Europäer, die ihren neuen Kontinent nach bewährter europäischer Tradition kolonialisierten!) beenden, indem wir vielleicht akzeptieren, dass wir zwar miteinander Handel und Kulturaustausch treiben, aber uns nicht mehr in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen, wie es die explizite Politik sowohl von Russland wie von China ist. Dafür die nötige Vertrauensbasis aufzubauen: das ist m. E. die allerwichtigste Aufgabe, wenn Frieden und Freundschaft mit Russland und China erreicht werden sollen.
Das kann aber nicht gelingen, wenn Europa – und die Europäer in Amerika! – nicht bereit sind, mit der Kolonialgeschichte vor, bei und nach der Eroberung Amerikas ehrlich abzurechnen.

Mich irritiert ehrlich gesagt, dass China hier nicht mit eingeschlossen ist. Warum?
Nun, man könnte denken, dass Europa/Amerika sich Russland einverleiben möchten, um so weiterzumachen wie bisher.

Auszüge aus einem Artikel von Andre Vltchek, über den nachzudenken es sich wirklich lohnt. (Sicher findet sich jemand, der bei Ken übersetzt, falls nötig):

Mr. Trump sees collaboration with Europe as an extremely bad business.
Not that President Trump is a saint himself. Of course, he isn’t. He is a businessman – a very ruthless one, and in the past very daring and very successful. He has already managed to break the backs of hundreds of people, and now he would not hesitate to run hundreds of countries to the ground, if they’d dare to stand in his way.

https://journal-neo.org/2018/07/19/donald-trump-despised-by-europe-despises-europe/

You see, if Mr. Trump was acting as an ordinary U.S. president from the upper class, perhaps like Mr. Obama or Bill Clinton were acting just very recently, there would be absolutely no outrage and no protests in London or Berlin. Some 10 million corpses in the Democratic Republic of Congo did not outrage European masses, as long as they got plenty of coltan for their mobile phones, and enough uranium for the NATO nukes.

https://journal-neo.org/2018/07/19/donald-trump-despised-by-europe-despises-europe/

To guarantee the stability of Western dogmas and propaganda,

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Verfassungsschutz-Chef Maaßen will den Frieden stören

Verfassungsschutz-Chef Maaßen will den Frieden stören

17-06-18 01:03:00,

Wissenschaftlicher Dienst bezeichnet Forderung nach Hackbacks als grundgesetzwidrig. Verstoß gegen Verbot friedensstörender Handlungen

Rückschlag für Verfassungsschutz-Präsident Hans Georg Maaßen: Nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags wären Cyberangriffe auf ausländische Server, wie sie vom Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes wiederholt gefordert wurden, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Maaßen hatte zuletzt Mitte Mai gegenüber der ARD die Möglichkeit sogenannter Hackbacks gefordert. Für solche Cyberangriffe solle der Geheimdienst gesetzlich befähigt werden, so die indirekte Forderung des Verfassungsschutz-Chefs. Es könne sogar notwendig sein, ausländische Server über entsprechende Attacken zu beschädigen. Die Bundestagswissenschaftler traten solchen Plänen nun deutlich entgegen.

In einem Gutachten, das von der Linken-Abgeordneten Heike Hänsel in Auftrag gegeben worden war und das Telepolis vorliegt, werden Hackbacks als unvereinbar mit dem in Art. 26 Abs. 1 des Grundgesetzes verankerten Verbot friedensstörender Handlungen bezeichnet. Die Bundesregierung gehe zwar davon aus, dass für Cyberangriffe keine besonderen rechtlichen Regelungen bestünden und sich ihr Einsatz nach den allgemeinen rechtlichen Vorgaben für militärische Einsätze richte, zitiert das Gutachten die Regierungsposition. In der Fachliteratur werde jedoch überwiegend davon ausgegangen, dass auch Cyberangriffe eine Verletzung des völkerrechtlichen Gewaltverbots darstellen könnten, wenn eine bestimmte Erheblichkeitsschwelle überschritten wird. Friedensstörende Handlungen seien festzustellen, wenn es zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des zwischenstaatlichen Verkehrs komme.

Verboten seien insbesondere Handlungen, die eine erhöhte Gefahr gewaltsamer staatlicher Konflikte mit sich bringen oder eine Bedrohung des Weltfriedens im Sinne von Art. 39 UN-Charta darstellten. “Die Anforderungen an eine gewaltsame Handlung werden im Bereich der Cybermaßnahmen von der Literatur insgesamt niedrig angesetzt”, schlussfolgern die Autoren. Grund dafür sei das erhebliche Eskalationspotenzial, das diesen Einsätzen innewohne. Wegen der Unsicherheiten bei der Rückverfolgung von Cyberangriffen könne regelmäßig nicht mit Gewissheit festgestellt werden, ob sich die – gegebenenfalls auch reaktiven – Maßnahmen tatsächlich gegen den Verantwortlichen richte. Dadurch werde die Gefahr von erneuten Gegenmaßnahmen oder einer ungewollten Eskalation erhöht.

