Gehorsam, Phase II: Nicht krank, aber mundtot | Von Tom Wellbrock | KenFM.de

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10-08-20 07:59:00,

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Ein Kommentar von Tom Wellbrock

Nachdem die Demo am 1. August 2020 in Berlin zuvor medial als Veranstaltung der „Corona-Leugner“, „Impfgegner“, „Nazis“ und „Verschwörungstheoretiker“ durch den Schmutz gezogen wurde, stellte sich schnell heraus, dass der Abschreckungsversuch durch Diffamierung ausblieb. Zwar sind die Angaben über die Zahl der anwesenden Demonstranten – je nach Standpunkt – eingefärbt. Doch es waren eine Menge Menschen unterwegs, daran kann es keinen Zweifel geben.

Auch dass unter den zahlreichen Menschen, die am 1. August auf die Straßen von Berlin gingen, eine nur sehr übersichtliche Zahl derer zu finden war, die zum zuvor unterstellten Profil passten, das die Medien gezeichnet hatten, lässt sich anhand unzähliger Bilder und Live-Streams kaum noch leugnen. Instrumentalisiert wird die Demo von den Medien und den politisch Verantwortlichen dennoch. Doch so wäre es auch gekommen, wenn die Demo nicht stattgefunden hätte. Denn wir befinden uns in einer neuen Phase eines Manipulationsgeschehens, das seinesgleichen sucht.

Der erste Lockdown war die Schuld des Virus‘ …

Meiner persönlichen Meinung nach kann man den politisch Verantwortlichen für den Zeitraum des Beginns der Krise nicht viele Vorwürfe machen. Man wusste nicht, womit man es zu tun hatte, und dass aus der anfänglichen Bagatellisierung kurze Zeit später die größte Seuche der Menschheit gemacht wurde – Shit Happens!

Auch der Lockdown war – wenngleich der Zeitpunkt ungünstig war, aber hey, hinterher ist man immer schlauer! – in gewisser Hinsicht nachvollziehbar. Vielleicht hätte er sogar den gewünschten Effekt erzielen können, wäre die Bundesregierung nicht so heillos konfus an die Sache herangegangen.

In einem Punkt aber waren sich irgendwie alle einig: Das Virus trug die Verantwortung für den Lockdown. Seine Angriffslust und seine Gier danach, Leben auszuhauchen, waren der Grund dafür, dass nicht nur das Gesundheitssystem (womöglich) an seine Grenzen stieß. Sondern auch weite Teile der Wirtschaft lahmgelegt wurden. Menschenleben gehen vor, so der Tenor.

Inzwischen sind wir aber weiter. Wir wissen, dass Menschenleben wahrlich nicht ganz oben auf der Prioritätenliste der politisch Verantwortlichen standen und stehen. Der im Schriftartikel verlinkte Beitrag „Das größte Risiko der ‚Risikogruppen‘“ stellt eindrucksvoll und erschreckend dar,

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Erzwungener Gehorsam

erzwungener-gehorsam

11-04-20 10:27:00,

Fügen wir noch hinzu: Wirklich alles — auch das Absurde, Verletzende, uns unsere Würde nehmende Tun herrschender Macht — wird immer eine Begründung mitliefern, die uns mit Schuld und Verpflichtung belastet.

Da hier die Legislative (Parlament), Judikative (Gerichte) und Exekutive (vollziehende Gewalt der Regierung mitsamt ihrem Polizeiapparat) derzeit besonders auffällig Machtinteressen gehorchen, können sie schlecht unabhängig sein. Damit sind sie jedoch auch nicht fähig — ihrem verpflichtenden Auftrag nach —, dem Grundgesetz zu dienen. Von einer Gewaltenteilung konnte eh nie die Rede sein, eher von einer Gewaltenverschränkung (1).

Wenn also eine von Machtinteressen abhängige Regierung mal schnell ein „passendes“ Gesetz verabschiedet, dann werden Gerichte das durchwinken und entsprechende richterliche Anordnungen vorbereiten. Die Polizei wirkt dann nicht als demokratischer Staatsdiener, sondern rein als Befehlsempfänger und -ausführender.

Wie könnte so etwas aussehen? Hier ein Beispiel:

Bild

Am Anfang solchen Tuns steht die Lüge:

„Sozialministerin Köpping teilte dem MDR mit, dies sei das allerletzte Mittel, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.“

So schlägt es durch, das eingebläute Narrativ. Aber die Konsequenzen — auch im Ausmaß der Akzeptanz und des Mittragens durch die Bevölkerung — sind unabsehbar. Dass mit den derzeitigen, die Bürgerrechte drastisch beschneidenden Maßnahmen eine öffentliche Gesundheit aber überhaupt nicht geschützt wird, spielt keine Rolle mehr. Ganz nach Orwell ist die nie bewiesene Behauptung nun zur Wahrheit geworden — und Zuwiderhandlungen werden bestraft. Wird auch bald Strafe folgen, wenn man es wagt, an diesem Narrativ überhaupt nur herum zu mäkeln?

