Im Gespräch: Dirk Pohlmann (“Die Öko-Katastrophe: Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen”) | KenFM.de

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03-12-19 08:21:00,

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Ein Artikel, der nicht verschleißt, ist eine Tragödie für ein Geschäftsmodell, dessen Erfolg auf schnelles Wegwerfen angewiesen ist! Willkommen in der globalen Wegwerfgesellschaft. Wir werfen alles weg. Vor allem aber die Zukunft unsere Kinder. Weltweit.

Der „moderne“ Mensch ruiniert mit seinem Wirtschaftssystem die Grundlagen der eigenen Existenz. Das geschieht in einem noch nie da gewesenen Tempo. Globalisierung bedeutet in Wahrheit, dass der Wirtschaftskrebs, an dem wir leiden, seine Metastasen bis in die letzten Winkel des Planeten vorangetrieben hat.

Unsere Freiheit bedeutet den Zwang, wachsen zu müssen. Leider kann unser Planet mit dem Tempo des menschlichen Verbrauchs nicht mithalten. Das Öko-System ist einfach zu langsam, um mit unserem Fortschritt, der in Wahrheit ein Gleichschritt ist, Schritt halten zu können. Next Stop: Untergang. Das Gesamtsystem Erde kollabiert in Realtime. Was wir aktuell geopolitisch erleben, ist der zum Scheitern verurteilte Versuch, mit Gewalt die letzten Ressourcen zu erbeuten. Rohstoff-Kriege, die zu verschleiern versuchen, dass bevor der Hahn dreimal kräht, wir einräumen müssen, dass man auch digitales Geld nicht essen kann.

Die einzige Chance des Menschen dem eigenen Untergang zu entkommen, ist die Erkenntnis, dass nur der sofortige Umstieg in eine umfassende nachhaltige Lebensweise das Desaster verhindern kann. Die Idee, wir können einfach so weitermachen, indem wir einfach alle ganz viel Elektro-Autos fahren, ist eine Sackgasse. Wir müssen in allen Branchen vollkommen umdenken und wir müssen entschleunigen!

Wir alle sind Teil der Titanic, nur dass diesmal kein Dampfer kommt, um die Überlebenden aus den Rettungsbooten aufzunehmen. Es gibt keine anderen Dampfer und man muss schon hinter dem Mond leben, um zu glauben, es gäbe eine Alternative zum Planeten Erde. Der Mensch ist ein Erdling. Er lebt und stirbt mit ihr.

„Die Öko-Katastrophe“ ist ein Buch, das den Status quo beschreibt. Sämtliche Autoren haben eines gemeinsam, sie beschönigen den Ist-Zustand nicht. Da gibt es nichts zu beschönigen. Es geht nicht um Panikmache. Es geht um das Eingeständnis, dass wir nur noch Millimeter vor dem Abgrund stehen. Wenn der Planet kippt, war es das für die Menschheit und Kriege können dieses Abschmieren nur noch verschieben,

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Im Gespräch: Jörg Baberowski (“Räume der Gewalt”) | KenFM.de

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24-11-19 08:42:00,

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Der Traum vom Weltfrieden ist unrealistisch. Er wird auch nicht in Erfüllung gehen, denn dazu müsste der Mensch ein Wesen sein, das auf Gewalt verzichtet. Immer und überall.

Das aber kann und wird nicht passieren, denn auch in einer weitgehend friedlichen Gesellschaft existieren immer individuelle Gewalttäter, Menschen, die bereit sind auch zuzuschlagen, um ihre persönlichen Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen.

Wer Frieden wünscht, muss daher in der Lage sein diesen durchzusetzen. Er muss ihn garantieren. In letzter Konsequenz durch Abschreckung, durch die Androhung von Gewalt.

Statt sich zu wünschen, der Mensch wäre ein völlig anderes, nämlich immer friedvolles Wesen, ist es realistischer sich der Aufgabe zu widmen, wie man das angebotene Gewaltpotenzial des Menschen managen kann.

Wie lässt sich die in jedem Menschen schlummernde Möglichkeit, gewalttätig zu werden, entschärfen? Mit welchen umsetzbaren Mechanismen kommen wir einer weitgehend gewaltfreien Gesellschaft zumindest näher?

Gewaltforscher Prof. Jörg Baberowski hat sich lange mit der Thematik beschäftigt und gibt Antworten dazu, die geeignet sind, unser praktisches Zusammenleben nicht nur theoretisch friedlicher zu gestalten. Sehen wir, so gut wir es können, der Wahrheit ins Auge.

Inhaltsübersicht:

0:02:42 Gewalt muss gemanagt werden

0:13:33 Zivilisation ist kein Garant für Frieden

0:29:01 Armut macht nicht automatisch solidarisch

0:42:20 Deutschland, ein Einwanderungsland?

0:54:38 Macht und Gewalt – eine differenzierte Betrachtung

1:11:40 Die Begeisterung für Krieg

1:25:10 Wie man einen Soldaten zum Kämpfen bringt

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Veröffentlicht am: 24. November 2019

Anzahl Kommentare: 13 Kommentare

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Ein Gespräch zwischen Ken Jebsen und Albrecht Müller. Wären alle Medien so kreativ wie KenFM, stünde es gut um Aufklärung und Demokratie

ein-gesprach-zwischen-ken-jebsen-und-albrecht-muller.-waren-alle-medien-so-kreativ-wie-kenfm,-stunde-es-gut-um-aufklarung-und-demokratie

21-10-19 10:57:00,

Hier ist die Aufzeichnung, gedreht bei den sogenannten Buchkomplizen auf der Frankfurter Buchmesse. Im Gespräch geht es um eine Reihe von Beispielen für Manipulationen, denen wir immer wieder ausgesetzt sind. – Während des Gesprächs ist mir noch einmal klar geworden, wie wichtig es ist, dass die kritischen Medien in Deutschland gemeinsam am Aufbau einer alternativen Öffentlichkeit arbeiten. Damit die Mehrheit der Menschen nicht mehr zu den Etablierten fliehen muss, um nicht allein zu sein. Zum Grundgedanken siehe den auch im Gespräch mit Ken Jebsen genannten NachDenkSeiten-Artikel “Lieber dazugehören, als aufgeklärt sein“. Dazugehören und aufgeklärt sein – das muss möglich werden. In diesem Sinne: Machen Sie bitte auf das Gespräch aufmerksam, verlinken Sie es weiter. Wir müssen mehr werden. Albrecht Müller.

Titelbild: KenFM

Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele – aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung.
Herzlichen Dank!

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KenFM im Gespräch mit: Leo Gabriel (lateinamerika-anders.org) | KenFM.de

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21-09-19 08:49:00,

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Venezuela. Ein Land mit gigantischem Erdölreichtum und zugleich drückender Armut. Ein Land, das sich in einer massiven politischen Krise befindet und dessen Bevölkerung tief gespalten ist. Nirgendwo sonst auf dem Globus tritt das, was man „Ressourcenfluch“ nennt, so offen zutage, wie es aktuell in Venezuela der Fall ist. Wie konnte das passieren? Wie konnte gerade Venezuela zum Armenhaus Südamerikas werden?

Über diese Fragen hat sich KenFM mit Leo Gabriel unterhalten. Gabriel, gebürtiger Österreicher, ist auf dem Gebiet Lateinamerikas eine journalistische Koryphäe. Es dürfte im deutschsprachigen Raum nur wenige geben, die den Kontinent derart gut kennen, wie er.

Gabriel hat nicht nur jahrelang in diversen lateinamerikanischen Ländern gelebt, sondern er war, bedingt durch seine Arbeit, auch immer Teil des Widerstandes der dortigen Völker gegen offenen und verdeckten Imperialismus. Führende Persönlichkeiten wie Evo Morales, Lula oder Daniel Ortega kennt Gabriel persönlich.

Im Gespräch mit KenFM gewährt uns nun eben dieser Leo Gabriel einen Einblick in die Realitäten des lateinamerikanischen Kontinentes. Die dort vorherrschenden kulturellen und politischen Eigenheiten werden dabei ebenso thematisiert, wie der aktuelle Status quo im Krisenstaat Venezuela. Gabriel erklärt uns, woran die bolivarische Revolution gescheitert ist und was es mit dem neuen „Hoffnungsträger“ Juan Guaidó auf sich hat. Weiterhin bringt er Licht ins Dunkle des venezolanischen Ressourcenfluchs.

Wer weiß, vielleicht sollte sich unser Außenminister Heiko Maas, bevor er das nächste Mal nach Sanktionen schreit, mit Leo Gabriel unterhalten. Lernen würde er dabei jedenfalls eine Menge.

Inhaltsübersicht:

0:00:30 Basiswissen zu Lateinamerika

0:26:34 Venezuela – großer Erdölreichtum, großes Elend

0:48:14 Hugo Chávez und die bolivarische Revolution

0:59:04 Juan Guaidó und das gebrochene politische System Venezuelas

1:17:13 Chancen und Perspektiven für Venezuela in einer multipolaren Welt

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KenFM im Gespräch mit: Erwin Thoma (“Strategien der Natur”) | KenFM.de

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15-09-19 07:39:00,

Erwin Thoma ist der Mann und Ansprechpartner, wenn es um Fragen eines gesunden, nachhaltigen und erfüllten Lebens in und mit der Natur geht. Wenn er beginnt vom Wald zu erzählen, hat man das Gefühl, den Geruch sauberer Waldluft in der Nase zu spüren. Berichtet er von den Kreisläufen und Lebenszyklen eines Baumes, fängt man fast automatisch an, den eigenen Lebensstil zu überdenken. Erwin Thoma ist kein Träumer, er ist ein Mann der praktischen Vernunft, mit einem strahlend breiten Lächeln um die Mundwinkel, die von seiner aufrichtigen Liebe zur Natur zeugen.

