Unsichtbare Gefahr

unsichtbare-gefahr

13-04-19 04:00:00,

Am 19. März war auf tagesschau.de zu lesen, dass jetzt die Auktion der Frequenzen des „neuen ultraschnellen Mobilfunkstandards 5G“ startet. Ganz unten im genannten Artikel findet sich auch die Frage: „Wie gefährlich ist die Strahlung bei 5G?“ Die kürzestmögliche Zusammenfassung des Inhalts lautet: Wir wissen es nicht.

Eindeutig nachgewiesen sei bisher, „dass die hochfrequenten Felder eine thermische, also wärmende Wirkung haben“. Diese gilt allgemein als ungefährlich — das wird zwar nicht explizit gesagt, aber angedeutet. Es folgt der Hinweis, dass es ja Grenzwerte gebe, um „eine schädliche Wirkung auszuschließen“. Die folgenden zwei Absätze scheinen mir wichtig genug, um sie in ganzer Länge zu zitieren:

„Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hält weitere Forschungen über die gesundheitlichen Folgen elektromagnetischer Strahlung für nötig. Der neue 5G-Standard nutze mittelfristig auch ,höhere Frequenzen‘, erklärt BfS-Präsidentin Inge Paulini. ,Hier haben wir noch wenige Erkenntnisse und werden mittelfristig weitere Forschung betreiben‘, kündigt die Wissenschaftlerin an.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND warnt, dass der 5G-Ausbau zu einer massiven Zunahme von Funkstrahlung führt. So wolle allein die Telekom die Zahl ihrer Mobilfunkstandorte verdoppeln. Die neu zu installierenden Sender haben zwar eine geringere Sendeleistung als die bisherigen, werden aber näher an Orten betrieben, an denen sich tatsächlich Menschen aufhalten. Wie sich das dann auswirkt, ist im Moment schwer abzusehen.“

Weiter oben im Artikel war zu lesen, dass anstelle der bisherigen 60.000 bis 70.000 Funkmasten — weiß man das nicht genauer? — 800.000 benötigt werden, also eine Steigerung auf deutlich mehr als das Zehnfache. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist, 98 Prozent aller deutschen Haushalte mit 5G zu versorgen, was auch in die Verträge mit den Mobilfunkanbietern geschrieben wird, wogegen diese erfolglos zu klagen versuchten. Die Bundesregierung will also bis 2022 ein so gut wie flächendeckendes 5G-Netz aufbauen lassen, obwohl die Auswirkungen dieser Technologie nicht geklärt sind, sondern erst „mittelfristig“ weiter erforscht werden sollen.

Wie auch schon bei den früheren Einführungen von Mobilfunktechnologien wird also letztlich mit den Menschen experimentiert — und nicht nur mit den Menschen, sondern mit deren gesamter Umwelt. Der Mobilfunkkritiker Professor Franz Adlkofer sagt in einem Interview ganz nüchtern:

„Wir haben gegenwärtig keine Ahnung, wie der seit 10 Jahren laufende Feldversuch über biologische Wirkungen der Mobilfunkstrahlung eines Tages ausgehen wird — ob mit der Erkenntnis,

 » Lees verder

Große Gefahr eines weiteren Dammbruchs in Brasilien

grose-gefahr-eines-weiteren-dammbruchs-in-brasilien

24-03-19 09:57:00,

Newsticker

24.03.2019 • 10:15 Uhr

Große Gefahr eines weiteren Dammbruchs in Brasilien (Symbolbild)

Rund zwei Monate nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine im Südosten Brasiliens mit mehr als 200 Toten droht in der Gegend erneut ein Damm zu bersten. Ein unabhängiger Prüfer habe herausgefunden, dass die Stabilität des Sul-Superior-Damms an der Gongo-Soco-Mine kritisch sei, gab der Bergbaukonzern Vale am Samstag (Ortszeit) bekannt. Das Anheben auf die höchste Risikostufe drei habe bereits zu Evakuierungen geführt.