Bundeswehr zuständig, aber nicht Geheimdienste

Zudem dürften Kampfhandlungen im Rahmen internationaler Konflikte auch im Bereich der Cybermaßnahmen nur durch Mitglieder der Streitkräfte ausgeführt werden. Folglich sei nur die Bundeswehr zu entsprechenden Cybermaßnahmen befugt, nicht aber die Geheimdienste. Nach derzeitiger Rechtslage hätten die Nachrichtendienste grundsätzlich keine klassischen Eingriffsbefugnisse, ihr Zuständigkeitsbereich beschränke sich auf Aufklärungsmaßnahmen. Diese Beschränkung ist – wie die Trennung zwischen Geheimdienst und Polizei –

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Innerer Frieden als Lösung?

Innerer Frieden als Lösung?

04-05-18 10:21:00,

Ja, das alles kennt man doch, und es ist hier trefflich beschrieben — das Erschrecken über die bitterböse Welt da draußen, die Beklemmungen, die die Realität hervorruft, das Hadern mit der eigenen Ohnmacht.

Alle diese Gefühle des Missbehagens löst der Text dann auf, indem er unseren Blick weg lenkt von den harten politischen Tatsachen, die uns so irritieren: „Doch die Bequemlichkeit ist unser größter Feind und nicht der Russe, die NATO oder Terroristen. Es ist ein Teil in uns selbst.”

Abgesehen von der etwas eigenwilligen Grammatik — was heißt das nun? Etwa — ade Bequemlichkeit? Raus aus dem herrlichen Bad, ab in die feindliche Kälte gar, aber dalli dalli? Nein, wir dürfen uns wieder beruhigt zurücklehnen und den Vanille-Duft in uns aufnehmen: Denn der Aufbruch, zu dem wir hier sanft aufgefordert werden, versteht sich – jedenfalls in meiner Lesart – vor allem als Aufbruch „in unser eigenes Innenleben“. Nicht die Auseinandersetzung mit „den Russen, der NATO und den Terroristen“ (ohnehin eine krude Reihung) sei anzustreben, sondern mit unserem „Gefühls- und Innenleben“.

Heißt das, frei nach Werther: „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt.“? Ein solcher Ansatz birgt in meinen Augen eine große Gefahr: Die Gefahr, es bei innerer Einkehr, im Versenken in die eigenen Befindlichkeiten zu belassen und darin einen Ausweg aus dem Unbehagen angesichts der gegenwärtigen Missstände zu finden; und — schlimmstenfalls und zugespitzt formuliert: die Weltflucht als Lösung der massiven handfesten Probleme unserer Zeit zu sehen.

Das aber wäre ein Irrweg.

In meinen Augen ist eine allzu innige Hinwendung zum eigenen Ich das Gegenteil dessen, was unserer Gesellschaft Not tut. Zu allen Zeiten, vielleicht aber gerade heute — angesichts der wachsenden Spannungen in den internationalen Beziehungen, der zunehmenden Drangsalierung der Armen, der rücksichtslosen Beschneidung von Menschenrechten — gilt es, die eigene Bequemlichkeit zu überwinden. Ja, damit hat die Autorin unbedingt recht! Aber bitte nicht, um dann mit Verve den zartesten Seelenwindungen nachzuspüren. Vielmehr, um raus auf die Straße zu gehen, die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu suchen, oder solchen, die es werden könnten, in Solidarität zu den Mühseligen und Beladenen stehen!

Denn wären wir alle aktiver und kritischer, wacher und aufmüpfiger, hätten wir als „kritische Masse“ das Zeug, wirklich etwas zu bewirken. Selbst gegen Aufrüstung, gegen Demagogie, gegen Hetze.

Viele einzelne „Seelchen“ dagegen,

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Den Frieden leben

Den Frieden leben

29-04-18 07:06:00,

Die Überlegungen, die wir (a1) im ersten Teil angestellt haben, lassen sich im folgenden Leitgedanken, der uns für unser Handeln seither als Kompass dient, zusammenfassen: Wir dürfen unsere Energie nicht weiter dem System zuführen und unsere Energie auch nicht mehr durch „Brot und Spiele“ oder „Teile und Herrsche“ sinnlos vernichten. Stattdessen müssen wir unsere Energie in Resonanz bringen und auf die Beseitigung jener Systemeigenschaften hinwirken, die zwangsläufig zum Systemversagen führen.

Diese Systemeigenschaften sind das Feind- und das Hierarchiedenken. Wir können diese Systemeigenschaften gewaltfrei beseitigen. Dazu müssen wir uns unseren eigenen Ängsten und Defiziten stellen, statt sie weiterhin nach außen zu projizieren. Alles, was wir tun oder auch nicht tun, sollten wir zuvor an diesem Leitgedanken spiegeln. Wir sollten stets prüfen, wie wir den Energiefluss lenken, ob wir das System stärken oder schwächen, ob wir mit unserem Handeln eine eskalierende oder deeskalierende Wirkung erzielen oder ob wir gerade wieder einen inneren Konflikt nach außen tragen.

