Frieden oder der Kampf gegen das CO2: Man muss seine Priorität wählen, von Thierry Meyssan

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29-10-19 09:15:00,

Zwei Strategien werden auf globaler Ebene verfolgt. Die erste besteht darin, die Zukunft der Menschheit zu verteidigen, indem die aktuelle Hauptursache von Kriegen beseitigt wird: der Zugang zu fossilen Brennstoffquellen. Die zweite zielt darauf ab, den Planeten zu verteidigen, indem die Produktion von CO2 begrenzt wird, die hauptsächlich auf den Einsatz fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist. Diese beiden Politiken widersprechen sich. Es ist wichtig, dass man seine Wahl trifft.

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Donald Trump, ein sehr origineller Unternehmer, hat sich der Aufgabe verschrieben, “Make America Great Again!”, indem er das amerikanische Imperium abwickelt. Er hat die Produktion fossiler Energie in den USA gefördert und zieht seine Truppen aus dem Erweiterten Nahen Osten ab; eine Politik, die er nicht hätte verfolgen können, ohne sein Land von dem Pariser Abkommen zurückzuziehen.

In einer vom Weißen Haus am 23. Oktober 2019 veröffentlichten Mitteilung gibt das Büro von Präsident Donald Trump bekannt, dass die Vereinigten Staaten keine Kriege mehr führen müssen, um sich mit Öl zu versorgen [1].

Es ist das Ende der “Carter-Doktrin”, die auf die Enthüllungen über die CIA-Verbrechen, die Niederlage der USA in Vietnam, den Watergate-Skandal und die globale Ölkrise von 1974 reagierte. Um das Selbstvertrauen seiner Mitbürger wiederherzustellen, hielt Präsident Jimmy Carter eine wichtige Fernsehansprache [2] und direkt danach die Rede zur Lage der Union von 1980 [3]. Er sagte, die Energieversorgung der US-Wirtschaft erfordere, dass der Zugang zum Öl des Nahen Ostens als “nationale Sicherheitsfrage” eingestuft werden müsse. Sein Nachfolger, Präsident Ronald Reagan, schuf das CentCom, d.h. das US-Militärkommando der Zentralregion, als ob der Nahe Osten plötzlich eine Provinz des US-Imperiums würde.

Seit 21 Jahren dreht sich die Weltpolitik um diese unglaubwürdige Behauptung Washingtons. Das vom CentCom betroffene Gebiet hat sich mehrmals geändert. Es umfasste zunächst das Horn von Afrika bis Ägypten, die Levante außer Israel und manchmal Jordanien und Libanon, die Arabische Halbinsel und Südwestasien. Alle Kriege von 1980 bis 2001 waren in erster Linie Energieressourcenkonflikte (mit Ausnahme der Balkan-Kriege, die das “Labor” dessen waren, was folgen würde).

Seit 2001 ist die Energieversorgung der US-Wirtschaft zweitrangig geworden. Aber als der Kapitalismus sich noch entwickelte, bekam die Energie- und Rohstoffversorgung der gesamten globalisierten Wirtschaft (und auf Kosten der nicht globalisierten Regionen der Erde) Vorrang. Das war die Rumsfeld/Cebrowski-Doktrin.

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Frieden braucht Toleranz

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03-10-19 07:25:00,

Das Jahr 2019 war in Sachen Integration und Dagegenhalten gegen Spaltungsaktionen ein großer Erfolg. Owe Schattauer interviewte im Juni Ken Jebsen im Friedenscamp Ramstein (Ramstein-Kampagne) zu seiner Meinung über die Friedensbewegung insgesamt (1). Der zentrale Satz Jebsens für mich lautete sinngemäß: „Wir müssen es hinbekommen, dass auch die konservativen Kräfte mitmachen, wenn es um Frieden geht.“

Ich glaube, auf solch einen integrativen Gedanken hatten, seit Spaltung der Mahnwachen, viele gehofft. Beim Pax-Terra-Musica-Festival im Juli zeigte sich für mich dann deutlich, dass es an der Zeit ist, etwas gegen die Spaltungstendenzen zu unternehmen.

Aber ich will der Reihe nach erzählen: Jemand sollte vom Friedensfestival ausgeschlossen werden. Er wurde gebeten, den Platz — Zelt wie Festplatz — sofort wieder zu verlassen, da die Orga beschlossen habe, dass man ihn nicht dabei haben wolle. Begründung: Der Orga liege ein Video vor, welches deutlich zeige, dass diese Person nicht tragbar sei. Ihr wurde „faschistisches Gedankengut“ vorgeworfen. Jeder, der dabei war, weiß, um wen es sich handelt — was aber eigentlich nichts zur Sache tut.

Auf die Fragen des Ausgeschlossenen, ob er sich denn in einem Gespräch verteidigen könne und welches der Orga-Mitglieder mit ihm reden wolle, bekam er die Auskunft: Nein, man wolle jetzt weder mit ihm reden noch sagen, wer diejenigen seien, die seinen Ausschluss beantragt und befürwortet hätten.

In der tumultartigen Auseinandersetzung entschlossen sich unter anderem Aktivisten von Human Connection, eine Wagenburg um das Auto des Ausgeschlossenen zu bilden, was großen Zuspruch fand. Die Orga musste sich fügen, aber das Verbot, den Festplatz zu betreten, blieb bestehen. Das war der Stand am Freitagabend. Und allen Beteiligten war klar, dass diese Anmaßung sofort ein Ende finden musste.

Der gemeinschaftliche Konsens war deutlich spürbar: „Frieden geht nur gemeinsam!“ und „Wir lassen es nicht länger zu, dass immer dieselben Leute oder dieselben ‚Lager‘ versuchen, andersdenkende Menschen auszuschließen.“ Denn wer kommt schon gerne zu einer Veranstaltung, bei der es um Frieden geht, er aber befürchten muss, wegen seiner persönlichen Überzeugung wieder weggeschickt zu werden? Allen war klar: Das muss aufhören!

Und es hörte auf — trotz Interventionsversuchen derjenigen, die gewisse Gedankeninhalte und Äußerungen pauschal aussortieren wollten. Sie haben es nicht geschafft! Diesmal hatte sich der Wille, wirklich Frieden zu machen ohne Bedingungen — solange man nicht gegen die Menschenrechte und die Freiheit anderer verstößt — deutlich durchgesetzt.

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Frieden im Bundestag

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24-09-19 07:56:00,

In einer Pressemitteilung erklären die InitiatorInnen (1):

„‚Wir haben zur Gründung dieses Kreises aufgerufen, um ein klares Zeichen zu setzen gegen eine drohende Aufrüstungsspirale. Dass sich schon zum Auftakttreffen so viele Abgeordnete interessiert gezeigt haben, mitzuwirken, bestätigt unser Anliegen.‘

Kathrin Vogler (Die Linke) erklärt: ‚Der INF-Vertrag ist gescheitert und das Atomabkommen mit dem Iran steht vor dem Aus. Die Furcht vor einem neuen atomaren Wettrüsten wächst und die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich wieder mehr auf die Risiken der nuklearen Abschreckung. Dem wollen wir gemeinsam eine positive Vision von einer atomwaffenfreien Welt entgegensetzen.‘

Ralf Kapschack (SPD) erklärt: ‚Der Parlamentskreis soll ein interfraktionelles Forum für aktuelle und ehemalige Abgeordnete bieten, zu dem ExpertInnen und AktivistInnen eingeladen werden, um mit den Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. Ziel des Parlamentskreises ist es, Unterstützung für den Verbotsvertrag zu mobilisieren.‘

Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt: ‚Mit Donald Trump sitzt jemand im Weißen Haus, der mit der Größe seines Atomwaffenknopfes prahlt, ein multilaterales Abkommen mit dem Iran torpediert und den INF-Vertrag mit Russland gänzlich aufgekündigt hat. Es ist höchste Zeit, dass wir uns bei diesem drängenden Thema der atomaren Abrüstung über Parteigrenzen zusammenschließen und gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen wie ICAN und den Mayors for Peace für einen politischen Wandel einsetzen.‘“

Die Medien mauern komplett; diese Pressemitteilung wurde nirgends veröffentlicht oder auch nur erwähnt. Das Einzige, was es gibt, ist ein Telefonat mit Kathrin Vogler nach der Gründung des Parlamentskreises, das der Bayerische Rundfunk veröffentlichte. Und zwar am Donnerstag, den 12. September, in aller Früh um 6:05 Uhr in Bayern 2 — und nicht etwa im Nachrichtensender B5 aktuell (2). Kathrin Vogler (Die Linke) wurde da gefragt:

„Aber selbst wenn der gesamte Bundestag geschlossen ein Atomwaffenverbot fordern würde, dann würde das doch vermutlich wenig Eindruck machen in Washington oder Moskau oder Peking. Was wollen Sie dann mit Ihrem eher kleinen Arbeitskreis konkret ausrichten?

Vogler: Nun der Bundestag hat ja bereits 2010 beschlossen, dass er sich für eine atomwaffenfreie Welt und auch für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einsetzen will. Das war damals einmütig, also es gab da keine Gegenstimmen. Und das Problem, das wir sehen, ist dass die Bundesregierung sich zu wenig für dieses Ziel einsetzt und dass sie (im Original: wir) eben zum Beispiel auch diesen Atomwaffenverbotsvertrag,

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Schafft Frieden in Idlib! Todenhöfers Appell an Bundesregierung und Kriegsparteien Exklusiv

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20-09-19 03:38:00,

Die Generalamnestie des syrischen Staatschefs Bashar Assad für Kriminelle, Rebellen und Deserteure soll Flüchtlinge dazu bewegen, in ihre Heimat zurückzukehren. In einem Gastkommentar ruft Jürgen Todenhöfer die beteiligten Parteien zu Lösungen für den Frieden in Idlib auf. Die Amnestie wäre dabei wichtig – wenn sie international kontrolliert würde.

Die Haltung des Westens gegenüber dem Drama von Idlib ist zynisch. Jahrelang hatte er Rebellen und Terroristen unterstützt, um das Iran-freundliche System Syriens zu stürzen. Nun wo die Schlacht verloren ist, interessiert ihn das menschliche Schicksal der Syrer nicht mehr besonders. 

der ständige Vertreter Russlands im UN-Sicherheitsrat Wassili Nebensja

©
Sputnik / Nensy Sissel

Hier und da ein verbaler Protest, das ist alles. So hat etwa US-Präsident Donald Trump im Juni ein Ende der Luftangriffe auf die syrische Provinz Idlib gefordert. Er twitterte, Russland, Syrien und auch der Iran würden die letzte „Rebellenbastion“ des Landes massiv bombardieren. Und wörtlich: „Die Welt schaut diesem Gemetzel zu. Was ist der Zweck, was bringt es euch? Hört auf!“

Doch dann bombardierten die USA selbst in Idlib. Vor drei Wochen töteten sie in Nord-Idlib bei einem Bombardement mindestens 40 Menschen. Das US-Zentralkommando bestätigte anschließend voller Stolz seinen Luftangriff auf das „Terrornetzwerk Al Qaida“. Natürlich waren die bombardierten „Rebellen“ jetzt  „Terroristen“. 

Größte Rebellen-Konzentration der Welt

In der Provinz Idlib stehen zur Zeit zwischen 40.000 und 50.000 Rebellen und Terroristen. Darunter 5.000 bis 8.000 ausländische Kämpfer. Idlib beherbergt damit zurzeit wahrscheinlich die größte Rebellen- und Terroristen-Konzentration der Welt. Noch immer erhalten die Kämpfer Waffen und Geld von ihren Verbündeten am Golf. Russland, Syrien und neuerdings offenbar auch die USA versuchen, das Problem mit Bombenangriffen zu lösen.

Gegen ein Bombardierungsfinale

Ich kritisiere all diese Luftangriffe, weil dabei immer auch Zivilisten getötet oder verletzt werden: die russischen Luftangriffe genauso wie die syrischen. So wie ich die amerikanischen Bomben auf Rakka und andere syrische Städte kritisiert habe, die mit Unterstützung der deutschen Luftwaffe abgeworfen wurden. Es gibt keine guten Bomben.