In seinem neuen Buch „Strategien der Natur“ lässt er uns teilhaben am Wissen über die Evolution der Bäume und zeigt das Leben und die Beziehungen des Waldes mit allen anderen Waldbewohnern auf. Wir erfahren, dass auch der Wald ein soziales Wesen ist, von dem wir enorm profitieren können – fänden wir nur einen Weg dorthin (zurück), und zwar ganz ohne Bulldozer, Bagger oder Brandrodung.

Im Interview begeben wir uns mit einem im wahrsten Sinne des Wortes „bodenständigen“ Menschen auf die Suche nach jahrtausendealtem Wissen und suchen Antworten auf die drängendsten Fragen und Probleme unserer Zeit. In einem Gespräch mit Erwin Thoma verliert man sich, vergisst den Alltag und kommt ganz oft aus dem Staunen nicht mehr heraus – vielleicht auch deshalb, weil wir die Verbundenheit zur Natur ein wenig verloren haben? Back to the roots!

Inhaltsübersicht:

00:00:53 Erwin Thomas Buch “Strategien der Natur”

00:04:20 Die Politik der Natur

00:14:41 Erwin Thomas Erkenntnisweg

00:25:29 Systemvergleich: Wirtschaftswissenschaften und Forstwirtschaft

00:30:43 Der Klimawandel und die wirklichen CO2-Verursacher

00:42:38 Die Bauwirtschaft und wie sie nachhaltiger funktionieren kann

01:00:47 CO2-Verursacher: Militär und Landwirtschaft

01:13:49 Die Selbsttäuschung und der Sinn unseres Lebens

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KenFM im Gespräch mit: Heiko Schöning (9/11 und Anthrax) | KenFM.de

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11-09-19 09:24:00,

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Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das mit maximaler Leidenschaft und äußerster Akribie an Technologien zimmert, deren Ziel es ist, die eigene Art möglichst effizient zur Strecke zu bringen.

Während für andere Lebensformen die größte Gefahr für Leib und Seele von Naturkatastrophen ausgeht, sie gewissermaßen Opfer von Umständen werden, auf die sie keinen Einfluss haben, geht die größte Gefahr für den Menschen vom Menschen selber aus.

Zu allem Irrsinn hat die Menschheit dann auch noch die Wahl, mit welcher Technologie sie sich selbst ausradieren möchte.

Sollen es A, wie Atomwaffen sein? B, wie biologische Kampfstoffe oder C, chemische Keulen, die in einer nie dagewesenen Effizienz längst bewiesen haben, dass sie, einmal zur Anwendung gebracht, extrem brutal menschliches Leben zerstören können.

Dass sogenannte ABC-Massenvernichtungswaffen im 21. Jahrhundert überhaupt existieren, wird immer wieder damit begründet, dass sie als Garant für den Frieden unverzichtbar seien. Diese Begründung ist ein reines Täuschungsmanöver, dass verschleiern soll, dass schnöde Kriege und die dazu produzierten Waffen für die Rüstungslobby die einzige Einnahmequelle sind. Von daher liegt es auf der Hand, dass der militärisch-industrielle Komplex alles dafür tut, um einen weltweiten Frieden mit allen Mitteln zu verhindern.

Das Geschäftsmodell ist auf die Produktion immer neuer Feindbilder angewiesen und die werden mittels rüstungshörigen Massenmedien jeden Tag in Millionen Hirne gehämmert. Der Russe, der Moslem, der Flüchtling ….

Wer heute das Radio, den Fernseher, einschaltet oder die Zeitung aufschlägt, sieht sich einer synthetisch produzierten Angst ausgesetzt.

Der weltweite Terrorismus ist global auf dem Vormarsch und mit ihm die hybride Kriegsführung, wird behauptet. Klassische Front ist out, wird uns überall erklärt. Im 21. Jahrhundert sind es hinterhältige Anschläge in urbaner Umgebung, die unser aller Leben bedrohen.

Wer hier nicht überrascht werden will, muss vorsorgen. Z.B. indem er biologischen Kampfstoffen mit entsprechenden Impfstoffen zuvorkommt. Die sind natürlich sündhaft teuer, können aber dank privater Investoren in großen Mengen produziert werden, was längst geschieht.

Ein Politiker, der fordern würde, Millionen an Steuergeldern für eben diese Medikamente auszugeben, quasi prophylaktisch, müsste schon eine gute Begründung liefern,

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KenFM im Gespräch mit: Timm Koch (“Das Supermolekül”) | KenFM.de

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02-09-19 02:20:00,

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Ob der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht, ist doch eigentlich nicht die zentrale Frage. Wie und mit welchen Mitteln wir nachhaltig, schonend und „enkeltauglich“ mit unserer Welt umgehen und wie wir Ressourcenkriege vermeiden ist das, was uns wirklich interessiert. Wenn wir erkennen, dass wir nur einen bewohnbaren Planeten haben, der uns alles anbietet, was wir zum Überleben brauchen; wenn wir es endlich schaffen, als Spezies zu denken, zu handeln und Ressourcen entsprechend gerecht zu verteilen, reicht dieses Angebot sogar für alle.

Beim Thema CO2-Ausstoß, regenerative Energien und Elektromobilität scheiden sich dennoch allzu oft die Geister. Wir alle sind süchtig nach Energie, in erster Linie nach Erdöl, dem Stoff der Begierde – vor allem im Autoland Deutschland. Dass aber allein mit Elektrofahrzeugen der Entzug nicht zu schaffen und die Welt nicht zu retten ist, zeigt schon ein Blick auf die seltenen Erden und die vielen Edelmetalle, die in einem Akku verbaut sein müssen. Ganz zu schweigen von der Ladekapazität, die das deutsche Stromnetz wohl um ein vielfaches überfordern würde, sollte jeder Autofahrer pünktlich abends 19 Uhr seinen fahrbaren Akku laden wollen.

Timm Koch, Philosoph, Imker und Buchautor bringt einen neuen Stoff in die Köpfe der industriellen Gesellschaft – einen Stoff, der vielleicht auch süchtig macht, jedoch ohne die herkömmlichen giftigen Nebenwirkungen: Wasserstoff.

Im Gespräch mit KenFM erklärt uns Timm Koch auf verständliche Art und Weise das enorme Energiepotenzial, das im Wasserstoff steckt, wie es entsteht und wie man es mit „neuen alten“ Methoden ohne großen Energieaufwand gewinnen und sogar speichern kann. Ob im Auto oder bei der Energieerzeugung: Wasserstoff ist für Koch das Superelement schlechthin, und die Energiegewinnung mit Wasserstoff die revolutionäre und zivilisatorische Errungenschaft unserer Zeit. Leider werden auch diese Technologien von den Großkonzernen immer wieder ad acta gelegt oder mangels Forschungsgelder in ihrer Entwicklung unterdrückt.

Lassen wir uns entführen in eine Utopie, in der das Spalten von Wasser sexy ist und AKWs, Kohlekraftwerke, Tankstellen und sogar Ressourcenkriege endlich der Vergangenheit angehören. Alles, was wir dazu brauchen, ist die Nummer 1. Zu finden im Periodensystem ganz links oben.

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KenFM im Gespräch mit: Robert Fitzthum (“China verstehen”) | KenFM.de

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28-07-19 08:47:00,

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China, 22.117 km Außengrenze, Atommacht und ein Staat mit ungefähr 1,4 Milliarden Menschen. Ein Land, so groß, vielseitig, progressiv und gegensätzlich, dass man es unmöglich in einem Menschenleben erfassen kann – geschweige denn in einem einzigen Interview. Versuchen kann man es trotzdem. Vor allem, wenn man einen Gesprächspartner vor sich hat, der seit Jahren in China lebt und Vollkontakt zur Bevölkerung hat.

Robert Fitzthum studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien und ist Beobachter der innen- und außenpolitischen Entwicklungen Chinas.

Im Gespräch mit KenFM beschreibt er nicht nur Chinas Status als Weltmacht, sondern auch seine wirtschaftlichen Interessen in anderen Ländern. Ein Kernthema hierbei ist die neue Seidenstraße, die von westlichen Industrien und Politikern weitestgehend ignoriert wird. Diese riesige, wirtschaftliche Verbindung birgt ein enormes Potenzial, um die Weltwirtschaft grundlegend zu verändern. „Made in China“ ist nicht mehr nur ein Symbol für billig gemachtes Handwerk – längst hat der technologische Fortschritt viele westliche Länder um Längen überholt.

Schon allein die nackten Zahlen beeindrucken: Wenn auf dem europäischen Markt mit „peanuts“ gehandelt werden würde, müsste man die Güter, die über die neue Seidenstraße kommen werden, wohl allein aufgrund der Menge als riesige Erdnussplantagen bezeichnen.

Die EU jedoch beteiligt sich an diesem Großprojekt nicht und möchte das sogar anderen Nicht-EU-Mitgliedern untersagen. Das ist Kapitalismus „at its best“: Denn gut ist nach EU-Denke nur, wenn sich der eigene Säckel füllt und niemals der der anderen. Dass diese Rechnung in einer globalisierten, multipolaren Welt nicht aufgeht und sogar der eigenen Bevölkerung schadet, sollte eigentlich jedem klar sein. Dennoch wird weiter am Prinzip der Konkurrenz festgehalten, statt sich zu vernetzen und zu organisieren.

Was hätten wir wohl für eine Welt, in der alle Länder zusammenarbeiten würden, jedes sein eigenes Potenzial zu 100 % ausschöpfen und technologischer Fortschritt mittels Teamwork und Austausch befruchtend wirken würde? Vielleicht eine Welt ohne Mangel, Hunger und Gewalt? Träumen wir uns 111 Minuten ins Reich der Mitte und versuchen wir auch China zu verstehen.

