Geopolitik: Das Pulverfass Kaschmir | www.konjunktion.info

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12-08-19 10:17:00,

Dass unsere Hochleistungspresse selektiv berichtet, gerne wichtige Fakten außen vorlässt oder schlichtweg einmal falsche Bilder nutzt, um das gewünschte Narrativ transportieren zu können, ist zahlreich belegt. Die Krise im Kaschmir bildet hier keine Ausnahme. Oder fühlen Sie sich ausreichend informiert, was den Konflikt in der Grenzregion Indien, Pakistan und China anbelangt?

Vor über einer Woche kam es zu einer ominösen Entscheidung der indischen Regierung, als man dem halbautonomen Bundesstaat Jammu und Kaschmir im Norden Indiens seinen Sonderstatus aberkannte. Konnte man bislang eigene Gesetze in und für sein Gebiete erlassen, wie das Kaufverbot für Inder anderer Bundesstaaten in der Region Immobilien zu erwerben, ist dies nun passé. Tatsächlich ist es sogar so, dass die Einwohner Kaschmirs nicht einmal mehr im Bundesstaat Jammu und Kaschmir leben; sie sind nun Einwohner der zwei Bundesstaaten umfassenden neu geschaffenen Union Territories namens Jammu und Kaschmir bzw. Ladakh.

Jetzt wird sich der eine oder andere Leser fragen, was interessiert mich ein Grenzkonflikt bzw. eine Auflösung eines Sonderstatus in Kaschmir? Diese Frage ist einfach zu beantworten. Denn diese Region ist eine der militarisiertesten und volatilsten geopolitischen Bruchlinien der Welt. Daher lohnt sich ein detaillierter Blick:

1. Die rechtliche Perspektive

Narendra Modi - Bildquelle: Wikpedia / Narendra Modi, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“Narendra Modi - Bildquelle: Wikpedia / Narendra Modi, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“

Narendra Modi – Bildquelle: Wikpedia / Narendra Modi, Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“

Die Abschaffung der Privilegien des halbautonomen Bundesstaates Jammu und Kaschmir verändert nicht nur das Regieren von Ort, sondern hat massiven Einfluss auf Gesamtindien und seine Politik. Amit Shah, der indische Innenminister und die rechte Hand des Premierministers Narendra Modi, hatte bereits am Montag letzter Woche dem Parlament einen spezielle Präsidentenerlass vorgelegt, der die Passagen in der indischen Verfassung bzgl. des Status der Region Jammu und Kaschmir novellierte. Dieser Schritt folgte kurz nach der Annahme des Jammu and Kaschmir Reorganisation Bill 2019, der diesen Bundesstaat in zwei Union Territories aufspaltet, die dann allein unter der Kontrolle und Verwaltung der indischen Regierung stehen.

Um die Gemengelage und “Gefühlswelt” zu verstehen, die ein solcher Schritt auslöst, ist ein Blick in die Geschichte Indiens von Nöten. Bis 1947 war Jammu und Kaschmir ein Teil des Britischen Empires in Indien. Als Großbritannien den Subkontinent verließ, planten die damaligen Herrscher von Jammu und Kaschmir unabhängig sowohl von Pakistan als auch von Indien bleiben zu wollen.

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Geopolitik des Erdöls in der Trump-Ära, von Thierry Meyssan

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10-04-19 12:22:00,

Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Produzent von Kohlenwasserstoffen geworden. Sie nutzen nun ihre marktbeherrschende Stellung ausschließlich zur Maximierung ihrer Gewinne, ohne zu zögern, konkurrierende Großproduzenten zu beseitigen und ihre Völker ins Elend zu stürzen. Während in der Vergangenheit der Zugang zum Erdöl aus dem Nahen Osten für ihre Wirtschaft eine lebenswichtige Notwendigkeit war (Carter, Reagan, Bush Sr.), dann ein Markt wurde, den sie total beherrschten (Clinton), anschließend sogar ein ausgehender Rohstoff, zu dem sie den Zugang kontrollieren wollten (Bush Jr., Obama), sind die Kohlenwasserstoffe jetzt wieder das schwarze Gold geworden (Trump). Thierry Meyssan schildert die Entwicklung dieses blutigen Marktes.

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Die Wirtschaft hängt in erster Linie von der Energie ab, über die sie verfügt. Dieser Bedarf ist seit jeher eine der Hauptursachen für Kriege gewesen. In alten Zeiten ging es darum, Sklaven zu machen, die das Feld bestellen, und dann im neunzehnten Jahrhundert, Kohle zu gewinnen, die die Dampfmaschinen versorgen, und heute die Kohlenwasserstoffe (Öl und Gas) für die Motoren.

