Neue Gesichter braucht das Land | KenFM.de

28-10-20 10:30:00,

Entworfen nach Ihrem Geschmack!

Von Dirk C. Fleck.

Die Firma Vistaprint hat ihren Sitz in Berlin. Dort wo der Corona-Masken-Hype aus dem Kanzleramt permanent befeuert wird. Wo selbst jene, die sich gegen das staatlich verordnete Vermummungsgebot zur Wehr setzen, nicht mehr Gesicht zeigen dürfen, ohne Gefahr zu laufen mitsamt ihren Anwälten im Knast zu landen. Die Neue Realität hat Deutschland schneller erobert, als es sich die verantwortlichen Eliten vor einem Jahr noch zu erträumen wagten. Sie fühlt sich auch nicht mehr trist an, wie noch im Frühjahr, als unser Volk von einem Tag auf den anderen in Angststarre verfiel. Inzwischen hat man sich an die täglichen Negativinformationen gewöhnt, welche seit Monaten wie ein Damoklesschwert über uns hängen. Trotzdem fühlt sich die überwiegende Mehrheit der Deutschen gegen das Virus gewappnet. Mutti genießt höchstes Vertrauen. Sie und ihr Lachkabinett haben dafür gesorgt, dass die Bürger den Irrglauben, die Maßnahmen der Regierung würden der Pandemie schon Einhalt gebieten, genauso verinnerlicht haben wie die Angst vor dem Corona-Virus selbst. Eines Tages wird sich die Sache erledigt haben. Noch einige Lockdowns und gut ist. ABSTAND HALTEN, MASKE AUF, ZACK! Es ist der bedingungslose blinde Gehorsam einer großen Mehrheit, der die Sollbruchstelle unserer Gesellschaft markiert. Exakt an dieser Linie bricht sie gerade auseinander.

Woran liegt das? Die Maske ist ein Placebo, das bestätigen Ärzte in aller Welt immer wieder und immer wieder vergeblich. Aber das Glaubensbekenntnis jener, die am Fliegenfänger der Angst kleben, ist unerschütterlich. Die Propaganda-Botschaft, dass man durch das tragen einer Maske nicht nur sich, sondern auch andere schützt, erhebt den gewöhnlichen Bürger unweigerlich in den Rang eines Gutmenschen. Und als Gutmensch ist es wohl nur allzu verständlich, wenn man diejenigen, die keine Maske tragen, an den Pranger stellt. Das Neue Deutschland empfahl seinen Lesern sogar vor kurzem, solche Elemente sozial zu ächten. Kein Witz.

Corona hat unsere Gesellschaft von Grund auf verändert. Sperrstunden, Beherbergungsverbote, Besuchsbeschränkungen, kalte Klassenzimmer, einsame Alte, maskierte Kinder, Denunzianten, Testorgien, Zahlenwillkür, Verordnungswahn, Masken-Polizeikontrollen, Bundeswehr im Innern, abgesagte Weihnachtsmärkte – wer hätte sich das vor wenigen Monaten vorstellen können? Hotels, Veranstalter, Reisebüros, Markthändler, Messebauer, Künstler, Selbständige, Einzelhändler und viele mehr verloren und verlieren noch immer ihre Umsätze und damit ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien.

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Die vier Gesichter des Donald Trump: Trottel, Monster, Retter oder Realist? – www.NachDenkSeiten.de

16-07-18 12:25:00,

16. Juli 2018 um 10:31 Uhr | Verantwortlich:

Die vier Gesichter des Donald Trump: Trottel, Monster, Retter oder Realist?

Veröffentlicht in: Außen- und Sicherheitspolitik, Audio-Podcast, einzelne Politiker, Strategien der Meinungsmache, USA

Das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-Pendant Donald Trump bietet Anlass, die unterschiedlichen Darstellungen und Wahrnehmungen der Person, des Politikers und des Medien-Charakters Donald Trump zu untersuchen. Auch wenn man angesichts des Verwirrspiels Trumps teils im Nebel stochert, so ist eines sicher: Die in den Medien dominierende Darstellung, Donald Trump sei ein einsamer Idiot, ist simpel und falsch. Von Tobias Riegel.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Ende vergangener Woche haben in London über 200.000 Menschen gegen Donald Trump demonstriert – ich bin nicht sicher, ob ich teilgenommen hätte. Nicht, dass an der Politik und der Person Trumps nicht zahlreiche Dinge auszusetzen wären – aber: So selbstverständlich wie sich viele der Demonstranten auf ihre Ablehnung des stilisierten Medien-Charakters Donald Trump einigen können, so fragwürdig sind einige der von ihnen statt dessen präferierten Modelle. Teils wird nicht konkretisiert, was man sich „statt Trump“ für eine Politik der USA wünscht – teils werden ganz offen die aggressiven „Globalisten“ um die US-Demokratin Hillary Clinton umarmt. Ersteres ist ungenügend, Letzteres ist inakzeptabel.