Inhaltsübersicht:

0:04:06 Ein Buch über China

0:12:45 Soziale,

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Pleisweiler Gespräch Moshe Zuckermann am 21. September 2019

pleisweiler-gesprach-moshe-zuckermann-am-21.-september-2019

26-07-19 12:06:00,

Unser Gesprächspartner ist Soziologe, Historiker und Philosoph. Er lebt in Israel, wurde dort geboren und hat in Deutschland studiert. Er ist ein kritischer kreativer Geist und voller Empathie. Thema des Gesprächs: Deutschlands Rolle in der Welt. Ort: Nonnensuselhalle in Pleisweiler-Oberhofen, Weinstraße 71. Beginn: 12:00 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen, an einem hoffentlich goldenen Herbst in die Südpfalz zu kommen. Albrecht Müller.

Wenn Sie genauer prüfen wollen, wie interessant unser Gesprächspartner ist, dann schauen Sie sich dieses kurze Video an. In unserem Gespräch am 21. September wird es nicht nur um die im Video angesprochene unselige Antisemitismusdebatte und die damit verbundenen Einschränkungen und Beschädigung einer offenen Diskussion in Deutschland gehen. Wir haben im Vorgespräch das Thema erweitert. Moshe Zuckermann fand es interessant, auch einmal der Frage nachzugehen, wo das großartige Versprechen Willy Brandts bei seiner ersten Regierungserklärung geblieben ist: Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein, im Innern und nach außen. Was würde das heute heißen?

Zum Ablauf und andere Hinweise:

Wir bitten um Anmeldung, damit wir die richtige Ausstattung des Raumes planen können. Nutzen Sie dazu bitte: [email protected].

Diese Bitte um Anmeldung soll Sie aber nicht davon abhalten, sich spontan zur Teilnahme am Gespräch zu entscheiden.

Der Eintritt ist frei. Wenn Sie etwas für die Deckung der Kosten in den „Klingelbeutel“ tun können, freut und erleichtert uns das.

Für nicht Ortskundige:

Sie können Pleisweiler-Oberhofen mit dem Auto über Bad Bergzabern oder über Landau und Klingenmünster anfahren. Es liegt an der Weinstraße/B 48 zwei km nördlich von Bad Bergzabern. Der Ort der Veranstaltung liegt in der Mitte des Dorfes. Am Sportplatz können Sie parken.

Sie können Bad Bergzabern über Karlsruhe oder Neustadt/Weinstraße und dann über Winden (Pfalz) auch mit dem Zug erreichen und von dort nach Pleisweiler zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren.

Wenn Sie von weiter her anreisen und das Gespräch nutzen wollen, um ein Wochenende in der Südpfalz zu verbringen, dann sollten Sie nicht zögern. Die Südpfalz hat eine reizvolle Landschaft. Übernachtungsmöglichkeiten zeigt diese Übersicht. Notfalls könnten Sie auch in den Nachbarorten, zum Beispiel in Bad Bergzabern oder Gleiszellen-Gleishorbach suchen – Entfernung jeweils 2 km.

Bitte bald planen. Im Herbst ist die Südpfalz eine für Kurzurlaube begehrte Region.

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KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Bittner (“Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen: Ein deutsches Lebensbild”) | KenFM.de

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22-07-19 08:22:00,

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Was bedeutet Heimat? Diese Frage ist im 21. Jahrhundert aktueller denn je. Globalisierung und grenzenlose Mobilität haben das bisherige Verständnis des Heimatbegriffs auf den Prüfstand gestellt. In Zeiten, in denen der Mensch – sofern er zu den ökonomisch Bessergestellten auf diesem Planeten gehört – jederzeit, überallhin reisen kann, mag das Wort Heimat zuweilen sogar wie ein veraltetes Relikt erscheinen.

Doch für die meisten Menschen ist Heimat eben doch mehr als ein monatlich wechselnder Lebensmittelpunkt. Sie ist eine Mischung aus individuellen Erinnerungen und Gefühlen und von daher auch nur schwer allgemein verständlich in Worte zu fassen. Vermutlich erschließt sich einem die wahre Bedeutung erst dann, wenn das, was zuvor als Heimat bezeichnet wurde, auf einmal verlorengeht.

Eine solche Erfahrung der vollständigen Entwurzelung gehört zur Biographie von Wolfgang Bittner. Er hat sie in seinem neuen Roman „Die Heimat, der Krieg und der goldene Westen: Ein deutsches Lebensbild“ schriftlich verarbeitet. Dabei lässt Bittner den Leser in die Gefühlswelt eines kleinen Jungen eintauchen, der sich mit den äußerst schmerzhaften Erfahrungen von Flucht und Vertreibung konfrontiert sieht. Eine Geschichte, die zwar gegen Ende des 2. Weltkrieges spielt, jedoch nichts an ihrer Aktualität eingebüßt hat.

Um aus der Vergangenheit zu lernen, muss man den Mut aufbringen, sich ihr zu stellen. Wolfgang Bittner hat dies stellvertretend für uns getan. Die Erfahrungen, die er in seinem Buch, sowie in dieser Ausgabe von KenFM im Gespräch mit uns teilt, sind folglich Gold wert. Denn Geschichte wiederholt sich, auch wenn dies nie unter identischen Vorzeichen geschieht.

Inhaltsübersicht:

0:01:05 Der Entstehungsprozess eines Romans

0:16:21 Vertreibung, Flucht und Entwurzelung

0:46:12 Der deutsche Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg

1:12:07 Die Gehirnwäsche der Jugend damals und heute

1:28:30 Die politische Gegenwart und ein Ausblick in die Zukunft

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KenFM im Gespräch mit: Bernd Erbel | KenFM.de

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16-07-19 08:59:00,

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Der Mensch trägt das Reisefieber in sich. Das war schon immer so und dafür bedarf es gar keiner Charterflüge und Vollpensionen.

Bernd Erbel ist das beste Beispiel hierfür. Schon zu Kindheitstagen bereiste er mit seinem Vater allerlei ferne Orte, in einer Zeit, in der das Reisen eigentlich nur einer kleinen, wohlständigen Elite vorbehalten war. Mit dem Auto bis in die Türkei oder den Iran zu fahren, war für das abenteuerlustige Familiengespann nichts Ungewöhnliches.

Das Fernweh wurde Erbel also in die Wiege gelegt. Folgerichtig entschied er sich auch für einen Beruf, bei dem seine Passion garantiert nicht zu kurz kommen würde: Er wurde Diplomat im Auswärtigen Dienst. Als solcher verbrachte er mehr als zwei Drittel seines Lebens im Ausland. Schwerpunkt dabei: Der Nahe Osten.

Ägypten, Libanon, Jemen und der Irak waren nur einige der Stationen einer bewegten beruflichen Laufbahn.

Heute kennt Erbel die Region wie kaum ein Zweiter. Nicht nur, weil er so viel Zeit vor Ort verbracht hat, sondern vor allem auch deswegen, weil er bei seiner Arbeit stets in Kontakt mit den dort ansässigen Menschen geblieben ist. Klimatisierte Hilton-Hotel-Diplomatie kam für den ausgebildeten Orientalisten nie in Frage.

All diese unzähligen Erfahrungen und Erinnerungen hat Erbel nun im Interview mit KenFM Revue passieren lassen. Und da Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verbunden sind, ist es gelungen bei jedem Thema den Bezug zur aktuellen Tagespolitik herzustellen.

Was ist also los in Middle East und wie ist es dazu gekommen? Nun, nur wenige Menschen sind in der Lage so fundiert auf diese Frage zu antworten, wie Bernd Erbel es ist.

Inhaltsübersicht:

 0:01:31 Erbels Reiseabenteuer in der Jugend

0:13:53 Deutschland und der Orient I – die Orientalistik

0:22:26 Der Orient – Vielfalt und Vorurteile

0:31:46 Deutschland und der Orient II – Die Rolle Goethes

0:38:13 Was ist der Islam?

0:44:41 Eine Laufbahn im Auswärtigen Dienst

1:03:27 Der Iran und die internationale Gemeinschaft

1:39:44 Die Verantwortung der deutschen Diplomatie

1:53:54 Das politische Ägypten damals und heute

2:05:20 Der Nahostkonflikt und die Palästinenserfrage

2:16:46 Iran – Deutschland: Chancen und Potenziale einer Beziehung

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KenFM im Gespräch mit: Mathias Bröckers (“Freiheit für Julian Assange!”) | KenFM.de

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06-07-19 09:00:00,

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Freiheit ist das höchste Gut, das der Mensch auf Erden besitzt. „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“, wusste schon Benjamin Franklin. Was in diesen Tagen mit Julian Assange, einem Kämpfer für die Meinungsfreiheit, passiert, ist das komplette Gegenteil aller Freiheiten, die sich die zivilisierte Welt des 21. Jahrhunderts erarbeitet hat.

Nach sieben Jahren Asyl und Freiheitsentzug in der ecuadorianischen Botschaft in London wurde Assange durch den neuen Präsidenten Ecuadors das Recht auf Asyl wieder entzogen, worauf er umgehend aus der Botschaft entfernt und in die Hände der britischen Polizei übergeben wurde. Ihm droht nun die Auslieferung an die Vereinigten Staaten. Wie viele Rechtsbrüche allein in den letzten beiden Sätzen stecken, kann man nur erahnen. In seinem neuen Buch „Don’t kill the messenger! Freiheit für Julian Assange“ geht Mathias Bröckers den Anschuldigungen gegen Assange auf den Grund – von der angeblichen Vergewaltigung in Schweden, der Verschwörung mit Chelsea Manning bis hin zur Gefährdung der „nationalen Sicherheit“ der USA und des Geheimnisverrats.

Wie viele Jahre Haft bekommt man in einer Welt, in der die Meinungsfreiheit angeblich ein Grundrecht ist, wenn man Verbrechen aufdeckt? Und wie viele Jahre bekommt derjenige, der sie begeht? Das Messen mit zweierlei Maß hat mittlerweile Ausmaße angenommen, die für den normalen Bürger bei genauerem Hinsehen kaum noch erträglich sind. Was das Exempel Assange für den freien Journalismus bedeutet, sollten sich die Redaktionen von FAZ bis Süddeutsche und Co. eigentlich auch längst fragen, denn dessen Verhaftung ist weit mehr als ein Schuss vor den Bug der Pressefreiheit.

