Aufruf von Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire

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15-05-19 05:26:00,

Nach der Verhaftung von Julian Assange schrieb die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire den folgenden Appell an die britische Regierung. Freundlicherweise erlaubte sie uns Diesen zu übersetzen und sie freut sich, dass die NachDenkSeiten ihre Worte nun weiter verbreiten. Übersetzt und eingeleitet von Moritz Müller.

Im August 1976 gründeten Mairead Maguire (geb. Corrigan), Betty Williams und Ciaran McKeown die konfessionsübergreifende Friedensbewegung Peace People, die sich für eine friedliche Lösung des Nordirland Konfliktes einsetzt. Der aktuelle Auslöser inmitten der ausufernden Gewalt in Nordirland war der Tod von Mairead Maguires drei Nichten und Neffen, die einer Auseinandersetzung zwischen der IRA und der britischen Armee zum Opfer fielen. Heute würden man dies Kollateralschaden nennen, und hier merkt man dass sich hinter jedem sogenannten Kollateralschaden ein Tragödie verbirgt, und das ist es wohl auch was Mairead Maguire an Julian Assange und Wikileaks schätzt, nämlich dass diese verborgenen Tragödien ans Tageslicht gebracht werden.

1977 erhielten Betty Williams und Mairead Maguire gemeinsam den Friedensnobelpreis für ihre Friedensbemühungen in Nordirland.

Was wir in unserer seit über 70 Jahren nicht von Krieg heimgesuchten westlichen Welt oft nicht richtig bemerken, ist dass eine Situation wie in Syrien oder im Jemen auch sehr schnell über uns hereinbrechen könnte, wenn wir nicht versuchen im Dialog auch mit möglichen Gegnern zu bleiben. In Nordirland liegen diese traumatischen Erinnerungen noch nicht so lange zurück.

Am 16. April nahm Mairead Maguire den Whistleblower Preis der Vereinigten Europäischen Linken für Julian Assange entgegen, da dieser nicht zur Preisverleihung erscheinen konnte.

Hier nun der Text von Mairead Maguire:

12. Apr 2019

Mairead Maguire hat das britische Innenministerium um die Erlaubnis gebeten, ihren Freund Julian Assange, den sie in diesem Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert hat, besuchen zu können.

„Ich möchte Julian besuchen, um zu sehen, wie er medizinisch versorgt wird, und um ihm mitzuteilen, dass es viele Menschen auf der ganzen Welt gibt, die ihn bewundern und für seinen Mut dankbar sind, zu versuchen Kriege zu stoppen und das Leiden anderer zu beenden.

Der Donnerstag, den 11. April, wird als dunkler Tag für die Menschenrechte in die Geschichte eingehen, als Julian Assange, ein tapferer und guter Mann, von der britischen Metropolitan Police verhaftet,

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