Die Stufe bedeute, dass die “drohende Gefahr” eines Dammbruchs bestehe, sagte Flavio Godinho vom Zivilschutz dem Sender Globo. Die Eisenerzmine Córrego do Feijão im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais wurde ebenfalls von Vale betrieben. Am 25. Januar hatte der Dammbruch dort eine Schlammlawine freigesetzt, die über Teile von Brumadinho und angrenzende Siedlungen hinweg rollte. Die mit Schwermetallen durchsetzte flüssige Masse gelangte auch in den angrenzenden Fluss Paraopeba und kontaminierte ihn. Bisher seien 203 Leichen geborgen, wie der Zivilschutz von Minas Gerais auf seiner Webseite schreibt. 105 Menschen gelten nach wie vor als vermisst. (dpa)

Mehr zum Thema – Nach Damm-Tragödie in Brasilien: Chef von Bergbaukonzern tritt zurück

 » Lees verder

Angesichts der Gefahr eines Atomkriegs spielt Italien die drei Affen, von Manlio Dinucci

angesichts-der-gefahr-eines-atomkriegs-spielt-italien-die-drei-affen-von-manlio-dinucci

26-12-18 10:17:00,

JPEG - 70.4 kB

Wie war die Reaktion auf die Warnung des russischen Präsidenten Putin, als er sagte, dass die Welt die Gefahr eines Atomkriegs unterschätzt, und dass diese Tendenz zunimmt?

Der Kommentar in der La Repubblica ist bedeutsam, wenn er von seinem „sehr alarmierenden Ton“ spricht. Auch das fast absolute Schweigen des gesamten Parlamentarierkreises ist eloquent. Als hätte Italien nichts mit dem Wettlauf um die Aufstockung von Atomwaffen zu tun, der, wie Putin in seiner Jahrespressekonferenz warnte, zur „Zerstörung der gesamten Zivilisation oder gar des ganzen Planeten“ führen könnte [1]. Das Szenario ist nicht alarmierend, sondern eine realistische Einschätzung durch Wissenschaftler, die die Auswirkungen von Atomwaffen untersuchen.

Eine besondere Gefahr – betont Putin – ist die „Tendenz, die Messlatte für den Einsatz von Atomwaffen zu senken, indem taktische Atomladungen mit geringerer Wirkung geschaffen werden, die zu einer weltweiten Atomkatastrophe führen können“. Dies ist die Kategorie der neuen Atombomben B61-12, die die USA in Italien, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und vielleicht auch in anderen europäischen Ländern im ersten Halbjahr 2020 stationieren werden. „Hohe Präzision und die Möglichkeit, weniger zerstörerische Sprengköpfe einzusetzen“ – warnt die Federation of American Scientists – „können Militärkommandanten dazu veranlassen, auf den Einsatz von Atombomben bei einem Angriff zu bestehen, da sie wissen, dass radioaktive Niederschläge und Kollateralschäden begrenzt sein würden“.

Italien hat Teil an der Verantwortung für die wachsende Gefahr eines Atomkriegs, da es unter Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag und ohne Unterzeichnung des UNO-Vertrags über das Verbot von Atomwaffen den Vereinigten Staaten eine primär antirussische Kapazität zur Verfügung stellt, nicht nur mit seinen Stützpunkten, sondern auch mit Flugzeugen und Piloten für den Einsatz von Atombomben. Dies geschieht mit der ausdrücklichen oder stillschweigenden Zustimmung (durch Verzicht auf echten Widerstand) des gesamten Kreises des Parlaments.

Die andere Gefahr – warnt Putin – ist der „Zerfall des internationalen Systems zur Rüstungskontrolle“, der durch den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem ABM-Vertrag (Anti Ballistic Missile Treaty) im Jahr 2002 eingeleitet wurde. Er wurde 1972 von den USA und der UdSSR verfasst und verbot jeder der beiden Parteien den Einsatz von Abfangraketen, die durch die Neutralisierung von Vergeltungsmaßnahmen durch angegriffene Länder einen “Erstschlag”, d.h. einen überraschenden Atomangriff, begünstigt hätten. Seitdem haben die Vereinigten Staaten den „Raketenschutzschild“ entwickelt, der sich von Europa bis an die Grenzen Russlands erstreckt –

 » Lees verder

Die nukleare Gefahr

die-nukleare-gefahr

31-10-18 01:41:00,

Die Trump-Regierung kündigte vor einigen Tagen an, einen der wichtigsten Abrüstungsverträge aller Zeiten aufzukündigen. Dank dieses Vertrages wurden von 1988 an fast 3.000 nukleare Kurz- und Mittelstreckenraketen verschrottet. Die Drohungen aus Washington können, wenn ihnen Taten folgen, auf die nächste Eskalation der Weltgefahren durch die USA nach dem Ausstieg aus dem Pariser Klima-Abkommen und dem Zerriss des Atom-Vertrages mit dem Iran hinauslaufen. Aktuell droht die US-Regierung mit der Kündigung des INF-Vertrages zwischen der Sowjetunion und den USA über die Abrüstung nuklearer Mittelstreckenraketen. Böse Erinnerungen werden nicht nur auf Seiten von Experten, sondern auch auf Seiten vieler friedensbewegter Menschen wach:

Am 12.Dezember 1979 beschloss die NATO, knapp 600 nukleare landgestützte Mittelstreckenraketen in Europa aufzustellen. Sie begründete das mit einer von ihr diagnostizierten sowjetischen Überlegenheit vor allem durch sowjetische SS 20-Raketen, denen keine landgestützten Mittelstreckenraketen auf NATO-Seite gegenüberstünden. Die britischen und französischen Systeme hatte die NATO damals nicht mitgezählt. Zwar waren diese dann im Rahmen von Genfer Gesprächen mit dem Vorgänger von Michail Gorbatschow, Juri Andropow, doch Thema, die Verhandlungen führten jedoch noch nicht zu einer Vereinbarung (1).

Neben den französischen und britischen Systemen kamen damals in den Darstellungen der NATO auch die US-Atom-U-Boote nicht vor, darunter die Polaris-Klasse der US-Navy im Mittelmeer. Diese waren bestückt mit je circa 12 Mittelstreckenraketen mit Mehrfachsprengköpfen, die ihr Ziel selbstständig in der Schlussphase ihres Fluges suchen sollten. Mit dieser Darstellung ihrer vermeintlichen Unterlegenheit verband die NATO ihr Vorgehen mit dem Propaganda-Begriff „Nachrüstung“.

Aktuell geht die US-Administration ähnlich vor und beschuldigt Russland, mit neuen Marschflugkörpern eine neue Bedrohungslage herbeizuführen, auf die die USA gezwungen seien zu reagieren. Die neuen Systeme würden, so Trump, den Vertrag dadurch brechen, dass sie eine Reichweite erzielten, die der INF-Mittelstreckenraketen-Vertrag verbietet. Selbst vielen westlichen Beobachtern drängt sich hier der Verdacht auf, dass die US-Administration die NATO-Hochrüstung und -Militärpolitik mit ungedeckten Argumenten legitimieren könnte. Der Zürcher Tages-Anzeiger dazu: „Weil der US-Präsident das Abkommen mit Russland kündigen will, droht eine neue atomare Aufrüstung (2)“.

Seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise mit der illegalen Installierung der pro-westlichen Jazenjuk-Regierung und der Aufnahme der Krim in das Territorium des russischen Staates – beides sind Rechtsbrüche – haben die USA ihre Marine-Präsenz alleine im Schwarzen Meer verdoppelt (3).

Die NATO hat gleichzeitig ihre militärische Präsenz unter anderem mit schwerem Gerät in der direkten Nähe zur russischen Grenze auf- und ausgebaut.

 » Lees verder

Die NATO, die nukleare Gefahr und der Frieden | KenFM.de

Die NATO, die nukleare Gefahr und der Frieden | KenFM.de

25-10-18 09:57:00,

von Bernhard Trautvetter.

Im Streit um den Vertrag über die Verschrottung vom Land aus startender nuklearer Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) steigert Donald Trump erneut die internationalen Spannungen im Zusammenhang mit der Atomkriegsgefahr, indem er mit einem noch weiteren Ausbau des US-Atomwaffenarsenals droht. Er warnt Russland und auch China, und er verband das mit seiner Kritik, Russland verstoße gegen den INF-Vertrag von 1987, worauf die USA reagieren würden. Der US-„Sicherheits“berater Bolton sagte am Abend des 22.10.2018 im Anschluss an Gespräche mit seinem russischen Amtskollegen Patruschew und vor einem von ihm erwarteten Gespräch mit Präsident Putin in Moskau, die US-Regierung habe das weitere Vorgehen noch nicht abschließend entschieden.

Eine Aufkündigung des INF-Vertrages zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA ist nur dann nach Artikel XV der deutschen Fassung des Vertrages statthaft, wenn eine der Seiten dafür triftige Gründe vorlegt. (1)

Die US-Regierung behauptet, ohne einen Beleg dafür vorzulegen, dass die russische Seite sich nahe ihrer Westgrenze Marschflugkörper zulege, die dem Verbot des Vertrages widersprechen, der derartige Systeme mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 km als unzulässig bezeichnet.