„We must resist…“, waren Assange’s letzte Worte, als er in den britischen Polizeiwagen geschoben wurde. Danach hat man nicht wirklich wieder etwas von ihm gesehen oder gehört. Mathias Bröckers öffnet uns im Gespräch die Augen und zeigt mit aller Deutlichkeit auf eine klaffende Wunde unserer demokratischen Freiheit, die, sollte sie größer werden, uns alle mit vollständiger Lähmung infizieren wird. Desinfizieren wir sie mit Solidarität – für Julian Assange und alle mutigen Bürger.

„Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird,

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KenFM im Gespräch mit: Winfried Wolf (“Mit dem Elektroauto in die Sackgasse”) | KenFM.de

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23-06-19 05:51:00,

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Das Zeitalter der E-Mobilität wurde quasi offiziell schon eingeläutet. Unter Pauken und Trompeten sind die führenden deutschen Automobilhersteller in die große E-Offensive gestartet. Praktisch dabei ist: Unterstützung gibt es von höchster Stelle. Bis 2022 möchte die Bundesregierung 1 Millionen Elektroautos auf die Straßen bringen. Das Schmutzimage, das der Branche in Zeiten von Dieselskandal und Klimawandel anhaftet, soll damit endgültig abgelegt werden. Einer grünen Zukunft auf vier Rädern steht also nichts mehr im Wege. Oder etwa doch?

Winfried Wolf, Verkehrsexperte und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, meldet in seinem neuen Buch „Mit dem Elektroauto in die Sackgasse. Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt“, erhebliche Zweifel am aktuellen Kurs des Zusammenspiels aus Politik und Automobilindustrie an. Er entlarvt die aktuellen Konzepte der E-Mobilität als plumpen Taschenspielertrick – grüne Verpackung, toxischer Inhalt!

Diesem großzügig subventioniertem Greenwashing darf die Gesellschaft, sofern sie tatsächlich ein Interesse am Umweltschutz hat, keinesfalls auf den Leim gehen. Denn eine Verkehrswende, die darauf basiert, jeden Benziner oder Diesel durch ein E-Auto zu ersetzen, hat ihren Namen schlicht und ergreifend nicht verdient.

Was also tun? In dieser neuen Ausgabe von KenFM im Gespräch legt unser dar, dass eine Zukunft fernab des Individualverkehrs keineswegs gleichbedeutend mit vermindertem Komfort und geringerer Lebensqualität sein muss. Saubere Luftverhältnisse und ein unter dem Strich schnelleres Vorankommen sind keine Utopien und stehen nicht im Widerspruch. Wir müssen nur wollen. Winfried Wolf zeigt Alternativen auf, wie wir zu Pionieren einer zukunftsfähigen Mobilität werden.

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Veröffentlicht am: 23. Juni 2019

Anzahl Kommentare: noch keine

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KenFM im Gespräch mit: Sven Böttcher (“Rette sich, wer kann!”) | KenFM.de

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18-06-19 06:14:00,

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Wir schreiben das Jahr 2005, als der Journalist Sven Böttcher seinen Hausarzt aufsucht, weil seine kalten Füße ihm Sorgen bereiten. Nach einer Reihe medizinischer Tests wird ihm eine Diagnose übermittelt, die fortan sein ganzes Leben auf den Kopf stellen würde: MS – multiple Sklerose oder auch „die Krankheit mit den tausend Gesichtern“. Eine Krankheit, die sich in unvorhersehbaren Schüben äußert und als chronisch sowie in der Schulmedizin als unheilbar gilt.

Böttcher verbrachte daraufhin einige Zeit im Krankenhaus. Dort wollte trotz „großzügiger“ Cortison-Verabreichung partout keine Besserung einsetzen. Im Gegenteil: In Böttcher wuchs das Gefühl heran, dass sich mit jedem Tag, den er länger in der Klinik bliebe, sein Gesundheitszustand nur weiter verschlechtern würde. Also wagte er etwas, wovon ihm seine behandelnden Ärzte strengstens abrieten: Er entließ sich selbst.

Derselbe Sven Böttcher gab nun kürzlich ein Interview bei KenFM. Die Symptome, mit denen Böttcher damals im Klinikum zu kämpfen hatte, sind heute weitestgehend abgeklungen. Inzwischen ist er zu einem Vorbild für die Tausenden von Menschen geworden, die hierzulande jährlich neu an MS erkranken. Durch seinen Umgang mit der Krankheit hat Böttcher vorgelebt, dass der Verlauf einer MS-Erkrankung nicht alleine durch die Verabreichung chemischer Präparate von der Pharmaindustrie zu steuern ist.

Infolge der Erkenntnis, dass er erst aus dem Gesundheitssystem ausbrechen musste, um die Erfahrung der Selbstheilung machen zu dürfen, stellte sich für Böttcher die logische Frage, ob das sogenannte Gesundheitssystem seinen Namen denn auch wirklich verdiene. Eine Frage, der er in seinem neuen Buch „Rette sich, wer kann! Das Krankheitssystem vermeiden und gesund bleiben“ auf den Grund gegangen ist.

Wer nun denkt, dieses Interview sei nur für jene Menschen von Interesse, die an MS erkrankt sind, der irrt gewaltig. Der sich gesund wähnende, kann vom Kranken mindestens genauso viel lernen wie andersrum. Und vom Geheilten nochmal mehr. Von daher hoffen wir, dass der Zuschauer, unabhängig vom aktuellen Wohlbefinden, einige ganz persönliche Lektionen aus diesem Gespräch für sich herausfiltern kann.

Inhaltsübersicht:

00:07:32 Gesamtsystem Körper – wenn das Fass überläuft

00:16:42 Die Erwartungshaltung an Ärzte

00:20:57 Warum Multiple Sklerose perfekt für die Pharmaindustrie ist

00:29:04 Erkenntnis Gesundheit

00:42:33 Das marktkonforme Krankensystem

00:58:29 Was müsste am Krankensystem geändert werden?

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KenFM im Gespräch mit: Jochen Scholz | KenFM.de

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16-06-19 01:36:00,

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Jochen Scholz ist ehemaliger Bundeswehroffizier der Luftwaffe. Bis zum Jahr 2000 war er unter anderem 12 Jahre lang in multinationalen NATO-Gremien sowie sechs Jahre lang im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Nachdem sich die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder 1999 an der völkerrechtswidrigen Bombardierung Jugoslawiens beteiligte, trat Scholz aus seiner damaligen Partei, der SPD, aus.

Scholz kennt die Bundeswehr noch aus Zeiten, als diese noch nicht zum alleinigen Spielball transatlantischer Interessen mutiert war. Während seiner aktiven Laufbahn konnte er jedoch den Wandel seines Arbeitgebers von einer Landesverteidigungsarmee zu einer „Out-of-area-Armee“ aus nächster Nähe mitverfolgen.

Heute wie damals vertritt Scholz die Ansicht, dass eine Armee nicht dazu da sei, Interessen außerhalb des eigenen Landes durchzusetzen, sondern um das eigene Territorium zu schützen. Aus diesem Grund verweist er auch immer wieder auf Paragraph 7 des Soldatengesetzes, der da lautet: „Der Soldat hat die Pflicht, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

Wenn jedoch das Völkerrecht, das über dem deutschen Recht steht, in diesem Land nicht mehr respektiert und verteidigt, sondern mit Füßen getreten wird, dann sind das Zustände, die nicht länger hinnehmbar sind.

Scholz betreibt daher mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wertvolle Aufklärungsarbeit. Im Interview mit KenFM liefert der unermüdliche Pensionär mitreißende Einblicke in eine bewegte berufliche Laufbahn und zeigt sich als mutiger Kämpfer für eine wirklich humanitäre deutsche Außenpolitik. Wir hoffen sehr, dass seine Arbeit bei den Bundeswehrsoldaten sowie einigen seiner ehemaligen Kollegen auf offene Ohren stößt.

Inhaltsübersicht:

0:01:23 Bundeswehr früher und heute

0:18:00 Die Bundeswehr, eine Söldner-Armee?

0:29:40 Krieg mit Rot-Gün 1999, und die deutsche Presse ist dabei

0:38:57 Völkerrechtsbruch ohne Straftäter – Geopolitik aus Washington

0:53:48 NATO und Warschauer Pakt

1:05:22 Der erste NATO-Bündnisfall im Jahr 2001

1:16:10 Zusammenarbeit mit Russland und China?

1:26:43 Geopolitik gegen den Iran

1:36:24 Statt NATO,

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KenFM im Gespräch mit: Franz Alt (“Lust auf Zukunft”) | KenFM.de

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09-06-19 07:21:00,

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Dr. Franz Alt ist ein journalistisches Urgestein. 20 Jahre lang moderierte er beim SWR das Politmagazin „Report“ und baute im selben Sender die erste Zukunftsredaktion der ARD auf.

Das Thema Zukunft sollte ihn bis heute nicht mehr loslassen. Franz Alts aktuelles Buch heißt „Lust auf Zukunft: Wie unsere Gesellschaft die Wende schaffen wird“ und handelt von den großen Herausforderungen, die der Mensch jetzt bewältigen muss. Dabei stehen insbesondere der Klimawandel und die an ihn gekoppelte Energiewende im Vordergrund. Als Verfechter der Solarenergie, setzt sich Alt mit unermüdlichem Einsatz dafür ein, dass Deutschland den Weg zu seiner längst verloren gegangenen Vorreiterrolle beim Klimaschutz zurückfindet. Dass hierzulande auf diesem Weg „die Lichter ausgehen würden“, hält er für einen längst widerlegten Mythos. „Frieden durch Sonne, statt Krieg um Öl“ ist stattdessen sein Motto, das sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Jahrzehnte seiner Tätigkeit zieht.

