Sie gehen über Leichen: US-Strategiepapier zeigt detailliert, was die USA gegen Russland planen | Anti-Spiegel

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07-11-20 08:55:00,

Ich bin auf eine Studie der RAND-Corporation von 2019 gestoßen (worden), die empfiehlt, wie die USA gegen Russland vorgehen sollten. Das ist insofern interessant, weil manches davon schon umgesetzt wird und man daran sehen kann, wie groß der Einfluss der RAND-Corporation auf die US-Politik ist. Und man kann sehen, dass vieles, was derzeit Schlagzeilen macht, von langer Hand geplant war.

Die RAND Corporation ist ein Think Tank, der 1948 gegründet wurde und zunächst vor allem die US-Armee beraten hat. RAND spielte im Kalten Krieg eine wichtige Rolle, ist aber stark gewachsen und beeinflusst längst auch andere Politikfelder, wie Wirtschaftspolitik oder Gesundheitswesen. Die RAND Corporation dürfte zu den einflussreichsten Think Tanks in den USA gehören. Für diese Organisation haben unter anderem Donald Rumsfeld und Condoleezza Rice gearbeitet, aber auch ca. 30 Nobelpreisträger, die während ihrer Tätigkeit für RAND ihre Nobelpreise gewonnen haben.

Schon 1972 hat RAND eine Strategie erarbeitet, wie der Kalte Krieg zu gewinnen wäre und später hat Reagan exakt diesen Plan umgesetzt und der Kalte Krieg war für die USA gewonnen. Es gibt viele Beispiele dafür, dass die RAND-Corporation die (Außen-) Politik der USA maßgeblich bestimmt.

Die RAND-Corporation ist ein Falke, wie man zum Beispiel an einer Studie sehen kann, über die ich schon vor über einem Jahr berichtet habe. In der Studie hat die RAND-Corporation festgestellt, dass Russland keinerlei aggressive Absichten hat. Anstatt sich aber darüber zu freuen und nun für Entspannung und eine Annäherung an Russland zu plädieren, hat RAND ein sehr umfangreiches Maßnahmenpaket vorgeschlagen, mit dem Russland endlich dazu gebracht werden soll, aggressiv auf die Provokationen aus den USA zu reagieren. Die Details finden Sie hier.

Nun bin ich über eine andere Studie der RAND-Corporation aufmerksam gemacht worden, die ebenfalls schon von 2019 ist und den Titel „Russland überdehnen – aus vorteilhafter Position konkurrieren“ (Extending Russia – competing from advantageous ground) trägt. Darin wird auf insgesamt 354 Seiten detailliert aufgelistet, wie die USA Russland in den Bereichen Wirtschaft, Geopolitik, Propaganda und Militär überdehnen oder das zumindest versuchen können. Es ist eine Anleitung zu einem Krieg der USA gegen Russland auf allen denkbaren Feldern, außer einem wirklichen „heißen“ Krieg.

Die Studie ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie 2019 Vorschläge gemacht hat, die heute bereits umgesetzt werden. Unter anderem werden im Kapitel über geopolitische Maßnahmen ein Regime Change in Weißrussland,

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Gehen wir mal wieder einer Ideologie auf den Leim?

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04-10-20 12:49:00,

Sicher haben Sie auch schon mal einen Politiker oder Journalisten geheimnisvoll von der Digitalisierung raunen hören. Fast immer wird dann beklagt, dass Deutschland in Sachen Digitalisierung einiges aufzuholen habe. Das ist in der Tat so. Aber ganz anders, als die meisten Politiker meinen – das meint aus guten Gründen die Managerin Dr. Marie-Luise Wolff. Die Vorstandsvorsitzende der ENTEGA AG, einer der großen deutschen Energieversorger in öffentlicher Hand, kritisiert in ihrem Buch „Die Anbetung. Über eine Superideologie namens Digitalisierung“ die Entwicklung zu einer sinnlos durchdigitalisierten Wirtschaft und entanalogisierten Gesellschaft. Sie fordert ein radikales Umdenken und ein Ende der Anbetung digitaler Trugbilder, weil diese weder Fortschritt noch Werte schaffen würden. Udo Brandes hat das Buch für die NachDenkSeiten gelesen.