Amnestie statt Bomben

Doch es gibt Wege, die syrische Tragödie zu beenden. Hier das Modell einer Lösung für Idlib: 

TEIL 1 könnte eine INTERNATIONAL ÜBERWACHTE AMNESTIE für alle inländischen Rebellen sein. Sie würde den Tod unzähliger Zivilisten verhindern. Doch diese Lösung scheint westlichen Politikern zu kompliziert zu sein.

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Wir sind Frieden

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20-09-19 09:40:00,

Andrea Drescher: Was ist Pax Terra Musica?

Malte Klingauf: Das Festival für Frieden, Musik und Vernetzung, das ich mit anderen Friedensaktivisten ins Leben gerufen habe und das 2018 zum zweiten Mal stattfindet (das Interview wurde bereits 2018 geführt, Anmerkung der Redaktion).

Bist du schon lange Aktivist?

Ich war lange Zeit eher unpolitisch. 2014 sagte mein Schwager: „Mensch, komm doch mal mit zur Mahnwache Berlin, da ist echt was los!“ Ich hab es mir angeschaut und war — typisch Realo — erst sehr skeptisch. Aber dann begann ich, mein eigenes Weltbild zu hinterfragen und war „auf einmal“ Moderator der Berliner Mahnwache.

Was heißt Moderator?

Es ging darum, durch die Veranstaltung zu führen, Redner anzukündigen, auch Teile der Organisation hingen mit dran. Haben Redner gefehlt, mussten wir eigene Beiträge organisieren. So wurden Nachrichtenblöcke präsentiert und kommentiert. Wir hatten kein offenes Mikrofon, aber ein offenes Podium. Wir wollten Meinungen vermeiden, die mit unseren Idealen nicht zusammenpassen.

Schränkte das die Diskussion nicht ein?

Es gab dazu innerhalb der Gruppe unterschiedliche Positionen. Bei der parallelen Mahnwache am Alex sprach mal jemand, der sich vier Wochen später als NPD-Mitglied erwies. Das wollten wir vermeiden, wollten den Rechten kein Podium bieten, keine Holocaust-Leugnung und ähnliches diskutieren. Man entwickelt ein Gespür, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

Wie lange warst du auf der Mahnwache aktiv?

Von März bis August 2014 als Teilnehmer, bis Ende 2016 Moderator — fast zwei Jahre. Dann zog ich mich zurück, um mich auf das Festival zu konzentrieren.

Wie kommt man darauf, ein derartiges Festival zu organisieren?

Als wir sahen, dass die Friedensbewegung immer weiter auseinanderbrach, der Schwung verloren ging — bei manchen Friedensmärkten in Berlin sind mehr Aussteller als Besucher vor Ort — kam die Idee für ein Festival auf. Wir wollen ein Podium schaffen, auf dem sich alle begegnen und vernetzen können und gleichzeitig Spaß haben. So kann man Menschen begeistern, Impulse geben und motivieren, aktiv zu werden. Aus dieser Idee entstand Pax Terra Musica — Vernetzungstreffen und Musik-Event in einem.

Was erwartet die Besucher?

Es ist ein breites Programm mit Musik, Vorträgen, Ausstellungen, Diskussionen und Workshops; auch Kindern wird einiges geboten. Kinder sind schließlich unsere Zukunft, darum macht für uns ein Friedensfest ohne Kinder keinen Sinn.

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Frieden mit Russland!

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07-09-19 09:37:00,

Was wäre der Rubikon ohne seine Leser? Wir alle — Sie, liebe Leserin, lieber Leser, inzwischen schon ungefähr 150.000 weitere Leser und wir, die Redaktion — sind zusammen der Rubikon. Gemeinsam setzen wir uns für Frieden und eine gerechte Gesellschaft ein und erheben unsere Stimme.

Die Reaktionen auf unseren Aufruf für Frieden mit Russland bestätigen uns, dass wir viele sind, dass die Friedensbewegung stark ist und dass das Bewusstsein für die Propaganda in den Mainstream-Medien wächst.

Wir haben eine Auswahl mit Ausschnitten aus den Leserzuschriften zusammengestellt:

„Solange wir nicht begreifen, dass wir Europäer eben nicht die Guten sind, in deren Arroganz wir meinen, die ganze Welt müsse an unseren Werten und unserer Kultur genesen, wird dieses Schema des Überziehens der Welt mit Unheil nicht enden. (…) Letztendlich fängt es damit bei jedem von uns an, das ewige ‚Wir sind die Guten‘, auf das man uns von Kindheit an konditioniert hat, nicht mehr zu glauben“, Christoph S.

„Ich bin Vater dreier wundervoller Kinder. Ich bereise seit vielen Jahren Osteuropa inclusive. Russland. Ich habe nirgendwo einen Feind, aber viele wunderbare Menschen und neue Freunde gefunden. Auch meine Kinder sind mittlerweile unterwegs. Auch sie haben nur gute Erinnerungen und Freunde aus allen Ländern mitgebracht. Ich will nicht in einen Krieg gezwungen werden, nur damit perverse Marodeure aus der Finanz- und Macht-‚Elite‘, die Mordindustrie und ein paar kriegsgeile, politische Hasardeure ihre Gewaltphantasien und Habgier befriedigen können“, Thomas R.

„In Konzernmedien finde ich häufig Informationen, die auf mehr oder weniger subtile Art und Weise Angst und Hass schüren, um letztlich dem militärisch-industriellen Komplex zu neuen Aufträgen und frischen Kriegen zu verhelfen. Unsere gut behütete Wohlstandsgeneration ist damit komplett überfordert und torkelt maximal zerstreut bis schlafwandlerisch in eine immer größer werdende Wahrscheinlichkeit, dass Kriege plötzlich auch bei uns grausame Realität werden können und sich nicht mehr auf Fernsehbilder von ganz weit weg beschränken. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir einer Organisationsform abschwören, die sich inzwischen in die Lage versetzt hat, alles Leben zu jeder Zeit und an jedem beliebigen Ort dieses blauen Planeten vernichten zu können, um sich in Folge selbst auszulöschen“, Henric D.

„Das Beschwören der Kriegsgefahr ist ein Ritual, das seit Jahren ins Leere läuft. Bei jedem größeren Konflikt hat die Linke (was immer das auch sein mag) den Dritten Weltkrieg prophezeit.

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Der Neokolonialismus und der Frieden | KenFM.de

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05-09-19 09:36:00,

Gedanken zu einem gelebten System anlässlich des Weltfriedenstages.

von Peter Frey.

Am 1. September ist Weltfriedenstag. Ohne die Ereignisse des 1. September 1939, als das deutsche Reich den Krieg gegen Polen begann – einen Krieg, der in einen Weltkrieg mündete – hätte es auch die barbarische Zerstörung einer der schönsten Städte Europas, samt dem Tod zehntausender Einwohner und Flüchtlinge – meiner Heimatstadt Dresden – nicht gegeben. Kriege, für deren Ausbruch und Fortgang Deutschland Mitverantwortung trägt, finden aber auch in der Gegenwart statt. Sie werden in hohem Maße auf wirtschaftlicher Ebene geführt und basieren ihrerseits auf einem fragwürdigen Wirtschaftskonzept.

Dieses Wirtschaftskonzept ist Teil eines Systems, in dem wir eingebettet sind und nach dessen Regeln wir leben. Wir befolgen die Regeln der Marktwirtschaft, in dem wir als letzte Instanz aller Produktion die Rolle des Konsumenten ausfüllen. Nur das, was wir konsumieren, bedient Kapitalinteressen und darüber entscheidet sich auf Dauer eben auch, ob sich ein Produkt „am Markt“ durchsetzt oder nicht. Die Frage, inwieweit das, was wir da konsumieren, natürliche Bedürfnisse befriedigt, ist nachrangig. Das Gleiche gilt für die Auswirkungen, von denen durch diesen Konsum unsere Umwelt und Mitmenschen hier und anderswo betroffen sind.

Zugespitzt formuliert, entscheiden wir mit unserem Alltagsverhalten über Krieg und Frieden – auch über Krieg und Frieden in weit entfernten Regionen. Daher ist das ausschließliche Fingerzeigen auf die Politiker, wie auch die großen Konzerne und Banken in gewisser Weise unehrlich. Denn groß wurden diese zwar auch, weil Politik in ihrem Sinne handelte. Entscheidend aber war und ist immer, ob ein Produkt als Angebot von den Menschen auch angenommen wird. Wir haben – die Regeln des kapitalistischen Marktes befolgend – nach unserer persönlichen Rendite entschieden. Auf der Strecke blieben die sogenannten Kleinen, mit ihnen die Vielfalt – und nicht zu vergessen: die Empathie.

Der Niedergang der Tante Emma Läden ist – aus meiner Sicht – ein Symbol für das „Geiz ist geil“-Prinzip, das wir öfter befolgen, als wir es uns zuzugeben wagen. Wo „Geiz ist geil“ regiert, regiert auch Besitzstandswahrung – und zwar in allen Schichten einer solchen Gesellschaft. Besitzstandswahrung und Verteilungskämpfe sind die Folge. Auf der anderen Seite erleben wir unreflektierten Konsum. Gerade der – als letzte Instanz in der kapitalistischen Verwertungslogik – trägt den Keim des Krieges in sich.

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Wir sind Frieden

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21-08-19 09:22:00,

Andrea Drescher: Du bist über die Medienpsychologie in die Friedensbewegung gekommen?

Madeleine Munique: Ja. In der Ausbildung lernt man die Methoden der Werbung, die beim Design — über Ton, Farbe, Licht et cetera — eingesetzt werden. So wird die Farbe Grün mit Bio und Fairtrade assoziiert – der Grund, warum eine Fastfood-Kette ihr Logo farblich entsprechend geändert hat. Unterbewusste Manipulation findet ständig statt. Darum kläre ich über Manipulationsmethoden auf.

Wie tust du das?

Ich schrieb beispielsweise Medienanalysen über manipulative Artikel zur Ukrainekrise und dem Nahen Osten. Immerhin müssen Profiteure von Krieg ständig neue Methoden entwickeln, um die Menschen von diesen zu überzeugen. Kriege sollen uns als unumgänglich verkauft werden. Verkauft, weil es sich bei Kriegen krankerweise um ein Geschäftsmodell des Militärisch-Industriellen Komplexes handelt.

Die „Brutkastenlüge” ist nur ein Beispiel für die gezielte Manipulation hin zum Kriegseinsatz. Hierbei werden grausame Bilder in falschem Kontext gezeigt und mit bewussten Lügen wird großes Leid entfacht. Auch sprachliche Stilmittel spielen eine wichtige Rolle. Über diese Methoden und Stilmittel kläre ich auf.

Zudem begleite ich bundesweit unterschiedlichste Projekte und Menschen. Am 16. Juni 2018 (das Interview wurde bereits vorher geführt, Anmerkung der Redaktion) findet beispielsweise in Nürnberg eine Demo zum Thema „Freier Impfentscheid” statt, bei der ich organisatorisch helfe. Ich habe mir ein wirklich gutes Umfeld geschaffen, um gezielt ganzheitliche Informationen zu teilen. Mein Hauptthema ist inzwischen aber das Erkennen und Auflösen von Ängsten geworden.

Angst als Hauptthema, wie meinst du das?

Als Mensch habe ich erkannt, dass Angst die Ursache für sämtliches Leid in der Welt ist. Sie verursacht Angriff, Flucht oder gar Stillstand. Angst löst Wut, Gewalt, Neid, Hass und Krieg aus. Aus Angst die öffentliche Anerkennung, den Arbeitsplatz oder die finanzielle Grundlage zu verlieren, schweigt der Mensch gedemütigt, statt zivilen, friedlichen Widerstand zu leisten. Unser aktuelles System basiert auf Angst und wird durch unsere Ängste erhalten. Selbst die sogenannten Eliten haben große Verlustängste, da sie sich nur über Materielles oder künstliche Zahlen definieren können.

Man sagt: „Wo ein Wille, da ein Weg”. Doch der Wille zum Frieden allein reicht nicht aus, wenn die Ursachen für Krieg nicht verstanden sind. Nur wenn die Ursache einer Krankheit bekannt ist, kann diese ganzheitlich Heilung erfahren. Leider werden aber noch viel zu oft Symptome bekämpft und Ursachen teils bewusst vernachlässigt.