Mit dieser langjährigen Einstellung ist Alt zweifellos ein Pionier auf dem Gebiet des lösungsorientierten Journalismus. Und genau um diese Art Journalismus geht es auch bei KenFM.

Dies haben wir zum Anlass genommen, ihn zu einem kritischen Gespräch über den Status Quo unserer Gesellschaft und den Herausforderungen der Zukunft in unser Studio nach Berlin einzuladen.

Wir konnten feststellen: Mit seinen 80 Jahren kommt unser Gast alles andere als „alt“ daher.

Inhaltsübersicht:

0:07:53 Der Energiemix in Deutschland

0:19:01 Solarstrom ist Sozialstrom

0:27:40 Mobilität, verschmutzte Luft und Diesel-Motoren

0:33:09 Stromsicherheit durch Atomkraftwerke?

0:38:48 Der Klimawandel und der Einfluss des Menschen

0:48:11 Fleischkonsum und Energieverbrauch

0:54:36 Arbeit, Bildung und künstliche Intelligenz

1:04:43 Finanzkapitalismus und Ungleichheit

1:14:09 Du sollst nicht töten

1:21:54 Forderungen an die Leser

1:26:36 Zukunft Holzbau und ökologischer Landbau

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KenFM im Gespräch mit: Norbert Häring (“Schönes neues Geld”) | KenFM.de

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06-06-19 06:19:00,

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Schöne neue Welt…schönes neues Geld! Im digitalen Zeitalter soll künftig nur noch bargeldlos bezahlt werden! Warum? Bargeld ist teuer, umständlich, schmutzig und geldwäscheanfällig. Es ist schlicht und ergreifend „so yesterday“. Höchste Zeit also, uns von diesem Elend zu lösen.

Glücklicherweise haben wir unseren Erlöser schon gefunden. Die „Better than cash alliance“ hat sich, in bis dahin unbekannter Selbstlosigkeit, dazu bereiterklärt, der Welt endlich den langersehnten Weg zur „finanziellen Inklusion“ zu weisen. Inklusion ist toll. Und „better than cash“ ist digitales Bezahlen ja schon irgendwie. Voll praktisch.

Bei aller Euphorie bleiben dennoch einige Fragen offen: Ist es wirklich Zufall, dass Großkonzerne wie Amazon, Microsoft, MasterCard und Co alle beim Thema Bargeld ihren Altruismus ausleben? Ist das Ende des Bargelds wirklich gleichbedeutend mit dem Ende der Geldwäsche? Und gibt es bei der ganzen Sache nicht vielleicht doch einen verdeckten Preis?

KenFM hat sich mit dem renommierten Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten Norbert Häring über diese Fragen unterhalten. Die Partylaune ist uns dabei, ehrlich gesagt, ziemlich schnell vergangen. Die grenzüberschreitende Zurückdrängung des Bargeldes bringt Folgen mit sich, denen sich die wenigsten von uns heute bewusst sind. Sie bergen das Potenzial, die orwellsche Dystopie noch bei weitem zu übersteigen.

„Bargeld ist Freiheit“, sagt Häring. In diesem Interview erklärt er uns, warum wir uns diese Freiheit auf keinen Fall nehmen lassen sollten.

Inhaltsübersicht:

0:06:04 Bargeldabschaffung in Indien

0:17:06 Die „Besser-als-Bargeld-Allianz“

0:23:35 Argumente gegen Bargeld

0:33:27 Totalüberwachung – wer merkt das eigentlich?

0:42:00 Personalausweise von Kreditkartenanbietern

0:54:45 Biometrische Erfassung und Verhaltenskontrolle

1:09:30 Parteien gegen Bargeldabschaffung

1:11:30 Rundfunkbeitrag in bar bezahlen

1:17:01 Das Finanzsystem – eine Waffe, die auf jeden gerichtet ist

1:27:40 Bargeld – der einzige Weg, dem System zu entkommen

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KenFM im Gespräch mit: Arnold Hottinger (Teil 1) | KenFM.de

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21-05-19 08:14:00,

Der Nahost-Experte und frühere NZZ-Korrespondent Arnold Hottinger ist in der Nacht zum Dienstag, den 21. Mai 2019, an den Folgen einer vor vier Monaten schlecht verlaufenen und abgebrochenen Herzoperation in Zug (Schweiz) im Alter von 92 Jahren verstorben.

Hottinger war einer der angesehensten Nahost-Kenner. Er sprach neben Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch auch sieben arabische Dialekte. Über Jahrzehnte reiste er durch alle arabischen und islamischen Länder und verfasste mehrere Bücher, seine Texte sind mehrfach preisgekrönt.

Anlässlich seines Todes möchten wir auf ein Interview hinweisen, das KenFM Ende 2013 mit ihm geführt hat.

Anmoderation zum Interview:

Arnold Hottinger ist der Prototyp des Reporters und Auslandskorrespondenten, und fing vor über 50 Jahren an, für die Neue Zürcher Zeitung aus dem Nahen und Mittleren Osten zu berichten.

Er war für mehrere Jahrzehnte DER Auslandskorrespondent der NZZ und parallel dazu für das Schweizer Radio DRS tätig. Er ist einer der letzten Vollprofis auf seinem Gebiet.

Inzwischen ist er 87 Jahre alt und verbringt immer noch täglich einige Stunden im Internet, um sich hier ein Bild vor allem über die komplexe Lage nahen Osten zu verschaffen. Im Anschluss publiziert er auf www.journal21.ch Analysen, die man zu den fundiertesten aus der gesamten Region zählen kann.

Anders als heute üblich hat Hottinger ein Land, bevor er auch nur eine Zeile darüber schrieb, es zuvor bereist und erkundet. Zu Fuß, oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Hottinger spricht die meisten Sprachen der Länder, aus denen er berichtete und zu denen er auch zahlreiche Bücher publizierte. Hottinger ist ein wahrhafter Islam-Experte und hat einen deutlich neutraleren Blick auf die Region als deutsche Berichterstatter. Schon Kanzler Adenauer sagte seinerzeit, er erführe durch Hottingers Berichte mehr aus der Region, als durch seinen gesamten diplomatischen Stab.

Es gibt kein deutsches Pendant für Arnold Hottinger. Peter Scholl-Latour zum Beispiel wäre bestenfalls ein passabler Ersatz. Ist aber in seinen Recherchen eingeschränkt, da er kein Arabisch spricht.

Wir trafen den nicht unter Arbeitslosigkeit leidenden Arnold Hottinger, um mit ihm über sein Lebenswerk und seinen Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten zu sprechen.

Es entstand eine umfassende Analyse über eine Region,

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KenFM im Gespräch mit: Ullrich Mies („Der Tiefe Staat schlägt zu”) | KenFM.de

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20-05-19 07:53:00,

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Der Mensch will frei sein. Das ist keine Entscheidung, die er erst fällen muss. Sie ist von Natur aus in ihm angelegt.

Menschen diese Freiheit vorzuenthalten, führt zu natürlichem Widerstand und der lässt sich nur kontrollieren, wenn mit System vorgegangen wird. Die entscheidende Komponente lautet dabei: ANGST.

Hat der Mensch Angst, ist er bereit, zumindest zeitweise, auf seine ihm mit der Geburt zustehende Freiheit zu verzichten. Von daher liegt es auf der Hand, dass jedes System, in dem nur wenige Menschen über die Masse herrschen wollen, nicht daran interessiert sein kann, einen Zeitgeist zu fördern, der ohne Angst auskommt.

Im Gegenteil, auch die sogenannte moderne und aufgeklärte Gesellschaft, die Zivilisation, der Staat, haben aufgrund ihrer Pyramiden-Struktur ein vitales Interesse daran, Menschen in der Masse permanent in Angst zu halten. Nur so kann die Spitze der Pyramide, sprich die selbst ernannte Elite, sich chronisch und ohne jeden Skrupel bereichern. Und nur darum geht es unter dem Strich. Eine immer überschaubarere Gruppe von Personen steht über dem Gesetz und hat mit dem Tiefen Staat, einer gesichtslosen Bürokratie, ein global agierendes Modell des Apartheidstaates installiert. Geld regiert die Welt und wo Demokratie draufsteht, ist in Wahrheit Eliten-Diktatur drin.

Ullrich Mies gelingt in seinem neuen Buch „Der Tiefe Staat schlägt zu: Wie die westliche Welt Krisen erzeugt und Kriege vorbereitet“ das herzustellen, was man Transparenz nennt. Zusammen mit 16 Autoren zeigt er dezidiert auf, mit welch plumpen Methoden der sogenannte „Westen“ permanent Krisen produziert und Feindbilder konstruiert, um sich noch schamloser als bisher an den Ressourcen der Welt zu vergreifen.

Der Feind, so wird im Buch dann klar, befindet sich aber nicht nur in jenen Ländern, die vom Westen ins Fadenkreuz genommen werden. Wer als Teil des Westens dann die verbrecherischen Machenschaften der eigenen Eliten benennt, gerät ebenfalls ins Visier dieser Oligarchen-Clique.

Wir leben in autoritären Strukturen, die wie Krebs wuchern. Pressefreiheit oder eine vom Staat unabhängige Justiz sind nur simuliert. Auch bei uns im „Goldenen Westen“.

Es wird Zeit, dass wir, die Massen, das Regime der Reichen endlich auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgen,

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KenFM im Gespräch mit: Hans-Joachim Maaz (“Die Liebesfalle”) | KenFM.de

kenfm-im-gesprach-mit:-hans-joachim-maaz-(“die-liebesfalle”)-|-kenfm.de

17-05-19 06:51:00,

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Der Psychotherapeut und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist ein Mann, dessen Beruf sein Leben im Innersten bestimmt.

Maaz macht aufmerksam auf die Bedeutung unserer frühkindlichen Erfahrungen für das Erwachsenleben eines jeden Einzelnen. Werden wir seelisch oder körperlich krank, können wir dies als eine Chance verstehen, über das eigene Leben zu reflektieren und das einst Verdrängte wieder in unser Bewusstsein zu holen. Dieser Prozess ist schwierig, weil die gemachten und verdrängten Erfahrungen so häufig extrem schmerzhaft waren. Nicht selten zu schmerzhaft, um sie im eigenen Bewusstsein noch einmal aufleben zu lassen.