Im zweiten Teil stellen wir daher eine Auswahl konkreter Handlungsanleitungen vor. 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Änderung der inneren Einstellung

Wir erleben immer wieder, dass ein Mensch – vorzugsweise jemand in der Nähe der Pyramidenspitze – symptomatisches Verhalten zeigt. Wann immer das Feindbilddenken in uns aufsteigt, sollten wir es zur Gewohnheit machen, uns die folgenden beiden Situationen vorzustellen.

Die erste Situation: Wir sind mit diesem Menschen für zwei Wochen auf eine einsame Insel verschlagen. In den zwei Wochen kämpfen wir gemeinsam um unser Überleben und kommen ins Gespräch. Nach den zwei Wochen werden wir gerettet und haben einander und uns selbst besser verstehen gelernt. Wir sind beide nicht mehr die Gleichen wie vorher.

Die zweite Situation: Wir stellen uns diesen Menschen beim sonntäglichen Familienfrühstück vor, wie er von seinem jugendlichen Kind gefragt wird, wieso er Dinge tut, die von den Freunden des Kindes so heftig kritisiert werden. Dieser Mensch erklärt seinem Kind nun seine Sicht der Dinge. Kann sich jemand vorstellen, dass er seinem Kind eröffnet, dass er ein böser Mensch ist? Was also würde er seinem Kind erzählen? Glaubt jemand, dass er sein Kind in dieser Situation bewusst belügen würde?

Wenn wir das konsequent üben, bauen wir das Feindbilddenken ab. Wenn die Angriffe insgesamt weniger werden, können alle ein Stück weit aus ihrer Verteidigungshaltung herausgehen und beginnen,

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Frieden geht uns alle an!

Frieden geht uns alle an!

03-04-18 10:28:00,

Am 31. März 2018 verlieh mir das Düsseldorfer Friedensbündnis, bestehend aus der regionalen pax-Christi-Organisation, der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und dem Friedensforum Düsseldorf, den Düsseldorfer Friedenspreis.

Der seit 2002 jährlich ausgelobte Düsseldorfer Friedenspreis offenbart eine der Quellen für die Attraktivität und Beständigkeit der Friedensbewegung, wenn sie sich in ihrem Charakter Ernst nimmt. Sie hat die Verantwortung, das zu tun, da eine Elite internationaler NuklearwissenschaftlerInnen, darunter 17 NobelpreisträgerInnen, die sogenannte Weltuntergangs-Warn-Uhr (Doomsday-Clock) im letzten Januar auf zwei vor zwölf vorgestellt haben, dies ist ein Wert, der an die gefährlichsten Zeiten des Kalten Krieges erinnert.

Die Weltuntergangs-Warnuhr wurde erfunden

„an der Universität Chicago von Forschern, die am Manhattan Project beteiligt gewesen waren und folglich die Atombombe für die USA im Zweiten Weltkrieg mitentwickelt hatten. Nach dem Krieg und den verheerenden Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki wollten sie die Supermächte und die Menschheit vor den Gefahren der nuklearen Aufrüstung warnen. (…) Die ‚Doomsday Clock‘ war auch auf dem Titelbild der ersten Ausgabe des Fachmagazins ‚Bulletin of the Atomic Scientists‘ zu sehen“ (1).

Die Demonstration „Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen – Für Entspannung in Europa!“ vom 10. Oktober 1981, zu der fast eine halbe Millionen DemonstrantInnen nach Bonn kamen, machte mit den Sätzen auf:

„Die 80er Jahre werden mehr und mehr zum gefährlichsten Jahrzehnt der Geschichte der Menschheit. Ein 3. Weltkrieg wird aufgrund der weltweiten Aufrüstung immer wahrscheinlicher (…) Wir sind aufgerufen, uns mit Mut, Kraft, Phantasie und langem Atem gegen einen drohenden Atomkrieg zu wehren und Alternativen zur gegenwärtigen Militärpolitik zu entwickeln.“

Den langen Atem hat die Friedensbewegung, leider aber nicht in gleicher Weise ihre gemeinsame Vorgehensweise. In Bonn sprachen FriedensaktivistInnen mit und ohne weitere Organisationszugehörigkeiten, KünstlerInnen, Intellektuelle, Gewerkschaftler, ChristInnen, Kommunisten, Grüne, Sozialdemokraten – und das aus dem In- und Ausland. Unter den DemonstrantInnen war noch ein breiteres Spektrum, so unter anderem auch buddhistische Mönche aus Vietnam, Soldaten und Kriegsdienstverweigerer…

Volkmar Deile, einer der Organisatoren der Aktion, schrieb damals, es sei notwendig, die nationalen Bewegungen zum Thema Frieden und Atom international zu vernetzen. Zitat:

„Der 10.10.1981 hat gezeigt, dass fast alle Strömungen der Friedensbewegung sich auf einen Aufruf als Plattform einigen können. Diese Fähigkeit muss unbedingt erhalten werden“ (2).

Der Düsseldorfer Friedenspreis steht für diese Öffnung und die Tradition des gemeinsamen Engagements vieler Kräfte für das Überleben der Menschheit.

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