Um sich selbst über diese Logik hinwegzutäuschen, haben sich die Leute immer gute Gründe ausgedacht, um zu rechtfertigen, was sie tun. Daher glauben wir
- dass der Iran wegen seines militärischen Atomprogramms bestraft wird (das er aber im Jahr 1988 geschlossen hat);
- dass die Einrichtungen und Vermögen der PDVSA beschlagnahmt wurden, um die Vermögen des Diktators Maduro an das Team von Juan Guaido zu übertragen (obwohl ersterer und nicht der zweite, der verfassungsmäßig gewählte Präsident von Venezuela ist);
- oder auch, dass die Vereinigten Staaten Truppen in Syrien aufrechterhalten, um ihre verbündeten Kurden gegen den Diktator Al-Assad zu unterstützen (obwohl diese Kurden Söldner sind, die nicht ihr Volk repräsentieren, während Al-Assad demokratisch gewählt wurde).

Diese Geschichten entsprechen absolut nicht der Wirklichkeit und sind durch Tatsachen widerlegt. Wir glauben ihnen, weil wir hoffen, daraus Profit zu schlagen.

Der globale Markt

Die Kohlenwasserstoffe sind der erste Weltmarkt, noch vor dem der Nahrung, der Waffen, der Medikamente und der Drogen. Zunächst wurde er durch private Unternehmen betrieben, bis er, in den 1960er Jahren, ausschliesslich von den Staaten betrieben wurde. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung kamen neue Spieler, und der Markt wurde immer unberechenbarer. Darüber hinaus ist dieser Markt vom Ende der UdSSR bis zur Rückkehr von Russland sehr spekulativ geworden, und der Preis nahm bis zu 400% zu.

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Geopolitik und Pädokriminalität

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24-01-19 10:41:00,

Januar 2019

Der folgende Beitrag bietet eine Übersicht und Referenzen zum Themenkomplex der organisierten Pädokriminalität im Kontext von Geopolitik, Elitenmanagement, und westlichem Mediensystem.

Hinweis: Keine aktive Leseempfehlung; nur gedacht für Personen, die sich ohnehin mit dieser Themati­k befassen (möchten). Nicht geeignet für minderjährige oder sensible Personen.

Geostrategische Machtstrukturen erfordern effektive Führungsinstrumente. Eines der wirkungs­vollsten Führungs­instrumente ist seit jeher die Erpressung, und die ultimative Form der Erpressung beruht insbesondere in westlichen Ländern auf der Involvierung in Pädokriminalität.

Diverse Untersuchungsverfahren und Opferaussagen sowie zahlreiche sabotierte Ermittlungen und ermordete Zeugen deuten auf eine potentiell einflussreiche Rolle pädokrimineller machtpolitischer Elitennetzwerke in Europa und den USA hin.

Im Falle Italiens ist beispielsweise dokumentiert, dass der italienische Militärgeheim­dienst SIFAR im Auftrag der CIA über 150.000 Dossiers zu »irregulärem (v.a. sexuellem) Verhalten« erstellte und damit die gesellschaftliche Elite Italiens während Jahrzehnten erpressen und kontrollieren konnte.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern pädokriminelle Elitennetzwerke eine zentrale transatlantische Führungsstruktur seit dem 2. Weltkrieg gebildet haben, zumal inzwischen diverse personelle Berührungspunkte zu Politik, Militär und Geheimdiensten belegt sind.

Etablierte transatlantische Medien berichten – von Ausnahmefällen abgesehen (s.u.) – kaum zeitnah und investigativ über diese Thematik. Dabei ist zu bedenken, dass diese Medien zumeist in dieselben geopolitischen Machtstrukturen eingebunden sind wie die fraglichen Akteure selbst.

So war ein von belgischen Zeugen identifizierter Pädokrimineller unter anderem Vizepräsident der Europäischen Kommission sowie Vorsitzender und später Ehrenpräsident der Bilderberg-Konferenz, zu der die transatlantische Elite aus Politik, Wirtschaft, Militär und Medien geladen ist.

In vielen Fällen waren Kinderheime oder Kinderhilfswerke direkt oder indirekt in die pädokriminellen Netzwerke eingebunden; in anderen Fällen wurden die Kinder aus Problemfamilien rekrutiert oder durch Entführungen beschafft. Manche dieser Kinder wurden letztlich ermordet.

Während aus gesellschaftlicher Sicht integre und vorbildliche Persönlichkeiten als Elitenvertreter wünschenswert sind, sind aus machtpolitischer Sicht im Gegenteil erpressbare und korrumpierbare Personen gefragt. Hieraus ergibt sich ein grundlegender Widerspruch mit weitreichenden Folgen.

1. Belgien/Europa

Einer der bekanntesten Fälle von organisierter Pädokriminalität ist der Fall Dutroux der 1980er und 1990er Jahre. Bei diesem Fall geht es indes weniger um Dutroux selbst (der hauptsächlich als »Lieferant« fungiert haben dürfte), als vielmehr darum, dass sowohl Dutroux als auch diverse Zeugen ein pädokriminelles Netzwerk beschrieben,

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