Die Rolle der Eltern im Leben eines Menschen, hinterfragt Maaz stets kritisch, denn sowohl seine persönlichen Erfahrungen als auch diese mit seinen Patienten sprechen eine eindeutige Sprache: Die Probleme im Jetzt lassen sich in aller Regel zurückführen auf die Verbindung zu Mutter und Vater in der Vergangenheit.

Ziel der Therapie nach Maaz ist immer das tiefere Verständnis zum eigenen „Ich“. Denn auf die scheinbar so einfache Frage „Wer bist Du?“, können nur die Wenigsten eine stimmige, selbst-bewusste (im wahrsten Sinne des Wortes) Antwort geben. Stattdessen zeichnet sich zumeist ein hohes Maß der Selbstentfremdung in den Schilderungen über Mutter und Vater ab.

Entfremdung ist nach Maaz die „Pest unserer Zeit“. Sie ist die Grundlage für den Mangel an eigener Identität und die Konstruktion des Ichs über Identifikation. Identifikation jedoch kann Identität nicht ersetzen. Identifikation lässt sich als ein Hilfskonstrukt verstehen, das den Verlust der Identität kaschieren soll. Dieser Verlust ist extrem schmerzhaft für jedes Individuum und muss daher maximal verdrängt werden. Die Folge dieser Verdrängung ist der Gefühlstau. Erst, wenn dieser Stau der Gefühle aufgelöst wird, kann das Individuum zur heilenden Selbsterkenntnis kommen.

Auch politische Auseinandersetzungen, die heute auf der Straße oder im Parlament ausgetragen werden, sind sinnbildhaft Symptom eines gesellschaftlichen Gefühlsstaus.

Ein weiteres Merkmal frühkindlicher Beziehungsstörung, ist ein Leben in Projektionen, die den erlittenen Identitätsverlust unfühlbar machen sollen. Projektionen und Identifikationen hängen hierbei eng zusammen: Nur wer den eigenen Schmerz in Außenkonstruktionen projiziert, z.B. über Feindbilder politischer Gegner, versetzt sich unbewusst in die Lage einen Teil von sich selbst spürbar werden zu lassen.

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KenFM im Gespräch mit: Lothar Hirneise (“Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe”) | KenFM.de

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14-05-19 09:16:00,

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Jahr für Jahr erkranken in Deutschland mehr als 500.000 Menschen an Krebs. Täglich sind es etwa 700 Menschen die hierzulande an den Folgen einer Zivilisationskrankheit sterben, die inzwischen bis auf Platz 2 der häufigsten natürlichen Todesursachen vorgerückt ist.

Wie konnte das passieren?

Diese Frage haben wir Lothar Hirneise gestellt. Hirneise ist ein ehemaliger Krankenpfleger, der überdies eine Ausbildung zum Psychoanalytiker absolviert hat. Die Erkrankung eines guten Freundes machte ihn vor über 20 Jahren schmerzlichst auf das Thema Krebs aufmerksam, ein Thema, was ihn seither nicht mehr loslassen sollte. Er stieg aus seinem alten Job aus und reiste um die ganze Welt, um Antworten auf jene Fragen zu finden, die ihm die Schulmedizin nicht beantworten konnte.

Es verwundert nicht, dass Hirneises Antwort auf die oben genannte Frage in den Ohren der Schulmedizin zunächst recht unkonventionell anmutet. Seiner Auffassung nach, ist ein Krebstumor nichts Böses. Im Gegenteil: Er sieht den Tumor als ein Selbstheilungsinstrument des Körpers, als das Symptom einer Erkrankung, jedoch nicht als die Krankheit selbst.

Wenn das stimmt, dann befindet sich die Schulmedizin mit ihrer Art und Weise mit dem Tumor umzugehen in einer Sackgasse. Ihr Versuch mit Bestrahlung und Chemotherapie den Tumor zu beseitigen, würde dem Versuch mit Bomben und Raketen den Krieg zu beseitigen, gleichkommen.

Und tatsächlich ist laut Hirneise ein Tumor in den häufigsten Fällen genau das: Ein Hinweis auf einen inneren Krieg.

Wie man diesen beseitigt und wie Hirneise in seinem Zentrum für alternative Krebstherapie von der Schulmedizin aufgegebene Patienten wieder zur Gesundheit verholfen hat, sind Themen einer neuen Ausgabe von KenFM im Gespräch, die jeden, ganz unabhängig des eigenen Vertrauenslevels in die Schulmedizin, zumindest nachdenklich machen wird.

Inhaltsübersicht:

0:13:06 Eine andere Haltung zu Krebs und die Reaktion der Fachleute

0:19:09 Was ist Krebs?

0:28:45 Tumore, Warnsignale des Körpers – die Mutations-Theorie

0:41:10 Mitochondrien

0:55:45 Krebs ist ein Geschäft

1:02:40 Krebs dank Krebsuntersuchungen

1:19:05 Unglaubwürdige alternative Medizin – es kommt drauf an,

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“Bei Gesprächen mit Freunden die Klappe halten.” Oder: Wie kommen wir an jene Menschen heran, die nicht mehr aufgeklärt werden wollen? Eine Frage an Sie.

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03-05-19 08:57:00,

Auf den Beitrag “Lieber dazugehören, als aufgeklärt sein” von Anette Sorg kamen eine Reihe interessanter Mails, darunter auch solche von NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern, die von ihrer eigenen ähnlichen Erfahrung berichteten – von Menschen im Freundeskreis, die nicht mehr hören wollen, was ist und denen unsere kritische Begleitung ihrer Medien nicht gefällt. Einer der Leser schreibt: „Was also tun? Auf etablierte Medien zurückgreifen und abends Tagesschau gucken, um sozial integriert zu bleiben oder weiter kritisch bleiben und lernen, in den Gesprächen mit Freunden die Klappe zu halten?“ – Was also tun, das wollten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, fragen. Albrecht Müller.

Dass ehedem kritische Mitbürgerinnen und Mitbürger müde werden, ist ausgesprochen verständlich. Dass sie sich ungern in ihrem Milieu isolieren, ist auch verständlich. Und je mehr die reaktionäre, konservative, neoliberale Bewegung dominiert und das Geschehen bestimmt, umso schwieriger ist Widerspruch.

Es bleibt uns trotzdem nichts anderes übrig, als nachzudenken, was in dieser schwierigen Situation getan werden könnte. Sie könnten uns bitte unter der E-Mail-Adresse [email protected] ihre Vorschläge oder auch nur ihre Meinung wissen lassen. Wir werden diese dann auswerten und wieder auf Sie zukommen.

Vorerst aber dokumentieren wir hier die Leserbriefe zu dem Beitrag von Anette Sorg.

Wir beginnen mit dem oben schon zitierten Leserbrief:

1. Leserbrief

„seit etwa 2-3 Jahren bin ich Leser der Nachdenkseiten und verpasse keine Folge des Podcastangebotes. Einige Folgen höre ich sogar mehrfach, um den häufig umfangreichen Inhalt der jeweiligen Folge zu verinnerlichen. Ich schreibe dies einleitend, da sich seitdem zunehmend ein Gefühl in mir breit macht, welches in dem am 30. April erschienenen Artikel „Lieber dazugehören, als aufgeklärt sein“ auf den Punkt formuliert wird. Ich werde in Gesprächen und Diskussionen regelmäßig mit Blicken gestraft, sobald ich die gängige Meinung hinterfrage. Argumente bringe ich schon keine mehr, eine gefühlte Isolation ist häufig das Ergebnis. In der Konsequenz ist es also eine Art kognitive Dissonanz, mit der ich mich da konfrontiert sehe. Was also tun? Auf etablierte Medien zurückgreifen und abends Tagesschau gucken, um sozial integriert zu bleiben oder weiter kritisch bleiben und lernen, in den Gesprächen mit Freunden die Klappe zu halten? Ich habe mich zunächst für letzteres entschieden, wenngleich damit eine Art Ohnmacht einher geht. – Ich danke Ihnen für das kritische Denken,

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Ein Gespräch mit Jürgen Todenhöfer über die „Große Heuchelei“ des Westens

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16-04-19 09:30:00,

Aus Anlass des Erscheinens seines neuen Buches haben wir über 1 Stunde lang miteinander gesprochen.[*] Die NachDenkSeiten hatten das Buch am 29. März schon vorgestellt. Im Interview geht es um den Kern des Buches, um Krieg und Frieden und um die Rolle unseres Landes. Der Autor meint, unser Land könne und müsse eine vermittelnde Rolle spielen. Viel mehr als heute. Wir sollten die strategische Partnerschaft im Westen durch eine strategische Partnerschaft mit Russland ergänzen. Es geht im Gespräch wie schon im Buch um die grenzenlose westliche Brutalität, die wir systematisch in edle Worte und edle Werte verpackt haben: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Christianisierung, Zivilisierung und so weiter. Albrecht Müller.

Jürgen Todenhöfer schätzt klare unbequeme Aussagen, bei aller Verbindlichkeit, die ihn ansonsten auszeichnet. Ein Beispiel für seine schnörkellose Darstellung der Fakten: ‚Immer wenn man tötete, sagte man: Das tun wir dir zuliebe, das ist eine humanitäre Aktion. Wenn wir von „humanitären Kriegen“ sprechen, wäre die korrekte Übersetzung: Humanes Totschlagen von Kindern.‘

[«*] Redaktionelle Vorbemerkung: Das Interview wurde per Telefon geführt. Die Niederschrift erfolgte möglichst nah am Gespräch.

Das Gespräch

Albrecht Müller: Guten Tag, Herr Todenhöfer. Sie haben ein großes Buch geschrieben. Der Titel ist provokant: “Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten.” Ich hätte eine so klare Botschaft nicht erwartet, erläutern Sie bitte die Begründung für diesen harten Titel.