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Wir sind Frieden

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27-07-19 01:41:00,

Andrea Drescher: Du bist ja schon lange aktiv, nicht wahr?

Carsten Halffter: Das ist richtig. Seit den Studentenprotesten 1997, dem „Lucky Streik“, versuche ich aktiv, Dinge zu verbessern. So hielt ich schon zu Weihnachten 1997 alleine eine Mahnwache vor dem Roten Rathaus ab und bin spätestens seit diesem Zeitpunkt Einzelaktivist.

Warum allein?

Als Einzelaktivist ist es mir möglich, ohne Vorankündigung zu demonstrieren. Wenn irgendwo in der Welt ein Krieg angetrieben wird, stehe ich vor der Botschaft des verantwortlichen Landes. Für Einzelpersonen ist keine Anmeldung bei der Stadt nötig. Somit kann ich umgehend auf das schnelllebige Weltgeschehen reagieren und auf Missstände aufmerksam machen. Zudem muss ich nicht der Meinung anderer entsprechen, was bei größeren Gruppierungen leider häufig der Fall ist. Hier kommt es leider oft zu unnötigen, aufhaltenden Auseinandersetzungen.

Wieso kommt es deiner Ansicht nach zu den Streits?

Das liegt in meinen Augen an einer „Idol-ogisierung“ — die Menschen sind es gewohnt, Idolen nachzueifern, hinter denen sie sich verstecken. Sie machen ihr eigenes Handeln dann vom Handeln des Idols abhängig. Ich wünsche mir aber mehr Eigeninitiative, vor allem aber Eigenverantwortung, und möchte Menschen hierzu inspirieren. Größere, effektive Bewegungen sind leider nie lange wirksam, weil sie früher oder später fehlinstrumentalisiert beziehungsweise unterwandert werden — Stichwort „betreutes Revoltieren“.

Ist Protest dann nicht sinnlos? Kann man überhaupt etwas dagegen tun?

Am wirksamsten ist es, wenn man eigenständig ist und selbst Verantwortung übernimmt. Das muss man nicht gleich so krass machen wie ich, ich bin schon Friedensextremist. Jeder kann jedoch seinen individuellen Beitrag leisten und kritische Fragen im Alltag stellen. Wichtig ist, dass man sich nicht von Ängsten steuern lässt, sondern Respekt lebt. Wir werden nicht informiert, sondern desinformiert. Das stellt man fest, sobald man die Dinge hinterfragt. Die Möglichkeit zum Austausch findet man übrigens ständig. In der S-Bahn, beim Friseur, an der Supermarktkasse.

Vor kurzem sprach ich beispielsweise in der S-Bahn mit einer älteren Dame kritisch über ein Thema. Das Gespräch unter vier Augen hatte ganz viele Ohren. Gerade ältere Menschen erinnern sich noch, was Krieg bedeutet. Jeder kann den Mund aufmachen, den Kopf ein-, den Fernseher ausschalten und zum Handeln übergehen! Andere pflanzen beispielsweise Blumenwiesen in Städten oder räumen störenden Müll einfach weg. Das mag erstmal nach Kleinigkeiten klingen. Aber jemand, der Letzteres beobachtet,

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Wir sind Frieden

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17-07-19 09:03:00,

Andrea Drescher: Seit wann bist du auf der Straße?

Erik Schaldach: Es begann 2012 mit den ACTA-Demos. Da war ich erst passiv als Teilnehmer dabei. Ich sah, dass Rechte eingeschränkt werden sollten und hohe Strafen für Lappalien drohten. Das gefiel mir nicht.

Wann wurdest du aktiv?

Das war Anfang 2014. Wir saßen in Arbeitsgruppen zusammen und beschäftigten uns mit politischen Themen. Als im März in Berlin die Mahnwachwachenbewegung entstand, führte das bei uns in Leer am 5. Mai zur ersten Mahnwache für den Frieden.

Wie lief es in Ostfriesland?

Beim ersten Mal waren wir 55, beim zweiten dann schon 70, später pendelte es sich um die 60 ein. Während der Fußball-WM waren es weniger, aber der harte Kern von 25 durchstand gemeinsam 80 Mahnwachen. In die Orga-Gruppe konnte jeder seine Stärken einbringen: Internet, Organisatorisches, Technik, Logistik. Mein Vater hat uns mit seinem Kombi immer die Sachen — Zelt, Technik, Unterlagen — gebracht. Wir waren eine fixe Crew. Besonders eng habe ich mit Marco Benotti zusammengearbeitet und verschiedene Projekte gestartet. So haben wir zum Beispiel den Ukraine-Hilfstransport von Björn Apostel von der Mahnwache Leer aus unterstützt.

Kennst du Marco schon lange?

Nein, wir haben uns erst in diesem Rahmen kennen gelernt. Wir wollten beide am selben Tag die Mahnwache beim Ordnungsamt anmelden. Er hat morgens angerufen — da war der Zuständige aber nicht da — und ich bin nachmittags gegen 15 Uhr zur Öffnungszeit aufs Amt gegangen. Da sagte man mir, dass am Morgen schon jemand Kontakt aufgenommen habe. Daraufhin bat ich die Beamten gebeten, Marco meine Daten weiterzugeben. Ich wohnte damals 400 Meter vom Amt entfernt. Ich war kaum zuhause, da klingelte schon das Telefon. Marco stellte sich vor und schlug vor, dass wir uns treffen. Ich lud ihn gleich zu unserem nächsten Arbeitsgruppentreffen zu mir nach Hause ein. Nach kurzer Zeit waren wir per Du. Wir lagen auf der gleichen Welle, uns interessierten die gleichen Themen, so dass wir die Mahnwache von Anfang an gemeinsam planten.

Wie ging es für dich weiter?

Ich war bei circa 60 Mahnwachen in Leer dabei, habe dann eine Zeitlang in Oldenburg gewohnt und war dort in der Orga aktiv.

Im Rahmen der großen Monsanto-Demo haben wir das Bündnis Nordwest — sechs Städte,

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Frieden mit Flüchtlingen

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11-07-19 07:25:00,

Die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen der Ökologie, des Friedens und der Menschenrechte machen das Zusammenwirken der Umwelt-, Menschenrechts- und Friedensbewegung notwendig, wenn wir einen Ausweg aus den Zukunftsgefährdungen herbeiführen wollen. Das beginnt damit, dass wir eine genaue Sprache wählen, die in ihrer Analyse den Prozessen auf den Grund geht und nicht auf der Oberfläche des Augenscheinlichen stehen bleibt.

Den Seenotretterinnen und -rettern werfen konservative und reaktionäre Kräfte vor, sie spielten den Schleppern in die Hände. Doch: Wer sich in die Tiefe des Prozesses begibt, kommt zur Erkenntnis, dass es die Militärs sind und ganz vorne mit dabei die Bundeswehr als Mitglied der Nato, die durch das Anfeuern der Fluchtursache Krieg das Geschäft der Schlepper erst im gegenwärtigen Umfang ermöglichen.

Eine Richterin hat die Seawatch 3-Kapitänin Carola Rackete von allen Anklagepunkten gegen sie freigesprochen, da Rackete verantwortungsvoll gehandelt hat, indem sie bedrohtes Leben rettete. Weitere Seenotrettungsschiffe befinden sich im Mittelmeer unweit der italienischen Insel Lampedusa. Die Tragödie geht in die nächste Phase, solange Kriege in der Region zwischen dem Golf, Nordafrika und dem Balkan zu einem Prozess aus Gewalt und Zerfall führen.

Es wird schnell deutlich, dass die alternativen sozialen Bewegungen gemeinsame Gegner haben und zwar im militärisch-industriellen Komplex, in den Rüstungskonzernen, die sich mit Kriegen goldene Nasen verdienen und in den sie unterstützenden Regierungen. Und sie haben ein gemeinsames Ziel: Eine friedliche Welt, in der niemand fliehen muss. In der jeder und jede gerne lebt. Dann endet jede Flucht.

Bis 2018 wurden weit über 35.000 Namen von Flüchtlingen, die auf dem Weg nach und in Europa umkamen, bekannt (1).

Westliche Staaten, vorne dabei die EU und Deutschland, sind an der Flüchtlingstragödie vielfach beteiligt: Als Mitverursacher der Ausdehnung von Wüstengebieten wie der Sahara durch den Klimawandel und seit den Kriegen am Golf und in großen Teilen Afrikas sowie im Balkan durch Gewalt und kriegsbedingte Lebensgefahr, vor der viele Menschen fliehen.

Auch gerade aktuell.

Wenn die Bundesregierung und der Bundespräsident Italien für seine unmenschliche Politik gegen Flüchtlinge kritisieren, dann ist das reine Heuchelei: Nördliche EU-Staaten haben die sogenannte „Dublin-Regel“ durchgesetzt, der zufolge Fliehende im Land ihrer Ankunft Asyl beantragen müssen und in kein anderes EU-Land weiterreisen dürfen. Dadurch ließen und lassen die reicheren EU-Staaten jene an der EU-Südflanke im Stich. Gäbe es diese Regel nicht,

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Kein Frieden ohne Gerechtigkeit

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06-07-19 08:13:00,

Am Abend des 20. Juni 2019 stand die Welt, folgt man unseren Medien, nur wenige Minuten vor einem Krieg zwischen den USA und Iran und einem Flächenbrand im gesamten Nahen Osten. Was den US-Präsidenten dann doch noch bewogen hat, den Angriff auf Iran abzusagen, ist eine wichtige Frage. Der US-Präsident hat getwittert, der Tod von 150 Menschen beim geplanten Angriff — so hatten ihn, heißt es, seine Militärs informiert — wäre für ihn in Anbetracht einer vom Iran abgeschossenen unbemannten Drohne „keine verhältnismäßige“ Antwort gewesen. … Auf Menschenleben Rücksicht zu nehmen, das klingt nach einem ehrenwerten Motiv.

Interessant, was demgegenüber der ehemalige deutsche Staatssekretär Willy Wimmer in einem Interview vom 21. Juni geäußert hat:

„Der nächste Krieg [der USA], auch wenn er die Wahlkampfspender zufrieden stellen sollte, könnte der letzte Krieg für das sein, was wir unter USA verstehen. In der Anti-Iran Koalition […] können unter einem Präsidenten Trump die Interessen dieser Staaten gegenüber dem Iran nur bedient werden, wenn sich die USA selbst zur Disposition stellen. Wir haben das schon in Nordkorea und in Venezuela gesehen. Die USA werden ausgetestet, und ich sehe bei tatsächlichen und möglichen Rivalen der USA niemanden, der den Iran zu opfern bereit sein könnte.“

Und wie viele Menschenleben die von den USA ausgehende und nun weiter beschleunigte Sanktionsspirale gegen Iran schon gekostet hat und weiterhin kosten wird, ist schon gar kein Thema. Karin Leukefeld hat in einem Interview vom 15. Juni 2019 mit Idriss Jazairy, dem Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrates zu den Auswirkungen einseitiger Zwangsmaßnahmen auf die Menschenrechte der Bevölkerung des betroffenen Landes, mit Blick auf Syrien erneut auf dieses weitgehend totgeschwiegene Unrecht aufmerksam gemacht.

Dieses Beispiel aus der aktuellen Weltpolitik ist nur ein Beispiel für die These, dass wir den öffentlichen Aussagen unserer Politiker und Medien in international angespannter Zeit kaum noch trauen können und die tatsächlichen Ziele und Zusammenhänge der Politik oftmals verdeckt bleiben. Diesbezüglich hat sich in den 100 Jahren seit Versailles kaum etwas verändert. Welche Folgen hat dies?

Am 28. Juni 2019 jährt sich zum hundertsten Mal die deutsche Unterzeichnung des Vertrages von Versailles. Über diesen Vertrag gibt es eine Unmenge an Literatur. Hier sei nur kurz Wikipedia zitiert:

„Die deutsche Delegation durfte an den Verhandlungen [über den Vertrag] nicht teilnehmen,

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Wir sind Frieden

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06-07-19 07:43:00,

Andrea Drescher: Du hast noch ein Leben neben Friedensaktivismus?