Russland hingegen kritisiert seit längerem die in Osteuropa stationierten US-Systeme zur Raketenabwehr, die sich allzuleicht in Offensivwaffen umrüsten lassen, als Verstoß der westlichen Seite gegen den Vertrag. Die Drohung, den INF-Vertrag — einer der wichtigsten Abrüstungsverträge überhaupt — der zur Verschrottung von 2962 nuklearen Kurz- und Mittelstreckenraketen führte, aufzukündigen, geht aktuell von der US-Regierung aus. Der deutsche Außenminister Maas distanziert sich bei gleichzeitiger inhaltlicher Unterstützung von D. Trumps Begründung von dessen Beschluss: „Das Ende des INF-Vertrags wäre ein schwerer Schlag für die europäische Sicherheitsarchitektur. Wir dürfen aber nicht vergessen: Es gibt seit Jahren Vorwürfe, dass Russland seinerseits den Vertrag verletzt. Bis heute haben wir darauf keine überzeugende Antwort. Insofern ist die amerikanische Frustration nicht unbegründet“. (2)

Diese wachsweiche Widersprüchlichkeit hat bisher schon zu oft dazu geführt, dass Deutschland sich als Vasall des gefährlichen Nuklearkurses der USA erwiesen hat, sei es in den 80er Jahren bei der Stationierung der Pershing II und der Stationierung von Cruise Missile Atomraketen, sei es bei der sogenannten nuklearen Teilhabe der Bundeswehr an der sogenannten nuklearen Abschreckung der USA, sei es bei den Manövern für den Atomkrieg, etwa „Cold Igloo“ und „Steadfast Noon“,

 » Lees verder

Tagesdosis 22.9.2018 – CDS: Die größte Gefahr im globalen Finanzsystem | KenFM.de

Tagesdosis 22.9.2018 – CDS: Die größte Gefahr im globalen Finanzsystem | KenFM.de

22-09-18 12:53:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Das globale Finanzsystem wird zurzeit von drei Trends beherrscht: Die Warnsignale nehmen zu, die Politik ignoriert sie konsequent und die Mainstreammedien bemühen sich nach Kräften, uns alle in Sicherheit zu wiegen.

Umso wichtiger ist es, den Ernst der Lage zu erkennen und die größten Gefahren, mit denen wir konfrontiert sind, zu identifizieren. Hier stehen an vorderster Front die ungedeckten Kreditausfallversicherungen, die auf Englisch credit default swaps (CDS) heißen.

CDS zählen zu den Derivaten und damit zu den meistverbreiteten Finanzprodukten unserer Zeit. Sie sind in den Neunziger Jahren von einer JPMorgan-Bankerin erfunden und vom amerikanischen Großinvestor Warren Buffett nach ihrer Einführung als „finanzielle Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet worden.

Buffets Einschätzung hat sich bereits mehrmals bestätigt: CDS haben entscheidend zum Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems in den Jahren 1998 und 2008 beigetragen und zwischen 2010 und 2015 dazu geführt, dass Griechenlands Zahlungsfähigkeit im Zuge der Eurokrise durch mehrere Finanzspritzen der Troika erhalten werden musste.

Die Idee der Blythe Masters

Im Grunde ist die Absicherung eines Kredites ja sinnvoll: Da in unseren turbulenten Zeiten niemand garantieren kann, dass ein Kreditnehmer nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit tatsächlich in der Lage ist, fällige Zahlungen zu leisten, kann man sich gegen dieses Risiko absichern, indem man eine gedeckte Kreditausfallversicherung abschließt: Man zahlt der Bank einen bestimmten Betrag, und die Bank garantiert im Gegenzug, dass man das Geld selbst dann bekommt, wenn der Kreditnehmer ausfallen sollte.

Das alles sind klare Abmachungen, die niemandem schaden, sondern allen Beteiligten nützen. Nun aber kommen Blythe Masters und ihr Team von JPMorgan ins Spiel: Ihre Mitte der 90er Jahre entwickelte ungedeckte Kreditausfallversicherung CDS kann nämlich nicht nur vom Kreditgeber, sondern von jeder beliebigen Person oder Institution, die nicht an der Kreditvergabe beteiligt war, abgeschlossen werden – und das nicht nur bei einer Bank, sondern bei beliebig vielen Banken.

Vordergründig Versicherung, in Wirklichkeit Spekulationsinstrument

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass sich Profis im Finanzgewerbe, die mehr Informationen besitzen als andere Marktteilnehmer (oder das zumindest glauben),

 » Lees verder