Die derzeitigen, verordneten Maßnahmen wie Isolation, Ausgehverbote und Kontaktsperren sind allesamt kontraproduktiv, wenn es darum geht, Infektionen zu entschärfen und nicht zu Krankheiten auswachsen zu lassen. Es ist mir unbegreiflich, dass sich die Bevölkerung nicht dieser Binsenweisheiten bewusst und endlich ernsthaft stutzig wird. Stattdessen nimmt sie sprachlos Erlasse und drohende Maßnahmen hin, die ganz eindeutig faschistoid ausgerichtet sind.

Das kritiklose Abnicken von im Grunde für einen Rechtsstaat niemals hinnehmbaren Maßnahmen durch die Medien kann einen manchmal nur noch sprachlos machen. So hat der MDR im Stile einer reinen Verlautbarungsbehörde brav ausschließlich Jene zu Wort kommen lassen, die meinen, dass man im Sinne einer mehr als fragwürdigen Volksgesundheit schon einmal widerborstige Landeskinder wegsperren darf – einfach so, ohne Verfahren, ohne Anklage (2). Der Befehl in Quarantäne zu gehen,

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Wider den Gehorsam!

wider-den-gehorsam!

22-11-19 09:46:00,

Liebe Leserinnen und Leser,

zunehmend habe ich das Gefühl, nicht nur in verrückten Zeiten, sondern auch unter Verrückten zu leben. In Zeiten, in denen Mut, Vernunft und Klarheit im Denken vom Aussterben bedroht sind.

Aktuell tobt zu einem für uns alle immens wichtigen Thema ein mächtiger Propagandakrieg im Land — wirkliche Auseinandersetzung mit diesem, seinen Folgen und Absichten findet aber gar nicht statt.

Die allermeisten haben sich ins Getümmel gestürzt, vor allem dasjenige ihrer Gefühle und Werturteile, und realisieren gar nicht, wie man sie auf beiden Seiten der künstlichen Front nur als Kanonenfutter missbraucht.

Notwendige Diskussionen über die Tatsache, dass unser Wirtschaftssystem dabei ist, unser Ökosystem final zu vernichten, wurden in eine Debatte darüber kanalisiert, ob man nun „für“ oder „gegen“ Greta Thunberg sein soll — und ob Umweltschutzmaßnahmen als „richtig“ oder „falsch“, notwendig oder überflüssig zu bewerten sind.

Wer sich auf diese Nebengleise hat führen lassen, ist bereits Opfer geworden. Opfer von Propaganda, Ablenkung, Ideologie. Denn die wirklichen, die wichtigen und auch zwingend zu beantwortenden Fragen sind ganz andere. Sie lauten:

Was muss hier und heute jeder Einzelne, was müssen wir alle gemeinsam, als Menschen und Gesellschaften, unternehmen, um die nahende Katastrophe noch abzuwenden? Was müssen wir statt der Politik, die nur noch den Interessen der Mächtigen dient, jetzt tun — zur Entmachtung eben dieser Politik sowie zur Befreiung aus eigener Unmündigkeit? Und: Was ist wirklicher Umweltschutz — jenseits der propagandistischen Bären wie beispielsweise „heilsamer Kohlendioxidsteuer“, „kohlendioxidfreier Atomkraft“, „unschädlichem Fracking“, „umweltschonenden Elektroautos“ und „Klimawandel stoppendem Geo-Engineering“, die man uns täglich aufbinden will?

Da von diesen und anderen Fragen mit aller Macht abgelenkt wird, stehen sich in der Debatte inzwischen zwei Pole als scheinbar unvereinbare Gegensätze gegenüber. Unvereinbar, weil es auf falsche Fragen nie richtige Antworten gibt. Weil es das Ziel von Propaganda ist, die Wahrheit zu verschleiern, um jedes Aufbegehren der 99 Prozent bereits im Keim zu ersticken.

Die eine Fronstellung in diesem Propagandakrieg bilden dabei klatschende Politiker und jubelnde Leitmedien. Menschen und Institutionen also, die weder verstehen können noch wollen, was unter anderem Greta Thunberg in aller Klarheit und zu Recht proklamiert.