Silke Volgmann: Auf jeden Fall! Aber das Thema spielt für mich und meine Familie eine große Rolle.

Warum?

Weil es wichtig ist, weil man etwas tun kann und muss. Ich habe viele Bücher gelesen, mich umfassend informiert. Eine Zeitlang war ich traurig, dachte, es hat ja keinen Zweck etwas zu tun, aber das sehe ich nicht mehr so. Ich möchte meinen Teil zur Veränderung beitragen, Impulse geben, damit Menschen anfangen nachzudenken. In meinem Umfeld ist mir das schon bei einigen gelungen.

Seit wann bist du aktiv?

Es begann mit dem 11. 9. — im Kopf. Selbst ins Handeln gekommen bin ich mit den Mahnwachen 2014, erst zögerlich, aber inzwischen sehr aktiv.

Was heißt sehr aktiv, was tust du?

Ich bin bei Veranstaltungen, Demos und Vorträgen in Köln, NRW und ganz Deutschland gerne dabei, sofern es die Zeit zulässt und habe an vielen Mahnwachen in NRW teilgenommen. Wann immer möglich, unterstütze ich Wojna von der Bandbreite, er leistet eine erstaunliche Arbeit und gibt nie auf. Anfang 2016 erfuhr ich von der Friedensfahrt Berlin — Moskau von der nicht nur ich Feuer und Flamme war. Mein Mann war schon zweimal in Russland, ich einmal, und auch unsere Tochter wollte mit. An der Druschba 2016 nahmen 235 Menschen teil, was zu tollen Kontakten geführt hat — deutschlandweit und über die Grenzen hinaus. Das entwickelt seitdem eine Dynamik, die Freude macht.

Im Umfeld der Druschba tut sich viel?

Oh ja. Anfang 2017 habe ich das Nachtreffen der Fahrer 2016 organisiert, mein Mann ist 2017 wieder mitgefahren. Indirekt entstand der Kontakt zum Verein Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe, den wir seitdem unterstützen. Bei derDruschba 2017 nahm mein Mann Hilfsgüter mit, die in Rostov am Don übergeben und von dem im Donbass ansässigen Team verteilt wurden. Ein bisschen enttäuschend war, wie wenig Firmen bereit waren zu spenden. Nur zwei Firmen hatten sich gefunden und einige Kisten Süßigkeiten gestiftet. Zwei Wochen vor Abfahrt habe ich die Mitfahrer gebeten, Geschenke beim LKW abzugeben. Es war beeindruckend, wie viele in Berlin bei der Abfahrt auf uns zukamen und kleine Päckchen abgaben.

Wir haben das Magazin Free21 abonniert und verteilen sie unterwegs. Finden Free21-Veranstaltungen in der Gegend statt, sind wir dabei,

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Tagesdosis 3.7.2019 – Frieden heißt alle Menschen | KenFM.de

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03-07-19 10:23:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

„Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“ Willy Brandt

Letztes Wochenende war es wieder so weit. Es wurde von der Initiative Stopp Airbase Ramstein nach Ramstein eingeladen, um gemeinsam gegen die dort ansässige US-Airbase zu demonstrieren. Oskar Lafontaine sprach von der Nichtsouveränität Deutschlands. Wow! Auf einer Friedensveranstaltung vormals linker Organisatoren sprach ein linker Berufspolitiker davon, das Deutschland nicht souverän ist. Das müsste Oskar Lafontaine nicht nur einen Eintrag bei Psiram einbringen. Bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Artikels steht nichts von dieser Rede in seinen Einträgen auf Wikipedia(1). Vielleicht bemüht sich ja Feliks(2) noch darum? Schwierig, denn wenn Oskar über die Nichtsouveränität Deutschlands im Sinne der Airbase Ramstein redet, ist das Thema nicht mehr reichsbürgernah oder rechts. Oder, Potzblitz, ein Erkennungsmerkmal der AfD. Anmerkung für die selektiven Aufmerksamkeitsmeckerer: Ich bin nicht ein Sympathisant der AfD. 

Du bist unerwünscht

Zeitgleich kommt ein bekannter Friedensaktivist nach Ramstein, zur selben Demo, jetzt Politiker der AfD, in Privatunion, um für den Frieden mit zu demonstrieren. Schon erscheint prompt einer, der dieser Person die offizielle Unerwünschtheit an dieser Demo mitteilt. So geht Frieden, wenn er politisch ist. Er separiert und nimmt nur eine Person in die Arme, die der eigenen Markendefinition und Ideologie entspricht. Dass solche Friedensseparatisten vom Wesen des Friedens jedoch keinerlei Wissen haben, kommt ihnen selbst natürlich nicht in den Sinn. Und dass die zu separierende Person die Friedensfahrten nach Russland ins Leben gerufen hat und damit den Willen der Friedensbewegung selbst nicht hätte besser darstellen können, ist solchen Friedenskriegern völlig egal. Zumal dieselbe Person damals noch hochlobende Worte für diesen Einsatz fand! Der Mensch spielt keine Rolle. Seine Identifikation ist ausschlaggebend, nicht seine Identität. Es wird ausgegrenzt und nicht miteinander gesprochen, obwohl die zu separierende Person zur Umarmung aufrief. Solche sehen den Frieden nicht mit ihren Herzen. Im Grunde genommen sind solche die Feinde in den eigenen Reihen. Aber was heißt das schon im Sinne des Friedens, wenn der politische Frieden zur Eigenmarke und somit politischen Identifikation verschmolzen ist. 

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Kein Interesse am Frieden – mal wieder ziehen die NachDenkSeiten die Stimmung runter

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02-07-19 02:03:00,

Oder wollen Sie belogen werden? Der zornige Artikel von Leo Ensel – “Stell dir vor, der INF-Vertrag kratzt ab – und keinen juckts! – Über ein Begräbnis vierter Klasse“ – , auf den wir heute in den Hinweisen des Tages aufmerksam gemacht haben, zwingt dazu, auf eine Rede des Bundespräsidenten zu sprechen zu kommen und in diesem Zusammenhang auch auf eine Äußerung des hochgeschätzten Harald Lesch. Alles zusammen ist – aus friedenspolitischer Warte betrachtet – eine einzige Katastrophe. Albrecht Müller.

Bundespräsident Steinmeier war Mitte Juni in Finnland und hat dort eine Rede gehalten. Wenn Sie die Chance, die neu aufgebaute Konfrontation in Europa wieder abbauen zu können, richtig einschätzen wollen, oder wenn Sie die gängigen Methoden der Indoktrination studieren wollen, dann sollten Sie den Text dieser Rede zur Eröffnung der Kultaranta-Gespräche nachlesen. Sie ist nicht allzu lang und in vieler Hinsicht bemerkenswert, zum Beispiel:

  1. Der Bundespräsident komplimentiert Russland wie ganz selbstverständlich aus Europa hinaus. Da gibt es aus der Sicht des deutschen Staatsoberhauptes Europa, aber gemeint ist nur die Europäische Union, und dort ist Russland. “Unser Kontinent und die Europäische Union” werden als Einheit gesehen. Das war einmal anders: Sogar der CDU-Bundeskanzler Helmut Kohl und noch mehr die Partei, der Bundespräsident Steinmeier einmal beigetreten ist, die SPD, haben einvernehmlich am Ende des Prozesses zum Abbau der Konfrontation im Jahre 1990 das gemeinsame Haus Europa einschließlich Russlands propagiert und von Gemeinsamer Sicherheit gesprochen.

    Das war schon der Geist, der die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und der daraus folgenden OSZE prägte. In der Rede des Bundespräsidenten vom 16. Juni 2019 ist davon nichts mehr zu finden. Steinmeier erwähnt den Geist dieses ungeteilten Europas und die optimistische Hoffnung darauf, aber behauptet dann, diese Hoffnung von 1989 sei einem allgegenwärtigen Pessimismus gewichen. Er tut dann so, als sei das Ende dieser optimistischen Hoffnung vom Himmel gefallen. Wörtlich: “Es scheint, als würden autoritäre Herrscher die Macht übernehmen und die Agenda bestimmen. Demokratie, Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit scheinen auf dem Rückzug zu sein.” – Das sind die üblichen westlichen Sprüche, hinter denen die eigene Verantwortung für diese Entwicklung versteckt wird.

  2. Zum Beleg und zur Demonstration der neuen Konfrontation nutzt Steinmeier einen viel benutzten und inzwischen bewährten Trick der Manipulation: die verkürzte Erzählung einer Geschichte.

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Frieden im Innen und Außen

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22-06-19 07:39:00,

Grüne Bäume säumen die Straßen. Die Sonne scheint und ich fühle mich ein wenig wie ein kleines Mädchen vor dem ersten Schultag. Als ich ankomme, stehen bereits einige Leute vor dem Gebäude, einer von ihnen ist Daniele Ganser.

Seit Monaten freue ich mich auf diesen Tag. Als ich las, dass mein Rubikon-Kollege Jens Lehrich zusammen mit Daniele Ganser einen Achtsamkeits-Workshop veranstaltet, meldete ich mich sofort an, denn ich wollte den Friedensforscher unbedingt einmal persönlich kennenlernen. In seinen Vorträgen erläutert er anschaulich, unaufgeregt und sehr integer die oft unglaublichen Zusammenhänge der jüngeren Geschichte. Er stellt wichtige Fragen und fordert seine Zuhörer zum Selberfragen auf. Ich bewundere seine mutige Haltung gegen die Kriegstreiber unserer Zeit.

Der Veranstaltungsort — ein Gebäude in einem Hinterhof mit lichtdurchfluteten, farbenfrohen Lofts auf drei Etagen, ist gemütlich mit Teppichen auf Sitzbänken, Sofas und Stühlen eingerichtet und sorgt für eine wohlige Wohnzimmeratmosphäre. Nach und nach nehmen die einhundert Teilnehmer ihre Plätze ein. Spannung liegt in der Luft.

Zuerst ergreift Jens Lehrich das Wort. Er erzählt von seinem Hauptberuf als Comedian, in dem er eine Rolle spielt, die ihm nicht immer leichtfällt. Zum ersten Mal spricht er auch öffentlich über seine persönliche Geschichte, von einer Zeit, in der er „konsumgeil“ viele Schulden anhäufte und sich über Autos und Uhren definierte bis hin zum Wendepunkt, als einer seiner Söhne erkrankte. Seine Stimme stockt. Da steht er nun vor einhundert fremden Menschen und zeigt sich in seiner Verletzlichkeit, die auch ihn selbst zu überraschen scheint.

Das Eis ist gebrochen. Am Ende seiner Einführung spielt Jens Lehrich ein selbst komponiertes Stück auf dem Klavier. Ich spüre, wie in mir etwas zu bröckeln beginnt. Warum bin ich noch einmal hergekommen? Um Daniele Ganser zu treffen? Das erscheint mir nun absurd. Denn darum geht es einem anderen Teil in mir überhaupt nicht. Ich fühle mich genau am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Ich komme runter.

Als nun Daniele Ganser ins Mikrofon spricht, sehe ich den Menschen und nicht die öffentliche Person. Er strahlt Gelassenheit und Selbstbewusstsein aus, während er zugleich von eigenen Zweifeln erzählt. Es ist das erste Mal, dass er die Achtsamkeit zum Thema einer Veranstaltung macht, nachdem Jens Lehrich ihn dazu „anstiftete“. Denn am Ende seiner Vorträge über die illegalen Kriege seit der UNO-Gründung spricht er immer wieder davon,

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Wir sind Frieden

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16-05-19 09:53:00,

Andrea Drescher: Ist Veganismus für dich Friedensarbeit?

Thomas Weiss: Ja! Tierrechte, Menschenrechte und Frieden sind für mich gleichwertig. Für diese Themen engagiere ich mich je nach Möglichkeit. Sie gehören als Trinität der wichtigen Dinge untrennbar zusammen.

Inwiefern hängt das zusammen?