Jürgen Todenhöfer: Das ist der Versuch, die Geschichte des Aufstiegs der Europäer und der Amerikaner in den letzten 500 Jahren ehrlich zu beschreiben. Und ich glaube, dass diese Geschichte der europäisch-amerikanischen Zivilisation umgeschrieben werden muss: wir, die Europäer und die Amerikaner haben die Welt ja nicht durch, wie wir immer sagen, durch unsere Werte und durch besondere Genialität der sogenannten weißen Rasse erobert, sondern durch eine grenzenlose Brutalität, die wir aber, und es gab auch andere brutale Weltmächte in der Geschichte der Menschheit, die wir aber, und das unterscheidet uns von anderen Großmächten, systematisch in edle Worte und edle Werte verpackt haben. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Christianisierung, Zivilisierung und so weiter.

Also, wir waren schon immer große Propagandisten?

Ja, ich glaube, dass der Mensch dazu neigt, und ich schließe mich davon nicht aus,

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KenFM im Gespräch mit: Karl-Heinz Land (“Erde 5.0: Die Zukunft provozieren”) | KenFM.de

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07-04-19 07:13:00,

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Die Welt hat im Laufe des 20. Jahrhunderts eine Reihe massiver Umwälzungen erlebt. Auf die industrielle Revolution folgte die technische Revolution und auf diese folgte die digitale Revolution. Eines fällt dabei sofort ins Auge: Die zeitliche Abfolge zwischen diesen einzelnen Veränderungsschritten wurde und wird immer kürzer.

Experten gehen davon aus, dass bis 2025 etwa 1 Billionen Dinge im sogenannten „Internet of things“ miteinander kommunizieren werden. Dabei wird jedoch nur ein marginaler Anteil dieser Kommunikation vom Menschen zum System stattfinden. Der weitaus größere Anteil, etwa 97 Prozent, wird sich zwischen den einzelnen Systemen abspielen.

Hieraus ergeben sich weitreichende Folgen – positive wie negative. Autonome Fahrzeuge werden z. B. in der Lage sein, autonom Staus zu umfahren, wodurch sich dieses Problem drastisch verringern wird. Die andere Seite dieser rasanten Entwicklungen ist: Es fällt eine unvorstellbare Datenmenge an, welche zu überblicken, kein Mensch mehr imstande ist. Und Daten sind, wie wir in Zeiten von Google, Facebook und Amazon gelernt haben, das neue Gold in unserer Ökonomie.

Doch wer reguliert diese Daten eigentlich? Und welche Rolle wird dabei die vielbeschworene künstliche Intelligenz spielen? Diese und viele weitere Fragen hat KenFM mit dem Experten für digitale Transformation Karl-Heinz Land besprochen. Der optimistische Rheinländer nennt künftige Herausforderungen und Gefahren beim Namen, jedoch nicht ohne auf mögliche Problemlösungsansätze aufmerksam zu machen. Geht es nach ihm, sollten wir uns der digitalen Herausforderung stellen, anstatt vor Entwicklungen wegzulaufen, die ohnehin nicht mehr aufzuhalten sind.

Inhaltsübersicht:

0:02:00 Exponentialgrößen hochgerechnet

0:09:05 Wie die menschliche Hybris bremsen?

0:22:47 Künstliche Intelligenz, natürliche Dummheit und selbstfahrende Autos

0:39:46 Proteste gegen soziale Ungleichheit

0:56:12 Künstliche Intelligenz, die man abstellen musste

1:04:26 Datensouveränität und die Blockchain-Technologie

1:18:07 Auswege zu Freiheit und Selbstbestimmung

1:26:58 Das bedingungslose Grundeinkommen

1:34:26 Transhumanismus

1:48:28 Wieviel Zeit bleibt für einen Bewusstseinswandel?

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KenFM im Gespräch mit: Michael Hüter (“Kindheit 6.7: Ein Manifest”) | KenFM.de

kenfm-im-gesprach-mit-michael-huter-8220kindheit-67-ein-manifest8221-kenfm.de

27-03-19 08:34:00,

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Was haben Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt, Karl Marx und Leonardo Da Vinci gemeinsam? Richtig, alle haben wesentlich weniger Zeit in Bildungsinstitutionen verbracht, als es heute der Standard ist. Dennoch werden sie noch immer als Genies gefeiert. Das sollte und zu denken geben. Wie kann das sein?

Nun könnte man argumentieren, sie seien eben von Haus aus hochbegabt gewesen. Das stimmt auch in gewisser Hinsicht: Humboldt zum Beispiel erhielt einen Großteil seiner Bildung zu Hause. Er wurde nicht mit einem Jahr in der Kita abgegeben und einige Jahre später mit dem Abiturzeugnis in der Hand von seinen Eltern an der Schulpforte wieder in Empfang genommen. Die Motivation zu lernen war bei ihm intrinsischer Natur und kein von Außen aufoktroyierter Zwang.

Michael Hüter versucht, aus solchen Biographien logische Schlüsse zu ziehen. Er ist der Meinung: So wie wir Erziehung, Familie und das Schulwesen heutzutage interpretieren, ist es kaum verwunderlich, dass unserer Gesellschaft kollektiv die Freude am Lernen vergangen ist.

Sein neues Buch „Kindheit 6.7: Ein Manifest“ ist ein Appell an die Gesellschaft, die eigenen Scheuklappen abzulegen und nach neuen Wegen zu suchen, Kindern eine Kindheit zu ermöglichen, die diesen Namen auch verdient. Glücklicherweise können wir dabei auf einen Wissensschatz zurückgreifen, der weitaus älter ist, als es die letzten Jahrhunderte institutionalisierten Lernens vermuten lassen.

Lernen kann und muss Spaß machen!

Inhaltsübersicht:

0:07:16 Kindern Fragen und Nähe zulassen

0:19:56 Die Schulpflicht

0:25:25 Die Kindheit des Gastes

0:34:35 Ein Schulsystem, das Demokratie und Selbstwertgefühle abschafft

0:46:56 Ware Kind – Die Entwertung von Eltern und Kindern

0:55:15 Die Familie heute

1:15:30 Der unsichtbare Lehrplan und Räume der Angst

1:23:24 Autos, Haustiere, Kinder – Zahlen und Fakten

1:39:21 Länder, in denen Kinder glücklich sein können

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KenFM im Gespräch mit: Johannes Bröckers (“Schnauze, Alexa!”) (Podcast) | KenFM.de

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17-03-19 06:47:00,

Amazon ist das größte Internet-Kaufhaus der Welt. 24 Stunden geöffnet und mit einem Warenangebot, das jeden Konkurrenten alt aussehen lässt. Doch der Erfolg hat enorme Schattenseiten, denn Amazon ist weit mehr, als ein digitaler Einzelhändler.

Der Konzern von Jeff Bezos ist auch eine Datenkrake, die im Hintergrund von jedem Kunden ein digitales Profil anlegt, auswertet und verkauft. Daten sind aber nicht nur das neue Gold, sondern auch der Schlüssel, um menschliches Verhalten zu manipulieren, Gesellschaften berechenbar zu machen.

Da trifft es sich gut, dass Amazon seine Monsterserver auch an die CIA vermietet und in den Amazon-Go-Shops eine Software einsetzt, die die Gesichter der Kunden automatische scannt und die Rechnung für den Einkauf dann direkt auf deren Smartphone schickt. Ist das noch „Service“ oder schon Orwell?

Jeff Bezos, der Besitzer von Amazon, ist inzwischen nicht nur einer der reichsten Menschen der Welt, sondern gehört mit seinem Konzern auch zu den einflussreichsten Personen auf diesem Planeten. Wurde der Mann je demokratisch in diese Macht-Position gewählt? Nein. Kann man ihn abwählen? Ja!

WIR, die Kunden, haben Amazon zu dem gemacht, was es heute ist. Ein Konzern, der ähnlich wie Apple, Ebay, Facebook oder Google quasi über dem Gesetz steht und sich damit über immer mehr Regeln hinwegsetzen kann und das längst tut.

Amazon zahlt nur Steuern, wenn es unbedingt sein muss und hat mit dem Kauf der Washington Post eine der wichtigsten US-Zeitungen unter seiner Kontrolle. Damit bestimmt Jeff Bezos, was große Teile der US-Bürger über die Machenschaften des Konzerns wissen und denken sollen. Free Press?

Wem diese Entwicklung missfällt, wer Amazon für demokratiegefährdend hält, muss sich die Frage stellen, warum er dort permanent einkauft?!

„Schnauze, Alexa! Ich kaufe nicht bei Amazon!“, heißt das Buch von Johannes Bröckers und hat das Ziel, uns, den Kunden, die Shopping-Laune zu verderben. Das ist dringend nötig. Die meisten von uns wissen nicht, was sie tun, wenn sie beim US-Giganten Amazon Woche für Woche einkaufen, nur weil das so schön bequem ist, oder wenn sie sich mit der Amazon-Box „Alexa“ freiwillig ein Gerät ins Haus holen, von der die Stasi nur träumen konnte, da „Alexa“ den Kunden mit seinen sieben Mikrophonen schlicht abhören kann.

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KenFM im Gespräch mit: Susanne Kaiser (“Die neuen Muslime”) | KenFM.de

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11-03-19 08:07:00,

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Der Islam – hierzulande eines der Streitthemen der vergangenen Jahrzehnte.

Gehört der Islam zu Deutschland? Geht von ihm womöglich eine Gefahr aus?

Die Debatten zu den genannten Fragen drehen sich medienübergreifend in einer Endlosschleife. Zumeist verlaufen sie sich im Sand. Kein Wunder, denn zu einer differenzierten Betrachtung der immerhin zweitgrößten Weltreligion kommt es dabei nur in den seltensten Fällen. Zudem wird allzu oft pauschal von „den Muslimen“ gesprochen, als handle es sich um eine homogene Religionsgemeinschaft.