Stattdessen pervertieren sie deren Anliegen,

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Wider den Gehorsam! | KenFM.de

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21-03-19 07:54:00,

Die streikenden Schülerinnen und Schüler brauchen unsere Unterstützung, Erfahrung und Ermutigung in ihrem Kampf für eine bessere Welt, der auch unser Kampf ist.

von Birgit Assel, Jens Wernicke, Madita Hampe

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Weltweit widersetzen sich Kinder und Jugendliche der Schulpflicht und insistieren auf ihrem gesellschaftliches Mitspracherecht und einer besseren Welt. Politik und Medien reagieren erwartungsgemäß: mit Drohungen, Verlogenheit sowie falscher weil instrumenteller Solidarität. Damit die Mächtigen mit ihren seit Jahrhunderten eingeübten Herrschaftstechniken nicht auch den Mut und Widerstandsgeist dieser jungen Generation brechen, braucht diese jetzt unsere Wertschätzung, Wahrhaftigkeit und wirkliche Solidarität — in weniger lieblosen Zeiten hätte man es „Liebe“ genannt. Die Kinder und Jugendlichen brauchen Ermutigung, sich zu wehren und ihren eigenen Weg zu gehen. Keine „Erziehung“, elterlichen Ratschläge, linke oder rechte Klugscheißerei — sondern Bestärkung in ihrem Wunsch nach Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und Emanzipation. Erinnern wir uns an Erich Fried, der vor Langem schon schrieb: „Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt“. Und geben wir der Jugend das, was man uns nicht rauben konnte und niemals rauben wird, und was der Glutkern noch jeder sinnvollen Revolte und Revolution war und ist: uns selbst, unsere Erfahrungen, Hoffnungen und Empathie.

Liebe Alt-68er und Gewerkschafter,
liebe Bildungsbürger, Linksintellektuelle, Quer- und Andersdenkende,
liebe Arrivierten und Karrieregemachten,
liebe Hippster und Hippies, die ihr euch in Nischen etwas aufgebaut habt,
liebe Künstler und Kreative,
liebe Altgewordene, doch jung Gebliebene,

erinnert ihr euch noch an die Hoffnungen und Utopien, an die Schönheit und Wildheit eurer Jugend, an euren Tatendrang? Daran, wie ihr einst eure Schulen und Hochschulen bestreikt habt?

Wo ist er geblieben, dieser Mensch? Wo blieben seine Wildheit und Wut? Das Wissen darum, dass all die Ungerechtigkeit auf dieser Welt dringend einen Gegenpol braucht?

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Wider den Gehorsam!

wider-den-gehorsam

15-03-19 03:06:00,

Liebe Alt-68er und Gewerkschafter,

liebe Bildungsbürger, Linksintellektuelle, Quer- und Andersdenkende,

liebe Arrivierten und Karrieregemachten,

liebe Hippster und Hippies, die ihr euch in Nischen etwas aufgebaut habt,

liebe Künstler und Kreative,

liebe Altgewordene, doch jung Gebliebene,

erinnert ihr euch noch an die Hoffnungen und Utopien, an die Schönheit und Wildheit eurer Jugend, an euren Tatendrang? Daran, wie ihr einst eure Schulen und Hochschulen bestreikt habt?

Wo ist er geblieben, dieser Mensch? Wo blieben seine Wildheit und Wut? Das Wissen darum, dass all die Ungerechtigkeit auf dieser Welt dringend einen Gegenpol braucht?

Auf Deutschlands Straßen sind wieder einmal junge Menschen aktiv. Wie so oft in den letzten Jahrzehnten, ja, Jahrhunderten, werden wieder einmal die Schulen bestreikt. Und wie noch jedes Mal, bei jedem dieser Versuche, werden nun alsbald die Herrschenden in die Offensive gegen diese „Abweichler“ gehen und die jungen Menschen die Macht der oberen Zehntausend und deren Herrschaftstechniken zu spüren bekommen, wie beispielsweise:

Wollt ihr noch immer eine bessere Welt? Wenn nicht für Euch, dann wenigstens für Eure Enkel? Verwendet ihr zwischen Kindern, Latte Macchiato und Karriere noch gelegentlich einen Gedanken hieran? An eine Welt, die wirklich anders und daher besser, nicht nur eine Fortschreibung und Optimierung der bestehenden Ungerechtigkeit ist?

Dann ist es höchste Zeit. Zeit, den streikenden Schülerinnen und Schülern mit eurer Erfahrung beizustehen, sie zu unterstützen, dass ihr Kampf erfolgreich verläuft. In ihrem Sinne, nicht in jenem von Merkel, Lindner und dem des Systems.

Die Drohungen, Manipulationen und Diffamierungen durch die Herrschenden und ihre Wasserträger haben bereits begonnen. Und Kanzlerin Merkel (1) präsentiert die Streiks bereits als Streiks für die herrschende Politik — dabei sind sie das genaue Gegenteil.

Wie sollen die streikenden Schülerinnen und Schüler nun damit umgehen? Wie sollten sie das können?

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