Ein Beispiel: Der Großteil des weltweiten Anbaus von Soja geht als Tierfutter in die Massentierhaltung. Das bedeutet die Rodung von Regenwäldern, die Verseuchung von Böden mit Pestiziden und anderen giftigen Stoffen, die Überdüngung und daraus resultierende Umweltschäden. Das wirkt sich letzten Endes schädlich auf den Menschen aus. Gäbe es keine Massentierhaltung und würde man seltener, aber dann hochwertiges Fleisch aus tiergerechter Bio-Haltung konsumieren, wäre ein wichtiger Schritt getan, wenngleich meine Philosophie wesentlich weiter geht und Tiernutzung generell ablehnt.

Was heißt für dich Bio-Haltung?

Es gibt viele Gütesiegel, das kann man also nachlesen. Für mich heißt Bio-Haltung, dass das Futter soweit möglich aus der Region kommt, keine synthetischen Stoffe — sondern eben Bio-Futter — eingesetzt werden und regelmäßig die Einhaltung der Tierschutzgesetze kontrolliert wird. In der Realität sieht das jedoch leider manchmal anders aus.

Du bist Veganer, aber verurteilst die „Omnis“ — die Allesesser — nicht?

Das bringt doch nichts. Auf Menschen loszugehen, führt nicht zu Veränderung. Menschen können immer dazulernen. Ich war in der Vergangenheit auch anders drauf. Mensch zu sein bedeutet meiner Meinung nach viel mehr als nur eine Haltung zu einem gewissen Thema. Deshalb sollte man Menschen generell in ihrer Würde respektieren, unabhängig von unterschiedlichen Auffassungen zu diesem oder jenem Thema.

Wie engagierst du dich?

Das ist unterschiedlich. Meist sind es Aktionen, die ich im Rahmen von Total Liberation Now, Veganes Zeitalter oder VGT im Osten Österreichs durchführe. So stehen wir zum Beispiel mit Karten vor den Filialen der Fast Food Ketten und machen die Menschen auf die Auswirkungen und das Leid von Tieren und Menschen aufmerksam, die sich aus dem Fleischkonsum — hauptsächlich in der Dritten Welt, aber auch bei uns — ergeben. Ab 2013 haben wir Mahnwachen für Tierrechte abgehalten, dann gibt es Mahnwachen vor Bekleidungs- und Modehäusern. Die Aufklärung der Konsumenten ist das Wichtigste — nur durch aufgeklärte Verbraucher kann Veränderung herbeigeführt werden. Was der Konsument nachfragt, wird produziert. Und Fortschritte erkennt man ja daran, wie sehr der Anteil an veganen Produkten in den Supermärkten angestiegen ist.

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Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit

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06-05-19 01:40:00,

Warum Gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit (#GfFuG)?

Vor der Lösung muss der Wille zur Lösung stehen und somit ein Umdenken stattfinden. Die Machtstrukturen müssen neu geordnet werden. Alle Regierungen, insbesondere jene der Veto-Mächte, müssen sich zur internationalen Gemeinschaft und den Vereinten Nationen bekennen und
deren Ziele achten. Das Wohl der Gemeinschaft muss über den Interessen eines Einzelnen (Person oder Staat) stehen.

Wir können eine Demokratie haben oder konzentrierten Reichtum in den Händen weniger – aber nicht beides. Wo reiche Menschen an der Spitze stehen, herrscht nicht die Mehrheit – in einer solchen
Gesellschaft entscheidet die Regierung immer wieder gegen die Interessen der breiten Masse.

Eine Frage die sich jeder selber beantworten muss: „Jemand der nichts zu verbergen hat, braucht auch den Internationalen Strafgerichtshof nicht zu fürchten. Können die Mächtigen es sich tatsächlich leisten, sich derart unglaubwürdig zu machen?“

#GfFuG – Zum Vergrößern anklicken

Es gibt eine Macht, die in der Lage sein kann, die Reichen und Mächtigen dieser Welt angemessen zu kontrollieren. Die Menschen. Diese Macht entsteht aber erst, wenn alle Menschen gemeinsam
aufstehen. Darum ist die Teilnahme jedes Einzelnen an der Initiative GfFuG, auch Ihre, sehr wichtig.

Der bislang häufigste Kommentar zu dieser Initiative GfFuG: „Das passiert doch sowieso
nicht
“.

Die Antwort auf diesen Einwand: „Das werden wir erst wissen, wenn wir es gemacht haben“.

Ein anderer Kommentar: „Jedes große historische Geschehen begann als Utopie und endete als Realität.

→ Weitere Meinungen und Gedenken zu #GfFuG

Dies ist eine absolute Aussage.

Es gibt keine Ausnahme und kein Aber.

Es gibt keinen gerechten Krieg.

Man muss nicht hochbegabt, nicht besonders klug sein, man braucht kein überaus ausgeprägtes Vorstellungsvermögen und keine tiefe Bildung, um zu begreifen, wie schrecklich Krieg sein muss.

Kein Krieg - Stop Wars

Ich hatte, wie die meisten Menschen die ich kenne, das unglaubliche Glück, keinen einzigen Krieg direkt miterleben zu müssen – ein Privileg.

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Wir sind Frieden

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04-05-19 08:38:00,

Freiheitsaktivistin — was heißt das?

Freiheit ist für mich eine Lebenseinstellung. Ich achte sehr darauf, dass meine Freiheit nicht angetastet wird. Es geht um die Freiheit meiner Gedanken, meiner Äußerungen, meines Handelns. Ich lasse mich ungern gängeln — frei zu sein ist für mich ein Grundbedürfnis wie Atmen.

Darum bist du Aktivistin geworden?

Ja! Ich sah meine Freiheit durch konkrete Bedrohungen zunehmend eingeschränkt — ACTA, ESM, INDECT (1) sind für mich Eingriffe in das Selbstbestimmungsrecht. Außerdem will ich meine Söhne nicht im Krieg verlieren. Ich musste einfach aktiv werden.

Aktiv werden heißt was?

Zum Thema ESM habe ich 2012 alle Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und halb NRW direkt angeschrieben und erläutert, warum der ESM nicht befürwortet werden darf. Am Tag der Abstimmung zum ESM gab es Proteste, gleichzeitig fand der Hungermarsch gegen Nahrungsmittelspekulation von Frankfurt nach Berlin statt. So fing meine Demo-„Karriere“ an. Mein Mann und ich schlossen uns dem Hungermarsch ab Erfurt für 3 Tage an und haben auch die letzten zwei Etappen nach Berlin mitgemacht. Bei den Protesten gegen INDECT und Monsanto und für ein Recht auf sauberes Trinkwasser bin ich zuerst mitgelaufen, wurde aber zunehmend als Sprecherin aktiv. Am 12. April 2014 haben wir in Bremerhaven die erste Mahnwache organisiert; anschließend war ich jeden Montag auf der Straße.

In der Mahnwachen-Szene bist du sehr bekannt. Wie kommt das?

Das kam durch meine Rede bei der ersten bundesweiten Mahnwache im Juli 2014 in Berlin. Bei der Mütterrede ging es nicht um die klassischen Themen der Politik, sondern ich machte — mit Bezug auf das alte Griechenland — deutlich, was Krieg aus der Sicht der Mütter heißt. Es ging um Lysistrata und die Möglichkeit der Frauen, durch Liebesentzug den Kriegen der Männer ein Ende zu setzen. Darauf folgten Anfragen, ob ich auch woanders reden könnte. Im Herbst bin ich von einer MW zur nächsten gefahren, immer mit anderen Themen. Bei der ersten globalen Mahnwache am 6. Dezember gab es in Wien dann die „Arschloch“-Rede.

Bitte was?

Die Mahnwachen waren 9 Monate alt, es war an der Zeit, das Kind auf die Welt zu bringen. Unser Kind hatte viele Eltern. Aber damals begann bereits die leidige Distanziritis. Das wollte ich mit der A-Rede verdeutlichen. Kurz erzählt: Die Organe des Körpers streiten sich,

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Wir sind Frieden

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20-04-19 09:29:00,

Andrea Drescher: Warst du schon immer politisch?

Jan Dahlgrün: Nein. Ich war zwar in der 80er Jahren Teil der Menschenkette gegen die Pershing-Raketen — aber damals war das Friedensengagement noch in der Gesellschaft verankert. Ich war zu jung für die 68er, und als ich studierte, ging es in den Demos um Studienordnungsveränderungen. Wir haben Polizisten geärgert, waren aber nicht wirklich politisch. Erst im Februar 2014 mit der Geburt meiner Enkelin änderte sich etwas. Ich bekam eine andere Lebensperspektive. Bei Enkeln blickt man weiter nach vorn. Ich fragte mich: Wie entwickelt sich unsere Gesellschaft? Und dann kam am 8. März 2014 das Schlüsselereignis.

Was war das?

Ich zappte durch die Kanäle — damals sah ich noch fern — und blieb bei BBC hängen. Man berichtete, dass MH370 verschwunden sei. Daraufhin hatte ich intuitiv ganz stark das Gefühl „Etwas stimmt nicht. Was ich höre, ist nicht die Wahrheit“. Um mir das rational zu erklären, habe ich die Informationen zum Verschwinden der Maschine sehr sorgfältig analysiert. Dabei fielen mir enorme Unstimmigkeiten auf. Es gab zahlreiche Widersprüche, so dass ich begann, die Medien in Frage zu stellen.

Kannst du mir Beispiele dazu geben?

Der Pilot von MH370 hatte am Simulator verschiedene Ziele geprobt, darunter die Malediven und Diego Garcia. Wer kannte schon Diego Garcia? Dank Google erfuhr ich, dass es eine riesige US-Militärbasis im indischen Ozean ist, die ursprüngliche Bevölkerung des Atolls war abgesiedelt worden. Laut Flugbahnanalyse flog MH370 erst in Richtung Westen und bog dann entweder nach Süden oder Norden ab. Der direkte Weiterflug hätte in Richtung Malediven und Diego Garcia geführt. Dann fand ich die Meldung, dass der Flughafen auf Diego Garcia genau zu dieser Zeit für 72 Stunden geschlossen war. Ich habe das auf Facebook gepostet und meine Kontakte nach Erklärungen gefragt. Kurz danach war mein Posting gelöscht — ich hatte weder Screenshots noch Sicherungskopien gemacht. So wurde ich dann vollends skeptisch. Warum wird ein Post von mir gelöscht? Wenn es Unsinn wäre … Hat man Angst, dass sich diese Infos verbreiten?

Parallel berichteten die Medien über eine der größten Suchaktionen, die man je erlebt hat. Für mich war das eine massive Nebelkerze. Ich kann mich noch erinnern, dass in Spiegel Online eine Liste von Erklärungen über die möglichen Ursachen des Verschwindens erschien.

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Wir sind Frieden

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05-04-19 09:06:00,

Andrea Drescher: Ist TTIP der Grund deines Einstiegs in die Friedensbewegung?

Silvia Donninger: Erst kamen TTIP und der Hypo-Skandal in Österreich und kurz darauf die Ukraine-Krise. Ich habe gespürt: Irgendwas stimmt nicht mehr. Weiter wie bisher machen weder Mensch noch Erde mit. Das wurde dann das Motto für mein Tun.

Wo engagierst du dich?

Durch Facebook habe ich seit 2013 zahlreiche Kontakte aufgebaut. Werner Nosko schrieb mich an, ob wir nicht gemeinsam etwas machen sollten. So entstand das TTIP-Aktionsbündnis Österreich. Zeitgleich ging es mit der ersten Friedensmahnwache Anfang Juni in Salzburg los, die ich mit Unterstützung ins Leben gerufen habe. Die zweite habe ich dann allein organisiert, Flyer gedruckt, angemeldet … Was eben ansteht. Und obwohl das Wetter schlecht war, kamen immerhin 25 Personen.

Aus dieser Gruppe entstand unsere Salzburger Montags-Info. Sechs Aktive haben sich zusammengetan und eine Zeitlang monatlich Informationsveranstaltungen in Salzburg organisiert.

Um was für Informationen ging es?

Eigentlich um alle Systemfragen. So war zum Beispiel Dr. Otmar Pregetter zum Thema Geldsystem, Geldschöpfung und Zinseszins vertreten. Andere Themen waren Bildung, Agrar-Industrie, Wirtschaft oder Medien. Heute treffen wir uns noch sporadisch zum Stammtisch und tauschen uns aus. Aktionen laufen im Moment keine, aber jeder ist weiterhin aktiv.