Wie unterschiedlich der muslimische Glaube jedoch selbst hierzulande ausgelebt wird, beschreibt die freie Journalistin Susanne Kaiser in ihrem Buch: „Die neuen Muslime: Warum junge Menschen zum Islam konvertieren“. In diesem widmet sie sich auf der Basis von vier sehr individuellen Lebensgeschichten genau dieser Frage. Dabei stellte sie fest: Die persönlichen Motive sowie die jeweilige Interpretation der Religion sind so unterschiedlich, wie die Menschen selbst.

In Zeiten, in denen immer häufiger von einem „Kampf der Kulturen“ die Rede ist, kann jede Bemühung, die das Ziel eines besseren interkulturellen Verständnisses verfolgt, gar nicht hoch genug angesehen werden. Eben jenes Verständnis ist auch das Anliegen von Susanne Kaiser. Sie möchte dort Brücken bauen, wo sie in turbulenten Zeiten am dringendsten benötigt werden. Durch ihre unvoreingenommene und respektvolle Herangehensweise an das emotionsgeladene Thema „Islam“ ist ihr dies beispielhaft gelungen.

Inhaltsübersicht:

0:04:34 Menschen, die zum Salafismus finden

0:16:12 Gehört der Islam zu Deutschland?

0:23:26 Warum der Islam an Attraktivität gewinnt

0:41:13 Individualität trotz strenger Glaubensgrundsätze

0:52:41 Konversion zum Islam – eine lebensverändernde Maßnahme

1:05:10 Die Biografie der Autorin

1:15:27 Eine Konversion, die zum Radikalismus führte

1:29:07 Die Glaubwürdigkeit jüdisch-christlicher Werte

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KenFM im Gespräch mit: Reza Abadi (451 Grad) | KenFM.de

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04-03-19 08:54:00,

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Reza Abadi ist das Gesicht von 451 Grad, einem beliebten Politmagazin auf RT Deutsch. Der Name der Sendung ist an den Roman „451 Fahrenheit“ von Ray Bradbury angelehnt. Bei 451 Grad Fahrenheit beginnt Papier zu brennen und symbolisiert somit eine der ältesten Formen der Zensur – das Verbrennen von Büchern.

Doch bis Reza Abadi ausgerechnet bei einem russischen Sender ein medienkritisches Format an den Start bringen kann, ist es ein langer Weg. Dieser beginnt zunächst im Iran und führt von dort aus in ein kleines Dorf in NRW, wo die aus politischen Gründen geflüchtete Familie des damals 5-jährigen Abadi sich ein neues Leben aufbaute.

„Danke“ ist das erste deutsche Wort, was dem kleinen Jungen über die Lippen kommt. In der Jugend folgt dann der Traum, Fußballprofi zu werden. Dieser scheint auch in greifbarer Nähe, doch ein Knorpelschaden im Knie macht ihm einen Strich durch die Rechnung und setzt seiner Karriere ein Ende, bevor diese überhaupt richtig begonnen hatte.

Abadi verdaute diesen herben Rückschlag und fand seine berufliche Zukunft schließlich im Journalismus. Nach einem ersten Stopp bei der Deutschen Welle verschlägt es ihn zu RT Deutsch. Vieles verändert sich damit. Die Frage, ob er denn nun „Kreml-nah“ sei, häuft sich. Ob er „Regierungs-nah“ sei, hatte man ihn in seiner Zeit bei der Deutschen Welle hingegen nie gefragt. Warum eigentlich nicht? Dieser und vielen weiteren Fragen geht KenFM in einem ausführlichen Gespräch auf den Grund. Dabei wird eine Charaktereigenschaft Abadis schon früh offensichtlich: Seine Hartnäckigkeit. Schnell unterkriegen lässt sich dieser Mann gewiss nicht. Und damit ist er im harten Mediengeschäft genau an der richtigen Stelle.

Inhaltsübersicht:

0:05:42 Vorurteile: der Kreml-Sender RT Deutsch

0:18:20 Die Idee zu 451 Grad

0:31:33 Reza Abadis eigener Medienkonsum

0:40:54 Aus Teheran über die DDR nach Hamburg

1:02:48 Wahlheimat Deutschland, Wahlstadt Hamburg

1:11:24 Ein Geflüchteter beurteilt deutsche Flüchtlingspolitik

1:31:16 Doppelstandards in der deutschen Presselandschaft

1:37:52 Upload-Filter bei YouTube,

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KenFM im Gespräch mit: Michael Meyen (“Die Kurden”) | KenFM.de

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26-02-19 08:49:00,

Die Kurden, das größte staatenlose Volk der Erde. Doch wovon isteigentlich die Rede, wenn von „den Kurden“ gesprochen wird?

Durch den Konsum der hiesigen Massenmedien, wird man auf diese Frage jedenfalls kaum eine Antwort finden. Während die einen, „die Guten“, in den Genuss deutscher Waffenlieferungen kommen, werden die anderen, „die Bösen“, immerzu als Terroristen verschrien.

Dieser Schwarz-Weiß-Malerei ist Prof. Michael Meyen, Kommunikationswissenschaftler an der LMU in München, zusammen mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Kerem Schamberger auf den Grund gegangen. In ihrem Buch „Die Kurden: Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion“ nähern sie sich der Thematik unter Einbeziehung der persönlichen Lebensgeschichten kurdischer wie auch türkischer Aktivisten, um auf diese Weise eine spannende, vom klassischen Sachbuch abweichende, Darstellung der komplexen Gemengelage zu zeichnen.

Im Gespräch mit KenFM liegt einer der Hauptaugenmerke auf „Rojava“, der Demokratischen Föderation Nordsyrien (DFNS), die hierzulande auch unter dem Namen „Westkurdistan“ bekannt ist. Dabei handelt es sich um ein Autonomieprojekt, das sich von den klassischen parlamentarischen Regierungsstrukturen hin zu einer direkteren Form der Demokratie und kommunaler Selbstverwaltung weiterentwickelt. Getragen von einem starken kurdischen Gemeinschaftsgefühl, sind hier gerade Dinge in Bewegung, wie sie in einer vollständig nationalstaatlich organisierten Welt sicherlich einzigartig sind. Kaum verwunderlich also, dass „Rojava“ unter intensiver Beobachtung der internationalen Gemeinschaft steht und sich wohl früher oder später mit Repressalien konfrontiert werden sieht.

Eines wird klar erkennbar: Die Kurdenfrage ist heute aktueller denn je. In einer Welt, in der ständig vom „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ gesprochen wird, kann es nicht angehen, ein solch brisantes Thema nahezu vollständig aus dem öffentlichen Diskurs zu verbannen. Dementsprechend ist dieses Gespräch als ein Sensibilisierungsversuch und als Anregung zu verstehen, sich selber tiefer mit der Materie zu beschäftigen.

Inhaltsübersicht:

0:01:14 Ein Buch über Kurden

0:14:16 Die Arbeiterpartei Kurdistans und Abdullah Öcalan

0:25:17 Öcalans Idee von einer alternativen Gesellschaftsordnung

0:37:31 Rojava – Die Demokratische Föderation Nordsyriens

0:53:04 Die Situation der Kurden in der Türkei heute

0:59:13 Juli 2016: Putschversuch in der Türkei

1:08:32 Die Schattenseiten der PKK

1:24:48 Gesellschaftliche Spaltung

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KenFM im Gespräch mit: Hannes Hofbauer (“Kritik der Migration”) | KenFM.de

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19-02-19 06:53:00,

Migration ist das Streitthema unserer Zeit. Eine Beteiligung am öffentlichen Diskurs, ohne dabei voreilig einem bestimmten Lager zugeordnet zu werden, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Damit drehen sich Diskussionen jedoch oftmals im Kreis und enden bei gegenseitigen Abwertungen, die das Verständnis für die Gegenposition nur noch weiter vermindern.

Hannes Hofbauer hat einen anderen Weg gewählt, sich der Thematik anzunähern. In seinem neuen Buch „Kritik der Migration: Wer gewinnt und wer verliert“ beleuchtet er jene Zusammenhänge, die von den Dogmatikern jeglicher Couleur nur allzu gerne übersehen werden.

Beispiele gefällig? Da wären zum einen die sogenannten „Partnerschaftsabkommen“, angebliche „Win-win-Situationen“, die in Wahrheit für unsere exportorientierte Wirtschaft nichts anderes als Türöffner zu neuen Märkten sind. Zum anderen, ließe sich an dieser Stelle auch das allseits bekannte „Wir schaffen das“ der Bundeskanzlerin aufführen. Dieses wird dem Bürger als christlich-humanitäre Geste verkauft, allerdings stets ohne dabei auf die nicht allzu christliche Kriegsbeteiligung Deutschlands in Syrien, Afghanistan oder Mali einzugehen. Es wird so getan, als gäbe es gerade in derlei Fragen keine Ursache-Wirkungsketten.

Migration einzig und allein unter humanitären Gesichtspunkten zu betrachten, ist folglich eine gefährliche Verkürzung komplexer Zusammenhänge. Denn gerade wenn es um Massenwanderungen geht, spielt interessengeleitetes Handeln immer eine wesentliche Rolle. Es geht auch um billige Arbeitskräfte, die dem Niedriglohnsektor zugeführt werden. Darüber muss gesprochen werden dürfen.

Inhaltsübersicht:

0:03:20 Migration – ein Mangel am Ort

0:08:09 „Wir schaffen das!“ – so nicht!

0:13:29 Migration ist normal und gab es schon immer

0:28:50 Formen der Migration

0:42:13 Deserteure aus Syrien – Willkommenskultur gegen Assad

0:49:16 Die Kosten

1:00:54 „Kultur der Würde und der Ehre“

1:09:18 Vom Nationalstaat zur Macht der Ökonomie

1:17:19 Lohngleichheit in der Europäischen Union

1:24:57 Griechenland – ein Arbeitskräfte-Lieferant

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