Die Digitalisierung ist kein Naturphänomen, dem wir uns beugen müssen, sondern eine Ideologie, meint Marie-Luise Wolff. Und in der Tat: Das Schlagwort von der „Digitalisierung“ rief bei mir die Erinnerung an das Schlagwort von der „Globalisierung“ wach. Auch die Globalisierung wurde immer gerne als ein gegebenes Naturphänomen und nicht als politisch gemacht und gewollt dargestellt. Wolff schreibt dazu:

„Jede Ideologie ist für mich eine verzerrte Wahrnehmung von Welt, die zu einer verengten Sichtweise auf Probleme und Erkenntnisse führt. Unter Superideologie subsumiere ich eine Ideologie, die sich wie ein Schleier über das ganze Denken legt, die zugleich etwas Atemberaubendes wie auch Erstickendes, Verdeckendes und Überwältigendes an sich hat. Die Digitalisierung ist keine Naturgewalt, die über uns kommt wie ein Tsunami; als solche wird sie aber bisher gesehen, und auch deshalb sind wir in seltsamer Anbetung erstarrt. Die Verantwortung und die Zuständigkeit für den technischen Fortschritt sollte nicht länger einer Handvoll Technolgieunternehmen überlassen werden. Die Federführung dafür, wie wir leben und was wir zulassen wollen, haben wir selbst in die Hand zu nehmen“ (S. 22).

Solide Unternehmen sind nicht das Ziel der Silicon-Valley-Start-ups

Besonders interessant fand ich, was Wolff über die Start-up- und Silicon-Valley-Kultur schreibt. Nach ihrer Analyse ist der Sinn und Zweck dieser Kultur überhaupt nicht, mit einem innovativen Produkt ein solide wirtschaftendes Unternehmen mit einem Nutzen für die Gesellschaft aufzubauen. Viel mehr geht es darum, in Finanzierungsrunden Millionen einzusammeln, um das Unternehmen an die Börse zu bringen und den Börsenkurs hochzutreiben. Dieser Börsenkurs habe allerdings nichts mit der empirischen wirtschaftlichen Realität der Unternehmen zu tun. Aber er ermöglicht es den Gründern,

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Hegemoniekämpfe in der EU gehen weiter

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21-07-20 03:37:00,

Bild: EU

  1. Hegemoniekämpfe in der EU gehen weiter

  2. Solidarität nicht mit dieser EU


  3. Auf einer Seite lesen

Das Historische am jüngsten Gipfel ist, dass der Widerstand gegen Deutschlands Machtstellung wächst

Noch wenige Wochen vor der Maueröffnung hat Erich Honecker von den historischen Leistungen der DDR geschwärmt und damit selbst in seiner nächsten Umgebung Befremden ausgelöst. Daran fühlt man sich erinnert, wenn man das Statement der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen zu den Ergebnissen des jüngsten EU-Gipfels liest.

“Das Ergebnis ist ein Signal des Vertrauens in Europa und es ist ein historischer Moment für Europa”, lautet das Statement einer Politikerin, die tatsächlich prototypisch steht für eine Bürokratin, die lebenslang abgehoben von der gesellschaftlichen Realität lebte und damit durchaus mit Honecker in seiner letzten Phase verglichen werden kann.

Der ehemalige Dachdecker und antifaschistische Widerstandskämpfer gehörte zur abgehobenen poststalinistischen Nomenklatura und nahm wohl die Inszenierungen des Regimes für die Realität. Von der Leyen lebte als Tochter eines langjährigen rechtskonservativen Ministerpräsidenten schon in der Blase der Reichen, debütierte in verschiedenen Ministerien, wurde zeitweise als Merkel-Nachfolgerin gehandelt, um dann als EU-Kommissarin von Deutschland den anderen Ländern nach der EU-Wahl aufgedrückt zu werden.

Die Durchsetzung der Kandidatin von der Leyen war durchaus nicht klar. Aber soweit reichte die deutsche Hegemoniegewalt damals noch, um die Personalie durchzudrücken. Was den jüngsten EU-Gipfel zu einem historischen macht, sind nicht die langen Sitzungen und auch nicht das Bild von lauter divergierenden Nationalinteressen, die hier vorgeführt werden.

Phrase von der europäischen Solidarität

Es ist vielmehr die Tatsache, dass Deutschland einen Hegemonieverlust erleiden musste. Dabei geht es sicher am wenigsten um die Frage der europäischen Solidarität, die immer wieder als Sprechblase angeführt wird. In den ersten Wochen der Corona-Krise konnte man die Realität des Nationalegoismus sehen, als jedes Land, und Deutschland war unter den ersten, die Grenzen dichtgemacht hat. Wenn selbst Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern Bewohnern mit Zweitwohnsitz zeitweise den Zutritt verboten haben, kann man sich vorstellen, welches Fremdwort “Solidarität” ist.