Wie denn?

Eine von uns lebt und arbeitet mittlerweile am Anastasiahof, wo gerade eine Aus- und Weiterbildungsstätte unter anderem zur ökologischen Landwirtschaft aufgebaut wird. Ich betreue die TTIP-Seite und unterstütze Werner bei unserem Blog NPR-News. Damals haben wir auch die Bürgerinitiative gegen CETA gestartet. Das war sehr viel weiter fortgeschritten als TTIP.

Während unserer Aktion „Nein zu CETA“ im September 2014 lag TTIP noch in weiter Ferne. CETA war ausverhandelt, aber fast keiner kannte es. Trotzdem konnten wir knapp 1.000 Unterstützungserklärungen an die Bundesregierung übergeben und Werner wurde dann auch zu einem Hearing mit einem Vertreter der EU-Kommission und ExpertInnen im Petitionsausschuss eingeladen.

Tut sich bei TTIP überhaupt noch etwas?

Natürlich. Es gibt die TTIP Aktionsbündnis-Seite mit ihren zugehörigen Gruppen. Auf der Seite haben wir rund 47.000 Follower, in den Gruppen sind circa 2.000 Mitglieder. Obwohl TTIP auf Eis zu liegen scheint, da Trump Freihandelsabkommen ja ablehnt, liest man von Nachverhandlungen. CETA und TISA sind mindestens ebenso kritisch zu betrachten. Auch wenn man von TISA, dem Dienstleistungsabkommen,

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Sondermahnwache für den Frieden am 25. März 2019 zum 20. Jahrestag des Jugoslawienkrieges | KenFM.de

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21-03-19 09:47:00,

Pressemitteilung von Mathias Tretschog, freier Journalist und Gründer des Friedensprojektes Stop the WAR in Yemen.

Das erste Mal seit 1945 sind in Europa Grenzen eines Landes gewaltsam verändert worden. 24. März 1999: Im italienischen Piacenza starten deutsche Kampfjets gegen Jugoslawien. Es ist der erste Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg – ein Tabubruch.

Es war die Bundesrepublik Deutschland, die 54 Jahre nach der Kapitulation von Nazi-Deutschland mit 70 Mio. Toden aus zwei Weltkriegen und 9 Jahre nach der Wiedervereinigung mit ihrem Versprechen an die Welt, „von deutschem Boden wird nur Frieden ausgehen“, sich zum ersten mal nach dem 2. Weltkrieg aufmachte, um in den Krieg zu ziehen – diesmal gemeinsam mit den USA gegen Jugoslawien, wegen einem innerjugoslawischen Konflikt in der serbischen Provinz Kosovo.

Die Friedenskundgebung findet auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor in Berlin statt und beginnt um 18.00 Uhr.

Hier der Link zu weiteren Informationen:
https://www.us-kriege.de/mahnwachen/jugoslawien-jemen/

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Veröffentlicht am: 21. März 2019

Anzahl Kommentare: noch keine

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Gerechter Frieden ist kein Antisemitismus | KenFM.de

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15-03-19 03:51:00,

Zum Göttinger Friedenspreis für die ‚Jüdische Stimme‘

von Bernhard Trautvetter.

Die Auseinandersetzungen um den vom Zentralrat der Juden kritisierten diesjährigen Preisträger des Göttinger Friedenspreises – die Jüdische Stimme – fügen sich wie nahtlos in eine weltweite Stimmungsmache und Vorgehensweise einflussreicher Kräfte gegen Kritiker/innen der rechten Regierung Israels ein. Es geht bei den damit zusammenhängenden Konflikten um weit mehr, als um das jeweilige Thema konkret. Es geht um Grundrechte, Menschenrechte und damit um die Zukunft von Menschen und von den Gesellschaften, in denen der Konflikt Spannungen auslöst. 

Eins der Elemente des Konflikts besteht darin, dass der Preisträger zu jenen Kritikern der Regierung Israels gehört. Schon die Vorgeschichte der Jüdischen Stimme macht das deutlich: Am 9. November 2003 fand die Gründung der deutschen Sektion der ‚European Jews for a just Peace‘ statt. Die Motivation zu diesem Schritt entsprang der Erkenntnis, dass es einen Frieden nicht ohne Gerechtigkeit gibt. Die Regierung von Benjamin Netanjahu mit den sie tragenden ultrarechten, militaristischen und rassistischen Kräften, die arabischen Israelis zehntausendfach die Staatsbürgerschaft abnehmen wollen, ist einer Haltung im Sinne eines gerechten Friedens gegenüber feindselig eingestellt.  Immer häufiger und massiver werden Kritiker/innen dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt; dabei vermischen Medien, Institutionen, Organisationen und einzelne ‚Antisemiten-Ankläger‘  Israel mit Zionismus und den Juden, bzw. dem Judentum insgesamt. Sie unterstellen eine Einheitlichkeit aller Juden und postulieren ihre Position als die Jüdische. In der Folge werden kritische Organisationen damit konfrontiert, dass ihnen Räumlichkeiten für Veranstaltungen vorenthalten werden. Ein weiteres Element dieser Entwicklung besteht darin, dass diese Ankläger immer häufiger auch Israel-kritische Juden als sogenannte ‚Selbsthasser‘ (…) herabwürdigen; diese Unterstellung wird immer häufiger mit dem Vorwurf des Antisemitismus verknüpft. Nachfahren der Opfer der Nazis werden vermehrt mit diesem Vorwurf konfrontiert und verletzt (1). Moshe Zuckermann antwortet auf diesen Vorwurf, er handele mit seiner kritischen Position nicht aus Selbsthass, sondern aus dem Motiv des Antifaschismus heraus (2).

Was hier aus Kreisen der Herrschenden und von Seiten einiger Kräfte wie der Antideutschen (3) geschieht, das stellt eine Gefährdung vieler kritischer Organisationen dar, je nachdem, wie erfolgreich die Angriffe gegen demokratisch-alternative Kräfte ablaufen, wie viel oder wenig Gegenwehr zu verzeichnen ist.

Die damit verbundene Gefahr für die Demokratie wird am aktuellen Konflikt um den Göttinger Friedenspreis deutlich;

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Frieden ist möglich

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26-02-19 11:08:00,

Im Jahr 2012 begann ich mich für die Idee eines alternativen Wirtschaftsmodells, der Gemeinwohlökonomie, von Christian Felber zu interessieren. Da war ich bereits 5 Jahre als Heilpraktikerin in eigener Praxis selbständig. Ich las das gleichnamige Buch, ausgezeichnet mit dem Zeit-Wissen-Preis, und besuchte die regionalen Gruppen von Attac und GWÖ- Energiefelder, die sich zum Austausch trafen.

2013 lernte ich Christian Felber persönlich kennen, als er an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf einen Vortrag hielt. Prof. Dr. Horst Peters und Biolandwirt Heiner Hannen, beides Menschen aus meinem Umfeld, hatten diesen gut besuchten Abend organisiert (1).

2015 kam Felber zum jährlichen Hoffest von Heiner Hannen und begeisterte dort die Menschen.

Bild

Lammertzhof Hoffest 2015 GWÖ Christian Felber (Quelle: www.lammertzhof.net).

In der Zwischenzeit hatten wir uns mit 15 Unternehmen zusammengeschlossen, wovon 5 eine Arbeitsgruppe „Auditierte Gemeinwohl-Bilanz für Unternehmen“ an meinem Wohnort gründeten. Es war eine gute und aufschlussreiche Erfahrung für mich, nach völlig neuen, aber mir nahe liegenden Kriterien, für mein kleines EPU eine Bilanz zu erstellen. Das hat sogar die Reporter der Rheinischen Post interessiert.

Erstmalig stand nun nicht die Gewinnmaximierung an erster Stelle, sondern ich befasste mich intensiv mit ökosozialen, nachhaltigen Kriterien und ging Schritt für Schritt in die Tiefe. Es erstaunte mich, denn ich war der Meinung, bereits alles gut zu machen, war unter anderem Kundin einer Ökobank, eines Ökostromanbieters. Womit ich mich bisher nicht befasst hatte: Kaufe ich nicht nur saisonal und regional, biologisch, sondern auch möglichst bei Familienbetrieben? Wie ist dort die Personalfluktuation? Woher bezieht die umweltfreundliche Druckerei ihr Material und ist grün wirklich grün oder grün gewaschen? Wie viel Müll produziere ich? Wie komme ich zum nächsten Seminar? Nehme ich das Auto, ein Flugzeug oder den Zug?

Letztlich ging es um meinen ökologischen Fußabdruck, der schon gut, aber noch verbesserungswürdig war. Es machte Spaß, mit den Unternehmern über ihre Strategien, Veränderungen und Umsetzungsweisen zu sprechen. Wir lernten viel voneinander. Ziel der Gemeinwohl-Bilanzierung war für mich, noch besser zu verstehen, wie ich als Einzelne eine Wirkung erzielen kann, die positive Veränderungen für die Mitwelt nach sich zieht. Das widerlegte sofort die allgemeine Haltung, die mir bis heute immer wieder begegnet: Einer allein kann nichts bewegen.

Ziel war und ist es, ein sinnerfülltes, menschenwürdiges, nachhaltiges,

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Frieden ist der Weg

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08-02-19 01:04:00,

Die Diskussion über Pazifismus als Versuch, den Lauf der Dinge in zukunftsverträgliche Bahnen zu lenken, berührt die zentrale Frage des politischen Engagements in der heutigen Zeit. Es geht um die Frage: Ist das System der Konkurrenz und des Primats der Rendite von Anteilseignern — in der marxistischen Begrifflichkeit des Profits von Kapitaleignern — überhaupt durch eine wirkliche Alternative zu überwinden?

Pazifismus wird oft diskreditiert. So schrieb zum Beispiel der „Welt“-Journalist Henryk M. Broder vor einigen Jahren über den deutschen Pazifismus, dass er „… sich vor allem gegen jene richtet, die ihn mit ihrem militärischen Einsatz erst ermöglicht haben. Ohne die Intervention der Alliierten gäbe es keine Friedensbewegung in Deutschland, keine Ostermärsche, … Der Pazifismus des 21. Jahrhunderts ist ein Lebensstil, für dessen Kosten andere aufkommen. Es ist weniger die Liebe zum Frieden als vielmehr der Wunsch, sich die Hände nicht schmutzig machen zu müssen“ (1).

In der Tat war der deutsche Faschismus, der den zweiten Weltkrieg mit zig Millionen Toten ausgelöst und immer weiter forciert hat, mit Waffengewalt niedergekämpft worden. Es ist auch offen, ob eine konsequent pazifistische Opposition in allen Ländern, die er überfallen hat, von der Sowjetunion bis in den afrikanischen Kontinent, eine Chance gehabt hätte.

Nur das Beispiel Guernica, das einen Terror-Luftangriff der Nazi-Luftwaffe erlitt, zeigt, dass gewaltfreier Widerstand bestimmte Kriegsverbrechen kaum hätte verhindern können. Ähnliches gilt für Hiroshima und Nagasaki. Diese beiden Städte und mindestens ebenso Tokio und Dresden mit ihrem von den Alliierten ausgelösten Feuersturm im Bombenhagel zeigen, dass offensichtlich auch ein als Verteidigungskrieg begonnener Waffengang dafür anfällig ist, zum Kriegsverbrechen zu entarten (2). Neonazis missbrauchen diese Verbrechen für ihr Propaganda-Ziel, Hitler und den NS-Staat irgendwie von seiner ungeheuren Schuld zu entlasten, als ginge das zum Beispiel durch Abwälzung.

Der differenzierte Blick auf die Fragen nach dem Sinn des Pazifismus im Angesicht der Gewalt erfordert ein genaueres Hinsehen auf die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und auf die Infrastruktur, von deren Funktionieren unser Leben abhängt. Jede Entwicklung, die die Gefahr eines Zusammenbruchs der Lebensadern unserer Gesellschaft heraufbeschwört, verbietet sich im Angesicht der Abhängigkeit des Lebens vom Funktionieren der Infrastruktur.