Zudem ist unklar, wofür genau Trump steht: Seiner kriegerischen Rhetorik steht real eine teils eher entspannende Haltung gegenüber: Auf verbale und taktische Pseudo-Eskalationen sind nun mehrmals Kehrtwenden hin zu Entspannung (Nordkorea, Russland) oder begrenztem Rückzug (Syrien) gefolgt – im Falle Iran bleibt abzuwarten, ob Trump wieder diesem Muster folgen wird bzw. welche der beiden sich aktuell bekämpfenden Macht-Gruppen in den USA sich durchsetzen kann. Andererseits werfen die USA unter Trump so viele Bomben wie noch nie und eskalieren nochmals die Forderungen nach erhöhten Rüstungsetats. Die Signale sind also widersprüchlich und verwirrend. Sehr wahrscheinlich ist aber zumindest, dass Trumps scheinbar chaotische Amtsführung und seine angeblich einsam in der Nacht abgesetzten Tweets Teil einer wohlgeplanten und von einem großen Team umgesetzten Strategie sind.

Mit Trump-Kritik auf der „richtigen“ Seite

Vor allem die Innenpolitik des US-Präsidenten muss sehr kritisch betrachtet werden,

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Über die Gesichter hinter Hashtags und Deneuve

23-01-18 09:11:00,

Zwei junge politische Aktivistinnen blicken auf #MeToo. Ein Dialog von Elisa Stowe und Kasia Wojcik.

Prolog

Ich laufe am Straßenrand entlang, dem einzigen Weg durchs Dorf, zurück zu meinem Guest House im Süden Sri Lankas, als mir ein Mopedfahrer im Vorbeifahren auf den Hintern haut. Bis ich Arschloch schreien kann, ist der Mann längst weg.

Während ich mit einem Freund in einem Berliner Club ein angetrunkenes Gespräch führe, fasst mir ein unbekannter Mann an Brust und Hintern. Ich winde mich lächelnd und entferne mich aus seiner Reichweite.

„Die Freiheit ist die Freiheit des anderen.“

Rosa Luxemburg

Es ist ein prominentes Gesicht, das der Debatte um #MeToo seit dem Erscheinen des Textes in der Le Monde, einen Spiegel vorhält, in dessen Rückspiegelung sich die eigentlichen Wurzeln der Problematik im Dämmerlicht erkennen lassen. Catherine Deneuve, heute 74, immer noch eine sehr schöne Frau.

Rund einhundert Französinnen unterzeichneten Deneuves’ Brief als Antwort auf die virale Social Media Kampagne #MeToo, die wiederum durch die Schauspielerin Alyssa Milano populär wurde. Ursprünglich war es die Bürger*innenrechtsaktivistin Tarana Burk, die bereits vor über zehn Jahren eine Bewegung mit dem Namen Me too ins Leben rief, um damit auf die tiefgehende Verbreitung sexuellen Missbrauchs und täglicher Übergriffe aufmerksam zu machen. Unter dem Hashtag #MeToo versammeln sich nun seit Oktober des letzten Jahres die Geschichten von Frauen, deren Verbindungen durch ähnliche Erfahrungen bestehen. Missbrauch, Gewalt, Übergriffe, unfreiwillige Flirts, nicht Nein-Sagen; immer die Frage dabei, wer die Norm setzt.

In ihrem Brief, der in einer der wichtigsten französischen Tageszeitungen erschien, werfen die Frauen um Deneuve der #MeToo- Debatte vor, zu weit gegangen zu sein. Sie schaffe ein „Klima der Denunziation“. Mit diesem Feminismus könnten sie sich nicht identifizieren, einem Feminismus, der „über die Verurteilung des Machtmissbrauches hinausgehend ein Gesicht von Männerhass und Sexualfeindlichkeit annimmt“. Sie sähen sich als die Verteidigerinnen sexueller Freiheit gegenüber einem Puritanismus, der letztlich reaktionären Kräften in die Finger spiele.

Viele dieser Unterzeichnerinnen tragen keine unbekannten Namen. Sie sind Schriftstellerinnen und Psychologinnen, Schauspielerinnen, im Durchschnitt nicht besonders jung. Vor ein paar Tagen entschuldigte sich Frau Deneuve dann bei den Opfern sexueller Gewalt. Freilich, sie bleibt bei ihrer Überzeugung.

„Ihr Anliegen, die sexuelle Freiheit gegen reaktionäre Bestrebungen zu verteidigen,

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