Das gilt natürlich auch für viele andere Länder. Bei diesem Gipfel wurde das Theater über die “geizigen” oder “sparsamen Vier”

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“Warum gehen nicht alle?” – Ex-Verteidigungsstaatssekretär Wimmer zu Teilabzugsplan von US-Truppen

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11-06-20 07:14:00,

Die Überlegungen von US-Präsident Donald Trump, einen Teil der in Deutschland stationierten US-Truppen abzuziehen, werden derzeit viel diskutiert. Der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Willy Wimmer, sieht das im Gespräch mit Sputnik Deutsch viel gelassener und wundert sich, warum nicht alle abgezogen werden.

Herr Wimmer, US-Präsident Donald Trump könnte in absehbarer Zeit 9500 Soldaten aus Deutschland abziehen, das entspricht etwa einem Drittel des hier stationierten Kontingents. Ein Teil der US-Soldaten könnte nach Polen verlegt werden. Obwohl noch keine offizielle Bestätigung vorliegt, wird der mögliche Abzug gerade in Deutschland heiß diskutiert und spaltet die Gemüter. Bevor wir darauf näher eingehen, würde ich gern von Ihnen erfahren, was Sie davon halten würden, wenn Trump tatsächlich einen Teil seiner Truppen aus Deutschland herausholt…

Das kann man ja nur begrüßen, denn die ganzen Anmerkungen, die zu diesen Überlegungen des amerikanischen Präsidenten derzeit in Berlin geäußert werden, machen ja deutlich, dass die hier anwesenden amerikanischen Truppen mit deutschen oder europäischen Sicherheitsinteressen eigentlich gar nichts mehr zu tun haben. Stattdessen sind sie Drehscheibe für amerikanische Militäreinsätze in anderen Teilen der Welt. Das hat mit der Nato schlichtweg nichts zu tun. Deswegen ist es für mich nicht nur die Frage, ob die 9500 Leute gehen oder nicht, sondern die Frage ist: Warum gehen nicht alle? Diese Frage stellen sich viele Deutsche seit vielen Jahren. Das hat etwas damit zu tun, dass die Zusagen, die Präsident Bush Präsident Gorbatschow im Frühjahr 1990 gegeben hat, und auf die jüngst Oberstleutnant der Luftwaffe Jochen Scholz aufmerksam gemacht hat, weil er die Dokumente einsehen konnte, nicht eingehalten wurden. Man wollte die Nato nicht auflösen, aber sie politischer machen und weniger von der militärischen Integration bestimmt. Das, was an diesem Wochenende über den amerikanischen Abzug verlautbart wurde, hat heute aus meiner Sicht eine sensationelle Ergänzung durch den Nato-Generalsekretär gefunden. Der hat nämlich als Ergebnis einer Kommission, die man nach Macron-Äußerungen eingerichtet hat, gesagt, die Nato solle politischer werden. Das kann ja nur bedeuten, dass die militärische Integration an Sinn und Wert aus der Sicht des Nato-Generalsekretärs und damit aus der des amerikanischen Präsidenten verloren hat. Das bedeutet für Berlin: Man hat nicht nur mit denen nicht gesprochen, sondern man hat sie bewusst auf dem falschen Fuß stehen lassen. Das wird noch interessant.

– Der frühere Oberbefehlshaber der US-Truppen in Europa,

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Gelbwesten gehen erneut auf Straßen von Paris

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15-12-19 11:01:00,

Gesellschaft

14:14 14.12.2019(aktualisiert 15:52 14.12.2019)

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Die Gelbwesten demonstrieren am Samstag nach Frankreichs größtem Streik seit 1995. Am Mittwoch hatte der französische Premierminister Edouard Philippe die Einzelheiten der Rentenreform bekannt gegeben.

Streiks und Proteste im ganzen Land hatten im Verlauf der letzten zwei Wochen immer wieder für massive Störungen im Straßen- und Zugverkehr gesorgt. Sie richten sich gegen die geplante Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron.

Er will Frankreichs veraltetes Rentensystem vereinfachen, das mehr als 40 verschiedene Pensionsformen umfasst. Mit der Rentenreform will die Mitte-Regierung Privilegien für bestimmte Berufsgruppen wie die Eisenbahner auf längere Sicht abschaffen. Außerdem will die Regierung Anreize geben, über das Rentenalter hinaus zu arbeiten.

iw/gs

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