Europa mit seinen circa 200 Atomreaktoren, mit seiner alltäglich zunehmenden Abhängigkeit von digitalen Abläufen im Internet und in Endgeräten, mit seiner verletzlichen Ressourcen-Ver- und -Entsorgung, einem elektronisch basierten Gesundheits- und Bankensystem, seiner hochempfindlichen Verkehrsinfrastruktur würde einen mit militärischer Gewalt ausgetragenen Konflikt nicht überleben.

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Frieden mit dem Körper

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07-02-19 02:14:00,

Im Sommer 2012 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs, eine Woche vor meiner Hochzeit. Ich habe zwei Mal Ja gesagt: Einmal zu einer neuen Liebe und einmal zum Leben und zu dem, was mit mir geschah. Im Strudel der Ereignisse habe ich mich für eine konventionelle Krebsbehandlung entschieden: Chemotherapie, chirurgischer Eingriff, Strahlentherapie. Die Hormontherapie habe ich nach wenigen Monaten eigenverantwortlich und gegen den Rat meiner Ärzte abgebrochen.

Schon während meiner Behandlungen habe ich mich von natürlichen und ganzheitlichen Heilmethoden begleiten lassen und gespürt, dass meine Heilung nicht von dem abhing, was man mit mir veranstaltete. Ich spürte, dass es vor allem auf mich ankam: auf meine Haltung zu mir selbst, zu meiner Krankheit und zum Leben insgesamt.

Meine Zweifel daran, ein Problem lösen zu können, indem ich es mit schwerem Geschütz bekämpfen ließ, wurden immer eindringlicher. Doch Alternativen sah ich zu dem Zeitpunkt nicht. Über sie wird nicht öffentlich gesprochen. Niemand im Krankenhaus klärte mich darüber auf. Keine Versicherung übernimmt die Kosten für nicht konventionelle Behandlungen. Andere Methoden als Vergiften, Verbrennen und Herausschneiden werden nur in seltenen Fällen in Betracht gezogen.

Die Krankheit ist nicht neu. Auch wenn Krebs heute eine der ersten Todesursachen ist: er begleitet uns seit dem Altertum. Auch bei Tieren und Pflanzen kann er auftreten. Doch bis zum letzten Jahrhundert gab es ihn nur in seltenen Ausnahmenfällen. Heute ist, statistisch gesehen, jeder dritte Bewohner der industrialisierten Welt betroffen, bald jeder zweite. Nach den aktuellen Prognosen soll Krebs demnächst die Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nummer eins ablösen. In Frankreich, wo ich behandelt wurde, ist dies bereits der Fall. Australien hält den traurigen Weltrekord der Krebstoten, dicht gefolgt von Nordamerika und Europa. Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung hat auch China in den letzten Jahren stark aufgeholt. Die wenigsten Krebstoten gibt es in Afrika.

Jahrzehntelange Forschung, immer ausgefeiltere Kampfstrategien, modernste Technologien, umfassende Massenuntersuchungen, weitgreifende Informationskampagnen und die Investition gigantischer Summen haben bis heute keine wirklich greifende Lösung gebracht. In Statistiken wie dem Register für Krebsdaten ist erkennbar, dass mehr als die Hälfte aller Krebspatienten zusammengenommen schon während der ersten fünf Jahre ihr Leben verliert. Viele sterben nach dieser Frist, nach der eine Therapie als erfolgreich eingestuft wird. Es haben sich Zweittumore oder neue Tumore entwickelt, die immer schwieriger zu behandeln sind.

Ich begann, mich darüber zu wundern, warum trotz mangelnder Erfolge an den aggressiven und invasiven Behandlungsmethoden festgehalten wird und folgte der Energie,

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Tagesdosis 7.11.2018 – Frieden schaffen mit Heiko Maas | KenFM.de

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07-11-18 01:26:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Am 3. November 2018 erschien ein Bericht des Außenministers Heiko Maas im Spiegel, in dem er dazu aufruft, einen neuen Frieden zu denken, der auf Vertrauen aufbauen soll. Maas macht dort hauptsächlich Russland für den Vertrauensverlust verantwortlich, da Russland den INF-Vertrag nicht einhalte. Damit bezeichnet man die bilateralen Verträge zwischen der Sowjetunion und den USA über die Vernichtung aller landgestützten Flugkörper mit mittlerer und kürzerer Reichweite (500 bis 5500 Kilometer). Der Besitz, die Produktion und Flugtests mit ihnen sind verboten. Der Vertrag wurde am 8. Dezember 1987 anlässlich des Gipfeltreffens von Washington unterzeichnet und am 1. Juni 1988 während des Gipfeltreffens in Moskau in Kraft gesetzt, kann man auf Wikipedia nachlesen.

Natürlich haben die USA, seit Ronald Reagan, der diesen Vertrag zusammen mit Michail Gorbatschow unterzeichnete, im vollen Umfang eingehalten – denkt der deutsche Außenminister wahrscheinlich. Ist aber überhaupt nicht so. Denn die USA wollen diese auf den neusten Stand bringen und große Teile dieser Friedensbewahrungs- und Abschreckungswaffe im Orbit installieren. Das, so denkt der deutsche Außenminister in seiner schier grenzenlosen Naivität wahrscheinlich, wisse so ein Rüpel wie der Putin alles nicht. Und in China ist man sich dieses Wissens wahrscheinlich nicht einmal gewahr. Wir sind die Guten – die anderen alle zusammen genommen, sind die Bösewichte. Maas möchte auch die USA dazu ermuntern, mutige Schritte zur Abrüstung ihrer Atombomben zu unternehmen. Mutige Schritte. Soso, Herr Maas. Oder nutzen Sie den Artikel, den Sie jüngst im Spiegel schrieben, nur um dem unaufgeklärten Volk, auch als Wahlvolk bekannt, ein Märchen von der Güte der Guten zu erzählen. Böse sind immer nur die anderen. Kriege führen immer nur die anderen und wir werden dazu gezwungen, sie als  Verteidiger der Freiheit mitzuführen. Wir sind immer das Peace Keeping Operation-Centrum, mit Sitz in Ramstein, Stuttgart-Vaihingen, und mit Büchel als Trumpfkarte.

Man muss sich diesen ganzen vollendeten Wahnsinn einmal in seiner Realität vorstellen.

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Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen | KenFM.de

Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen | KenFM.de

06-10-18 11:37:00,

Aufruf für eine neue Friedenspolitik

94 Prozent der Deutschen halten nach einer Umfrage des forsa-Instituts für Politik und Sozialforschung gute Beziehungen zu Russland für wichtig. Das wird von den Berliner Politikern und den „staatstragenden“ Medien in der weit überwiegenden Mehrzahl ignoriert. Auch nachdem sich das Verhältnis zwischen den USA und der EU in letzter Zeit abgekühlt hat, folgt die deutsche Regierung nahezu blind der Aggressionspolitik und den militärischen Vorgaben der USA mit ihrer NATO. Jetzt ist im Westend Verlag das Buch „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“ mit 27 friedenspolitischen Beiträgen namhafter Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft erschienen.
https://www.westendverlag.de/buch/warum-wir-frieden-und-freundschaft-mit-russland-brauchen/

Die Autorinnen und Autoren: Adelheid Bahr, Egon Bahr, Wolfgang Bittner, Peter Brandt, Mathias Bröckers, Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Frank Elbe, Justus Frantz, Sigmar Gabriel, Peter Gauweiler, Richard Kiessler, Gabriele Krone-Schmalz, Wolfgang Kubicki, Harald Kujat, Oskar Lafontaine, Albrecht Müller, Matthias Platzeck, Detlef Prinz, Herwig Roggemann, Florian Rötzer, Evgeniya Sayko, André Schmitz-Schwarzkopf, Hans-Joachim Spanger, Antje Vollmer, Konstantin Wecker und Willy Wimmer.

Ein Beitrag aus dem Buch von Wolfgang Bittner.

Russland gehört zur europäischen Familie
Was um Himmels willen treibt Deutschland gegen Russland?

Russland ist das größte Land Europas, das wird verdrängt und gerät allmählich in Vergessenheit. Zwischen Deutschen und Russen gab es jahrhundertelang intensive Handelsbeziehungen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch. Was wäre unsere Kultur ohne die russische Literatur, Kunst, Musik, ohne das russische Theater? Ich nenne nur die Schriftsteller und Dichter Tolstoi, Dostojewski, Tschechow, Gorki, Puschkin und Jewtuschenko, die Maler Jawlenski, Malewitsch und Repin (ich habe sofort die Wolgatreidler vor Augen), die Musiker Prokofjew, Schostakowitsch und Tschaikowski (ich höre die Nussknacker-Suite). Puschkin las Goethe, Goethe las Puschkin, bis heute wird in Russland Heinrich Heine verehrt und Beethoven widmete der Zarin Elisabeth seine Polonaise Op. 89, wofür ihm zum Dank eine großzügige Zuwendung gewährt wurde. Zar Peter I. arbeitete 1607 inkognito auf einer niederländischen Werft, um die Techniken des Schiffsbaues zu erlernen, und Albert Lortzing verfasste nach dieser historischen Episode das Libretto für seine Oper „Zar und Zimmermann“.

In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag 2001 – das war damals noch möglich! – nannte Wladimir Putin Goethe, Schiller und Kant, und er sagte,

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Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

03-10-18 07:11:00,

Bild: Dmitry Dzhus/CC BY-2.0

Das vorherrschende Bild vom alleinigen “Bösewicht” Russland ist zu einfach

… weil Frieden die Basis für alles Leben ist und weil es ohne oder gar gegen Russland keine verlässlichen Sicherheitsstrukturen geben wird und – Freundschaft heißt Vertrauen. Das Zusammenleben wird dadurch nicht nur leichter, sondern auch angenehmer. Eigentlich ganz einfach und logisch. Warum funktioniert es nicht?

Im Nachgang der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr sah es doch so aus, als seien wir auf dem richtigen Weg. Der Fall der Mauer, die Auflösung der Sowjetunion, das Ende des Kalten Krieges – die Welt schien, für einen Wimpernschlag der Geschichte, paradiesischen Zeiten entgegenzugehen.

Ich kann mich gut an meine Empörung über die folgenden Sätze erinnern: “Für Freudentaumel besteht kein Anlass. Wir werden den Zeiten der Ost-West-Konfrontation noch nachtrauern. Regionalkonflikte werden die Zukunft beherrschen, und die Welt wird nicht friedlicher werden, ganz im Gegenteil.” So hatte sich ein bekannter Politiker zu fortgeschrittener Stunde vertraulich im kleinen Kreis geäußert.

Ich konnte und wollte mir dieses Szenario nicht vorstellen und vertraute darauf, dass die politischen Akteure auf allen Seiten den Wert dieser Chance erkannten und in diesem Sinne handelten. Ich vertraute auch darauf, dass sich die Menschen diese Errungenschaften nicht mehr nehmen und sich nie wieder gegeneinander aufhetzen lassen würden. Aus heutiger Sicht betrachtet – wie naiv.

An allen Ecken und Enden brennt es: Syrien, Irak, Afghanistan, der Nahost-Konflikt, um nur einige Brandherde zu nennen. Terrorismus bestimmt auf zweifache Weise die Ausrichtung von Politik: im tatsächlichen Abwehrkampf und als willkommener Vorwand für politische Entscheidungen, die sich unter “normalen” Bedingungen kaum durchsetzen ließen.

Die Weltwirtschaftsordnung verdient die Bezeichnung “Ordnung” nicht mehr. Zockerei und eine Mischung aus Perversion und Zynismus heben alles aus den Angeln. Börsen, die wie Kartenhäuser sind, und beim leichtesten Windzug zusammenstürzen, haben reale Wertschöpfung und Fakten abgelöst. Psychologie, zweifelhafte Rankings und Stimmungsmache entscheiden über die Existenz oder den Bankrott von Menschen, Firmen und zuweilen sogar von Staaten.

Wäre es nicht intelligent, ein Land wie Russland mit seinen Erfahrungen und seiner Geschichte an den Überlegungen zu beteiligen, wie man diesen Fehlentwicklungen begegnen kann? Was wäre denn, wenn man gemeinsam nach Antworten auf Fragen suchen würde, die Deutsche,

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„Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“ | KenFM.de

„Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“ | KenFM.de

01-10-18 08:47:00,

Ich fürchte, wenn wir endlich den Lauf der Geschichte ändern wollen, und das Risiko beenden wollen, dass wir letztlich die Menschheit ganz ausrotten, dann müssen wir Frieden und Freundschaft mit Russland – und mit China! – schliessen, damit diese unselige europäische Geschichte der Kolonialisierung – fortgesetzt von neuer Basis aus durch die Europäer in Amerika (gerne vergessen wird: die Amerikaner sind Europäer, die ihren neuen Kontinent nach bewährter europäischer Tradition kolonialisierten!) beenden, indem wir vielleicht akzeptieren, dass wir zwar miteinander Handel und Kulturaustausch treiben, aber uns nicht mehr in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen, wie es die explizite Politik sowohl von Russland wie von China ist. Dafür die nötige Vertrauensbasis aufzubauen: das ist m. E. die allerwichtigste Aufgabe, wenn Frieden und Freundschaft mit Russland und China erreicht werden sollen.
Das kann aber nicht gelingen, wenn Europa – und die Europäer in Amerika! – nicht bereit sind, mit der Kolonialgeschichte vor, bei und nach der Eroberung Amerikas ehrlich abzurechnen.

Mich irritiert ehrlich gesagt, dass China hier nicht mit eingeschlossen ist. Warum?
Nun, man könnte denken, dass Europa/Amerika sich Russland einverleiben möchten, um so weiterzumachen wie bisher.

Auszüge aus einem Artikel von Andre Vltchek, über den nachzudenken es sich wirklich lohnt. (Sicher findet sich jemand, der bei Ken übersetzt, falls nötig):

Mr. Trump sees collaboration with Europe as an extremely bad business.
Not that President Trump is a saint himself. Of course, he isn’t. He is a businessman – a very ruthless one, and in the past very daring and very successful. He has already managed to break the backs of hundreds of people, and now he would not hesitate to run hundreds of countries to the ground, if they’d dare to stand in his way.

https://journal-neo.org/2018/07/19/donald-trump-despised-by-europe-despises-europe/

You see, if Mr. Trump was acting as an ordinary U.S. president from the upper class, perhaps like Mr. Obama or Bill Clinton were acting just very recently, there would be absolutely no outrage and no protests in London or Berlin. Some 10 million corpses in the Democratic Republic of Congo did not outrage European masses, as long as they got plenty of coltan for their mobile phones, and enough uranium for the NATO nukes.

https://journal-neo.org/2018/07/19/donald-trump-despised-by-europe-despises-europe/

To guarantee the stability of Western dogmas and propaganda,

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Verfassungsschutz-Chef Maaßen will den Frieden stören

Verfassungsschutz-Chef Maaßen will den Frieden stören

17-06-18 01:03:00,

Wissenschaftlicher Dienst bezeichnet Forderung nach Hackbacks als grundgesetzwidrig. Verstoß gegen Verbot friedensstörender Handlungen

Rückschlag für Verfassungsschutz-Präsident Hans Georg Maaßen: Nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags wären Cyberangriffe auf ausländische Server, wie sie vom Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes wiederholt gefordert wurden, nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Maaßen hatte zuletzt Mitte Mai gegenüber der ARD die Möglichkeit sogenannter Hackbacks gefordert. Für solche Cyberangriffe solle der Geheimdienst gesetzlich befähigt werden, so die indirekte Forderung des Verfassungsschutz-Chefs. Es könne sogar notwendig sein, ausländische Server über entsprechende Attacken zu beschädigen. Die Bundestagswissenschaftler traten solchen Plänen nun deutlich entgegen.

In einem Gutachten, das von der Linken-Abgeordneten Heike Hänsel in Auftrag gegeben worden war und das Telepolis vorliegt, werden Hackbacks als unvereinbar mit dem in Art. 26 Abs. 1 des Grundgesetzes verankerten Verbot friedensstörender Handlungen bezeichnet. Die Bundesregierung gehe zwar davon aus, dass für Cyberangriffe keine besonderen rechtlichen Regelungen bestünden und sich ihr Einsatz nach den allgemeinen rechtlichen Vorgaben für militärische Einsätze richte, zitiert das Gutachten die Regierungsposition. In der Fachliteratur werde jedoch überwiegend davon ausgegangen, dass auch Cyberangriffe eine Verletzung des völkerrechtlichen Gewaltverbots darstellen könnten, wenn eine bestimmte Erheblichkeitsschwelle überschritten wird. Friedensstörende Handlungen seien festzustellen, wenn es zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des zwischenstaatlichen Verkehrs komme.

Verboten seien insbesondere Handlungen, die eine erhöhte Gefahr gewaltsamer staatlicher Konflikte mit sich bringen oder eine Bedrohung des Weltfriedens im Sinne von Art. 39 UN-Charta darstellten. “Die Anforderungen an eine gewaltsame Handlung werden im Bereich der Cybermaßnahmen von der Literatur insgesamt niedrig angesetzt”, schlussfolgern die Autoren. Grund dafür sei das erhebliche Eskalationspotenzial, das diesen Einsätzen innewohne. Wegen der Unsicherheiten bei der Rückverfolgung von Cyberangriffen könne regelmäßig nicht mit Gewissheit festgestellt werden, ob sich die – gegebenenfalls auch reaktiven – Maßnahmen tatsächlich gegen den Verantwortlichen richte. Dadurch werde die Gefahr von erneuten Gegenmaßnahmen oder einer ungewollten Eskalation erhöht.

Bundeswehr zuständig, aber nicht Geheimdienste

Zudem dürften Kampfhandlungen im Rahmen internationaler Konflikte auch im Bereich der Cybermaßnahmen nur durch Mitglieder der Streitkräfte ausgeführt werden. Folglich sei nur die Bundeswehr zu entsprechenden Cybermaßnahmen befugt, nicht aber die Geheimdienste. Nach derzeitiger Rechtslage hätten die Nachrichtendienste grundsätzlich keine klassischen Eingriffsbefugnisse, ihr Zuständigkeitsbereich beschränke sich auf Aufklärungsmaßnahmen. Diese Beschränkung ist – wie die Trennung zwischen Geheimdienst und Polizei –

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Innerer Frieden als Lösung?

Innerer Frieden als Lösung?

04-05-18 10:21:00,

Ja, das alles kennt man doch, und es ist hier trefflich beschrieben — das Erschrecken über die bitterböse Welt da draußen, die Beklemmungen, die die Realität hervorruft, das Hadern mit der eigenen Ohnmacht.

Alle diese Gefühle des Missbehagens löst der Text dann auf, indem er unseren Blick weg lenkt von den harten politischen Tatsachen, die uns so irritieren: „Doch die Bequemlichkeit ist unser größter Feind und nicht der Russe, die NATO oder Terroristen. Es ist ein Teil in uns selbst.”

Abgesehen von der etwas eigenwilligen Grammatik — was heißt das nun? Etwa — ade Bequemlichkeit? Raus aus dem herrlichen Bad, ab in die feindliche Kälte gar, aber dalli dalli? Nein, wir dürfen uns wieder beruhigt zurücklehnen und den Vanille-Duft in uns aufnehmen: Denn der Aufbruch, zu dem wir hier sanft aufgefordert werden, versteht sich – jedenfalls in meiner Lesart – vor allem als Aufbruch „in unser eigenes Innenleben“. Nicht die Auseinandersetzung mit „den Russen, der NATO und den Terroristen“ (ohnehin eine krude Reihung) sei anzustreben, sondern mit unserem „Gefühls- und Innenleben“.

Heißt das, frei nach Werther: „Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt.“? Ein solcher Ansatz birgt in meinen Augen eine große Gefahr: Die Gefahr, es bei innerer Einkehr, im Versenken in die eigenen Befindlichkeiten zu belassen und darin einen Ausweg aus dem Unbehagen angesichts der gegenwärtigen Missstände zu finden; und — schlimmstenfalls und zugespitzt formuliert: die Weltflucht als Lösung der massiven handfesten Probleme unserer Zeit zu sehen.

Das aber wäre ein Irrweg.

In meinen Augen ist eine allzu innige Hinwendung zum eigenen Ich das Gegenteil dessen, was unserer Gesellschaft Not tut. Zu allen Zeiten, vielleicht aber gerade heute — angesichts der wachsenden Spannungen in den internationalen Beziehungen, der zunehmenden Drangsalierung der Armen, der rücksichtslosen Beschneidung von Menschenrechten — gilt es, die eigene Bequemlichkeit zu überwinden. Ja, damit hat die Autorin unbedingt recht! Aber bitte nicht, um dann mit Verve den zartesten Seelenwindungen nachzuspüren. Vielmehr, um raus auf die Straße zu gehen, die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu suchen, oder solchen, die es werden könnten, in Solidarität zu den Mühseligen und Beladenen stehen!

Denn wären wir alle aktiver und kritischer, wacher und aufmüpfiger, hätten wir als „kritische Masse“ das Zeug, wirklich etwas zu bewirken. Selbst gegen Aufrüstung, gegen Demagogie, gegen Hetze.

Viele einzelne „Seelchen“ dagegen,

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Den Frieden leben

Den Frieden leben

29-04-18 07:06:00,

Die Überlegungen, die wir (a1) im ersten Teil angestellt haben, lassen sich im folgenden Leitgedanken, der uns für unser Handeln seither als Kompass dient, zusammenfassen: Wir dürfen unsere Energie nicht weiter dem System zuführen und unsere Energie auch nicht mehr durch „Brot und Spiele“ oder „Teile und Herrsche“ sinnlos vernichten. Stattdessen müssen wir unsere Energie in Resonanz bringen und auf die Beseitigung jener Systemeigenschaften hinwirken, die zwangsläufig zum Systemversagen führen.

Diese Systemeigenschaften sind das Feind- und das Hierarchiedenken. Wir können diese Systemeigenschaften gewaltfrei beseitigen. Dazu müssen wir uns unseren eigenen Ängsten und Defiziten stellen, statt sie weiterhin nach außen zu projizieren. Alles, was wir tun oder auch nicht tun, sollten wir zuvor an diesem Leitgedanken spiegeln. Wir sollten stets prüfen, wie wir den Energiefluss lenken, ob wir das System stärken oder schwächen, ob wir mit unserem Handeln eine eskalierende oder deeskalierende Wirkung erzielen oder ob wir gerade wieder einen inneren Konflikt nach außen tragen.

Im zweiten Teil stellen wir daher eine Auswahl konkreter Handlungsanleitungen vor. 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Änderung der inneren Einstellung

Wir erleben immer wieder, dass ein Mensch – vorzugsweise jemand in der Nähe der Pyramidenspitze – symptomatisches Verhalten zeigt. Wann immer das Feindbilddenken in uns aufsteigt, sollten wir es zur Gewohnheit machen, uns die folgenden beiden Situationen vorzustellen.

Die erste Situation: Wir sind mit diesem Menschen für zwei Wochen auf eine einsame Insel verschlagen. In den zwei Wochen kämpfen wir gemeinsam um unser Überleben und kommen ins Gespräch. Nach den zwei Wochen werden wir gerettet und haben einander und uns selbst besser verstehen gelernt. Wir sind beide nicht mehr die Gleichen wie vorher.

Die zweite Situation: Wir stellen uns diesen Menschen beim sonntäglichen Familienfrühstück vor, wie er von seinem jugendlichen Kind gefragt wird, wieso er Dinge tut, die von den Freunden des Kindes so heftig kritisiert werden. Dieser Mensch erklärt seinem Kind nun seine Sicht der Dinge. Kann sich jemand vorstellen, dass er seinem Kind eröffnet, dass er ein böser Mensch ist? Was also würde er seinem Kind erzählen? Glaubt jemand, dass er sein Kind in dieser Situation bewusst belügen würde?

Wenn wir das konsequent üben, bauen wir das Feindbilddenken ab. Wenn die Angriffe insgesamt weniger werden, können alle ein Stück weit aus ihrer Verteidigungshaltung herausgehen und beginnen,

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